Weitere Entscheidung unten: OLG Stuttgart, 17.03.1989

Rechtsprechung
   BGH, 08.02.1989 - IVa ZR 197/87   

Volltextveröffentlichungen (4)

  • Jurion

    Abschluss eines Lebensversicherungsvertrages durch den Bezugsberechtigten als Vertreter des Versicherungsnehmers - Entsprechende Anwendung des § 159 Abs. 2 Satz 1 Versicherungsvertragsgesetz (VVG) - Verletzung einer vorvertraglichen Anzeigepflicht im Rahmen eines Versicherungsverhältnisses - Leistungsverweigerungsrecht des Versicherers bei Täuschung über andere als gefahrerhebliche Umstände und bei Ansprüchen aus unerlaubten Handlungen - Veranlassung der eigenen Ehefrau zum Abschluss eines Lebensversicherungsvertrages in der Absicht ihrer Ermordung - Vorliegen eines in mittelbarer Täterschaft begangenen Betrugs zu Lasten des Versicherers - Zurechnung des Betruges an die Ehefrau und deren Erben bei Auftreten des Ehemanns als Verhandlungsgehilfe - Tätigwerden als Hilfsperson mit dem Willen des Schuldners

  • iurado.de (Kurzinformation und Volltext)

    Keine Auszahlung der Lebensversicherung, wenn der Ermordete sich das Verhalten seines Mörders zurechnen lassen muss; §§ 16 ff, 159 Abs. 2 VVG, 123, 124, 278 BGB

  • rechtsportal.de(Abodienst, kostenloses Probeabo)

    Abschluß einer Lebensversicherung für den Fall des Todes eines anderen; Rechtsfolgen der Verletzung einer vorvertraglichen Anzeigepflicht; Freistellung des Versicherers bei in der Absicht der Ermordnung der versicherten Person abgeschlossenen Lebensversicherungsvertrag

  • juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)

Papierfundstellen

  • NJW-RR 1989, 1183
  • MDR 1989, 616
  • FamRZ 1989, 611
  • VersR 1989, 465



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Wird zitiert von ... (22)  

  • BGH, 21.09.2011 - IV ZR 38/09  

    HEROS II

    Daher lag allein im Betreiben dieses Schneeballsystems bereits eine anzeigepflichtige unmittelbare Gefährdung des Vertragszwecks der Versicherung (vgl. Senatsurteil vom 8. Februar 1989 - IVa ZR 197/87, VersR 1989, 465 unter II 3; BGH, Urteil vom 4. März 1998 - VIII ZR 378/96, NJW-RR 1998, 1406 unter II 1).
  • BGH, 07.02.2007 - IV ZR 5/06  

    Ansprüche des Versicherers bei Täuschung des Versicherungsnehmers über einen

    Betrifft eine Nicht- oder Falschanzeige gefahrerhebliche Umstände, so bestehen daneben keine Ansprüche aus culpa in contrahendo (Senatsurteile vom 22. Februar 1984 - IVa ZR 63/82 - VersR 1984, 630 unter I 2; vom 8. Februar 1989 - IVa ZR 197/87 - VersR 1989, 465 unter II 3, vorangehend OLG Hamm VersR 1988, 458; vom 18. September 1991 - IV ZR 189/90 - VersR 1991, 1404 unter 2 b; OLG Saarbrücken VersR 1997, 863).

    Das kann der Fall sein bei Ansprüchen aus unerlaubten Handlungen, insbesondere bei den Tatbeständen der §§ 826, 823 Abs. 2 BGB, die neben den §§ 16 ff. VVG anzuwenden sind (BGH, Urteile vom 8. Februar 1989 aaO unter II 3; vom 22. Februar 1984 aaO; vom 18. September 1991 aaO).

    Das Berufungsgericht hat insbesondere nicht festgestellt, die Klägerin oder ihr Ehemann hätten die Beklagte zum Abschluss der Versicherungsverträge bereits in der vorgefassten Absicht veranlasst, die Verträge für betrügerische Schadensmeldungen zu nutzen oder künftig Versicherungsfälle vorsätzlich herbeizuführen (vgl. dazu Senatsurteil vom 8. Februar 1989 aaO).

  • BGH, 02.12.2015 - IV ZB 27/15  

    Nachlasssache: Grenzen der Amtsermittlungspflichten des Nachlassgerichts bei

    Werden andere als die in der ursprünglichen Anfechtungserklärung genannte Gründe geltend gemacht, liegt eine neue Anfechtungserklärung vor, deren Rechtzeitigkeit nach dem Zeitpunkt ihrer Abgabe zu beurteilen ist (Senatsurteil vom 8. Februar 1989 - IVa ZR 197/87, VersR 1989, 465 unter II 1; BGH, Urteile vom 19. Februar 1993 - V ZR 249/91, NJW-RR 1993, 948 unter II 3; vom 11. Oktober 1965 - II ZR 45/63, NJW 1966, 39; BayObLG aaO; Palandt/Weidlich, BGB 74. Aufl. § 1955 Rn. 2).
  • BGH, 08.10.1991 - XI ZR 207/90  

    Haftung der Bank im beleggebundenen Überweisungsverkehr; Divergenzen zwischen

    Das gilt selbst dann, wenn diese seinen Weisungen oder Interessen vorsätzlich zuwiderhandeln, um eigene Vorteile zu erzielen (st.Rspr.; RGZ 101, 348, 350; BGH, Urteil vom 8. Februar 1965 - III ZR 170/63, NJW 1965, 962, 963, 964; BGH, Urteil vom 12. Juli 1977 - VI ZR 159/75, WM 1977, 994 f.; BGH, Urteil vom 8. Februar 1989 - IVa ZR 197/87, NJW-RR 1989, 1183, 1185; BGH, Urteil vom 19. Oktober 1989 - III ZR 92/88, WM 1990, 98, 99).
  • BGH, 09.12.1998 - IV ZR 306/97  

    Ausfüllung eines Lebensversicherungsantrags durch Dritte

    a) In einem vergleichbaren Fall - allein ein Dritter war bei Antragstellung aufgetreten - hat der Senat bereits § 159 Abs. 2 Satz 1 VVG entsprechend angewandt (Urteil vom 8. Februar 1989 - IVa ZR 197/87 - VersR 1989, 465 unter II 2 = NJW-RR 1989, 1183).

    Das Einwilligungserfordernis zielt nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs darauf ab, die Spekulation mit dem Leben anderer zu unterbinden (BGH, Urteil vom 8. Februar 1989, aaO; Beschluß vom 5. Oktober 1994 - IV ZR 18/94 - VersR 1995, 405 = NJW-RR 1995, 476, dazu Hülsmann VersR 1995, 501; Urteil vom 7. Mai 1997 - IV ZR 35/96 - VersR 1997, 1213 = NJW 1997, 2381 unter II 3, dazu Hülsmann VersR 1997, 1467).

  • LG Amberg, 07.09.2017 - 24 O 1012/16  

    Schadensersatzansprüche, Prospekthaftung

    Zwar ist richtig, dass unter bestimmten Voraussetzungen die Benutzung eines Werkzeuges ausreicht, so wenn der an den Verhandlungen unbeteiligte Begünstigte den gutgläubig Verhandelnden arglistig als Werkzeug benutzt (Palandt/Ellenberger, BGB, 71. Aufl., 2017, § 123 Rn. 13 unter Rekurs auf BGH, NJW-RR 1989, 1183 und NJW 1990, 1915; so auch Jauernig/Mansel, BGB, 16. Aufl., 2015, § 123 Rn. 10).
  • BGH, 22.01.1990 - II ZR 25/89  

    Anfechtung der Abtretung eines GmbH-Anteils wegen arglistiger Täuschung; Geltung

    Nicht Dritter i.S. von § 123 Abs. 2 BGB ist aber auch der Allein- oder Mehrheitsgesellschafter einer GmbH, wenn er die Möglichkeiten seiner Weisungsbefugnis gegenüber der Geschäftsführung dazu nutzt, in mittelbarer Täterschaft durch die GmbH als Werkzeug deren Geschäftspartner arglistig zu täuschen (vgl. Scholz/Emmerich, GmbHG 7. Aufl. § 13 Rdnr. 73; Kramer in MünchK. z. BGB , 2. Aufl. § 123 Rdnr. 19; allgemein für den Fall mittelbarer Täterschaft vgl. Palandt/Heinrichs, 49. Aufl. § 123 Anm. 2 f., bb); vgl. auch BGH, Urt. v. 8. Februar 1989 - IVa ZR 197/1487, VersR 1989, 465, 466).
  • OLG Köln, 06.11.2012 - 9 U 66/12  

    Anfechtung einer Filmausfallversicherung wegen unrichtiger Angaben einer

    Ausgehend von einer gewissen Nähe der Arglistanfechtung zur Haftung wegen Verschuldens bei Vertragsverhandlungen ist insofern eine mittelbare Anwendung des § 278 BGB geboten (BGH, NJW 1967, 1028, 1028; 1962, 2195, 2196; VersR 1989, 465), die um die entsprechende Anwendung der §§ 164 ff. BGB (so Staudinger/ Singer , BGB, 2011, § 123 Rn. 50) oder die Grundsätze der Anscheinshaftung (MüKo-BGB/ Armbrüster , BGB, 6. Aufl. 2012, § 123 Rn 66) zu ergänzen ist.

    Zudem ist diese Einschränkung rechtlich auch so nicht haltbar: Die dabei in Bezug genommene Entscheidung des OLG Hamm (NJW-RR 1987, 1170, 1171 = VersR 1988, 458) ist durch den Bundesgerichtshof (VersR 1989, 465) - wenn auch aus anderen Gründen - aufgehoben worden, doch hat der Bundesgerichtshof eine solche Einschränkung zu Recht als "nicht unbedenklich" bezeichnet (kritisch auch Prölss/Martin/ Prölss , VVG, 28. Aufl. 2010, § 22 Rn. 16).

  • OLG Düsseldorf, 27.02.2007 - 4 U 104/06  

    Leistungsfreiheit des privaten Unfallversicherers wegen Verletzung der

    Das Gesetz kommt diesen Schutzgedanken nach, indem es die Entscheidung, welchem Risiko, insbesondere gegenüber dem Versicherungsnehmer sich die Gefahrperson aussetzen möchte, ausschließlich der Entscheidung der Gefahrperson vorbehält (BGH, VersR 1999, 347, 348; VersR 1995, 409; VersR 1989, 465).

    Über die Rechtsfolge des Fehlens einer wirksamen Einwilligung besteht Einigkeit, soweit durch einen Unfallversicherungsvertrag ausschließlich Todesfallleistungen bedungen werden, dann handelt es sich im Ergebnis um eine Lebensversicherung und § 159 Abs. 2 VVG findet Anwendung, ein solcher Vertrag ist ohne Einwilligung nichtig (BGH, VersR 1999, 347; VersR 1995, 501; VersR 89, 465).

  • LG Köln, 28.09.2012 - 2 O 457/08  

    Schadensersatzanspruch wegen Verschuldens bei Vertragsverhandlungen aufgrund von

    Die Gutgläubigkeit des Übermittelnden beseitigt die arglistige Täuschung nicht (Palandt-Ellenberger, BGB, 71. Auflage, 2012, § 123, Rn. 13 aE; BGH v. 8.2.1989 - IVa ZR 197/87, VersR 1989, 465).
  • BGH, 18.09.1991 - IV ZR 189/90  

    Anspruch aus einer Feuerversicherung für landwirtschaftliche Betriebe auf der

  • OLG Hamm, 07.07.2015 - 15 W 329/14  

    Zulässigkeit des sog. Nachschiebens von Gründen für die Anfechtung der

  • OLG Bamberg, 04.03.2010 - 1 U 74/09  

    Berufsunfähigkeitszusatzversicherung: vorvertragliche Anzeigepflicht und

  • OLG Nürnberg, 22.10.1998 - 8 U 1610/98  

    Nachschieben von Gründen beim Rücktritt des Versicherers

  • OLG Düsseldorf, 08.04.2008 - 24 U 186/06  

    Notarrecht - Haftung wegen schuldhaften Gebrauchs eines Vollstreckungstitels

  • OLG Brandenburg, 03.05.2012 - 10 U 6/11  

    Ausgleichszahlung unter getrennten nichtehelichen Lebenspartnern: Anforderungen

  • BGH, 05.10.1994 - IV ZR 18/94  

    Voraussetzung für die Gültigkeit eines Vertrages nach § 159 Abs. 2 Satz 1 Gesetz

  • BayObLG, 20.12.1993 - 1Z BR 33/93  

    Anfechtung einer Erbschaftsausschlagung wegen Irrtums bei Grundstücken in der

  • VGH Bayern, 19.01.2015 - 22 ZB 14.2220  

    Versicherungsvermittler

  • OLG Düsseldorf, 20.03.1997 - 24 U 39/96  
  • OLG Frankfurt, 28.11.2002 - 3 U 18/02  

    Antrag auf Rückzahlung bereits gezahlter Versicherungsprämien; Anwendung des §

  • BGH, 29.11.1989 - IVa ZR 257/88  

    Überprüfung der Beweiswürdigung des Tatrichters durch das Revisionsgericht - Für

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Rechtsprechung
   OLG Stuttgart, 17.03.1989 - 2 U 147/88   

Volltextveröffentlichungen (2)

  • Jurion(Abodienst, Leitsatz/Tenor frei)

    Anspruch eines Architekten auf Honorar für Grundlagenermittlung und Vorplanung; Bestehen oder Nichtbestehen einer Hinweispflicht eines Architekten auf Entstehung von Kosten für dessen Tätigkeit

  • juris (Volltext/Leitsatz)

Kurzfassungen/Presse

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Verfahrensgang

Papierfundstellen

  • NJW 1989, 2402
  • NJW-RR 1989, 1183 (Ls.)
  • BauR 1989, 630



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Wird zitiert von ... (2)  

  • OLG Düsseldorf, 22.01.2008 - 23 U 88/07  

    Abgrenzung der rein akquisitorischen Tätigkeit des Architekten zum Vorliegen

    Auch § 125 BGB steht der Wirksamkeit derartiger Vereinbarungen nicht entgegen, weil der Architektenvertrag nach allgemeiner Auffassung keiner bestimmten Form bedarf und deshalb auch durch mündliche Abrede zustande kommen kann (OLG München, Urteil vom 16.01.1990, 9 U 4275/89, BauR 1991, 650; OLG Stuttgart, Urteil vom 17.03.1989, 2 U 147/88, NJW 1989, 2402; Hesse/Korbion/Mantscheff/Vygen, a.a.O., § 1 HOAI, Rn. 7; Werner/Pastor aaO., Rn. 611).

    Geht dessen Tätigkeit - wie hier - über geringfügige Arbeiten hinaus, so ist eine Vergütung im Sinne des § 632 BGB üblich, da ein Architekt oder Ingenieur grundsätzlich nicht bereit ist, derartig umfangreiche Leistungen lediglich aufgrund einer ungewissen Vergütungserwartung zu erbringen (BGH, Urteil vom 09.04.1987, VII ZR 266/86, NJW 1987, 2742, 2743; OLG Stuttgart, Urteil vom 17.03.1989, 2 U 147/88, NJW 1989, 2402; Knacke, BauR 90, 395, 399; Werner/Pastor, a.a.O., Rn. 622).

  • OLG Saarbrücken, 10.02.1999 - 1 U 379/98  

    Architektenhonorar: Kostenlose Akquisition oder entgeltlicher Architektenvertrag?

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