Rechtsprechung
   BGH, 17.02.1954 - GSSt 3/53   

Volltextveröffentlichungen (4)

Kurzfassungen/Presse

  • Jurion (Leitsatz)

    Tun; Unterlassen; Vorwerfbarkeit

Besprechungen u.ä.

  • lto.de (Kurzaufsatz mit Bezug zur Entscheidung)

    Kuppelei und Sodomie: Wandel des Sexualstrafrechts

Papierfundstellen

  • BGHSt 6, 46
  • NJW 1954, 766
  • MDR 1954, 433
  • MDR 1954, 530
  • JR 1954, 385



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Wird zitiert von ... (43)  

  • BGH, 15.10.1996 - VI ZR 319/95

    Pflichten des Geschäftsführers einer GmbH; Abführung der Arbeitnehmerbeiträge zur

    Ein strafbares und damit haftungsrechtlich relevantes Unterlassen fällt den Beklagten freilich dann nicht zur Last, wenn ihnen die Abführung der Sozialversicherungsbeiträge im Zeitpunkt der Fälligkeit wegen Zahlungsunfähigkeit der Gesellschaft oder aus anderen Gründen tatsächlich unmöglich gewesen sein sollte, denn die Unmöglichkeit normgemäßen Handelns läßt die Tatbestandsmäßigkeit bei Unterlassungsdelikten entfallen (BGHSt 2, 129, 133 und 296, 298; 6, 46, 57).
  • BGH, 19.10.2011 - 1 StR 233/11

    Aussetzung durch Im Stich lassen als Unterlassungsdelikt (keine

    Letztlich ist bei der Bewertung von Verhaltensweisen unter dem Blickwinkel, ob strafbares Tun oder strafbares Unterlassen vorliegt, darauf abzustellen, worin der "Schwerpunkt der Vorwerfbarkeit" liegt (st. Rspr., vgl. BGH (GrSSt), Beschluss vom 17. Februar 1954 - GSSt 3/53, BGHSt 6, 46, 59; BGH, Urteil vom 1. Februar 2005 - 1 StR 422/04, BGH NStZ 2005, 446, 447; BGH, Urteil vom 12. Juli 2005 - 1 StR 65/05, NStZ-RR 2006, 174, 175; w. Nachw., auch für die anderen Auffassungen, bei Wielant, aaO, S. 156 Fußn. 379).
  • BGH, 20.12.1983 - 1 StR 746/83

    Zumutbarkeit der unterlasseen Handlung bei unechten Unterlassungsdelikten -

    In Rechtsprechung und Schrifttum besteht weitgehend Einigkeit, daß die Strafbarkeit der Begehung sogenannter unechter Unterlassungsdelikte unter dem Vorbehalt der Zumutbarkeit der unterlassenen Handlung steht (BGHSt 3, 203, 206 [BGH 25.09.1952 - 4 StR 41/52]; 4, 20, 23 [BGH 22.01.1953 - 4 StR 417/52]; 6, 46, 57 [BGH 17.02.1954 - GSSt - 3/53]; 11, 135, 138 [BGH 14.11.1957 - 4 StR 532/57]; BGH GA 1963, 16; BGH NJW 1964, 732 [BGH 29.11.1963 - 4 StR 390/63]; BGH bei Dallinger JR 1968, 6 ff.; BGH Urteil vom 13. April 1976 - 1 StR 45/76; OLG Bremen NJW 1957, 72 [OLG Bremen 18.04.1956 - Ss 24/55]; OLG Köln NJW 1973, 861; OLG Karlsruhe MDR 1975, 771 [OLG Karlsruhe 26.03.1975 - 1 Ss 56/75]; Stree in Schönke/Schröder, StGB 21. Aufl. vor § 13 Rdn. 155 f.; Dreher/Tröndle, StGB 41. Aufl. § 13 Rdn. 15 f.; Rudolphi in SK vor § 13 Rdn. 31 ff.; Lackner, StGB 15. Aufl. § 13 Anm. 4; a.A. Jeschek LK vor § 13 Rdn. 91).

    Zwar ist ein strenger Maßstab anzulegen; im übrigen aber handelt es sich um eine vornehmlich dem Tatrichter vorbehaltene Wertung des Einzelfalles (BGHSt 6, 46, 57) [BGH 17.02.1954 - GSSt - 3/53].

    Allerdings ist anerkannt, daß im allgemeinen eine mit der Gefahr strafrechtlicher Verfolgung verbundene Anzeige nächster Angehöriger bei staatlichen Stellen nicht zumutbar ist (BGHSt 6, 46, 57 [BGH 17.02.1954 - GSSt - 3/53]; BGH NJW 1964, 732 [BGH 29.11.1963 - 4 StR 390/63]; OLG Bremen NJW 1957, 72, 73 [OLG Bremen 18.04.1956 - Ss 24/55]; OLG Köln NJW 1973, 861, 862).

    Grundsätzlich muß dem Verpflichteten die Möglichkeit offenbleiben, zunächst mit milderen Mitteln den Versuch einer Abhilfe zu unternehmen, wenn sie Erfolg verspricht (vgl. BGHSt 6, 46, 57 [BGH 17.02.1954 - GSSt - 3/53]; BGH NJW 1964, 731, 732) [BGH 29.11.1963 - 4 StR 390/63].

    In Rechtsprechung und Schrifttum besteht weitgehend Einigkeit, daß die Strafbarkeit der Begehung sogenannter unechter Unterlassungsdelikte unter dem Vorbehalt der Zumutbarkeit der unterlassenen Handlung steht (BGHSt 3, 203, 206 [BGH 25.09.1952 - 4 StR 41/52]; 4, 20, 23 [BGH 22.01.1953 - 4 StR 417/52]; 6, 46, 57 [BGH 17.02.1954 - GSSt - 3/53]; 11, 135, 138 [BGH 14.11.1957 - 4 StR 532/57]; BGH GA 1963, 16; BGH NJW 1964, 732 [BGH 29.11.1963 - 4 StR 390/63]; BGH bei Dallinger JR 1968, 6 ff.; BGH Urteil vom 13. April 1976 - 1 StR 45/76; OLG Bremen NJW 1957, 72 [OLG Bremen 18.04.1956 - Ss 24/55]; OLG Köln NJW 1973, 861; OLG Karlsruhe MDR 1975, 771 [OLG Karlsruhe 26.03.1975 - 1 Ss 56/75]; Stree in Schönke/Schröder, StGB 21. Aufl. vor § 13 Rdn. 155 f.; Dreher/Tröndle, StGB 41. Aufl. § 13 Rdn. 15 f.; Rudolphi in SK vor § 13 Rdn. 31 ff.; Lackner, StGB 15. Aufl. § 13 Anm. 4; a.A. Jeschek LK vor § 13 Rdn. 91).

    Zwar ist ein strenger Maßstab anzulegen; im übrigen aber handelt es sich um eine vornehmlich dem Tatrichter vorbehaltene Wertung des Einzelfalles (BGHSt 6, 46, 57) [BGH 17.02.1954 - GSSt - 3/53].

    Allerdings ist anerkannt, daß im allgemeinen eine mit der Gefahr strafrechtlicher Verfolgung verbundene Anzeige nächster Angehöriger bei staatlichen Stellen nicht zumutbar ist (BGHSt 6, 46, 57 [BGH 17.02.1954 - GSSt - 3/53]; BGH NJW 1964, 732 [BGH 29.11.1963 - 4 StR 390/63]; OLG Bremen NJW 1957, 72, 73 [OLG Bremen 18.04.1956 - Ss 24/55]; OLG Köln NJW 1973, 861, 862).

    Grundsätzlich muß dem Verpflichteten die Möglichkeit offenbleiben, zunächst mit milderen Mitteln den Versuch einer Abhilfe zu unternehmen, wenn sie Erfolg verspricht (vgl. BGHSt 6, 46, 57 [BGH 17.02.1954 - GSSt - 3/53]; BGH NJW 1964, 731, 732) [BGH 29.11.1963 - 4 StR 390/63].

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