Rechtsprechung
   BGH, 27.05.1982 - 4 StR 181/82   

Volltextveröffentlichungen (2)

  • Jurion

    Verurteilung wegen Raubes - Gewaltanwendung zum Zwecke der Wegnahme - Vorliegen eines Tatbestandsirrtums

  • juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)

Kurzfassungen/Presse

Papierfundstellen

  • NJW 1982, 2784 (Ls.)
  • NStZ 1982, 380
  • StV 1982, 420



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Wird zitiert von ... (33)  

  • BGH, 20.04.1995 - 4 StR 27/95  

    Voraussetzungen einer "Dreieckserpressung"; Abgrenzung zwischen Raub und

    Zwar kann Raub auch dann vorliegen, wenn die Gewaltanwendung zum Zeitpunkt des Wegnahmeentschlusses als aktuelle Drohung erneuter Gewaltanwendung fortwirkt, der Täter diese Situation erkennt und bewußt zum Zwecke der Wegnahme ausnutzt (BGH NStZ 1982, 380, 381).
  • BGH, 16.01.2003 - 4 StR 422/02  

    Bedingter Tötungsvorsatz (Beweiswürdigung; gefährliche Handlungen); Raub (finale

    Folgt die Wegnahme der Gewalt nur zeitlich nach, ohne daß eine finale Verknüpfung besteht, scheidet ein Schuldspruch wegen Raubes (mit Todesfolge) aus (BGHSt 32, 88, 92; 41, 123, 124; BGH NStZ 1982, 380; BGH StV 1983, 460; 1995, 416, jeweils m.w.N.).

    Ob die zuvor verübte Gewalt als aktuelle Drohung erneuter Gewaltanwendung fortwirkte (vgl. dazu BGHR StGB § 249 Abs. 1 Gewalt, fortwirkende 1; BGH NStZ 1982, 380 f.), etwa weil das Opfer zum Zeitpunkt, in dem die Täter den Wegnahmeentschluß faßten, noch derart eingeschüchtert war, daß es sich der Wegnahmehandlung nicht zu widersetzen wagte, und die Täter diese Situation erkannten und bewußt zum Zwecke der Wegnahme ausnutzten (vgl. BGHR StGB § 249 Abs. 1 Gewalt, fortwirkende 1; BGH NStZ 1982, 380 f. m.w.N.) oder ob die Gewalt zum Zeitpunkt der Wegnahmehandlung nur noch in der Weise fortwirkte, daß sich das Opfer im Zustand der allgemeinen Einschüchterung (vgl. BGH bei Dallinger MDR 1968, 17 f.; BGH NStZ 1982, 380) oder aber der Bewußtlosigkeit (BGH DRiZ 1972, 30) befand, läßt sich den Urteilsgründen ebenfalls nicht entnehmen.

  • BGH, 12.10.1999 - 1 StR 417/99  

    Einwilligung zur Körperverletzung; Sittenwidrigkeit; Gute Sitten;

    Damit fehlt es an der für den Tatbestand des Raubes erforderlichen finalen Verknüpfung zwischen Nötigungshandlung und Wegnahme (vgl. BGH NStZ 1982, 380; BGHR StGB § 249 Abs. 1 Gewalt, fortwirkende 1).
  • BGH, 12.08.1992 - 3 StR 358/92  

    Begründung einer Tateinheit durch Handlungen zwischen Vollendung und Beendigung

    Der Angeklagte hat nämlich erkannt, daß die durch den länger anhaltenden Einsatz des Messers geschaffene Zwangslage andauerte, und diesen Umstand bewußt dazu ausgenutzt, dem zum Hinlegen gezwungenen Opfer, das sich dagegen nicht mehr zu wehren wagte, (weiteres) Geld wegzunehmen (vgl. BGH, Urteil vom 8. Oktober 1974 - 1 StR 212/74; BGH NStZ 1982, 380).

    Insofern unterscheidet sich dieser Fall von Sachverhalten, in denen die Gewaltanwendung nicht mehr andauert, sondern nur noch in der Weise fortwirkt, daß sich das Opfer im Zustand der allgemeinen Einschüchterung befindet (vgl. BGH NStZ 1982, 380; 1983, 364 f.; Schönke/Schröder/Eser, StGB, 24. Aufl. § 249 Rdn. 6).

  • BGH, 17.01.1995 - 4 StR 738/94  

    Raub - Diebstahl - Wegnahme - Finale Verknüpfung - Zeitlicher Zusammenhang -

    Der Tatbestand des Raubes setzt voraus, daß der Täter zum Zwecke der Wegnahme Gewalt gegen eine Person anwendet oder mit gegenwärtiger Gefahr für Leib oder Leben droht (vgl. BGHSt 4, 210, 211; 20, 32, 33; BGHR StGB § 249 Abs. 1 Gewalt 3, 5; BGH NStZ 1982, 380, 381; 1983, 364, 365; Senatsbeschluß vom 27. Oktober 1994 - 4 StR 544/94).

    Folgt die Wegnahme der Gewalt nur zeitlich nach, ohne daß eine finale Verknüpfung besteht, so scheidet ein Schuldspruch wegen Raubes aus (BGH NStZ 1982, 380, 381; BGH, Beschluß vom 7. September 1994 - 2 StR 431/94).

    Den Urteilsgründen läßt sich auch nicht entnehmen, daß die Gewaltanwendung des Angeklagten zum Zeitpunkt des Wegnahmeentschlusses als aktuelle Drohung erneuter Gewaltanwendung fortwirkte und der Angeklagte diese Situation erkannt und bewußt zum Zwecke der Wegnahme ausgenutzt hat (vgl. BGH NStZ 1982, 380, 381).

  • BGH, 22.04.1997 - 4 StR 105/97  

    'Ich schlitz dich auf' - § 249 StGB, finale Verknüpfung zwischen Gewalt und

    Die Feststellungen erlauben auch nicht die Annahme, daß die zuvor geübte Gewalt als aktuelle Drohung erneuter Gewaltanwendung weitergewirkt hat (vgl. BGH NStZ 1982, 380, 381), als der Angeklagte R. das Geld aus dem im Schlafzimmer liegenden Geldbeutel nahm.
  • BGH, 07.09.1994 - 2 StR 431/94  

    Finale Verknüpfung der Anwendung von Gewalt zum Zwecke der Wegnahme als

    Folgt die Wegnahme der Gewalt nur zeitlich nach, ohne daß eine finale Verknüpfung besteht, scheidet ein Schuldspruch wegen Raubes aus (BGH NStZ 1982, 380, 381 m.w.N.), und zwar auch dann, wenn das Opfer auf Grund der vorangegangenen Gewaltanwendung bewußtlos ist (BGH DRiZ 1972, 30, 31).

    Der Sachverhalt rechtfertigt auch nicht die Annahme, daß die zuvor verübte Gewalt als aktuelle Drohung erneuter Gewaltanwendung (vgl. BGH NStZ 1982, 380, 381; für § 178 StGB: BGH NJW 1984, 1632 m.w.N.; NStZ 1986, 409) weitergewirkt habe, da das Tatopfer bewußtlos am Boden lag, als der Angeklagte dessen Taschen nach Geld durchsuchte.

  • BGH, 15.03.1984 - 1 StR 72/84  

    Zeitlicher Zusammenhang zwischen körperlichen Misshandlungen und sexuellen

    Da der Täter im Falle des § 178 Abs. 1 StGB das Nötigungsmittel zum Zwecke der sexuellen Nötigung einsetzen muß, genügt es nicht, wenn er eine mit anderer Zielrichtung oder ohne ein bestimmtes Motiv durch Nötigung geschaffene, psychisch fortwirkende Zwangslage zur Tatbegehung ausnutzt , ohne daß eine andauernde Zwangs ausübung vorliegt (vgl. BGH, Urteile vom 9. November 1976 - 1 StR 393/76 - undvom 27. Mai 1982 - 4 StR 181/82 - bei Holtz MDR 1982, 810 [BGH 20.03.1981 - I ZR 12/79]/811 sowie Herdegen in LK 10. Aufl. § 249 Rdn. 16).
  • BGH, 14.11.1989 - 1 StR 569/89  

    Straftaten gegen die persönliche Freiheit: Entführung gegen den Willen des Opfers

    In solchem Fall besteht Tateinheit, wenn die verschiedenen strafbaren Betätigungen unter Ausnutzung einer einheitlichen, während des gesamten Geschehens fortwirkenden Drohung vorgenommen werden, so daß das Opfer sich der Wegnahmehandlung nicht zu widersetzen wagt (BGH NStZ 1982, 380 m. w. Nachw.; BGH, Beschl. vom 19. September 1978 - 5 StR 550/78; BGH NStZ 1985, 546 ; BGHR StGB § 177 Abs. 1 Konkurrenzen 1; BGH, Urt. vom 9. November 1976 - 1 StR 393/76).
  • BGH, 15.04.2008 - 4 StR 42/08  

    Erörterungsmangel bezüglich der Begehung eines schweren Raubes (finale

    Zwar ist das Landgericht im Ausgangspunkt zutreffend davon ausgegangen, dass nach ständiger Rechtsprechung die Anwendung des Raubtatbestandes ausscheidet, wenn der Täter den Wegnahmeentschluss erst zu einem Zeitpunkt fasst, in dem die aus anderen Gründen verübte Gewaltanwendung selbst nicht mehr andauert, sondern allenfalls noch in der Weise fortwirkt, dass sich das Opfer im Zustand allgemeiner Einschüchterung befindet (BGH NStZ 1982, 380; NStZ 1999, 510; NStZ-RR 1997, 298; BGHR StGB § 249 Abs. 1 Drohung 3).
  • BGH, 26.04.1990 - 4 StR 186/90  

    Unzureichende gerichtliche Prüfung der Zueignungsabsicht trotz

  • BGH, 06.10.1992 - 1 StR 554/92  

    Voraussetzungen für das Vorliegen des Raubtatbestands - Gewalt gegen eine Person

  • BGH, 17.03.2004 - 2 StR 516/03  

    Räuberische Erpressung (Abgrenzung zum Raub nach dem äußeren Erscheinungsbild);

  • BGH, 25.04.1983 - 3 StR 110/83  

    Kausalität zwischen Nötigungsmittel und Wegnahme als Voraussetzung für eine

  • BGH, 28.07.2015 - 2 StR 109/15  

    Raub (finale Verknüpfung von Nötigungsmittel und Wegnahme)

  • BGH, 27.10.1994 - 4 StR 544/94  

    Raub - Nötigungsmittel - Wegnahme - Kausalzusammenhang

  • BGH, 14.07.1988 - 4 StR 192/88  

    Vorliegen der Absicht rechtswidriger Zueignung bei nach Ansicht des Täters

  • BGH, 27.07.1990 - 2 StR 335/90  

    Tatbestandsirrtum bei Glaube des Täters an einen Anspruch auf Übereignung der

  • BGH, 31.01.1992 - 2 StR 558/91  

    Handeln in der Absicht rechtswidriger Zueignung - Abänderung eines Schuldspruchs

  • BGH, 21.11.1986 - 2 StR 364/86  

    Absicht rechtswidriger Zueignung bei Annahme der Berechtigung zur Zueignung des

  • BGH, 29.07.1988 - 2 StR 387/88  

    Möglichkeit eines Tatbestandsirrtums bei irrtümlicher Annahme eines Rechts auf

  • BGH, 09.12.1986 - 1 StR 675/86  

    Bestehen eines den Vorsatz der rechtswidrigen Zueignung ausschließender

  • BGH, 26.10.1990 - 2 StR 433/90  

    Fortwirken einer Gewaltanwendung - Ursächliche Verknüpfung der Drohung mit der

  • BGH, 26.09.1990 - 2 StR 377/90  

    Voraussetzungen der räuberischen Erpressung - Aufhebung Strafausspruch

  • BGH, 11.09.1990 - 5 StR 345/90  

    Folgen einer fehlenden Begründung über die Anwendbarkeit eines

  • BGH, 14.12.1994 - 3 StR 513/94  

    Räuberische Erpressung - Zahlungsanspruch - Rechtswidrigkeit der

  • BGH, 13.08.1991 - 4 StR 353/91  

    Fehlerhafte gerichtliche Feststellung als Revisionsgrund - Absicht rechtswidriger

  • BGH, 12.08.1986 - 5 StR 416/86  

    Voraussetzung für die Einordnung von vor der Wegnahme verübten Gewalt als Gewalt

  • BGH, 25.05.1983 - 2 StR 245/83  

    Anforderungen an die Feststellung einer Wegnahme "mit Gewalt" - Wegnahme mit

  • BGH, 09.12.1992 - 4 StR 550/92  

    Wegnahme von Geld unter Gewaltanwendung aufgrund der Vorstellung des Bestehens

  • BGH, 31.08.1987 - 3 StR 349/87  

    Rechtswidrigkeit der Zueignung bei fälligem Zahlungsanspruch - Glaube des Täters

  • BGH, 04.04.1989 - 1 StR 30/89  

    Eingriff gegen fehlerhafte Strafzumessungserwägungen

  • BGH, 19.02.1986 - 3 StR 28/86  

    Verstoß gegen den in dubio pro reo Grundsatz durch Unterlassen der Feststellungen

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