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   BGH, 27.04.1988 - VIII ZR 84/87   

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BGH, 27.04.1988 - VIII ZR 84/87 (https://dejure.org/1988,392)
BGH, Entscheidung vom 27.04.1988 - VIII ZR 84/87 (https://dejure.org/1988,392)
BGH, Entscheidung vom 27. April 1988 - VIII ZR 84/87 (https://dejure.org/1988,392)
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Volltextveröffentlichungen (7)

  • JLaw (App) | www.prinz.law PDF
  • Wolters Kluwer

    Leasingvertrag - Allgemeine Geschäftsbedingungen - Gesamtschuldnerische Mithaftung - Ausdrückliche Verpflichtung - Haftung des Abschlußvertreters

  • ZIP-online.de(Leitsatz frei, Volltext 3,90 €)

    Wirksamkeit einer vorformulierten Erklärung über die Mithaftung bei gesonderter Unterzeichnung im Leasingvertrag

  • zimmermann-notar-rostock.de PDF

    Abgrenzung zwischen Allgemeiner Geschäftsbedingung und Individualvereinbarung

  • rechtsportal.de(Abodienst, kostenloses Probeabo)

    ABGB §§ 1, 2, § 11 Nr. 14
    Behandlung einer formularmäßigen Mithaftungserklärung als AGB

  • ibr-online(Abodienst, kostenloses Probeabo, Leitsatz frei)
  • juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)

Papierfundstellen

  • BGHZ 104, 232
  • NJW 1988, 2465
  • NJW-RR 1988, 1266 (Ls.)
  • ZIP 1988, 974
  • MDR 1988, 856
  • WM 1988, 979
  • BB 1988, 1480
  • DB 1988, 1540
 
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Wird zitiert von ... (27)

  • BGH, 20.03.2018 - XI ZR 309/16

    Unwirksame Klausel zur Aufrechnung durch Bankkunden

    aa) Wenn die angegriffene Klausel auch einer Klauselkontrolle am Maßstab des § 309 Nr. 3 BGB standhält, da sie dieser Vorschrift inhaltlich entspricht, so folgt die Unwirksamkeit der Klausel jedoch aus der Vorschrift des § 307 Abs. 1 Satz 1, Abs. 2 Nr. 1 BGB, deren Anwendbarkeit nicht dadurch ausgeschlossen wird, dass eine Klausel in den Anwendungsbereich der §§ 308, 309 BGB fällt, nach diesen Vorschriften aber nicht zu beanstanden ist (BGH, Urteile vom 27. April 1988 - VIII ZR 84/87, BGHZ 104, 232, 239 und vom 4. Dezember 1996 - XII ZR 193/95, WM 1997, 588, 590; vgl. auch Palandt/Grüneberg, BGB, 77. Aufl., § 307 Rn. 1).
  • BGH, 24.07.2008 - VII ZR 55/07

    Keine Privilegierung der VOB/B bei Verwendung gegenüber Verbrauchern

    Die Inhaltskontrolle gemäß § 307 BGB kann unter Berücksichtigung des Prüfungsmaßstabes dieser Norm zur Unwirksamkeit der Regelung führen (vgl. BGH, Urteil vom 27. April 1988 - VIII ZR 84/87, BGHZ 104, 232, 239; Urteil vom 8. März 1984 - IX ZR 144/83, BGHZ 90, 280, 283 f.; Erman/Roloff, BGB, 12. Aufl., vor §§ 307 - 309, Rdn. 2; Staudinger/Coester, aaO, § 307 Rdn. 11 f.; Ulmer/Brandner/Hensen/A. Fuchs, AGB-Gesetz, 10. Aufl., Vorb. v. § 307 BGB, Rdn. 8).
  • BGH, 13.11.2013 - VIII ZR 257/12

    Leasingvertrag: Berechtigung zur Zahlungseinstellung von Leasingraten bei

    Denn zur Wirksamkeit dieser Abtretungskonstruktion ist es gerade erforderlich, dass die mit einer Haftungsfreizeichnung verbundene Abtretung von Gewährleistungsansprüchen vorbehaltlos, unbedingt und endgültig erklärt wird, so dass dem Leasingnehmer die alleinige Verfügung über die Ausübung der Gewährleistungsrechte zusteht (Senatsurteil vom 25. Januar 1989 - VIII ZR 302/87, BGHZ 106, 304, 312; vom 27. April 1988 - VIII ZR 84/87, WM 1988, 979 unter II 1 b, insoweit in BGHZ 104, 232 nicht abgedruckt; vom 17. Dezember 1986 - VIII ZR 279/85, WM 1987, 349 unter II 2 b).
  • BGH, 23.06.2010 - VIII ZR 230/09

    Wohnraummiete: Wirksamkeit einer formularmäßigen Verlängerungsklausel in einem

    Damit ist jedoch nicht die Feststellung verbunden, die Beklagten hätten die ernsthafte Möglichkeit erhalten, den Inhalt der Vertragsbedingungen zu beeinflussen (vgl. etwa BGHZ 104, 232, 236 m.w.N.).
  • BGH, 27.10.1994 - IX ZR 168/93

    Einbeziehung von in einem vorformulierten Bürgschaftsvertrag enthaltenen AGB;

    § 2 Abs. 1 AGBG ist auf einen Formularvertrag nicht anzuwenden (BGHZ 104, 232, 238; OLG Frankfurt NJW 1986, 2712, 2713; Löwe/v. Westphalen/Trinkner, AGBG 1977 § 2 Rdnr. 6, 19; Ulmer/Brandner/Hensen, AGBG 7. Aufl. § 2 Rdnr. 2; MünchKomm/Kötz, BGB 3. Aufl. AGBG § 2 Rdnr. 6, 11; Soergel/Stein, BGB 12. Aufl. AGBG § 2 Rdnr. 3; Erman/Hefermehl, BGB 9. Aufl. AGBG § 2 Rdnr. 5; in diesem Sinne auch Wolf/Horn/Lindacher, AGBG 2. Aufl. § 2 Rdnr. 9; Palandt/Heinrichs, BGB 53. Aufl. AGBG § 2 Rdnr. 8).
  • BGH, 03.04.1998 - V ZR 6/97

    Wirksamkeit einer formularmäßigen Vereinbarung einer Vertragsstrafe in einem

    Dieser muß die reale Möglichkeit erhalten, den Inhalt der Vertragsbedingungen zu beeinflussen (BGHZ 85, 305, 308; BGH, Urt. v. 3. Juli 1985, IVa ZR 246/83, NJW-RR 1986, 54 f; vgl. auch BGHZ 104, 232, 236).
  • BGH, 05.06.1996 - VIII ZR 151/95

    Anwendbarkeit des VerbrKrG auf den Schuldbeitritt zu einem Kreditvertrag

    Die Übernahme der Mithaftung durch die Beklagte zu 2 beruht hier jedoch auf einer ausdrücklichen und gesonderten Erklärung (vgl. BGHZ 104, 232, 237 f).
  • BGH, 11.12.2003 - VII ZR 31/03

    Begriff der Allgemeinen Geschäftsbedingungen

    Sie verliert nicht diese Qualität dadurch, daß individuell hierauf Bezug genommen wird (vgl. BGH Urteil vom 27. April 1988 - VIII ZR 84/87, BGHZ 104, 232, 236 m.w.N.).
  • BGH, 25.10.1989 - VIII ZR 105/88

    Wegfall der Geschäftsgrundlage eines Leasingvertrages wegen rechtskräftiger

    Unerheblich ist ferner, daß die Haftungsfreizeichnung der Klägerin mangels vorbehaltloser Abtretung kaufrechtlicher Gewährleistungsansprüche unwirksam ist und die Klägerin infolgedessen zur mietrechtlichen Gewährleistung verpflichtet war (BGH Urteil vom 17. Dezember 1986 - VIII ZR 279/85 = WM 1987, 349 unter II 2), denn die Klägerin hat den Beklagten formularvertraglich zur Geltendmachung von Gewährleistungsansprüchen gegen die Lieferantin veranlaßt und muß das Ergebnis eines solchen Vorgehens hinnehmen (BGH Urteil vom 27. April 1988 - VIII ZR 84/87 = WM 1988, 979 unter III 3).
  • BGH, 30.09.1992 - VIII ZR 196/91

    Widerruf nach Abzahlungsgesetz bei Bierlieferungsvertrag

    Was für das Empfangsbekenntnis gilt (zu dem ähnlichen Begriff der "gesonderten Erklärung" in § 11 Nr. 14 a AGBG vgl. auch noch Senatsurteil BGHZ 104, 232, 237), kann bei einer Zusammenfassung von Empfangsbestätigung und Widerrufsbelehrung für letztere nicht anders beurteilt werden.
  • BGH, 07.03.1990 - VIII ZR 56/89

    Rücktritt vom Vertrag - EDV-Anlage - Teilweise Verzug

  • BGH, 13.03.1991 - VIII ZR 34/90

    Abwicklung eines Leasingvertrages nach Wandelung des Kaufvertrages mit dem

  • BGH, 09.07.2002 - X ZR 70/00

    Rechtsfolgen der Bestellung einer Untervollmacht durch einen nicht

  • LG Heilbronn, 12.03.2009 - 6 O 341/08

    Abschlussgebühr bei Bausparverträgen weiterhin zulässig

  • BGH, 19.07.2001 - IX ZR 411/00

    Formularmäßige Vereinbarung der Eigenhaftung des Vertreters

  • BGH, 30.07.1997 - VIII ZR 157/96

    Rechte des Leasingnehmers bei Nichterfüllung einer Umtauschvereinbarung

  • BGH, 25.01.1989 - VIII ZR 302/87

    Errichtung eines geleasten Gebäudes durch den Leasingnehmer selbst; Freizeichnung

  • BGH, 07.05.2008 - XII ZR 5/06

    Wirksamkeit der Vereinbarung einer Betriebspflicht in einem Einkaufszentrum durch

  • OLG Hamm, 09.01.2012 - 2 U 104/11

    Formularmäßige Vereinbarung einer sog. "bring-or-pay-Klausel" in den Allgemeinen

  • BGH, 04.09.2002 - VIII ZR 251/01

    Begriff der gesonderten Erklärung

  • BVerwG, 25.06.1998 - 1 A 6.96

    Keine Vollmachtsbeschränkung bei Versicherungsagenten

  • BGH, 24.06.1992 - VIII ZR 188/91

    Leasingvertrag - EDV-Anlage - Leasingbedingungen - Gewährleistungsansprüche -

  • OLG Stuttgart, 01.02.2017 - 9 U 93/16

    Rückforderung einer aus Anlass des Abschlusses eines Darlehensvertrages

  • AG Köln, 18.12.2019 - 201 C 193/18

    Bürgschaftserklärung direkt unter dem Mietvertrag zulässig?

  • OLG Köln, 09.12.1994 - 19 U 261/93

    Haftung mitverpflichteter Gesellschafter im Konkurs der GmbH - GmbH, Konkurs,

  • LG Frankfurt/Oder, 08.12.2015 - 19 O 22/15

    Unternehmerdarlehensvertrag: Wirksamkeit einer formularmäßigen Klausel über

  • LG Köln, 21.01.2014 - 5 O 136/12

    Kaufpreisnachzahlung wegen höherwertiger Nutzungsmöglichkeit des verkauften

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Rechtsprechung
   BGH, 05.05.1988 - III ZR 105/87   

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BGH, 05.05.1988 - III ZR 105/87 (https://dejure.org/1988,911)
BGH, Entscheidung vom 05.05.1988 - III ZR 105/87 (https://dejure.org/1988,911)
BGH, Entscheidung vom 05. Mai 1988 - III ZR 105/87 (https://dejure.org/1988,911)
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Volltextveröffentlichungen (5)

  • JLaw (App) | www.prinz.law PDF
  • Wolters Kluwer

    Wirksamkeit eines Grundstückskaufvertrages bei Vorliegen der Grundstücksverkehrsgenehmigung und der Negativbescheinigung der Gemeinde über die Nichtausübung des Vorkaufsrechts - Ausübung eines Vorkaufsrechts - Ersatz von Avalzinsen - Situationsbelastung wegen eines ...

  • rechtsportal.de

    Entschädigung wegen Ausübung des gemeindlichen Vorkaufsrechts

  • ibr-online
  • juris (Volltext/Leitsatz)

Papierfundstellen

  • NJW 1989, 37
  • NJW-RR 1988, 1266
  • NJW-RR 1989, 520 (Ls.)
  • MDR 1988, 940
  • NVwZ 1989, 187 (Ls.)
  • WM 1988, 1497
  • BauR 1988, 580
 
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Wird zitiert von ... (19)

  • VGH Baden-Württemberg, 25.06.2009 - 5 S 574/08

    Zur Ausübung des allgemeinen (Flächennutzungsplan-)Vorkaufsrechts nach § 24 Abs 1

    So kann der Verwaltungsakt, durch den das Vorkaufsrecht ausgeübt wird, außer vom Verkäufer, dem gegenüber es auszuüben ist (vgl. § 28 Abs. 2 Satz 1 BauGB), auch vom Käufer angefochten werden (vgl. BVerwG, Beschl. v. 25.05.1982 - 4 B 98.82 -, Buchholz 406.11 § 25a BBauG Nr. 1; BGH, Urt. v. 05.07.1990 - III ZR 229/89 -, UPR 1990, 386, Urt. v. 05.05.1988 - III ZR105/87 -, NJW 1989, 37; VGH Bad.-Württ., Urt. v. 27.10.1999 - 8 S 1281/99 -, VBlBW 2000, 93; zu § 25 Abs. 1 LWaldG bereits Senat, Urt. v. 12.09.1997 - 5 S 2498/95 -, NuR 1998, 430), da diesem das vertraglich erworbene Recht auf Eigentumsverschaffung entzogen wird (vgl. Art. 14 Abs. 1, 2 Abs. 1 GG).
  • BGH, 12.05.2017 - V ZR 210/16

    Gesetzliches Vorkaufsrecht: Fälligkeit des Kaufpreises bei Mitbeurkundung der

    a) Im Ausgangspunkt geht das Berufungsgericht allerdings zutreffend davon aus, dass eine nach dem Erstvertrag bestehende Pflicht dem neuen Kaufvertrag mit dem Vorkaufsberechtigten sinnentsprechend angepasst werden muss, wenn diese bedingt durch die Ausübung des Vorkaufsrechts nicht mehr rechtzeitig erfüllt werden kann (vgl. Senat, Urteil vom 8. Oktober 1982 - V ZR 147/81, NJW 1983, 682; BGH, Urteil vom 5. Mai 1988 - III ZR 105/87, NJW 1989, 37, 38).
  • BFH, 23.02.2021 - II R 44/17

    Zurechnung eines Grundstücks für Zwecke der Grundsteuer

    Das gilt z.B. für Vereinbarungen über die Fälligkeit des Kaufpreises, die ungeachtet der Bestimmungen im ursprünglichen Vertrag immer erst nach der Ausübung des Vorkaufsrechts eintreten kann (vgl. Urteile des Bundesgerichtshofs vom 08.10.1982 - V ZR 147/81, Neue Juristische Wochenschrift --NJW-- 1983, 682, unter 1., und vom 05.05.1988 - III ZR 105/87, NJW 1989, 37, unter II.1.c).
  • BVerwG, 15.02.2000 - 4 B 10.00

    Vorkaufsrecht der Gemeinde; Klagebefugnis des Käufers; öffentliche Hand als

    Der Bundesgerichtshof teilt diese Auffassung (vgl. BGH, Urteil vom 5. Mai 1988 - III ZR 105/87 - UPR 1988, 387).
  • OLG Jena, 21.08.2007 - 9 W 258/07

    Zur Verfassungsmäßigkeit eines gesetzlichen Vorkaufsrechtes zugunsten privater

    Zurecht ist daher anerkannt, dass ein gesetzliches Vorkaufsrecht das Grundstückseigentum, also eine bestandsgeschützte Rechtsposition im Sinne des Art. 14 Abs. 1 S. 1 GG, belastet (vgl. BVerfG NJW 2000, 1486, 1487; BGH NJW 1989, 37, 38; BVerwG NVwZ 1996, 500; Staudinger-Mayer, Art. 119 EGBGB Rn. 11, Stock in: Ernst/Zinkahn/Bielenberg, BauGB, Loseblattausg. 2005, § 24 Rn. 84 jeweils mit weit. Nachw.).

    Dabei handelt es sich zwar nicht um eine Enteignung im Sinne des Art. 14 Abs. 3 GG, doch sind die ein gesetzliches Vorkaufsrecht konstituierenden Vorschriften als inhalts- und schrankenbestimmende Gesetze im Sinne des Art. 14 Abs. 1 S. 2 GG anzusehen (vgl. BGH NJW 1989, 37, 38; BVerwG NVwZ-RR 1996, 500; Staudinger-Mayer a.a.O.).

  • VG Berlin, 08.07.2019 - 19 K 376.17

    Aufhebung eines Bescheids über die Ausübung des gemeindlichen Vorkaufsrechts

    Diese privatrechtsgestaltende Wirkung des Verwaltungsaktes, mit dem das gemeindliche Vorkaufsrecht ausgeübt wird (vgl. BVerwG, Beschlüsse vom 30. November 2009 - BVerwG 4 B 52/09 -, juris Rn. 5, und vom 15. Februar 2000 - BVerwG 4 B 10.00-NVwZ 2000, 1044; BGH, Urteil vom 5. Mai 1988 - III ZR 105/87 -, NJW 1989, 37 ; Reidt, in: Battis/Krautzberger/Löhr, a.a.O., § 28 Rn. 2), kommt dem Bescheid vom 18. März 1977 unverändert zu.

    Für den Erstkäufer folgt das Anfechtungsrecht daraus, dass durch die Ausübung des Vorkaufsrechts ein Eingriff in den durch den notariellen Kaufvertrag begründeten Eigentumsverschaffungsanspruch bewirkt wird, was sein Recht begründet, sich gegen die Ausübung des Vorkaufsrechts im Klagewege zur Wehr zu setzen (vgl BVerwG, Beschluss vom 15. Februar 2000, a.a.O.; OVG Rheinland-Pfalz, Urteil vom 12. April 2011 - OVG 8 A 11405/10 -, NVwZ-RR 2011, 611 ; Stock, in: Ernst/Zinkahn/Bielenberg/Krautzberger, a.a.O., § 28 Rn. 26 u. 46; im Ergebnis ferner z.B. auch BVerwG, Beschluss vom 30. November 2009, a.a.O.; BGH, Urteile vom 18. April 1991 - III ZR 79/90 -, NVwZ 1992, 812 f., und vom 5. Mai 1988, a.a.O.; Reidt, in: Battis/Krautzberger/Löhr, a.a.O., § 28 Rn. 21).

    Zugleich entfaltet die Ausübung des Vorkaufsrechts zu diesem Zeitpunkt, d.h. zum Zeitpunkt des Eintritts der Bestandskraft des Vorkaufsrechtsbescheides, ihre privatrechtsgestaltende Wirkung auch insoweit, als dann der neue, selbständige Kaufvertrag zwischen dem Verkäufer und der Gemeinde zustande kommt; ein zuvor erhobener Widerspruch und eine zuvor erhobene Klage gegen den Vorkaufsrechtsbescheid haben dagegen nach § 80 Abs. 1 VwGO aufschiebende Wirkung und hindern, dass vorzeitig die Rechtswirkungen eintreten, die sich an die Ausübung des Vorkaufsrechts knüpfen (vgl. BGH, Urteil vom 5. Mai 1988, a.a.O.).

  • OLG Frankfurt, 22.06.1995 - 1 U 29/94

    Wegfall der Geschäftsgrundlage

    Gemäß § 505 Abs. 2 BGB kommt damit grundsätzlich zwischen dem Berechtigten und dem Verpflichteten des Vorkaufsrechtes ein selbständiger Kaufvertrag zustande unter den Bedingungen, wie er zwischen dem Verpflichteten und dem Dritten geschlossen worden ist (BGH NJW 1989, S. 37).

    Das bedeutet, daß die Ausübung des Vorkaufsrechtes durch die beklagte Stadt ihre privatrechtsgestaltende Wirkung noch nicht entfaltet hat und daher ein Kaufvertrag zwischen der Klägerin und der Beklagten zu 1) noch nicht zustandegekommen ist (BGH NJW 1989, S. 37).

    Denn wenn die Entscheidung im Verwaltungsgerichtsverfahren ergeben sollte, daß die Voraussetzungen des § 24 BBauG für die Ausübung des Vorkaufsrechtes vorliegen, kommt gemäß § 505 Abs. 2 BGB zwischen der Klägerin und der Beklagten zu 1) ein Kaufvertrag zu den Bedingungen zustande, wie sie zwischen der Klägerin und dem Beklagten zu 2) vereinbart worden sind (BGH NJW 1989, S. 37).

    Selbst im Falle einer ausgleichspflichtigen Inhaltsbestimmung des Eigentums besteht kein Ausgleichsanspruch, weil es an einer entsprechenden Vorschrift fehlt und es nicht zulässig ist, einen derartigen Anspruch kraft Richterrechtes zu gewähren (BGH NJW 1989, S. 37, 39) [BGH 05.05.1988 - III ZR 105/87].

  • VerfGH Thüringen, 07.09.2010 - VerfGH 27/07

    Thüringer Waldgesetz

    VerfGH 27/07 17 bestimmenden Gesetzes im Sinne des Art. 34 Abs. 1 Satz 2 ThürVerf zu messen ist (zum inhaltsgleichen Art. 14 GG: BVerfG, Kammerbeschluss vom 10. Januar 2000 - BvR 1268/99 - NJW 2000, 1486 [1487]; BGH, Urteil vom 5. Mai 1988 - III ZR 105/87 - NJW 1989, 37 [38]; BVerwG, Beschluss vom 7. März 1996 - 4 B 18/96 - NVwZ-RR 1996, 500; Mayer, in: Staudinger, BGB, Kommentar, 2005, Art. 119 EGBGB Rdnr. 11).
  • OVG Sachsen, 12.03.2020 - 1 A 526/16

    Gemeindliches Vorkaufsrecht ; Verkehrsflächen ; Erstreckungsbescheid ;

    Nicht anders als die Ausübung des Vorkaufsrechts (§ 28 Abs. 2 Satz 1 BauGB) ist die öffentlich-rechtliche Erstreckung (§ 28 Abs. 2 Satz 2 BauGB) des Vorkaufsrechts - mag sie auch durch gesonderten Bescheid erfolgen - als privatrechtsgestaltender Verwaltungsakt zu qualifizieren (so ausdrücklich Kronisch, in: Brügelmann, BauGB, Januar 2017, § 28 Rn. 92), der in die Rechtssphäre des Erstkäufers eingreift, weil sein Anspruch auf Übereignung des Grundstücks vom Verkäufer nicht mehr erfüllt werden kann (zum Vorkaufsrecht vgl. BVerwG, Beschl. v. 15. Februar 2000 - 4 B 10.00 -, juris Rn. 5; Beschl. v. 30. November 2009 - 4 B 52.09 - , BRS 74 Nr. 130; BGH, Urt. v. 5. Mai 1988 - III ZR 105/87 - juris Rn. 13; Stock, in: Ernst/Zinkahn/Bielen-berg/Krautzberger, BauGB, Oktober 2019, § 28 Rn. 107).
  • BGH, 14.03.1997 - V ZR 129/95

    Rechtskraft der Einräumung eines Vorkaufsrechts

    a) In Rechtsprechung und Literatur ist allerdings umstritten, ob die Wirkungen eines Restitutionsbescheids erst zu dem Zeitpunkt eintreten, in dem er unanfechtbar geworden ist (Busche, aaO. § 16 Rdn. 10; Flotho, Rechtshandbuch Vermögen und Investitionen in der ehemaligen DDR, Stand Juli 1996 (künftig: RVI), § 16 VermG Rdn. 2, der für die Fälle des § 16 VermG zusätzlich den (Grundbuch-)Vollzug der Entscheidung verlangt; Hök, ZOV 1993, 147; Horn, Das Zivil- und Wirtschaftsrecht im neuen Bundesgebiet, 2. Aufl., S. 612, 638; Horst, Deutsche Wohnungswirtschaft 1993, 5, 6; Kimme, Offene Vermögensfragen, Stand August 1996, § 16 VermG Rdn. 4; Kimme, ZOV 1991, 31, 34; ders., ZOV 1992, 118; Plesse in Fieberg/Reichenbach/Messerschmidt/Neuhaus, VermG, Stand März 1996 (künftig: F/R/M/N), § 16 Rdn. 8; für die Ausübung des gesetzlichen Vorkaufsrechts nach § 24 BBauG 1979 im Ergebnis ebenso: BGH WM 1988, 1497, 1499) oder ob der Eintritt der Unanfechtbarkeit zur Folge hat, daß der Restitutionsbescheid seine Rechtswirkungen bereits vom Zeitpunkt seines Erlasses bzw. seiner Bekanntgabe an entfaltet (LG Berlin, VIZ 1993, 81 = ZOV 1992, 389, 390, ZOV 1993, 187, 188, ZOV 1995, 39; Kimme in Rädler/Raupach/Bezzenberger, Vermögen in der ehemaligen DDR, Stand März 1996, §§ 16 VermG Rdn. 4, 20 VermG Rdn. 28; Redeker/Hirtschulz, F/R/M/N, § 34 Rdn. 10; Wasmuth, RVI, § 34 VermG Rdn. 36 f).
  • BVerwG, 07.03.1996 - 4 B 18.96

    Eigentumsgrundrecht: Inhalts- und Schrankenbestimmung

  • OLG Naumburg, 28.07.1998 - 12 U 24/98

    Wirksamee Ausübung eines Vorkaufsrechts ; Schadensersatzanspruch wegen

  • BVerwG, 07.11.2000 - 6 B 19.00

    Ausübung eines naturschutzrechtlichen Vorkaufsrechts als unzulässige Enteignung

  • VGH Bayern, 26.09.1995 - 9 B 93.2828

    Zur Ausübung des Vorkaufsrechts nach dem BayNatSchG

  • OLG München, 01.10.1993 - 19 U 1754/93
  • VG Regensburg, 29.09.1992 - RO 11 K 91.0599

    Naturschutzrechliches Vorkaufsrecht nach BayNatSchG

  • VGH Bayern, 20.12.2017 - 14 ZB 16.118

    Zwingende Umstellung des Klageantrags nach Erledigung des Verwaltungsakts

  • OVG Rheinland-Pfalz, 04.03.2003 - 8 A 10154/03

    Vorkaufsrecht, besonderes Vorkaufsrecht, Satzung, Geltungsbereich, städtebauliche

  • OVG Rheinland-Pfalz, 04.03.2003 - 8 A 10154

    Begründung eines besonderen Vorkaufsrechts nach dem Baugesetzbuch durch Satzung;

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Rechtsprechung
   BGH, 15.06.1988 - VIII ZR 316/87   

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BGH, 15.06.1988 - VIII ZR 316/87 (https://dejure.org/1988,880)
BGH, Entscheidung vom 15.06.1988 - VIII ZR 316/87 (https://dejure.org/1988,880)
BGH, Entscheidung vom 15. Juni 1988 - VIII ZR 316/87 (https://dejure.org/1988,880)
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Volltextveröffentlichungen (5)

  • Wolters Kluwer

    Leasingvertrag - Finanzleasing - Optionsrecht - Rückkaufsrecht - Umgehungsgeschäft

  • ZIP-online.de

    Anwendung des Abzahlungsgesetzes auf einen Leasingvertrag mit späterem Erwerb des Leasinggutes durch den Leasingnehmer vom Lieferanten

  • rechtsportal.de

    AbzG § 6; BGB § 433, § 535
    Umgehung des AbzG durch Möglichkeit des Erwerbs von Lieferanten einer Leasingsache

  • ibr-online
  • juris (Volltext/Leitsatz)

Papierfundstellen

  • BGHZ 104, 392
  • NJW 1988, 2463
  • NJW-RR 1988, 1266 (Ls.)
  • ZIP 1988, 971
  • MDR 1988, 954
  • WM 1988, 1122
  • BB 1988, 1622
  • DB 1988, 1848
 
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Wird zitiert von ... (12)

  • BGH, 27.02.2007 - XI ZR 195/05

    Bankgeheimnis und Bundesdatenschutzgesetz hindern nicht die wirksame Abtretung

    Denn eine Vereinbarung, die die Haftung des Bürgen im Vergleich zu dem beschränkt, was sich aus der Urkunde in Verbindung mit den gesetzlichen Vorschriften ergibt, wird formlos gültig (BGH, Urteile vom 15. Juni 1988 - VIII ZR 316/87, WM 1988, 1122, 1123, und vom 17. März 1994 - IX ZR 102/93, WM 1994, 784, 785).
  • OLG Zweibrücken, 24.11.1992 - 4 U 48/92
    Folge der fristlosen Kündigung ist ein Anspruch des Leasinggebers gegen den Leasingnehmer auf Schadensersatz (BGH WM 1984, 933; BGHZ 104, 392, 395).

    Ein Schadensersatzanspruch entfällt allerdings, wenn der Leasingnehmer berechtigt war, den Leasingvertrag gemäß den §§ 6, 1 b AbzG zu widerrufen (BGHZ 104, 392, 395).

    a) Nach der für den Fall des Mietkaufs entwickelten (BGHZ 62, 42, 45) und später auf Leasingverträge ausgedehnten ständigen Rechtsprechung des Bundesgerichtshofes (BGHZ 68, 118, 121; BGHZ 71, 189, 195; BGHZ 71, 196, 199 ff; BGHZ 94, 180, 183 f unter II 1 a; BGHZ 94, 195, 199 ff = NJW 1985, 1539, 1540 = LM Nr. 40 zu § 6 AbzG; BGH WM 1977, 473, 475; BGH WM 1979, 1385, 1386; BGH NJW 1982, 1149 = WM 1982, 873, 874 [BGH 09.02.1982 - VI ZR 59/80] ; BGH NJW 1987, 842 [BGH 26.11.1986 - VIII ZR 354/85] = LM Nr. 42 zu § 6 AbzG; BGH NJW 1987, 2082, 2083 = WM 1987, 627 [BGH 11.03.1987 - VIII ZR 215/86] = LM Nr. 43 zu § 6 AbzG unter 1.2 a; BGHZ 104, 392, 395 f = NJW 1988, 2463 = LM Nr. 70 zu § 433 BGB = WM 1988, 1122 unter II 2 b; BGH LM Nr. 47 zu § 6 AbzG = BB 1989, 1149 unter II 1; BGH NJW-RR 1989, 1140 [BGH 31.05.1989 - VIII ZR 97/88] = LM Nr. 48 zu § 6 AbzG = BB 1989, 1501 unter II 2 a; BGH NJW 1990, 829 [BGH 29.11.1989 - VIII ZR 323/88] = LM Nr. 49 zu § 6 AbzG = WM 1990, 103, 105 = BB 1990, 232 [BGH 29.11.1989 - VIII ZR 323/88] unter II 1 mit umfangreichen Nachweisen aus der Literatur, die - mit teilweise kritischen, teilweise differenzierenden Begründungen in Richtung auf eine weitergehende Anwendung des Abzahlungsgesetzes - dem BGH im wesentlichen zustimmt; zuletzt BGH LM Nr. 51 zu § 6 AbzG = BB 1990, 1728 [BGH 30.05.1990 - VIII ZR 233/89] unter II 1) stellt ein - wie hier - mit einem Nichtkaufmann abgeschlossener Leasingvertrag ein verdecktes Abzahlungsgeschäft (§ 6 AbzG nur dann dar, wenn er - bei wirtschaftlicher Betrachtungsweise - darauf abzielt, die Wirkungen eines Kaufs zu erreichen.

    a) Zwar sind die Partner eines Leasingvertrages an eine bereits bei Vertragsschluß mündlich getroffene und ernsthaft gewollte Nebenabrede, wonach der Leasingnehmer die Sache entgegen der im schriftlichen Vertragstext enthaltenen Rückgabepflicht gleichwohl soll behalten dürfen, gebunden (BGHZ 94, 195, 205 = NJW 1985, 1539, 1541 = LM Nr. 40 zu § 6 AbzG unter II 4 c bb; BGHZ 104, 392, 396 = NJW 1988, 2463 = LM Nr. 70 zu § 433 BGB = WM 1988, 1122 unter II 2 c; BGH LM Nr. 51 zu § 6 AbzG = BB 1990, 1728 [BGH 30.05.1990 - VIII ZR 233/89] unter II 1).

    Dies folgt bei Leasingverträgen, die in der Regel - wie hier - als AGB-Klauselwerke ausgestaltet sind, nicht nur aus dem Vorrang der Individualabrede nach § 4 AGBG, sondern auch aus der Vertragsfreiheit der Parteien (BGHZ 94, 195, 205 = NJW 1985, 1539, 1541 = LM Nr. 40 zu § 6 AbzG unter II 4 c bb; BGHZ 104, 392, 396 = NJW 1988, 2463 = LM Nr. 70 zu § 433 BGB = WM 1988, 1122 unter II 2 c; BGH NJW-RR 1988, 241 = LM Nr. 38 zu § 276 BGB (Fb) unter II 2 a).

    aa) Sagt der Lieferant dem Leasingnehmer zu, dieser könne das Leasingobjekt nach Vertragsbeendigung vom Leasinggeber erwerben, dann bindet eine solche Zusage den Leasinggeber nur, wenn der Lieferant vom Leasinggeber zur Abgabe solcher rechtsgeschäftlicher Erklärungen bevollmächtigt war oder wenn zumindest die Voraussetzungen einer Duldungs- oder Anscheinsvollmacht vorliegen (BGH NJW-RR 1988, 241 = LM Nr. 38 zu § 276 BGB (Fb) = WM 1988, 84 unter II 2 b; ebenso BGHZ 104, 392, 397 = NJW 1988, 2463 = LM Nr. 70 zu § 433 BGB = WM 1988, 1122 unter II 2 d).

    bb) Ist dagegen dem Leasingnehmer vom Lieferanten die Zusage gegeben worden, er könne das Leasingobjekt nach Vertragsbeendigung von ihm selbst (dem Lieferanten) erwerben, dann stellen sich zwar Fragen der Bevollmächtigung des Lieferanten durch den Leasinggeber und Fragen der Duldungs- oder Anscheinsvollmacht nicht (BGHZ 104, 392, 397 f = NJW 1988, 2463 = LM Nr. 70 zu § 433 BGB = WM 1988, 1122 unter II 2 d).

  • OLG München, 17.01.2007 - 7 U 2759/06

    Schadensersatz wegen Pflichtverletzung in privatrechtlichem Bieterverfahren durch

    e) Der Beklagte hat diese Pflichtverletzung auch zu verantworten, da er für das Verschulden seiner Verhandlungsgehilfin, der P. AG, gemäß § 278 BGB einzustehen hat (vgl. BGH NJW 1988, 2463 f.; NJW 1991, 2556, 2557).
  • BGH, 22.03.1989 - VIII ZR 269/87

    Umgehung des AbzG durch Vereinbarung eines Erwerbsrechts in einem

    Eine in einem Finanzierungs-Leasingvertrag enthaltene Formularregelung, die bei Vertragsbeendigung grundsätzlich die Rückgabe der Leasingsache vorsieht, den Leasingnehmer aber verpflichtet und berechtigt, die Sache im Auftrag und im Namen des Leasinggebers zum Mindestpreis des Restbuchwertes zu veräußern oder selbst zu erwerben - ggf. auch zum höheren Preis einer vom Leasinggeber nachzuweisenden anderen Verkaufsmöglichkeit -, ist als Vereinbarung eines Erwerbsrechts für den Leasingnehmer auszulegen; sie indiziert damit ein Umgehungsgeschäft i.S. von § 6 AbzG (Fortführung der st. Rspr., z.B. BGHZ 94, 195 [BGH 24.04.1985 - VIII ZR 95/84]; 104, 392; WM 1987, 627).

    Nach der ständigen, vom Berufungsgericht in Bezug genommenen Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs ist ein Finanzierungs-Leasingvertrag als Umgehungsgeschäft im Sinne von § 6 AbzG anzusehen, wenn er bei seinem Abschluß darauf angelegt ist, dem Leasingnehmer bei störungsfreiem Verlauf die Sachsubstanz des Leasinggutes auf Dauer zu übertragen; ein wesentliches, nur durch Ausnahmegründe zu widerlegendes Indiz dafür ist die Einräumung eines Erwerbsrechts zugunsten des Leasingnehmers (zusammenfassend BGHZ 94, 195, 199, 203 [BGH 24.04.1985 - VIII ZR 95/84]; zuletzt Senatsurteile vom 11. März 1987 - VIII ZR 215/86 = NJW 1987, 2082 = WM 1987, 627 unter I 2 a - und vom 15. Juni 1988 - VIII ZR 316/87 = BGHZ 104, 392 = NJW 1988, 2463 [BGH 15.06.1988 - VIII ZR 316/87] = WM 1988, 1122 unter II 2b).

  • OLG Stuttgart, 12.06.2018 - 6 U 273/16

    Rechte des Leasingnehmers aufgrund einer mit dem Lieferanten vereinbarten

    Zwar hätte der Beklagte grundsätzlich über die Vereinbarungen im Dreiecksverhältnis zwischen den Parteien und der KBM ein abgeleitetes Besitzrecht für sich in Anspruch nehmen können (s. auch BGH, Urteil vom 26. Februar 2003 - VIII ZR 270/01 -, Rn. 26 a.E.; Urteil vom 15. Juni 1988 - VIII ZR 316/87 -, Rn. 32, juris; unter (1)).
  • BGH, 28.11.1994 - VIII ZR 315/93

    Umgehung des AbzG durch Recht zur Benennung eines Käufers des Leasinggegenstandes

    Nach ständiger Rechtsprechung des erkennenden Senats (vgl. u.a.: BGHZ 94, 195 ff [BGH 24.04.1985 - VIII ZR 95/84]; 104, 392 ff; Urteil vom 22. März 1989 - VIII ZR 269/87 = NJW 1989, 2132 = WM 1989, 797 unter II 1) stellt ein Leasingvertrag dann ein verdecktes Abzahlungsgeschäft (§ 6 AbzG) dar, wenn er bei wirtschaftlicher Betrachtungsweise darauf abzielt, die Wirkungen eines Kaufs zu erreichen.
  • BGH, 23.05.2001 - VIII ZR 279/99

    Zusicherung in einem Verkaufsgespräch; Zuladung eines PKW

    Aus dem Grundsatz des Vorranges einer Individualabrede gemäß § 4 AGBG und aus der Freiheit der Vertragschließenden, die im Formularvertrag vorgesehene Schriftformklausel insoweit außer Kraft zu setzen, folgt, daß das mündlich Vereinbarte wirksam zustande gekommen ist (BGHZ 104, 392, 396).
  • BGH, 30.05.1990 - VIII ZR 233/89

    Umgehung des Ausschlusses des Erwerbsrechts des Leasingnehmers

    Der Einräumung eines Erwerbsrechts können unter Umständen auch die Fälle gleichgeachtet werden, in denen sich die Leasingzeit mit der Dauer der tatsächlichen oder rechtlichen Nutzungsmöglichkeit der Leasingsache deckt, deren Gebrauchswert für den Leasingnehmer also während der Vertragsdauer vollständig aufgezehrt wird (vgl. BGHZ 94, 195, 202 f, 206 ff [BGH 24.04.1985 - VIII ZR 95/84]; 104, 392, 395 f; Senatsurteil vom 11. März 1987 - VIII ZR 215/86 = WM 1987, 627, 628 unter I 2, 2 a; Senatsurteil vom 31. Mai 1989 - VIII ZR 97/88 = WM 1989, 1142, 1143 unter II 2 a und b; s. auch zuletzt Senatsurteil vom 29. November 1989 - VIII ZR 323/88 = WM 1990, 103, 105 unter II 1, zum Abdruck in der amtlichen Sammlung vorgesehen).
  • OLG Düsseldorf, 01.06.2010 - 24 U 183/09

    Leistungsverweigerungsrechte des Leasingnehmers einer TV-Anlage wegen Einstellung

    Macht die Lieferantin dem Leasingnehmer anlässlich der Vorbereitungen zum Abschluss des Leasingvertrags Zusagen im eigenen Namen, kann sich der Leasingnehmer wegen der Erfüllung dieser Zusagen grundsätzlich nur an die Lieferantin halten (vgl. BGH aaO und BGHZ 104, 392 = NJW 1988, 2463, 2464 f sub II.2d; Senat aaO und neuerdings Beschl. v. 18.2. 2010 - I-24 U 115/09 bei JURIS und BeckRS 2010, 12220 - zur vom Lieferanten versprochenen Kaufoption).
  • OLG Karlsruhe, 25.01.2012 - 13 U 198/10

    Rückabwicklung eines Kaufvertrages über eine Eigentumswohnung wegen unrichtiger

    Auch bei der Anbahnung von Verträgen gilt für die Zurechnung des Verhaltens Dritter § 278 BGB (BGH NJW 1988, 2463 ; Palandt-Grüneberg, 71. Aufl. 2012, § 311 Rn. 28, m. w. N.).
  • OLG Düsseldorf, 10.05.1990 - 10 U 180/89
  • OLG Koblenz, 25.10.1988 - 3 U 686/87

    Schadensersatz wegen Nichterfüllung eines Leasingvertrags; Widerrufsrecht bei

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Rechtsprechung
   OLG Karlsruhe, 30.12.1986 - 9 U 26/85   

Zitiervorschläge
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OLG Karlsruhe, 30.12.1986 - 9 U 26/85 (https://dejure.org/1986,4986)
OLG Karlsruhe, Entscheidung vom 30.12.1986 - 9 U 26/85 (https://dejure.org/1986,4986)
OLG Karlsruhe, Entscheidung vom 30. Dezember 1986 - 9 U 26/85 (https://dejure.org/1986,4986)
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Volltextveröffentlichung

  • juris (Volltext/Leitsatz)

Papierfundstellen

  • NJW-RR 1988, 1266
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Rechtsprechung
   OLG Düsseldorf, 17.12.1987 - 10 U 100/87   

Zitiervorschläge
https://dejure.org/1987,2229
OLG Düsseldorf, 17.12.1987 - 10 U 100/87 (https://dejure.org/1987,2229)
OLG Düsseldorf, Entscheidung vom 17.12.1987 - 10 U 100/87 (https://dejure.org/1987,2229)
OLG Düsseldorf, Entscheidung vom 17. Dezember 1987 - 10 U 100/87 (https://dejure.org/1987,2229)
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Volltextveröffentlichungen (2)

Kurzfassungen/Presse

  • Wolters Kluwer(Abodienst, Leitsatz/Tenor frei) (Leitsatz)

    Leasingvertrag; Finanzierungs-Leasing; Umgehungsgeschäft; Einräumung eines Erwerbsrechts; Rückkaufvereinbarung

Papierfundstellen

  • NJW 1988, 1332
  • NJW-RR 1988, 1266 (Ls.)
  • MDR 1988, 495
  • VersR 1988, 697
  • BB 1988, 434
  • DB 1988, 494
 
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Wird zitiert von ... (4)

  • OLG Köln, 03.06.2004 - 7 U 184/03

    Schutzbereich der verletzten Amtspflicht bei unrichtiger Auskunft einer Gemeinde

    Der entstandene Nachteil muss zu der vom Schädiger geschaffenen Gefahrenlage in einem inneren Zusammenhang stehen; eine bloß zufällige äußere Verbindung genügt nicht (vgl. BGH NJW 99, 3203; 90, 2616; 88, 1332).
  • OLG Stuttgart, 12.06.2018 - 6 U 273/16

    Rechte des Leasingnehmers aufgrund einer mit dem Lieferanten vereinbarten

    Die von dem Beklagten für die Begründung einer Aufklärungspflichtverletzung zitierte Entscheidung des OLG Düsseldorf (Urteil vom 17. Dezember 1987 - 10 U 100/87 -, Rn. 19 ff., juris) ist für die vorliegende Konstellation unergiebig, da sie noch zur Rechtslage nach dem AbzG erging und sich die Ausführungen auf diese Verpflichtungen beziehen.
  • OLG Jena, 01.07.2009 - 4 U 588/08

    Keine Amtshaftung bei fehldendem Ursachenzusammenhang zwischen (angeblich

    Der entstandene Nachteil muss zu der vom Schädiger geschaffenen Gefahrenlage in einem inneren Zusammenhang stehen; eine bloß zufällige äußere Verbindung genügt nicht (BGH NJW 1999, 3203; 1990, 2616; 1988, 1332).
  • BGH, 15.06.1988 - VIII ZR 316/87

    Umgehung des AbzG durch Möglichkeit des Erwerbs von Lieferanten einer

    Wenn die Leasinggeberin sich gegen eine Anwendung des Abzahlungsgesetzes habe schützen wollen, so hätte sie dafür Sorge tragen müssen, daß der Lieferant, dessen sie sich bei der Beschaffung von Leasingverträgen und bei der Abwicklung nach Vertragsende als Erfüllungsgehilfen bedient habe, keine Verpflichtung zur späteren Übereignung einging (OLG Düsseldorf, Urteil vom 17. Dezember 1987 = DB 1988, 494).
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