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   BVerwG, 16.01.1992 - 9 B 192.91   

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BVerwG, 16.01.1992 - 9 B 192.91 (https://dejure.org/1992,1459)
BVerwG, Entscheidung vom 16.01.1992 - 9 B 192.91 (https://dejure.org/1992,1459)
BVerwG, Entscheidung vom 16. Januar 1992 - 9 B 192.91 (https://dejure.org/1992,1459)
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Volltextveröffentlichungen (2)

Kurzfassungen/Presse

  • rechtsportal.de(Abodienst, kostenloses Probeabo) (Leitsatz)

    Entstehung des Vertriebenenstatus - maßgebendes Vertreibungsgebiet - deutsche Staatsangehörigkeit - fehlerhafte richterliche Überzeugungsbildung hinsichtlich des Verlustes der deutschen Staatsangehörigkeit - materielle Beweislast für einen Verlust der deutschen ...

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Verfahrensgang

Papierfundstellen

  • NVwZ-RR 1992, 439
 
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Wird zitiert von ... (25)

  • VG Stuttgart, 23.07.2008 - 11 K 4247/07

    Antrag auf Ausstellung eines Staatsangehörigkeitsausweises

    49 Dabei ist zunächst festzustellen, dass die materielle Beweislast für einen solchen Verlust bei der Behörde liegt (VGH Ba.-Wü., Urt. v. 05.06.2003 - 13 S 1181/01 -, VBlBW 2004, 229; BVerwG, Beschl. v. 16.01.1992 - 9 B 192/91 -, NVwZ-RR 1992, 439).

    Allein eine dahin gehende Vermutung auf Grund der langen Zeitspanne des Aufenthalts der Klägerin in Kasachstan genügt wegen der insoweit bestehenden Beweislast nicht (vgl. BVerwG, Beschl. v. 16.01.1992, a.a.O., 2. Leitsatz).

  • BVerwG, 29.08.1995 - 9 C 391.94

    Vertriebene - Volkstum - Bekenntnis - Beruflicher Nachteil - Erklärung -

    Vielmehr entstand der Rechtsstatus als Vertriebener (Aussiedler) nach § 1 Abs. 2 Nr. 3 BVFG a.F. erst mit dem Verlassen des Vertreibungsgebiets (Urteil vom 21. Juni 1988 - BVerwG 9 C 282.86 - Buchholz 412.3 § 1 BVFG Nr. 39, S. 16; Beschluß vom 16. Januar 1992 - BVerwG 9 B 192.91 - Buchholz 412.3 § 1 BVFG Nr. 46), was eine faktische Überschreitung der Grenze des Vertreibungsgebiets unter Aufgabe eines dort bestehenden Wohnsitzes voraussetzte (Urteil vom 15. Januar 1975 - BVerwG 8 C 27.74 - Buchholz 412.3 § 10 BVFG Nr. 2; Urteil vom 20. Oktober 1987 - BVerwG 9 C 266.86 - BVerwGE 78, 147 [151]; Urteil vom 19. April 1994 - BVerwG 9 C 343.93 - DVBl 1994, 938).
  • VGH Baden-Württemberg, 30.07.1997 - 16 S 3195/96

    Vertriebenenrecht: zur Auslegung des BVFG § 1 Abs 2 Nr 3 - zum individuellen

    Als der Kläger das für ihn als individuelles Vertreibungsgebiet allein in Betracht kommende Land Rumänien 1988 verließ, konnte schon hierdurch - bei Vorliegen der übrigen Voraussetzungen - nach § 1 Abs. 2 Nr. 3 BVFG a.F. der Rechtsstatus als Vertriebener (Aussiedler) entstehen (vgl. BVerwG, Urteil vom 21.6.1988 - 9 C 282.86 -, Buchholz 412.3 § 1 BVFG Nr. 39, S. 16; Beschluß vom 16.1.1992 - 9 B 192.91 -, Buchholz 412.3 § 1 BVFG Nr. 46 und Urteil vom 29.8.1995 - 9 C 391.94 -, v. Schenckendorff, Vertriebenen- und Flüchtlingsrecht, C 41.6.8).

    Die in § 1 Abs. 2 Nr. 3 BVFG 1971 bezeichneten Gebiete bilden kein einheitliches Vertreibungsgebiet (BVerwG, Beschluß vom 16.1.1992, a.a.O.).

    Der Erwerb des Vertriebenenstatus nach § 1 Abs. 2 Nr. 3 BVFG 1971 setzte einen Aufenthalt im Bundesgebiet nicht voraus (vgl. BVerwG, Urteil vom 26.4.1988 - 9 C 284.86 -, Buchholz 412.3 § 1 BVFG Nr. 38 und Beschluß vom 16.1.1992, a.a.O.).

    Nach seinem insoweit glaubwürdigen Vortrag überschritt der Kläger bereits im Januar 1988 die Grenze des für ihn allein als individuelles Vertreibungsgebiet in Betracht kommenden Landes Rumänien unter Aufgabe des dortigen Wohnsitzes (vgl. zu dieser Voraussetzung zuletzt BVerwG, Urteil vom 29.8.1995, a. Nr. 39, S. 16; Beschluß vom 16.1.1992 - 9 B 192.91 -, Buchholz 412.3 § 1 BVFG Nr. 42 und Urteil vom 29.8.1995 - 9 C 391.94 -, v. Schenckendorff, Vertriebenen- und Flüchtlingsrecht, C 41.6.8).

    Dieser ist nur dann entkräftet, wenn Tatsachen vorliegen, aus denen sich das Gegenteil von dem ergibt, was das Gesetz vermutet, die also die Möglichkeit ausschließen, daß die gesetzliche Vermutung einer vertreibungsbedingten Ausreise zutreffen könnte (BVerwG, Beschluß vom 16.1.1992, a.a.O., m.w.N.).

  • BVerwG, 04.04.1995 - 9 C 400.94

    Beurteilung der Volkszugehörigkeit - Allgemeine Vertreibungsmaßnahmen -

    Der Kläger hat hiernach die Vertriebeneneigenschaft erworben, wenn in der Person seiner Mutter der Vertriebenenstatus vor seinem Geburtstag am 23. Oktober 1949 entstanden ist und weiterhin die Mutter im Zeitpunkt seiner Geburt entweder allein personensorgeberechtigt war oder ihr - sofern auch der Vater personensorgeberechtigt war - das Recht der gesetzlichen Vertretung allein oder zusammen mit dem Vater zustand (Urteil vom 22. Oktober 1973 - BVerwG 8 C 155.72 - BVerwGE 44, 114; Beschluß vom 16. Januar 1992 - BVerwG 9 B 192.91 - Buchholz 412.3 § 1 BVFG Nr. 46).

    Der Vertriebenenstatus, der eine Einreise nach Deutschland nicht voraussetzt, entsteht aber mit dem - unter Wohnsitzaufgabe erfolgten - Verlassen des sog. individuellen Vertreibungsgebiets (Urteil vom 21. Juni 1988 - BVerwG 9 C 282.86 - Buchholz 412.3 § 1 BVFG Nr. 39, S. 16; Beschluß vom 16. Januar 1992 - BVerwG 9 B 192.91 - Buchholz 412.3 § 1 BVFG Nr. 46).

    Maßgebend ist insoweit gemäß Art. 220 Abs. 1 EGBGB n.F., Art. 19 EGBGB a.F. (vgl. Beschluß vom 16. Januar 1992 - BVerwG 9 B 192.91 - aaO.) das polnische Recht, da der Vater des Klägers polnischer Staatsangehöriger war.

  • BVerwG, 29.09.2010 - 5 C 20.09

    Antragserwerb; Bewusstsein deutscher Staatsangehörigkeit; Verlust der deutschen

    Zwar gilt im Staatsangehörigkeitsrecht, dass der Bürger grundsätzlich für den Erwerb der deutschen Staatsangehörigkeit beweispflichtig ist, während die Behörde in der Regel die objektive Beweislast für den Verlust der deutschen Staatsangehörigkeit trägt (Beschluss vom 16. Januar 1992 - BVerwG 9 B 192.91 - NVwZ-RR 1992, 439 ; BayVGH, Urteil vom 22. März 1999 - 11 B 96.2183 - DVBl 1999, 1218).
  • OVG Nordrhein-Westfalen, 27.02.2019 - 19 A 1999/16

    Grenzen der Amtsermittlungspflichten von Behörde und Gericht bei der Ausstellung

    BVerwG, Beschlüsse vom 27. November 2017, a. a. O., Rn. 4, und vom 16. Januar 1992 - 9 B 192/91 -, NVwZ-RR 1992, 439, juris, Rn. 14; vgl. auch OVG NRW, Beschlüsse vom 23. November 2015 - 19 A 2790/13 -, juris, Rn. 3 ff. (Wohnsitzbeibehaltung im Reichsgebiet), und vom 6. Juni 2012, a. a. O., Rn. 63; Hailbronner, in: Hailbronner/Maaßen/Hecker/Kau, Staatsangehörigkeitsrecht, 6. Aufl. 2017, § 30 StAG, Rn. 5.
  • VGH Baden-Württemberg, 05.06.2003 - 13 S 1181/01

    Zuständigkeit des Bundesverwaltungsamts für Staatsangehörigkeitsausweise;

    Bei dieser Sachlage liegt die materielle Beweislast dafür, ob die deutsche Staatsangehörigkeit verloren gegangen ist, bei der Behörde (vgl. BVerwG, Beschluss vom 16.1.1992 - 9 B 192.91 -, NVwZ-RR 1992, 439 ; Bay. VGH, Urteil vom 22.3.1999 - 11 B 96.2183 -, DVBl. 1999, 1218 ; Hailbronner/Renner, Staatsangehörigkeitsrecht, 3.Aufl., § 25 StAG RdNr. 9 m.w.N.; Marx in GK-StAR, § 4 StAG RdNr. 334; Makarov/v. Mangoldt, Deutsches Staatsangehörigkeitsrecht, § 17 RuStAG RdNr. 35).
  • OVG Nordrhein-Westfalen, 18.06.2003 - 19 A 4066/01

    Verlust der deutschen Staatsangehörigkeit durch Heirat eines Polen; Zeitlicher

    Da die Heirat der Klägerin nach Inkrafttreten des Grundgesetzes erfolgte, vgl. zur Anwendbarkeit des § 17 Nr. 6 RuStAG a. F. bei einer vor Inkrafttreten des Grundgesetzes erfolgten Heirat: BVerwG, Beschluss vom 16.1.1992 - 9 B 192.91 -, NVwZ-RR 1992, 439 (440), sowie Urteile vom 25.10.1960 - I C 222.58 -, Buchholz 132.0, § 1 1. StaRegG, Nr. 1, vom 9.6.1959 - I C 6.58 -, BVerwGE 8, 340 (341), und vom 22.5.1958 - I C 124.56 -, BVerwGE 6, 351 (352); OVG NRW, Urteile vom 10.11.1993 - 25 A 1492/91 - und vom 26.2.1957 - VII A 1499/55 -, OVGE 12, 147 (148), galt allerdings bezogen auf den Zeitpunkt der Heirat der Klägerin Art. 16 Abs. 1 Satz 2 GG.

    Dies steht auch zur Überzeugung des Senats fest, so dass sich die Frage, wer hinsichtlich der Staatsangehörigkeit des Ehemannes der Klägerin die Beweislast trägt, vgl. allgemein zur Beweislast in staatsangehörigkeitsrechtlichen Verfahren: BVerwG, Beschluss vom 16.1.1992 - 9 B 192.91 -, NVwZ-RR 1992, 439 (441), nicht stellt.

  • BVerwG, 18.05.2011 - 8 B 68.10

    Vermögensentziehungen nach dem Vermögensgesetz

    Auf die weiter behauptete Divergenz zur Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts vom 16. Januar 1992 - BVerwG 9 B 192.91 - (Buchholz 412.3 § 1 BVFG Nr. 46) sowie auf die von der Beschwerde gerügten Verfahrensfehler (§ 132 Abs. 2 Nr. 3 VwGO) kommt es nicht an.
  • BVerwG, 25.11.1993 - 9 B 500.93

    Uneingeschränkte Geltung des "Sprachenindizes" für polnische Spätgeborene -

    In diesem Fall hätte sie nämlich ihren mit den Großeltern nach der Umsiedlung im maßgebenden Vertreibungsgebiet Tschechoslowakei (nach dem Stand von 1937) begründeten Wohnsitz durch Ausweisung verloren (Vgl. Urteil vom 21. Juni 1988 - BVerwG 9 C 282.86 - (a.a.O.) Beschluß vom 16. Januar 1992 - BVerwG 9 B 192.91 - Buchholz 412.3 § 1 BVFG Nr. 46).

    Sollte aber die Mutter des Klägers den Vertriebenenstatus nach § 1 Abs. 1, § 1 Abs. 2 Nr. 2 BVFG erworben haben, wäre für den Kläger - auch - die nach § 100 Abs. 1 BVFG n.F. hier noch anzuwendende Vorschrift des § 7 BVFG a.F. maßgebend (Vgl. Beschluß vom 16. Januar 1992 - BVerwG 9 B 192.91 - a.a.O.), die unter den dort bezeichneten weiteren Voraussetzungen auf nach der Vertreibung geborene Kinder einen bereits entstandenen Vertriebenenstatus überleitet, der auch in ihrer Person durch Ausstellung eines Vertriebenenausweises festgestellt werden kann (Urteil vom 2. Dezember 1986 - BVerwG 9 C 16.86 - Buchholz 412.3 § 7 BVFG Nr. 2).

  • VG Köln, 04.02.2015 - 10 K 7733/13

    Nachweis der deutschen Staatsangehörigkeit der Tochter eines Deutschen und einer

  • BVerwG, 14.09.1999 - 5 B 57.99
  • VG Hamburg, 12.06.2014 - 15 K 3358/10

    Verlust der deutschen Staatsangehörigkeit nach Wiedererwerb der türkischen

  • VG Hamburg, 03.04.2014 - 15 K 1628/09

    Verlust der deutschen Staatsangehörigkeit bei Wiedereinbürgerung als türkische

  • VG Karlsruhe, 24.04.2015 - 6 K 2151/13

    Erwerb der deutschen Staatsangehörigkeit durch Geburt

  • VG Düsseldorf, 17.08.2012 - 8 K 459/11

    Staatsangehörigkeitsausweis, Ausstellung, Staatsangehörigkeit, deutsche

  • BVerwG, 24.04.1998 - 9 B 1052.97

    Zulässigkeit und Begründetheit einer Beschwerde gegen die Nichtzulassung der

  • BVerwG, 23.02.1994 - 11 B 131.93

    Rechtfertigung der unterschiedlichen Behandlung eines aus seiner

  • BVerwG, 14.09.1999 - 5 B 61.99
  • OVG Niedersachsen, 18.09.2002 - 13 L 3501/00

    Feststellung der deutschen Staatsangehörigkeit

  • BVerwG, 14.09.1999 - 5 B 78.99
  • OVG Nordrhein-Westfalen, 08.10.2001 - 14 A 3251/97
  • BVerwG, 14.08.1996 - 9 B 306.96

    Klärungsbedürftigkeit der Frage der Fortdauer der deutschen Staatsangehörigkeit

  • OVG Rheinland-Pfalz, 05.02.1992 - 12 E 10168/92
  • BVerwG, 14.09.1994 - 9 B 456.94

    Anspruch auf Ausstellung eines Vertriebenenausweises - Materielle Beweislast für

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