Rechtsprechung
   BGH, 18.12.1991 - IV ZR 204/90   

Volltextveröffentlichungen (4)

  • JLaw (App) | www.prinz.law PDF
  • Jurion

    Anforderungen an die Auslegung der Wildschadensklausel § 12 Absatz 1 Nummer I d der Allgemeinen Bedingungen für die Kraftfahrzeugversicherung (AKB) - Vorliegen eines Ursachenzusammenhangs zwischen einer Berührung mit Wild und dem Unfallschaden als Tatbestandvoraussetzung für den Deckungsschutz - Ursächliches Verhalten im Sinne einer Adäquanz bei grob fahrlässiger Überreaktion - Beweislast des Versicherungsnehmers für den Eintritt eines Versicherungsfalls - Voraussetzungen für die Führung eines Anscheinsbeweises bei einem Wildunfall - Befreiung des Versicherers von der Leistungspflicht wegen Herbeiführung des Versicherungsfalls auf Grund grob fahrlässiger Überreaktion

  • rechtsportal.de(Abodienst, kostenloses Probeabo)

    AKB § 12 Nr. 1 I d
    Kausalität bei Wildschaden in der Fahrzeug-Teilversicherung

  • juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)

Kurzfassungen/Presse

Papierfundstellen

  • NJW-RR 1992, 469
  • MDR 1992, 653
  • NZV 1992, 109
  • VersR 1992, 349



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Wird zitiert von ... (37)  

  • BGH, 23.06.1993 - IV ZR 135/92  

    Kein formularmäßiger Leistungsausschluß für wissenschaftlich nicht allgemein

    b) Nach gefestigter Rechtsprechung des Senats sind Allgemeine Versicherungsbedingungen so auszulegen, wie ein durchschnittlicher Versicherungsnehmer die Allgemeinen Bedingungen bei verständiger Würdigung (Urteil vom 18. Dezember 1991 - IV ZR 204/90 - VersR 1992, 349 unter 3 a m.w.N.), aufmerksamer Durchsicht und Berücksichtigung des erkennbaren Sinnzusammenhangs (Urteil vom 5. Juli 1989 - IVa ZR 24/89 - VersR 1989, 908 unter II) verstehen muß.
  • BGH, 27.06.2012 - IV ZR 212/10  

    Wohngebäudeversicherung: Reichweite und Wirksamkeit des Leistungsausschlusses für

    Die dem Versicherungsnehmer typischerweise unbekannte Entstehungsgeschichte von Versicherungsbedingungen hat bei ihrer Auslegung außer Betracht zu bleiben; auch versicherungswirtschaftliche Überlegungen können allenfalls insoweit Berücksichtigung finden, wie sie sich dem Versicherungsnehmer aus dem Bedingungswortlaut unmittelbar erschließen (st. Rspr., vgl. Senatsurteile vom 9. Dezember 1987 - IVa ZR 151/86, VersR 1988, 282 unter II; vom 18. Dezember 1991 - IV ZR 204/90, VersR 1992, 349 unter 3; vom 6. März 1996 - IV ZR 275/95, VersR 1996, 622 unter 3 b; vom 17. Mai 2000 - IV ZR 113/99, VersR 2000, 1090 unter 2 a).
  • BGH, 18.12.1996 - IV ZR 321/95  

    Eintrittspflicht des Fahrzeugsversicherers bei Ausweichen vor einem Tier

    Ein Zusammenstoß mit dem Haarwild ist nach dieser Regelung aber Voraussetzung für einen Anspruch auf Ersatz des Fahrzeugschadens (vgl. Senatsurteil vom 18.12.1991 - IV ZR 204/90 - VersR 1992, 349).
  • OLG Saarbrücken, 26.01.2011 - 5 U 356/10  

    Autounfälle mit Tieren // Tod eines Hasen? Versicherungsschutz bei

    Ein Zusammenstoß ist - für jeden durchschnittlichen Versicherungsnehmer ohne weiteres erkennbar - nur dann anzunehmen, wenn es zu einer Berührung mit dem Tier gekommen ist und diese Berührung den Unfallschaden verursacht hat (vgl. BGH, Urt. v. 18.12.1991 - IV ZR 204/90 - VersR 1992, 349; OLG Koblenz, zfs 1989, 351).

    Den Nachweis dafür, dass ein Zusammenstoß mit einem Tier erfolgt ist, hat der Versicherungsnehmer zu erbringen (BGH, Urt. v. 18.12.1991 - IV ZR 204/90 - VersR 1992, 349; OLG Köln, RuS 2005, 457).

    Zwar ist das Merkmal "durch einen Zusammenstoß" auch dann erfüllt, wenn die Kollision mit dem Tier nicht das letzte Glied in der Ursachenkette gewesen, sondern ein späteres zum Unfall führendes Verhalten des Fahrzeugführers hinzugetreten ist (BGH, Urt. v. 18.12.1991 - IV ZR 204/90 - VersR 1992, 349).

    Diese zeitliche Abfolge rechtfertigt die Annahme eines Schadens "durch einen Zusammenstoß" nicht (siehe auch dazu BGH, Urt. v. 18.12.1991 - IV ZR 204/90 - VersR 1992, 349).

  • BGH, 06.03.1996 - IV ZR 275/95  

    Beschädigung des ziehenden Pkw durch einen Camping-Anhänger

    Versicherungsrechtliche Überlegungen können allenfalls insoweit berücksichtigt werden, wie sie sich aus dem Wortlaut der Bedingungen für den verständigen Versicherungsnehmer unmittelbar erschließen (vgl. BGH, Urteil vom 18. Dezember 1991 - IV ZR 204/90 - VersR 1992, 349 unter 3 a).
  • BGH, 17.05.2000 - IV ZR 113/99  

    Begriff der Bewußtseinsstörung

    Die Entstehungsgeschichte der Bedingungen, die der Versicherungsnehmer typischerweise nicht kennt, hat bei der Auslegung - wie auch sonst bei Allgemeinen Geschäftsbedingungen (vgl. Ulmer in Ulmer/Brandner/Hensen, AGB-Gesetz, 8. Aufl. § 5 Rdn. 22) - außer Betracht zu bleiben; versicherungswirtschaftliche Überlegungen können allenfalls insoweit Berücksichtigung finden, wie sie sich aus dem Wortlaut der Bedingungen für den verständigen Versicherungsnehmer unmittelbar erschließen (st. Rspr., vgl. Senatsurteile vom 9. Dezember 1987 - IVa ZR 151/86 - VersR 1988, 282 unter II; vom 18. Dezember 1991 - IV ZR 204/90 - VersR 1992, 349 unter 3; vom 6. März 1996 - IV ZR 275/95 - VersR 1996, 622 unter 3 b).
  • OLG Hamm, 20.02.2008 - 20 U 134/07  

    Fahrzeugvollversicherung bzw. Fahrzeugteilversicherung: Beweislast ("non liquet")

    Der Umstand muss auch für den eingetretenen Schaden ursächlich sein (vgl. BGH, r+s 1992, 82; OLG Köln, r + s 2005, 457).
  • OLG Nürnberg, 30.03.2000 - 8 U 3372/99  

    Begriff der erhöhten Kraftanstrengung in der Unfallversicherung

    Damit wird aber das maßgebliche Kriterium des erhöhten Krafteinsatzes als einer Kraftentfaltung, die das Normalmaß übersteigt, nicht außer Kraft gesetzt (so auch Grimm, a.a.O. Soweit die Beklagte demgegenüber argumentiert, die gegenteilige Auslegung ergebe sich aus der Geschichte der AUB 88, ist dies unerheblich. Die Motive des Klausel-Erstellers sind für die Auslegung solange unerheblich, als die damit verfolgten Zwecke für einen aufmerksamen und durchschnittlichen Versicherungsnehmer, auf den hier abzustellen ist, nicht im Wortlaut der Klausel hinreichend zum Ausdruck kommen (vgl. BGH VersR 91,.417; 92, 349; 96, 500; Prölss, a.a.O., Vorbemerkung III, Rz. 2 vor § 91 VVG).

    Der durchschnittliche Versicherungsnehmer wird bei aufmerksamer Durchsicht der AUB 88 unter Berücksichtigung des erkennbaren Sinnzusammenhangs (BGH NJW 93, 2369; NJW-RR 92, 469) vielmehr aus § 8 AUB 88 den Schluß ziehen, daß bei der Mitwirkung von Krankheiten oder Gebrechen bei der durch das Unfallereignis hervorgerufenen Gesundheitsbeschädigung nur eine Leistungseinschränkung, nicht aber ein völliger Ausschluß des Versicherungsschutzes stattfinden soll.

  • BGH, 27.09.1995 - IV ZR 283/94  

    Darlegungs- und Beweislast des Versicherers bei Geltendmachung des

    Gemäß der seit langem gefestigten Rechtsprechung des Senates zur Auslegung von Versicherungsbedingungen sind Zweck- und Zielvorstellungen der Versicherer nur dann und nur insoweit für die Auslegung eines Klauselwerkes von Bedeutung, wenn und wie sie in ihm einen für die angesprochenen Versicherungsnehmer erkennbaren Ausdruck gefunden haben (s. z.B. Senatsurteil vom 18. Dezember 1991 - IV ZR 204/90 - VersR 1992, 349 unter 3 a m.w.N.).
  • OLG Karlsruhe, 19.04.2007 - 12 U 237/06  

    Rechtsschutzversicherung: Eintrittspflicht des Rechtsschutzversicherers für die

    Versicherungstechnische Überlegungen können allenfalls insoweit berücksichtigt werden, wie sie sich aus dem Wortlaut der Bedingungen für den verständigen Versicherungsnehmer unmittelbar erschließen (BGH VersR 1992, 349).
  • OLG Saarbrücken, 30.04.2003 - 5 U 389/02  

    Wiedereinsetzung - Sorgfaltspflicht des Anwalts bei Fristensachen -

  • OLG Celle, 19.03.2009 - 8 U 228/08  

    Sonderbedingungen zur Haftpflicht und Fahrzeugversicherung für

  • OLG Köln, 28.09.2004 - 9 U 9/04  

    Anspruch gegen eine Versicherung auf Ersatz von Mehraufwendungen wegen

  • OLG Koblenz, 30.08.2010 - 1 W 54/10  

    Streitwertfestsetzung in Wohnungseigentumsverfahren: Beschwerde eines

  • OLG Brandenburg, 03.05.2007 - 12 U 243/06  

    AKB: Nachweis eines Wildunfallschadens; Benennung von Zeugen

  • OLG Brandenburg, 20.02.2002 - 14 U 56/01  

    Risikoausschluss bei Kfz-Vollkaskoversicherung auf Grund grober Fahrlässigkeit

  • OLG Saarbrücken, 29.04.1997 - 4 U 672/96  

    Inanspruchnahme einer Transportversicherung; Versicherung aller Gefahren der

  • OLG Brandenburg, 18.04.2001 - 14 U 64/00  

    Rettungskostenersatz bei Ausweichmanöver zur Vermeidung eines Zusammenstoßes mit

  • OLG Zweibrücken, 25.08.1999 - 1 U 218/98  

    Rettungskostenersatz bei Kfz-Unfall infolge Ausweichens vor Haarwild - Ausschluss

  • OLG Nürnberg, 09.03.2000 - 8 U 3929/99  

    Formularmäßige Vereinbarung einer Wartefrist für die Zahlung einer

  • OLG Hamm, 12.12.1997 - 20 U 121/97  

    Leistungspflicht des Kaskoversicherers nach grob fahrlässigem Verhalten bei

  • LG Münster, 21.08.2008 - 15 O 111/08  

    Anwaltshaftung - Wenn unsicher ist, welche Versicherung eintrittspflichtig ist

  • OLG Saarbrücken, 08.02.2012 - 5 U 313/11  

    Zur Schadensminderungsobliegenheit nach einem Wildunfall

  • OLG Köln, 08.06.2004 - 9 U 129/03  

    Bestehen eines Zahlungsanspruchs aus einer Rechtsschutzversicherung; Rechtliche

  • OLG Köln, 13.10.1998 - 9 U 13/98  

    Entschädigungsanspruch wegen eines Wildunfalls nach Zusammenstoß des Fahrzeuges

  • LG Wiesbaden, 09.03.2007 - 7 S 47/06  

    Private Krankenversicherung: Abhängigkeit der Ausschüttung einer

  • OLG Köln, 19.07.2005 - 9 U 15/00  

    Entschädigungsanspruch wegen eines Zusammenstoßes mit Haarwild; Voraussetzungen

  • OLG Köln, 10.12.2002 - 9 U 75/02  

    Nachweis einer Berührung zwischen dem Kfz und dem Haarwild durch den

  • OLG Frankfurt, 29.08.2001 - 7 U 187/00  

    Ausweichbewegung eines Kraftfahrzeugführers wegen eines verhältnismäßig kleinen

  • OLG Jena, 04.02.1998 - 4 U 1152/97  

    Begrenzung der Zahlungsverpflichtung des Kaskoversicherers auf Fälle in denen

  • OLG Celle, 02.02.2012 - 8 U 205/11  

    Ist die Bauleistungsversicherung eine Vollkaskoversicherung für Bauleistungen?

  • OLG Köln, 14.03.2000 - 9 U 125/99  

    Teilkasko-Versicherungsschutz für Kraftfahrzeugschäden bei Unfällen durch

  • OLG Köln, 20.10.1998 - 9 U 176/97  

    Leistungsfreiheit einer Teilkaskoversicherung bzgl. eines selbst verursachten

  • OLG Karlsruhe, 19.09.1996 - 12 U 103/96  

    Übergehen von erheblichen Beweisanträgen eines Klägers als aufhebungsbegründende

  • OLG Koblenz, 18.01.2011 - 5 W 21/11  

    Verfahrensrecht - Streitwert in WEG-Sachen: "Hamburger Formel" anzuwenden!

  • LG Stuttgart, 20.05.2008 - 15 O 8/08  

    Zusatzversorgungskasse des kommunalen Versorgungsverbandes Baden-Württemberg:

  • OLG Oldenburg, 27.09.1995 - 2 U 172/95  

    Fahrlässigkeit, grobe, Wildschaden, Schreckreaktion, Vollbremsung, Schaden,

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