Rechtsprechung
   KG, 21.11.2005 - 12 U 285/03   

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https://dejure.org/2005,3676
KG, 21.11.2005 - 12 U 285/03 (https://dejure.org/2005,3676)
KG, Entscheidung vom 21.11.2005 - 12 U 285/03 (https://dejure.org/2005,3676)
KG, Entscheidung vom 21. November 2005 - 12 U 285/03 (https://dejure.org/2005,3676)
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Volltextveröffentlichungen (9)

  • Judicialis
  • verkehrsrechtsforum.de

    Bei einer Geschwindigkeitsänderung zwischen 6 km/h und 12 km/h greift ein Anscheinsbeweis für das Vorliegen einer unfallbedingten Verletzung der HWS bzw. einer commotio cerebri zu Gunsten des Klägers nicht ein.

  • RA Kotz

    HWS-Syndrom - Anscheinsbeweis bei Geschwindigkeitsänderung zwischen 6 km/h und 12 km/h?

  • rechtsportal.de(Abodienst, kostenloses Probeabo)

    BGB § 249 § 823 Abs. 1; ZPO § 286 § 287
    Zum Nachweis der Ursächlichkeit eines Verkehrsunfalls für HWS-Distorsion und Gehirnerschütterung

  • Wolters Kluwer(Abodienst, Leitsatz/Tenor frei)

    Anzulegendes Beweismaß bei der Behauptung des Vorliegens eines unfallbedingten HWS-Schleudertraumas und einer Gerhinerschütterung; Anforderungen an das Eingreifen eines Anscheinsbeweises für das Vorliegen einer unfallbedingten Verletzung der Halswirbelsäule (HWS) infolge eines Heckaufpralles; Feststellung der Höhe einer kollisionsbedingten Geschwindigkeitsänderung bei einem Heckaufprall

  • juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)

Kurzfassungen/Presse (2)

  • verkehrslexikon.de (Leitsatz und Auszüge)

    Geschwindigkeitsänderung - Annahme der Kausalität ohne Rücksicht auf die Harmlosigkeitsgrenze auf Grund feststehender Beschwerden

  • anwaltonline.com(Abodienst, kostenloses Probeabo) (Kurzinformation)

    Verkehrsrecht - HWS-Verletzung und Aufprallgeschwindigkeit

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Verfahrensgang

Papierfundstellen

  • NZV 2006, 146
 
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Wird zitiert von ... (10)

  • AG Brandenburg, 27.08.2010 - 34 C 28/08
    Es ist dementsprechend eine nach § 286 ZPO erforderliche Überzeugung des Gerichts notwendig, aber keine absolute oder unumstößliche Gewissheit und auch keine "an Sicherheit grenzende Wahrscheinlichkeit", sondern nur einen für das praktische Leben brauchbaren Grad von Gewissheit, der Zweifeln Schweigen gebietet, demnach die Zeugin S. hier die behaupteten Verletzungen durch den streitigen Unfall auch tatsächlich erlitten hat ( BGH , VersR 2008, Seiten 1126 ff.; BGH , NJW 2003, Seite 1116; OLG Frankfurt/Main , ZfSch 2008, Seiten 264 ff. = VRR 2008, Seite 282; KG Berlin , KG-Report 2006, Seite 126, KG Berlin , Urt vom 04.06.2007, Az: 12 U 173/02; AG Saarbrücken , Urt vom 31.08.2006, Az.: 5 C 152/06 ).

    Die strengen Anforderungen des § 286 Abs. 1 ZPO sind nämlich bezüglich des Beweises der haftungsbegründeten Kausalität durch die Klägerseite unter Berücksichtigung aller Umstände zu beweisen, weil für den Beweis der Behauptung, die geschädigte Zeugin R. S. habe sich durch den streitgegenständlichen Verkehrsunfall diese Verletzungen zugezogen, die strengen Beweismaßstabsregeln des § 286 ZPO gelten ( BGH , VersR 2008, Seiten 1126 ff.; BGH , NJW 2003, Seiten 1116 ff.; OLG Brandenburg , Urt vom 25.09.2008, Az.: 12 U 17/08, NJW-Spezial 2008, Seite 682 = BeckRS 2008, Nr.: 20922 und in "juris"; OLG Saarbrücken , ZfSch 2008, Seite 283; OLG Frankfurt/Main , ZfSch 2008, Seiten 264 ff. = VRR 2008, Seite 282; OLG Brandenburg , VRS Band 107, Seiten 85 ff.; KG Berlin , Urt vom 04.09.2006, Az.: 12 U 204/04; KG Berlin , NZV 2006, Seiten 146 f.; KG Berlin , NJW 2000, Seiten 877 f.; KG Berlin , NZV 2006, Seiten 145 f. = VersR 2006, Seiten 1233 f.; KG Berlin , NZV 2005, Seiten 470 ff. = DAR 2005, Seiten 621 ff.; LG Dortmund , Urt vom 22.01.2009, Az.: 2 O 255/06; LG Berlin , Schaden-Praxis 2005, Seiten 194 f.; AG Berlin-Mitte , Schaden-Praxis 2005, Seite 122 ; Michael Frhr.

    Ein solcher (zudem widerlegbarer ) Anscheinsbeweis könnte bei einer HWS-Distorsion somit nur dann ggf. angenommen werden, wenn bei einem Heck - Aufprall eine kollisionsbedingte Geschwindigkeitsänderung von mindestens 15 km/h von der Klägerseite bewiesen worden wäre ( KG Berlin , NJW 2000, Seite 877; KG Berlin , NZV 2003, Seite 281; KG Berlin , NZV 2005, Seiten 470 f. = DAR 2005, Seiten 621 f. = VRS Band 109, Seiten 5 ff. ; KG Berlin , NZV 2006, Seiten 146 f.; KG Berlin , NZV 2006, Seiten 145 f. = VersR 2006, Seiten 1233 f. ).

    Es gibt in den Fällen der vorliegenden Art dementsprechend zwar keine allgemeine Lebenserfahrung, das Unfälle mit einer Geschwindigkeitsänderung bis ca. 5 km/h grundsätzlich nicht zu einer Verletzung der Halswirbelsäule führen ( KG Berlin , NZV 2006, Seiten 146 f. = VRS Band 110, Seiten 1 ff. = KG-Report 2006, Seiten 126 f. ), noch eine sogenannte "Harmlosigkeitsgrenze" in diesem Bereich, wonach eine Verletzung in diesen Fällen grundsätzlich ausgeschlossen wäre ( BGH , NJW 2003, Seiten 1116 ff.; KG Berlin , NZV 2005, Seiten 470 ff. = DAR 2005, Seiten 621 ff. ), jedoch hat der medizinische Sachverständige Dr. med.

    Dies reicht aber für den von der Klägerseite zu führenden Beweis hinsichtlich der HWS-Distorsion und/oder einer Verletzung der LWS so noch nicht ohne weiteres aus ( KG Berlin , NZV 2005, Seite 469; KG Berlin , NZV 2005, Seite 521; KG Berlin , NZV 2006, Seiten 146 f. = VRS Band 110, Seiten 1 ff.; KG Berlin , NZV 2005, Seiten 470 ff. = DAR 2005, Seiten 621 ff. ).

    Denn für deren Beantwortung kommt es nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs grundsätzlich allein auf die Beurteilung durch Sachverständige, nicht dagegen auf die Aussagen von (ärztlichen) Zeugen an ( Berliner VerfGH , Beschluss vom 16.12.2008, Az.: VerfGH 121/03, u. a. in: beck-online, BeckRS 2009, Nr.: 31031; BGH , VersR 2008, Seiten 1133 f.; BGH , NJW 2008, Seiten 2845 f.; BGH , VersR 2000, Seiten 372 f.; KG Berlin , NZV 2006, Seiten 146 f.; KG Berlin , NZV 2005, Seiten 521 f.; OLG München , Urt vom 28.07.2006, Az.: 10 U 1684/06, in: "juris" ).

    Das erkennende Gericht ist insoweit auch mit der wohl herrschenden Rechtsprechung ( BGH , NJW 2003, Seiten 1116 ff.; KG Berlin , NZV 2006, Seiten 145 f. = VersR 2006, Seiten 1233 f.; OLG Köln , VRS Band 110, Seiten 170 ff. = DAR 2006, Seiten 325 ff.; KG Berlin , NZV 2006, Seiten 146 f. = VRS Band 110, Seiten 1 ff.; OLG Hamm , VersR 2002, Seiten 992 ff. = NZV 2001, Seiten 468 ff.; OLG Frankfurt/Main , NZV 2002, Seite 120; OLG Celle , OLG-Report 2002, Seite 81 ) der Meinung, dass die Aussagekraft von Studien mit freiwilligen Personen teilweise bezweifelt werden muss, da sie nicht unter realen Bedingungen stattfinden und sich die Probanden auf die Kollision durch Anspannen der Muskulatur und eine optionale Sitzposition bzw. Körperhaltung einstellen könne ( AG Brandenburg an der Havel , Urt vom 01.04.2003, Az.: 32 C 124/02 ).

    Nur wenn die insoweit beweisbelastete Klägerseite konkrete Umstände nachweisen kann, dass in dem konkreten Fall eine individuelle Belastbarkeit herabgesetzt war (z. B. durch Voroperationen, sonstige potentiell die Verletzung fördernde Faktoren), kann somit eine Unfallverletzung grundsätzlich auch bei einer Delta-V von 6 km/h bis 14 km/h ggf. verursacht worden sein, wenn hieran keine erheblichen Zweifel mehr bestehen, da nur bei einer kollisionsbedingten Geschwindigkeitsänderung von 6 km/h bis 14 km/h weder zu Lasten des Geschädigten noch zu Lasten der Beklagten als Unfallverursacher ein Anscheinsbeweis besteht ( BGH , NJW 2003, Seiten 1116 ff.; KG Berlin , VRS Band 110, Seiten 1 ff. = NZV 2006, Seiten 146 f. = KG-Report 2006, Seiten 126 f.; LG Aachen , SP 2001, Seiten 92 f.; Clausen , DAR 2001, Seiten 337 ff.; Richter am OLG a. D. Lothar Jaeger , ZAP Fach 9, Nr. 23 vom 26.11.2008, Seiten 795 ff. ).

  • OLG München, 08.07.2016 - 10 U 3138/15

    Schmerzensgeld und Verdienstausfall nach Verkehrsunfall

    Die Feststellungen der behandelnden Ärzte sind eine wichtige Erkenntnisquelle (BGH NJW-RR 2008, 1380), genügen aber alleine nicht zur Klärung der regelmäßig entscheidenden Frage des Kausalzusammenhangs (BGH NZV 2000, 121 unter II 1 a. E.; NJW-RR 2008, 1380; OLG Hamm NZV 2001, 468; Senat, SP 2002, 347 f. und NZV 2003, 474 (Revision vom BGH durch Beschl. v. 1.4.2003 - VI ZR 156/02 nicht angenommen); Urt. v. 28.7.2006 - 10 U 1684/06 (juris); r+s 2006, 474 m. zust. Anm. von Lemcke = NJW-Spezial 2006, 546 m. zust. Anm. von Heß/Burmann, Nichtzulassungsbeschwerde vom BGH durch Beschl. v. 8.5.2007 - VI ZR 29/07 (juris) zurückgewiesen; v. 29.6.2007 - 10 U 4379/01 (juris, dort Rz. 66); v. 21.5.2010 - 10 U 2853/06 (juris, dort Rz. 266; Nichtzulassungsbeschwerde durch Beschl. des BGH v. 20.12.2011 - VI ZR 165/10 zurückgewiesen); v. 12.8.2011 - 10 U 3369/10 (juris, dort Rz. 45, 46); OLG Düsseldorf a. a. O.; KG VRS 110 (2006) 1 (3); 116 (2009) 421 (426) und Beschl. v. 3.12.2009 - 12 U 232/08 (juris); OLG Frankfurt a. M. zfs 2008, 264; OLG Celle SP 2010, 284; LG Wuppertal VersR 2005, 1098).
  • AG Brandenburg, 04.06.2015 - 34 C 60/14

    Haftung bei psychischen Erkrankungen (hier: posttraumatische Belastungsstörung)

    Die strengen Anforderungen des § 286 Abs. 1 ZPO sind somit bezüglich des Beweises der haftungsbegründeten Kausalität durch die Klägerseite unter Berücksichtigung aller Umstände zu beweisen, weil für den Beweis der Behauptung, der geschädigte Zeuge B... habe sich durch den hier streitgegenständlichen Verkehrsunfall diese posttraumatischer Belastungsstörungen zugezogen, die strengen Beweismaßstabsregeln des § 286 ZPO gelten (BGH, VersR 2008, Seiten 1126 ff.; BGH, NJW 2003, Seiten 1116 ff.; BGH, Beschluss vom 01.04.2003, Az.: VI ZR 156/02, u.a. in: BeckRS 2014, Nr.: 08125; OLG Brandenburg, Urteil vom 25.09.2008, Az.: 12 U 17/08, NJW-Spezial 2008, Seite 682 = BeckRS 2008, Nr.: 20922 = "juris"; OLG Saarbrücken, ZfSch 2008, Seite 283; OLG Frankfurt/Main, ZfSch 2008, Seiten 264 ff.; OLG Brandenburg, VRS Band 107, Seiten 85 ff.; KG Berlin, Urteil vom 04.09.2006, Az.: 12 U 204/04; KG Berlin, NZV 2006, Seiten 146 f.; KG Berlin, NJW 2000, Seiten 877 f.; KG Berlin, NZV 2006, Seiten 145 f. = VersR 2006, Seiten 1233 f.; KG Berlin, NZV 2005, Seiten 470 ff. = DAR 2005, Seiten 621 ff.; OLG München, NZV 2003, Seiten 474 ff. = VersR 2004, Seiten 124 ff.; LG Dortmund, Urteil vom 22.01.2009, Az.: 2 O 255/06; LG Berlin, Schaden-Praxis 2005, Seiten 194 f.; AG Berlin-Mitte, Schaden-Praxis 2005, Seite 122; AG Brandenburg an der Havel, Urteil vom 27.08.2010, Az.: 34 C 28/08, u.a. in: NZV 2011,Seite 91 = FD-StrVR 2010, Nr.: 308852 = ADAJUR Dok.

    Es ist dementsprechend eine nach § 286 ZPO erforderliche Überzeugung des Gerichts notwendig, aber keine absolute oder unumstößliche Gewissheit und auch keine "an Sicherheit grenzende Wahrscheinlichkeit", sondern nur ein für das praktische Leben brauchbaren Grad von Gewissheit, der Zweifeln Schweigen gebietet, demnach der geschädigte Zeuge B... vorliegend die von der Klägerin behaupteten posttraumatischen Belastungsstörung durch den hier streitigen Unfall tatsächlich erlitten hat (BGH, VersR 2008, Seiten 1126 ff.; BGH, NJW 2003, Seite 1116; BGH, Beschluss vom 01.04.2003, Az.: VI ZR 156/02, u.a. in: BeckRS 2014, Nr.: 08125; OLG Frankfurt/Main, ZfSch 2008, Seiten 264 ff.; KG Berlin, KG-Report 2006, Seite 126, KG Berlin, Urteil vom 04.06.2007, Az: 12 U 173/02; OLG München, NZV 2003, Seiten 474 ff. = VersR 2004, Seiten 124 ff.; AG Hagen, NZV 2013, Seite 397; AG Saarbrücken, Urteil vom 31.08.2006, Az.: 5 C 152/06).

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