Rechtsprechung
   EGMR, 01.06.2010 - 22978/05   

Volltextveröffentlichungen (5)

  • HRR Strafrecht

    Art. 3 EMRK; Art. 6 EMRK; Art. 34 EMRK; § 136a StPO; § 344 Abs. 2 Satz 2 StPO
    Recht auf ein faires Strafverfahren (Fortwirkung von Verstößen gegen die Selbstbelastungsfreiheit; Fernwirkung von Beweisverwertungsverboten im Einzelfall bei Verstößen gegen Art. 3 EMRK; Abwägungslösung; qualifizierte Belehrung; effektive Verteidigung); Folterverbot (Androhung von Folter; unmenschliche und erniedrigende Behandlung; Folter; Opferstellung im Sinne der EMRK: ausreichende Abhilfe und Subsidiaritätsprinzip; Beweislast; Schutzpflichten zur Bestrafung); Zulässigkeit der Individualbeschwerde (Darlegungsobliegenheiten; Angriffsrichtung der Revisionsrüge); Recht auf Leben (Grenzen der Schutzpflichten); Sondervoten

  • Bundesministerium der Justiz

    G. gegen Deutschland

    Art. 3 EMRK; Art. 6 Abs. 1, 3 EMRK; Opfereigenschaft i.S.d. Art. 34 EMRK
    Folter bei polizeilicher Vernehmung; Kindesentführung; Geständnis trotz Aufklärung über Beweisverwertungsverbot

  • Europäischer Gerichtshof für Menschenrechte

    GAFGEN v. GERMANY

    Art. 3, Art. 6, Art. 6 Abs. 1, Art. 6 Abs. 3, Art. 34, Art. 35, Art. 35 Abs. 1 MRK
    Preliminary objection dismissed (non-exhaustion of domestic remedies) Violation of Art. 3 (substantive aspect) No violation of Art. 6-1 and 6-3 (englisch)

  • Europäischer Gerichtshof für Menschenrechte

    GAFGEN c. ALLEMAGNE

    Art. 3, Art. 6, Art. 6 Abs. 1, Art. 6 Abs. 3, Art. 34, Art. 35, Art. 35 Abs. 1 MRK
    Exception préliminaire rejetée (non-épuisement des voies de recours internes) Violation de l'art. 3 (volet matériel) Non-violation de l'art. 6-1 et 6-3 (französisch)

  • juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)

Kurzfassungen/Presse

Besprechungen u.ä. (6)

  • nomos.de PDF (Aufsatz mit Bezug zur Entscheidung)

    Grundrechtstheorien in Europa - kulturelle Bestimmtheit und universeller Gehalt

  • verfassungsblog.de (Entscheidungsanmerkung)

    Ist Deutschland zu nett zu Folterknechten?

  • Alpmann Schmidt | RÜ(Abo oder Einzelheftbestellung) (Fallmäßige Aufbereitung - für Studienzwecke)

    Insgesamt faires Strafverfahren trotz konventionswidriger Folterandrohung im Fall Gäfgen

  • arthur-kreuzer.de PDF (Entscheidungsanmerkung)

    Straßburger Gericht schützt absolutes Folterverbot vor jeder Relativierung

  • spiegel.de (Kurzaufsatz mit Bezug zur Entscheidung)

    Die Würde der Fürchterlichsten (Ferdinand von Schirach; SPIEGEL 23/2010)


  • Vor Ergehen der Entscheidung:


  • lto.de (Interview mit Bezug zum Verfahren - vor Ergehen der Entscheidung)

    EGMR-Verfahren Gäfgen gegen Deutschland: "Wichtige Rechtsfragen am falschen Sachverhalt aufgehängt" (Prof. Dr. Matthias Jahn)

In Nachschlagewerken (2)

  • Wikipedia (Wikipedia-Eintrag mit Bezug zur Entscheidung)

    Magnus Gäfgen

  • Wikipedia (Wikipedia-Eintrag mit Bezug zur Entscheidung)

    Daschner-Prozess

Sonstiges (2)

  • Jurion (Literaturhinweis: Entscheidungsbesprechung)

    Zusammenfassung von "Androhung von Folter und faires Strafverfahren - Das (vorläufig) letzte Wort aus Straßburg" von Prof. Dr. Dr. Christoph Grabenwarter, original erschienen in: NJW 2010, 3128 - 3132.

  • Europäischer Gerichtshof für Menschenrechte (Videoaufzeichnung der mündlichen Verhandlung)

    Gäfgen v. Germany

    [18.03.2009]

Papierfundstellen

  • NJW 2010, 3145
  • DÖV 2010, 658



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Wird zitiert von ... (9)  

  • BVerfG, 07.12.2011 - 2 BvR 2500/09  

    Verwertungsverbot Wohnraumüberwachung

    Ob ein Verfahren fair war, ist nach Prüfung der Gesamtumstände zu entscheiden (vgl. EGMR, Urteil vom 25. März 1999 - 25444/94 -, Péllisier und Sassi/Frankreich, NJW 1999, S. 3545 ; EGMR, Urteil vom 11. Juli 2006 - 54810/00 -, Jalloh/Deutschland, NJW 2006, S. 3117 ; EGMR, Urteil vom 10. März 2009 - 4378/02 -, Bykov/Russland, NJW 2010, S. 213 ; EGMR, Urteil vom 1. Juni 2010 - 22978/05 -, Gäfgen/Deutschland, NJW 2010, S. 3145 ).
  • OLG Frankfurt, 10.10.2012 - 1 U 201/11  

    Geldentschädigung bei Ankündigung "erheblicher Schmerzen" durch Polizeibeamte -

    Wegen dieser Amtspflichtverletzung sei dem Kläger nach dem insoweit bindenden Urteil des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte (EGMR) vom 1. Juni 2010 (22978/05) eine Entschädigung in Geld zu gewähren.

    Nach dem bereits erwähnten Urteil des EGMR vom 1. Juni 2010 (22978/05, juris) hat die streitgegenständliche Behandlung des Klägers die Erheblichkeitsschwelle des Art. 3 EMRK überschritten (siehe oben f. bb. (1)) und durch die zwischenzeitlich ergangenen innerstaatlichen Entscheidungen keine genügende Kompensation erfahren (vgl. S. 36 ff. des Umdrucks, juris Rn. 109 ff.; anders noch das Urteil der Kammer der Fünften Sektion des EGMR vom 30. Juni 2008, Nr. 22978/05, NStZ 2008, S. 699 ff., juris).

  • EuGH, 13.09.2018 - C-358/16  

    UBS Europe u.a.

    Zweitens ist, was das in Art. 47 Abs. 2 der Charta verankerte Recht auf ein faires Verfahren betrifft, darauf hinzuweisen, dass die Achtung der Verteidigungsrechte einen besonderen Aspekt des Rechts auf ein faires Verfahren darstellt (vgl. in diesem Sinne EGMR, 1. Juni 2010, Gäfgen/Deutschland, CE:ECHR:2010:0601JUD002297805, § 169, sowie Urteil vom 6. November 2012, 0tis u. a., C-199/11, EU:C:2012:684, Rn. 48).
  • BGH, 14.09.2010 - 3 StR 573/09  

    Urteil gegen Mitglied von Al Qaida rechtskräftig

    Gleiches gilt bei Berücksichtigung der Verpflichtung aus Art. 3 EMRK, wonach niemand der Folter oder unmenschlicher oder erniedrigender Strafe oder Behandlung unterworfen werden darf (vgl. EGMR, Urteil vom 1. Juni 2010 - Nr. 22978/05, NJW 2010, 3145, Rn. 87 ff., 92).
  • EGMR, 13.01.2011 - 32715/06  

    Kübler ./. Deutschland

    Darüber hinaus sind Anwalts- und Gerichtskosten nur erstattungsfähig, soweit sie sich auf die festgestellte Verletzung beziehen (siehe beispielsweise G. ./. Deutschland [GK], Individualbeschwerde Nr. 22978/05, Rdnr. 196, ECHR 2010-...).
  • OLG Zweibrücken, 27.06.2013 - 6 U 33/12  

    Entschädigung eines Strafgefangenen wegen beengter und damit gegen die

    Ausgehend von dem Urteil des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte vom 01.06.2010 (22978/05, Jurisfassung) und dem Urteil des BGH vom 04.11.2004 (NJW 2005, S. 58 f.) sowie dem Urteil des OLG Frankfurt v. 10.10.2012( 1 U 201/11, NJW 2013, 75 ff.) ist eine Geldentschädigung eine wirksame und angemessene Form der Wiedergutmachung.
  • Generalanwalt beim EuGH, 27.06.2012 - C-245/11  

    K

    39 - Vgl. in diesem Zusammenhang EGMR-Urteile vom 17. Januar 2012, Stanev/Bulgarien (Beschwerde Nr. 36760/06, Randnr. 202), vom 1. Juni 2010, Gäfgen/Deutschland (Beschwerde Nr. 22978/05, Randnr. 88), vom 30. Januar 2008, Testa/Kroatien (Beschwerde Nr. 20877/04, Randnr. 43), und vom 11. Juli 2006, Jalloh/Deutschland (Beschwerde Nr. 54810/00, Randnr. 67).
  • EGMR, 11.12.2014 - 33469/06  

    KHISMATULLIN v. RUSSIA

    Although the Court is not bound by the findings of domestic courts, in normal circumstances it requires cogent elements to lead it to depart from the findings of fact reached by those courts (see Gäfgen v. Germany [GC], no. 22978/05, § 93, ECHR 2010).
  • VG Frankfurt/Main, 18.03.2013 - 7 K 1202/12  
    Eine erniedrigende Behandlung liegt vor, wenn die Misshandlung Gefühle der Angst, Qual und Unterlegenheit hervorruft, die geeignet sind, das Opfer zu demütigen und zu entwürdigen sowie möglicherweise seinen körperlichen oder moralischen Widerstand zu brechen und dazu zu bringen, gegen seinen Willen oder sein Gewissen zu handeln (EGMR, Urt. v. 01.06.2010 - Nr. 22978/05 - "Gäfgen gegen Deutschland", EuGRZ 2010, 417, TZ 89).
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