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   BGH, 24.01.1992 - V ZR 274/90   

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https://dejure.org/1992,1451
BGH, 24.01.1992 - V ZR 274/90 (https://dejure.org/1992,1451)
BGH, Entscheidung vom 24.01.1992 - V ZR 274/90 (https://dejure.org/1992,1451)
BGH, Entscheidung vom 24. Januar 1992 - V ZR 274/90 (https://dejure.org/1992,1451)
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Volltextveröffentlichungen (8)

  • rabüro.de

    Zur Frage der Tierhalterhaftung eines Bienenhalters wegen Blütenbestäubung von Blumen in einer Gärtnerei

  • iurado.de (Kurzinformation und Volltext)

    Bienenhaltung: Schadensersatz wegen Blütenbestäubung Schnittstaudengärtnerei

  • iurado.de (Kurzinformation und Volltext)

    Bienenhalterhaftung: Schadensersatz wegen Blütenbestäubung

  • ibr-online(Abodienst, kostenloses Probeabo, Leitsatz frei)
  • juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)

Kurzfassungen/Presse (3)

  • Wolters Kluwer (Leitsatz)

    Nachbarrechtlicher Bereich - Nachbarrecht - Tierhalterhaftung - Rechtswidrigkeit der Haftung - Eigentumsvorschriften - Grundstücksbeeiträchtigung - Bienenflug

  • rechtsportal.de(Abodienst, kostenloses Probeabo) (Leitsatz)

    BGB § 833, § 906

  • datenbank.nwb.de (Kurzinformation)

    § 906 BGB
    Nachbarrecht; Haftung bei Bienenhaltung

Papierfundstellen

  • BGHZ 117, 110
  • NJW 1992, 1389
  • MDR 1992, 482
  • VersR 1992, 624
  • WM 1992, 1117
 
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Wird zitiert von ... (11)

  • BGH, 14.11.2003 - V ZR 102/03

    Kiefern in Nachbars Garten

    Die von § 906 BGB erfaßten Einwirkungen stimmen darin überein, daß sie in ihrer Ausbreitung weithin unkontrollierbar und unbeherrschbar sind, in ihrer Intensität schwanken und damit andere Grundstücke überhaupt nicht, unwesentlich oder wesentlich beeinträchtigen können (Senat, BGHZ 117, 110, 112).
  • AG Brandenburg, 28.11.2017 - 34 C 146/16

    Imkerhaftung wenn Personen von Bienen gestochen werden

    Ein Imker, der die Bestimmungsmacht über die Bienen hat, aus eigenem Interesse für die entsprechenden Kosten aufkommt, Wert und Nutzen der Tiere für sich in Anspruch nimmt und das Risiko ihres Verlustes trägt, ist somit aber unproblematisch als Halter seiner Honigbienen anzusehen (BGH, Urteil vom 24.01.1992, Az.: V ZR 274/90, u.a. in: NJW 1992, Seiten 1389 f.; OLG Düsseldorf, Urteil vom 14.08.1990, Az.: 4 U 233/89, u.a. in: AgrarR 1991, Seiten 263 f.; Moritz, in: Herberger/Martinek/Rüßmann u.a., jurisPK-BGB, 8. Auflage 2017, § 833 BGB, Rn. 7; Lehmann/Auer, VersR 2011, Seiten 846 f.; Martinek, Die Biene 1994, Heft 10, Seiten 584 ff. [Teil 1] und Heft 11, Seiten 641 ff. [Teil 2]; Schüssler, Deutsches Bienenrecht, 1934).

    Insofern entfällt also auch im Rahmen des § 833 BGB eine Schadensersatzpflicht, soweit der Eingriff nicht abgewehrt werden kann (BGH, Urteil vom 24.01.1992, Az.: V ZR 274/90, u.a. in: NJW 1992, Seiten 1389 f.; LG Bonn, Urteil vom 16.01.2013, Az.: 7 O 181/12, u.a. in: BeckRS 2013, Nr.: 17420 = "juris", LG Dessau-Roßlau, Urteil vom 10.05.2012, Az.: 1 S 22/12, u.a. in: NJW-RR 2013, Seiten 87 ff.; Heinrichsmeier, JuS 2010, Seiten 998/1003 f.; Martinek, Die Biene 1994, Heft 10, Seiten 584 ff. [Teil 1] und Heft 11, Seiten 641 ff. [Teil 2]).

    Dieser vom Bundesgerichtshof für § 823 BGB ausgesprochene Rechtssatz (BGH, Urteil vom 02.03.1984, Az.: V ZR 54/83, u.a. in: NJW 1984, Seiten 2207 ff.) muss ebenso für die Tierhalterhaftung nach § 833 BGB gelten, weil die Rechtswidrigkeit im Bereich der unerlaubten Handlungen nicht unterschiedlich beantwortet werden kann (BGH, Urteil vom 24.01.1992, Az.: V ZR 274/90, u.a. in: NJW 1992, Seiten 1389 f.; OLG Celle, Urteil vom 12.04.1988, Az.: 4 U 278/85, u.a. in: AgrarR 1990, Seiten 198 ff.; OLG Köln, Urteil vom 03.10.1967, Az.: 13 U 67/67, u.a. in: RdL 1968, Seiten 46 ff.; OLG Koblenz, RdL 1986, Seite 325; LG Dessau-Roßlau, Urteil vom 10.05.2012, Az.: 1 S 22/12, u.a. in: NJW-RR 2013, Seiten 87 ff.; AG Augsburg, Urteil vom 19.12.1997, Az.: 2 C 2757/97, u.a. in: BeckRS 2009, Nr.: 08249 = "juris").

    43 Kann somit der Kläger die von ihm behauptete Einwirkung durch die Honig-Bienen des Beklagten nicht als Eigentumsbeeinträchtigung abwehren (§ 1004 Abs. 2 in Verbindung mit § 906 BGB), so kann der Beklagte auch grundsätzlich nicht nach § 833 BGB zum Schadensersatz aufgrund des Bienen-Flugs verpflichtet sein (BGH, Urteil vom 24.01.1992, Az.: V ZR 274/90, u.a. in: NJW 1992, Seiten 1389 f.; LG Bonn, Urteil vom 16.01.2013, Az.: 7 O 181/12, u.a. in: BeckRS 2013, Nr.: 17420 = "juris"; LG Dessau-Roßlau, Urteil vom 10.05.2012, Az.: 1 S 22/12, u.a. in: NJW-RR 2013, Seiten 87 ff.; AG Augsburg, Urteil vom 19.12.1997, Az.: 2 C 2757/97, u.a. in: BeckRS 2009, Nr.: 08249 = "juris"; Schwendner, Handbuch Bienenrecht 1989, 1. Teil, Seite 12; Schüßler, Deutsches Bienenrecht 1934, Seite 136; Keßler, JW 1933, Seite 2951).

    Dies entspricht bereits der Rechtsprechung des Reichsgerichts (RG, Urteil vom 23.09.1884, Az.: III 119/84, u.a. in: RGZ Band 12, Seiten 173 ff.; RG, Urteil vom 20.09.1933, Az.: V 153/33, u.a. in: RGZ Band 141, Seiten 406 ff.; RG, Urteil vom 19.11.1938, Az.: VI 127/38, u.a. in: RGZ Band 159, Seiten 388 ff. = JW 1939, Seiten 288 f.; RG, Urteil vom 22.06.1939, Az.: V 212/38, u.a. in: RGZ Band 160, Seiten 381 ff.) und nunmehr auch des Bundesgerichtshofes (BGH, Urteil vom 24.01.1992, Az.: V ZR 274/90, u.a. in: NJW 1992, Seiten 1389 f.; BGH, Urteil vom 28.02.1955, Az.: III ZR 136/54, u.a. in: BGHZ 16, Seiten 366 ff. = NJW 1955, Seiten 747 f.) sowie der übrigen Instanz-Gerichte (OLG Bamberg, Urteil vom 16.09.1991, Az.: 4 U 15/91, u.a. in: NJW-RR 1992, Seiten 406 ff.; OLG Hamm, Urteil vom 03.07.1989, Az.: 22 U 204/88, u.a. in: MDR 1989, Seite 993; OLG Celle, Urteil vom 12.04.1988, Az.: 4 U 278/85, u.a. in: AgrarR 1990, Seiten 198 ff. = BeckRS 1988, Nr.: 31137453; OLG Köln, Urteil vom 03.10.1967, Az.: 13 U 67/67, u.a. in: RdL 1968, Seiten 46 ff.; OLG Stuttgart, OLGE 26, Seite 23; OLG München, HRR 1932, Nr. 447; OLG Kiel, Urteil vom 17.07.1920, Az.: II 173/20, u.a. in: SeuffArchiv 76 [1921], Nr. 115, Seiten 185 ff.; LG Bonn, Urteil vom 16.01.2013, Az.: 7 O 181/12, u.a. in: BeckRS 2013, Nr.: 17420 = "juris"; LG Dessau-Roßlau, Urteil vom 10.05.2012, Az.: 1 S 22/12, u.a. in: NJW-RR 2013, Seiten 87 ff.; LG Dresden, Urteil vom 07.07.2011, Az.: 2 S 39/11; LG Memmingen, Urteil vom 25.02.1987, Az.: 1 S 550/86, u.a. in: NJW-RR 1987, Seiten 530 f.; AG Dippoldiswalde, Urteil vom 26.11.2010, Az.: 3 C 412/09 AG Augsburg, Urteil vom 19.12.1997, Az.: 2 C 2757/97, u.a. in: BeckRS 2009, Nr.: 08249 = "juris") und auch teilweise der Rechtsprechung in den Staaten der europäischen Union (OGH Österreichs, Beschluss vom 14.01.1997, Az.: 4Ob2347/96t) sowie auch der Literatur (Figge, RdL 1953, Seiten 172 f.; Schüßler, Deutsches Bienenrecht 1934, Seite 83; Schwendner, Handbuch Bienenrecht 1989, 1. Teil A, Seite 12; Jauernig, JZ 1986, Seiten 605 f.).

    Weiter führt nur der Gesetzeszweck (BGH, Urteil vom 24.01.1992, Az.: V ZR 274/90, u.a. in: NJW 1992, Seiten 1389 f.; OLG Celle, Urteil vom 12.04.1988, Az.: 4 U 278/85, u.a. in: AgrarR 1990, Seiten 198 ff. = BeckRS 1988, Nr.: 31137453; OLG Köln, Urteil vom 03.10.1967, Az.: 13 U 67/67, u.a. in: RdL 1968, Seiten 46 ff.; OLG Stuttgart, OLGE 26, Seite 23; OLG München, HRR 1932, Nr. 447; LG Dessau-Roßlau, Urteil vom 10.05.2012, Az.: 1 S 22/12, u.a. in: NJW-RR 2013, Seiten 87 ff.; LG Dresden, Urteil vom 07.07.2011, Az.: 2 S 39/11).

    Die von § 906 BGB erfassten Einwirkungen stimmen darin überein, dass sie in ihrer Ausbreitung weitgehend unkontrollierbar und unbeherrschbar sind, in ihrer Intensität schwanken und damit andere Grundstücke überhaupt nicht, unwesentlich oder wesentlich beeinträchtigen können (BGH, Urteil vom 24.01.1992, Az.: V ZR 274/90, u.a. in: NJW 1992, Seiten 1389 f.; OLG Celle, Urteil vom 12.04.1988, Az.: 4 U 278/85, u.a. in: AgrarR 1990, Seiten 198 ff. = BeckRS 1988, Nr.: 31137453; OLG Köln, Urteil vom 03.10.1967, Az.: 13 U 67/67, u.a. in: RdL 1968, Seiten 46 ff.; OLG Stuttgart, OLGE 26, Seite 23; OLG München, HRR 1932, Nr. 447; LG Dessau-Roßlau, Urteil vom 10.05.2012, Az.: 1 S 22/12, u.a. in: NJW-RR 2013, Seiten 87 ff.; LG Dresden, Urteil vom 07.07.2011, Az.: 2 S 39/11; AG Augsburg, Urteil vom 19.12.1997, Az.: 2 C 2757/97, u.a. in: BeckRS 2009, Nr.: 08249 = "juris"; Jauernig, JZ 1986, Seite 608).

    Wollte man dies anders sehen, wäre eine sachgemäße Bienenhaltung so gut wie ausgeschlossen (BGH, Urteil vom 24.01.1992, Az.: V ZR 274/90, u.a. in: NJW 1992, Seiten 1389 f.; RG, Urteil vom 20.09.1933, Az.: V 153/33, u.a. in: RGZ Band 141, Seiten 406 ff.; OLG Celle, Urteil vom 12.04.1988, Az.: 4 U 278/85, u.a. in: AgrarR 1990, Seiten 198 ff. = BeckRS 1988, Nr.: 31137453; OLG Köln, Urteil vom 03.10.1967, Az.: 13 U 67/67, u.a. in: RdL 1968, Seiten 46 ff.; OLG Stuttgart, OLGE 26, Seite 23; OLG München, HRR 1932, Nr. 447; LG Bonn, Urteil vom 16.01.2013, Az.: 7 O 181/12, u.a. in: BeckRS 2013, Nr.: 17420 = "juris", LG Dessau-Roßlau, Urteil vom 10.05.2012, Az.: 1 S 22/12, u.a. in: NJW-RR 2013, Seiten 87 ff.; LG Dresden, Urteil vom 07.07.2011, Az.: 2 S 39/11; AG Dippoldiswalde, Urteil vom 26.11.2010, Az.: 3 C 412/09; AG Augsburg, Urteil vom 19.12.1997, Az.: 2 C 2757/97, u.a. in: BeckRS 2009, Nr.: 08249 = "juris").

    48 Die Bienenhaltung des Beklagten in einer kleinen Gemeinde im ländlichen Bereich ist auch ortsüblich (BGH, Urteil vom 24.01.1992, Az.: V ZR 274/90, u.a. in: NJW 1992, Seiten 1389 f.; OGH Österreichs, Beschluss vom 14.01.1997, Az.: 4Ob2347/96t; OLG Celle, Urteil vom 12.04.1988, Az.: 4 U 278/85, u.a. in: AgrarR 1990, Seiten 198 ff. = BeckRS 1988, Nr.: 31137453; OLG Köln, Urteil vom 03.10.1967, Az.: 13 U 67/67, u.a. in: RdL 1968, Seiten 46 ff.; LG Bonn, Urteil vom 16.01.2013, Az.: 7 O 181/12, u.a. in: BeckRS 2013, Nr.: 17420 = "juris" LG Dresden, Urteil vom 07.07.2011, Az.: 2 S 39/11; LG Memmingen, Urteil vom 25.02.1987, Az.: 1 S 550/86, u.a. in: NJW-RR 1987, Seiten 530 f.; LG München I, Urteil vom 16.04.1986, Az.: 15 S 22975/85, in: Schwendner, Handbuch Bienenrecht 1989, Nr. 2.5, Seiten 85 ff.; LG Lübeck, Urteil vom 08.10.1969, Az.: 6 S 21/69, u.a. in: VersR 1970, Seite 959; LG Kiel, Urteil vom 21.05.1965, Az.: 8 S 201/64, u.a. in: MDR 1966, Seiten 412 f.; AG Günzburg, Urteil vom 27.08.1986, Az.: C 812/85, in: Schwendner, Handbuch Bienenrecht 1989, Nr. 1.5, Seiten 47 ff.; AG München, Urteil vom 11.10.1985, Az.: 11 C 6949/85, in: Schwendner, Handbuch Bienenrecht 1989, Nr. 2.4, Seiten 83 ff.; AG Hamburg-Blankenese, ZMR 1960, Seite 204; Martinek, Die Biene 1994, Heft 10, Seiten 584 ff. [Teil 1] und Heft 11, Seiten 641 ff. [Teil 2]).

    53 Ob nach den neueren Entscheidungen des Bundesgerichtshofs (BGH, Urteil vom 20.11.1992, Az.: V ZR 82/91, u.a. in: NJW 1993, Seiten 925 f.; BGH, Urteil vom 24.01.1992, Az.: V ZR 274/90, u.a. in: NJW 1992, Seiten 1389 f.; Martinek, Die Biene 1994, Heft 10, Seiten 584 ff. [Teil 1] und Heft 11, Seiten 641 ff. [Teil 2]) aufgrund eines veränderten Umweltbewusstseins der Menschen und der in den in den neueren Naturschutzgesetzen verankerte Grundsätze Personen nunmehr ggf. selbst in Großstädten mit einer Bienenhaltung rechnen müssen (vgl. LG Bonn, Urteil vom 16.01.2013, Az.: 7 O 181/12, u.a. in: BeckRS 2013, Nr.: 17420 = "juris"), kann vorliegend jedoch dahingestellt bleiben, da in einer ländlichen Umgebung - so wie hier - grundsätzlich jede Person mit einer Bienenhaltung rechnen muss (BGH, Urteil vom 24.01.1992, Az.: V ZR 274/90, u.a. in: NJW 1992, Seiten 1389 f.; OGH Österreichs, Beschluss vom 14.01.1997, Az.: 4Ob2347/96t; LG Bonn, Urteil vom 16.01.2013, Az.: 7 O 181/12, u.a. in: BeckRS 2013, Nr.: 17420 = "juris" LG Dresden, Urteil vom 07.07.2011, Az.: 2 S 39/11; LG Memmingen, Urteil vom 25.02.1987, Az.: 1 S 550/86, u.a. in: NJW-RR 1987, Seiten 530 f.; LG Lübeck, Urteil vom 08.10.1969, Az.: 6 S 21/69, u.a. in: VersR 1970, Seite 959; AG Dippoldiswalde, Urteil vom 26.11.2010, Az.: 3 C 412/09), weil der Flug der Bienen für die Befruchtung der Felder und Blüten von großem Vorteil ist.

    55 Die daraus folgenden Einwirkungen auf das Grundstück der Zeugen W... können mit wirtschaftlich zumutbaren Maßnahmen vom Beklagten im Übrigen auch nicht verhindert werden (§ 906 Abs. 2 Satz 1 BGB; BGH, Urteil vom 24.01.1992, Az.: V ZR 274/90, u.a. in: NJW 1992, Seiten 1389 f.; OGH Österreichs, Beschluss vom 14.01.1997, Az.: 4Ob2347/96t; LG Bonn, Urteil vom 16.01.2013, Az.: 7 O 181/12, u.a. in: BeckRS 2013, Nr.: 17420 = "juris").

    Da die Bienenhaltung in einem ländlich geprägten Gebiet - so wie hier - (und mehr und mehr auch in städtischen Gebieten) aber als üblich anzusehen ist, kann ein Nachbar die von der Klägerseite hier behaupteten Einwirkungen durch den Flug der Bienen des Beklagten auch in der Regel nicht abwehren (BGH, Urteil vom 24.01.1992, Az.: V ZR 274/90, u.a. in: NJW 1992, Seiten 1389 f.; LG Dresden, Urteil vom 07.07.2011, Az.: 2 S 39/11).

  • BGH, 19.07.2019 - V ZR 177/17

    Zu Duldungspflichten privater Waldeigentümer hinsichtlich ausgewilderter Wisente

    aa) Nach der Rechtsprechung des Senats zum Nachbarschaftsrecht scheidet eine deliktische Haftung aus § 833 BGB aus, wenn der Eigentümer die Beeinträchtigung seines Eigentums gemäß § 1004 Abs. 2 i.V.m. § 906 BGB nicht abwehren kann (vgl. Senat, Urteil vom 24. Januar 1992 - V ZR 274/90, BGHZ 117, 110, 111 f.).
  • OLG Karlsruhe, 13.12.2013 - 9 U 184/11

    Nachbarrecht: Duldung der Blendung durch Photovoltaikanlage auf dem Dach des

    (Vgl. BGH, NJW 1959, 1632; BGHZ 38, 61; BGH, NJW 1992, 1389; BGH, NJW 1993, 925; LG Heidelberg, NZM 2010, 919; Palandt/Bassenge, aaO, § 906 BGB Rn. 23; missverständlich hingegen die Formulierungen von Fritzsche in Bamberger/Roth, BGB, 3. Auflage 2012, § 906 BGB Rn. 56; unklar OLG Stuttgart, Urteil vom 30.04.2013 - 3 U 46/13 -, Rn. 24, zitiert nach Juris.) Die für die Klägerin störende Anlage auf dem Dach des Nachbarhauses wäre mithin nur dann "ortsüblich" im Sinne des Gesetzes, wenn von anderen Photovoltaikanlagen im selben Ort, bzw. im selben Wohngebiet, Blendwirkungen auf Nachbarhäuser in ungefähr gleicher Art und gleicher Intensität ausgehen würden.
  • BayObLG, 15.04.2004 - 2Z BR 221/03

    Eintragungsfähigkeit einer Grunddienstbarkeit mit Duldungspflicht

    (2) Unter dem im zivilen Nachbarrecht gebräuchlichen Begriff der Einwirkungen (vgl. § 906 BGB) fallen ohne Beschränkung auf unwägbare Stoffe alle grenzüberschreitenden Immissionen, die in ihrer Ausbreitung weitgehend unkontrollierbar und unbeherrschbar sind (BGHZ 117, 110) und denen gesundheits- oder sachschädigende Wirkung zukommen kann (Palandt/Bassenge BGB 63. Aufl. § 906 Rn. 5; siehe auch § 3 Abs. 2 BImSchG).
  • LG Dessau-Roßlau, 10.05.2012 - 1 S 22/12

    Schadensersatzansprüche bei Verschmutzungen eines Grundstücks infolge eines

    Aus dieser Duldungspflicht bzw. dem Fehlen eines Verbietungsrechtes der Kläger folgt, dass die Einwirkung nicht rechtswidrig i. S. d. §§ 823 ff. BGB ist (BGH, NJW 1992, 1389; NJW-RR 2000, 537; Palandt/Bassenge, 71. Aufl., § 906 BGB, Rn. 14).

    Diese Bewertung entspricht auch dem Sinn und Zweck des § 906 BGB, der das dem Eigentümer grundsätzlich zustehende Ausschließungsrecht (§ 903 BGB) mit den Bedürfnissen des praktischen Lebens in Einklang bringen will (RGZ 141, 406, 408 f.; BGH, Urteil vom 24.01.1992, Az. V ZR 274/90, juris-Rn. 7).

    Der abstrakte Ausgangspunkt dieses klägerischen Gedankengangs ist richtig: Unter § 906 BGB fallen grenzüberschreitende Einwirkungen, die in ihrer Ausbreitung weitgehend unkontrollierbar und unbeherrschbar sind (BGH, NJW 1992, 1389).

  • OLG Rostock, 13.05.2009 - 3 U 3/08

    Nachbarschutz: Unterlassungs- und Beseitigungsanspruch gegen Emissionen durch

    Unter § 906 BGB fallen ohne Beschränkung auf unwägbare Stoffe grenzüberschreitende Einwirkungen, die in ihrer Ausbreitung weitgehend unkontrollierbar und unbeherrschbar sind (BGH, Urt. v. 24.01.1992, V ZR 274/90, NJW 1992, 1389).
  • OLG Zweibrücken, 29.01.2001 - 7 U 161/00

    Begriff der grenzüberschreitenden Einwirkung; Skybeamer- Lichtstrahlen

    Zu den Einwirkungen i.S.v. § 906 gehören nämlich solche, die in ihrer Ausbreitung weitgehend unkontrollierbar und unbeherrschbar sind (BGHZ 117, 110, 112), damit grundsätzlich also auch Licht.
  • OLG Brandenburg, 30.07.2009 - 5 U 96/08

    Nachbarrechtlicher Ausgleichsanspruch: Erforderliche Darlegung einer unzumutbaren

    b) Es kann aber bereits nicht festgestellt werden, dass es sich bei den Beeinträchtigungen um wesentliche handelt, die eine ortsübliche Benutzung des Grundstücks der Klägerin oder dessen Ertrag über das zumutbare Maß hinaus beeinträchtigen; darlegungs- und beweisbelastet ist insoweit die Klägerin (BGHZ 117, 110, 113; Münchener Kommentar/Medicus, a.a.O., Rn. 144).
  • LG Saarbrücken, 30.05.2008 - 12 S 7/07

    Rechtsschutzversicherung: Deckungsschutz für einen Ausgleichsanspruch wegen

    Auf diese Weise begrenzt die Duldungspflicht die Gefährdungshaftung nach § 114 BBergG ebenso wie die Haftung aus unerlaubter Handlung; insoweit ist anerkannt, dass die Duldungspflicht unerlaubten Handlungen die Rechtswidrigkeit und damit der Schadensersatzverpflichtung die Grundlage nimmt (vgl. etwa BGH, Urteil vom 24. Januar 1992, V ZR 274/90, BGHZ 117, 110 = NJW 1992, 1389, unter 1. m. Nachw.).
  • AG Kandel, 29.06.2009 - 1 C 5/09

    Zur Frage, wieviel Bienenvölker auf einem Nachbargrundstück geduldet werden

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