Weitere Entscheidung unten: OLG Frankfurt, 16.01.2009

Rechtsprechung
   OLG Köln, 30.10.2008 - 21 U 22/08   

Volltextveröffentlichungen (6)

  • openjur.de

    Vorbeugender Unterlassungsanspruch, konkrete Verletzungshandlung, Begehungsgefahr, Erstgefahr, Wiederholungsgefahr

  • NRWE (Rechtsprechungsdatenbank NRW)

    § 6 BDSG, §§ 823 Abs. 1, 1004 Abs. 1 BGB
    Vorbeugender Unterlassungsanspruch, konkrete Verletzungshandlung, Begehungsgefahr, Erstgefahr, Wiederholungsgefahr

  • Judicialis
  • rechtsportal.de(Abodienst, kostenloses Probeabo)

    BGB § 823 Abs. 1; BGB § 1004 Abs. 1; BDSG § 6
    Ansprüche wegen der Anbringung einer Videokamera am Nachbarhaus

  • Jurion(Abodienst, Leitsatz/Tenor frei)

    Ansprüche wegen der Anbringung einer Videokamera am Nachbarhaus

  • juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)

Verfahrensgang

Papierfundstellen

  • NJW 2009, 1827
  • NZM 2009, 600



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Wird zitiert von ... (8)  

  • BGH, 16.03.2010 - VI ZR 176/09  

    Überwachungskamera auf Privatgrundstück

    Die Befürchtung, durch vorhandene Überwachungsgeräte überwacht zu werden, ist dann gerechtfertigt, wenn sie aufgrund konkreter Umstände als nachvollziehbar und verständlich erscheint, etwa im Hinblick auf einen eskalierenden Nachbarstreit (vgl. OLG Köln, NJW 2009, 1827) oder aufgrund objektiv Verdacht erregender Umstände.
  • AG Brandenburg, 22.01.2016 - 31 C 138/14  

    Keine Videoüberwachung des Nachbargrundstücks!

    Nach ständiger kommt eine Beeinträchtigung solcher Rechte insbesondere für Grundstücksnachbarn (BGH, Urteil vom 25.04.1995, Az.: VI ZR 272/94, u.a. in: NJW 1995, Seiten 1955 ff.; OLG Köln, Beschluss vom 30.10.2008, Az.: 21 U 22/08, u.a. in: NJW 2009, Seiten 1827 f.; OLG München, Beschluss vom 04.01.2012, Az.: 20 U 4641/11; LG Berlin, Urteil vom 23.07.2015, Az.: 57 S 215/14, u.a. in: Grundeigentum 2015, Seiten 1100 f.; LG Detmold, Urteil vom 08.07.2015, Az.: 10 S 52/15, u.a. in: ZD 2015, Seiten 530 f.; LG Potsdam, Urteil vom 29.05.2015, Az.: 1 S 35/12, u.a. in: BeckRS 2015, Nr.: 17524; LG Potsdam, Urteil vom 22.04.2009, Az.: 13 S 9/09, u.a. in: BeckRS 2010, Nr.: 09078; BeckRS 2010, Nr.: 09078; AG München, Urteil vom 20.03.2015, Az.: 191 C 23903/14, u.a. in: BeckRS 2015, Nr.: 20085; AG Lemgo, Urteil vom 24.02.2015, Az.: 19 C 302/14, u.a. in: BeckRS 2015, Nr.: 12299; AG Brandenburg an der Havel, Urteil vom 06.07.2012, Az.: 34 C 97/11) und Mieter in einem privaten Mietshaus (KG Berlin, WuM 2008, Seite 663; Horst, NZM 2000, Seiten 937 ff.) sowie für Betroffene in einer Wohnungseigentumsanlage (KG Berlin, NZM 2002, Seiten 702 f.; OLG Karlsruhe, NZM 2002, Seiten 703 f.; AG Bergisch Gladbach, Urteil vom 03.09.2015, Az.: 70 C 17/15; Huff, NZM 2002, Seiten 89 ff.) in Betracht, die sich der Überwachungsmaßnahme nicht entziehen können, da sie gezwungen sind, dementsprechende Verkehrsflächen zu nutzen (Stöber, NJW 2015, Seiten 3681 ff.; Neuner, JuS 2015, Seiten 961 ff.; Elzer, NJW -, Seiten 3537 ff.; Reinhold, NJW 2009, Seiten 1787 f.).

    In Rechtsprechung und Lehre ist insofern nämlich anerkannt, dass die Installation von Kameras, mit deren Hilfe eine gezielte Überwachung eines Privatgrundstücks bewerkstelligt werden kann, einen erheblichen Eingriff in das aus Art. 1 und 2 GG hergeleitete allgemeine Persönlichkeitsrecht darstellt (BVerfG, Urteil vom 11.03.2008, Az.: 1 BvR 2074/05, u.a. in: NJW 2008, Seiten 1505 ff.; BVerfG, Beschluss vom 13.06.2007, Az.: 1 BvR 1550/03, u.a. in: NJW 2007, Seiten 2464 ff.; BGH, NJW 1995, Seiten 1955 ff.; Oberster Gerichtshof von Wien, Entscheidung vom 28.03.2007, Az.: 6 Ob 6/06k, u.a. in: Medien und Recht 2007, Seiten 127 ff.; OLG Köln, NJW 2009, Seite 1827 = NZM 2009, Seite 600; KG Berlin, WuM 2008, Seite 663 = Grundeigentum 2008, Seite 1625; OLG Düsseldorf, WuM 2007, Seiten 83 f. = NJW 2007, Seiten 780 f. = NZM 2007, Seite 166; OLG Karlsruhe, NJW 2002, Seiten 2799 f. = VersR 2002, Seiten 590 f.; OLG Köln, NJW 2005, Seiten 2997 ff. = NZM 2005, Seiten 758 ff.; OLG Karlsruhe, WuM 2000, Seiten 128 ff. = OLG-Report 1999, Seiten 83 f.; OLG Hamm, WM 1991, Seiten 127 ff.; LG Detmold, Urteil vom 08.07.2015, Az.: 10 S 52/15, u.a. in: ZD 2015, Seiten 530 f.; LG Berlin, WuM 2005, Seiten 663 f. = Grundeigentum 2005, Seiten 917 f.; LG Darmstadt, NZM 2000, Seiten 360 f.; LG Berlin, NZM 2001, Seiten 207 f. = ZMR 2001, Seiten 112 f.; LG Berlin, Das Grundeigentum 1991, Seite 405; LG Berlin, NJW 1988, Seiten 346 ff.; AG Brandenburg an der Havel, Urteil vom 06.07.2012, Az.: 34 C 97/11; AG Nürtingen, Urteil vom 05.01.2009, Az.: 10 C 1850/08, u.a. in: NJW-RR 2009, Seiten 377 f.; AG Berlin-Lichtenberg, NJW-RR 2008, Seiten 1693 ff.; AG Winsen, SchAZtg 2007, Seiten 252 f.; AG Berlin-Charlottenburg, MM 2004, Seiten 77 ff.; AG Aachen, NZM 2004, Seiten 339 f.; AG Berlin-Wedding, WuM 1998, Seiten 342 f.; AG Bielefeld, DSB 2006, Nr. 1, Seite 18 = Kriminalistik 2006, Seite 335; AG Berlin-Spandau, WuM 2004, Seiten 214 f.; AG Meldorf, Beschluss vom 11.07.2011, Az.: 83 C 568/11, u.a. in: MDR 2012, Seiten 277 ff.; Horst, in: NZM 2000, Seiten 937 ff.).

    Eine solche konkrete Verletzungshandlung lag hier aber in dem unerlaubten Fotografierens der Person des Klägers durch die Beklagte (vgl. Urteil des Amtsgericht Brandenburg an der Havel vom 06.01.2012 zu dem Az.: 31 C 165/11 [mit Berufung vor dem LG Potsdam zu dem Az.: 2 S 7/12]) schon vor, so dass das Gericht sich hier wohl auch nicht festzulegen braucht, ob von einer bereits geschehenen Zuwiderhandlung und damit Begehungsgefahr in Form der Wiederholungsgefahr, oder von Erstbegehungsgefahr auszugehen ist (OLG Köln, Urteil vom 30.10.2008, Az.: 21 U 22/08, u.a. in: NJW 2009, Seite 1827; LG Potsdam, Urteil vom 29.05.2015, Az.: 1 S 35/12, u.a. in: BeckRS 2015, Nr.: 17524; AG Brandenburg an der Havel, Urteil vom 06.07.2012, Az.: 34 C 97/11).

    Ein Nachbar - folglich hier die Kläger - muss dann einen solchen Eingriff aber auch nicht abwarten und eine geschehene Verletzungshandlung beweisen, sondern kann von dem Verwender solcher Videoüberwachungskameras vorbeugend verlangen, ihre Benutzung zu unterlassen (OLG Köln, Urteil vom 30.10.2008, Az.: 21 U 22/08, u.a. in: NJW 2009, Seite 1827; LG Potsdam, Urteil vom 29.05.2015, Az.: 1 S 35/12, u.a. in: BeckRS 2015, Nr.: 17524; AG Brandenburg an der Havel, Urteil vom 06.07.2012, Az.: 34 C 97/11).

  • LG Berlin, 18.10.2016 - 35 O 200/14  

    Persönlichkeitsrechtsverletzung: Unterlassungsanspruch bei Videoüberwachung durch

    Die hierzu behaupteten Geschehnisse reichen nicht aus, um einen heftigen, sich über lange Zeit erstreckenden und massiv geführten Nachbarschaftsstreit anzunehmen, der die Befürchtung rechtfertigen würde, dass der Beklagte die Videoüberwachung auf das Grundstück des Klägers ausdehnen wird (vgl. OLG Köln NJW 2009, 1827).
  • AG Meldorf, 11.07.2011 - 83 C 568/11  

    Berechtigter Benutzer eines fremden Grundstücks muss im Regelfall eine

    bb) Das ernsthafte Risiko einer Überwachung des Klägers ergab sich im vorliegenden Fall überdies aus dem zerrüttelten Nachbarschaftsverhältnis der Parteien (vgl. BGH, NJW 2010, 1533, 1534 m.w.N.; OLG Köln, NJW 2009, 1827).
  • AG Dinslaken, 05.03.2015 - 34 C 47/14  

    Videoüberwachung durch Dome-Kameras

    Die Befürchtung, durch vorhandene Überwachungsgeräte überwacht zu werden, ist dann gerechtfertigt, wenn sie aufgrund konkreter Umstände als nachvollziehbar und verständlich erscheint, etwa im Hinblick auf einen eskalierenden Nachbarstreit (vgl. OLG Köln, NJW 2009, 1827) oder aufgrund objektiv Verdacht erregender Umstände.
  • AG Gemünden/Main, 28.07.2017 - 11 C 187/17  

    Unterlassungsanspruch wegen des Betriebes zweier Überwachungskameras

    Die Befürchtung, durch vorhandene Überwachungsgeräte überwacht zu werden, ist dann gerechtfertigt, wenn sie auf Grund konkreter Umstände als nachvollziehbar und verständlich erscheint, etwa im Hinblick auf einen eskalierenden Nachbarstreit (vgl. OLG Köln NJW 2009, 1827) oder auf Grund objektiv Verdacht erregender Umstände.

    "Die Befürchtung, durch vorhandene Überwachungsgeräte überwacht zu werden, ist dann gerechtfertigt, wenn sie auf Grund konkreter Umstände als nachvollziehbar und verständlich erscheint, etwa im Hinblick auf einen eskalierenden Nachbarstreit (vgl. OLG Köln NJW 2009, 1827) oder auf Grund objektiv Verdacht erregender Umstände.

  • OLG Frankfurt, 12.10.2017 - 3 U 195/16  

    Videoüberwachung eines Nachbargrundstücks

    Die Befürchtung, durch vorhandene Überwachungsgeräte überwacht zu werden ist aber nur dann gerechtfertigt, wenn sie aufgrund konkreter Umstände als nachvollziehbar und verständlich erscheint, etwa im Hinblick auf einen eskalierenden Nachbarschaftsstreit oder aufgrund objektiv Verdacht erregender Momente (BGH, Urteil vom 16.03.2010, Az. VI ZR 176/09, Rn. 13 f. zitiert nach juris; OLG Köln NJW 2009, 1827).
  • LG Rottweil, 23.05.2018 - 1 S 11/18  

    Zur Verurteilung bei Störung durch auf das Nachbargrundstück gerichtete

    Dies gilt insbesondere bei einem eskalierenden Nachbarschaftsstreit (BGH, Urteil vom 16.03.2010, VI ZR 176/09, NJW 2010, 1533) oder einem zerrütteten Nachbarschaftsverhältnis (OLG Köln, Beschluss vom 30.10.2008 - 21 U 22/08, NJW 2009, 1827).
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Rechtsprechung
   OLG Frankfurt, 16.01.2009 - 19 W 87/08   

Volltextveröffentlichungen (7)

  • openjur.de
  • Justiz Hessen

    Maklerprovision: Voraussetzungen der Nachweistätigkeit

  • Judicialis

    Nachweistätigkeit; Nachweis; Tätigkeit; Maklervertrag; Makler; Provision

  • rechtsportal.de

    BGB § 652 Abs. 1
    Begriff der Nachweistätigkeit eines Maklers

  • ibr-online(Abodienst, kostenloses Probeabo, Leitsatz frei)

    Keine Maklertätigkeit bei Eintritt in Vertragsverhandlungen

  • Jurion

    Begriff der Nachweistätigkeit eines Maklers

  • juris (Volltext/Leitsatz)

Besprechungen u.ä.

  • ibr-online(Abodienst, kostenloses Probeabo) (Entscheidungsbesprechung)

    Wo fängt der Nachweis des Maklers an? (IMR 2009, 135)

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Verfahrensgang

Papierfundstellen

  • NJW 2009, 1827
  • NJW-RR 2009, 642
  • MDR 2009, 861
  • NZM 2009, 444
  • BauR 2009, 866
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