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   OLG Karlsruhe, 09.05.2001 - 6 U 223/00   

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OLG Karlsruhe, 09.05.2001 - 6 U 223/00 (https://dejure.org/2001,2806)
OLG Karlsruhe, Entscheidung vom 09.05.2001 - 6 U 223/00 (https://dejure.org/2001,2806)
OLG Karlsruhe, Entscheidung vom 09. Mai 2001 - 6 U 223/00 (https://dejure.org/2001,2806)
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Volltextveröffentlichungen (5)

  • Judicialis
  • Kanzlei Prof. Schweizer (Volltext/Auszüge)

    Gerüche aus der Nachbarschaft

  • rechtsportal.de(Abodienst, kostenloses Probeabo)

    Nachbarrechtlicher Immissionsschutz - Überlagerung durch öffentlich-rechtliche Vorschriften - Geruchsimmissionen - Interessenbewertung - Grenzwerte - ekelerregende Wirkung

  • ibr-online(Abodienst, kostenloses Probeabo, Leitsatz frei)
  • juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)

Kurzfassungen/Presse

  • Wolters Kluwer(Abodienst, Leitsatz/Tenor frei) (Leitsatz)

    Abwehranspruch; Geruchsimmissionen; Bäckereibetrieb; Wesentliche Beeinträchtigung; Nachbarrechtlicher Interessenausgleich

Besprechungen u.ä.

  • ibr-online(Abodienst, kostenloses Probeabo) (Entscheidungsbesprechung)

    Wie sind Geruchsimmissionen zu bewerten? (IBR 2002, 48)

Papierfundstellen

  • NJW-RR 2001, 1236
  • MDR 2001, 1234
  • NZM 2001, 914
  • BauR 2001, 1963 (Ls.)
 
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Wird zitiert von ... (6)

  • AG Brandenburg, 20.10.2003 - 32 C 538/01

    Maßnahmen zur Sicherstellung der Verhinderung des Austrittes von Küchengerüchen

    Im Bereich der immissionsrechtlichen Unterlassungs- und Beseitigungsklagen sind Anträge mit dem Gebot, allgemeine Störungen durch Lärm bzw. Gerüche zu unterlassen, nämlich stets als zulässig anzusehen (BGH NJW 1999, 356ff. = MDR 1999, 290ff.; BGH NJW 1993, 1656f. = MDR 1993, 541f. (=WM 1993, 277); BGH LM § 906 BGB, Nr. 5; OLG Karlsruhe NJW-RR 2001, 1236f. = MDR 2001, 1234f.; AG Brandenburg an der Havel, Urteil vom 11.8.2003, Az.: 32 C 372/00).

    Diese Besonderheit der immissionsrechtlichen Beseitigungs- bzw. Unterlassungsklagen ist erforderlich, da ansonsten der durch eine Lärm- bzw. Geruchsbelästigung betroffene Nachbar weitgehend rechtlos gestellt wäre, wenn es - wie insbesondere bei Geruchsbelästigungen - von vornherein nicht immer möglich ist, sie zu quantifizieren bzw. messbar zu machen (BGH MDR 1999, 290ff. = NJW 1999, 356ff.; BGH NJW 1993, 1656f. = BGHZ 121, 248ff. (= WM 1993, 277); OLG Karlsruhe NJW-RR 2001, 1236f. = MDR 2001, 1234f. = NZM 2001, 914f.; AG Brandenburg an der Havel, Urteil vom 11.8.2003, Az.: 32 C 372/00).

    Der Urteilstenor kann sich somit grundsätzlich auch auf die Vornahme einer "geeigneten Maßnahme" beschränken, durch die für das Grundstück der Kläger wesentliche Beeinträchtigungen durch Einwirkungen bestimmter Art verändert werden sollen (RGZ 37, 173f.; RG LZ 1925, 546; RG HRR 1926, Nr. 1980; BGH NJW 1960, 2335; BGH LM § 906 BGB, Nr. 25; BGHZ 66, 252ff.; BGH WPM 1964, 1102; BGH NJW 1977, 146; BGH NJW-RR 1996, 59f.; OLG Oldenburg NJW-RR 1991, 653f. = MDR 1991, 546; OLG Karlsruhe NJW-RR 2001, 1236f. = MDR 2001, 1234f.).

    Deshalb sind sowohl Anträge als auch Urteilstenorierungen der vorliegenden Art grundsätzlich zulässig (OLG Karlsruhe NJW-RR 2001, 1236f. = MDR 2001, 1234f.).

    Dabei legt § 906 BGB und nicht eine VDI fest, ob und in welchem Umfang Grundstückseigentümer Geruchsimmissionen aus der Nachbarschaft dulden müssen (OLG Karlsruhe NJW-RR 2001, 1236f.).

    In diesem Zusammenhang unterliegen nach der herrschenden Rechtsprechung (BGHZ 111, 63ff. (=WM 1990, 252); BGHZ 121, 248ff. (=WM 1993, 277); BGH NJW 1995, 132; OLG Karlsruhe NJW-RR 2001, 1236f.; AG Brandenburg an der Havel, Urteil vom 11.8.2003, Az. 32 C 372/00) wesentliche Immissionen im Sinne von § 906 Abs. 1 BGB keinen anderen Beurteilungsmaßstäben als die entsprechenden öffentlich-rechtlichen Nachbarschutzbestimmungen, weil der Begriff der "wesentlichen" Geruchs- bzw. Lärmimmissionen als identisch mit den "erheblichen" Geruchs-/Geräuschbelastungen und schädlichen Umwelteinwirkungen im Sinne des Bundesimmissionsschutzgesetzes BImSchG angesehen wird (BGH NJW 1990, 2465ff. = BGHZ 111, 63ff. (=WM 1990, 252); BGH NJW 1993, 1656ff. (=WM 1993, 277); BGH NJW 1995, 132ff.; OLG Karlsruhe NJW-RR 2001, 1236f.).

    In Ermangelung einheitlicher bundesrechtlicher Vorschriften für die Beurteilung von Geruchsimmissionen (vgl. hierzu u. a: OVG Münster, Urteil vom 21.1.1976, Az.: XA 775/73; OLG Karlsruhe NJW-RR 2001, 1236f.; OLG Oldenburg NdsRpfl. 1976, 14f.) kann nach neuerer Rechtsprechung auch die - auf Grundlage der vom Länderausschuss für Immissionsschutz (LAI) vorgelegten - Geruchsimmissions-Richtlinie des Landes Brandenburg vom 17.2.2000 (GIRL Bbg) abgestellt werden (BGH, Urteil vom 21.6.2001, Az.: III ZR 313/99; OLG Karlsruhe NJW-RR 2001, 1236f. = MDR 2001, 1234f. = NZM 2001, 914f.; Alfred Metzger, IBR 2002, 48; Dr. Klaus Hansmann, NVwZ 1999, 1158f.; AG Brandenburg an der Havel, Urteil vom 11.8.2003, Az.: 32 C 372/00).

    Diese öffentlich-rechtliche Interessenbewertung kann freilich hier lediglich als Orientierungs- und Entscheidungshilfe bei der Gesamtwürdigung dienen (OLG Karlsruhe NJW-RR 2001, 1236f. = MDR 2001, 1234f.; Dr. Klaus Hansmann, NVwZ 1999, 1158ff.).

    Die Erheblichkeit und damit die Unzumutbarkeit (Wesentlichkeit) von Geruchsimmissionen wird nämlich in erster Linie von wertenden Elementen geprägt (OLG Karlsruhe NJW-RR 2001, 1236f. = MDR 2001, 1234ff.; AG Brandenburg an der Havel, Urteil vom 11.8.2003, Az.: 32 C 372/00).

    Nach der Geruchs-Immissionsschutz-Richtlinie des Landes Brandenburg vom 17.2.2000 (GIRL Bbg) wird aber eine wesentliche Geruchsbelästigung schon oberhalb eines Richtwertes von 876 Jahresstunden grundsätzlich angenommen (OLG Karlsruhe MDR 2001, 1234f. =NJW-RR 2001, 1236f.; Geruchsimmissions-Richtlinie des Landes Brandenburg vom 17.2.2000).

    Unter Beachtung dessen kann sich aber auch schon unterhalb des Richtwertes der Geruchsimmissions-Richtlinie die Wesentlichkeit einer Geruchsbelästigung insbesondere aus ihrer ekelerregenden oder Übelkeit auslösenden Wirkung auf den Menschen ergeben (OLG Karlsruhe NJW-RR 2001, 1236f. = MDR 2001, 1234f.).

  • OLG Hamm, 06.09.2016 - 24 U 4/15

    Unterlassung; Geruchsimmissionen

    Deshalb wird auch in neueren obergerichtlichen Entscheidungen ein lediglich allgemein gefasster Klageantrag trotz Anwendbarkeit der GIRL für zulässig gehalten (OLG Celle, OLGR 2009, 917; OLG Karlsruhe NJW-RR 2001, 1236).
  • OVG Niedersachsen, 25.07.2002 - 1 LB 980/01

    Rücksichtnahme - Schutzanspruch eines - mittlerweile entprivilegierten -

    In jüngster Zeit gibt es verstärkt Tendenzen, die GIRL als Hilfsmittel für die Ermittlung von Geruchsbelästigungen zu akzeptieren (vgl. OVG Münster, Urt. vom 25.9.2000 - 10 a D 8/00 - NE, a. a. O.; BGH, Urteil vom 26.6.2001 - III ZR 313/99 -, DVBl 2001, 1435; OLG Karlsruhe, Urt. vom 9.5.2001 - 6 U 223/00 -, NJW-RR 2001, 1236).
  • OLG Celle, 26.11.2008 - 4 U 91/08

    Unterlassungsanspruch: Geruchsimmissionen durch einen landwirtschaftlichen

    Die Rechtsprechung nimmt daher bei einem etwaigen Erfolg einer Klage mit entsprechend allgemein gehaltenem Tenor die im Vollstreckungsverfahren auftretenden Probleme hin (z. B. BGHZ 140, 1. OLG Karlsruhe in NJW-RR 2001, 1236).

    Sie kann vielmehr nur als Orientierungs- und Entscheidungshilfe im Rahmen der vorzunehmenden Gesamtwürdigung von Geruchsbelästigungen dienen (BGHZ 140, 1 zur VDI Richtlinie Schweine. BGH in NJW 2001, 3054. OVG Münster in Gewerbearchiv 2004, 438. OVG Münster in ZfBR 2008, 188. OLG Karlsruhe in NJW-RR 2001, 1236).

  • OVG Nordrhein-Westfalen, 24.06.2004 - 21 A 4130/01

    Zur Bindungswirkung und Geeignetheit der GIRL

    2001, 185 = BRS 63 (2000) Nr. 7, als "Orientierungs- und Entscheidungshilfe bei der Gesamtwürdigung" von Geruchsbelästigungen, vgl. OLG Karlsruhe, Urteil vom 9.5.2001 - 6 U 223/00 -, NJW-RR 2001, 1236 = MDR 2001, 1234, als ein "Hilfsmittel für die Ermittlung der Geruchsbelästigungen", vgl. BGH, Urteil vom 21.6.2001 - III ZR 313/99 -, BauR 2001, 1566 = BRS 64 (2001) Nr. 171 = DVBl. 2001, 1435 = NJW 2001, 3054, als ein "Hilfsmittel unter vielen anderen bei der Beurteilung von Gerüchen" - vgl. Nds. OVG, Urteil vom 25.7.2002 - 1 LB 980/01 -, NVwZ-RR 2003, 24 - bzw. als "Beurteilungshilfe für die Erheblichkeit von Geruchsimmission" - vgl. OVG NRW, Beschluss vom 19.5.2003 - 22 A 5565/00 - angesehen.
  • LG Ellwangen/Jagst, 24.05.2017 - 4 O 259/16

    Zur Frage der Duldungspflicht von Geruchsbeeinträchtigungen durch einen

    Da die unter die letzte Gruppe fallende Technische Anleitung zur Reinhaltung der Luft (TA Luft) lediglich die Vorsorge gegen schädliche Umwelteinwirkungen durch Geruchsemissionen regelt, können daneben jedoch auch andere einschlägige technische Regelwerke als Orientierungs- und Entscheidungshilfe herangezogen werden, so etwa die Geruchsimmissionsrichtlinie (in der Fassung vom 29.02.2008 mit Ergänzung vom 10.09.2008, im Folgenden: GIRL), die zur Beurteilung der Erheblichkeit einer Geruchseinwirkung - in Abhängigkeit von verschiedenen Nutzungsgebieten unterschiedliche - Immissionswerte in relativen Häufigkeiten der Jahresgeruchsstunden als regelmäßigen Maßstab für die höchstzulässige Geruchsimmission sowie Gewichtungsfaktoren für mehrere Tierarten vorsieht (VGH Mannheim, Beschluss v. 25.04.2016 - 3 S 1784/15, BeckRS 2016, 46133, Rn. 22 ff.; OLG Karlsruhe, Urteil v. 09.05.2001 - 6 U 223/00, NJW-RR 2001, 1236, 1237; MüKo-BGB/Brückner, 7. Aufl. 2017, § 906 Rn. 157; Palandt/Herrler, a.a.O., § 906 Rn. 19).
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