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   BGH, 11.05.1989 - III ZR 2/88   

Volltextveröffentlichungen (3)

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  • Jurion

    Voraussetzungen für das Zustandekommens eines Darlehensvertrages - Vermutung der Echtheit einer Unterschrift - Begriff des Blankettmissbrauchs

  • juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)

Papierfundstellen

  • NJW-RR 1989, 1323



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Wird zitiert von ... (35)  

  • BGH, 15.11.2006 - IV ZR 122/05  

    Anforderungen an die Namensunterschrift

    Deshalb müsse der Kläger nach § 440 Abs. 2 ZPO beweisen, dass der über seiner Unterschrift stehende Text ihm nicht zuzurechnen sei (etwa wegen eines Blankettmissbrauchs, vgl. BGH, Urteil vom 11. Mai 1989 - III ZR 2/88 - NJW-RR 1989, 1323 unter II 2).
  • BGH, 15.05.1991 - VIII ZR 38/90  

    Formularklauseln in Wohnungsmietvertrag

    Da der Grundsatz der Vermutung der Vollständigkeit und Richtigkeit der Urkunde (BGHZ 67, 378, 381; BGH, Urteil vom 19. März 1980 - VIII ZR 183/79 = NJW 1980, 1680 unter I 2 b; BGH, Urteil vom 11. Mai 1989 III ZR 2/88 = BGHR ZPO § 416 Beweiskraft 4) auch für Formularverträge gilt, die das Schriftformerfordernis erfüllen (Ulmer in Ulmer/Brandner/Hensen § 4 Rdnr. 48; Staudinger/Schlosser § 4 AGBG Rz. 34; Soergel/Stein, 11. Aufl. § 4 AGBG Rz. 20), bewirkt die Klausel eine Beweislastumkehr.
  • BGH, 12.03.2015 - V ZR 86/14  

    Urkundenbeweis: Echtheit von Privaturkunden; Nachweis eines Blankettmissbrauchs

    Eine Privaturkunde begründet nach § 416 ZPO allein vollen Beweis dafür, dass die in der Urkunde enthaltenen Erklärungen von dem Aussteller abgegeben worden sind (BGH, Urteil vom 11. Mai 1989 - III ZR 2/88, NJW-RR 1989, 1323; Urteil vom 24. Juni 1993 - IX ZR 96/92, NJW-RR 1993, 1379, 1380).

    b) Steht die Echtheit der Unterschrift fest oder ist diese - wie hier - als echt zu unterstellen, greift zugunsten der Partei, die sich auf die Urkunde beruft, die Vermutung der Echtheit auch der über der Unterschrift stehenden Schrift nach § 440 Abs. 2 ZPO ein (BGH, Urteil vom 13. April 1988 - VIII ZR 274/87, BGHZ 104, 172, 176; Urteil vom 11. Mai 1989 - III ZR 2/88, NJW-RR 1989, 1323; Urteil vom 8. März 2006 - IV ZR 145/05, NJW-RR 2006, 847 Rn. 18).

    Bei einem behaupteten Blankettmissbrauch hat allerdings der Aussteller die nicht vereinbarungsgemäße Ausfüllung eines Blanketts zu beweisen (BGH, Urteil vom 13. April 1988 - VIII ZR 274/87, BGHZ 104, 172, 177; Urteil vom 11. Mai 1989 - III ZR 2/88, NJW-RR 1989, 1323).

  • BGH, 04.06.2002 - XI ZR 361/01  

    Verjährung des Rückzahlungsanspruchs nach Kündigung eines Sparkontos

    Die Beweisregel erstreckt sich dagegen nicht auf den materiellen Inhalt der beurkundeten Erklärungen, also darauf, daß die in der Privaturkunde bestätigten tatsächlichen Vorgänge wirklich so geschehen sind (BGH, Urteil vom 11. Mai 1989 - III ZR 2/88, NJW-RR 1989, 1323, 1324; Musielak/Huber, ZPO 3. Aufl. § 416 Rdn. 4; Zöller/Geimer, ZPO 23. Aufl. § 416 Rdn. 9).
  • BGH, 16.12.1999 - IX ZR 36/98  

    Umfang einer Blankobürgschaft

    Diese Vorschrift gilt auch für eine Blankounterschrift und einen - vom Beklagten behaupteten - Blankettmißbrauch (BGHZ 104, 172, 176; BGH, Urt. v. 17. April 1986, aaO 3087; v. 11. Mai 1989 - III ZR 2/88, NJW-RR 1989, 1323 f).

    Vielmehr streiten die Parteien darüber, ob zwischen ihnen ein Bürgschaftsvertrag zustande gekommen ist (vgl. BGH, Urt. v. 11. Mai 1989, aaO 1324).

  • BGH, 24.06.1993 - IX ZR 96/92  

    Beweiskraft öffentlicher und privater Urkunden - Anfechtbarkeit unentgeltlicher

    Ob die in der Privaturkunde enthaltenen Angaben - auch über die Zeit der Ausstellung - zutreffen, ob insbesondere ein in der Urkunde bestätigtes Rechtsgeschäft zustande gekommen ist und welchen Inhalt es hat, unterliegt der freien tatrichterlichen Beweiswürdigung (RGZ 16, 436, 438; 31, 337, 339; BGH, Urt. v. 16. November 1979 - V ZR 93/77, NJW 1980, 1047, 1048; v. 20. Januar 1986 - II ZR 56/85, DB 1986, 798; v. 11. Mai 1989 - III ZR 2/88, NJW-RR 1989, 1323, 1324).
  • BGH, 24.11.2004 - XII ZR 113/01  

    Beschränkung der persönlichen Haftung des BGB -Gesellschafters auf das

    Hierfür muß derjenige, der mündliche Abreden entgegen dem Inhalt der Urkunde behauptet, beweisen, daß die Urkunde unrichtig oder unvollständig ist und das mündlich Besprochene Gültigkeit haben soll (vgl. BGH, Urteil vom 11. Mai 1989 - III ZR 2/88 - NJW-RR 1989, 1323, 1324; Zöller/Geimer ZPO 24. Aufl. § 416 Rdn. 10).
  • BGH, 21.01.1992 - XI ZR 71/91  

    Nebenschrift ist keine Unterschrift

    Dabei hat es jedoch, wie die Revision mit Recht rügt, übersehen, daß mit Mängeln behaftete Urkunden nach § 419 ZPO keine formelle Beweiskraft entfalten und der freien richterlichen Beweiswürdigung unterliegen (BGH, Urteil vom 25. März 1987 - IVa ZR 224/85 = NJW 1988, 60, 62 m.w.Nachw.; Urteil vom 11. Mai 1989 - III ZR 2/88 = NJW-RR 1989, 1323, 1324).
  • LAG Hamm, 02.02.1995 - 4 Sa 1850/94  

    Urkundenbeweis: Erbringung durch Foto- oder Telekopie; Kündigung:

    Vom Kläger wird nicht die Unterschriftsleistung durch die Betriebsratsvorsitzende S. in Abrede gestellt, mithin ist die von der Beklagten vorgelegte Privaturkunde echt im Sinne der ZPO §§ 439, 440 , so dass sich ihre Beweiskraft nach § 416 ZPO beurteilt (BGH vom 13.04.1988, LM Nr. 3 zu § 292 ZPO = NJW 1988, 2741, 2742; BGH vom 11.05.1989, NJW-RR 1989, 1323).

    Dagegen soll die Beweisregel des § 416 ZPO nicht die Umstände der Abgabe der Erklärungen wie Zeit und Ort ergreifen, so dass ein in der Privaturkunde enthaltenes Datum nur beweise, dass es vom Aussteller angegeben, nicht aber, dass es richtig angegeben worden sei (vgl. BGH vom 11.05.1989, aaO.; BGH vom 05.02.1990, LM Nr. 11 zu § 15 HGB = NJ-RR 1990, 737, 738 = BGH vom 24.06.1993, LM Nr. 6 zu § 415 ZPO = NJW-RR 1993, 1379 ).

    Wie bereits dargelegt, kann bei einer Privaturkunde zwar die Beweisregel des § 416 ZPO nicht für die Richtigkeit des in der Urkunde genannten Datums herangezogen werden, jedoch besteht aber für ein solches Datum die tatsächliche, wenn auch entkräftbare Vermutung der Richtigkeit (A. Mayer/M. Mayer, aaO., S. 291; a.A. BGH vom 11.05.1989, aaO.; BGH vom 05.02.1990, aaO.), zumal dann, wenn die Echtheit der Namensunterschrift der Ausstellerin - hier: der Betriebsratsvorsitzenden S. - nicht bestritten ist.

  • BGH, 05.02.1990 - II ZR 309/88  

    Berufung auf Unrichtigkeit des Handelsregisters

    Deshalb beweist ein in der Privaturkunde enthaltenes Datum nur, daß es vom Aussteller angegeben, nicht aber, daß es richtig angegeben wurde (vgl. Baumbach/Lauterbach/Albers/Hartmann, ZPO 48. Aufl. § 416 Anm. 2 C; vgl. auch BGH, Urt. v. 11. Mai 1989 - III ZR 2/88, NJW-RR 1989, 1323).
  • OLG Saarbrücken, 19.07.2018 - 4 U 26/17  

    Schadensersatz, Rechtsanwaltsgebühren, Unfallregulierung

  • OLG Karlsruhe, 03.12.2015 - 12 U 57/15  

    Voraussetzungen für Zeugnisverweigerungsrecht eines Berufsgeheimnisträgers (hier:

  • OLG Hamm, 16.10.2008 - 17 U 1/08  

    Unwirksamkeit der Vereinbarung eines Architektenhonorars wegen Unterschreitung

  • OLG Saarbrücken, 01.10.2003 - 5 U 134/03  

    Berufsunfähigkeitsversicherung: Zur Frage der Wirksamkeit von Auschlussklauseln

  • OLG Oldenburg, 03.07.2012 - 12 U 61/10  

    Grundstücksübertragungsvertrag: Sittenwidrigkeit des Vertrages; Rücktrittsrecht

  • OLG Saarbrücken, 03.05.2006 - 1 U 397/05  

    Zur Auslegung einer schriftlichen Honorarvereinbarung

  • OLG Koblenz, 27.05.2004 - 5 U 1477/03  

    Umfang der Zuwendung eines Geschäftsbetriebes durch Erbvertrag; Zurückforderung

  • OLG München, 07.03.2008 - 10 U 5394/07  

    Fahrzeugvollversicherung: Schadensersatz auf Grund der Kollision mit Leitplanken

  • KG, 25.01.2006 - 11 U 15/04  

    Forderung: Die Vermutung der Vollständigkeit und Richtigkeit einer privaten

  • OLG Hamm, 23.02.2017 - 5 U 66/16  

    Zulässigkeit der Zwangsvollsteckung aus einer Unterwerfungserklärung durch den

  • BGH, 24.11.2004 - XII ZR 182/01  

    Beschränkung der persönlichen Haftung des BGB -Gesellschafters auf das

  • OLG Frankfurt, 02.04.2003 - 1 U 22/02  

    Beweis durch Privaturkunde; Durchschrift auf einem Quittungsformular als Urkunde;

  • OLG Köln, 23.10.2014 - 12 U 8/14  

    Erschütterung der Beweiskraft einer Privaturkunde

  • OLG München, 18.06.2015 - 14 U 2974/14  

    Streit über die Wirksamkeit streitgegenständlicher Unterschriften

  • OLG Hamm, 24.09.2012 - 31 U 193/10  

    Verpflichtung einer kommunalen Wohnungsbaugesellschaft aus einem Schuldbeitritt

  • OLG Düsseldorf, 14.05.2009 - 13 U 34/08  

    Darlehn, Insolvenz Rückzahlungsanspruch

  • OLG Karlsruhe, 07.02.2001 - 3A W 1/01  

    Regressprozess - Zeugenvernehmung - unzulässige Verwendung tatrichterlicher

  • OLG Naumburg, 08.08.2012 - 1 W 46/12  

    Voraussetzungen der Prozesskostenhilfe für den Beklagten im Urkundenprozess

  • OLG Bamberg, 11.12.2000 - 4 U 159/00  

    Wandelung: Verschweigen eines Unfallschadens/ arglistige Täuschung

  • LG Oldenburg, 19.10.2016 - 9 O 3005/15  

    Garantie für die Laufleistung eines Gebrauchtwagens

  • OLG München, 28.06.2007 - 19 U 2398/07  

    Haftung einer Grundschuld für Prozessbürgschaften

  • OLG Brandenburg, 24.09.2014 - 4 U 23/13  

    Darlehensrückzahlungsanspruch: Folge der Echtheit einer (Blanko-)Unterschrift

  • LG Duisburg, 31.05.2007 - 8 O 450/06  

    Übertragbarkeit der Grundsätze des Schutzes von Gläubigern einer Gesellschaft mit

  • BGH, 21.12.1989 - III ZR 73/89  

    Beweislast für Darlehensrückzahlungsanspruch - Urkundsbeweis durch Vorlage einer

  • LG Frankfurt/Main, 09.05.2014 - 10 O 92/11  

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