Rechtsprechung
   OVG Nordrhein-Westfalen, 10.11.1998 - 19 A 1320/98   

Volltextveröffentlichungen (6)

  • RA Kotz

    Im falschen Grab beerdigt -

  • Jurion(Abodienst, Leitsatz/Tenor frei)

    Bestattung einer fremden Leiche; Folgenbeseitigung; Umbettung; Unzulässige Rechtsausübung; Eigentumsgarantie; Schutzbereich; Grabstättennutzungsrecht; Menschenwürde; Grabgestaltungsrecht; Totenruhe

  • juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)

Besprechungen u.ä.

  • Alpmann Schmidt | RÜ(Abo oder Einzelheftbestellung) (Fallmäßige Aufbereitung - für Studienzwecke)

    Art. 1 Abs. 1; 20 Abs. 3 GG
    Verwaltungsrecht AT, Ausschluss eines FBA durch Unzumutbarkeit und Unmöglichkeit

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Verfahrensgang

Papierfundstellen

  • NVwZ 2000, 217
  • DVBl 1999, 870 (Ls.)



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Wird zitiert von ... (31)  

  • OVG Nordrhein-Westfalen, 03.01.2017 - 19 A 1970/14

    Nichtjüdische Ehefrau darf auf jüdischem Friedhof bestattet werden

    BVerfG, Beschlüsse vom 29. Juni 1972 - 1 BvR 98/71, 1 BvR 101/71 und 460/70 - und vom 27. Oktober 1969 - 1 BvR 293/69 -, zitiert bei BVerwG, Urteil vom 8. März 1974, a. a. O., Rdn. 19; OVG NRW, Beschlüsse vom 6. Juni 2016, a. a. O., Rdn. 13 m. w. N., und vom 10. November 1998 - 19 A 1320/98 -, NWVBl. 1999, 870, juris, Rdn. 25.
  • OVG Nordrhein-Westfalen, 29.04.2008 - 19 A 2896/07

    Umbettung einer Leiche wegen Umzug des überlebenden Ehegatten

    BVerwG, Urteil vom 26.6.1974 - VII C 36.72 -, juris, Rdnr. 19; Beschluss vom 20.12.1977 - VII B 188.76 -, juris, Rdnr. 8; OVG NRW, Beschlüsse vom 10.11.1998 - 19 A 1320/98 -, juris, Rdnrn. 13 und 33, und 28.11.1991 - 19 A 1925/90 -, juris, Rdnr. 19 und 21; VGH Bad.-Württ., Urteil vom 22.1.1979 - I 370/78 -, juris, Rdnr. 12. .

    OVG NRW, Beschluss vom 10.11.1998 - 19 A 1320/98 -, juris, Rdnr. 17; Gaedke/Diefen-bach, Handbuch des Friedhofs- und Bestattungsrechts, 9. Aufl. 2004, S. 196.

  • VG Gelsenkirchen, 25.10.2005 - 14 K 5470/03

    Friedhofsrecht, Umbettung, wichtiger Grund, Folgenbeseitigung,

    vgl. OVG NRW, Beschluss vom 10. November 1998 - 19 A 1320/98 -, NWVBL 1999, 189.

    vgl. OVG NRW, Beschluss vom 10. November 1998 - 19 A 1320/98 - a.a.O.

    vgl. OVG NRW, Beschluss vom 10. November 1998 - 19 A 1320/98 - zur Konstellation einer rechtswidrigen Bestattung in einer Grabstelle einer anderen Familie.

    vgl. Spranger, Bestattungsgesetz Nordrhein-Westfalen, § 3, Seite 51; Gaedke, Handbuch des Friedhofs- und Bestattungsrechts, 8. Auflage, S. 194 ff; OVG NRW, Beschluss vom 28. November 1991 - 19 A 1925/90 -, NWVBL 1992, 261 und Beschluss vom 10. November 1998 - 19 A 1320/98 - a.a.O., sowie LG Gießen, Urteil vom 29. Juni 1994 - 1 S 109/94 - MDR 1994, 1126, zitiert nach juris.

  • OVG Nordrhein-Westfalen, 15.10.2001 - 19 A 571/00

    Anteilige Erstattung von Kosten für die Bestattung eines verstorbenen Bruders;

    vgl. BVerwG, Urteil vom 26. Juni 1974 - VII 36.72 -, BVerwGE 45, 224 (230) = NJW 1974, 2018 (2020) und Beschluss vom 20. Dezember 1977 - VII B 188.76 -, Buchholz 408.2 Nr. 6; OVG NRW, Beschlüsse vom 10. November 1998 - 19 A 1320/98 -, NVwZ 2000, 217 (218) und vom 28. November 1991 - 19 A 1925/90 -, NWVBl. 1992, 261 (262).
  • VG Karlsruhe, 15.11.2005 - 11 K 1007/05

    Zur Gestattung der Umbettung von Urnen

    Das Recht auf Totenfürsorge aus Art. 2 Abs. 1 GG ist gegenüber der durch Art. 1 Abs. 1 GG geforderten Totenruhe grundsätzlich nachrangig (OVG NW, Beschl. v. 28.11.1991 ; OVG NW, Beschl. v. 10.11.1998, NVwZ 2000, 217 ff.; Hess. VGH, Urt. v. 07.09.1993, NVwZ-RR 1994, 335 ff.; OVG Brandenburg, Beschl. v. 25.09.2002, FamRZ 2003, 1563; vgl. Gaedke, a.a.O., S. 219 ff., 221).
  • VG Magdeburg, 13.05.2014 - 9 A 133/13

    Umbettungsverlangen eines Grabnutzungsberechtigten

    19 a) Das von der Klägerin im wesentlichen auf ihr Grabnutzungsrecht gestützte Begehren, nämlich die Umbettung der auf der Grabstelle beigesetzten Urne des Herrn B., kann sie im Wege der Folgenbeseitigung verfolgen (vgl. VGH Kassel, Urt. v. 07.09.1993, 11 UE 1118/92; OVG Münster, B. v. 10.11.1998, 19 A 1320/98, beide JURIS).

    37 Zwar fällt das Grabstättennutzungsrecht zumindest in seinem Kernbereich unter den Schutz des Art. 14 Abs. 1 GG (vgl. dazu OVG Münster, B. v. 10.11.1998, 19 A 1320/98, JURIS; Gaedke, a.a.O. S. 161) und die Klägerin hat schon wegen der Verletzung ihres Grabstättennutzungsrechts ein Interesse an der Umbettung (vgl. auch VGH Kassel, Urt. v. 07.09.1993, a.a.O.).

    Die Wahrung der Totenruhe, mit der zudem auch allgemeine öffentliche Interessen an der Beibehaltung des Begräbnisplatzes verbunden sind (vgl. dazu VG Hamburg, Urt. v. 12.02.2001, 7 VG 3779/2000 , JURIS), geht dann grundsätzlich allen anderen Gesichtspunkten vor; nur ausnahmsweise darf auch gegen den Willen des Totenfürsorgeberechtigten eine Umbettung vorgenommen werden, wenn der angestrebte Erfolg anders nicht zu erreichen ist und wirklich zwingende Gründe die Maßnahme bedingen (vgl. OVG Nordrhein-Westfalen, Beschl. v. 10.11.1998, a.a.O.).

    Andererseits besteht auch das Totenfürsorgerecht allein im Rahmen der verfassungsmäßigen Ordnung, weshalb sie daraus keinen Anspruch auf Beeinträchtigung verfassungsmäßig geschützter Rechte anderer - wie hier der Totenruhe des Verstorbenen M. B. - herleiten kann (so auch OVG Münster, B. v. 10.11.1998, a. a. O.).

  • StGH Hessen, 13.12.2004 - P.St. 1842

    Gesetzliche Ausgestaltung des Bestandschutzes

    Der Folgenbeseitigungsanspruch hat nämlich die Möglichkeit der Wiederherstellung zur Voraussetzung und ist insbesondere ausgeschlossen, wenn eine Folgenbeseitigung gegen das Recht, das im Zeitpunkt der gerichtlichen Entscheidung über den Folgenbeseitigungsanspruch gilt, verstoßen würde (vgl. BVerwG, Urteil vom 06.09.1988 - BVerwG 4 C 26.88 -, UPR 1989, S. 31 [32]; BayVGH, Urteil vom 27.04.1981 - Nr. 7 B 80 A 1876 -, DVBl. 1981, S. 1158 [1159]; OVG Münster, Urteil vom 21.04.1983 - 11 A 424/82 -, NJW 1984, S. 1982 [1983 f.], und Beschluss vom 10.11.1998 - 19 A 1320/98 -, NVwZ 2000, S. 217 [218 f.]).
  • VG Gelsenkirchen, 19.09.2017 - 14 K 4013/16

    Umbettung; Totenruhe; wichtiger Grund; Totenfürsorge; Mutmaßlicher Wille; Wille

    vgl. BVerwG, Urteil vom 26. Juni 1974 - VII C 36.72 -, juris, Rdnr. 19; Beschluss vom 20. Dezember 1977 - VII B 188.76 -, juris, Rdnr. 8; OVG NRW, Beschlüsse vom 10. November 1998 - 19 A 1320/98 -, juris, Rdnrn. 13 und 33, und 28. November 1991 - 19 A 1925/90 -, juris, Rdnr. 19 und 21; VGH Bad.-Württ., Urteil vom 22. Januar 1979 - I 370/78 -, juris, Rdnr. 12; OVG NRW, Urteil vom 29. April 2008 - 19 A 2896/07 -.

    vgl. OVG NRW, Beschluss vom 28. November 1991 - 19 A 1925/90 -, a.a.O. und Beschluss vom 10. November 1998 - 19 A 1320/98 -, NVwZ 2000, 217, Hessischer VGH, Urteil vom 7. September 1993 - 11 UE 1118/92 -, DVBl 1994, 218, BGH, Urteil vom 26. Februar 1992 - XII ZR 58/91 -, MDR 1992, 588 sowie LG Gießen, Urteil vom 29. Juni 1994 - 1 S 109/94 - MDR 1994, 1126, zitiert nach juris und OVG NRW, Urteil vom 29. April 2008 -19 A 2896/07- a.a.O., das in der dort in Rede stehenden Fallgestaltung auf ein "Einverständnis mit der Umbettung" abhebt; vgl. auch Spranger, Bestattungsgesetz Nordrhein-Westfalen, § 3, Seite 51 und Gaedke, Handbuch des Friedhofs- und Bestattungsrechts, 8. Auflage, S. 194 ff.

  • VG Magdeburg, 20.09.2017 - 9 A 589/16
    a) Das von der Klägerin im Wesentlichen auf ihr Grabnutzungsrecht gestützte Begehren, nämlich die Zustimmung der Beklagten zur Umbettung der auf der Grabstelle beigesetzten Urne der Frau G. zu erreichen, kann sie im Wege der Folgenbeseitigung verfolgen (vgl. VGH Kassel, U. v. 07.09.1993 - 11 UE 1118/92 - OVG Münster, B. v. 10.11.1998 - 19 A 1320/98 -, beide juris).

    Zwar fällt das Grabstättennutzungsrecht zumindest in seinem Kernbereich unter den Schutz des Art. 14 Abs. 1 GG (vgl. OVG Münster, B. v. 10.11.1998 - 19 A 1320/98 -, juris; Gaedke, a. a. O., S. 161) und die Klägerin hat schon wegen der Verletzung dieses Rechts ein Interesse an der Umbettung (vgl. auch VGH Kassel, U. v. 07.09.1993, a. a. O.).

    Denn die Wahrung der Totenruhe, mit dem auch das allgemeine öffentliche Interessen an der Beibehaltung des Begräbnisplatzes verbunden ist (vgl. VG Hamburg, U. v. 12.02.2001 - 7 VG 3779/00 -, juris), geht dann grundsätzlich allen anderen Gesichtspunkten vor; nur ausnahmsweise darf auch gegen den Willen des Totenfürsorgeberechtigten eine Umbettung vorgenommen werden, wenn der angestrebte Erfolg anders nicht zu erreichen ist und wirklich zwingende Gründe die Maßnahme bedingen (vgl. OVG Münster, B. v. 10.11.1998, a. a. O.).

  • VGH Bayern, 27.07.2005 - 4 ZB 04.2986

    Bestattungsrecht; Totenruhe; Ruhezeit; Umbettung; Totensorge; Totenfürsorge;

    Diese Bestimmung trägt dem allgemeinen Pietätsempfinden Rechnung, dass die Umbettung einer einmal beigesetzten Leiche nur aus ganz besonderen Gründen verlangt werden kann (VGH Mannheim, U. v. 2.1.1979 - I 370/78 ; OVG Münster, B. v. 10.11.1998- 19 A 1320/98, NVwZ 2000, 217/218; OVG Koblenz, U.v. 20.4.2004 - 7 A 11930/03.OVG; Gaedke, Handbuch des Friedhofs- und Bestattungsrechts, 9. Aufl. 2004, S. 194 f.); dies gilt auch für die Umbettung von Urnen (VGH Kassel, U. v. 7.9.1993 - 11 UE 1118/92, NVwZ-RR 1994, 335/339; OVG Brandenburg, B. v. 25.9.2002 - 1 A 196/00.Z ).
  • StGH Hessen, 17.12.2004 - P.St. 1842

    Versagung vorläufigen verwaltungsgerichtlichen Rechtsschutzes gegen

  • OLG Frankfurt, 14.05.2013 - 1 U 176/10

    Parteifähigkeit der Börse als Anstalt des öffentlichen Rechts im Zivilprozess;

  • OVG Rheinland-Pfalz, 18.08.2011 - 7 C 11295/10

    Nachträgliches Verbot von Erdbestattungen bei bestehenden Wahlgrabstätten;

  • VG Münster, 23.03.2009 - 1 K 478/08
  • OVG Brandenburg, 25.09.2002 - 1 A 196/00

    Bestattungs- und Friedhofsrecht, Ausgrabung und Umbettung einer in einer

  • OVG Niedersachsen, 15.11.2006 - 8 LA 128/06

    Umbettung und Rückbettung

  • OVG Niedersachsen, 12.08.2014 - 8 LA 71/14

    Vorliegen eines die Umbettung vor Ablauf der Mindestruhezeit ausnahmsweise

  • OVG Niedersachsen, 31.03.2004 - 13 LB 11/03

    Voraussetzungen und Rechtsfolgen des öffentlich-rechtlichen

  • OVG Nordrhein-Westfalen, 29.05.2009 - 19 A 1347/06

    Abwägung der widerstreitenden Interessen i.R.e. Verlängerung eines

  • VG Gelsenkirchen, 04.11.2008 - 14 K 1641/08

    Umbettung, Totenruhe, Wille des Verstorbenen, Verwandtenstreit, Verwandtengezänk

  • OVG Niedersachsen, 13.07.2005 - 13 LC 16/03

    Zum Gegenstand eines öffentlich-rechtlichen Folgenbeseitigungsanspruchs können

  • VG Gelsenkirchen, 22.08.2014 - 14 K 744/12

    Totenfürsorge; Totenruhe; Religionsfreiheit; Friedhof; Konfession;

  • VG Arnsberg, 06.03.2009 - 12 K 2663/08

    Streit über den Ort einer Bestattung; Anspruch auf Herausgabe einer Urne samt

  • OVG Nordrhein-Westfalen, 26.05.2000 - 19 A 2015/99

    Anforderungen an das Vorliegen eines Anspruchs auf Erteilung einer Genehmigung

  • OVG Niedersachsen, 06.07.2012 - 8 LA 111/11

    Zu den Anforderungen an das Vorliegen eines wichtigen Grundes für die

  • VG Trier, 24.05.2017 - 7 K 9781/16

    Streit um Umbettung einer Urne in Freudenburg

  • OVG Niedersachsen, 30.11.2015 - 8 LA 152/15

    Genehmigung der Umbettung vor Ablauf der Mindestruhezeit; wichtiger Grund;

  • VGH Bayern, 30.04.2008 - 4 B 05.3396

    Grabnutzungsgebühr; Umbettung einer Leiche; "ehrliches Begräbnis"; mündliche

  • OVG Nordrhein-Westfalen, 07.07.2010 - 12 E 242/10

    Eröffnung des Verwaltungsrechtsweges bei offensichtlichem Nichtvorliegen eines

  • VG Köln, 09.04.2014 - 21 K 2505/13

    Klarheit gegenüber dem Verbraucher bei Verwendung der Formulierung "Preisangabe

  • VG Darmstadt, 16.11.2000 - 8 G 149/99

    Verlängerung der Aufenthaltserlaubnis eines Ausländers; Ablauf einer befristet

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Rechtsprechung
   VGH Bayern, 29.06.1999 - 11 B 98.1093   

Volltextveröffentlichungen (3)

  • archive.org
  • Jurion

    Entzug der Fahrerlaubnis; Vornahme einer Haaranalyse zur Aufklärung von Eignungszweifeln; Verdacht auf regelmäßigen bzw. gewohnheitsmäßigem Haschischkonsum; Herabsetzung der körperlich-geistigen Leistungsfähigkeit bei regelmäßigem Cannabiskonsum

  • juris (Volltext/Leitsatz)
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Verfahrensgang

Papierfundstellen

  • NJW 2000, 304
  • NVwZ 2000, 217 (Ls.)
  • NZV 1999, 525



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Wird zitiert von ... (4)  

  • BVerwG, 05.07.2001 - 3 C 13.01

    Entziehung der Fahrerlaubnis, maßgeblicher Zeitpunkt; Fahrerlaubnisentziehung,

    Der Verwaltungsgerichtshof vertrete neuerdings (vgl. NZV 1999, 525 ff.) im Anschluss an ein Gutachten (vgl. NZV 2000, 57 ff.) u.a. die Auffassung, dass ein Verdacht auf regelmäßigen Cannabiskonsum bereits dann bestehe, wenn ein Konsum von Haschisch belegt sei, was im Fall des Klägers zutreffe.
  • OVG Saarland, 16.10.2000 - 9 V 36/00
    Da nach gesicherten wissenschaftlichen Erkenntnissen der Genuß des Betäubungsmittels Cannabis generell geeignet ist, die für das sichere Führen eines Kraftfahrzeugs erforderliche körperlich-geistige Leistungsfähigkeit zu beeinträchtigen, statt vieler vgl. BayVGH, Urteil vom 29.6.1999, zfs 1999, 496 kann die Fahrerlaubnisbehörde nach dieser Vorschrift zur Vorbereitung der Entscheidung über die Erteilung oder Belassung der Fahrerlaubnis die Beibringung eines medizinisch-psychologischen Gutachtens verlangen, wenn gelegentliche Einnahme von Cannabis vorliegt und weitere Tatsachen Zweifel an der Eignung begründen.

    Ohne daß insoweit eine nähere'Bestimmung der Konsumfrequenz erforderliche wäre, dazu etwa Kannheiser in seinem dem Urteil des BayVGH vom 29.6.1999, a.a.O., zugrunde liegenden Gutachten, wonach unter gelegentlichem Konsum ein solcher zu verstehen ist, der mehrmals im Monat, aber deutlich weniger oft als täglich stattfindet ist bei dieser Abgrenzung davon auszugehen, daß als Gelegenheitskonsument jedenfalls nicht derjenige angesehen werden kann, der sich nur einmal oder gewissermaßen im Probierstadium Cannabis zugeführt hat.

    Es kann jedoch nicht ohne weiteres von der Glaubhaftigkeit dieses Vorbringens ausgegangen werden, berücksichtigt man, daß jeder belegte Drogenkonsum grundsätzlich den Verdacht auf einen solchen längerer als der eingeräumten, gauer und höherer als _der zugestandenen_ o$ex sonst nachgewiesenen Frequenz begründet Beschluß des Senats vom 2.8.2000 - 9 V 18/00 - BayVGH, Urteil vom 29.6.1999, a.a.O. und daß es angesichts der bekannt hohen Dunkelziffer drogenbeeinflußter Autofahrten eher unwahrscheinlich ist, daß der Antragsteller ausgerechnet dann in eine Polizeikontrolle geraten sein soll, als er sich nach jahrelanger Abstinenz angeblich das erste Mal wieder Haschisch zugeführt hatte.

  • VG Braunschweig, 24.02.2003 - 6 B 808/02

    Untersuchungsanordnung bei regelmäßigem Cannabiskonsum

    Ein lang andauernder erheblicher Cannabiskonsum kann eine dauerhafte fahreignungsrelevante Absenkung der körperlich-geistigen Leistungsfähigkeit nach sich ziehen (vgl. BVerfG, Beschl. vom 20.06.2002, aaO., S. 424; Bay. VGH, Urt. vom 29.061999, NJW 2000, 304 = DAR 2000, 228; OVG Saarland, Beschl. vom 30.09.2002, ZfSch2003, 44 und Hartmann/Löhr-Schwab/Bedacht/Eisenmenger in: Kommentar zu den Begutachtungsleitlinien zur Kraftfahrereignung, S. 111, jeweils m.w.N.).
  • OVG Niedersachsen, 22.11.1999 - 12 M 4409/99

    Cannabiskonsum - Fahreignung;; Begutachtung; Berufszuschlag; Cannabiskonsum;

    Ein solch erheblicher Konsum von Cannabisprodukten - mag er auch nur an allen Wochenenden stattfinden - ist regelmäßiger Konsum, wenn nicht gar von gewohnheitsmäßigem Konsum mit der Folge gesprochen werden muss, dass eine ständige Herabsetzung der körperlich-geistigen Leistungsfähigkeit in Bezug auf die Fahreignung eingetreten ist (vgl. BayVGH, Urt. v. 29.6.1999 - 11 B 98.1093 -, zfs 1999, 496 (498)).
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Rechtsprechung
   VGH Baden-Württemberg, 15.04.1999 - 7 S 909/98   

Volltextveröffentlichungen (3)

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Verfahrensgang

Papierfundstellen

  • NJW 2000, 376
  • NVwZ 2000, 217 (Ls.)
  • VBlBW 1999, 471



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Wird zitiert von ... (6)  

  • VG Sigmaringen, 18.08.2004 - 7 K 813/04

    Sozialhilfe-Rückforderung von belohnenden Schenkungen

    Bad.-Württ., Urteil vom 15.04.1999 - 7 S 909/98 -, VBlBW 1999, 471).

    Der Antragsgegner war hiernach nicht verpflichtet, einstweilen vorzuleisten und den Anspruch der Antragstellerin gegen ihre Tochter und Enkelin nach § 90 BSHG auf sich überzuleiten (vgl. VGH . Bad.-Württ., Urteil vom 15.04.1999 - 7 S 909/98 -, VBlBW 1999, 471).

  • SG Konstanz, 25.05.2007 - S 4 AS 323/07

    Kostenübernahme für eine mehrtägige Klassenfahrt i.H.v. 150,00 EUR gem. § 23 Abs.

    Es wäre mit dem Nachranggrundsatz nicht zu vereinbaren, wenn der Einzelne sich ohne Rücksicht auf die Möglichkeit, seinen Bedarf von dritter Seite zu befriedigen, an den Träger der Sozialhilfe mit der Bitte um Hilfe wenden könnte (VGH Baden-Württemberg, Urteil vom 15.04.1999, Az. 7 S 909/98, zum Nachranggrundsatz im BSHG).
  • OVG Niedersachsen, 03.07.2000 - 4 L 1967/00

    Versagung von Sozialhilfe - fehlende Bemühung um Arbeit

    Der Hinweis der Beklagten auf das Urteil des VGH Bad.-Württ. vom 15.4.1999 - 7 S 909/98 - (NJW 2000, 376 = FEVS Bd. 51, 130) greift nicht durch.
  • VG Kassel, 25.07.2003 - 7 G 1284/03

    § 2 Abs 1 BSHG, § 88 BSHG, § 528 BGB, § 534 BGB

    Der der Antragstellerin nach allem gemäß § 528 Abs. 1 BGB zustehende Rückforderungsanspruch ist auch ein "bereites" Mittel im Sinne von § 2 Abs. 1 BSHG, um den gegenwärtigen Hilfebedarf der Antragstellerin zu befriedigen (VGH Mannheim, U.v. 15.04.1999 - 7 S 909/98 - NJW 2000, S. 376 ff. = FEVS 51, S. 130 ff.; OVG Hamburg, B.v. 05.04.1995 - Bs IV 21/95 - FEVS 46, S. 386 ff.; Brühl in LPK-BSHG, 6. Aufl. § 88 Rdn. 112).
  • VG Freiburg, 08.04.2003 - 8 K 672/01

    Keine Auskunftspflicht im Rahmen der Sozialhilfe über Dritte

    Ob ein Anspruch auf Rückgabe des der weiteren Tochter übergebenen Grundvermögens nach § 528 BGB besteht (vgl. zur Frage, ob es sich bei einem Grundstücksübertragungsvertrag um eine sog. gemischte Schenkung handelt mit der Folge, dass ein Anspruch nach § 528 BGB in Betracht kommt: VGH Bad.-Württ., Urt. v. 15.04.1999 - 7 S 909/98 -, NJW 2000, 376 = VBlBW 1999, 471), kann nach Lage der Akten nicht beurteilt werden, da insbesondere weder der Wert des Grundvermögens noch der Wert der von der weiteren Tochter der Hilfeempfängerin im Übergabevertrag übernommenen Schulden bekannt ist.
  • VG Freiburg, 14.01.2003 - 8 K 672/01

    Auskunftspflicht des Unterhaltspflichtigen

    Ob ein Anspruch auf Rückgabe des der weiteren Tochter übergebenen Grundvermögens nach § 528 BGB besteht (vgl. zur Frage, ob es sich bei einem Grundstücksübertragungsvertrag um eine sog. gemischte Schenkung handelt mit der Folge, dass ein Anspruch nach § 528 BGB in Betracht kommt: VGH Bad.-Württ., Urt. v. 15.04.1999 - 7 S 909/98 -, NJW 2000, 376 = VBlBW 1999, 471), kann nach Lage der Akten nicht beurteilt werden, da insbesondere weder der Wert des Grundvermögens noch der Wert der von der weiteren Tochter der Hilfeempfängerin im Übergabevertrag übernommenen Schulden bekannt ist.
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Rechtsprechung
   OVG Nordrhein-Westfalen, 14.06.1999 - 16 A 2169/98   

Volltextveröffentlichungen (2)

  • Jurion

    Ausbildungsförderung; Rückzahlung; Fälligkeit; Änderung der Anschrift; Unterbliebene Mitteilung; Anderweitige Kenntniserlangung

  • juris (Volltext/Leitsatz)
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Verfahrensgang

Papierfundstellen

  • NVwZ 2000, 217 (Ls.)
  • FamRZ 2000, 780 (Ls.)



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Wird zitiert von ... (3)  

  • OVG Nordrhein-Westfalen, 04.06.2012 - 12 A 381/10

    Verjährung von aufgrund verspäteter Rückzahlung von BAföG -Leistungen fällig

    vgl. schon: OVG NRW, Urteil vom 14. Juni 1999 - 16 A 2169/98 -, juris; Reifers, in: Rothe/Blanke, BAföG, Stand März 2010, § 18, Rn. 6.1 und 6.2.
  • VG Köln, 05.06.2003 - 26 K 9463/00

    Voraussetzungen der Entscheidung einer verwaltungsgerichtlichen Klage durch

    Aus der Entscheidung des OVG Münster vom 14. Juni 1999 - Az. 16 A 2169/98 - ergebe sich, dass das Bundesverwaltungsamt spätestens nach drei Monaten tätig werden müsse.

    Das Oberverwaltungsgericht hatte in diesem Verfahren entschieden, dass im Zusammenhang mit der Anschriftenermittlung ein Untätigbleiben von 15 Monaten bis zur Bekanntgabe des Rückzahlungsbescheides dazu führt, dass der Nichtzugang des Rückzahlungsbescheides auf Gründen beruht, die der Darlehensnehmer nicht zu vertreten hat, mit der Folge, dass Rückstandszinsen insoweit nicht erhoben werden können, vgl. OVG NRW, Urteil vom 14. Juni 1999 - 16 A 2169/98 -, NVwZ 2000, S. 217.

  • OVG Nordrhein-Westfalen, 12.09.2014 - 12 A 2860/12

    Rechtmäßigkeit von Zinsen eines KfW-Darlehens bei vom Darlehensnehmer zu

    vgl. OVG NRW, Urteil vom 14. Juni 1999 - 16 A 2169/98 -, juris, auch mit abgrenzender Bezugnahme auf den dem Urteil vom 14. Oktober 1992 - 16 A 3591/91 - zugrunde liegenden Sachverhalt, bei dem das Bundesverwaltungsamt lediglich die Anschriftenermittlung sehr zögerlich betrieben hatte, was nicht zur Berücksichtigung eines Mitverschuldens des Amtes führte.
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