Rechtsprechung
   LG Frankenthal, 21.05.2008 - 6 O 156/08   

Volltextveröffentlichungen (14)

  • MIR - Medien Internet und Recht

    Provider-Auskunft bei Urheberrechtsverletzungen zivilrechtlich nicht verwertbar? - Bei der dynamischen IP-Adresse eines Internet-Anschlussinhabers nebst zugehörigen Kundendaten handelt es sich um ein Verkehrsdatum, dessen Abruf und Übermittlung nur beim Verdacht schwerer Straftat zulässig ist.

  • openjur.de

    § 100a StPO; Art. 10 GG; § 3 BDSG; §§ 3, 96 TKG

  • LawCommunity.de

    Verwertungsverbot für IP-Adresse im Zivilverfahren

  • Telemedicus

    Zivilrechtliches Verwertungsverbot für Providerauskunft bei dynamischer IP-Adresse

  • damm-legal.de (Kurzinformation und Volltext)

    Per Strafanzeige gewonnene IP-Adressen dürfen im Zivilverfahren nicht als Beweis verwertet werden

  • aufrecht.de

    Verwertbarkeit der Provider-Auskunft bei Urheberrechtsverletzungen durch P2P-Nutzer

  • drbuecker.de (Volltext und Entscheidungsanmerkung)

    Verwertungsverbot für Provider-Auskunft auch im Zivilverfahren bei Urheberrechtsverletzungen durch Filesharing über Tauschbörsen

  • die-abmahnung.info

    Verwertungsverbot der IP-Adressauskunft

  • debier datenbank(Leitsatz frei, Volltext 2,50 €)

    Art. 10 GG

  • webhosting-und-recht.de

    Auskunftsersuchen über dynamische IP-Adresse

  • 1arechtsanwaelte.de PDF
  • kreimer-muelders-allesch.de

    Keine zivilrechtliche Verwertbarkeit der Providerauskunft bei Urheberrechtsverletzungen

  • Jurion(Abodienst, Leitsatz/Tenor frei)
  • juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)

Kurzfassungen/Presse (16)

  • webshoprecht.de (Leitsatz und Auszüge)

    Auskunft/Verwertungsverbot - Datenschutz - IP-Adresse - Internet-Service-Provider

  • wbs-law.de (Kurzinformation)

    StA-Ermittlungen dürfen nicht in Filesharing-Zivilverfahren verwendet werden

  • JurPC (Leitsatz)

    Keine Übermittlung von Telekommunikationsdaten in Filesharing-Fällen

  • heise.de (Pressebericht, 12.06.2008)

    Gericht verweigert Verwertung von P2P-Nutzer-Ermittlungen

  • heise.de (Pressebericht, 14.10.2008)

    Providerauskunft bei Tauschbörsenermittlung ist rechtmäßig

  • dr-bahr.com (Auszüge und Kurzanmerkung)

    Beweisverbot für IP-Adressen bei P2P-Abmahnungen im Zivilrecht

  • wb-law.de PDF (Rechtsprechungsübersicht)

    Aktuelle Entwicklungen zum Thema Filesharing (Christian Solmecke; K&R 2009, 772)

  • eurojuris.de (Kurzinformation)

    Filesharing-Abmahnungen: Schwere Niederlage für Rasch, Waldorf, Negele Zimmel und Co: Inhaberdaten der IP-Adressen im Zivilprozess nicht verwertbar!

  • ra-dr-graf.de (Kurzinformation)

    Beweisverwertungsverbot bei Filesharing-Abmahnungen

  • anwalt24.de (Kurzinformation)

    Filesharing/Abmahnungen

  • anwalt24.de (Kurzinformation)

    Providerauskunft hinsichtlich IP Adresse im Verfahren gegen Filesharing Nutzer nicht als Beweismittel zugelassen

  • anwalt24.de (Kurzinformation)

    Verwertungsverbot für Provider-Auskunft auch im Zivilverfahren bei Urheberrechtsverletzungen durch Filesharing über Tauschbörsen

  • anwalt24.de (Kurzinformation)

    Filesharing-Abmahnungen: Inhaberdaten der IP-Adressen im Zivilprozess nicht verwertbar!

  • anwalt24.de (Kurzinformation)

    Auskunftsansprüche der Musikindustrie im Rahmen von Filesharing - Erneuter Vorteil für die Musikindustrie

  • anwalt24.de (Kurzinformation)

    Abmahnung: In Filesharing-Fällen Verwertung der Providerauskunft verweigert

  • 123recht.net (Kurzinformation, 4.7.2008)

    P2P-Tauschbörsen - Mitteilung der Adressdaten nach Ermittlung der dynamischen IP-Adresse durch die Staatsanwaltschaft zivilrechtlich nicht verwertbar

Besprechungen u.ä. (4)

  • internet-law.de (Kurzaufsatz mit Bezug zur Entscheidung)

    Datenschutz: IP-Adressen als personenbezogene Daten

  • beck-blog (Entscheidungsbesprechung)

    Provider-Auskunft gegen Tauschbörsennutzer nicht verwertbar

  • drbuecker.de (Volltext und Entscheidungsanmerkung)

    Verwertungsverbot für Provider-Auskunft auch im Zivilverfahren bei Urheberrechtsverletzungen durch Filesharing über Tauschbörsen

  • dr-bahr.com (Auszüge und Kurzanmerkung)

    Beweisverbot für IP-Adressen bei P2P-Abmahnungen im Zivilrecht

Verfahrensgang

Papierfundstellen

  • MMR 2008, 687
  • MIR 2008, Dok. 180



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Wird zitiert von ... (9)  

  • BGH, 28.10.2014 - VI ZR 135/13  

    Dem Gerichtshof der Europäischen Union werden gemäß Art. 267 AEUV folgende Fragen

    cc) Stellte man mit dem relativen Ansatz auf die Kenntnisse, Mittel und Möglichkeiten der die IP-Adressen speichernden Stelle ab, könnten dieselben Daten für eine Stelle - etwa für den Zugangsanbieter (vgl. EuGH, Slg. 2011, I-12006 Rn. 51 - Scarlet Extended) - personenbezogen und für eine andere Stelle - etwa für den Anbieter einer Internetseite (hier: die Beklagte) - nicht personenbezogen sein (so etwa LG Frankenthal, MMR 2008, 687, 689; LG Wuppertal, K&R 2010, 838, 839; AG München, K&R 2008, 767 m. zust. Anm. Eckhardt; ders., CR 2011, 339, 342 ff.; Meyerdierks, MMR 2009, 8, 10 ff.; Krüger/Maucher, MMR 2011, 433, 436 ff.; Simitis/Dammann, BDSG, 8. Aufl., § 3 Rn. 32 f.; Plath/Schreiber in Plath, BDSG, § 3 Rn. 14 f.; Gola/Schomerus, BDSG, 11. Aufl., § 3 Rn. 10; Bergmann/Möhrle/Herb, Datenschutzrecht, § 3 BDSG Rn. 32 [Stand: Januar 2012]; Spindler/Nink in Spindler/Schuster, Recht der elektronischen Medien, 2. Aufl., § 11 TMG Rn. 5b; Moos in: Taeger/Gabel, BDSG, 2. Aufl., § 12 TMG Rn. 8; Schulz in Roßnagel, BeckRTD-Komm., § 11 TMG Rn. 23; Bizer/Hornung, ebd., § 12 TMG Rn. 44; Müller-Broich, TMG, § 11 Rn. 5; Schmitz in Hoeren/Sieber/Holznagel, Hdb. Multimedia-Recht, Kap. 16.2 Rn. 76 [Stand: Dezember 2009]; Härting, Internetrecht, 5. Aufl., Kap. B Rn. 276).
  • OLG Frankfurt, 16.06.2010 - 13 U 105/07  

    Kein Anspruch gegen den Provider auf sofortige Löschung von IP-Adressen

    Dies darf inzwischen auch als allgemein anerkannt bezeichnet werden (vgl.: EuGH in GRUR 2009, 579; OGH Wien in NJOZ 2010, 675; OLG Karlsruhe in MMR 2009, 412 sowie in GRUR-RR 2009, 379; OLG Köln in GRUR-RR 2009, 9; OLG Zweibrücken in GRUR-RR 2009, 12; Hanseat. OLG Hamburg, Urteil vom 17.02.2010 zum Aktz. 5 U 60/09, veröffentlich in juris, Das Rechtsportal; LG Frankenthal in MMR 2008, 687; LG München in MMR 2010, 111 m. w. N.; Landgericht Hamburg in MMR 2009, 570; die als Blatt 384 ff zu den Akten genommene Stellungnahme des Bundesbeauftragten für Datenschutz vom 7.04.2005; vgl. ferner Nr. 15 der Erwägungen sowie Art. 2 b und Art. 6 der Richtlinie 2002/58/EG des Europäischen Parlamentes und Rates vom 12.07.2002; Lünenbürger in TKG-Kommentar von Scheuerle und Mayen, 2. Auflage, 2008, § 3 TKG, Rd. 81; Gramlich in Manssen, Telekommunikations- und Multimediarecht, lose Blattsammlung, Stand 6/2007, § 96 TKG, Rd. 30).
  • OLG Karlsruhe, 01.09.2009 - 6 W 47/09  

    Beschwerde gegen eine einstweilige Anordnung nach § 101 Abs. 9 UrhG

    aa) Jedenfalls bei der dynamischen IP Adresse, deren Verknüpfung mit Zeitangaben und Bestandsdaten (Name und Anschrift des Kunden) zur Erteilung der Auskunft erforderlich ist, handelt es sich nach ganz herrschender Auffassung in der zivilrechtlichen Rechtsprechung und Literatur um Verkehrsdaten im Sinne des § 3 Nr. 30 TKG (vgl. OLG Köln a.a.O.; OLGR Karlsruhe 2009, 411; OLG Zweibrücken GRUR-RR 2009, 12 und 68; LG Hamburg MMR 2009, 570; LG Frankenthal CR 2008, 666; Czychowski/Nordemann NJW 2008, 3095, 3096).
  • OLG Hamburg, 17.02.2010 - 5 U 60/09  

    Internet-Musiktauschbörse: Datenverwendung durch unterbliebene Löschung bzw.

    S. des § 3 Nr. 30 TKG handelt (vgl. OLG Köln a.a.O. S. 9 - Ganz anders; OLG Karlsruhe MMR 2009, 412, 411; OLG Karlsruhe GRUR-RR 2009, 379, 380 - Datensicherung zur Auskunftserteilung; OLG Zweibrücken GRUR-RR 2009, 12 - Internet-Tauschbörse; OLG Zweibrücken GRUR-RR 2009, 377, 378 - Erheblicher Marktwert; LG Hamburg MMR 2009, 570; LG Frankenthal MMR 2008, 687; Czychowski/Nordemann NJW 2008, 3095, 3096).
  • LG Frankenthal, 15.09.2008 - 6 O 325/08  

    "Gewerbliches Ausmaß" im Sinne des § 101 UrhG

    Bei dynamischen IP-Adressen handelt es sich um Verkehrsdaten im Sinne des § 101 Abs. 9 Satz 1 UrhG (LG Frankenthal, Beschluss vom 21.05.2008 - Az. 6 O 156/08 , MIR 2008, Dok. 180 = K&R 2008, 467ff).
  • OVG Nordrhein-Westfalen, 17.02.2009 - 13 B 33/09  

    Auskunft über dynamische IP-Adressen

    Soweit bislang in der Rechtspraxis Unsicherheiten bei der Frage bestanden haben, ob die Auskunft über den Inhaber einer dynamischen IP-Adresse auf ein Auskunftsersuchen nach § 113 TKG gestützt werden kann, vgl. LG Stuttgart, Beschluss vom 4.1.2005 - 13 Qs 89/04 -, NJW 2005, 614; LG Hechingen, Beschluss vom 19.4.2005 - 1 Qs 41/05 -, NJW-RR 2006, 1196; LG Hamburg, Beschluss vom 23.6.2005 - 631 Qs 43/05 -, MMR 2005, 711; LG Würzburg, Beschluss vom 20.9.2005 - 5 Qs 248/05 -, NStZ-RR 2006, 46; LG Offenburg, Beschluss vom 17.4.2008 - 3 Qs 83/07 -, MMR 2008, 480; LG Frankenthal, Beschluss vom 21.5.2008 - 6 O 156/08 -, K&R 2008, 467 sowie nachfolgend OLG Zweibrücken, Beschluss vom 26.9.2008 - 4 W 62/08 -, MMR 2009, 45; Sankol, MMR 2006, 361; Braun, jurisPR-ITR 17/2008, Anm. 4, hat der Gesetzgeber mit dem Gesetz zur Neuregelung der Telekommunikationsüberwachung und anderer verdeckter Ermittlungsmaßnahmen sowie zur Umsetzung der Richtlinie 2006/24/EG vom 21.12.2007 (BGBl I S. 3198; im Folgenden: Gesetz zur Neuregelung der Telekommunikationsüberwachung) eine entsprechende klarstellende Regelung in § 113b Satz 1 Halbsatz 2 TKG eingefügt.
  • OLG Karlsruhe, 04.12.2008 - 4 U 86/07  

    Verwertbarkeit der Auskunft eines Internet-Providers über die Zuordnung

    Diese Auskunft über den Kommunikationsvorgang wird jedoch sowohl nach dem Wortlaut als auch nach Sinn und Zweck der gesetzlichen Vorschriften von § 96 Abs. 1 TKG (Verkehrsdaten) und nicht von § 95 TKG (Bestandsdaten) erfasst (vgl. die Begriffsbestimmungen in § 3 Nr. 3 und Nr. 30 TKG; eingehend hierzu LG Frankenthal, Beschluss v. 21.05.2008 - 6 O 156/08 -, zitiert nach JURIS; ebenso Kitz, NJW 2008, 2374, 2376).
  • VG Köln, 11.12.2008 - 21 L 1398/08  

    Auskunftspflicht der Provider gegenüber Sicherheitsbehörden bei dynamischen

    vgl. für die Rechtslage bis zum 31. Dezember 2007: LG Stuttgart, Beschluss vom 05. November 2004 - 9 Qs 80/04 -, MMR 2005, 628, und Beschluss vom 04. Januar 2005 - 13 Qs 89/04 -, a.a.O. S. 624, LG Hechingen, Beschluss vom 19. April 2005 - 1 Qs 41/05 -, NJW-RR 2006, 1196, LG Hamburg, Beschluss vom 23. Juni 2005 - 631 Qs 43/05 -, MMR 2005, 711, LG Würzburg, Beschluss vom 20. September 2005 - 5 Qs 248/05 -, NStZ-RR 2006, 46, LG Köln, Urteil vom 12. September 2007 - 28 O 339/07 -, MMR 2008, 197, die sämtlich § 113 Abs. 1 Satz 1 TKG als ausreichende Rechtsgrundlage ansehen; a. A.: LG Bonn, Beschluss vom 21. Mai 2004 - 31 Qs 65/04 -, DuD 2004, 628, AG Offenburg, Beschluss vom 20. Juli 2007 - 4 Gs 442/07 -, MMR 2007, 809; vgl. für die durch Einfügung von § 113b Satz 1 Halbsatz 2 TKG ab dem 01. Januar 2008 veränderte Rechtslage: LG Offenburg, Beschluss vom 17. April 2008 - 3 Qs 83/07 -, MMR 2008, 384, LG Köln, Beschluss vom 25. Juni 2008 - 111 Qs 172/08 -, StrafRechtsReport 2008, 322 (Kurzwiedergabe), einerseits und LG Frankenthal, Beschluss vom 21. Mai 2008 - 6 O 156/08 -, K&R 2008, 467, andererseits; s. auch OLG Zweibrücken, Beschluss vom 26. September 2008 - 4 W 62/08 -, Juris.
  • AG Augsburg, 25.09.2015 - 71 C 949/15  

    Internetanschluss, Schadensersatz, Filmwerk, Verkehrsdaten

    Maßgeblich erscheint vielmehr, dass es in Fällen wie dem vorliegenden durch die Offenlegung privater Telekommunikationsdaten zu einer Deanonymisierung kommt, die es ermöglicht, nicht für Dritte bestimmte, dem Fernmeldegeheimnis unterliegende Daten bestimmten Personen zuzuordnen (vgl. AG Koblenz, A. A. O., LG Frankenthal, Beschluss vom 21.05.2008, 6 0 156/08).
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