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   BGH, 12.06.1980 - IVa ZR 9/80   

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https://dejure.org/1980,1214
BGH, 12.06.1980 - IVa ZR 9/80 (https://dejure.org/1980,1214)
BGH, Entscheidung vom 12.06.1980 - IVa ZR 9/80 (https://dejure.org/1980,1214)
BGH, Entscheidung vom 12. Juni 1980 - IVa ZR 9/80 (https://dejure.org/1980,1214)
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Volltextveröffentlichungen (3)

  • JLaw (App) | www.prinz.law PDF
  • Wolters Kluwer

    Umfang und Reichweite der versicherungsvertraglichen Leistungspflicht - Geltendmachung von Ansprüchen aus einer Lastkraftwagen-Haftpflichtversicherung - Erreichen der Obergrenze der Versicherungssumme

  • juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)

Kurzfassungen/Presse

  • rechtsportal.de(Abodienst, kostenloses Probeabo) (Leitsatz)

    AKB § 10 Abs. 1; VVG § 155
    Rechte des Haftpflichtversicherers bei Erreichen der Versicherungssumme

Papierfundstellen

  • NJW 1980, 2524
  • MDR 1980, 1007
  • VersR 1980, 817
 
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Wird zitiert von ... (9)

  • BGH, 10.10.2006 - VI ZR 44/05

    Voraussetzungen eines Verteilungsverfahrens wegen nicht ausreichender

    Die Versicherungssumme reicht im Einzelfall dann nicht aus, um alle Direktansprüche zu befriedigen, wenn die nach Abzug der Kapitalzahlungen auf Ansprüche, die keine Rentenansprüche sind, verbleibende Versicherungssumme geringer ist als die Summe der Kapitalisierungswerte aller zu erbringenden Rentenleistungen (vgl. BGH, Urteile vom 28. November 1979 - IV ZR 83/78 - VersR 1980, 132, 135; vom 12. Juni 1980 - IVa ZR 9/80 - VersR 1980, 817, 818, 819; vom 22. Januar 1986 - IVa ZR 65/84 - VersR 1986, 392, 395).

    Rentenzahlungen können grundsätzlich nicht dazu führen, dass die Versicherungssumme "erschöpft" wird (vgl. BGH, Urteil vom 12. Juni 1980 - IVa ZR 9/80 - aaO, 818).

    Das Verteilungsverfahren nach §§ 155, 156 VVG soll einer "Erschöpfung" der Versicherungssumme vorbeugen, indem es auf den Kapitalwert der Renten abstellt und dem Versicherer aufbürdet, über das Verteilungsverfahren eine anteilige, aber andauernde und unerschöpfliche Befriedigung der Ansprüche der Dritten sicherzustellen (vgl. BGH, Urteil vom 12. Juni 1980 - IVa ZR 9/80 - aaO; vom 28. November 1990 - IV ZR 233/89 - VersR 1991, 172 f.; vgl. auch Hessert, VersR 1997, 39, 42).

    Vielmehr hat der Versicherer von jeder Rentenrate nur den Teil zu decken, der zur vollen Rate im gleichen Verhältnis steht wie die Versicherungssumme zum Kapitalwert der Rente (vgl. BGH, Urteil vom 12. Juni 1980 - IVa ZR 9/80 - aaO).

    Dazu wird die Beklagte zu 2 das nach ihrem Vortrag durchgeführte Verteilungsverfahren im Einzelnen darzulegen (vgl. BGH, Urteil vom 12. Juni 1980 - IVa ZR 9/80 - aaO, 819) oder einen neuen Verteilungsplan zu erstellen haben; der Kläger wird seine Einwendungen ebenfalls im Einzelnen unter Beachtung der Rechtsprechung vorzutragen haben.

    Das Berufungsgericht wird gegebenenfalls die in den Urteilen des Bundesgerichtshofs vom 28. November 1979 (- IV ZR 83/78 - aaO) und vom 12. Juni 1980 (- IVa ZR 9/80 - aaO) näher dargelegten Grundsätze berücksichtigen müssen.

  • BGH, 17.10.2007 - IV ZR 266/06

    Wirksamkeit eines Erbverzichts

    d) Diese offenkundige und - je nach den noch zu treffenden Feststellungen - möglicherweise auch entscheidungserhebliche Diskrepanz zwischen Klageantrag und tatsächlichem Klageziel hätte für das Berufungsgericht Anlass zu einem Hinweis nach § 139 Abs. 1 Satz 2 ZPO sein müssen (vgl. BGHZ 79, 76, 79; BGH, Urteile vom 12. Juni 1980 - IVa ZR 9/80 - NJW 1980, 2524 unter III; vom 6. Juni 1977 - III ZR 53/75 - WM 1977, 1201 unter 5 b).
  • LG Hamburg, 26.07.2011 - 302 O 192/08

    Prozess gegen KfZ-Haftpflichtversicherer - Keine einmalige Kapitalabfindung für

    Übersteigt der Kapitalwert der Rente die Versicherungssumme, so hat der Versicherer von jeder Rate nur einen Teil zu decken, der zur vollen Rate im gleichen Verhältnis steht wie die Versicherungssumme zum Kapitalwert der Rente, so genanntes Kürzungsverfahren (BGH, Urteil vom 12.6.1980, Az. IVa ZR 9/80).
  • BGH, 22.01.1986 - IVa ZR 65/84

    Kapitalwert einer Schadensersatzrente

    Soweit im Versicherungsvertrag nichts anderes vereinbart ist, ist bei der Berechnung des Kapitalwerts nach § 155 VVG ein realistischer Zinsfuß zugrunde zu legen, d. h. ein Zinsfuß, der der Effektivverzinsung entspricht, die auf dem Kapitalmarkt für Rentenwerte von vergleichbarer Laufzeit zu erzielen ist (Senatsurteil vom 12. Juni 1980 aaO unter Ziff. I).

    In der Sache IVa ZR 9/80 (LM Nr. 2 zu § 155 VVG = VersR 1980, 817) hat der Bundesgerichtshofs überhaupt nicht über die Höhe des Kapitalwerts entschieden, das beklagte Versicherungsunternehmen hatte dort noch nicht einmal behauptet, daß der Kapitalwert der Rente die Versicherungssumme übersteige.

    Das entspricht dem Grundgedanken des § 155 Abs. 1 VVG (Entwurf eines Gesetzes über den Versicherungsvertrag, aufgestellt im Reichsjustizamt, Amtliche Ausgabe 1903, S. 165, § 145 Abs. 2; Reichstagsvorlage, Begründung zu § 152 Abs. 2; BGH Urteil vom 12. Juni 1980 - IVa ZR 9/80 - LM Nr. 2 zu § 155 VVG = NJW 1980, 2524 = VersR 1980, 817 unter Ziff. I, II).

  • BGH, 28.11.1990 - IV ZR 233/89

    Überschneiden der Deckungsbereiche zweier Versicherungen

    Der Senat hat aus diesem Grunde im Urteil vom 12. Juni 1980 IVa ZR 9/80 - NJW 1980, 2524 = VersR 1980, 817 = LM VVG § 155 Nr. 2 ausgesprochen, Rentenzahlungen könnten grundsätzlich nicht dazu führen, daß die Versicherungssumme "erschöpft" wird.

    Nach der Rechtsprechung des Senats (BGHZ 97, 52, 58 [BGH 22.01.1986 - IVa ZR 65/84]; Urteil vom 12. Juni 1980 - IVa ZR 9/80 - LM VVG § 155 Nr. 2 unter Ziff. I) ist der Berechnung des Kapitalwerts nach § 155 VVG ein realistischer Zinsfuß zugrunde zu legen, d.h. ein Zinsfuß, der der Effektivverzinsung entspricht, die auf dem Kapitalmarkt für Rentenwerte von vergleichbarer Laufzeit zu erzielen ist.

  • OLG Frankfurt, 14.08.2014 - 12 U 15/09

    Unfallbedingter Pflegebedarf nach Verkehrsunfall

    Die Versicherungssumme reicht im Einzelfall dann nicht aus, um alle Direktansprüche zu befriedigen, wenn die nach Abzug der Kapitalzahlungen auf Ansprüche, die keine Rentenansprüche sind, verbleibende Versicherungssumme geringer ist als die Summe der Kapitalisierungswerte aller zu erbringenden Rentenleistungen (vgl. BGH, Urteile vom 28. November 1979 - IV ZR 83/78 - VersR 1980, 132, 135; vom 12. Juni 1980 - IVa ZR 9/80 - VersR 1980, 817, 818, 819; vom 22. Januar 1986 - IVa ZR 65/84 - VersR 1986, 392, 395).
  • BGH, 25.05.1982 - VI ZR 203/80

    Befriedigung der die Deckungssumme übersteigenden Direktansprüche mehrerer

    Es wird daher u.a. die in den BGH-Urteilen vom 28. November 1979 - IV ZR 83/78 = VersR 1980, 132, 279 und vom 12. Juni 1980 - IV a ZR 9/80.

    VersR 1980, 817 = NJW 1980, 2524 niedergelegten Grundsätze zu berücksichtigen haben, nach denen für die Feststellung, ob die Versicherungssumme überschritten ist, bei Renten nicht auf die gezahlten Beträge, sondern auf eine marktgerechte Kapitalisierung abzuheben ist.

  • LG Frankfurt/Main, 06.12.2018 - 2 O 48/18

    Verkehrsunfall: Anspruch auf Rentenzahlung bei unfallbedingten Dauerschaden

    Die Haftungshöchstgrenzen werden insofern nämlich nicht erreicht durch die einfache Summe der einzelnen Rentenzahlungen (siehe auch BGH, Urteil vom 12.06.1980, IVa ZR 9/80, VersR 1980, S. 817 [BGH 12.06.1980 - IVa ZR 9/60] ), sondern gelten für den Kapitalwert einer als Schadensersatz zu leistenden Rente.
  • OLG München, 20.12.2001 - 24 U 15/01
    Das Landgericht hat jedoch nicht beachtet, dass es für die Frage, ob die Versicherungssumme bei einer Rentenzahlungsverpflichtung überschritten wird, nicht auf die Summe der gezahlten Raten, sondern auf den Kapitalwert der Rente ankommt (vgl. BGH VersR 1980, 817 ).
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