Rechtsprechung
   BGH, 12.12.2001 - 3 StR 303/01   

Unaufgeklärter Tötungshergang

§§ 212, 15 StGB, "unwesentliche Abweichung vom Kausalverlauf" nur, wenn der Täter bei der Tötungshandlung schon (aus seiner Sicht) zum Versuch angesetzt hatte (§§ 22, 23 StGB)

Volltextveröffentlichungen (8)

  • HRR Strafrecht

    § 22 StGB; § 15 StGB; § 261 StPO; § 211 StGB; § 227 StGB; § 16 Abs. 1 Satz 1 StGB
    Unmittelbares Ansetzen (Tatplan; Eigendynamik nach Vorbereitungshandlungen; Ausschaltung der Verteidigungsmöglichkeiten des Opfers; wesentliche Zwischenschritte bei mehraktig geplantem Tatgeschehen); Versuch; Vorsatz; Alternativität; Irrtum über den Kausalverlauf (unerhebliche Abweichung); Mord; Körperverletzung mit Todesfolge; Fahrlässige Tötung; Zweifelsgrundsatz

  • openjur.de
  • bundesgerichtshof.de PDF
  • Judicialis
  • Jurion

    Mord - Vorsätzlicher Herbeiführung des Taterfolgs - Unerhebliche Kausalabweichung - Kausalverlauf - Tötungshandlung - Unmittelbares Ansetzen - Tatplan

  • rechtsportal.de(Abodienst, kostenloses Probeabo)

    StGB §§ 15 22
    Abweichung vom vorgestellten Kausalverlauf; Versuchsbeginn beim mehraktigen Geschehensablauf

  • datenbank.nwb.de (Volltext und Leitsatz)
  • juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)

Kurzfassungen/Presse (2)

  • bundesgerichtshof.de (Pressemitteilung)

    Verurteilung im Mordfall ohne Leiche aufgehoben

  • lexetius.com (Pressemitteilung)

    Verurteilung im Mordfall ohne Leiche aufgehoben

Besprechungen u.ä. (2)

  • uni-wuerzburg.de (Fallmäßige Aufbereitung - für Studienzwecke)

    Kofferraum-Fall

    § 212 StGB; § 16 StGB; § 23 StGB; § 222 StGB; § 15 StGB; § 22 StGB
    Mehraktiges Tötungsgeschehen; verfrühter Erfolgseintritt; Irrtum über den Kausalverlauf; wesentliche Abweichung des tatsächlichen vom vorgestellten Kausalverlauf; Versuchsbeginn

  • Alpmann Schmidt | RÜ(Abo oder Einzelheftbestellung) (Fallmäßige Aufbereitung - für Studienzwecke)

    Strafrecht AT, Keine unerhebliche Abweichung vom vorgestellten Kausalverlauf bei Erfolgsverursachung vor Versuchsbeginn

Sonstiges

  • taz.de (Pressebericht mit Bezug zur Entscheidung, 03.02.2004)

    Im Kriminalfall "Mord ohne Leiche" wird die vermisste Monika Crantz aus Ratzeburg nun gerichtlich für tot erklärt - eine Leiche ist aber immer noch nicht aufgetaucht

Papierfundstellen

  • NJW 2002, 1057
  • NStZ 2002, 309
  • StV 2002, 538
  • JR 2002, 381



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Wird zitiert von ... (21)  

  • BGH, 14.08.2009 - 3 StR 552/08  

    Urteil gegen Mitglied und Unterstützer der Al Qaida weitgehend rechtskräftig

    Hierbei können etwa die Dichte des Tatplans oder der Grad der Rechtsgutsgefährdung, der aus Sicht des Täters durch die zu beurteilende Handlung bewirkt wird, für die Abgrenzung zwischen Vorbereitungs- und Versuchsstadium Bedeutung gewinnen (BGHR StGB § 22 Ansetzen 30 m. w. N.).
  • BGH, 10.04.2002 - 5 StR 613/01  

    Versuch; Totschlag; unmittelbares Ansetzen; Koinzidenz des Vorsatzes;

    In der Rechtsprechung ist als Rechtsfigur der unerheblichen Abweichung des tatsächlichen Kausalverlaufs vom vorgestellten Kausalverlauf anerkannt, daß eine Divergenz zwischen dem eingetretenen und dem vom Täter gedachten Geschehensablauf unter Gesichtspunkten des Vorsatzes regelmäßig dann unbeachtlich ist, wenn sie unwesentlich ist, namentlich weil beide Kausalverläufe gleichwertig sind (BGHSt 7, 325, 329; 23, 133, 135; BGH GA 1955, 123, 125; BGH NJW 1960, 1261; BGH NJW 2002, 1057; ebenso schon RGSt 67, 258; RG DStR 1939, 177, 178).

    Danach gilt insbesondere folgendes: Bewirkt der Täter, der nach seiner Vorstellung vom Tatablauf den Taterfolg erst durch eine spätere Handlung herbeiführen will, diesen bereits durch eine frühere Handlung, so kommt eine Verurteilung wegen vorsätzlicher Herbeiführung des Taterfolges dann in Betracht, wenn er bereits vor der Handlung, die den Taterfolg verursacht, die Schwelle zum Versuch überschritten hat oder sie zumindest mit dieser Handlung überschreitet (BGH GA 1955, 123, 124; BGH NJW 2002, 1057; RG DStR 1939, 177, 178).

  • BGH, 20.03.2014 - 3 StR 424/13  

    Versuchsbeginn beim Mord (Abgrenzung von Vorbereitung und Versuch; Versuchsbeginn

    Diese abstrakten Maßstäbe bedürfen angesichts der Vielzahl denkbarer Sachverhaltsgestaltungen jedoch stets der wertenden Konkretisierung unter Beachtung der Umstände des Einzelfalles (BGH, Urteile vom 12. Dezember 2001 - 3 StR 303/01, NJW 2002, 1057; vom 27. Januar 2011 - 4 StR 338/10, NStZ 2011, 517).

    Auch die Dichte des Tatplans kann für die Abgrenzung zwischen Vorbereitungs- und Versuchsstadium Bedeutung gewinnen (BGH, Urteil vom 12. Dezember 2001 - 3 StR 303/01, NJW 2002, 1057).

    Selbständige Handlungsschritte unter Mitwirkung des Opfers, die durch dessen "vorzeitigen" Tod vereitelt worden wären (so der Fall BGH, Urteil vom 12. Dezember 2001 - 3 StR 303/01, NJW 2002, 1057), waren nach dem Tatplan des Angeklagten nicht vorgesehen.

  • BGH, 06.02.2002 - 1 StR 513/01  

    Subsidiarität der Unterschlagung

    Auch im übrigen gebietet es der Zweifelssatz nicht, zugunsten des Angeklagten Tatvarianten zu unterstellen, für deren Vorliegen das Beweisergebnis keine konkreten tatsächlichen Anhaltspunkte erbracht hat (vgl. BGH NJW 1995, 2300; Urteil vom 12. Dezember 2001 - 3 StR 303/01 m. w. N.).
  • BGH, 06.12.2007 - 3 StR 325/07  

    Versuch (unmittelbares Ansetzen); Überzeugungsbildung (kritische Prüfung eines

    Dies gilt aber nur dann, wenn sie nach der Vorstellung des Täters bei ungestörtem Fortgang ohne Zwischenakte in die Tatbestandsverwirklichung unmittelbar einmündet oder mit ihr in unmittelbarem räumlichen und zeitlichen Zusammenhang steht (st. Rspr.; vgl. BGHR StGB § 22 Ansetzen 30 m. w. N.).
  • BGH, 08.04.2003 - 5 StR 448/02  

    Freispruch des früheren brandenburischen Landwirtschaftsministers aufgehoben

    Der Zweifelssatz gebietet es nicht etwa, zugunsten des Angeklagten Tatvarianten zu unterstellen, für deren Vorliegen das Beweisergebnis keine konkreten tatsächlichen Anhaltspunkte erbracht hat (st. Rspr.; vgl. BGH NJW 1995, 2300; 2002, 1057, 1059; 2002, 2188, 2189).
  • BGH, 15.11.2017 - 5 StR 338/17  

    Voraussetzungen der Heimtücke (Arglosigkeit; Wehrlosigkeit; Kausalzusammenhang;

    Das neue Tatgericht wird sich für den Fall einer gleichbleibenden Einlassung des Angeklagten, die den aufgehobenen Feststellungen des angefochtenen Urteils im Wesentlichen zugrunde gelegen hat, eingehender mit ihrer Plausibilität zu befassen und dabei zu beachten haben, dass es weder im Hinblick auf den Zweifelssatz noch sonst geboten ist, zugunsten des Angeklagten von Annahmen auszugehen, für deren Vorliegen das Beweisergebnis keine konkreten tatsächlichen Anhaltspunkte erbracht hat (st. Rspr., vgl. BGH, Urteile vom 23. März 1995 - 4 StR 746/94, NJW 1995, 2300; vom 12. Dezember 2001 - 3 StR 303/01, NJW 2002, 1057, 1059; vom 17. Juli 2014 - 4 StR 129/14; vom 10. August 2016 - 2 StR 579/15, und vom 25. Oktober 2016 - 5 StR 255/16, NStZ-RR 2017, 5, 6 mwN).
  • BGH, 09.03.2006 - 3 StR 28/06  

    Versuch (unmittelbares Ansetzen); Brandstiftung; Urteilsgründe (fehlende

    Hierbei können etwa die Dichte des Tatplans oder der Grad der Rechtsgutsgefährdung, der aus Sicht des Täters durch die zu beurteilende Handlung bewirkt wird, für die Abgrenzung zwischen Vorbereitungs- und Versuchsstadium Bedeutung gewinnen (BGHSt 26, 201, 203; BGHR StGB § 22 Ansetzen 30 m. w. N.).
  • BGH, 20.11.2008 - V ZB 81/08  

    Anwendbarkeit des Gesetzes über die Zwangsversteigerung und die Zwangsverwaltung

    Die Berufung auf die behauptete Absprache wäre dem Beteiligen zu 4 verwehrt (vgl. Senat, Urt. v. 7. Dezember 2007, V ZR 65/07, NJW 2008, 1225, 1227; BGH, Urt. v. 25. Februar 2002, II ZR 374/00, NJW 2002, 1057, 1058).
  • BGH, 29.01.2014 - 1 StR 654/13  

    Fälschung von Zahlungskarten mit Garantiefunktion (unmittelbares Ansetzen bei

    Die vorstehenden abstrakt-generellen Maßstäbe des Versuchsbeginns bedürfen angesichts der Vielzahl denkbarer Sachverhaltsgestaltungen stets einer wertenden Konkretisierung unter Beachtung der Umstände des Einzelfalls (BGH, Urteile vom 12. Dezember 2001 - 3 StR 303/01, NJW 2002, 1057; vom 27. Januar 2011 - 4 StR 338/10, NStZ 2011, 517 Rn. 6).
  • BGH, 15.09.2004 - 2 StR 242/04  

    Hinweispflicht (Verurteilung wegen Versuchs nach Anklage einer vollendeten Tat);

  • BGH, 21.05.2015 - 4 StR 577/14  

    Tatrichterliche Beweiswürdigung (revisionsrechtliche Überprüfbarkeit eines

  • BGH, 27.01.2011 - 4 StR 338/10  

    Strafbarkeit des Skimming; bandenmäßige und gewerbsmäßige Fälschung von

  • BGH, 16.09.2015 - 2 StR 71/15  

    Raub

  • OLG Köln, 19.10.2018 - 1 RBs 324/18  

    Erfahrungssatz zur Wahrnehmung ordnungsgemäß aufgestellter Verkehrszeichen

  • OLG Hamburg, 08.03.2018 - 1 Ws 114/17  

    Verwertbarkeit der Angaben eines Zeugen gegenüber dem Urkundsbeamten des

  • OLG Saarbrücken, 25.06.2014 - 5 U 83/13  
  • BGH, 12.11.2003 - 2 StR 325/03  

    Beweiswürdigung (in dubio pro reo; Zweifelssatz; Überzeugungsbildung;

  • OLG Düsseldorf, 06.07.2004 - 5 Ss 2/04  
  • BGH, 08.05.2008 - 3 StR 53/08  
  • KG, 03.09.2012 - 121 Ss 157/12  

    Versuchsbeginn beim Diebstahl

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