Rechtsprechung
   BGH, 22.01.2004 - 4 StR 319/03   

Volltextveröffentlichungen (7)

  • HRR Strafrecht

    § 211 StGB; § 21 StGB
    Mord (Heimtücke: Arglosigkeit, Wehrlosigkeit, entscheidender Zeitpunkt, kein Ausschluss durch jeden vorausgegangenen Wortwechsel, eine nur feindselige Atmosphäre oder ein generelles Misstrauen); erhebliche Verminderung der Steuerungsfähigkeit (affektive Bewusstseinsstörung; tiefgreifende Bewusstseinsstörung)

  • bundesgerichtshof.de PDF
  • Judicialis
  • Jurion

    Revision des Angeklagten, der Staatsanwaltschaft und der Nebenklage gegen die Verurteilung wegen Totschlags; Mordmerkmal der Heimtücke durch Ausnutzung der Arglosigkeit und Wehrlosigkeit des Opfers; Wegfall der Arglosigkeit bei vorangegangenem Streit mit der Möglichkeit eines tätlichen Angriffs; Niedriger Beweggrund bei Vorliegen eines Motivbündels; Erhebliche Verminderung der Steuerungsfähigkeit aufgrund einer affektiven Bewußtseinsstörung; Beurteilung der schuldmindernden Indizien im Rahmen einer Gesamtbetrachtung; Beherrschtes und zweckmäßiges Verhalten, detailreiche Erinnerung, Nachtatverhalten und Tatvorgeschichte, Alkoholisierung bei einem trinkgewohnten Täter als Indizien für das Vorliegen der vollen Schuld

  • rechtsportal.de(Abodienst, kostenloses Probeabo)

    StGB § 211 Abs. 2
    Arglosigkeit bei vorangegangenem Streit; niedrige Beweggründe bei Motivbündel

  • datenbank.nwb.de
  • juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)

Verfahrensgang

Papierfundstellen

  • NStZ-RR 2004, 234



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Wird zitiert von ... (16)  

  • BGH, 15.09.2005 - 4 StR 216/05  

    Strafbefreiender Rücktritt (fehlgeschlagener Versuch; Freiwilligkeit; mögliche

    Hierzu hätte sich das Urteil aber insbesondere deshalb verhalten müssen, weil das Landgericht - insoweit zutreffend (vgl. BGH NStZ-RR 2004, 234) - nicht von dem klassischen Fall eines schuldrelevanten Affekts, sondern von einer affektbedingten Bewusstseinsstörung infolge "einer irrealen Fokussierung und Fixierung" des Angeklagten auf seinen Sohn ausgegangen ist (zur Beeinträchtigung der Steuerungsfähigkeit bei einer Ausweitung einer "überwertigen Idee" vgl. BGHR StGB § 21 seelische Abartigkeit 25).

    Auch dies kann aber ebenso wie die vorangegangene Tatplanung und die zielgerichtete Vorgehensweise bei der Tatausführung ein deutliches Anzeichen dafür sein, dass er nicht infolge einer Bewusstseinstörung gehandelt hat (vgl. BGH NStZ-RR 2004, 234 m. w. N.).

  • LG Köln, 10.01.2013 - 111 Ks 1/12  

    Verurteilung eines Angeklagten wegen Mordes auf der Grundlage von Indizien

    Liegen mehrere Tatmotive vor, müssen die Hauptmotive, welche der Tat ihr Gepräge geben, "niedrig" in dem oben dargestellten Sinne sein (BGH, NStZ-RR 2004, 234 [235]; Fischer, a.a.O., § 211 Rn 19).
  • BGH, 27.02.2008 - 2 StR 603/07  

    Mord; Heimtücke (Arglosigkeit; Erkennen des Angriffs; Einsichtsfähigkeit);

    Diese Indizien sind dabei im Rahmen einer Gesamtwürdigung zu beurteilen (st. Rspr.; vgl. BGH NStZ-RR 2004, 234, 235 m. w. N.).
  • BGH, 20.01.2005 - 4 StR 491/04  

    Heimtücke (Begriffe der Arglosigkeit und der Wehrlosigkeit;

    Arg- und Wehrlosigkeit können auch gegeben sein, wenn der Tat eine feindselige Auseinandersetzung vorausgeht, das Tatopfer aber nicht mit einem erheblichen Angriff gegen seine körperliche Unversehrtheit rechnet (vgl. BGH NStZ-RR 2004, 234, 235; BGHR StGB § 211 Abs. 2 Heimtücke 13, 21; Schneider in MünchKomm-StGB § 211 Rdn. 126 f.).
  • BGH, 10.02.2010 - 2 StR 503/09  

    Heimtückemord (Arglosigkeit beim Beginn der Tat)

    Eine auf früheren Aggressionen und einer feindseligen Atmosphäre beruhende latente Angst des Opfers vermag aber dessen Arglosigkeit nicht zu beseitigen (vgl. BGH NStZ-RR 2004, 14 m.w.N.; NStZ-RR 2004, 234).
  • BGH, 17.09.2008 - 5 StR 189/08  

    Mord (Heimtücke: Feststellung des Ausnutzungsbewusstseins, vorhergehende

    Grundsätzlich können Arg- und Wehrlosigkeit zwar auch gegeben sein, wenn der Tat eine feindselige Auseinandersetzung vorausgeht, das Tatopfer aber gleichwohl nicht mit einem erheblichen Angriff gegen seine körperliche Unversehrtheit rechnet (vgl. BGH NStZ-RR 2004, 234, 235; BGHR StGB § 211 Abs. 2 Heimtücke 13, 21; Schneider in MünchKomm-StGB § 211 Rdn. 126 f.).
  • BGH, 05.04.2006 - 2 StR 41/06  

    Mord (Heimtücke; niedrige Beweggründe); Totschlag in einem minder schweren Fall;

    Arg- und Wehrlosigkeit können auch dann gegeben sein, wenn der Tat eine feindselige Auseinandersetzung vorausgeht, das Tatopfer aber nicht mit einem erheblichen Angriff gegen seine körperliche Unversehrtheit rechnet (BGH StGB § 211 Abs. 2 Heimtücke 27; BGH NStZ-RR 2004, 234, 235; NStZ 2005, 691, 692).
  • BGH, 10.11.2004 - 2 StR 248/04  

    Mord (niedrige Beweggründe; Heimtücke; subjektiver Tatbestand;

  • BGH, 16.02.2012 - 3 StR 346/11  

    Mord (niedrige Beweggründe, Heimtücke und Arglosigkeit); verminderte

  • BGH, 01.04.2009 - 2 StR 601/08  

    Mord aus Heimtücke und niedrigen Beweggründen (Ausnutzungsbewusstsein;

  • BGH, 07.11.2017 - 4 StR 327/17  

    Mord (niedrige Beweggründe: Verhältnis zu anderen Mordmerkmalen; Heimtücke bei

  • BGH, 20.07.2011 - 5 StR 246/11  

    Totschlag; erheblich verminderte Schuldfähigkeit (Gesamtwürdigung aller Umstände;

  • LG Düsseldorf, 19.12.2012 - 17 Ks 18/12  
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