Rechtsprechung
   BGH, 25.10.1984 - I ZR 138/82   

Volltextveröffentlichungen (4)

  • JLaw (App) | www.prinz.law PDF
  • Jurion

    Anforderungen an das Vorliegen eines "Aufeinanderfolgenden Straßenfrachtführers" im Sinne des Art. 34 Übereinkommen über den Beförderungsvertrag im internationalen Straßengüterverkehr (CMR) - Bloße tatsächliche Aufeinanderfolge von Unterfrachtführern im Zusammenhang mit der Beförderung ein und desselben Transportguts - Gesamtschuldnerische Haftung neben dem Hauptfrachtführer und etwaigen weiteren Unterfrachtführern - Berechtigung zum Rückgriff nach Art. 37 CMR

  • rechtsportal.de(Abodienst, kostenloses Probeabo)

    CMR Art. 34, 37
    Begriff des aufeinanderfolgenden Straßenfrachtführers

  • juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)

Papierfundstellen

  • NJW 1985, 555
  • MDR 1985, 381
  • VersR 1985, 134



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Wird zitiert von ... (10)  

  • BGH, 19.04.2007 - I ZR 90/04

    Internationale Zuständigkeit der deutschen Gerichte für Regressansprüche im

    Die Zuständigkeitsbestimmung des Art. 39 Abs. 2 CMR bezieht sich allein auf Regressansprüche im Innenverhältnis zwischen aufeinanderfolgenden Frachtführern i.S. von Art. 34 CMR (Ergänzung zu BGH TranspR 1985, 48, 50; TranspR 1990, 418, 419).

    Dies folgt aus ihrer systematischen Stellung in Kapitel VI der CMR (Art. 34 bis 40), dessen Bestimmungen allein für aufeinanderfolgende Frachtführer gelten (vgl. zu Art. 37 CMR: BGH, Urt. v. 25.10.1984 - I ZR 138/82, TranspR 1985, 48, 50 = NJW 1985, 555; Urt. v. 10.5.1990 - I ZR 234/88, TranspR 1990, 418, 419 = VersR 1991, 238; österr.

    aa) Das Berufungsgericht ist allerdings zutreffend davon ausgegangen, dass die Vorschriften des Kapitels VI der CMR auch dann anwendbar sind, wenn der erste Auftragnehmer für die gesamte Strecke - wie hier die Klägerin - ein Fixkostenspediteur ist (BGH TranspR 1985, 48, 49; Koller aaO Art. 34 CMR Rdn. 5 m.w.N.; a.A. Neumann, TranspR 2006, 384, 386 f.).

    Aufeinanderfolgender Frachtführer i.S. von Art. 34 CMR ist vielmehr nur derjenige Unterfrachtführer, der durch die Annahme von Gut und Frachtbrief als sogenannter Samtfrachtführer gesamtschuldnerisch neben dem ihn beauftragenden Haupt- oder Unterfrachtführer Vertragspartei des Absenders wird (BGH TranspR 1985, 48, 49; TranspR 1990, 418, 419; OGH TranspR 1991, 135, 137; Koller aaO Art. 34 CMR Rdn. 3; Herber/Piper aaO Art. 34 Rdn. 9 und 10; Schmid in: Thume aaO Art. 34 Rdn. 4).

    Wenn ein solcher Frachtbrief nicht ausgestellt oder vom Unterfrachtführer nicht angenommen oder an diesen nicht weitergegeben worden ist, ist der Unterfrachtführer kein aufeinanderfolgender Frachtführer i.S. von Art. 34 CMR (BGH, Urt. v. 9.2.1984 - I ZR 18/82, TranspR 1984, 146, 148 = VersR 1984, 578; BGH TranspR 1985, 48, 49; OGH TranspR 1991, 135, 137).

    Da die Parteien keine aufeinanderfolgenden Frachtführer i.S. von Art. 34 CMR sind, kommt eine Haftung der Beklagten gegenüber der Klägerin als ihrer Auftraggeberin allein gemäß den Bestimmungen der Art. 17 ff. i.V. mit Art. 3 CMR in Betracht (BGH TranspR 1985, 48, 50; OGH TranspR 1991, 135, 137; TranspR 2001, 79, 80; Thume in Fremuth/Thume aaO vor Art. 34 CMR Rdn. 2; Großkomm.HGB/Helm aaO CMR Art. 34 Rdn. 27).

  • BGH, 14.06.2007 - I ZR 50/05

    Ansprüche des Empfängers von Transportgut gegen den Unterfrachtführer

    Er ist Absender i.S. des Landfrachtrechts, weil er Vertragspartner des (Unter-)Frachtführers ist (vgl. BGH, Urt. v. 25.10.1984 - I ZR 138/82, TranspR 1985, 48, 49 = VersR 1985, 134; MünchKomm.HGB/Basedow Art. 13 CMR Rdn. 18; Thume, TranspR 1991, 85, 88).
  • OLG München, 21.07.2016 - 23 U 3256/15

    Warenverlust bei grenzüberschreitendem Transport

    Fehlt es an der Ausstellung eines solchen Frachtbriefs oder wird er vom Unterfrachtführer nicht angenommen oder nicht an ihn weitergegeben, ist dieser kein aufeinanderfolgender Frachtführer im Sinne des Art. 34 CMR (BGH, Urteil vom 25.10.1984, Az. I ZR 138/82, juris, Tz. 14 und vom 19.04.2007, Az. I ZR 90/04, juris, Tz. 17).

    Können damit schon aus diesen Gründen die Fa. A. Spedition GmbH sowie die Beklagte zu 2) nicht als aufeinanderfolgende Frachtführer angesehen werden, kann ausweislich der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs (BGH, Urteil vom 25.10.1984, Az. I ZR 138/82, juris, Tz. 18) dahinstehen, ob - wie die Klägerin meint - ein Frachtführer auch dann aufeinanderfolgender Frachtführer sein kann, wenn er selber das Frachtgut nicht befördert, sondern damit einen Unterfrachtführer beauftragt.

    Ein Unterfrachtführer, der ohne Haftung gegenüber dem Absender lediglich Vertragspartner des Hauptfrachtführers ist - wie hier die Fa. A. Spedition GmbH gegenüber dem Erstspediteur S. GmbH - oder lediglich weiterer Unterfrachtführer eines Unterfrachtführers - wie hier die Beklagte zu 2) gegenüber der Beklagten zu 1) -, zählt dazu nicht (vgl. BGH, Urteil vom 25.10.1984, Az. I ZR 138/82, juris, Tz. 19).

    Soweit die Klägerin anregt, im Hinblick auf die Frage der Anwendbarkeit von Art. 34 CMR die Revision zuzulassen, vermag dies keine Revisionszulassung zu rechtfertigen, zumal der Bundesgerichtshof bereits mehrfach die maßgeblichen Rechtsfragen bezüglich der Voraussetzungen von Art. 34ff CMR geklärt hat (vgl. Urteile vom 25.10.1984, Az. I ZR 138/82, juris, vom 10.05.1990, Az. I ZR 234/88, juris, Tz. 16; vom 19.04.2007, Az. I ZR 90/04, juris, Tz. 17).

  • OLG Hamburg, 22.01.1998 - 6 U 142/97

    Anspruch auf Schadensersatz gegen eine Transportversicherung für eine Haftung

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  • BGH, 10.05.1990 - I ZR 234/88

    Ausgleichsanspruch des Unterfrachtführers; Verjährung der Ansprüche des

    Zum Rückgriff nach Art. 37 CMR sind grundsätzlich nur Hauptfrachtführer und aufeinanderfolgende Straßenfrachtführer im Sinne des Art. 34 CMR berechtigt (BGH, Urt. v. 25.10.1984 - I ZR 138/82, NJW 1985, 555, 556 = VersR 1985, 134, 135).

    Aufeinanderfolgender Straßenfrachtführer im Sinne des Art. 34 CMR ist nach der Rechtsprechung des Senats nur derjenige Unterfrachtführer, der durch Annahme von Gut und Frachtbrief als sogenannter Samtfrachtführer gesamtschuldnerisch neben dem Hauptfrachtführer und etwaigen weiteren Unterfrachtführern Vertragspartei des Absenders wird (BGH, Urt. v. 9.2.1984 - I ZR 18/82, VersR 1984, 578, 579; BGH VersR 1985, 134, 135).

  • OLG Stuttgart, 20.04.2011 - 3 U 49/10

    CMR-Haftung: Schadensersatz wegen Verlust von Transportgut aus abgetretenem

    Der Hauptfrachtführer kann auch ein Spediteur zu festen Kosten sein (BGH WM 1970, 692; BGH NJW 1985, 555; Koller, a.a.O., Art. 34 CMR Rn. 5; Thume, a.a.O., Art. 34 CMR Rn. 14).
  • BGH, 28.04.1988 - I ZR 32/86

    Geltendmachung von Schadensersatzansprüchen gegen Haupt- und Unterfrachtführer

    Dies hätte vorausgesetzt, daß er einen von Mu. als Absender dem Hauptfrachtführer (Dürrenberger) ausgehändigten Frachtbrief zusammen mit dem Gut übernommen hätte (BGH, Urt. v. 9. Februar 1984 - I ZR 18/82, VersR 1984, 578, 580 = TranspR 1984, 146, 148; Urt. v. 25. Oktober 1984 - I ZR 138/82, NJW 1985, 555, 556 = VersR 1985, 134, 135 = TranspR 1985, 48, 50).
  • OLG Köln, 07.10.2003 - 9 U 63/01

    Transportschaden durch abgefahrene Reifen; Haftung von Frachtführer und

    Hierbei ist Voraussetzung, dass eine einheitliche Beförderung vorliegt, wobei das Gut in die Obhut des Unterfrachtführers gelangt sein muss (vgl. BGH NJW 1985, 555; Koller, Transportrecht, 4. Aufl., Art. 34 CMR, Rn 2; Baumbach/Hopt, HGB, 29 Aufl., § 34 CMR, Rn 1).
  • OLG Bremen, 15.05.1997 - 2 U 123/96

    Regulierung eines Transportschadens; Leistungspflichten eines

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  • OLG Dresden, 09.07.1998 - 7 U 720/98
    Wie das Landgericht weiter zutreffend dargelegt hat, kommt eine Aufrechnung mit der angeblich verwirkten Vertragsstrafe hier schon deshalb nicht in Betracht, weil die Vertragsparteien die Verträge mit der Klausel "cash against documents" geschlossen haben und nach ständiger Rechtsprechung des Bundesgerichtshofes dann eine Aufrechnung ausgeschlossen ist (vgl. BGH NJW 85, S. 555).
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