Weitere Entscheidung unten: AG Duisburg, 14.07.1999

Rechtsprechung
   OLG Koblenz, 12.08.1999 - 8 U 970/99   

Volltextveröffentlichungen (6)

  • rechtsportal.de(Abodienst, kostenloses Probeabo)

    Gebührenanspruch der Deutschen Telekom bei "Sex"-Gesprächen

  • Jurion(Abodienst, Leitsatz/Tenor frei)

    Telefonrechnung; 0190-Nummer; Sex-Nummer; Prozesskostenhilfe; Erfolgsaussicht

  • juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)

Kurzfassungen/Presse

  • heise.de (Rechtsprechungsübersicht, 03.04.2001)

    Gerichte uneins über Rechtmäßigkeit von Telefonsex-Rechnungen

Verfahrensgang

Papierfundstellen

  • NJW-RR 2000, 930
  • MMR 1999, 725
  • K&R 1999, 519
  • afp 1999, 530



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Wird zitiert von ... (8)  

  • BGH, 22.11.2001 - III ZR 5/01  

    Telefonentgelte bei Anwahl von 0190-Sondernummern (Telefonsex)

    Demgegenüber geht die wohl herrschende Meinung in der Rechtsprechung der Oberlandesgerichte dahin, daß die Wertneutralität der vertraglichen Beziehungen zwischen dem Kunden und dem jeweiligen Netzbetreiber auch den für 0190-Sondernummern berechneten Gesamtpreis abdeckt (OLG Jena aaO; OLG Koblenz, NJW-RR 2000, 930; OLG Hamm, MMR 2000, 371; OLG Saarbrücken, OLG-Report 2001, 123 f).
  • OLG Celle, 29.11.2000 - 21 U 36/00  

    Einziehung von Telefongebühren durch Mobilfunkunternehmen bei Sittenwidrigkeit

    Es verstößt nicht gegen Normen des Strafrechts (OLG Koblenz, NJW-RR 2000, S. 930; LG Hamburg, a. a. O.) und ist nicht einmal ordnungswidrig (BGH NJW 1998, S. 2895 (2896); OLG Koblenz, NJW-RR 2000, S. 930).

    Sie sind objektiv nicht darauf gerichtet, den Telefonsex zu fördern (OLG Koblenz, NJW-RR 2000, S. 930; OLG Hamm MMR 2000, 371; a. A. (jeweils betr. Deutsche Telekom) OLG Düsseldorf, a. a. O., S. 1432; OLG Stuttgart a. a. O. S. 1219; LG Bonn MMR 2000, 377).

    Das führt jedoch nicht dazu, dass der Telefonnetzbetreiber auch die nichtige Forderung einziehen kann (a. A. OLG Koblenz, NJW-RR 2000, S. 930; OLG Hamm a. a. O.).

  • OLG Jena, 11.07.2000 - 9 U 393/00  

    Zur Sittenwidrigkeit von Telefonsexgesprächen

    Während ein Teil der Rechtsprechung (vgl. OLG Stuttgart v. 21.4.1999 - 9 U 252/98, OLGR Stuttgart 1999, 225 = MDR 1999, 1056 = NJW-RR 1999, 1430; v. 27.10.1999 - 9 U 96/99, OLGR Stuttgart 1999, 421; OLG Düsseldorf v. 8.6.1999 - 20 U 100/98, NJW-RR 1999, 1431; LG Bielefeld v. 17.12.1998 - 20 S 130/98, NJW-RR 1999, 1512 f; AG Essen v. 13.7.1989 - 24 C 64/89, NJW 1989, 3162; AG Garmisch-Partenkirchen NJW 1990, 856; OLG Hamm v. 26.1.1989 - 1 Ws 354/88, NJW 1989, 2551; AG Dortmund v. 22.1.1991 - 125 C 9751/90, MDR 1991, 535) Telefonsex -Verträge unter 0190-Servicenummern als sittenwidrig ansieht und einen Anspruch des Telekommunikationsunternehmens auf eine Vergütung insoweit ablehnt, wird demgegenüber im neueren Schrifttum und von einer Reihe von Gerichten die Auffassung vertreten, dass ein Vertrag über Telefongespräche sexuellen Inhalts gegen Entgelt nicht zwangsläufig wegen Verstoßes gegen die "guten Sitten" nach § 138 Abs. 1 BGB nichtig ist und somit grundsätzlich zivilrechtlich wirksam geschlossen werden kann (Behm, NJW 1990, 822 ff; AG Offenbach v. 13.11.1987 - 36 C 3953/87, NJW 1988, 1097; LG Krefeld ArchivPT 1998, 274 ff; OLG Koblenz MMR 1999, 725; LG Bielefeld MMR 2000, 112 f; LG Bielefeld v. 17.12.1998 - 20 S 130/98, NJW-RR 1999, 1512 ff; LG Schwerin v. 4.5.1999 - 1 O 661/98, NJW-RR 2000, 585).

    Bei den Vermittlungsdiensten der Klägerin als Telefongesellschaft handelt es sich um wertneutrale Hilfsgeschäfte, die nicht der objektiven Förderung und Ermöglichung von Telefonsex dienen sollen und daher auch nicht von einem eventuellen Unwerturteil erfasst werden (so auch LG Bielefeld v. 17.12.1998 - 20 S 130/98, NJW-RR 1999, 1512 ff; OLG Koblenz MMR 1999, 725).

  • OLG Hamm, 27.11.2000 - 17 U 73/00  

    Wirksamkeit von Verträgen über Telefongespräche mit sog. 0190-Nummern

    Entgegen der Auffassung des Beklagten ist der Telefondienstvertrag vom 02.06.1998 nicht gemäß § 138 Abs. 1 BGB sittenwidrig, denn er ist nicht in der Absicht kommerzieller Förderung von Telefonsex geschlossen worden, so daß die in der Entscheidung des Bundesgerichtshofes vom 09.06.1998 (NJW 1998, 2895) hierzu entwickelten Grundsätze auf den Streitfall nicht anwendbar sind; das Bereitstellen eines Netzzuganges durch ein Telekommunikationsunternehmen stellt auch dann, wenn der Kunde eine Telefonverbindung zum Telefonsex nutzt, nur ein wertneutrales Hilfsgeschäft dar (vgl. Urteile des OLG Hamm vom 23.11.1999 - 26 U 139/99 -, Beschluß des OLG Koblenz vom 12.08.1999 - 8 U 970/99 - sowie Senatsbeschluß vom 18.09.2000 - 17 U 100/99 -).
  • OLG Koblenz, 14.11.2003 - 8 U 824/02  

    Sittenwidrigkeit der Abrechnung sog. Mehrwertdienste über 0190-Nummern

    Der Vertrag ist, wie bereits das Landgericht zutreffend ausgeführt hat, nicht sittenwidrig, weil sich die Leistung der Klägerin auf die Vermittlung von Gesprächen beschränkt und daher lediglich ein neutrales Hilfsgeschäft darstellt (st. Rspr. des Senates, vgl. NJW-RR 2000, 930 ; so auch im Grundsatz BGH, NJW 2002, 362 m. w. N.).
  • OLG Saarbrücken, 19.12.2000 - 7 U 160/00  

    Sittenwidrigkeit der Bereitstellung von 0190-Nummern für Telefonsexanbieter

    OLG Urt. v. 11.7.2000 - 9 U 393/00; OLG Koblenz, Beschl. v. 12.8.1999 - 8 U 970/99; vgl. auch LG Bad Kreuznach Beschl. v. 24.9.1999 - 3 O 148/99 ; SchlH OLG Beschl. v. 22.12.1999 - 14 U 91/99 - LG Hamburg Urt. v. 18.9.1998 - 303 S 11/98; a.A. OLG Stuttgart Urt. v. 21.4.1999 - 9 U 252/98 - NJW-RR 1999, 1430; OLG Düsseldorf Urt. v. 8.6.1999 - 2 OU 100/98, NJW-RR 1999, 1431 - ).
  • AG Homburg, 21.11.2000 - 16 C 180/00  

    Telefonsex; Sittenwidrigkeit; Telekommunikationsvertrag

    Die Tätigkeit der Klägerin, einen Anruf freizuschalten und entsprechende Gespräche durchzuleiten, ist als rechtlich neutral zu bewerten (vgl. OLG Koblenz NJW-RR 2000, 930; LG Bielefeld NJW-RR 1999, 1513; Vospel-Rüter, K und R 1999, 505 ff.).
  • LG Bonn, 08.11.2000 - 5 S 110/00  

    Gebührenrückforderung bei Telefonsexgesprächen

    sittenwidrig anzusehen ist (bejahend.: BGH NJW 1998, 2895; OLG Karlsruhe, NJW 1997, 2605; OLG Stuttgart ZIP 1999, 1218; AG Duisburg NJW-RR 2000, 930; verneinend: OLG Koblenz NJW-RR 2000, 930; OLG Hamm, MMR 2000, 371; vgl. auch LG Schwerin NJW-RR 2000, 585), dahinstehen, weil im Falle der Bejahung der Sittenwidrigkeit dem Kläger ebenfalls ein Verstoß gegen die guten Sitten zur Last fiele, der gemäß 817 S.2 BGB der Rückforderung entgegenstünde.
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Rechtsprechung
   AG Duisburg, 14.07.1999 - 6 C 44/99   

Volltextveröffentlichungen (2)

  • Jurion

    Anspruch eines Netzbetreibers auf Gebühren für ein Telefonsexgespräch; Sittenwidrigkeit eines Telefonsexvertrags

  • juris (Volltext/Leitsatz)

Papierfundstellen

  • NJW-RR 2000, 930



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Wird zitiert von ...  

  • LAG Schleswig-Holstein, 14.10.2002 - 4 Sa 31/02  

    Telefonsex, Arbeitsvertrag, Sittenwidrigkeit, Telefonistin, Prostitutionsgesetz

    Weiterhin weist der Bundesgerichtshof zutreffend darauf hin, dass wegen der fehlenden Zugangskontrolle schließlich auch Gründe des im Interesse der Allgemeinheit liegenden Jugendschutzes für die Sittenwidrigkeit des Leistungserfolges sprechen (ebenso OLG Karlsruhe, Urt. v. 19.02.1997 - 7 U 98/94 in NJW 1997, 2605; Landgericht Mannheim, Urt. v. 18.05.1995 - (12) 3 NS 21/95 - Amtsgericht Rendsburg, Urt. v. 27.07.1995 - 3 C 498/94 in Schleswig-Holsteinischen Anzeigen 1997, 22; Amtsgericht Halle-Saalkreis, Urt. v. 23.01.1993 - 22 C 3769/92 in NJW-RR 1993, 1016; Amtsgericht Dortmund, Urt. v. 22.01.1991 - 125 C 9751/90 in MDR 1991, 535 f mit vielen Hinweisen auf weitere Entscheidungen; OLG Stuttgart, Urt. v. 21.04.1999 - 9 U 252/98 in MDR 1999, 1056; Amtsgericht Duisburg, Urt. v. 14.07.1999 - 6 C 44/99 in NJW-RR 2000, 930 f; OLG Stuttgart, Urt. v. 27.10.1999 - 9 U 96/99; Landgericht Hannover, Urt. v. 23.03.2000 - 5 S 2033/99 in MMR 2000, 707 f.; Landgericht Hannover, Urt. v. 07.04.2000 - 9 S 1832/99 - in Niedersächsische Rechtspfleger 2001, 53 f).
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