Rechtsprechung
   OLG Karlsruhe, 28.03.2008 - 1 Ss 127/07   

Volltextveröffentlichungen (5)

  • IWW
  • RA Kotz (Volltext/Leitsatz)

    Fahrlässiger Tötung - Strafzumessung

  • RA Kotz (Volltext/Leitsatz)

    Verkehrsunfall mit Todesfolge - Freiheitsstrafe

  • Jurion(Abodienst, Leitsatz/Tenor frei)

    Kriterien für die Verurteilung eines strafrechtlich bzw. straßenverkehrsrechtlich nicht Vorbelasteten ; Verurteilung zu einer Freiheitsstrafe ohne Bewährung bei einer Straßenverkehrsstraftat mit besonders schweren bzw. tödlichen Unfallfolgen; Beruhen eines Verkehrsverstoßes auf einer verkehrsfeindlichen und aus eigennützigen Beweggründen geprägten Motivation; Strafzumessung bei einem besonders grobem und rücksichtslosem Verkehrsverstoß

  • juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)

Kurzfassungen/Presse (3)

  • olgkarlsruhe.de (Pressemitteilung)

    Keine Strafaussetzung zur Bewährung nach tödlichem Verkehrsunfall bei grob verkehrswidrigem und rücksichtlosem Verhalten eines Kfz-Führers im Straßenverkehr

  • onlineurteile.de (Kurzmitteilung)

    Tödlicher Verkehrsunfall - Bei besonders rücksichtsloser Fahrweise ist eine Freiheitsstrafe ohne Bewährung angebracht

  • fahrschule-online.de (Kurzinformation)

    Haftstrafe für rüpelhafte Fahrweise

Besprechungen u.ä.

  • IWW (Entscheidungsbesprechung)

    Strafaussetzung zur Bewährung - Merkmal der Verteidigung der Rechtsordnung

Sonstiges

  • Jurion (Literaturhinweis: Entscheidungsbesprechung)

    Kurznachricht zu "Anmerkung zum Beschluss des OLG Karlsruhe v. 28.03.2008, Az.: 1 Ss 127/07 (Verkehrsunfall mit tödlichen Folgen; Merkmal der Verteidigung der Rechtsordnung)" von RiOLG Klaus Böhm, original erschienen in: StRR 2008, 233.

Papierfundstellen

  • NStZ-RR 2008, 257 (Ls.)
  • NZV 2008, 467



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Wird zitiert von ... (4)  

  • BGH, 06.07.2017 - 4 StR 415/16

    Urteil im 2. Kölner "Raser-Fall" im Ausspruch über die Bewährung aufgehoben

    Bei M. werden die verschiedenen Voreintragungen im Fahreignungsregister - bis hin zu einer Geschwindigkeitsüberschreitung um 58 km/h - nur formelhaft erwähnt (vgl. OLG Karlsruhe, NZV 2008, 467 für Fälle der "verantwortungslosen Raserei').
  • LG Köln, 14.04.2016 - 117 KLs 19/15

    Verurteilung wegen Teilnahme an einem verbotenen Straßenrennen mit Todesfolge

    Auch bei Fahrlässigkeitsdelikten kann bei Freiheitsstrafe von mindestens 6 Monaten das Kriterium der Verteidigung der Rechtsordnung die Vollstreckung der Freiheitsstrafe gebieten, wenn sowohl das Erfolgs- als auch das Handlungsunrecht schwer wiegen und es trotz der vorrangig zu gewichtenden spezialpräventiven Gesichtspunkte unabweislich ist, durch eine stringente Anwendung des Strafrechts das Vertrauen der Bevölkerung in die Wirksamkeit des Rechtsgüterschutzes zu sichern (OLG Karlsruhe, NZV 2008, 467).

    Auch Fälle der "verantwortungslosen Raserei" können hierzu zählen, denn gerade besonders aggressive Fahrweisen oder zu hohe Geschwindigkeiten führen häufig zu schwersten Verkehrsunfällen (OLG Karlsruhe, NZV 2008, 467).

  • OLG Bamberg, 23.02.2010 - 1 U 161/09

    Unfallversicherung: Leistungsausschluss bei einem Verkehrsunfall nach

    Rücksichtslosigkeit und Vorsatz können schließlich - trotz grob verkehrswidrigen Verhaltens - auch nicht in Fällen sog. Augenblicksversagens (OLG Stuttgart DAR 76, 23), der bloßen Unaufmerksamkeit oder der auf menschlichem Versagen beruhenden irrigen Beurteilung einer Verkehrslage (vgl. BGHSt 5, 392; OLG Karlsruhe VRS 114, 363; OLG Düsseldorf VRS 98, 350) angenommen werden.
  • OLG Brandenburg, 23.12.2008 - 1 Ss 85/08

    Strafaussetzung zur Bewährung: Notwendigkeit der Verteidigung der Rechtsordnung

    Wenngleich das verkehrswidrige Verhalten des Angeklagten mit schwersten Folgen für andere Verkehrsteilnehmer verbunden war und insbesondere zum Tod von 6 Menschen führte, kann bei der gebotenen Gesamtabwägung tat- und täterbezogener Umstände nicht unberücksichtigt bleiben, dass der Angeklagte aufgrund der Feststellungen nicht bewusst, sondern einfach fahrlässig handelte und nach den Feststellungen insoweit die Tat nicht als Ausdruck einer Einstellung zu werten ist, die die Geltung des Rechts nicht mehr ernst nimmt, sondern das seinerzeitige verkehrswidrige Verhalten des Angeklagten insoweit nach den Feststellungen zwar als auf Gedankenlosigkeit beruhendes mit schweren Folgen verbundenes Fehlversagen zu werten ist, jedoch nicht auf eine dauerhaft verkehrsfeindlich und eigensüchtig geprägte Motivation des Angeklagten zurückgeführt werden kann, die sich ohne Bedenken über Verkehrsregeln und die Sicherheitsinteressen anderer Verkehrsteilnehmer hinwegsetzt (vgl. in diesem Zusammenhang auch OLG Karlsruhe - Beschluss vom 28.03.2008 - 1 Ss 127/07, in juris).
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