Weitere Entscheidungen unten: BGH, 13.03.1985 | BGH, 02.07.1986 | OLG Düsseldorf, 07.03.1986

Rechtsprechung
   BGH, 10.06.1985 - III ZR 178/84   

Volltextveröffentlichungen (4)

  • JLaw (App) | www.prinz.law PDF
  • Jurion

    Beweislastverteilung bei einem Anspruch auf Rückzahlung eines Darlehens - Beweiskraft einer Schuldurkunde - Formelle Anforderungen an einen Darlehensschuldschein - Rechtsgeschäftliche Wirkungen eines Schuldscheines - Beweiswirkungen eines privatschriftlichen Testamentes - Widerruf eines Testamentes durch ein widersprechendes Testament

  • rechtsportal.de(Abodienst, kostenloses Probeabo)

    BGB § 607; ZPO § 282
    Beweislast im Darlehensrückzahlungs-Prozeß; Ausstellung eines Schuldscheins

  • juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)

Papierfundstellen

  • NJW 1986, 2571
  • NJW-RR 1986, 1312 (Ls.)
  • MDR 1986, 31
  • WM 1985, 1206



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Wird zitiert von ... (33)  

  • BGH, 28.01.2016 - IX ZR 185/13  

    Insolvenzanfechtung: Gläubigerbenachteiligung durch eine "Treuhandzahlung" zur

    Infolge des Verweises auf den Schuldgrund äußert sich in dieser Erklärung ein Einwendungen gegen die Höhe der Forderung abschneidendes deklaratorisches Schuldanerkenntnis (vgl. BGH, Urteil vom 10. Juni 1985 - III ZR 178/84, WM 1985, 1206, 1207).
  • BGH, 03.04.2001 - XI ZR 120/00  

    Beweislast für Hingabe eines Darlehens

    Das Berufungsgericht ist zutreffend davon ausgegangen, daß das schriftliche Bekenntnis, einen bestimmten Betrag als Darlehen empfangen zu haben, eine bloße Wissenserklärung sein kann, die ein Zeugnis des Ausstellers gegen sich selbst darstellt und einer Quittung ähnelt (BGHZ 66, 250, 254; BGH, Urteil vom 10. Juni 1985 - III ZR 178/84, WM 1985, 1206, 1207).

    Dieser ist bereits dann geführt, wenn die Überzeugung des Gerichts von der zu beweisenden Tatsache erschüttert wird; daß sie als unwahr erwiesen wird, ist nicht nötig (BGH, Urteile vom 14. April 1978 - V ZR 10/77, WM 1978, 849, 850, vom 10. Juni 1985 - III ZR 178/84, WM 1985, 1206, 1207 und vom 28. September 1987 - II ZR 35/87, WM 1988, 524, 525).

  • OLG Stuttgart, 20.10.2004 - 9 U 127/04  

    Kommunalkredit in Form eines "Schuldscheindarlehens": Wirkungen des

    Sie dient dann als Zeugnis des Anerkennenden gegen sich selbst ähnlich einer schlichten Quittung lediglich als Beweismittel (BGH, Urteil vom 10.06.1985 - III ZR 178/84, NJW 1986, 2571, 2572; so für den Regelfall bei sog. Schuldscheindarlehen vgl. Hefermehl a.a.O.).

    Das liegt nahe, wenn dem Verpflichteten in Wahrheit kein Darlehen gegeben worden ist und nicht gegeben werden sollte, er sich auf diese Weise aber so zum Schuldner machen wollte, wie es durch den Empfang eines Darlehens geschehen sein würde (BGH, Urteil vom 10.06.1985 a.a.O.).

    Das wiederum liegt dann nahe, wenn ein Streit oder eine Ungewissheit über die Rechtsbeziehungen der Parteien bestand und daher Anlass für ein derartiges schuldbestätigendes (deklaratorisches) Schuldanerkenntnis bestand (BGHZ 66, 250, 253; BGH, Urteil vom 10.06.1985 a.a.O.).

    Es kann lediglich durch Führung des Gegenbeweises die sich zunächst allein auf die Vorlage des Schuldscheins stützende Überzeugung entkräftet werden, dass das in der Urkunde Bezeugte richtig ist (BGH, Urteil vom 10.06.1985 a.a.O.).

  • OLG München, 16.11.2011 - 20 U 2582/11  

    Klage auf Darlehensrückzahlung bzw. Kaufpreiszahlung für eine vom Vater an seine

    a) Da die Beklagte behauptet, der Geldbetrag zur Begleichung der Kaufpreisschuld sei ihr schenkweise überlassen worden, trägt der Kläger die Darlegungs- und Beweislast für die von ihm behauptete Hingabe des Geldes als Darlehen (BGH, NJW 1986, 2571 Rn. 21; Palandt, BGB, 70. Auflage 2011, § 488 Rn. 28, § 516 Rn. 19).

    Ein deklaratorisches Schuldanerkenntnis, für dessen Vorliegen der Kläger die Darlegungs- und Beweislast trägt (BGH, NJW 1986, 2571 Rn. 37), stellt die Anlage K 1 ebenfalls nicht dar.

    Ein solcher liegt nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs (BGH, NJW 1986, 2571) "schon dann" vor, "wenn die Urkunde unmissverständlich erkennen lässt, dass sich der Aussteller zum Empfang eines Darlehens bekennt" (Rn. 27).

    Für ein "Entkräften" ist der Beweis des Gegenteils, d.h. der Unwahrheit des in der Urkunde Bezeugten, nicht notwendig, vielmehr genügt es, wenn die Beweiskraft des Beweismittels erschüttert wird (BGH, NJW 1986, 2571, Rn. 32, 41).

    Damit kommt es nicht mehr darauf an, ob insoweit ein Scheingeschäft vorliegt und die Beklagte insoweit beweisfällig geblieben ist (BGH, NJW 1986, 2571 Rn. 43).

  • BFH, 06.02.2014 - II B 129/13  

    NZB: Anforderungen an die Begründung; Bedeutung des § 96 Abs. 1 Satz 1 Halbsatz 1

    Die Klägerin hat nicht konkret dargelegt, dass die von ihr als Divergenzentscheidungen angeführten Urteile des Bundesgerichtshofs (BGH) vom 5. Dezember 1979 IV ZR 107/78 (Neue Juristische Wochenschrift --NJW-- 1980, 1158) und vom 10. Juni 1985 III ZR 178/84 (NJW 1986, 2571) einen mit dem Streitfall vergleichbaren Sachverhalt und eine identische Rechtsfrage beträfen.

    Im Urteil in NJW 1986, 2571 hat der BGH seine Auffassung bestätigt, dass die innere Beweiskraft eines Darlehensschuldscheins auf der Grundlage der Umstände des Einzelfalls differenziert beurteilt werden muss.

  • BGH, 17.04.1986 - III ZR 215/84  

    Echtheitsvermutung für den später ergänzten Inhalt eines .....

    Ob in der Privaturkunde bestätigte tatsächliche Vorgänge wirklich so geschehen sind oder nicht, unterliegt der freien Würdigung des Gerichts (§ 286 Abs. 1 ZPO; vgl. Stein/Jonas/Schumann/Leipold ZPO 19. Aufl. § 416 Anm. III, vor § 415 Anm. III 2; Zöller/Stephan ZPO 14. Aufl. § 416 Anm. 4; Baumbach/Lauterbach/Albers/Hartmann ZPO 44. Aufl. § 416 Anm. 2 C; Thomas/Putzo ZPO 13. Aufl. § 416 Anm. 2 b; Wieczorek ZPO 2. Aufl. § 416 Anm. C II; vgl. auchSenatsurteil vom 10. Juni 1985 - III ZR 178/84 = JR 1986, 102, 103 m. Anm. Baumgärtel).

    Das Berufungsgericht wird vielmehr je nach der rechtlichen Qualität der in der Urkunde vom 20. Dezember 1973 enthaltenen Erklärungen, die im Wege der Auslegung zu ermitteln sind, zu einer differenzierenden Beurteilung kommen können (vgl. Stein/Jonas/Schumann/Leipold a.a.O. § 416 Anm. III, vor § 415 Anm. III 2; Wieczorek a.a.O. § 416 Anm. C II ff.; vgl. auchSenatsurteil vom 10. Juni 1985 - III ZR 178/84 = JR 1986, 102 mit Anm. Baumgärtel zur inneren Beweiskraft eines Darlehensschuldscheins und KG OLGZ 1977, 487 = MDR 1977, 674 zur Beweisbedeutung von Orts- und Zeitangaben in Privaturkunden).

  • OLG Köln, 11.05.2014 - 11 W 16/14  

    Begriff der Urkunde i.S. von § 592 ZPO

    Ob der in der vorgelegten Urkunde dokumentierten Erklärung die rechtliche Qualität eines abstrakten Schuldanerkenntnisses zukommt (dazu BGH NJW 1986, 2571) oder ob die Urkunde nur den Indizienbeweis für eine außerhalb von ihr vereinbarte vertragliche Abrede erbringen soll, kann dahinstehen.
  • BGH, 21.12.2004 - XI ZR 17/03  

    Zur Hinweispflicht des Berufungsgerichts, wenn es der Beurteilung der Vorinstanz

    Die in den rückdatierten schriftlichen Darlehensverträgen abgegebenen Erklärungen rechtfertigen keine Umkehr der Beweislast (vgl. BGH, Urteil vom 10. Juni 1985 - III ZR 178/84, WM 1985, 1206, 1207).
  • OLG Saarbrücken, 21.11.2013 - 2 U 47/13  

    Behandlung von Zuwendungen der Schwiegereltern nach Scheitern der Ehe:

    Beweisbelastet für beide Voraussetzungen ist derjenige, der die Rückzahlung des Darlehens verlangt (vgl. BGH, NJW 1986, 2571; NJW 1983, 931; WM 1976, 974, 975), hier also die Kläger.
  • AG Bad Segeberg, 05.03.2015 - 17a C 87/14  

    Beweiskraft von Privaturkunden im Urkundenprozess

    Da die Klägerin selbst angegeben hat, sie lasse sich den Schuldschein gesondert unterzeichnen, wenn ein Kunde die Vergütung nicht in bar entrichte, ist vielmehr davon auszugehen, dass es sich bei dieser Erklärung nicht um ein deklaratorisches, sondern um ein nichtrechtsgeschäftliches Anerkenntnis handelt, das die Klägerin sich zum Zwecke der Beweiserleichterung hat unterzeichnen lassen (vgl. BGH,, Urt. v. 24.05.1976 - III ZR 63/74, WM 1976, 974; BGH, Urt. v. 10.06.1985 - III ZR 178/84, NJW 1986, 2571 f.; OLG Köln, Beschl. v. 11.05.2014 - 11 W 16/14, MDR 2014, 1227; OLG Köln, Urt. v. 19.12.1997 - 19 U 142/97, NJW-RR 1998, 1518; OLG Stuttgart, Urt. v. 20.10.2004 - 9 U 127/04, WM 2005, 969).
  • OLG Köln, 19.12.1997 - 19 U 142/97  

    Beweisgrundsätze bei Darlehensschuldschein - Sittenwidrigkeit des Freikaufs einer

  • OLG Frankfurt, 30.10.2012 - 14 U 141/11  

    Vorliegen und Auswirkungen einer "harten internen" Patronatserklärung

  • OLG Brandenburg, 18.04.2007 - 4 U 102/06  

    Darlehensvertrag: Verpflichtung zur Rückzahlung des einer Schwiegertochter zur

  • BGH, 20.05.2010 - IX ZR 101/07  

    Grundsätzliche Bedeutung der Rechtsfrage bzgl. einer Anwendbarkeit der

  • OLG Frankfurt, 25.01.2011 - 10 U 152/09  

    Vernehmung eines Zeugen in Rechtshilfe als Verfahrensfehler

  • OLG München, 16.06.1987 - 5 U 5921/86  

    Versäumnisurteil gegen den Kläger; Rechtsfolgen

  • OLG Brandenburg, 13.08.2003 - 3 U 39/02  
  • OLG Saarbrücken, 26.03.2003 - 1 U 740/02  

    Darlehensrückzahlung nur bei Nachweis einer zugrunde liegenden

  • LAG Hessen, 29.01.2007 - 16 Sa 210/06  

    Darlegungslast - Darlehensvertrag - Schuldanerkenntnis - Unterschlagung

  • BGH, 03.12.1987 - III ZR 120/86  

    Beweislast bei Anspruch auf Rückzahlung eines Darlehens - Verletzung des

  • OLG Brandenburg, 09.08.2006 - 3 U 146/05  

    Rückzahlung eines Darlehens bei streitigem Erhalt der Valuta und angegriffener

  • OLG Düsseldorf, 14.09.2001 - 22 U 59/01  

    Ablehnung des Sachverständigen in der Berufungsinstanz - rechtliche Einheit

  • OLG Brandenburg, 10.11.2004 - 4 U 78/04  

    Beweisführung für die Auszahlung eines Darlehens

  • OLG Brandenburg, 27.09.2006 - 3 W 25/06  

    Prozesskostenhilfeprüfungsverfahren: Bewilligungsreife für einen

  • LG Stuttgart, 20.04.2004 - 15 O 46/04  

    Handelbarkeit eines Schuldscheindarlehens

  • OLG Köln, 31.03.2000 - 19 U 165/99  

    Vollstreckungsgegenklage gegen die Zwangsvollstreckung aus einem notariellen

  • LAG München, 28.09.1989 - 4 Sa 241/89  

    Erfüllung einer Lohnforderung durch Vorschuß; Beweis für die Hingabe als Darlehen

  • VG München, 24.04.2009 - M 6a K 08.3424  

    Rundfunkgebührenpflicht;Beweislast; Werbung; Umkehr der Beweislast

  • OLG München, 15.05.1995 - 17 U 3258/94  

    Nachweis der Kreditgewährung kann bei einem Schuldscheindarlehen nach schweizer

  • BGH, 30.01.1986 - III ZR 74/85  

    Eröffnung der internationalen Zuständigkeit eines deutschen Gerichts als

  • BGH, 27.02.1986 - III ZR 54/85  

    Zulässigkeit der Vernehmung der beweisbelastenden Partei

  • BGH, 11.07.1985 - III ZR 222/84  

    Beweis einer Hingabe von Geld als Darlehen bei Rückzahlung eines Darlehens -

  • LAG Hessen, 22.06.1999 - 9 Sa 2113/98  

    Rückzahlungsanspruch eines Steuerberaters bezüglich eines einem Angestellten als

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Rechtsprechung
   BGH, 13.03.1985 - IVa ZR 222/83   

Volltextveröffentlichungen (4)

  • Jurion

    Nichtigkeit eines Maklervertrages - Auffälliges Missverhältnis zwischen Leistung und Gegenleistung bei der Höhe einer Provision - Strafcharakter der Verwirkung eines Provisionsanspruchs nach § 654 BGB (Bürgerliches Gesetzbuch) - Verletzung der Treuepflicht eines Maklers gegenüber dem Auftraggeber - Einschränkung der Treuepflicht des Nachweismaklers

  • zimmermann-notar-rostock.de PDF

    Verwirkung der Provision wegen groben Pflichtverstoßes

  • rechtsportal.de

    BGB § 654
    Verwirkung des Provisionsanspruchs des Maklers

  • juris (Volltext/Leitsatz)
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Verfahrensgang

Papierfundstellen

  • NJW 1986, 2573
  • NJW-RR 1986, 1312 (Ls.)
  • MDR 1985, 741



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Wird zitiert von ... (7)  

  • BGH, 06.05.2004 - IX ZB 349/02  

    Verbot der Schlechterstellung im Beschwerdeverfahren nach Aufhebung und

    Entscheidendes Gewicht liegt bei der Frage der subjektiven Vorwerfbarkeit der Treupflichtverletzung, aufgrund derer sich der Makler den Lohn nach allgemeinem Rechts- und Billigkeitsempfinden nicht verdient hat, sondern sich seines Lohnes "unwürdig" erweist (BGHZ 36, 323, 327; BGH, Urt. v. 24. Juni 1981 - IVa ZR 225/80, NJW 1981, 2297; Urt. v. 13. März 1985 - IVa ZR 222/83, WM 1985, 1276, 1277).
  • OLG Oldenburg, 10.07.2014 - 4 U 24/14  

    Makler zur Rückzahlung einer Provision von knapp 20.000 € verurteilt

    ZR 225/80 - LM Nr. 12 zu § 654 BGB; BGH v. 13.03.1985 - IVa ZR 222/83 - LM.

    tätigen Personen einstandspflichtig (BGH v. 13.03.1985 - IVa ZR 222/83, NJW.

  • OLG Koblenz, 23.03.1995 - 5 U 1530/94  

    Verwirkung der Maklerprovision bei falscher Auskunft des Maklers?

    Kontextvorschau leider nicht verfügbar
  • BGH, 03.12.1986 - IVa ZR 87/85  

    Provisionsanspruch des Maklers bei Zustandekommen des Hauptgeschäfts mit seinem

    Durch sie werden grobe Treupflichtverstöße mit der Rechtsfolge der Verwirkung geahndet (BGHZ 92, 184, 185; Senatsurteil vom 13.3.1985 - IVa ZR 222/83 - WM 1985, 1276).
  • OLG Frankfurt, 11.02.2009 - 7 U 38/08  

    Ansprüche und Beratungspflichten des Versicherungsmaklers bezüglich des

    Das Landgericht hat mit Recht den Verlust des Maklerlohnanspruchs nicht auf eine entsprechende Anwendung des § 654 BGB gestützt, der nicht nur für die vertragswidrige Doppeltätigkeit des Maklers den Verlust des Maklerlohnanspruchs vorsieht, sondern auch bei sonstigen Pflichtverletzungen, wenn dem Makler vorzuwerfen ist, durch vorsätzliche oder grob leichtfertige Verletzung wesentlicher Vertragspflichten die Interessen des Kunden in erheblicher Weise beeinträchtigt zu haben (vgl. BGH MDR 1985, 741; BGH VersR 2005, 978; OLG Hamm NJW-RR 2000, 59).
  • BGH, 04.11.1987 - IVa ZR 145/86  

    Haftung wegen Verschuldens bei Vertragschluss - Verletzung der vorvertraglichen

    Deshalb brauchen die Bedenken gegen die Ansicht des Berufungsgerichts nicht erörtert zu werden, die sich aus der Rechtsprechung des Senats zu § 654 BGB und zu dem dafür maßgeblichen subjektiven Tatbestand (vgl. etwa Urteil vom 13.3.1985 - IVa ZR 222/83 - WM 1985, 1276 = LM BGB § 654 Nr. 15 und vom 24.6.1981 - IVa ZR 225/80 - LM BGB § 654 Nr. 12 = WM 1981, 1084 = NJW 1981, 2297; siehe auch BGHZ 92, 184) und weiter auch daraus ergeben, daß ohne weiteres angenommen wird, ein Verhalten vor Abschluß des Maklervertrages könne die Verwirkungsfolge herbeiführen (dagegen Senatsurteil vom 25.5.1983 - IVa ZR 26/82 - LM BGB § 652 Nr. 84 = NJW 1984, 232 unter 1.).
  • OLG Hamm, 08.11.1990 - 18 U 181/89  

    Verwirkung eines Anspruchs auf Maklerprovision wegen der wahrheitswidrigen Zusage

    Sie drückt aber einen von der Treu- und Sorgfaltspflicht des Maklers ausgehenden allgemeinen Rechtsgedanken aus und ist demgemäß auch in anderen Fällen anzuwenden, in denen der Makler seine Treuepflicht gegenüber dem Auftraggeber vorsätzlich, mindestens aber in einer dem Vorsatz nahekommenden grob leichtfertigen Weise verletzt und deshalb den Maklerlohn nach allgemeinem Rechts- und Billigkeitsempfinden nicht verdient hat (ständige Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs, vgl. BGH NJW 1986, S. 2573 m. w. N.).
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Rechtsprechung
   BGH, 02.07.1986 - VIII ZR 194/85   

Volltextveröffentlichungen (5)

  • Jurion

    Vollmacht - Postvollmacht - Postbenutzungsverhältnis

  • ZIP-online.de(Leitsatz frei, Volltext 3,90 €)

    Keine privatrechtlichen Wirkungen einer Postvollmacht

  • Juristenzeitung(kostenpflichtig)

    Zur Reichweite einer erteilten Postvollmacht

  • rechtsportal.de

    BGB §§ 164, 167; PostO § 46 Abs. 1
    Rechtsfolgen einer Postvollmacht

  • juris (Volltext/Leitsatz)

Papierfundstellen

  • BGHZ 98, 140
  • NJW 1986, 2826
  • NJW-RR 1986, 1312 (Ls.)
  • ZIP 1986, 1103
  • MDR 1986, 1016
  • BB 1986, 1670



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Wird zitiert von ... (4)  

  • BGH, 29.07.1991 - NotZ 25/90  

    Rechtsweg für Schadensersatzansprüche gegen die Notarkammer

    Im Bereich der öffentlich-rechtlichen Leistungsverwaltung ist, ebenso wie bei der öffentlichen Anstaltsnutzung, anerkannt, daß der Vollzug der öffentlichen Leistungen nach privatrechtlichen Grundsätzen erfolgen kann ("Zweistufenlehre" - vgl. Urteile des III. Zivilsenats vom 16. Dezember 1971 - III ZR 204/69 = LM § 13 GVG Nr. 123; vom 17. Januar 1972 - III ZR 86/69 = WM 1972, 339 f = BB 1973, 258; vom 6. Juni 1977 - III ZR 63/75 = Warn 1977, 413; vom 4. Juni 1987 - III ZR 88/86 = WM 1987, 1428, und vom 11. Oktober 1990 - III ZR 169/89 = BGHR GVG § 13 Straßenreinigungsentgelt 1; Urteil des VIII. Zivilsenats vom 2. Juli 1986 - VIII ZR 194/85 = BGHZ 98, 140 [BGH 02.07.1986 - VIII ZR 194/85]; Erichsen/Martens Allgemeines Verwaltungsrecht 8. Aufl. 1988 § 2 II 3, §§ 31 und 44).
  • BGH, 07.11.1996 - IX ZB 15/96  

    Rechtsweg für Rückforderungsansprüche aus einer Hermes-Bürgschaft

    Auf der zweiten Stufe geht es dann nur noch um das "Wie"; hier haben die Behörden grundsätzlich die Wahl, ob sie das Geschäft öffentlich-rechtlich (dann verschmilzt die zweite mit der ersten Stufe) oder - wie meist - zivilrechtlich abwickeln wollen (BVerfGE 47, 253, 273; BVerwGE 1, 308, 310; 45, 13, 14; BGHZ 92, 94, 95 f; 98, 140, 143 f; 115, 275, 279; BGH, Urt. v. 12. Oktober 1993 - XI ZB 14/93, WM 1993, 2078, 2079; Stern, Das Staatsrecht der Bundesrepublik Deutschland Bd. III S. 1402 ff; Ipsen, in: Isensee/Kirchhof, Handbuch des Staatsrechts Bd. IV § 92 Rdnr. 59; Wolff/Bachof/Stober, Verwaltungsrecht I 10. Aufl. § 22 Rdnr. 65 ff; Maurer, Allgemeines Verwaltungsrecht 9. Aufl. § 17 Rdnr. 30).
  • OLG Köln, 23.01.2002 - 5 U 85/01  

    Hodentorsion - Schmerzensgeld 18.000 Euro

    Nach der herrschen Adäquanztheorie ist das Ereignis im Rechtsinne ursächlich, wenn es im allgemeinen und nicht nur unter besonders eigenartigen, unwahrscheinlichen und nach dem gewöhnlichen Verlauf der Dinge außer Betracht zu lassenden Umstände geeignet ist, einen Erfolg der eingetretenen Art herbeizuführen (vgl. BGHZ 98, 140).
  • BGH, 29.07.1991 - NotZ 24/90  

    Anspruch auf Schadensersatz gegenüber einem Notar - Inanspruchnahme einer

    Im Bereich der öffentlich-rechtlichen Leistungsverwaltung ist, ebenso wie bei der öffentlichen Anstaltsnutzung, anerkannt, daß der Vollzug der öffentlichen Leistungen nach privatrechtlichen Grundsätzen erfolgen kann ("Zweistufenlehre" - vgl. Urteile des III. Zivilsenats vom 16. Dezember 1971 - III ZR 204/69 = LM § 13 GVG Nr. 123; vom 17. Januar 1972 - III ZR 86/69 = WM 1972, 339 f = BB 1973, 258; vom 6. Juni 1977 - III ZR 63/75 = Warn 1977, 413; vom 4. Juni 1987 - III ZR 88/86 = WM 1987, 1428, und vom 11. Oktober 1990 - III ZR 169/89 = BGHR GVG § 13 Straßenreinigungsentgelt 1; Urteil des VIII. Zivilsenats vom 2. Juli 1986 - VIII ZR 194/85 = BGHZ 98, 140 [BGH 02.07.1986 - VIII ZR 194/85]; Erichsen/Martens Allgemeines Verwaltungsrecht 8. Aufl. 1988 § 2 II 3, §§ 31 und 44).
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Rechtsprechung
   OLG Düsseldorf, 07.03.1986 - 16 U 128/85   

Volltextveröffentlichung

  • juris (Volltext/Leitsatz)

Papierfundstellen

  • NJW-RR 1986, 1312
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