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Rechtsprechung
   BayObLG, 31.03.2020 - 202 StRR 29/20   

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https://dejure.org/2020,15536
BayObLG, 31.03.2020 - 202 StRR 29/20 (https://dejure.org/2020,15536)
BayObLG, Entscheidung vom 31.03.2020 - 202 StRR 29/20 (https://dejure.org/2020,15536)
BayObLG, Entscheidung vom 31. März 2020 - 202 StRR 29/20 (https://dejure.org/2020,15536)
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Volltextveröffentlichungen (8)

  • Burhoff online

    Berufungsverwerfung, Entschuldigung, ärztliches Attest

  • openjur.de
  • BAYERN | RECHT

    GG Art. 103 Abs. 1; StPO § 154 Abs. 2, § 300, § 329 Abs. 1 S. 1, Abs. 7, § 333, § 344 Abs. 2 S. 2, § 349 Abs. 2, Abs. 4, § 353, § 354 Abs. 2 S. 1
    Berufungsverwerfung wegen nur per E-Mail übermittelter ärztlicher Bescheinigung bei Verdacht auf Urkundenfälschung

  • IWW

    Art. 103 Abs. 1 GG, § ... 154 Abs. 2 StPO, § 329 Abs. 1 Satz 1 StPO, § 300, § 329 Abs. 7 StPO, § 333 StPO, § 344 Abs. 2 Satz 2 StPO, § 349 Abs. 2 StPO, § 349 Abs. 4 StPO, § 353 StPO, § 354 Abs. 2 Satz 1 StPO
    GG, StPO

  • rewis.io

    Berufungsverwerfung wegen nur per E-Mail übermittelter ärztlicher Bescheinigung bei Verdacht auf Urkundenfälschung

  • rechtsportal.de(Abodienst, kostenloses Probeabo)

    Revision; Verfahrensrüge; Sachrüge; Aufhebung; Verwerfungsurteil; Berufung; Berufungsverwerfung; Berufungshauptverhandlung; Berufungskammer; Vorsitzender; Ausbleiben; Fernbleiben; Termin; Terminstag; Erscheinungspflicht; Entschuldigung; Erkrankung; Krankheit; ...

  • rechtsportal.de

    Revision; Verfahrensrüge; Sachrüge; Aufhebung; Verwerfungsurteil; Berufung; Berufungsverwerfung; Berufungshauptverhandlung; Berufungskammer; Vorsitzender; Ausbleiben; Fernbleiben; Termin; Terminstag; Erscheinungspflicht; Entschuldigung; Erkrankung; Krankheit; ...

  • juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)

Kurzfassungen/Presse (2)

  • Burhoff online Blog (Kurzinformation und Auszüge)

    Berufungsverwerfung wegen Ausbleibens des Angeklagten, Ärztliches Attest

  • Wolters Kluwer (Kurzinformation)

    Anforderungen an eine Entschuldigung des Ausbleibens durch ärztliches Attest

Papierfundstellen

  • StV 2020, 855 (Ls.)
 
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Wird zitiert von ... (3)

  • VerfGH Sachsen, 23.04.2021 - 137-IV-20

    Corona, Einspruchsverwerfung, Zugangserschwerung, Datenschutz

    Aus dieser von Verfassungs wegen gebotenen engen Auslegung (im Sinne einer zurückhaltenden Anwendung) des § 74 Abs. 2 OWiG folgt das generelle Gebot, den Begriff der "genügenden Entschuldigung" zu Gunsten des Betroffenen weit zu verstehen (vgl. BVerfG, Beschluss vom 29. März 2007 - 2 BvR 2366/06 - juris Rn. 16 m.w.N.; vgl. auch OLG Bamberg, Beschluss vom 6. März 2013 - 3 Ss 20/13 - juris Rn. 8; BayObLG, Beschluss vom 31. März 2020 - 202 StRR 29/20 - juris Rn. 7: jeweils zu § 329 Abs. 1 Satz 1 StPO; Krumm in: Gassner/Seith, OWiG, 2. Aufl., § 74 Rn. 22).

    Eine Entschuldigung ist nach der - insofern verfassungsrechtlich unbedenklichen - herrschenden Auffassung dann genügend, wenn die im Einzelfall abzuwägenden Belange des Betroffenen einerseits und seine öffentlich-rechtliche Pflicht zum Erscheinen in der Hauptverhandlung andererseits den Entschuldigungsgrund als triftig erscheinen lassen, wenn dem Betroffenen also unter den gegebenen Umständen unter Berücksichtigung der Bedeutung der Sache ein Erscheinen billigerweise nicht zumutbar war und ihm infolgedessen wegen seines Fernbleibens auch nicht der Vorwurf schuldhafter Pflichtverletzung gemacht werden kann (BayObLG, Beschluss vom 31. März 2020 - 202 StRR 29/20 - juris Rn. 8 m.w.N.: zu § 329 Abs. 1 StPO; vgl. Hettenbach in: BeckOK OWiG, Stand Januar 2021, § 74 Rn. 30; Senge in: Karlsruher Kommentar zum OWiG, 5. Aufl., § 74 Rn. 32 m.w.N.; Krumm in: Gassner/Seith, OWiG, 2. Aufl., § 74 Rn. 22; Bohnert/Krenberger/Krumm in: Krenberger/Krumm, OWiG, 6. Aufl., § 74 Rn. 24; Seitz/Bauer in: Göhler, OWiG, 17. Aufl., § 74 Rn. 29).

  • BayObLG, 09.10.2020 - 202 StRR 94/20

    Anforderungen an Verfahrensrüge bei beanstandetem Ladungsmangel eines der

    Diesen Anforderungen wird der Rügevortrag der Revision allerdings auch in der Zusammenschau mit den wegen der ebenfalls erhobenen Sachrüge dem Senat zur Beurteilung zugänglichen und für die Zulässigkeit der Rüge deshalb von der Revision nicht zu wiederholenden, hier freilich kaum über eine formularmäßige Begründung hinausgehenden Urteilsgründen ungeachtet seiner spezifischen Angriffsrichtungen und den von der Revision selbst zutreffend als Prämisse vorangestellten Ausführungen in mehrfacher Hinsicht nicht gerecht (zu den speziellen Rügeanforderungen [teilweise auch für die weitgehend übereinstimmenden Anforderungen an die Rüge der Verletzung des § 74 Abs. 2 Satz 1 OWiG] vgl. u.a. BayObLG, Beschluss vom 27.06.1996 - 3 ObOWi 76/96 = BayObLGSt 1996, 90 = NStZ-RR 1997, 182 = VersR 1997, 987 und Beschluss vom 11.05.1998 - 1 ObOWi 169/98 = BayObLGSt 1998, 79 = StraFo 1999, 26 = NJW 1999, 879; OLG Bamberg, Beschluss vom 06.03.2013 - 3 Ss 20/13 = OLGSt StPO § 329 Nr. 32; 12.09.2006 - 3 Ss OWi 1140/06 = wistra 2007, 79; 26.02.2008 - 3 Ss 118/07 = OLGSt StPO § 329 Nr. 29; OLG Bamberg, Beschluss vom 14.01.2009 - 2 Ss OWi 1623/08 = NStZ-RR 2009, 150 = VerkMitt 2009, Nr. 32 = NZV 2009, 303 = OLGSt OWiG § 74 Nr. 20; OLG Hamm, Beschluss vom 29.03.2012 - 5 RVs 99/11; 23.08.2012 - 3 RBs 170/12 und 30.10.2012 - 3 RVs 81/12; OLG Brandenburg, Beschluss vom 15.05.2012 - 53 Ss 60/12 = StraFo 2012, 270; OLG Celle, Beschluss vom 10.11.2011 - 32 Ss 130/11 bei juris; OLG Karlsruhe, Beschluss vom 28.10.2009 - 1 Ss 126/08 = NStZ-RR 2010, 287 sowie [für § 74 Abs. 2 OWiG] BayObLG, Beschluss vom 06.09.2019 - 202 ObOWi 1581/19 = OLGSt OWiG § 74 Nr. 26 und OLG Saarbrücken a.a.O. sowie zuletzt BayObLG, Beschluss vom 31.03.2020 - 202 StRR 29/20 bei juris, jeweils m.w.N.; vgl. ferner u.a. Meyer-Goßner/Schmitt a.a.O. § 329 Rn. 48 und LR/Gössel StPO 26. Aufl. § 329, Rn. 100 ff.; zur Bindungswirkung tatsächlicher Feststellungen eines Verwerfungsurteils nach § 329 Abs. 1 Satz 1 StPO für das Revisionsgericht neben BGH a.a.O. und BayObLG, Beschluss vom 27.06.1996 - 3 ObOWi 76/96 = BayObLGSt 1996, 90 = NStZ-RR 1997, 182 = VersR 1997, 987 u.a. KK/Paul StPO 8. Aufl. § 329 Rn. 14 m.w.N.).

    Die neben der Verfahrensrüge von der Revision allgemein erhobene Sachrüge führt, weil das angefochtene Verwerfungsurteil nach § 329 Abs. 1 StPO keinen sachlich-rechtlichen Inhalt aufweist, nur zur Prüfung der Frage, ob Verfahrenshindernisse vorliegen (vgl. neben BGHSt 21, 242 und BayObLGSt 2000, 138/140 u.a. OLG Bamberg, Beschluss vom 06.03.2013 - 3 Ss 20/13 = OLGSt StPO § 329 Nr. 32; OLG Celle, Beschluss vom 19.03.2013 - 32 Ss 29/13 = NStZ 2013, 615 = StV 2014, 209 = OLGSt StPO § 329 Nr. 34; KG, Beschluss vom 16.09.2015 - 121 Ss 141/15 = NStZ 2016, 234; OLG Hamm, Beschluss vom 25.10.2016 - 3 RVs 72/16 bei juris und zuletzt neben OLG Saarbrücken, Urt. v. 16.09.2019 - Ss 44/19 bei juris auch BayObLG, Beschluss vom 31.03.2020 - 202 StRR 29/20 bei juris; Meyer-Goßner/Schmitt a.a.O. § 329 Rn. 49).

  • KG, 30.08.2021 - 3 Ws (B) 163/21

    Corona, Verwerfung, Ausbleiben in der Hauptverhandlung, Covid 19, Kontaktperson

    Die ihn insoweit treffende Nachforschungspflicht setzt jedoch erst ein, wenn überhaupt ein hinreichend konkreter und schlüssiger Sachvortrag vorliegt, der die Unzumutbarkeit oder die Unmöglichkeit des Erscheinens indizierende Tatsachenbehauptungen enthält (vgl. Senat a.a.O. und Beschluss vom 18. Januar 2018 - 3 Ws (B) 5/18 - KG, Beschluss vom 28. Oktober 2013 - (4) 161 Ss 198/13 (229/13) -, juris; OLG Bamberg, Beschluss vom 6. März 2013 - 3 Ss 20/13 -, juris m.w.N.) und dem Gericht somit hinreichende Anhaltspunkte für eine genügende Entschuldigung zur Kenntnis gebracht sind, die einer Überprüfung durch das Gericht zugänglich sind (vgl. BayObLG, Beschluss vom 31. März 2020 - 202 StRR 29/20 -, juris).
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Rechtsprechung
   BayObLG, 12.09.2019 - 202 StRR 1609/19   

Zitiervorschläge
https://dejure.org/2019,39233
BayObLG, 12.09.2019 - 202 StRR 1609/19 (https://dejure.org/2019,39233)
BayObLG, Entscheidung vom 12.09.2019 - 202 StRR 1609/19 (https://dejure.org/2019,39233)
BayObLG, Entscheidung vom 12. September 2019 - 202 StRR 1609/19 (https://dejure.org/2019,39233)
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Volltextveröffentlichungen (7)

  • Burhoff online

    Revision, Verweisungsurteil, Berufungsgericht, Gesamtfreiheitsstrafe, Strafgewalt

  • openjur.de
  • BAYERN | RECHT

    StGB § 55 Abs. 1 S. 2; StPO § 300, § 323, § 328 Abs. 2, § 331 Abs. 1, § 333, § 344 Abs. 2 S. 2, § 349 Abs. 2, § 473 Abs. 1 S. 1, S. 2; GVG § 24 Abs. 1 S. 1 Nr. 2, § 24 Abs. 2
    Revision gegen Verweisungsurteil nach § 328 Abs. 2 StPO

  • rewis.io

    Revision gegen Verweisungsurteil nach § 328 Abs. 2 StPO

  • rechtsportal.de

    Berufung; Berufungsgericht; Berufungskammer; große Strafkammer; Verweisung; Verweisungsurteil; Revision; Strafkompetenz; Strafbann; Gesamtfreiheitsstrafe; Gesamtstrafenbildung; Beschwer; Sachenentscheidung; Verfahrensrüge; Sachrüge; Angriffsrichtung; Umdeutung; ...

  • rechtsportal.de

    Berufung; Berufungsgericht; Berufungskammer; große Strafkammer; Verweisung; Verweisungsurteil; Revision; Strafkompetenz; Strafbann; Gesamtfreiheitsstrafe; Gesamtstrafenbildung; Beschwer; Sachenentscheidung; Verfahrensrüge; Sachrüge; Angriffsrichtung; Umdeutung; ...

  • juris (Volltext/Leitsatz)

Kurzfassungen/Presse

  • Burhoff online Blog (Kurzinformation und Auszüge)

    Revision gegen Verweisungsurteil, Prüfung der Strafgewalt des AG

Papierfundstellen

  • StV 2020, 855 (Ls.)
 
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Wird zitiert von ...

  • KG, 30.09.2020 - 3 Ss 48/20

    Strafgewalt bei fehlender Gesamtstrafenbildung

    Weil auch die Strafgewalt des Berufungsgerichts nicht weiter geht, als die des Amtsgerichts (vgl. BGHSt 34, 159; NStZ-RR 2010, 203; NJW 1987, 1212; Gössel in Löwe-Rosenberg, StPO 26. Aufl., § 328 Rdn. 4; Meyer-Goßner/ Schmitt a.a.O., § 328 Rdn. 9), hätte das Berufungsgericht die Sache gemäß § 328 Abs. 2 StPO unter Aufhebung des amtsgerichtlichen Urteils an die große Strafkammer des Landgerichts als erstinstanzlich zuständiges Gericht verweisen müssen (vgl. Senat, Beschluss vom 9. Mai 2012 - (3) 161 Ss 49/12 (41/12) -, juris; BayObLG, Beschluss vom 12. September 2019 - 202 StRR 1609/19 -, juris; OLG Brandenburg NStZ 2001, 611).
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Rechtsprechung
   KG, 14.02.2019 - 4 Ws 12/19 - 121 AR 18/19   

Zitiervorschläge
https://dejure.org/2019,8175
KG, 14.02.2019 - 4 Ws 12/19 - 121 AR 18/19 (https://dejure.org/2019,8175)
KG, Entscheidung vom 14.02.2019 - 4 Ws 12/19 - 121 AR 18/19 (https://dejure.org/2019,8175)
KG, Entscheidung vom 14. Februar 2019 - 4 Ws 12/19 - 121 AR 18/19 (https://dejure.org/2019,8175)
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Volltextveröffentlichungen (7)

  • Burhoff online

    Wiedereinsetzung in den vorigen Stand, versäumte Berufungshauptverhandlung, im Urteil berücksichtigtes (pauschales) Entschuldigungsvorbringen

  • Entscheidungsdatenbank Berlin

    § 329 Abs 7 StPO
    Wiedereinsetzung in den vorigen Stand nach versäumter Berufungshauptverhandlung im Strafverfahren: Verbrauchtes Wiedereinsetzungsvorbringen; bereits im Verwerfungsurteil berücksichtigtes Entschuldigungsvorbringen; Abgrenzung lediglich ergänzenden Vorbringens von neuem ...

  • Wolters Kluwer(Abodienst, Leitsatz/Tenor frei)
  • Wolters Kluwer

    121 AR 18/19 - Abgrenzung von Wiedereinsetzung in den vorigen Stand und Revision bei Verwerfung der Berufung gemäß § 329 Abs. 1; Begründung des...

  • rechtsportal.de
  • rechtsportal.de

    StPO § 329 Abs. 7
    Abgrenzung von Wiedereinsetzung in den vorigen Stand und Revision bei Verwerfung der Berufung gemäß § 329 Abs. 1

  • juris (Volltext/Leitsatz)

Kurzfassungen/Presse

  • Burhoff online Blog (Kurzinformation und Auszüge)

    StPO: Wiedereinsetzung in die versäumte Berufungshauptverhandlung

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Verfahrensgang

Papierfundstellen

  • StV 2020, 855
 
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Wird zitiert von ... (3)

  • OLG Oldenburg, 15.11.2021 - 1 Ws 425/21

    An den Voraussetzungen für eine Verwerfung der Berufung des säumigen Angeklagten

    Ein Angeklagter kann indes im Wiedereinsetzungsverfahren ausnahmsweise auch zu solchen Tatsachen gehört werden, welche das Berufungsgericht hätte würdigen müssen, die es im Berufungsurteil tatsächlich jedoch nicht gewürdigt hat, wobei allein die Urteilsgründe der Verwerfungsentscheidung Aufschluss über die Frage geben, ob sich das Berufungsgericht tatsächlich mit dem Entschuldigungsvorbringen inhaltlich auseinandergesetzt hat (vgl. OLG München, Beschluss vom 21.04.1988 - 2 Ws 191/88, NStZ 1988, 377 ; OLG Hamm, Beschluss vom 16.05.1997 - 2 Ws 165/97, NStZ-RR 1997, 368 ; Beschluss vom 07.05.2007 - 3 Ws 225/07, juris Rn. 17; OLG Köln, Beschluss vom 08.07.2013 - 2 Ws 354/13, juris Rn. 10; KG, Beschluss vom 14.02.2019 - 4 Ws 12/19, juris Rn. 19).

    (vgl. BayObLG, Beschluss vom 15.07.1988 - RReg 1 St 90/88, juris Rn. 5; OLG Hamm, Beschluss vom 16.05.1997 - 2 Ws 165/97, NStZ-RR 1997, 368 f.; OLG Köln, Beschluss vom 07.03.2008 - 2 Ws 106/08, juris Rn. 6; Beschluss vom 05.02.2013 - 1 RVs 12/13, juris Rn. 48; Beschluss vom 08.07.2013 - 2 Ws 354/13, juris Rn. 12; OLG Brandenburg, Beschluss vom 15.05.2012 - 53 Ss 60/12, juris Rn. 13; KG, Beschluss vom 30.04.2013 - 161 Ss 89/13, juris Rn. 4; Beschluss vom 14.02.2019 - 4 Ws 12/19, juris Rn. 30; OLG Jena, Beschluss vom 18.09.2012 - 1 Ss 71/12, juris Rn. 9 f. jew. m.w.N.).

  • OLG Karlsruhe, 07.04.2021 - 2 Ws 73/21

    Nachweis der Vertretungsvollmacht durch Ausdruck einer als Bilddatei

    Denn die Rechtsfehlerhaftigkeit der Verwerfung der Berufung kann nur mit der Revision geltend gemacht werden, mit der deshalb Angriffe gegen die Nichtanerkennung vorgetragener Entschuldigungsgründe anzubringen sind (KG StV 2020, 855 und ZfS 2020, 588; OLG Hamm, Beschluss vom 27.02.2020 - 4 Ws 29/20, juris).

    Ob der wohl überwiegenden obergerichtlichen Rechtsprechung (KG StV 2020, 855; OLG Hamm NStZ-RR 1997, 368; OLG München NStZ 1988, 377) gefolgt werden kann, wonach dies voraussetzt, dass die geltend gemachten Entschuldigungsgründe - anders als vorliegend - im Verwerfungsurteil gewürdigt wurden, bedarf vorliegend im Hinblick darauf keiner Entscheidung, dass der Wiedereinsetzungsantrag jedenfalls unbegründet ist.

  • LG Stuttgart, 24.03.2021 - 1 Qs 8/21
    Dies gilt wiederum aber nur, wenn das erkennende Gericht im Verwerfungsurteil die ihm vorgetragenen und bekannten Entschuldigungsgründen auch tatsächlich gewürdigt hat (vgl. auch KG, Beschluss vom 14.02.2019 - 4 Ws 12/19 - 121 AR 18/19; LG Potsdam, Beschluss vom 22.06.2016 - 21 Qs 62/16).
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