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   BGH, 24.10.2001 - VIII ARZ 1/01   

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https://dejure.org/2001,189
BGH, 24.10.2001 - VIII ARZ 1/01 (https://dejure.org/2001,189)
BGH, Entscheidung vom 24.10.2001 - VIII ARZ 1/01 (https://dejure.org/2001,189)
BGH, Entscheidung vom 24. Januar 2001 - VIII ARZ 1/01 (https://dejure.org/2001,189)
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Undichte Dachhaut

§ 535 Abs. 1 Satz 2 BGB, § 9 Abs. 2 Nr. 2 AGBGB, Formularmietvertrag: Haftungsausschluß für leichte Fahrlässigkeit ist unwirksam (Gesichtspunkt des versicherbaren Risikos)

Volltextveröffentlichungen (15)

  • bundesgerichtshof.de PDF
  • Judicialis
  • JLaw (App) | www.prinz.law PDF
  • Wolters Kluwer

    Ausschluss von Schadenersatzansprüchen - Vertragsrecht - Mietrecht - Schadensersatzanspruch - Überraschende Klausel

  • ZIP-online.de(Leitsatz frei, Volltext 3,90 €)

    Kein formularmäßiger Ausschluss der Haftung für leichte Fahrlässigkeit des Wohnungsvermieters bei durch Mängel der Mietsache verursachten Sachschäden

  • grundeigentum-verlag.de(Abodienst, Leitsatz frei)

    Haftungsausschluß für leichte Fahrlässigkeit; Schadensersatzanspruch wegen zu vertretenden Mangels; Inhaltskontrolle; unangemessene Benachteiligung

  • WM Zeitschrift für Wirtschafts- und Bankrecht(Abodienst; oder: Einzelerwerb Volltext 11,50 €)

    Unwirksamkeit einer formularmäßigen Beschränkung der Haftung des Vermieters auf Vorsatz und grobe Fahrlässigkeit

  • RA Kotz

    Ausschluss der Vermieterhaftung gegenüber Mieter möglich? NEIN!

  • Juristenzeitung(kostenpflichtig)

    Haftung des Vermieters für Sachschäden des Mieters durch Mängel der Mietsache

  • rechtsportal.de(Abodienst, kostenloses Probeabo)

    AGBG § 9
    Formularmäßiger Ausschluß von Schadensersatzansprüchen des Mieters gegen den Vermieter durch Sachschäden aufgrund Mängeln der Mietsache

  • ibr-online(Abodienst, kostenloses Probeabo, Leitsatz frei)

    Haftungsauschluss bei Verletzung von Kardinalpflichten

  • juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)

Kurzfassungen/Presse (8)

  • bundesgerichtshof.de (Pressemitteilung)

    Rechtsentscheid zur Wirksamkeit einer Haftungsbeschränkung des Vermieters einer Wohnung

  • lexetius.com (Pressemitteilung)

    Rechtsentscheid zur Wirksamkeit einer Haftungsbeschränkung des Vermieters einer Wohnung

  • Kanzlei Prof. Schweizer (Leitsatz und Auszüge)

    AGBG § 9
    Unwirksamer vertraglicher Haftungsausschluss zugunsten des Vermieters in AGB

  • anwaltonline.com(Abodienst, kostenloses Probeabo) (Kurzinformation)

    Mietrecht - Schadenhaftung vertraglich ausschließbar?

  • mietrechtsinfo.de (Leitsatz)

    Vertraglicher Ausschluss von Schadensersatzansprüchen wegen Sachschäden

  • 123recht.net (Kurzinformation)

    Vermieter haftet bei Fahrlässigkeit für Schäden in der Wohnung des Mieters

  • 123recht.net (Kurzinformation, 11.6.2007)

    § 307 BGB
    Haftungsausschluss des Vermieters für leichte Fahrlässigkeit

  • datenbank.nwb.de (Kurzinformation)

    Mietrecht; Haftungsbeschränkung des Vermieters für Sach- und Vermögensschäden des Mieters

Besprechungen u.ä. (4)

  • ewir-online.de(Leitsatz frei, Besprechungstext 3,90 €) (Entscheidungsbesprechung)

    AGBG § 9 Abs. 2; BGB §§ 536 ff.
    Kein formularmäßiger Ausschluss der Haftung für leichte Fahrlässigkeit des Wohnungsvermieters für durch Mängel der Mietsache verursachte Sachschäden

  • Alpmann Schmidt | RÜ(Abo oder Einzelheftbestellung) (Fallmäßige Aufbereitung - für Studienzwecke)

    Mietrecht, Ausschluss der Schadensersatzhaftung für leicht fahrlässig verschuldete Mängel der Mietsache durch Formularvertrag

  • beck.de (Entscheidungsanmerkung)

    Unwirksamkeit von Klauseln zur Freizeichnung des Vermieters von der Haftung für Schäden durch Mängel der Mietsache

  • ibr-online(Abodienst, kostenloses Probeabo) (Entscheidungsbesprechung)

    Haftungsausschluss für leichte Fahrlässigkeit in Allgemeinen Geschäftsbedingungen: Wirksam? (IBR 2002, 387)

Papierfundstellen

  • BGHZ 149, 89
  • NJW 2002, 673
  • ZIP 2002, 220
  • MDR 2002, 330
  • NZM 2002, 116
  • ZMR 2002, 184
  • WM 2002, 1019
  • DB 2002, 1441 (Ls.)
 
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Wird zitiert von ... (16)

  • BGH, 18.07.2012 - VIII ZR 337/11

    Zur Wirksamkeit von Allgemeinen Geschäftsbedingungen in Stromlieferungsverträgen

    Die Haftungsbegrenzung kann daher grundsätzlich auch so erfolgen, dass die Haftung unter Herausnahme atypischer Schäden auf den vertragstypisch zu erwartenden Schaden beschränkt wird (Dammann, aaO § 309 Nr. 7 Rn. 110; Fuchs in Ulmer/Brandner/Hensen, AGB-Recht, 11. Aufl., § 309 Nr. 7 Rn. 39 f.; MünchKommBGB/Wurmnest, 6. Aufl., § 309 Nr. 7 Rn. 30; jeweils mwN; vgl. auch Senatsurteil vom 27. September 2000 - VIII ZR 155/99, aaO S. 244 f.; Senatsbeschluss vom 24. Oktober 2001 - VIII ARZ 1/01, BGHZ 149, 89, 99).

    Die Beurteilung, ob eine Haftungsbeschränkung angemessen ist, richtet sich maßgeblich nach der Möglichkeit einer Risikobeherrschung durch den Verwender (BGH, Urteil vom 30. November 2004 - X ZR 133/03, VersR 2005, 804 unter II 2 c (3); Beschluss vom 24. Oktober 2001 - VIII ARZ 1/01, aaO S. 98 mwN).

    Es spricht deshalb für die Zulässigkeit eines Haftungsausschlusses, wenn der Verwender sich im hier gegebenen Rahmen von Schadensrisiken freizeichnet, die er - weil weder vorhersehbar noch vertragstypisch - nicht überschauen oder sonst in zumutbarer Weise vermeiden kann (vgl. BGH, Urteil vom 23. April 1991 - XI ZR 128/90, BGHZ 114, 238, 243; Beschluss vom 24. Oktober 2001 - VIII ARZ 1/01, aaO).

  • BGH, 20.07.2005 - VIII ZR 121/04

    Wirksamkeit einzelner Klauseln in einem Kfz-Vertragshändlervertrag

    a) Nach der ständigen Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs (BGHZ 149, 89, 95 f.; 145, 203, 244; Senatsurteil vom 11. November 1992 - VIII ZR 238/91, WM 1993, 24 = NJW 1993, 335, unter II 2 a) darf eine formularmäßige Freizeichnung von der Haftung für einfache Fahrlässigkeit nicht zur Aushöhlung von vertragswesentlichen Rechtspositionen des Vertragspartners führen, etwa weil sie ihm solche Rechte wegnimmt oder einschränkt, die ihm der Vertrag nach seinem Inhalt und Zweck gerade zu gewähren hat (§ 307 Abs. 2 Nr. 2 BGB, § 9 Abs. 2 Nr. 2 AGBG).

    Er wird zwar in der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs verwendet und dort - vielfach mit dem Zusatz "sogenannte" versehen - entweder zur Kennzeichnung einer konkret beschriebenen, die Erreichung des Vertragszwecks gefährdenden, wesentlichen Pflichtverletzung gebraucht (Urteil vom 1. Dezember 2003 - II ZR 216/01, WM 2004, 486 = NJW-RR 2004, 900, unter II 1; Urteil vom 5. Dezember 2000 - XI ZR 340/99, WM 2001, 134 = NJW-RR 2001, 768, unter I 2 b; Urteil vom 15. Juni 2000 - III ZR 305/98, NJW 2000, 3275 = WM 2000, 1548, unter II 4; Urteil vom 13. Januar 2000 - III ZR 62/99, WM 2000, 426 = NJW-RR 2000, 998, unter II 3) oder wie oben (unter a) abstrakt erläutert als Pflicht, deren Erfüllung die ordnungsgemäße Durchführung des Vertrags überhaupt erst ermöglicht und auf deren Einhaltung der Vertragspartner regelmäßig vertrauen darf (Urteil vom 15. November 2001 - I ZR 122/99, TranspR 2002, 448, unter II 2 b; BGHZ 149, 89, 96; 145, 203, 244 f.).

  • BGH, 21.07.2010 - XII ZR 189/08

    Geschäftsraummietvertrag: Vorliegen eines anfänglichen Mangels der Mietsache,

    Darauf, ob im Gewerberaummietrecht die verschuldensabhängige Haftung nach § 538 Abs. 1 2. Alt. BGB a.F. (jetzt § 536 a Abs. 1 2. Alt. BGB) ebenfalls durch Formularverträge ausgeschlossen werden kann oder dies besonderen Schranken unterliegt (zum Wohnungsmietrecht vgl. BGHZ 149, 89 96 ff. = NJW 2002, 673, 675 und Staudinger/Emmerich aaO § 536 a Rdn. 45), kommt es hier nicht an, weil die Beklagte zu 4 verschuldensunabhängig auf der Grundlage der Garantiehaftung des § 538 Abs. 1 1. Alt. BGB a.F. haftet.
  • BGH, 01.02.2005 - X ZR 10/04

    Unwirksamkeit des Ausschlusses von Ersatz für abhanden gekommene Fahrscheine in

    Da § 307 Abs. 2 Nr. 2 BGB ein Verbot der Aushöhlung zentraler Vertragspflichten (sog. Kardinalpflichten) enthält, sind als wesentliche Vertragspflichten jedenfalls die im Gegenseitigkeitsverhältnis stehenden Hauptpflichten eines Vertrags anzusehen (BGHZ 149, 89, 96 f. zur gleichlautenden früheren Vorschrift des § 9 Abs. 2 Nr. 2 AGBG).
  • AG Brandenburg, 24.02.2017 - 31 C 179/14

    Flecken durch Duschgel sind normale Abnutzungen!

    Zwar haben die Kläger im Übrigen insofern vorgetragen, dass ihnen für das verschimmelte Bücherregal und den verschimmelten Vitrinen-Schrank auch noch ein Schadenersatzbetrag in Höhe von 232, 80 Euro gegenüber der Beklagten zustehen würde und kann einem Mieter, wenn ihm in Folge eines Baumangels an eingebrachten Sachen einen Schaden entsteht, dem Grunde nach auch ein Schadenersatzanspruch gegen den Vermieter wegen schuldhafter Verletzung der allgemeinen mietvertraglichen Obhuts- und Sorgfaltspflichten (§ 280 BGB) bzw. nach § 536a BGB zustehen (BGH, Beschluss vom 24.10.2001, Az.: VIII ARZ 1/01, u. a. in: NJW 2002, Seiten 673 ff.; BGH, Urteil vom 31.05.1994, Az.: VI ZR 233/93, u. a. in: NJW 1994, Seiten 2232 ff.; BGH, Urteil vom 11.10.1990, Az.: VII ZR 120/89, u. a. in: NJW 1991, Seiten 562 f.; BGH, Urteil vom 15.02.1978, Az.: VIII ZR 47/77, u. a. in: NJW 1978, Seite 883; BGH, Urteil vom 09.12.1970, Az.: VIII ZR 149/69, u. a. in: NJW 1971, Seiten 424 ff.; OLG Koblenz, Urteil vom 22.02.1996, Az.: 5 U 929/95, u. a. in: NJW-RR 1997, Seiten 331 f.).
  • LG Bielefeld, 05.03.2013 - 4 O 191/11

    Weiterveräußerung von Multimedia-Downloads kann durch AGB untersagt werden

    Jedenfalls die im Gegenseitigkeitsverhältnis stehenden Hauptpflichten eines Vertrags sind als wesentliche Vertragspflichten in diesem Sinne anzusehen (BGH, NJW 2002, 673, 675).
  • OLG Frankfurt, 19.03.2008 - 4 U 167/05

    Gewerberaummietvertrag: Schutzwirkung für Arbeitnehmer des Mieters;

    Der Bundesgerichtshof hat mit Rechtsentscheid vom 24.10.2001 (NJW 2002, 673 ff.) erkannt, dass im Rahmen eines Wohnraummietvertrages der Ausschluss der Haftung des Vermieters für Schäden durch Mängel an der Mietsache, die der Vermieter fahrlässig zu vertreten hat, den Mieter als Verwender nach § 9 AGBG entgegen den Geboten von Treu und Glauben unangemessen benachteiligt.
  • OLG Köln, 23.03.2004 - 22 U 139/03

    Keine Haftung des Vermieters bei Drittschäden durch auslaufendes Aquarium eines

    Die jüngere Rechtsprechung des Bundesgerichtshofes (BGHZ 149, 89 [95 ff.] = NJW 2202, 673 [675] = NZM 2002, 116 = WuM 2002, 141 = ZMR 2002, 184) gibt keinen Anlass, eine solche Haftungsbeschränkung für den Bereich der gewerblichen Miete, in dem sich gleichgewichtige Vertragspartner gegenüberstehen, in Individualvereinbarungen auszuschließen.
  • LG Bonn, 05.08.2015 - 3 O 365/13

    Schadensersatz bei verspäteter Zustellung des Angebots ohne Mitverschulden!

    Der Verwender kann sein Risiko durch Abschluss einer Haftpflichtversicherung gering halten, während der Kunde üblicherweise keinen Versicherungsschutz gegen eine nicht rechtzeitige Lieferung besitzt (vgl. BGH NJW 2002, 673, 675).
  • LG Dortmund, 14.01.2011 - 25 O 230/11

    Wirksamkeit einer Klausel bei Unbestimmtheit der Frist für die Annahme des

    Die Abbedingung der Haftung für eine mit leichter Fahrlässigkeit begangenen Vertragsverletzung ist zulässig (BGH, NJW 2002, 673).

    Denn der Haftungsausschluss führt nicht zu einer Aushöhlung derjenigen vertraglichen Pflichten (Kardinalpflichten), die die ordnungsgemäße Durchführung des Vertrages erst ermöglichen und auf deren Erfüllung der Vertragspartner des Verwenders deshalb vertraut und vertrauen darf (BGH, NJW 2002, 673).

  • OLG Naumburg, 15.06.2012 - 10 U 47/11

    Frachtvertrag: Anwendbare Vorschriften bei Überschreitung der Ladefrist

  • LG Köln, 26.03.2008 - 10 S 190/07

    Schadensersatz bei Verletzung der Mangelanzeigepflicht?

  • AG Bremen, 23.12.2008 - 8 C 4/08

    Prinzip der Äquivalenz von Leistung und Gegenleistung als Grundgedanke der für

  • LG Berlin, 13.06.2006 - 65 S 260/05

    Herabfallende Früchte: Mangel am KfZ-Stellplatz?

  • OLG Bamberg, 28.09.2005 - 3 U 6/05
  • AG Neuss, 24.04.2013 - 79 C 97/13

    Wirksamkeit einer AGB-Klausel zum Entfallen eines Bonus in einem

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