Rechtsprechung
   BGH, 19.10.1993 - VI ZR 20/93   

Volltextveröffentlichungen (8)

  • Jurion

    Ersatztaxi - Unverhältnismäßige Kosten - Verdienstausfall - Schadensminderung - Marktpreis

  • iurado.de (Kurzinformation und Volltext)

    Keine Unverhältnismäßigkeit bei Anmietung eines Ersatzfahrzeuges für verunfalltes Nutzfahrzeuges trotz den Verdienstausfall übersteigender Mietwagenkosten; § 251 BGB

  • RA Kotz

    Verkehrsunfall - Taxiunternehmer - Anmietung Ersatztaxi

  • rechtsportal.de(Abodienst, kostenloses Probeabo)

    BGB § 251
    Unverhältnismäßigkeit von Mietwagenkosten bei unfallbeschädigtem Taxi

  • juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)

Kurzfassungen/Presse

  • verkehrslexikon.de (Auszüge)

    Zur Verhältnismäßigkeitsgrenze bei Anmietung eines Ersatztaxis für unfallgeschädigtes Taxi - Verweisung auf Verdienstausfallschaden

Papierfundstellen

  • NJW 1993, 3321
  • NJW-RR 1994, 607 (Ls.)
  • MDR 1994, 37
  • NZV 1994, 21
  • VersR 1994, 64



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Wird zitiert von ... (33)  

  • BGH, 27.10.2015 - VI ZR 23/15  

    Schadensersatz bei Verletzung eines Tieres: Verhältnismäßigkeit der

    Immer bedarf es einer wertenden Gesamtbetrachtung aller Umstände des konkreten Einzelfalls (vgl. Senatsurteile vom 3. Dezember 1974 - VI ZR 1/74, BGHZ 63, 295, 299 ff. und vom 19. Oktober 1993 - VI ZR 20/93, VersR 1994, 64, 65 f.; BGH, Urteile vom 26. Oktober 1972 - VII ZR 181/71, BGHZ 59, 365, 367 und vom 4. April 2014 - V ZR 275/12, BGHZ 200, 350 Rn. 41, 45).

    bb) Die Beurteilung, ob danach die Voraussetzungen des § 251 Abs. 2 BGB vorliegen, ist in erster Linie Angelegenheit tatrichterlicher Würdigung in Anwendung des § 287 Abs. 1 ZPO (vgl. Senatsurteile vom 17. November 1961 - VI ZR 66/61, VersR 1962, 137, 138; vom 13. Mai 1975 - VI ZR 85/74, VersR 1975, 1047; vom 8. Dezember 1987 - VI ZR 53/87, BGHZ 102, 323, 330; vom 19. Oktober 1993 - VI ZR 20/93, VersR 1994, 64, 65).

  • BGH, 09.12.2008 - VI ZR 173/07  

    Bemessung des Schadens bei der Vernichtung eines Datenbestandes auf der

    Will der Schädiger mit seiner Ersetzungsbefugnis aus § 251 Abs. 2 Satz 1 BGB den vom Geschädigten geltend gemachten Anspruch auf Naturalrestitution aus § 249 BGB wegen Unverhältnismäßigkeit auf den Wertersatz begrenzen, trägt er nach allgemeinen Grundsätzen - weil für ihn günstig - die Darlegungs- und Beweislast für das Vorliegen der Voraussetzungen des § 251 Abs. 2 Satz 1 BGB (vgl. MünchKomm/Oetker, BGB, 5. Aufl., § 251 Rn. 73; Erman/Kuckuk, BGB, 11. Aufl., § 251 Rn. 28; Lange/Schiemann, Schadensersatz, 3. Aufl., § 5 VII 8. S. 243; Baumgärtl/Laumen/Prütting, Handbuch der Beweislast, 3. Aufl., § 251 Rn. 2; Senatsurteil vom 19. Oktober 1993 - VI ZR 20/92 - VersR 1994, 64, 65) .
  • BGH, 12.10.2004 - VI ZR 151/03  

    Unfallersatztarife auf dem Prüfstand

    So ist der Anspruch auf Schadensersatz bei Beschädigung eines gewerblich genutzten Kraftfahrzeugs durch § 251 Abs. 2 BGB begrenzt (vgl. Senatsurteile vom 4. Dezember 1984 - VI ZR 225/82 - aaO und vom 19. Oktober 1993 - VI ZR 20/93 - VersR 1994, 64, 65).
  • OLG Düsseldorf, 24.03.2015 - 1 U 42/14  

    Frauenhofer-Marktpreisspiegel vorzugswürdige Schätzungsgrundlage zur

    Unbeschadet dessen hatte die Klägerin nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofes ohnehin das Recht, mit einem vollständigen Fuhrpark zu disponieren (BGH Urteil vom 19.10.1993, Az. VI ZR 20/93, NJW 1993, 3321; Urteil vom 04.12.1984, Az. VI ZR 225/82, NJW 1985, 793).
  • AG Brandenburg, 18.04.2016 - 31 C 204/15  

    Fitnessstudio-Vertrag wird gekündigt: Höhe der ersparten Aufwendungen?

    Da die Höhe des Schadensersatzanspruchs für den Fall der außerordentlichen Kündigung durch den Kläger in den AGB des Klägers jedoch nicht geregelt ist, bemisst sich der Schadensersatzanspruch wegen des entgangenen Gewinns des Klägers hier nach der Summe der noch ausstehenden bzw. infolge der Kündigung entgehenden Entgelte, die jedoch um einen Abzinsfaktor sowie um ersparte Aufwendungen zu verringern sind (BGH, Urteil vom 02.02.2010, Az.: VI ZR 139/08, u. a. in: NJW 2010, Seiten 1445 ff.; BGH, Urteil vom 27.10.2005, Az.: III ZR 59/05, u. a. in: NZM 2005, Seite 961; BGH, NJW 1993, Seiten 3321 ff.; AG Bremen, Urteil vom 16.10.2014, Az.: 10 C 47/14; AG Husum, Urteil vom 14.05.2009, Az.: 2 C 664/08; Grüneberg, in: Palandt BGB-Komm., 75. Aufl. 2016, § 314 BGB, Rn. 11).

    Jene können je nach der Art der vereinbarten Leistung (vgl. hierzu u. a.: BGH, Urteil vom 02.02.2010, Az.: VI ZR 139/08, u. a. in: NJW 2010, Seiten 1445 ff.; BGH, Urteil vom 27.10.2005, Az.: III ZR 59/05, u. a. in: NZM 2005, Seite 961; BGH, NJW 1993, Seiten 3321 ff.; OLG Düsseldorf, Urteil vom 21.04.2015, Az.: I-1 U 114/14; OLG Nürnberg, VersR 2001, Seite 208; OLG Düsseldorf, NJW-RR 1991, Seite 1143; OLG Köln, NZM 1998, Seite 514; OLG Düsseldorf, OLGZ 1986, Seiten 65 ff. = ZMR 1985, Seiten 382 f.; LG Nürnberg-Fürth, Urteil vom 29.10.2015, Az.: 8 O 6456/14; LG Nürnberg-Fürth, NJW-RR 2015, Seiten 1373 ff.; LG Münster, Beschluss vom 22.02.2011, Az.: 6 T 48/10; LG Hamburg, ZMR 2011, Seite 638; AG Recklinghausen, Urteil vom 06.08.2014, Az.: 51 C 159/14; AG Hamburg, WuM 2014, Seiten 718 ff.; AG Hamburg-Harburg, ZMR 2011, Seite 300) mit 3% bis 10%, aber auch teilweise mit bis zu 30% in Ansatz gebracht werden.

  • BGH, 26.10.2004 - VI ZR 300/03  

    Unfallersatztarife auf dem Prüfstand

    So ist der Anspruch auf Schadensersatz bei Beschädigung eines gewerblich genutzten Kraftfahrzeugs durch § 251 Abs. 2 BGB begrenzt (vgl. Senatsurteile vom 4. Dezember 1984 - VI ZR 225/82 - aaO und vom 19. Oktober 1993 - VI ZR 20/93 - VersR 1994, 64, 65).
  • OLG Frankfurt, 25.10.2016 - 16 U 167/15  

    Verkehrsunfall: Abwägung - Anscheinsbeweis bei Verstoß gegen § 14 Abs. 1 StVO

    Demnach ist die von der Klägerin nach § 249 Abs. 1, Abs. 2 S. 1 BGB begehrte Naturalrestitution (Herstellung) durch Anmietung eines Miettaxis nicht nach § 251 Abs. 2 BGB wegen Überschreitung der Verhältnismäßigkeitsgrenze ausgeschlossen (vgl. dazu grundlegend BGH, Urteil vom 19.10.1993, VI ZR 20/93, NJW 1993, 3321).
  • LG Nürnberg-Fürth, 29.10.2015 - 8 O 6456/14  

    Ersatzfähigkeit hoher Kosten für Ersatztaxi

    Ebenso sind auch dessen sonstige schutzwürdige Belange zu berücksichtigen, z. B. sein Anliegen, den guten Ruf seines Betriebes nicht zu gefährden, mit vollem Wagenpark disponieren zu können, die sachliche Restkapazität an Kraftfahrzeugen nicht übermäßig beanspruchen zu müssen usw. (BGH VersR 1985, 283; weitere Faktoren s. BGH VersR 1994, 64).

    Eine "Regelgrenze" (von z. B. 200% Mietwagenkosten gegenüber entgangenem Gewinn) gibt es nicht (BGH VersR 1994, 64).

    Ausgangspunkt für die damit vorzunehmende Vergleichsbetrachtung sind einerseits die um ersparte Eigenaufwendungen gekürzten Mietwagenkosten (BGH r+s 1994, 137).

    Pauschalierend ist es zulässig, vom Bruttoumsatz die Mehrwertsteuer sowie ersparte Betriebskosten mit pauschal 30% in Absatz zu bringen (BGH r+s 1994, 137).

    Lohnkosten für beschäftigte Taxifahrer/innen sind bei der Vergleichsberechnung nur dann in Absatz zu bringen, wenn der Geschädigte solche Kosten tatsächlich erspart hat - andernfalls handelt es sich um leistungsunabhängige festen Kosten (BGH r+s 1985, 62; BGH r+s 1994, 137; KG NZV 2005, 146).

    Die Inanspruchnahme eines Mietwagens war damit aus Sicht eines wirtschaftlich denkenden Geschädigten aus der maßgebenden Sicht ex ante nicht unternehmerisch geradezu unvertretbar (Unverhältnismäßigkeit z. B. noch verneint bei 212%: OLG Düsseldorf, 19.11.2007 - 1 U 99/07, juris; BGH VersR 1994, 64: 283%).

  • LG Saarbrücken, 05.04.2012 - 13 S 15/12  
    Die Grenze des § 251 Abs. 2 BGB ist deshalb nicht schon dann überschritten, wenn die Kosten für die Inanspruchnahme eines Mietwagens den ansonsten drohenden Gewinnausfall (sei es auch erheblich) übersteigen, sondern erst dann, wenn die Anmietung des Ersatztaxis für einen wirtschaftlich denkenden Geschädigten aus der maßgeblichen vorausschauenden Sicht unternehmerisch geradezu unvertretbar ist, was nur ausnahmsweise der Fall sein wird (st. Rspr.; vgl. BGH, Urteile vom 04.12.1984 - VI ZR 225/82, VersR 1985, 283, und vom 19.10.1993 - VI ZR 20/93, VersR 1994, 64).

    Die Erstrichterin ist dabei zutreffend davon ausgegangen, dass für die Frage der Beurteilung der Unverhältnismäßigkeit i.S.d. § 251 Abs. 2 BGB eine Gegenüberstellung der um den Umsatzsteueranteil und die ersparten Eigenaufwendungen gekürzten Mietwagenkosten mit dem Gewinn erfolgen darf, den der geschädigte Taxiunternehmer durch den Einsatz des angemieteten Fahrzeuges tatsächlich erwirtschaftet hat und den der Schädiger wertmäßig nach § 251 Abs. 2 BGB zu ersetzen hätte (vgl. BGH, Urteile vom 04.12.1984 aaO und 19.10.1993 aaO; KG, Urteil vom 27.03.2000 - 12 U 6791/98, juris; KG, ZfS 2004, 560).

    (1) Die Feststellung der Unverhältnismäßigkeit i.S.d. § 251 Abs. 2 BGB ist in Fällen wie dem vorliegenden davon abhängig, ob die Entscheidung zur Herstellung, also zur Naturalrestitution, aus der vorausschauenden Sicht eines vernünftig handelnden Unternehmers unvertretbar erscheint (vgl. BGH, Urteile vom 04.12.1984 aaO und vom 19.10.1993 aaO).

    ee) Ein solches Verhältnis legt zwar grundsätzlich die Annahme nahe, dass die Anmietung eines Ersatztaxis unvertretbar war (vgl. dazu auch die Fallgestaltungen in: BGH, Urteil vom 19.10.1993 aaO für eine Überschreitung um 283%; OLG Karlsruhe, NZV 1989, 71, für 239%; OLG Nürnberg, NJW-RR 1990, 984, für 290%; LG Wiesbaden, Schaden-Praxis 2011, 258, für 166%; LG Mainz, Urteil vom 28.06.2011 - 3 S 185/10 - für 300%).

  • LG Duisburg, 16.08.2013 - 10 O 36/12  

    Zur Erstattungsfähigkeit von Mietwagenkosten eines gewerblich genutzen Fahrzeugs

    Der BGH hat ausdrücklich entschieden, dass es sich bei dem Anliegen des Unternehmers, mit vollem Wagenpark disponieren zu können und die Kapazität der verbliebenen Fahrzeuge nicht übermäßig beanspruchen z müssen u schützenswerte Interessen u m handele (BGH NJW 1993, 3321).

    Dem ist der (konkrete) Gewinn gegenüberzustellen, den die Klägerin durch Einsatz des angemieteten Fahrzeugs erwirtschaftet hat (BGH, Urt. v. 19.10.1993, Az. VI ZR 20/93, Rdn. 16).

    Dies ist in der höchstrichterlichen Rechtsprechung anerkannt (BGH NJW 1993, 3321).

    Der BGH hat in diesem Zusammenhang klargestellt, dass es auch ein schützenswertes Anliegen des Unternehmers darstellen könne, mit vollem Wagenpark disponieren zu können (BGH NJW 1993, 3321).

  • OLG Düsseldorf, 10.04.2018 - 1 U 86/17  

    Haftungsverteilung bei Kollision eines Linksabbiegers mit einem überholenden

  • OLG Düsseldorf, 19.11.2007 - 1 U 99/07  

    Ersatzfähigkeit der Mietwagenkosten für eine bestimmte Mietzeit i.R.e.

  • KG, 16.08.2004 - 12 U 115/03  

    Schadensersatz bei Kfz-Unfall: Summe von Reparaturkosten und Minderwert höher als

  • LG Görlitz, 01.08.1995 - 1 O 144/95  
  • OLG Düsseldorf, 26.11.2013 - 1 U 21/13  

    Feststellung einer Vorfahrtverletzung nach den Grundsätzen des Beweises des

  • OLG Bamberg, 03.05.2011 - 5 U 144/10  

    Schadensersatz bei Verkehrsunfall: Mietwagenkosten bei Anmietung eines

  • KG, 30.08.2004 - 12 U 283/03  

    Schadensersatz bei Kfz-Unfall: Unverhältnismäßige Mietkosten für Anmietung eines

  • OLG Köln, 26.08.1996 - 12 U 65/96  

    Zur Darlegungs- u. Beweislast des Taxiunternehmers bei der Geltendmachung von

  • LG Rottweil, 10.11.2014 - 1 O 66/12  

    Zur Angemessenheit der Anmietung eines gewerblichen Mietfahrzeuges nach einem

  • LG Stendal, 20.10.2005 - 22 S 86/05  

    Höhe des Freistellungsanspruchs bei Anmietung eines Mietfahrzeugs zum sog.

  • LG Nürnberg-Fürth, 22.07.2015 - 8 S 7887/14  

    Schätzung der Eigenersparnis bei Miettaxi

  • OLG Jena, 25.09.2013 - 7 U 180/13  

    Keine Verzinsung von Gerichtskostenvorschüssen vor Kostenfestsetzung!

  • OLG München, 29.10.2010 - 10 U 2892/09  

    Schadensersatz bei Verkehrsunfall eines Taxifahrzeugs: Ersatzfähige Kosten eines

  • OLG Düsseldorf, 14.02.2012 - 1 U 225/10  
  • OLG Köln, 18.02.2000 - 19 U 60/99  

    Keinen Mietwagen für Kfz-Handel mit 15 Vorführwagen

  • LG Saarbrücken, 09.10.2015 - 13 S 47/15  

    Umsatzsteuerliche Auswirkungen einer Ersatzfahrzeugbeschaffung auf den

  • OLG Frankfurt, 23.05.2006 - 9 U 69/05  

    Schadensersatz bei Kfz-Unfall: Erstattungsfähigkeit von Mietwagenkosten bei

  • AG Stuttgart-Bad Cannstatt, 11.02.2013 - 8 C 2058/12  
  • LG Karlsruhe, 17.12.2012 - 8 O 285/12  

    Schadensersatz bei Kfz-Unfall: Erstattungsfähigkeit der Mietwagenkosten bei

  • LG Essen, 25.09.2012 - 15 S 293/11  

    Erstattungsfähigkeit der Kosten der Anmietung eines Ersatz-Taxis nach

  • LG Dortmund, 19.10.2011 - 21 O 322/10  

    Tagessatz von 280,00 EUR als erforderlicher Preis von Miettaxikosten; Auswirkung

  • AG Siegburg, 01.03.2006 - 113 C 26/04  
  • AG Wangen, 08.05.2014 - 4 C 106/14  
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