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   OLG Bremen, 12.02.1976 - Ss (B) 74/75   

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OLG Bremen, 12.02.1976 - Ss (B) 74/75 (https://dejure.org/1976,1536)
OLG Bremen, Entscheidung vom 12.02.1976 - Ss (B) 74/75 (https://dejure.org/1976,1536)
OLG Bremen, Entscheidung vom 12. Februar 1976 - Ss (B) 74/75 (https://dejure.org/1976,1536)
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Volltextveröffentlichungen (2)

  • Wolters Kluwer(Abodienst, Leitsatz/Tenor frei)

    Inanspruchnahme öffentlicher Wege und Anlagen über den Gemeingebrauch hinaus; Handverkauf von Zeitungen zum Zwecke der politischen Werbung auf einer öffentlichen Straße ohne Sondernutzungserlaubnis; Bedrängung der Verkehrsteilnehmer mit Informationsmaterial oder durch ...

  • juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)
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Verfahrensgang

Papierfundstellen

  • NJW 1976, 1359
 
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Wird zitiert von ... (10)

  • BVerwG, 07.06.1978 - 7 C 5.78

    Sondernutzungsgebühren für Gestattung parteipolitischer Werbung

    Diese verfassungsrechtliche Würdigung könnte dazu führen, daß der Gemeingebrauch im Sinne von § 7 FStrG, wenn es sich um innerstädtische Ortsdurchfahrten, insbesondere um eine großstädtische Hauptverkehrsstraße handelt, auch solche Mittel und Formen der Gahwegnutzung erfaßt, die für die Meinungsäußerung "in Wort, Schrift und Bild" typisch sind, wie dies teilweise in der neueren Rechtsprechung z.B. für persönliche Gespräche oder auch für das Austauschen oder Verteilen von schriftlichem Informationsmaterial von Hand zu Hand ohne weitere Vorrichtungen und gewerbliche Interessen angenommen wird (OLG Stuttgart, a.a.O.; OLG Bremen, NJW 1976, 1359 [OLG Bremen 12.02.1976 - Ss B 74/75] [1360]; Marschall-Schroeter-Kastner, Bundesfernstraßengesetz, 4. Aufl. 1977, RdNr. 13 am Ende zu § 8, S. 297), wozu der Senat hier nicht abschließend Stellung zu nehmen braucht.

    Es rechtfertigt vielmehr - gerade weil derartige verkehrsfremde und plataraubende Einrichtungen regelmäßig die Gefahr einer Beeinträchtigung der Straßenbenutzung durch andere in sich tragen - eine behördliche Kontrolle in Form eines vorgängigen Erlaubnisverfahrens, damit die zuständigen Behörden nicht nur Kenntnis von Ort, Zeitdauer und Umfang der Veranstaltung erhalten, sondern auch von vornherein erkennbare Störungen verhindern oder in zumutbaren Grenzen halten und bei Kollision gleichwertiger Rechtsgüter verschiedener Rechtsträger einen Interessenausgleich schaffen können (so auch OLG Karlsruhe, NJW 1976, 1360 [OLG Karlsruhe 15.04.1976 - 3 Ss B 231/75] [1361]; OLG Bremen, NJW 1976, 1359 [OLG Bremen 12.02.1976 - Ss B 74/75] [1360]; OLG Frankfurt, NJW 1976, 203 [204] und NJW 1977, 1699; OLG Celle, NJW 1976, 204 [OLG Celle 12.11.1975 - 2 Ss OWi 320/75]).

  • OVG Niedersachsen, 13.11.1995 - 12 L 1856/93

    Straßenrechtliche Sondernutzungserlaubnis;; Gemeingebrauch; Scientology Church;

    Flugblätter zur Werbung für den Scientology-Persönlichkeitstest), der Handverkauf von Zeitungen (OLG Frankfurt, NJW 1976, 203; OLG Bremen, NJW 1976, 1359) als Benutzung der Straße im Rahmen des Gemeingebrauchs angesehen (so auch Kodal/Krämer, StraßenR, 5. Aufl. [1995], 5.597, 600, 680).
  • BVerwG, 07.06.1978 - 7 C 4.78

    Sondernutzungserlaubnis zur Aufstellung eines Informationsstandes - Benutzung der

    Diese verfassungsrechtliche Würdigung könnte dazu führen, daß der Gemeingebrauch im Sinne von § 7 FStrG, wenn es sich um innerstädtische Ortsdurchfahrten, insbesondere um eine großstädtische Hauptverkehrsstraße handelt, auch solche Mittel und Formen der Gehwegnutzung erfaßt, die für die Meinungsäußerung "in Wort, Schrift und Bild" typisch sind, wie dies teilweise in der neueren Rechtsprechung z.B. für persönliche Gespräche oder auch für das Austauschen oder Verteilen von schriftlichem Informationsmaterial von Hand zu Hand ohne weitere Vorrichtungen und gewerbliche Interessen angenommen wird (OLG Stuttgart a.a.O.; OLG Bremen, NJW 1976, 1359 [OLG Bremen 12.02.1976 - Ss B 74/75] [1360]; Marschall-Schroeter-Kastner, Bundesfernstraßengesetz, 4. Aufl. 1977, RdNr. 13 am Ende zu § 8, S. 297), wozu der Senat hier nicht abschließend Stellung zu nehmen braucht.

    Es rechtfertigt vielmehr - gerade weil derartige verkehrsfremde und platzraubende Einrichtungen regelmäßig die Gefahr einer Beeinträchtigung der Straßenbenutzung durch andere in sich tragen - eine behördliche Kontrolle in Form eines vorgängigen Erlaubnisverfahrens, damit die zuständigen Behörden nicht nur Kenntnis von Ort, Zeitdauer und Umfang der Veranstaltung erhalten, sondern auch von vornherein erkennbare Störungen verhindern oder in zumutbaren Grenzen halten und bei Kollision gleichwertiger Rechtsgüter verschiedener Rechtsträger einen Interessenausgleich schaffen können (so auch OLG Karlsruhe, NJW 1976, 1360 [OLG Karlsruhe 15.04.1976 - 3 Ss B 231/75] [1361]; OLG Bremen, NJW 1976, 1359 [OLG Bremen 12.02.1976 - Ss B 74/75] [1360]; OLG Frankfurt, NJW 1976, 203 [204] und NJW 1977, 1699; OLG Celle, NJW 1976, 204 [OLG Celle 12.11.1975 - 2 Ss OWi 320/75]).

  • OLG Düsseldorf, 08.04.1998 - 5 Ss OWi 394/97

    Verteilung kostenloser Koranexemplare durch Salafisten - Rechtliche Implikationen

    Ursprünglich wurde eine die Grenzen des Gemeingebrauchs überschreitende Betätigung im Sinne einer erlaubnispflichtigen Sondernutzung bereits angenommen, wenn jemand die öffentliche Straße nicht vorwiegend zum Verkehr, d.h. zur räumlichen Fortbewegung, sondern zu anderen Zwecken benutzte (vgl. BVerwGE 35, 326 /329; ferner OLG Stuttgart in NJW 1976, 201; OLG Frankfurt/Main in NJW 1976, 203 sowie OLG Bremen in NJW 1976, 1359, jeweils m.w.N.).
  • BGH, 30.01.1979 - 1 StR 303/78

    Aufstellen eines Tisches auf öffentlicher Straße zur politischen Werbung -

    Der vorliegende Fall zwingt auch nicht zu einer abschließenden Stellungnahme zu der von mehreren Oberlandesgerichten mit unterschiedlicher Begründung vertretenen Ansicht, das Verteilen von Flugblättern, Handzetteln oder sonstigen Schriften politischen Inhalts, sofern dies von Mensch zu Mensch geschieht, sei eine erlaubnisfreie Nutzung der Verkehrsfläche (Gemeingebrauch: OLG Stuttgart NJW 1976, 201; OLG Frankfurt NJW 1976, 203; OLG Bremen NJW 1976, 1359 [OLG Bremen 12.02.1976 - Ss B 74/75]; OLG Karlsruhe NJW 1976, 1360 [OLG Karlsruhe 15.04.1976 - 3 Ss B 231/75]; erweiterter Gemeingebrauch: OLG Celle 1. Strafsenat NJW 1975, 1895 L; erlaubnisfreie Sondernutzung: OLG Düsseldorf NJW 1975, 1288 [OLG Düsseldorf 06.02.1975 - 1 Ss OWi 1196/74]; OLG Celle 2. Strafsenat NJW 1975, 1894 und NdsRPfl 1976, 18; offen: OLG Saarbrücken NJW 1976, 1362 [OLG Saarbrücken 22.12.1975 - Ss B 63/75]; OLG Hamm NJW 1976, 2172 [OLG Hamm 29.07.1976 - 2 Ss OWi 169/76]; vgl. dagegen BVerwGE 35, 326; VGH München DVBl 1967, 920; beide für gewerbsmäßiges Verteilen; OVG Münster DVBl 1972, 509 für politische Flugschriften; noch offen BVerwG NJW 1978, 1933; 1934) [BVerwG 07.06.1978 - 7 C 5/78].

    Die Rechtsprechung der Oberlandesgerichte geht jedoch in Übereinstimmung mit den Verwaltungsgerichten überwiegend dahin, ein Verteilen politischer Schriften von Informationsständen aus oder das Aufstellen von Plakatständern als erlaubnispflichtige Sondernutzung anzusehen (vgl. etwa BVerwGE 47, 280, 282; BVerwG NJW 1978, 1933; OVG Münster DÖV 1975, 205; VGH München DÖV 1976, 532; OLG Frankfurt NJW 1976, 203; NJW 1977, 1699 L; OLG Celle NJW 1976, 204 [OLG Celle 12.11.1975 - 2 Ss OWi 320/75]; NdsRPfl 1976, 18; 1977, 66; OLG Bremen NJW 1976, 1359 [OLG Bremen 12.02.1976 - Ss B 74/75]; OLG Karlsruhe NJW 1976, 1360 [OLG Karlsruhe 15.04.1976 - 3 Ss B 231/75]).

  • OLG Köln, 19.08.1991 - Ss 356/90

    Bauchladenhandel als Gemeingebrauch

    Demgemäß ist in der Rechtsprechung anerkannt, daß die Verteilung von Flugblättern, Handzetteln oder sonstigen Schriften (vgl. Walprecht-Cosson, § 14 Rdnr. 127 mwN.), der Handverkauf von Zeitungen (vgl. OLG Frankfurt, NJW 1976, 203; OLG Bremen, NJW 1976, 1359; OLG Karlsruhe NJW 1976, 1360; Kodal-Krämer, StraßenR, 4. Aufl., Kap. 24 Rdnr. 100) sowie die musikalischen Darbietungen eines Straßenmusikanten, der sich selbst auf der Gitarre begleitet (OLG Hamm, NJW 1980, 1702) in der Regel als eine Benutzung der Straße im Rahmen des Gemeingebrauchs anzusehen ist.
  • BGH, 29.01.1980 - 1 StR 348/79

    Erforderlichkeit einer Reisegewerbekarte bei tätig werden für einen gewerbsmäßig

    Mit seiner Auffassung zu Punkt 1 müßte das Oberlandesgericht abweichen von den Entscheidungen der Oberlandesgerichte Stuttgart vom 15. Januar 1975 (Die Justiz 1975, 317), Bremen vom 12. Februar 1976 (NJW 1976, 1359, 1360 = GewArch 1976, 331) und Köln vom 30. September 1976 (GewArch 1976, 383); im Punkte 2 würde sich das vorlegende Gericht mit den Entscheidungen der Oberlandesgerichte Hamm vom 22. Oktober 1976 (NJW 1977, 399) und Düsseldorf vom 7. Juli 1978 (NJW 1979, 327) in Widerspruch setzen.
  • OLG Stuttgart, 07.07.1995 - 1 Ss 218/95

    Verteilen von Flugblättern in einer Fußgängerzone als Gemeingebrauch

    Demgemäß ist in der Rechtsprechung anerkannt, daß der Handverkauf von Zeitungen (vgl. OLG Frankfurt NJW 1976, 203; OLG Bremen NJW 1976, 1359; OLG Karlsruhe NJW 1976, 1360; Kodal/Krämer, Straßenrecht, 4. Auflage Kap. 24 Rdnr. 100) und die Verteilung von Flugblättern, Handzetteln oder sonstigen Schriften in der Regel eine Benutzung der Straße im Rahmen des erlaubnisfreien Gemeingebrauchs darstellen (vgl. OLG Köln a.a.O.; OLG Stuttgart a.a.o.).
  • OLG Hamburg, 03.10.1978 - 2 Ss 262/77
    Die Verteilung von Flugblättern, verbunden mit einem auf dem Bürgersteig aufgestellten Informations-Stand, ist eine erlaubnispflichtige Sondernutzung (Übereinstimmung OLG Celle, NJW 1976, 204; OLG Frankfurt, NJW 1976, 203; OLG Bremen, NJW 1976, 1359; OLG Karlsruhe, NJW 1976, 1360; OLG Koblenz, MDR 1978, 867).
  • OLG Köln, 19.08.1991 - Ss 356/90 (B) -184
    Demgemäß ist in der Rechtsprechung anerkannt, daß die Verteilung von Flugblättern, Handzetteln oder sonstigen Schriften (vgl. Walprecht/Cosson a.a.O. Rn. 127 m.w.N.), der Handverkauf von Zeitungen (vgl. OLG Frankfurt NJW 1976, 203; OLG Bremen NJW 1976, 1359; OLG Karlsruhe NJW 1976, 1360; Kodal/Krämer, Straßenrecht, 4. Aufl., Kap. 24 Rn. 100) sowie die musikalischen Darbietungen eines Straßenmusikanten, der sich selbst auf der Gitarre begleitet (OLG Hamm a.a.O.), in der Regel als eine Benutzung der Straße im Rahmen des Gemeingebrauchs anzusehen ist.
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