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   BGH, 23.03.1971 - VI ZR 199/69   

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https://dejure.org/1971,1751
BGH, 23.03.1971 - VI ZR 199/69 (https://dejure.org/1971,1751)
BGH, Entscheidung vom 23.03.1971 - VI ZR 199/69 (https://dejure.org/1971,1751)
BGH, Entscheidung vom 23. März 1971 - VI ZR 199/69 (https://dejure.org/1971,1751)
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Volltextveröffentlichungen (3)

  • JLaw (App) | www.prinz.law PDF
  • Wolters Kluwer

    Veranlassung des Schuldners zu vertragswidrigem Verhalten durch den Gläubiger - Einwand des Rechtsmissbrauchs bei Geltendmachung einer Vertragsstrafe durch den Gläubiger - Voraussetzungen für die Verwirkung einer Vertragsstrafe - Berücksichtigung der Grundsätze von Treu ...

  • juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)

Papierfundstellen

  • NJW 1971, 1026
  • NJW 1971, 1126
  • MDR 1971, 658
 
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Wird zitiert von ... (10)

  • OLG München, 24.10.2018 - 20 U 2963/17

    Abfindung nach Ausscheiden aus einer BGB-Gesellschaft und Angemessenheit einer

    Das Landgericht habe verkannt, dass das Vertragsstrafenverlangen der Beklagten rechtsmissbräuchlich sei, da sie sich einer eigenen Pflichtverletzung durch die Vorenthaltung des Auseinandersetzungsguthabens schuldig gemacht hätten, welche letztlich ursächlich für das wettbewerbswidrige Verhalten des Klägers geworden sei (BGH VI ZR 199/69, Rn 11).

    Ist der Schuldner aber durch das Verhalten des Gläubigers veranlasst, vertragswidrig zu handeln, so steht dem Gläubiger die Vertragsstrafe unter Umständen nicht zu (RGZ 147, 228, 233; BGH, Urteil vom 23. März 1971 - VI ZR 199/69 -, Rn. 10 - 11, juris).

    Auch in Verbindung mit der Verweigerung der Auszahlung des Auseinandersetzungsguthabens hat das Wettbewerbsverbot in seiner praktischen Auswirkung den fristlos aus der Gesellschaft ausgeschlossenen Kläger nicht unbillig in der Verwertung seiner Arbeitskraft beeinträchtigt (BGH, Urteil vom 23. März 1971 - VI ZR 199/69 -, Rn. 12, juris).

  • BGH, 31.03.1993 - XII ZR 198/91

    Anspruch auf Mietdifferenz bei vorzeitigem Auszug

    Auch außerhalb des Mietrechts ist allgemein anerkannt, daß es rechtsmißbräuchlich sein kann, wenn jemand aus einem Verhalten seines Vertragspartners Rechte herleiten will, das er selbst durch einen groben Vertragsbruch erst herbeigeführt hat (vgl. z.B. BGH, Urteil vom 23. März 1971 - VI ZR 199/69 - NJW 1971, 1126; RGRK BGB-Alff, 12. Aufl. 1976, § 242 Rdn. 120; MünchKomm/BGB-Roth, aaO § 242 Rdn. 275 f, jeweils m.N.).
  • OLG Düsseldorf, 10.09.2015 - 15 U 129/14

    Voraussetzungen des Anspruchs auf Zahlung einer Vertragsstrafe aufgrund einer

    Schließlich kann - drittens - die Geltendmachung einer exorbitant hohen Vertragsstrafenforderung - auch wenn unter Kaufleuten eine Herabsetzung der Vertragsstrafe nach § 343 BGB nicht in Betracht kommt (§ 348 HGB) - ausnahmsweise gegen Treu und Glauben verstoßen (BGH NJW 1971, 1126; BGH GRUR 1984, 72, 74 - Vertragsstrafe für versuchte Vertreterabwerbung; BGH GRUR 1998, 471, 473 f - Modenschau im Salvatorkeller).
  • BGH, 02.10.1985 - IVa ZR 18/84

    Leistungsfreiheit des Feuerversicherers wegen arglistiger Täuschung durch den

    Der Versicherer darf die falschen Angaben des Versicherungsnehmers nicht treuwidrig veranlaßt haben (vgl. dazu BGH Urteil vom 23. März 1971 - VI ZR 199/69, NJW 1971, 1126; BGB-RGRK/Alff 12. Aufl. § 242 Rdn. 120).
  • BGH, 23.01.1991 - VIII ZR 42/90

    Verwirkung einer Vertragsstrafe wegen Verletzung einer Mengenbeschränkung für

    a) In Rechtsprechung und Literatur ist anerkannt, daß sich der Vertragsstrafengläubiger auf seinen Anspruch nicht berufen kann, wenn er durch sein Verhalten den Schuldner zu dessen Vertragswidrigkeit veranlaßt hat und seine Rechtswahrnehmung daher mißbräuchlich erscheint (BGH, Urteile vom 23. März 1971 - VI ZR 199/69 = NJW 1971, 1126 - und vom 1. Juni 1983 - I ZR 78/81 = NJW 1984, 919; RGZ 147, 228, 233; MünchKomm/Söllner BGB, 2. Aufl., § 339 Rdnr. 19; Palandt/Heinrichs BGB, 50. Aufl., § 343 Rdnr. 5 und § 339 Rdnr. 3; differenzierend danach, ob der Gläubiger das Verhalten des Schuldners schuldhaft mitverursacht oder nur schuldlos mitveranlaßt hat, Soergel/Lindacher BGB, 11. Aufl., § 339 Rdnr. 24 und 25).
  • BGH, 25.04.2008 - LwZR 10/07

    Ausserordentliche Kündigung eines landwirtschaftlichen Pachtvertrages wegen

    Dies schließt auch die Ausübung eines Kündigungsrechts aus, dessen Voraussetzungen der Kündigende in treuwidriger Weise selbst herbeigeführt hat (vgl. BGH, Urt. v. 10. Juni 1958, VIII ZR 155/57, LM BGB § 242 (Cd) Nr. 55; Urt. v. 23. März 1971, VI ZR 199/69, NJW 1971, 1126, 1127; Urt. v. 20. März 2003, I ZR 155/00, NJW-RR 2003, 1056, 1060).
  • BGH, 01.06.1983 - I ZR 78/81

    Vertragsstrafe für versuchte Vertreterabwerbung - Verwirkung und Herabsetzung von

    Zwar ist es in der Rechtsprechung anerkannt (vgl. BGH NJW 1971, 1126 m.w.N.), daß der Geltendmachung der Vertragsstrafe durch den Gläubiger der Einwand des Rechtsmißbrauchs entgegengesetzt werden kann, wenn der Schuldner durch das Verhalten des Gläubigers veranlaßt worden ist, vertragswidrig zu handeln.
  • BGH, 29.06.1972 - II ZR 101/70

    Verwirkung einer Vertragsstrafe - Anspruch auf Unterlassen - Gegenstand einer

    Der VI. Zivilsenat ist zwar im Urteil vom 23. März 1971 - VI ZR 199/69 - jener Entscheidung des II. Zivilsenats gefolgt (NJW 1971, 1126); das ist aber nur mit einem Hinweis geschehen, der nicht zu den tragenden Gründen des Urteils gehört.
  • BGH, 30.04.1974 - VI ZR 153/72

    Anwendbarkeit des § 75f Handelsgesetzbuch (HGB) - Schutz eines Arbeitgebers vor

    Soweit in den Urteilen des Senats vom 11. Dezember 1962 - VI ZR 41/62 = MDR 1963, 296 und vom 23. März 1971 - VI ZR 199/69 = NJW 1971, 1126 ein anderer Standpunkt zum Ausdruck gekommen sein sollte, wird hieran nicht festgehalten.
  • OLG Brandenburg, 11.06.2015 - 5 U 58/14

    Vollstreckungsabwehrklage: Unzulässigerklärung der Zwangsvollstreckung aufgrund

    Der Beklagte kann dem Kläger auch nicht mit Erfolg entgegenhalten, dass die nicht mangelfreie Erfüllung der Neuerstellungspflicht durch den Beklagten Folge eines vertragswidrigen Verhaltens des Klägers ist, was nach Treu und Glauben zum Entfallen des Anspruchs auf Zahlung der Vertragsstrafe führen würde (BGH, NJW 1971, 1126).
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