Weitere Entscheidung unten: BGH, 30.03.1977

Rechtsprechung
   BGH, 09.11.1976 - VI ZR 264/75   

Volltextveröffentlichungen (3)

  • JLaw (App) | www.prinz.law PDF
  • rechtsportal.de(Abodienst, kostenloses Probeabo)

    Haftungsverteilung bei Kollision eines vorfahrtberechtigten mit einem bei Grünlicht in einer Kreuzung "hängen gebliebenen" Fahrzeug des Querverkehrs

  • juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)

Kurzfassungen/Presse

  • Jurion (Leitsatz)

    Grünlicht - Querverkehr - Kreuzungsbereich - Linksabbieger - Räumung der Kreuzung

Papierfundstellen

  • NJW 1977, 1394
  • MDR 1977, 305
  • VersR 1977, 154
  • DB 1977, 348



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Wird zitiert von ... (11)  

  • OLG Hamm, 26.08.2016 - 7 U 22/16  

    Nachzügler muss warten, wenn der Querverkehr schon länger Grün hat

    Vielmehr hat er den Kreuzungsbereich vorsichtig, unter sorgfältiger Beachtung des einsetzenden Gegen- oder Querverkehrs mit Vorrang zu verlassen (vgl. BGH, NJW 1977, 1394; OLG Köln, NZV 2012, 276; OLG Düsseldorf, OLGR Düsseldorf 1993, 258; König in Hentschel/König/Dauer, Straßenverkehrsrecht, 43. Auflage, § 37 StVG Rn. 19).

    Verkehrsteilnehmer, für die durch grünes Licht der Verkehr freigegeben ist (§ 37 Abs. 2 Nr. 1 S. 1 StVO), brauchen zwar im allgemeinen nicht damit zu rechnen, dass Fahrzeuge von der Seite her unerlaubterweise in die Kreuzung einfahren (vgl. BGH, NJW 1977, 1394).

    Allerdings befreit das ihm zustehende Vorfahrtsrecht grundsätzlich nicht von der Verpflichtung, auf Nachzügler, also auf Teilnehmer des Querverkehrs, Rücksicht zu nehmen, die, als für sie noch grün galt, berechtigt in die Kreuzung eingefahren waren, sie aber nicht mehr rechtzeitig verlassen konnten (vgl. BGH, NJW 1971, 1407; NJW 1977, 1394).

    Diesen Nachzüglern ist, um Stauungen zu vermeiden, zunächst die Möglichkeit zu geben, die Kreuzung zu räumen (sog. "Nachzüglervorrang") (vgl. BGH, NJW 1971, 1407; NJW 1977, 1394; OLG Köln, NZV 2012, 276; König in Hentschel/König/Dauer, Straßenverkehrsrecht, 43. Auflage, § 37 StVO Rn. 17).

  • BGH, 19.05.1981 - VI ZR 8/80  

    Schutzzweck des Rotlichts

    Dennoch gibt auch ihm die Vorschrift des § 37 Abs. 2 Nr. 1 Satz 4 StVO ein Gebot, nämlich - möglichst noch bei gelbem Lichtzeichen, notfalls auch bei "rot" - die Kreuzung zu räumen und zwar vorrangig vor dem etwa schon einfahrenden Gegenverkehr (BGHZ 56, 146 und Senatsurt.v. 9. November 1976 - VI ZR 264/75 = VersR 1977, 154 m.w.Nachw.), dies allerdings unter Einhalten besonderer Sorgfalt (vgl. dazu auch BGH-Beschluß vom 4. Juli 1978 - 4 StR 133/78 - VRS 55, 226).
  • LG Nürnberg-Fürth, 09.09.2010 - 8 O 1617/10  

    Schadensersatz beim Kfz-Unfall: Ersatzfähigkeit der Anwaltskosten für die

    In diesem Zusammenhang kann sich der Beklagte zu 1) nicht auf die so genannte "Kreuzungsräumer"-Rechtsprechung berufen (z.B. BGH VersR 1977, 154; KG DAR 2003, 516).
  • LG Karlsruhe, 01.08.2008 - 3 O 381/07  

    Schadensersatz auf Grund eines Verkehrsunfalls: Haftung eines in einem

    Ähnelt er dagegen baulich einer Kreuzung oder Einmündung in dem Sinne, dass bis zur Gegenfahrbahn nach dem Einbiegen in den Mittelstreifen erst eine Geradeausfahrt erforderlich ist, so gewinnt der Kraftfahrer die Gegenfahrbahn nicht durch Wenden im Rechtssinn, sondern durch zweimaliges Linksabbiegen, so dass § 9 Abs. 1-4 gelten (Jagusch/Hentschel, a. a. O. m. w. N.; OLG Hamm, NZV 1997, 438; OLG Saarbrücken, Urteil vom 15.04.2008, Az. 4 U 193/07, zit. n. juris; BGH, VersR 1977, 154; KG Berlin, NZV 2005, 95; KG Berlin, Urteil vom 13.08.1998, Az. 12 U 67/97, zit. n. juris, KG Berlin, DAR 1975, 297; OLG Hamburg, DAR 1981, 327, 328).
  • LG Dortmund, 04.05.2011 - 21 O 302/10  

    Unfallverursachung durch Passieren einer grünen Ampel hinter einem Rettungswagen

    Für den Beklagten zu 1) ergab sich aus dieser Situation die Verpflichtung, auf Nachzügler, also auf Teilnehmer des Querverkehrs, Rücksicht zu nehmen, die, als für sie noch Grün galt, berechtigt in die Kreuzung eingefahren waren, sie aber nicht mehr rechtzeitig verlassen konnten (BGH NJW 1971, 1407; NJW 1977, 1394; OLG Hamm, NZV 2005, 411 jeweils m.w.N.).
  • KG, 12.05.2011 - 22 U 40/11  

    Haftung bei Verkehrsunfall: Voraussetzungen eines Nachzüglervorrangs des

    Im Übrigen gilt hier - anders als das Landgericht unter Bezug auf § 11 Abs. 1 StVO (möglicherweise missverständlich) ausgeführt hat - allenfalls bei für den Zeugen V... noch erkennbarer besonderer Verkehrslage ein Nachzüglervorrang des Kreuzungsräumers nach § 11 Abs. 3 StVO (vgl. zu dem der jetzt geltenden Fassung des Abs. 3 entsprechenden § 11 Abs. 2 StVO a.F.: BGH mit Urteil vom 9. November 1976 - VI ZR 264/75 - NJW 1977, 1394 [II.1.] = BGHZ 56, 149 [150] und OLG Hamm mit Urteil vom 9. Januar 1990 - 27 U 177/89 - NZV 1991, 31), so dass sich die Beklagte zu 1. als Kreuzungsräumer zumindest zuvor über den Vorfahrtsverzicht mit dem Zeugen V... hätte verständigen müssen (vgl. Zieres in: Geigel, Der Haftpflichtprozess, 26. Aufl., Kap. 27 Rn. 735).
  • OLG Köln, 16.09.1996 - 8 U 17/96  
    In Fällen, in denen die beiden durch einen Mittelstreifen voneinander getrennten Fahrbahnen einer Straße von einer anderen Straße gekreuzt werden, geht der BGH grundsätzlich vom Vorliegen einer (einzigen) Kreuzung aus, die in ihrer Gesamtheit durch die vorhandene Lichtzeichenanlage geregelt wird (vgl. BGH, NJW 1971, 1407; 1977, 1394).

    In vergleichbaren Fällen hat auch der BGH eine Haftungsverteilung von einem Drittel zu Lasten des Nachzüglers und zwei Dritteln zu Lasten des anderen nicht für unangemessen gehalten (vgl. BGH, NJW 1971, 1407 (1408); 1977, 1394 (1396)).

  • KG, 10.02.2003 - 22 U 49/02  

    Haftungsverteilung und Schadenersatz bei Verkehrsunfall: Kollision mit einem

    Daran hat er auch aus Anlass der Beurteilung abweichender oberlandesgerichtlicher Entscheidungen ausdrücklich festgehalten (BGH VersR 1977, 154 155).
  • KG, 26.05.2003 - 12 U 319/01  

    Haftungsverteilung bei Verkehrsunfall: Atypischer Kreuzungsräumerfall

    Ein Verstoß gegen diese Pflicht wiegt haftungsrechtlich doppelt so schwer wie die vom Nachzügler ausgehende Gefahr (vgl. BGH, NJW 1977, 1394; ständige Rechtsprechung des Senats, vgl. etwa VerkMitt 1993, Nr. 50, auch zum sogenannten "fliegenden Start"; zuletzt zu dieser Haftungsquote Urt. vom 21. Jan. 2002 - 12 U 4688/00 -).
  • OLG Hamm, 25.04.2002 - 27 U 200/01  

    Sorgfaltsverstoß im Straßenverkehr; Abwägung beiderseitiger Verursachungsanteile

    Denn der Kläger durfte beim Umspringen der Ampel auf Grün nicht "blind" durchrauschen, sondern mußte mit Kreuzungsräumern rechnen, die beim Verlassen der Kreuzung Vorrang haben (vgl. BGH NJW 1977, 1394).
  • KG, 06.12.1990 - 3 Ws (B) 283/90  

    In Straßen mit zwei Richtungsfahrbahnen ist das Parken in

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Rechtsprechung
   BGH, 30.03.1977 - VIII ZR 153/75   

Volltextveröffentlichungen (4)

  • JLaw (App) | www.prinz.law PDF
  • Jurion

    Vermietung oder Pacht von Räumlichkeiten zum Betriebe einer Gastwirtschaft bzw. Schankwirtschaft - Wirksamkeit eines schriftlichen Angebots - Wirksames Zustandekommen eines Mietvorvertrages

  • rechtsportal.de

    MiethöheRegG § 10; WährG § 3

  • juris (Volltext/Leitsatz)

Papierfundstellen

  • NJW 1977, 1394
  • MDR 1977, 745
  • DB 1977, 1313



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Wird zitiert von ... (11)  

  • OLG Düsseldorf, 02.03.2006 - 10 U 120/05  

    Zulässigkeit des Ausschlusses des Minderungsrechtes

    Dominieren demgegenüber Vertragszwecke, die keinen Wohnraumcharakter haben, gilt allgemeines Mietrecht (BGH, NJW 1977, 1394; ZMR 1979, 49; NJW-RR 1986, 877).
  • OLG Oldenburg, 22.07.2014 - 12 U 46/14  

    Zwangsvollstreckung aus notarieller Urkunde nur bei Gewerberaummiete möglich

    Gestützt auf die höchstrichterliche und obergerichtliche Rechtsprechung zur Anwendung von Wohn- oder Gewerberaummietrecht in Mischmietverhältnissen (vgl. u. a. BGH Urt. v. 09.07.2014, VIII ZR 376/13; NJW 2008, 3361; NJW-RR 1986, 877; NJW 1977, 1394; OLG Köln ZMR 2001, 963; OLG München ZMR 1995, 295; OLG Karlsruhe MDR 1988, 414; OLG Hamm ZMR 1986, 11) ist nach der herrschenden Auffassung (vgl. Zöller/Stöber ZPO, 30. Aufl. § 794, Rn. 26 a. E.; Münch-Komm (Wolfsteiner) ZPO, 4. Aufl. § 794, Rn. 214; Baumbach/Lauterbach/Hartmann-ZPO, 72. Aufl. § 794, Rn. 22 a. E.; Bub/Treier (Drettmann) MietR, 4. Aufl., I. Rn. 168/175; Wolf/Eckert/Ball, Handbuch des gewerbl.
  • OLG Hamburg, 16.05.1979 - 4 U 24/79  

    Mietrecht: Mieterhöhung bei Mischmietverhältnis - Schwerpunktfeststellung

    Fehlen eindeutige beziehungsweise zulässige Parteizweckbestimmungen und Vereinbarungen, ist nach dem herrschenden, auf der Grundlage der Absorptionstheorie (vgl. dazu Palandt/Heinrichs, aaO., zu § 305 BGB Rdn. 6 c) entwickelten Übergewichtsgrundsatz ausschlaggebend, ob wegen der Höhe des Mietwertes und in zweiter Linie wegen der Größe der Mieträume das Schwergewicht bei dem Wohn- oder bei den Geschäftsräumen liegt und ob deshalb die eine oder andere Nutzungsart überwiegt (vgl. BGH, NJW 1977, 1394 ; LM Nr. 1 zu § 554 b BGB ; LG Mannheim, MDR 1974, 935; LG Wiesbaden, WM 1965, 29; AG Hamburg-Altona, MDR 1972, 242 mit Anm. v. Weimar; BGB -RGRK/Gehlhaar, aaO., vor § 535 BGB , Rdn. 22;, Erman/Schopp, 6. Aufl., 1975, vor § 535 BGB , Rdn. 65; Palandt/Putzo, Einf. vor § 535 BGB Rdn. 9; zu § 556 a BGB Rdn. 2; Roquette, aaO., zu § 535 BGB , Rdn. 150 ff.; Schmidt-Futterer/Blank, aaO., Rdn. B 14, 17; Staudinger/Emmerich, aaO., vor § 535 BGB Rdn. 26; Sternel, Wohnraummietrecht, 1975, Rdn. I 13, 14).

    Vorzugswürdiger, insbesondere auch in Bezug auf xxx das für die Miethöhe anzuwendende Recht (vgl. auch BGH, aaO., NJW 1977, 1394 ), ist die Übergewichtstheorie.

    Wertsicherungsklauseln dieser Art sind nur bei Mietverträgen über Wohnräume generell verboten (vgl. §§ 1, 10 MHRG ), im Übrigen jedoch mit Genehmigung der Deutschen Bundesbank oder der Landeszentralbanken erlaubt (vgl. BGH, NJW 1977, 1394 ; Staudinger/Emmerich, aaO., Vorbem. zu § 535, 536 BGB Rdn. 157 m.w.N.).

  • BGH, 15.11.1978 - VIII ZR 14/78  

    Kündigungsschutz bei Mischvermietung

    Wie der Senat bereits in demUrteil vom 30. März 1977 (VIII ZR 153/75 = WM 1977, 643) in Übereinstimmung mit der in Schrifttum und Rechtsprechung überwiegenden Auffassung (vgl. außer den in dem Urteil vom 30. März 1977 genannten Nachweisen Gelhaar in BGB- RGRK, 12. Aufl., vor § 535 Rdn. 22 und § 564 b Rdn. 5) entschieden hat, kommt es für die Frage, ob die Vorschriften über den Kündigungsschutz für Wohnräume auf ein Mischmietverhältnis anzuwenden sind, darauf an, welche der beiden Nutzungsarten überwiegt.
  • BayObLG, 25.03.1986 - REMiet 4/85  

    Wohnraum-Mietvertrag; Vereinbarung; Nutzung; Wohnzweck; Zustimmungsbedürftig;

    a) Die Grundsätze, die für Mischmietverhältnisse gelten, insbesondere die herrschende sogenannte Übergewichtstheorie (vgl. BGH, NJW 1977, 1394 m.w.Nachw.; OLG Schleswig, NJW 1983, 49 f. mit zahlreichen w.Nachw.), sind nur dann anwendbar, wenn durch einen einheitlichen Mietvertrag Wohn- und Gewerberäume oder andere nicht Wohnzwecken dienende Räume (z.B. Garagen) vermietet werden, insbesondere eine Wohnung mit einem Laden oder einer Gaststätte.
  • OLG Frankfurt, 21.05.2002 - 13 AR 4/02  

    Wegfall der Bindungswirkung eines Verweisungsbeschlusses wegen Abweichung von der

    Die Gesetzesinterpretation im angefochtenen Verweisungsbeschluss setzt sich zu der ganz herrschenden Meinung zur Problematik sogenannter Mischmietverhältnisse", die sich im übrigen auch im Rahmen der Anwendbarkeit des früheren Gesetzes zur Regelung der Miethöhe (vgl. hierzu auch Urteil des 8. ZS des BGH vom 30.03.1977, abgedruckt in NJW 1977, S. 1394 zu § 10 MiethöheRegG sowie Urteil des OLG Hamburg vom 02.11.1994, abgedruckt in NJW-RR 1997 S. 458), zu der auch bereits Rechtsentscheide ergangen sind, in Gegensatz, wonach es auf den Schwerpunkt des Vertrages ankommt.
  • KG, 20.01.2003 - 8 U 322/01  

    Gewerberaummiete: Voraussetzung für Ersatzansprüche des Vermieters bei

    Es handelt sich um ein einheitliches Mietverhältnis sowohl über Wohn- als auch über Geschäftsräume, wobei für die Anwendbarkeit von Wohn- oder Geschäftsraummietrecht entscheidend ist, welche Nutzungsart überwiegt (BGH NJW 1977, 1394; ZMR 1986, 278; Bub/Treier/Reinstorf, Handbuch der Geschäfts- und Wohnraummiete, 3. Auflage, I, Rdnr. 105 mit den weiteren dort angegebenen Rechtsprechungsnachweisen).
  • OLG Koblenz, 05.06.1981 - 4 W RE 248/81  

    MHG § 2 Abs. 1, § 10 Abs. 1

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