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   BAG, 23.01.1990 - 3 AZR 58/88   

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https://dejure.org/1990,379
BAG, 23.01.1990 - 3 AZR 58/88 (https://dejure.org/1990,379)
BAG, Entscheidung vom 23.01.1990 - 3 AZR 58/88 (https://dejure.org/1990,379)
BAG, Entscheidung vom 23. Januar 1990 - 3 AZR 58/88 (https://dejure.org/1990,379)
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Volltextveröffentlichungen (6)

  • JLaw (App) | www.prinz.law PDF
  • Wolters Kluwer

    Anwartschaft auf betriebliche Altersversorgung - Ablauf der Wartezeit - Wirksamkeit einer betrieblichen Versorgungsordnung - Benachteiligung aufgrund des Geschlechtes - Mittelbare Diskriminierung von Teilzeitbeschäftigten - Einhaltung des Lohngleichheitsgebotes - ...

  • archive.org (Volltext/Leitsatz)

    Mittelbare Diskriminierung in der Altersversorgung

Sonstiges

  • Europäischer Gerichtshof (Verfahrensmitteilung)

    Versorgungsordnung vom 23/12/1970 in der Ergänzung vom 30/05/1975
    Sozialvorschriften

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Verfahrensgang

Papierfundstellen

  • NZA 1990, 778
  • VersR 1990, 1033
  • BB 1990, 1202
  • DB 1990, 1620
 
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Wird zitiert von ... (35)

  • LAG Baden-Württemberg, 25.02.1991 - 10 Sa 35/90

    Anspruch des Arbeitnehmers auf Beachtung des Lohngleichheitsgebots seitens des

    Die betreffenden Arbeitnehmer haben einen Anspruch darauf, daß ihre Arbeitgeber das Lohngleichheitsgebot befolgen (BAG, Urteil vom 23.1.1990 - 3 AZR 58/88 - zu B II 1 a der Entscheidungsgründe unter Hinweis auf die Urteile des Europäischen Gerichtshofes vom 8.4.1976 - RS 43/75 - Defrenne II - EuGHE 1976, 1. Teil, S. 455 = NJW 1976, 2068 ff, vom 31.3.1981 - RS 96/80 - = AP Nr. 2 zu Art. 119 EWG-Vertrag und vom 13.5.1986 - RS 170/84 - = AP Nr. 10 zu Art. 119 EWG-Vertrag).

    Dieses Lohngleichheitsgebot gilt sowohl nach dem arbeitsrechtlichen Gleichbehandlungsgebot des nationalen Rechts (vgl. hierzu Heither, DB 1991, 165 ff ) als auch nach Art. 119 EWG-Vertrag für betriebliche Versorgungsleistungen (BAG, Urteil vom 23.1.1990, aaO, zu B II 1 b der Gründe u. Hinw. auf das Urteil des EuGH vom 13.5.1986 - RS 170/84 - = AP Nr. 10 zu Art. 119 EWG-Vertrag und BAG 46, 71 = AP Nr. 3 zu Art. 119 EWG-Vertrag zu II 1 der Gründe und BAG, AP Nr. 11 zu Art. 119 EWG-Vertrag zu II 1 der Gründe).

    Vielmehr ist auch eine mittelbare Diskriminierung verboten (BAG, Urteil vom 23.1.1990, aaO, zu B II 2 der Gründe m.w.N.; Heither, DB 1991, 167).

    Ein die unterschiedliche Behandlung der Geschlechter rechtfertigender Grund ist nur dann gegeben, wenn die unterschiedliche Behandlung einem wirklichen Bedürfnis des Unternehmens dient, für die Erreichung der unternehmerischen Ziele geeignet und nach den Grundsätzen der Verhältnismäßigkeit erforderlich ist (BAG, Urteil vom 23.1.1990, aaO, zu B II 3 a der Gründe unter Hinw. auf BAG, AP Nr. 1 zu § 1 BetrAVG Gleichbehandlung zu III 2 a der Gründe u. BAG, AP Nr. 11 zu Art. 119 EWG-Vertrag zu II 3 b der Gründe).

    Insoweit wird unter Absehen von einer nochmaligen Darstellung auf die zutreffenden Ausführungen des Arbeitsgerichts gemäß S. 7 u. B seines Urteils vom 22.12.1989 (ABl 125 u. 126) gem. § 543 Abs. 1 ZPO Bezug genommen (zu den objektiv rechtfertigenden Gründen vgl. auch BAG, Urteil vom 23.1.1990, aaO, zu B II 3 b u. c der Gründe m.w.N.; Heither, DB 1991, 168).

    Diese Vorschrift ist aber dann nicht anwendbar, wenn es sich um Arbeitnehmerschutzvorschriften handelt (BAG, Urteil vom 23.1.1990, aaO, zu B III 1 der Gründe u. Hinw. auf BAG, AP Nr. 1 zu § 1 BetrAVG Gleichbehandlung zu III 3 der Gründe und BAG, Urteil vom 4.10.1978 - 5 AZR 886/77 - = AP Nr. 11 zu § 611 BGB Anwesenheitsprämie zu 4 der Gründe).

    Ist die Ausnahme vor einer Grundregel unwirksam, so gilt die Grundregel (BAG, Urteil vom 23.1.1990, aaO, zu B III 1 der Gründe).

    Das Bundesarbeitsgericht weist in seinem Urteil vom 23.1.1990 (a.a.O. unter B III 2 a der Gründe) zu Recht auf folgendes hin: "Der Grundsatz der Gleichbehandlung der Geschlechter ( Art. 3 Abs. 2 GG ) gilt bereits seit 23.5.1949.

    Bei dieser Rechtsprechung ist das BAG auch in der Folgezeit verblieben (BAG, Urteil vom 2.3.1955 - 1 AZR 246/54 - AP Nr. 6 zu Art. 3 GG; vgl. auch die weiteren Nachweise in dem Urteil des BAG vom 23.1.1990, aaO, zu B III 2 a der Gründe).

    So ist zunächst vom Soziallohn gesprochen worden (BAG, Urteil vom 23.1.1990, aaO, u. Hinw. auf RAG , ARS 40, 151; Hueck, Lehrbuch des Arbeitsrechts, 7. Aufl., Bd. 1 S. 280 zu § 40, III 5 c) und später der Versorgungs- und Entgeltcharakter betont worden (BAG, Urteil vom 3.4.1970 - 3 AZR 230/69 - = AP Nr. 141 zu § 242 BGB Ruhegehalt; BAG, Urteil vom 12.2.1971 - 3 AZR 83/70 - = AP Nr. 3 zu § 242 BGB Ruhegehalt-Unterstützungskassen zu 2 b der Gründe).

    Folglich bestand damals - worauf das BAG in seinem Urteil vom 23.1.1990 (a.a.O. zu B III 2 c der Gründe) zu Recht hinweist - kein Grund, die unmittelbare oder mittelbare diskriminierende Wirkung der Regelung zu untersuchen.

    Im übrigen lassen sich die rechtsstaatlichen Grundsätze über die rückwirkende Änderung von Gesetzen nicht ohne weiteres auf die Änderung der höchstrichterlichen Rechtsprechung übertragen (vgl. hierzu BAG, Urteil vom 23.1.1990, aaO, zu B 111, 2 c der Gründe; Heither, DB 1991, 169).

  • BAG, 20.11.1990 - 3 AZR 613/89

    Mittelbare Diskriminierung durch Versorgungsordnung

    Vielmehr müssen erheblichen Kostenvor- oder -nachteile die differenzierende Regelung erfordern (Bestätigung der ständigen Rechtsprechung des Senats, vgl. zuletzt Urteil vom 23. Januar 1990 - 3 AZR 58/88, zur Veröffentlichung in der Fachpresse vorgesehen).

    Nach der Rechtsprechung des Europäischen Gerichtshofs ist diese Bestimmung, die zu den Grundlagen der Gemeinschaft gehört, unmittelbar geltendes Recht in den Mitgliedstaaten (EuGH Urteil vom 8. April 1976 - Rs 43/75 - Defrenne II - EuGHE 1976, 1. Teil, 455 f. und 472 ff.; seitdem ständige Rechtsprechung; vgl. auch Urteil des Senats Vom 23, Januar 1990 - 3 AZR 58/88 -, zur Veröffentlichung vorgesehen, mit weiteren Nachweisen).

    Diese Entscheidung bindet die Gerichte der Mitgliedstaaten (ständige Rechtsprechung, zuletzt BAG Urteil vom 23. Januar 1990, a.a.O., mit weiteren Nachweisen).

    Auch eine Versorgungsregelung, die eine Teilzeitarbeit für die Rentenhöhe unberücksichtigt läßt, kann diskriminierend wirken (vgl. BAGE 53, 161, 168 = AP Nr. 11 zu Art. 119 EWG-Vertrag, zu II 3 a (1) der Gründe; Urteil vom 23. Januar 1990 - 3 AZR 58/88 - zur Veröffentlichung vorgesehen).

    Die unterschiedliche Behandlung der Geschlechter muß einem wirklichen Bedürfnis des Unternehmens dienen, für die Erreichung dieses Ziel geeignet und nach den Grundsätzen der Verhältnismäßigkeit erforderlich sein (Urteil vom 23. Januar 1990, a.a.O., mit weiteren Nachweisen).

    Abgesehen davon, daß sich dem Sachvortrag der Beklagten das Ausmaß der bei Teilzeitbeschäftigungen zu erwartenden zusätzlichen Kosten nicht entnehmen läßt, können die Kostenfaktoren nicht isoliert betrachtet werden (BAG Urteil vom 23. Januar 1990 - 3 AZR 58/88 -, a.a.O., zu B II 3 b der Gründe).

    § 139 BGB ist nicht anwendbar, wenn ein Teil eines Rechtsgeschäftes wegen Verstoßes gegen Arbeitnehmerschutzvorschriften nichtig ist (vgl. BAGE 31, 67, 75 = AP Nr. 1 zu § 1 BetrAVG Gleichberechtigung, zu III 3 a der Gründe; BAG Urteil vom 4. Oktober 1978 - 5 AZR 886/77 - AP Nr. 11 zu § 611 BGB Anwesenheitsprämie, zu 4 der Gründe; BAGE 53, 161, 174 = AP, a.a.O., zu III 1 a der Gründe; Urteil vom 23. Januar 1990 - 3 AZR 58/88 a.a.O., zu B III 1 der Gründe; EuGH Urteil vom 27. Juni 1990 - Rs C-33/89 - DB 1991, 100; Wiedemann/Stumpf, TVG, 5. Aufl., § 4 Rz 202).

  • BAG, 26.05.1993 - 5 AZR 184/92

    Bezahlte Freistellung am 24. und 31. 12.; mittelbare Frauendiskriminierung

    Art. 119 EWG-Vertrag stellt an die Zulässigkeit einer Differenzierung damit strengere Anforderungen (Urteile vom 23. Januar 1990 - 3 AZR 58/88 - AP Nr. 7 zu § 1 BetrAVG Gleichberechtigung = EzA § 1 BetrAVG Gleichberechtigung Nr. 6, zu B II 3a der Gründe; vom 20. November 1990 - 3 AZR 613/89 - BAGE 66, 264, 274 = AP Nr. 8 zu § 1 BetrAVG Gleichberechtigung = EzA Art. 119 EWG-Vertrag Nr. 2 zu II 4 b aa der Gründe; Lipke, AuR 1991, 76, 80).

    Auch dies ist in der Rechtsprechung des Bundesarbeitsgerichts und des Bundesverfassungsgerichts anerkannt (BAGE 38, 232, 243 = AP, aaO., wo noch terminologisch abweichend von "verdeckter" Diskriminierung die Rede ist; BAGE 66, 264, 279 = AP Nr. 8 zu § 1 BetrAVG Gleichberechtigung; Urteil vom 23. Januar 1990 - 3 AZR 58/88 - AP Nr. 7 zu § 1 BetrAVG Gleichberechtigung; Urteil vom 28. Juli 1992 - 3 AZR 173/92 - AP Nr. 18 zu § 1 BetrAVG Gleichbehandlung, zu IV der Gründe; BVerfG Beschluß vom 28. September 1992 - 1 BvR 496/87 - NZA 1993, 213).

    Wie bereits ausgeführt, ist in der Rechtsprechung des Bundesarbeitsgerichts anerkannt, daß Art. 119 EWG-Vertrag und Art. 3 Abs. 2, 3 GG an die Zulässigkeit einer Ungleichbehandlung teilzeitbeschäftigter Frauen strengere Anforderungen stellen als § 2 Abs. 1 BeschFG (Urteile vom 23. Januar 1990 - 3 AZR 58/88 - AP Nr. 7 zu § 1 BetrAVG Gleichberechtigung = EzA § 1 BetrAVG Gleichberechtigung Nr. 6, zu B II 3 a der Gründe; vom 20. November 1990 - 3 AZR 613/89 - BAGE 66, 264, 274 = AP Nr. 8 zu § 1 BetrAVG Gleichberechtigung = EzA Art. 119 EWG-Vertrag Nr. 2, zu II 4 b aa der Gründe; vergl. auch BAGE 38.232, 244 = AP, aaO.).

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