Rechtsprechung
   BGH, 02.07.1987 - IX ZR 94/86   

Volltextveröffentlichungen (4)

  • Jurion

    Schuldhafte Verletzung eines Anwaltsvertrages durch Versäumung der Berufungseinlegung gegen eine nachteiliges Teilurteil - Haftung der Soziien als Gesamtschuldner zum Schadensersatz - Schaden des Mandanten durch fehlerhaftes rechtskräftiges Urteil - Insdzidente Prüfung des Vorprozesses im Rahmen des Anwaltsregresses - Pflichtverletzung durch Einreichung eines Prozesskostenhilfegesuchs mit bedingtem Klageantrag am Tag des Fristablaufs

  • ZIP-online.de(Leitsatz frei, Volltext 3,90 €)

    Kein Schaden im Rechtssinne bei einem durch Anwaltsverschulden verursachten, materiellrechtlich aber zu Recht erfolgten Verlust eines Rechtsstreits

  • rechtsportal.de(Abodienst, kostenloses Probeabo)

    BGB § 249, § 675; ZPO § 287
    Schaden im Anwaltshaftungsprozeß bei materiell-rechtlich richtigem Unterliegen im Vorprozeß

  • juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)

Papierfundstellen

  • NJW 1987, 3255
  • NJW-RR 1988, 24 (Ls.)
  • ZIP 1987, 1393
  • MDR 1988, 47
  • VersR 1988, 35
  • WM 1987, 1344
  • AnwBl 1987, 546



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Wird zitiert von ... (27)  

  • BGH, 16.06.2005 - IX ZR 27/04  

    Haftungsausfüllende Kausalität im Anwaltshaftungsprozess

    Dem Mandanten, der geltend macht, durch das anwaltlicher Sorgfalt widersprechende Verhalten seines damaligen Prozeßbevollmächtigten den Vorprozeß verloren zu haben, darf nicht die Möglichkeit beschnitten werden, mit allen im Regreßprozeß zulässigen Beweismitteln den Beweis zu führen, daß er sonst den Vorprozeß hätte gewinnen müssen (vgl. BGH, Urt. v. 2. Juli 1987 - IX ZR 94/86, NJW 1987, 3255, 3256).

    Zwar wurde ein Schaden im Rechtssinne verneint, wenn der Regreßkläger bei sachgerechter Vertretung durch den jetzt verklagten Rechtsanwalt im Vorprozeß obsiegt hätte, weil der Gegner einen ihm obliegenden Beweis mit den dort zulässigen Beweismitteln nicht hätte führen können, sich jedoch im Regreßprozeß aufgrund des hier zulässigerweise erhobenen Beweises herausstellt, daß er den Vorprozeß materiellrechtlich zu Recht verloren hat (BGH, Urt. v. 2. Juli 1987 - IX ZR 94/86, NJW 1987, 3255; vgl. ferner BGHZ 72, 328, 329 f; BGH Urt. v. 22. November 1983 - VI ZR 36/82, VersR 1984, 160, 161).

  • BGH, 13.06.1996 - IX ZR 233/95  

    Prüfungsmaßstab im Regreßprozeß bei Führung des Ausgangsverfahrens nach dem

    Dabei ist grundsätzlich von dem Sachverhalt auszugehen, der dem Gericht des Inzidentprozesses bei pflichtgemäßem Verhalten des Prozeßbevollmächtigten unterbreitet worden wäre (vgl. BGH, Urt. v. 2. Juli 1987 - IX ZR 94/86, NJW 1987, 3255).

    Dann ist darüber, wie der Prozeß hätte enden müssen, nach den Verfahrensgrundsätzen des § 287 ZPO zu befinden (BGH, Urt. v. 2. Juli 1987 - IX ZR 94/86, NJW 1987, 3255; v. 24. März 1988 - IX ZR 114/87, NJW 1988, 3013, 3015).

    Die Rechtsprechung hat demgegenüber zu Recht immer wieder betont, daß der Mandant nur das ersetzt verlangen kann, was ihm von Rechts wegen zusteht, und es deshalb allein darauf ankommt, welches Urteil nach Auffassung des über den Schadensersatzanspruch erkennenden Gerichts richtigerweise hätte ergehen müssen (BGHZ 72, 328, 331 f; 124, 86, 95 f; BGH, Urt. v. 2. Juli 1987 - IX ZR 94/86, NJW 1987, 3255, 3256).

  • BGH, 03.06.1993 - IX ZR 173/92  

    Steuerliche Beratung gemäß höchstrichterlicher Rechtsprechung

    Bei der Beurteilung, ob dem Kläger aus fehlerhafter Beratung ein Schaden entstanden ist, hat das für den Regreßprozeß zuständige Gericht grundsätzlich nicht darauf abzustellen, wie die zuständige Verwaltungsbehörde oder das damals angerufene Gericht ohne die Pflichtverletzung tatsächlich entschieden hätte, sondern aufgrund der gesamten Sach- und Rechtslage selbständig darüber zu befinden, wie das betreffende Verfahren ohne den dem Berater zur Last fallenden Fehler richtigerweise hätte ausgehen müssen (BGHZ 36, 144, 154; 72, 328, 330; 79, 223, 225 f; BGH, Urt. v. 2. Juli 1987 - IX ZR 94/86, NJW 1987, 3255 ; v. 24. März 1988 - IX ZR 114/87, NJW 1988, 3013, 3015).

    Wesentlich für diese Rechtsprechung ist vor allem die Erwägung, daß es bei wertender Betrachtungsweise nicht als Schaden im Rechtssinne angesehen werden kann, wenn sich im Haftungsprozeß herausstellt, daß die Partei im Vorprozeß objektiv zu Recht unterlegen war (Senatsurt. v. 2. Juli 1987 aaO).

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