Rechtsprechung
   OLG Bremen, 29.05.2008 - 2 U 19/08   

Volltextveröffentlichungen (6)

  • IWW
  • openjur.de

    §§ 18, 17 Abs. 2, 9, 7 Abs. 1 StVG; §§ 14, 1 Abs. 2 StVO

  • bremen.de PDF

    Kein Verschulden einer Mutter, die ihr Kind auf dem Rücksitz anschnallt, wenn die Tür ihres parkenden Pkw von einem vorbeifahrenden Pkw wegen fehlenden Sicherheitsabstandes beschädigt wird

  • RA Kotz (Volltext/Leitsatz)

    Verkehrsunfall - Sicherheitsabstand zu parkendem Fahrzeug

  • Jurion(Abodienst, Leitsatz/Tenor frei)

    Umfang einer Haftungsquote bei Beschädigung der geöffneten Tür eines parkenden PKWs durch einen PKW-Fahrer aufgrund unterlassener Einhaltung des erforderlichen Seitenabstands; Öffnung einer hinteren Tür eines an der Straße parkenden PKWs auf Fahrerseite durch eine Mutter beim Anschnallen ihres Kindes als Verstoß gegen die gesteigerte Sorgfaltspflicht; Unvermitteltes Öffnen einer Tür mit der Folge des Zwangs eines anderen Verkehrsteilnehmers zu plötzlichem Reagieren als Gefährdung i.S.d. § 14 Straßenverkehrsordnung (StVO)

  • juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)

Kurzfassungen/Presse (9)

  • bremen.de PDF (Pressemitteilung)

    Kein Verschulden einer Mutter, die ihr Kind auf dem Rücksitz anschnallt, wenn die Tür ihres parkenden Pkw von einem vorbeifahrenden Pkw wegen fehlenden Sicherheitsabstandes beschädigt wird

  • verkehrslexikon.de (Leitsatz und Auszüge)

    Mutter schnallt Kind an - Unfall wegen geöffneter Seitentür

  • ferner-alsdorf.de (Kurzinformation)

    Schnallt Mutter ihr Kind auf dem Rücksitz an, verschuldet sie nicht den Anstoß eines Pkw, der mit unzureichendem Sicherheitsabstand vorbeifährt

  • anwaltonline.com (Kurzinformation)

    Verkehrsrecht - Zum Kinder anschnallen darf die Autotür geöffnet werden!

  • mahnerfolg.de (Kurzmitteilung)

    Sorgfaltspflichten bei Öffnen der Fahrzeugtür

  • onlineurteile.de (Kurzmitteilung)

    Autofahrer fährt gegen die offene Tür eines geparkten Wagens - Die Fahrerin schnallte auf dem Rücksitz gerade ihr kleines Kind an

  • streifler.de (Kurzinformation)

    Verkehrsunfall: Schnallt Mutter ihr Kind auf dem Rücksitz an, verschuldet sie nicht den Anstoß eines Pkw, der mit unzureichendem Sicherheitsabstand vorbeifährt

  • kostenlose-urteile.de (Kurzmitteilung)

    Kein Verschulden einer Mutter, die ihr Kind auf dem Rücksitz anschnallt, wenn die Tür ihres parkenden Pkw von einem vorbeifahrenden Pkw wegen fehlenden Sicherheitsabstandes beschädigt wird - Zu den Sorgfaltspflichten beim Ein- und Aussteigen

  • rechtsportal.de(Abodienst, kostenloses Probeabo) (Leitsatz)

    Haftungsverteilung bei Beschädigung der zum Anschnallen eines Kindes geöffneten Tür eines Fahrzeugs durch ein vorbeifahrendes Fahrzeug

Besprechungen u.ä.

  • ra-frese.de (Kurzanmerkung)

    Voller Schadensersatz bei unvorsichtigem Türöffnen

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Verfahrensgang

Papierfundstellen

  • NJW-RR 2008, 1203
  • MDR 2008, 1096
  • NZV 2008, 575



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Wird zitiert von ... (7)  

  • BGH, 06.10.2009 - VI ZR 316/08  

    Umfang der erforderlichen Sorgfaltsanforderung gem. § 14 Abs. 1

    Erfasst sind insbesondere auch Situationen, in denen der Insasse eines Kraftfahrzeugs sich im unmittelbaren Zusammenhang mit einem Ein- oder Aussteigevorgang bei geöffneter Tür in das Kraftfahrzeug beugt, um etwa Gegenstände ein- oder auszuladen oder - wie hier - einem Kind beim Ein- oder Aussteigen zu helfen (vgl. OLG Bremen, NJW-RR 2008, 1203 f.; OLG Düsseldorf, Urteil vom 16. Januar 2006 - I-1 U 102/05 - [...] Rn. 5 ff.; OLG Hamburg, OLGR 2005, 84; OLG Hamm, NZV 2004, 408 f. ; LG Berlin, VersR 2002, 864 f. ).
  • LG Rottweil, 28.09.2016 - 1 S 27/16  

    Nutzungsausfall PKW: Anwendbarkeit der Tabelle mit Stand Erstzulassung oder

    Erfasst sind insbesondere auch Situationen, in denen der Insasse eines Kraftfahrzeugs sich im unmittelbaren Zusammenhang mit einem Ein- oder Aussteigevorgang bei geöffneter Tür in das Kraftfahrzeug beugt, um etwa Gegenstände ein- oder auszuladen oder - wie hier - einem Kind beim Ein- oder Aussteigen zu helfen (vgl. OLG Bremen, NJW-RR 2008, 1203; OLG Düsseldorf, Urteil vom 16. Januar 2006 - I-1 U 102/05 - zu finden in juris; OLG Hamburg, OLGR 2005, 84; OLG Hamm, NZV 2004, 408; LG Berlin, VersR 2002, 864).

    Die Sorgfaltspflicht des § 14 Abs. 1 StVO beschränkt sich nach der insoweit eindeutigen Rechtsprechung des BGH (BGH, NJW 2009, 3791 m.w.N.) nicht ausschließlich auf solche Vorgänge, bei denen sich durch das unvorsichtige Öffnen einer Fahrzeugtür ein Überraschungsmoment für andere Verkehrsteilnehmer ergibt (in dieser Richtung allerdings OLG Bremen, NJW-RR 2008, 1203; LG Berlin, VersR 2002, 864).

  • OLG Hamm, 23.01.2009 - 9 U 152/08  

    Haftungsverteilung bei Kollision eines vorbeifahrenden an der sich öffnenden Tür

    Damit unterscheidet sich der streitgegenständliche Sachverhalt auch maßgeblich von dem der Entscheidung des OLG Bremen, NZV 2008, 575 zugrunde liegenden.
  • LG Duisburg, 10.06.2013 - 3 O 405/12  

    Haftungsverteilung bei Kollision mit geparktem Kfz mit geöffneter Fahrzeugtür

    Insoweit ist neben den praktischen Problemen, die der Zeuge entsprechend den Ausführungen des Hanseatischen Oberlandesgerichts Bremen schildert (vgl. Urteil vom 29.05.2008, Az.: 2 U 19/08), zu beachten, dass § 14 Abs. 1 StVG das Öffnen der Fahrzeugtüren auf der Fahrer- bzw. auf der verkehrszugewandten Seite nicht verbietet.

    Es erscheint allerdings verständlich und jedenfalls nicht verwerflich, dass er davon ausging, ein sich näherndes Kraftfahrzeug werde die sichtbare, in die Fahrbahn ragende Tür erkennen und sich darauf und die davon ausgehende Unfallgefahr einstellen (vgl. OLG Bremen, Urteil vom 29.05.2008, Az.: 2 U 19/08).

  • LG Arnsberg, 02.08.2017 - 3 S 198/16  

    Kosten, die auch Geschädigter verursachen würde, sind erforderlich!

    Die Kammer hält eine Haftungsquote von 80% zu 20% zu Lasten des Klägers für angemessen (vgl. hierzu auch OLG Bremen, Urteil vom 29.05.2008, 2 U 19/08 - juris, wobei hier feststand, dass die Beklagte sich auch während des Abschnallens um den rückwärtigen Verkehr vergewissert hat).
  • LG Berlin, 03.11.2010 - 42 O 324/09  

    Zur Haftung beim Zusammenprall eines Lastkraftwagens mit der geöffneten Fahrertür

    Erfasst sind darüber hinaus insbesondere auch Situationen, in denen - wie hier vorliegend - der Insasse eines Kraftfahrzeugs sich im unmittelbaren Zusammenhang mit einem Ein- oder Aussteigevorgang bei geöffneter Tür in das Kraftfahrzeug beugt, um etwa Gegenstände ein- oder auszuladen (vgl. OLG Bremen, NJW-RR 2008, 1203 f.; OLG Düsseldorf, Urteil vom 16. Januar 2006 - I-1 U 102/05 -.; OLG Hamburg, OLGR 2005, 84;OLG Hamm, NZV 2004, 408 f.; LG Berlin, VersR 2002, 864 f.).
  • LG Dessau-Roßlau, 14.01.2011 - 2 O 33/10  

    Haftung bei Verkehrsunfall: Sorgfaltsanforderungen an die Öffnung der Fahrertür

    Im Übrigen gilt für eine Haftungsverteilung lediglich dann etwas anderes, wenn feststehen würde, dass sich der Aussteigende vor und während des Aussteigens vergewissert hat, dass sich kein rückwärtiger Verkehr nähert und dass der Unfall ausschließlich auf einen zu geringen Seitenabstand des Vorbeifahrenden zurückzuführen ist (vgl. etwa OLG Bremen NJW-RR 2008, 1203 f.).
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