Rechtsprechung
   BGH, 15.06.2011 - XII ZB 572/10   

Volltextveröffentlichungen (10)

  • bundesgerichtshof.de PDF
  • rechtsprechung-im-internet.de

    § 85 Abs 2 ZPO, § 139 Abs 1 ZPO, § 233 ZPO, § 234 ZPO, § 520 Abs 2 S 1 ZPO
    Wiedereinsetzungantrag in eine versäumte Berufungsbegründungsfrist: Inhaltliche Anforderungen an die Berufungsbegründung bei Anfechtung eines auf mehrere, rechtlich selbstständige Erwägungen gestützten Ersturteils; notwendige Ausgangskontrolle trotz Einzelanweisung einer Telefaxübersendung eines fristwahrenden Schriftsatzes

  • verkehrslexikon.de

    Ausgangskontrolle bei Telefax-Schriftsatz und Inhalt der Berufungsbegründung

  • Jurion

    Anforderungen an einer Berufungsbegründung bei Stützen des angefochtenen Urteils bzgl. eines prozessualen Anspruchs auf mehrere voneinander unabhängige und selbstständig tragende rechtliche Erwägungen; Notwendigkeit jeglicher rechtlicher Erwägung bei Stützen des angefochtenen Urteils bzgl. eines prozessualen Anspruchs auf mehrere voneinander unabhängige und selbstständig tragende rechtliche Erwägungen; Entbehrlichkeit einer weiteren Ausgangskontrolle im Falle einer konkreten Einzelanweisung des Rechtsanwalts an sein Büropersonal zur Übersendung eines fristwahrenden Schriftsatzes per Telefax

  • rechtsportal.de(Abodienst, kostenloses Probeabo)
  • ibr-online(Abodienst, kostenloses Probeabo, Leitsatz frei)

    Verfahrensrecht: Berufung muss sämtliche Begründungselemente angreifen!

  • juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)

Kurzfassungen/Presse (3)

  • Rechtslupe (Kurzinformation/Zusammenfassung)

    Ausgangskontrolle fristwahrender Schriftstücke

  • Rechtslupe (Kurzinformation/Zusammenfassung)

    Anforderungen an die Berufungsbegründung

  • blogspot.com (Kurzinformation)

    Keine Wiedereinsetzung bei Fristversäumung, wenn die Ausgangskontrolle nicht richtig organisiert ist.

Papierfundstellen

  • NJW 2011, 2367
  • MDR 2011, 933
  • AnwBl 2011, 960



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Wird zitiert von ... (38)  

  • BGH, 10.05.2016 - VI ZR 247/15  

    Umkehr der Beweislast bei grobem Behandlungsfehler eines Tierarztes

    Hat das Berufungsgericht seine Entscheidung auf mehrere voneinander unabhängige, selbständig tragende Erwägungen gestützt, muss der Revisionskläger für jede dieser Begründungen darlegen, warum sie keinen Bestand haben können; anderenfalls ist das Rechtsmittel insgesamt unzulässig (vgl. Senatsbeschluss vom 18. Oktober 2005 - VI ZB 81/04, VersR 2006, 285 Rn. 8; BGH, Urteile vom 20. Mai 2011 - V ZR 250/10, WuM 2011, 543 Rn. 6; vom 22. Juni 2015 - II ZR 166/14, NJW 2015, 3040 Rn. 12; Beschluss vom 15. Juni 2011 - XII ZB 572/10, NJW 2011, 2367 Rn. 10).
  • BGH, 17.10.2012 - XII ZR 17/11  

    Elternunterhalt: Minderung der Leistungsfähigkeit durch Kosten des Besuchs des

    Ist die Klageabweisung (insoweit) auf mehrere voneinander unabhängige, selbständig tragende rechtliche Erwägungen gestützt, muss die Revisionsbegründung auch für jede dieser Erwägungen darlegen, warum sie unrichtig sein sollen (BGH Urteil vom 11. November 1999 - III ZR 98/99 - NJW 2000, 947; für die Berufungsbegründung: Senatsbeschluss vom 15. Juni 2011 - XII ZR 572/10 - NJW 2011, 2367 Rn. 10; BGH Beschluss vom 18. Oktober 2005 - VI ZB 81/04 - NJW-RR 2006, 285 Rn. 8 und Urteil vom 5. Dezember 2006 - III ZR 288/05 - NJW-RR 2007, 414 Rn. 10).
  • OLG Saarbrücken, 06.03.2014 - 4 U 435/12  

    Voraussetzungen der Haftung des potenziellen Verkäufers wegen des Abbruchs der

    Dasselbe gilt, wenn das angefochtene Urteil auf mehrere voneinander unabhängige, selbständig tragende rechtliche Erwägungen gestützt ist (BGH NJW 2011, 2367 f. Rn. 10; Musielak/Ball, ZPO 10. Aufl. § 520 Rn. 38; Wieczorek/Schütze/Gerken, ZPO 4. Aufl. § 520 Rn. 65).
  • BGH, 16.07.2014 - IV ZB 40/13  

    Wiedereinsetzung in den vorigen Stand wegen Versäumung der

    Der Pflicht zur wirksamen Ausgangskontrolle fristwahrender Schriftsätze genügt der Rechtsanwalt nur dann, wenn er seine Angestellten anweist, nach einer Übermittlung per Telefax anhand des Sendeprotokolls zu prüfen, ob der Schriftsatz vollständig und an den richtigen Empfänger übermittelt worden ist (BGH, Beschlüsse vom 28. Februar 2013 aaO; vom 24. Oktober 2013 - V ZB 154/12, NJW 2014, 1390 Rn. 8; vom 17. Juli 2013 - XII ZB 115/13, NJW-RR 2013, 1328 Rn. 6; vom 15. Juni 2011 - XII ZB 572/10, NJW 2011, 2367 Rn. 13; vom 23. Oktober 2003 - V ZB 28/03, NJW 2004, 367 unter II 2; jeweils m. w. N.).

    Diese zwingend notwendige Ausgangskontrolle muss sich entweder - für alle Fälle - aus einer allgemeinen Kanzleianweisung oder - in einem Einzelfall - aus einer konkreten Einzelanweisung ergeben (BGH, Beschluss vom 15. Juni 2011 aaO m. w. N.).

    Die Kanzleiangestellten sind zusätzlich anzuweisen, die Frist erst nach einer Kontrolle der vollständigen Übermittlung anhand des Sendeprotokolls zu streichen (BGH, Beschlüsse vom 15. Juni 2011 aaO m. w. N.; vom 7. Juli 2010 - XII ZB 59/10, NJW-RR 2010, 1648 Rn. 12 ff.).

    Eine konkrete Einzelanweisung des Rechtsanwalts an sein Büropersonal, einen fristwahrenden Schriftsatz per Telefax zu übersenden, macht die weitere Ausgangskontrolle nicht entbehrlich (BGH, Beschlüsse vom 28. Februar 2013 aaO Rn. 8 m. w. N.; vom 15. Juni 2011 aaO).

  • BGH, 23.06.2015 - II ZR 166/14  

    Inhaltliche Anforderungen an eine Berufungsbegründungsschrift

    In diesem Fall muss der Berufungskläger in der Berufungsbegründung für jede dieser Erwägungen darlegen, warum sie nach seiner Auffassung die angegriffene Entscheidung nicht tragen; andernfalls ist das Rechtsmittel insgesamt unzulässig (BGH, Urteil vom 5. Dezember 2006 - VI ZR 228/05, NJW-RR 2007, 414 Rn. 10; Beschluss vom 15. Juni 2011 - XII ZB 572/10, NJW 2011, 2367 Rn. 10; BVerwG NJW 1980, 2268 f.; Althammer in Stein/Jonas, ZPO, 22. Aufl. § 520 Rn. 44; Ball in Musielak/Voit, ZPO, 12. Aufl., § 520 Rn. 40; Lemke in Prütting/Gehrlein, ZPO, 7. Aufl., § 520 Rn. 32; Zöller/Heßler, ZPO, 30. Aufl., § 520 Rn. 37).
  • BGH, 27.01.2015 - VI ZB 40/14  

    Berufung im Arzthaftungsprozess: Anforderungen an den Inhalt der

    Hat das Erstgericht die Abweisung der Klage auf mehrere voneinander unabhängige, selbständig tragende rechtliche Erwägungen gestützt, muss die Berufungsbegründung in dieser Weise jede tragende Erwägung angreifen; andernfalls ist das Rechtsmittel unzulässig (Senat, Beschluss vom 18. Oktober 2005 - VI ZB 81/04, VersR 2006, 285 Rn. 8; BGH, Beschlüsse vom 28. Januar 2014 - III ZB 32/13, juris Rn. 13; vom 23. Oktober 2012 - XI ZB 25/11, NJW 2013, 174 Rn. 11; vom 15. Juni 2011 - XII ZB 572/10, NJW 2011, 2367 Rn. 10; vgl. auch Hk-ZPO/Wöstmann, 5. Aufl., § 520 Rn. 23; Zöller/Heßler, ZPO, 30. Aufl., § 520 Rn. 37a; jeweils mwN).
  • BGH, 17.07.2013 - XII ZB 115/13  

    Wiedereinsetzung nach Versäumung der Beschwerdebegründungsfrist in einer

    Vielmehr soll damit ebenso die Feststellung ermöglicht werden, ob der Schriftsatz überhaupt übermittelt worden ist (Senatsbeschluss vom 7. Juli 2010 - XII ZB 59/10 - NJW-RR 2010, 1648 Rn. 12 und 14; siehe auch Senatsbeschluss vom 15. Juni 2011 - XII ZB 572/10 - NJW 2011, 2367 Rn. 13).

    Wenn der insoweit darlegungspflichtige Beteiligte nicht zur Ausgangskontrolle vorgetragen hat, ist das Gericht nicht verpflichtet, auf den notwendigen Vortrag hinzuweisen (Senatsbeschluss vom 15. Juni 2011 - XII ZB 572/10 - NJW 2011, 2367 Rn. 15).

  • OLG Karlsruhe, 13.09.2011 - 17 U 104/10  

    Fernabsatzvertrag: Widerruf beim Kauf von Zertifikaten

    Ist das angefochtene Urteil hinsichtlich eines prozessualen Anspruchs auf mehrere voneinander unabhängige, selbständig tragende rechtliche Erwägungen gestützt, muss die Berufungsbegründung das Urteil fristgerecht in allen diesen Punkten angreifen und daher für jede der Erwägungen darlegen, warum sie die Entscheidung nicht trägt; anderenfalls ist das Rechtsmittel unzulässig (BGH NJW-RR 2006, 285; Beschluss vom 15.06.2011 - XII ZB 572/10 juris Rn. 7ff. mwN).
  • BGH, 17.04.2012 - VI ZB 55/11  

    Wiedereinsetzung in den vorigen Stand: Anwaltliche Organisationspflichten

    So hebt beispielsweise die Weisung, die fertiggestellte und unterschriebene Berufungsbegründungsschrift an das Gericht per Telefax zu übersenden, nicht die Notwendigkeit auf, für eine Kontrolle der Durchführung der Übermittlung zu sorgen (vgl. Senatsbeschluss vom 4. Juli 2006 - VI ZB 48/05, juris Rn. 5; BGH, Beschlüsse vom 14. Mai 2008 - XII ZB 34/07, NJW 2008, 2508 Rn. 12; vom 7. Juli 2010 - XII ZB 59/10, NJW-RR 2010, 1648 Rn. 15 ff.; vom 15. Juni 2011 - XII ZB 572/10, NJW 2011, 2367 Rn. 13; Musielak/Grandel, ZPO, 9. Aufl., § 233 Rn. 25; Zöller/Greger, ZPO, 29. Aufl., § 233 Rn. 23 "Büropersonal und -organisation"; Roth in Stein/Jonas, ZPO, 22. Aufl., § 233 Rn. 34 "Büroverschulden" unter e).
  • BGH, 10.02.2016 - VII ZB 36/15  

    Wiedereinsetzung in den vorigen Stand: Anforderungen an die Ausgangskontrolle bei

    Die vom Prozessbevollmächtigten des Beklagten der Mitarbeiterin R. erteilte Weisung, den Schriftsatz vom 22. Mai 2015 unmittelbar in den Postauslauf zu geben, nachdem dieser vorab per Telefax an das Berufungsgericht übermittelt worden war, machte eine Ausgangskontrolle nicht entbehrlich (vgl. BGH, Beschluss vom 28. Februar 2013 - I ZB 75/12, NJW-RR 2013, 1008 Rn. 8; Beschluss vom 15. Juni 2011 - XII ZB 572/10, NJW 2011, 2367 Rn. 13 und Beschluss vom 26. Januar 2006 - I ZB 64/05, NJW 2006, 1519 Rn. 10 m.w.N.).
  • BGH, 03.03.2015 - VI ZB 6/14  

    Berufungsbegründung: Notwendiger Inhalt bei erstinstanzlicher Klageabweisung aus

  • BGH, 02.02.2016 - II ZB 8/15  

    Berufungsbegründung per Telefax - an das falsche Gericht

  • BGH, 28.02.2013 - I ZB 75/12  

    Wiedereinsetzung in die versäumte Berufungsfrist: Notwendige Ausgangskontrolle

  • BAG, 24.11.2011 - 2 AZR 614/10  

    Nachträgliche Klagezulassung: Anwaltsverschulden bei Übermittlung einer

  • LG Köln, 05.06.2014 - 10 S 80/14  

    Beruhen einer Fristversäumung bzgl. der Berufung auf einem

  • BGH, 10.02.2015 - VI ZB 26/14  

    Notwendiger Inhalt einer Berufungsbegründung nach erstinstanzlicher Abweisung

  • OLG Saarbrücken, 17.11.2011 - 6 UF 110/11  

    Umfang der Erwerbsobliegenheiten des gegenüber minderjährigen Kindern

  • BGH, 30.01.2013 - III ZB 49/12  

    Berufungsbegründung: Erfordernis des Angriffs mehrerer selbstständig tragender

  • BGH, 16.12.2013 - II ZB 23/12  

    Fristenkontrolle und Postausgangskontrolle

  • BGH, 26.04.2012 - V ZB 45/11  

    Wiedereinsetzung in den vorigen Stand: Anforderungen an die Büroorganisation des

  • BGH, 19.09.2012 - XII ZB 221/12  

    Familiensache: Wiedereinsetzung bei Beschwerdeeinlegung beim unzuständigem

  • BGH, 28.01.2014 - III ZB 32/13  

    Berufung: Anforderungen an die Begründung bei erstinstanzlicher Klageabweisung

  • OLG Saarbrücken, 25.02.2013 - 6 UF 426/12  

    Wiedereinsetzung in den vorigen Stand wegen Versäumung der Frist zur

  • BGH, 23.04.2013 - X ZB 13/12  

    Anspruch auf Herausgabe einer Damenuhr i.R.d. Wiedereinsetzungsantrags bei

  • OLG Düsseldorf, 13.08.2015 - 15 U 3/14  

    Digitalwandler

  • OLG Frankfurt, 05.11.2013 - 11 U 92/12  

    Verwertungshandlungen im Urheberrecht, rechtswidriger Eingriff in den

  • OLG Frankfurt, 21.10.2013 - 12 U 116/13  

    Wiedereinsetzung: Anforderungen an die Fristenkontrolle des Rechtsanwalts

  • OLG Saarbrücken, 14.01.2013 - 2 U 85/13  

    Wiedereinsetzung in den vorigen Stand wegen Versäumung der Berufungsbegrün

  • OLG Düsseldorf, 18.12.2014 - 15 U 97/14  

    Wettbewerbswidrigkeit der Forderung überhöhter Abschlagszahlungen durch einen

  • OLG Naumburg, 11.07.2014 - 10 U 16/13  

    Zulässigkeit der Berufung: Berufungsangriff nur gegen einen von mehreren das

  • OLG Frankfurt, 02.11.2012 - 19 U 160/12  

    Unzulässigkeit der Berufung wegen unzureichender Begründung

  • OLG Düsseldorf, 18.02.2016 - 15 U 37/15  
  • OLG Frankfurt, 06.11.2015 - 17 U 134/15  

    Inhaltliche Anforderungen an die Berufungsbegründung

  • BPatG, 28.09.2015 - 3 ZA (pat) 9/15  
  • OLG Naumburg, 26.08.2015 - 1 U 127/14  

    Berufung im Arzthaftungsprozess: Anforderungen an die Berufungsbegründung gegen

  • OLG Frankfurt, 24.09.2012 - 19 U 160/12  

    Unzulässigkeit der Berufung wegen unzureichender Begründung

  • OLG Koblenz, 15.07.2011 - 1 U 133/11  

    Haftung einer rheinland-pfälzischen Gemeinde wegen

  • LAG Schleswig-Holstein, 04.11.2014 - 3 Sa 258/14  

    Berufung, unzulässig verworfen, Berufungsfrist, Versäumnis, Wiedereinsetzung in

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