Rechtsprechung
   BVerwG, 27.02.2014 - 2 C 19.12   

Volltextveröffentlichungen (7)

  • lexetius.com

    GG Art. 19 Abs. 4, Art. 20 Abs. 1 und 3, Art. 33 Abs. 5, Art. 79 Abs. 3, Art. 140; WRV Art. 137 Abs. 3 und 5; VwGO § 40 Abs. 1 Satz 1
    Zugang zu staatlichen Gerichten; Kirchenbeamtenverhältnis; Justizgewährungsanspruch; Religionsgesellschaft; Selbstbestimmungsrecht der Religionsgesellschaften; kirchliche Ämter; Subsidiarität des staatlichen Rechtswegs; Sozialstaatsgebot; Fürsorgepflicht.

  • Bundesverwaltungsgericht

    GG Art. 19 Abs. 4, Art. 20 Abs. 1 und 3, Art. 33 Abs. 5, Art. 79 Abs. 3,
    Zugang zu staatlichen Gerichten; Kirchenbeamtenverhältnis; Justizgewährungsanspruch; Religionsgesellschaft; Selbstbestimmungsrecht der Religionsgesellschaften; kirchliche Ämter; Subsidiarität des staatlichen Rechtswegs; Sozialstaatsgebot; Fürsorgepflicht.

  • rechtsprechung-im-internet.de

    Art 140 GG, Art 19 Abs 4 GG, Art 20 Abs 1 GG, Art 20 Abs 3 GG, Art 33 Abs 5 GG
    Rechtsweg zu den staatlichen Gerichten auch für Geistliche und Kirchenbeamte eröffnet; Subsidiarität des staatlichen Rechtswegs; soziale Fürsorgepflicht für bisherige Bedienstete

  • Jurion

    Recht der Geistlichen und Beamten einer Religionsgemeinschaft zur Anrufung der staatlichen Gerichte durch den verfassungsrechtlich gewährleisteten Justizgewährungsanspruch (hier: Überprüfung von dienstrechtlichen Maßnahmen); Dienstrecht der Geistlichen und Beamten als Kernbereich des Selbstbestimmungsrechts einer Religionsgemeinschaft

  • rechtsportal.de(Abodienst, kostenloses Probeabo)

    Recht der Geistlichen und Beamten einer Religionsgemeinschaft zur Anrufung der staatlichen Gerichte durch den verfassungsrechtlich gewährleisteten Justizgewährungsanspruch (hier: Überprüfung von dienstrechtlichen Maßnahmen); Dienstrecht der Geistlichen und Beamten als Kernbereich des Selbstbestimmungsrechts einer Religionsgemeinschaft

  • datenbank.nwb.de(kostenpflichtig)
  • juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)

Kurzfassungen/Presse (8)

  • Bundesverwaltungsgericht (Pressemitteilung)

    Rechtsweg zu den staatlichen Gerichten auch für Geistliche und Kirchenbeamte eröffnet

  • Rechtslupe (Kurzinformation/Zusammenfassung)

    Rechtsweg zu den staatlichen Gerichten für Geistliche und Kirchenbeamte

  • Rechtslupe (Kurzinformation/Zusammenfassung)

    Der entlassene Kirchenbeamte - und der Zugang zu den staatlichen Gerichten

  • Jurion (Kurzinformation)

    Rechtsweg zu den staatlichen Gerichten auch für Geistliche und Kirchenbeamte eröffnet

  • Jurion (Kurzinformation)

    Geistliche können nach Erschöpfung des von der Religionsgesellschaft eröffneten eigenen Rechtswegs auch in dienstrechtlichen Angelegenheiten staatliche Gerichte anrufen

  • bayrvr.de (Pressemitteilung)

    Rechtsweg zu den staatlichen Gerichten auch für Geistliche und Kirchenbeamte eröffnet

  • juraforum.de (Kurzinformation)

    Kirchliches Selbstbestimmungsrecht durch Bundesverwaltungsgericht eingeschränkt

  • anwalt-suchservice.de (Kurzinformation)

    Rechtsweg zu den staatlichen Gerichten auch für Geistliche und Kirchenbeamte eröffnet

Besprechungen u.ä. (2)

  • Alpmann Schmidt | RÜ(Abo oder Einzelheftbestellung) (Fallmäßige Aufbereitung - für Studienzwecke)

    Art. 140 GG; 137 WRV; § 40 VwGO
    Staatliche Gerichte können innerkirchliche Akte beschränkt überprüfen

  • juraexamen.info (Kurzaufsatz mit Bezug zur Entscheidung)

    Zur beschränkten gerichtlichen Überprüfbarkeit kirchlicher Akte

Sonstiges

  • Jurion (Literaturhinweis: Entscheidungsbesprechung)

    Kurznachricht zu "Rechtsschutz Geistlicher vor staatlichen Gerichten" von RA Prof. Dr. Christian Kirchberg, original erschienen in: NJW 2014, 2763 - 2764.

Papierfundstellen

  • BVerwGE 149, 139
  • NJW 2014, 2810
  • NVwZ 2014, 1101
  • DÖV 2014, 804



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Wird zitiert von ... (14)  

  • BVerwG, 25.11.2015 - 6 C 21.14  

    Rechtsschutzgarantie des Grundgesetzes; Justizgewährungsauftrag; autonome

    Hierzu gehören die Gerichte der Evangelischen Kirchen (BVerwG, Urteil vom 27. Februar 2014 - 2 C 19.12 - BVerwGE 149, 139 Rn. 27).

    Auch dieser Bereich ist nicht frei vom Geltungsanspruch der staatlichen Rechtsordnung, wie der Schrankenvorbehalt des Art. 137 Abs. 3 Satz 1 WRV belegt (BVerfG, Beschluss vom 14. Mai 1986 - 2 BvL 19/84 - BVerfGE 72, 278 und Kammerbeschluss vom 18. September 1998 - 2 BvR 1476/94 - NJW 1999, 349; BVerwG, Urteile vom 10. April 2008 - 7 C 47.07 - NVwZ 2008, 1357 und vom 27. Februar 2014 - 2 C 19.12 - BVerwGE 149, 139 Rn. 13 f.; BGH, Urteil vom 11. Februar 2000 - V ZR 271/99 - NJW 2000, 1555 ).

    Ein Rechtsschutzbedürfnis für die Anrufung der staatlichen Gerichte besteht erst dann, wenn ein von der Religionsgesellschaft eröffneter interner Rechtsweg erfolglos ausgeschöpft worden ist (BVerwG, Urteil vom 27. Februar 2014 - 2 C 19.12 - BVerwGE 149, 139 Rn. 27; BGH, Urteil vom 28. März 2003 - V ZR 261/02 - BGHZ 154, 306 ).

    Ansonsten sind sie auf die Prüfung beschränkt, ob Normen des autonomen Rechts und die darauf gestützten Entscheidungen mit der staatlichen Rechtsordnung vereinbar sind (BVerwG, Urteile vom 10. April 2008 - 7 C 47.07 - NVwZ 2008, 1357 und vom 27. Februar 2014 a.a.O. Rn. 14; BGH, Urteile vom 11. Februar 2000 - V ZR 271/99 - NJW 2000, 1555 und vom 28. März 2003 a.a.O. ).

    Von der Organisationsgewalt umfasst sind die gesamten Binnenstrukturen wie etwa die organisatorische Gliederung, die Entscheidungszuständigkeiten und die interne Willensbildung (BVerfG, Beschluss vom 14. Mai 1986 - 2 BvL 19/84 - BVerfGE 72, 278 ; BVerwG, Urteil vom 27. Februar 2014 - 2 C 19.12 - BVerwGE 149, 139 Rn. 16).

    Hierzu zählen die gegen jede Änderung geschützten Verfassungsprinzipien des Art. 79 Abs. 3 GG, das Willkürverbot und elementare rechtsstaatliche Anforderungen an das Verfahren der Entscheidungsfindung (BVerwG, Urteil vom 27. Februar 2014 - 2 C 19.12 - BVerwGE 149, 139 Rn. 19 ff.; BGH, Urteil vom 11. Februar 2000 - V ZR 271/99 - NJW 2000, 1555 ).

    Der Rechtsschutzauftrag ist auf die Prüfung beschränkt, ob das Verständnis des autonom gesetzten Rechts, das den Entscheidungen der Religionsgesellschaften zugrunde liegt, mit der staatlichen Rechtsordnung vereinbar ist (BVerwG, Urteil vom 27. Februar 2014 - 2 C 19.12 - BVerwGE 149, 139 Rn. 27; BGH, Urteile vom 11. Februar 2000 - V ZR 271/99 - NJW 2000, 1555 und vom 28. März 2003 - V ZR 261/02 - BGHZ 154, 306 ).

  • VG Hamburg, 12.02.2016 - 20 E 6824/15  

    Rechtsschutz bei innerkirchlichen dienstverhältnisbezogenen Maßnahmen

    So hat das Bundesverwaltungsgericht bereits entschieden, dass auch Beamte einer Religionsgesellschaft, die von ihrer Dienstherrenfähigkeit Gebrauch gemacht hat, staatliche Gerichte anrufen können, wenn und soweit sie geltend machen, ein Akt der Religionsgesellschaft habe sie in ihren Rechten verletzt (BVerwG, Urt. v. 27. Februar 2014, 2 C 19/12, juris Rn. 14; Kopp/Schenke, Verwaltungsgerichtsordnung, 21. Auflage 2015, § 40, Rn. 40a; Sachs/Ehlers, Grundgesetz, 7. Auflage 2014, Art. 140, Rn. 16; vgl. auch OVG Koblenz, Urt. v. 28. November 2008, 2 A 10495/08, juris Rn. 17; von Campenhausen/de Wall, Staatskirchenrecht, 4. Auflage 2006, S. 311; zur vorherigen Rechtsprechung siehe BVerwG, Urt. v. 30. Oktober 2002, 2 C 23/01, juris Rn. 13 - 15 m. w. N.).

    Das verfassungsrechtlich geschützte Selbstbestimmungsrecht der Religionsgesellschaften gemäß Art. 140 GG i.V.m. Art. 137 Abs. 3 WRV schließt nicht bereits den Zugang zu den staatlichen Gerichten aus, sondern bestimmt Umfang und Intensität der Prüfung des Aktes der Religionsgesellschaft durch das staatliche Gericht (BVerwG, Urt. v. 27. Februar 2014, 2 C 19/12, juris Rn. 14; OVG Koblenz, Urt. v. 28. November 2008, 2 A 10495/08, juris Rn. 18; Sachs/Ehlers, Grundgesetz, 7. Auflage 2014, Art. 140, Rn. 16 f.).

    Ein nach der Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichts vorrangiger Kirchenrechtsweg (BVerwG, Urt. v. 27. Februar 2014, 2 C 19/12, juris Rn. 27; OVG Koblenz, Urt. v. 28. November 2008, 2 A 10495/08, juris Rn. 19) besteht im vorliegenden Fall nicht (vgl. VG Hamburg, Urt. v. 17. August 2011, 8 K 3632/09, juris Rn. 26).

    Nach der Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichts finden selbst bei Verfahren, in denen es um die Einstellung Geistlicher geht, die fundamentalen Verfassungsprinzipien des Art. 79 Abs. 3 GG Anwendung und können von staatlichen Gerichten auf ihre Einhaltung hin überprüft werden (BVerwG, Urt. v. 27. Februar 2014, 2 C 19/12, juris Rn. 23-25, 33; Kopp/Schenke, Verwaltungsgerichtsordnung, 21. Auflage 2015, § 40, Rn. 40a).

    Es obliegt nach der Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichts staatlichen Gerichten, im Einzelfall nachzuprüfen, ob eine Religionsgesellschaft nach ihrem Verhalten bereit und imstande ist, die in Art. 79 Abs. 3 GG umschriebenen fundamentalen Verfassungsprinzipien auch im innerkirchlichen Bereich zu gewährleisten (BVerwG, Urt. v. 27. Februar 2014, 2 C 19/12, juris Rn. 23).

    Im vorliegenden Verfahren führt die vorzunehmende Abwägung zwischen dem kirchlichen Selbstbestimmungsrecht und den Rechten der Antragstellerin (vgl. BVerwG, Urt. v. 27. Februar 2014, 2 C 19/12, juris Rn. 33, 37) jedenfalls dazu, dass eine umfangreichere Prüfung vorzunehmen ist, weil es vorliegend nicht unmittelbar um die "Bestimmung der Ämter und des Status der Bediensteten" sondern "nur" um die Anhörung einer Beamtin im Rahmen eines sie betreffenden Dialogverfahrens geht (vgl. BVerwG, Urt. v. 27. Februar 2014, 2 C 19/12, juris Rn. 37 zur Höhe eines Übergangsgeldes).

    Die Vorschrift enthält inhaltliche Vorgaben lediglich für die Regelung des öffentlichen Dienstes als Bestandteil der Staatsverwaltung (BVerfG, Beschl. v. 9. Dezember 2008, 2 BvR 717/08, juris Rn. 10; BVerwG, Urt. v. 27. Februar 2014, 2 C 19/12, juris Rn. 38).

    Die sich für Religionsgesellschaften als öffentlich-rechtliche Dienstherren aus dem Sozialstaatsgebot des Art. 20 Abs. 1 GG ergebende Fürsorgepflicht (BVerwG, Urt. v. 27. Februar 2014, 2 C 19/12, juris Rn. 39) wird im vorliegenden Fall jedenfalls durch die nun modifizierte Fortführung des Dialogverfahrens nicht verletzt.

    Jedenfalls ist wie bei der gesamten Prüfung der Maßnahmen einer Religionsgemeinschaft auch bei der Prüfung einer Fürsorgepflichtverletzung ihr Selbstbestimmungsrecht zu beachten (vgl. BVerwG, Urt. v. 27. Februar 2014, 2 C 19/12, juris Rn. 37, 42).

  • BVerwG, 25.11.2015 - 6 C 20.14  

    Geltendmachung von erforderlichen kirchenrechtlichen Ansprüche im Klageverfahren

    Hierzu gehören die Gerichte der Evangelischen Kirchen (BVerwG, Urteil vom 27. Februar 2014 - 2 C 19.12 - BVerwGE 149, 139 Rn. 27).

    Auch dieser Bereich ist nicht frei vom Geltungsanspruch der staatlichen Rechtsordnung, wie der Schrankenvorbehalt des Art. 137 Abs. 3 Satz 1 WRV belegt (BVerfG, Beschluss vom 14. Mai 1986 - 2 BvL 19/84 - BVerfGE 72, 278 und Kammerbeschluss vom 18. September 1998 - 2 BvR 1476/94 - NJW 1999, 349; BVerwG, Urteile vom 10. April 2008 - 7 C 47.07 - NVwZ 2008, 1357 und vom 27. Februar 2014 - 2 C 19.12 - BVerwGE 149, 139 Rn. 13 f.; BGH, Urteil vom 11. Februar 2000 - V ZR 271/99 - NJW 2000, 1555 ).

    Ein Rechtsschutzbedürfnis für die Anrufung der staatlichen Gerichte besteht erst dann, wenn ein von der Religionsgesellschaft eröffneter interner Rechtsweg erfolglos ausgeschöpft worden ist (BVerwG, Urteil vom 27. Februar 2014 - 2 C 19.12 - BVerwGE 149, 139 Rn. 27; BGH, Urteil vom 28. März 2003 - V ZR 261/02 - BGHZ 154, 306 ).

    Ansonsten sind sie auf die Prüfung beschränkt, ob Normen des autonomen Rechts und die darauf gestützten Entscheidungen mit der staatlichen Rechtsordnung vereinbar sind (BVerwG, Urteile vom 10. April 2008 - 7 C 47.07 - NVwZ 2008, 1357 und vom 27. Februar 2014 a.a.O. Rn. 14; BGH, Urteile vom 11. Februar 2000 - V ZR 271/99 - NJW 2000, 1555 und vom 28. März 2003 a.a.O. ).

    Von der Organisationsgewalt umfasst sind die gesamten Binnenstrukturen wie etwa die organisatorische Gliederung, die Entscheidungszuständigkeiten und die interne Willensbildung (BVerfG, Beschluss vom 14. Mai 1986 - 2 BvL 19/84 - BVerfGE 72, 278 ; BVerwG, Urteil vom 27. Februar 2014 - 2 C 19.12 - BVerwGE 149, 139 Rn. 16).

    Hierzu zählen die gegen jede Änderung geschützten Verfassungsprinzipien des Art. 79 Abs. 3 GG, das Willkürverbot und elementare rechtsstaatliche Anforderungen an das Verfahren der Entscheidungsfindung (BVerwG, Urteil vom 27. Februar 2014 - 2 C 19.12 - BVerwGE 149, 139 Rn. 19 ff.; BGH, Urteil vom 11. Februar 2000 - V ZR 271/99 - NJW 2000, 1555 ).

    Der Rechtsschutzauftrag ist auf die Prüfung beschränkt, ob das Verständnis des autonom gesetzten Rechts, das den Entscheidungen der Religionsgesellschaften zugrunde liegt, mit der staatlichen Rechtsordnung vereinbar ist (BVerwG, Urteil vom 27. Februar 2014 - 2 C 19.12 - BVerwGE 149, 139 Rn. 27; BGH, Urteile vom 11. Februar 2000 - V ZR 271/99 - NJW 2000, 1555 und vom 28. März 2003 - V ZR 261/02 - BGHZ 154, 306 ).

  • OVG Nordrhein-Westfalen, 03.01.2017 - 19 A 1970/14  

    Nichtjüdische Ehefrau darf auf jüdischem Friedhof bestattet werden

    BVerfG, Beschlüsse vom 9. Dezember 2008 - 2 BvR 717/08 -, NJW 2009, 1195, juris, Rdn. 2, 5, und vom 18. September 1998 - 2 BvR 1476/94 -, NJW 1999, 349, juris, Rdn. 28 f.; BVerwG, Urteile vom 25. November 2015 - 6 C 21.14 -, BVerwGE 153, 282, juris, Rdn. 15, und vom 27. Februar 2014 - 2 C 19.12 -, BVerwGE 149, 139, juris, Rdn. 27; BGH, Urteil vom 28. März 2003 - V ZR 261/02 -, BGHZ 154, 306, juris, Rdn. 8.

    BVerfG, Beschluss vom 18. September 1998, a. a. O., Rdn. 30; BVerwG, Urteile vom 25. November 2015, a. a. O., Rdn. 20, und vom 27. Februar 2014, a. a. O., Rdn. 27; BGH, Urteil vom 28. März 2003, a. a. O., Rdn. 12 ff.

  • BVerwG, 04.01.2017 - 2 B 23.16  

    Ausschöpfung des kirchlichen Rechtswegs vor Anrufung der staatlichen Gerichte

    Die Inanspruchnahme staatlichen Rechtsschutzes in kirchen(dienst)rechtlichen Angelegenheiten ist allenfalls subsidiär - erst nach Erschöpfung des innerkirchlichen Rechtswegs - und zudem auch inhaltlich nur eingeschränkt möglich (wie BVerwG, Urteile vom 27. Februar 2014 - 2 C 19.12 - BVerwGE 149, 139 Rn. 27 und vom 25. November 2015 - 6 C 21.14 - BVerwGE 153, 282 Rn. 20).

    Das Gegenteil ist der Fall: In der jüngeren Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichts ist ausdrücklich geklärt, dass die Inanspruchnahme staatlichen Rechtsschutzes in kirchendienstrechtlichen Angelegenheiten allenfalls subsidiär - erst nach Erschöpfung des innerkirchlichen Rechtswegs - und zudem auch inhaltlich nur eingeschränkt möglich ist (BVerwG, Urteile vom 27. Februar 2014 - 2 C 19.12 - BVerwGE 149, 139 Rn. 27 und vom 25. November 2015 - 6 C 21.14 - BVerwGE 153, 282 Rn. 20; Beschluss vom 1. März 2016 - 2 B 105.15 - Buchholz 310 § 124 VwGO Nr. 35 Rn. 9).

    Zu der von der Beschwerde vermissten Auseinandersetzung und Differenzierung bestand kein Anlass, weil in der oben wiedergegebenen Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichts bereits geklärt ist, dass kirchendienstrechtliche Entscheidungen betreffend die zur Verkündigung der Glaubensinhalte berufenen Personen zum Kernbereich des kirchlichen Selbstbestimmungsrechts i.S.v. Art. 140 GG i.V.m. Art. 137 Abs. 3 WRV gehören und deshalb nur einer das kirchliche Selbstverständnis respektierenden inhaltlich eingeschränkten Kontrolle durch staatliche Gerichte unterliegen (BVerwG, Urteil vom 27. Februar 2014 - 2 C 19.12 - BVerwGE 149, 139 Rn. 15 ff., 23 und 33).

    Im Übrigen sind kirchenrechtliche Entscheidungen nicht am Maßstab des Art. 33 Abs. 5 GG (BVerwG, Urteil vom 27. Februar 2014 - 2 C 19.12 - BVerwGE 149, 139 Rn. 38) und erst Recht nicht am einfachgesetzlichen staatlichen Beamtenrecht zu überprüfen.

  • VGH Bayern, 07.08.2017 - 3 ZB 14.536  

    Erfolgloser Antrag auf Zulassung der Berufung mangels Vorliegen eines

    Der Anspruch des Klägers kann nicht vor den staatlichen Verwaltungsgerichten geltend gemacht werden, bevor er nicht erfolglos den hierfür bestehenden innerkirchlichen Rechtsweg ausgeschöpft hat (BVerwG, U.v. 27.2.2014 - 2 C 19.12 - juris Rn. 27).

    Diese Maßnahmen wurzeln im geistlichen Wesen der Religionsgesellschaft (BVerwG, U.v. 27.2.2014 a.a.O. Rn. 17).

    Wenn und soweit die Kirche die Möglichkeit geschaffen hat, dienstrechtliche Streitigkeiten von einem kirchlichen Gericht beurteilen zu lassen, und somit Gelegenheit besteht, die Streitigkeit innerkirchlich beizulegen, gebietet es daher die verfassungsrechtlich geschuldete Rücksichtnahme gegenüber dem kirchlichen Selbstbestimmungsrecht den staatlichen Gerichten, über Fragen des kirchlichen Dienst- und Amtsrechts nach Maßgabe der allgemeinen Gesetze in Erfüllung des Justizgewährungsanspruchs (Art. 2 Abs. 1 i.V.m. Art. 20 Abs. 3 GG) jedenfalls nicht vor der Erschöpfung des hierfür eröffneten kirchlichen Rechtswegs zu entscheiden (BVerfG, B.v. 18.9.1998 a.a.O. Rn. 30; BVerwG, U.v. 27.2.2014 a.a.O. Rn. 27).

    Im Übrigen ist in der Rechtsprechung geklärt, dass wegen kirchendienstrechtlicher Statusangelegenheiten Rechtsschutz durch die staatlichen Gerichte allenfalls subsidiär nach Erschöpfung des innerkirchlichen Rechtswegs und inhaltlich nur eingeschränkt in Frage kommt (BVerfG, B.v. 18.9.1998 - 2 BvR 1476/94 - juris Rn. 30; NB.v. 9.12.2008 - 2 BvR 717/08 - juris Rn. 7; BVerwG, U.v. 27.2.2014 - 2 C 19.12 - juris Rn. 27; B.v. 4.1.2017 - 2 B 23.16 - juris Rn. 13; BGH, U.v. 28.3.2003 - V ZR 261/02 - juris Rn. 14; BAG, B.v. 30.4.2014 - 7 ABR 30/12 - juris Rn. 21).

  • VG Stuttgart, 21.07.2014 - PL 22 K 3164/14  

    Mitarbeitervertretungsrecht einer Religionsgemeinschaft - Rechtsweg zu den

    Vergleiche zum Leitsatz: BVerwG, Urteil vom 27.2.2014 - 2 C 19/12 -.(Rn.5).

    Auch die Zuerkennung des Status einer öffentlich-rechtlichen Körperschaft nach Art. 140 GG i.V.m. Art. 137 Abs. 5 WRV ändert nichts daran, dass es sich bei kirchlichen Maßnahmen nicht um Akte staatlicher Gewalt handelt vgl. (BVerfG, Kammerbeschluss vom 09.12.2008 - 2 BvR 717/08 - NJW 2009, 1195; BVerwG, Urteil vom 27.02.2014 - 2 C 19/12 -, juris).

    Die staatlichen Gerichte sind nur dann befugt, das autonom gesetzte Recht der Religionsgesellschaft auszulegen und anzuwenden, wenn und soweit die Religionsgesellschaft selbst diese Möglichkeit eröffnet (vgl. BVerwG, Urteil vom 27.02.2014 - 2 C 19/12 -, juris).

    Ob dies zutrifft und deshalb allenfalls eine subsidiäre Anrufung staatlicher Gerichte in Betracht käme (vgl. BVerwG, Urteil vom 27.02.2014 - 2 C 19/12 -, juris), kann offen bleiben, denn es fehlt bereits an einer grundsätzlichen Eröffnung des Rechtsschutzes vor staatlichen Gerichten durch die weitere Beteiligten zu 2.

  • OVG Nordrhein-Westfalen, 29.04.2014 - 5 A 1385/12  

    Geltendmachung eines auf kirchlichem Prozessrecht beruhenden Anspruchs auf

    vgl. BGH, Urteile vom 11. Februar 2000 - V ZR 271/99 -, NJW 2000, 1555, und vom 28. März 2003 - V ZR 261/02 -, NJW 2003, 2097; BVerwG, Urteile vom 28. Februar 2002 - 7 C 7.01 -, BVerwGE 116, 86, 88, und vom 27. November 2013 - 6 C 21.12 -, juris, Rn. 45 ff.; OVG NRW, Urteil vom 18. September 2012 - 5 A 1941/10 -, DVBl. 2012, 1585 = juris, Rn. 56-69, insoweit bestätigt durch BVerwG, Urteil vom 27. Februar 2014 - 2 C 19.12 - (Pressemitteilung).

    vgl. BGH, Urteil vom 28. März 2003 - V ZR 261/02 -, NJW 2003, 2097, 2098 f.; OVG NRW, Urteil vom 18. September 2012 - 5 A 1941/10 -, DVBl. 2012, 1585 = juris, Rn. 68, m. w. N., insoweit bestätigt durch BVerwG, Urteil vom 27. Februar 2014 - 2 C 19.12 - (Pressemitteilung).

  • OVG Nordrhein-Westfalen, 29.04.2014 - 5 A 1386/12  

    Erstattung von Rechtsanwaltskosten für die Vertretung in einem Verfahren vor den

    vgl. BGH, Urteile vom 11. Februar 2000 - V ZR 271/99 -, NJW 2000, 1555, und vom 28. März 2003 - V ZR 261/02 -, NJW 2003, 2097; BVerwG, Urteile vom 28. Februar 2002 - 7 C 7.01 -, BVerwGE 116, 86, 88, und vom 27. November 2013 - 6 C 21.12 -, juris, Rn. 45 ff.; OVG NRW, Urteil vom 18. September 2012 - 5 A 1941/12 -, DVBl. 2012, 1585 = juris, Rn. 56-69, insoweit bestätigt durch BVerwG, Urteil vom 27. Februar 2014 - 2 C 19.12 - (Pressemitteilung).

    vgl. BGH, Urteil vom 28. März 2003 - V ZR 261/02 -, NJW 2003, 2097, 2098 f.; OVG NRW, Urteil vom 18. September 2012 - 5 A 1941/10 -, DVBl. 2012, 1585 = juris, Rn. 68, m. w. N., insoweit bestätigt durch BVerwG, Urteil vom 27. Februar 2014 - 2 C 19.12 - (Pressemitteilung).

  • OVG Nordrhein-Westfalen, 29.04.2014 - 5 A 1384/12  

    Erstattung von Rechtsanwaltskosten für die Vertretung in einem Verfahren vor den

    vgl. BGH, Urteile vom 11. Februar 2000 - V ZR 271/99 -, NJW 2000, 1555, und vom 28. März 2003 - V ZR 261/02 -, NJW 2003, 2097; BVerwG, Urteile vom 28. Februar 2002 - 7 C 7.01 -, BVerwGE 116, 86, 88, und vom 27. November 2013 - 6 C 21.12 -, juris, Rn. 45 ff.; OVG NRW, Urteil vom 18. September 2012 - 5 A 1941/10 -, DVBl. 2012, 1585 = juris, Rn. 56-69, insoweit bestätigt durch BVerwG, Urteil vom 27. Februar 2014 - 2 C 19.12 - (Pressemitteilung).

    vgl. BGH, Urteil vom 28. März 2003 - V ZR 261/02 -, NJW 2003, 2097, 2098 f.; OVG NRW, Urteil vom 18. September 2012 - 5 A 1941/10 -, DVBl. 2012, 1585 = juris, Rn. 68, m. w. N., insoweit bestätigt durch BVerwG, Urteil vom 27. Februar 2014 - 2 C 19.12 - (Pressemitteilung).

  • VGH Bayern, 16.02.2015 - 7 ZB 14.357  

    Ablehnung wegen Besorgnis der Befangenheit; Ablehnung der Offenbarung der

  • BVerwG, 01.03.2016 - 2 B 105.15  

    Keine inhaltliche Bindungswirkung des Zulassungsbeschlusses für das

  • OVG Nordrhein-Westfalen, 06.07.2017 - 6 A 691/15  

    Übernahmebegehren in das Beamtenverhältnis auf Lebenszeit; Begründung eines

  • VG Berlin, 07.10.2015 - 21 K 146.15  
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