Rechtsprechung
   BGH, 30.01.1981 - V ZR 6/80   

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https://dejure.org/1981,892
BGH, 30.01.1981 - V ZR 6/80 (https://dejure.org/1981,892)
BGH, Entscheidung vom 30.01.1981 - V ZR 6/80 (https://dejure.org/1981,892)
BGH, Entscheidung vom 30. Januar 1981 - V ZR 6/80 (https://dejure.org/1981,892)
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Volltextveröffentlichungen (3)

Kurzfassungen/Presse

  • Wolters Kluwer (Leitsatz)

    Notweg - Verlegung - Notwegrecht - Kostentragung

Papierfundstellen

  • BGHZ 79, 307
  • NJW 1981, 1036
  • MDR 1981, 480
  • DNotZ 1982, 232 (Ls.)
 
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Wird zitiert von ... (24)

  • BGH, 04.07.2008 - V ZR 172/07

    Voraussetzungen eines Notleitungsrechts

    a) Nach ständiger Rechtsprechung des Senats kann sich aus § 917 BGB die Befugnis ergeben, Abwässer eines Grundstücks über ein anderes, fremdes Grundstück der öffentlichen Kanalisation zuzuführen (BGHZ 79, 307, 308 f.; Urt. v. 4. November 1959, V ZR 49/58, WM 1959, 1461, 1462; Urt. v. 15. April 1964, V ZR 134/62, NJW 1964, 1321, 1322; Urt. v. 24. Januar 1968, V ZR 175/64, WM 1968, 434, 435; Urt. v. 22. Juni 1990, V ZR 59/89, NJW 1991, 176 f.; vgl. auch Urt. v. 31. Januar 2003, V ZR 143/02, NJW 2003, 1392 f.).

    Denn bei den Zwangsrechten nach §§ 128, 129 LWG NRW geht es nicht - wie in § 917 BGB (dazu Senat, BGHZ 79, 307, 312) - um den Ausgleich der privaten Interessen benachbarter Grundstückseigentümer.

    dd) Die Revision weist in diesem Zusammenhang noch darauf hin, dass der Nachbar, durch dessen Grundstück die Notleitung verläuft, analog § 917 Abs. 2 BGB durch eine nach dem Minderwert des Grundstücks bemessene Rente zu entschädigen ist (vgl. Senat, BGHZ 79, 307, 310; 113, 32, 35; OLG Hamm NJW-RR 1992, 723, 724), während er für die Erteilung eines entsprechenden Zwangsrechts eine Entschädigung nach den Regelungen des Landes-enteignungs- und -entschädigungsgesetzes erhielte (§§ 131 Abs. 1, 134, 135 LWG NRW) und bei der Mitbenutzung eigener Leitungen darüber hinaus die anteilige Erstattung der Anlage- und Unterhaltungskosten verlangen könnte (§ 129 Abs. 2 LWG NRW).

    Warum das der entsprechenden Anwendung des privaten Notwegrechts entgegenstehen soll, erschließt sich indes nicht, zumal möglicherweise bestehende Unterschiede zwischen den Entschädigungsregelungen des privaten und des öffentlichen Rechts auch deshalb gerechtfertigt wären, weil die Voraussetzungen der wasserrechtlichen Zwangsrechte geringer sind als die des § 917 BGB (vgl. Senat, BGHZ 79, 307, 312 f.).

    Denn der Eigentümer, der in seine Grundstücke Abwasserleitungen für andere, ebenfalls ihm gehörende, später veräußerte Grundstücke verlegt, hat die Möglichkeit, sich einen finanziellen Ausgleich für die Herstellungskosten zu verschaffen, indem er den Kaufpreis für die Grundstücke, denen die Leitungen dienen, entsprechend bemisst (Senat, BGHZ 79, 307, 310 f.).

    Das entspricht der Rechtsprechung des Senats (BGHZ 79, 307, 309) und wird von der Revision auch nicht beanstandet.

  • BGH, 26.01.2018 - V ZR 47/17

    Berechtigung zum Führen von Leitungen durch ein Gebäude aufgrund

    Es ermöglicht nicht nur die Mitbenutzung der auf dem belasteten Grundstück vorhandenen Leitungen (Senat, Urteil vom 4. Juli 2008 - V ZR 172/07, BGHZ 177, 165 Rn. 7; Urteil vom 30. Januar 1981 - V ZR 6/80, BGHZ 79, 307, 308 f.; vgl. auch Urteil vom 22. Juni 1990 - V ZR 59/89, NJW 1991, 176), sondern auch die ober- und unterirdische Herstellung von Leitungen auf dem Nachbargrundstück (Senat, Urteil vom 11. November 1959 - V ZR 98/58, BGHZ 31, 159, 161; Urteil vom 4. November 1959 - V ZR 49/58, MDR 1960, 124).
  • BGH, 22.06.1990 - V ZR 59/89

    Entstehung eines Notleitungsrechts

    Zwar ist in der Rechtsprechung des Senats anerkannt, daß sich ein solches Leitungsrecht auch aus einer entsprechenden Anwendung von § 917 BGB ergeben kann (vgl. z.B. Senatsurteile v. 15. April 1964, V ZR 134/62, NJW 1964, 1321 und v. 30. Januar 1981, V ZR 6/80, NJW 1981, 1036, 1037 m.N.).

    Demgemäß hatte der Senat schon im Urteil vom 30. Januar 1981 (aaO) keine Bedenken dagegen, daß § 7 e NRG (wie auch andere Landesrechte, vgl. § 30 Abs. 1 NRG Hessen; § 26 Abs. 1 NRG RhPf; § 27 Abs. 1 NRG Saarland) die Voraussetzungen des Leitungsrechts anders regelt und zum Teil geringere Anforderungen stellt als § 917 BGB.

  • LG Nürnberg-Fürth, 20.01.2000 - 1 O 10086/96

    Voraussetzungen und Grenzen eines Notleitungsrechtes

    Wenn einem Grundstück die notwendige Verbindung zum öffentlichen Kanalnetz fehlt und - wie in Bayern - besondere landesrechtliche Regelungen fehlen, kommt für die Eigentümer des Hinterliegergrundstücks nur die Geltendmachung eines Notleitungsrechtes analog den §§ 917, 918 BGB in Betracht (BGH NJW 1991, S. 176; BGH NJW 1981, S. 1036, 1037; OVG Berlin BRS 16, S. 140; OLG Düsseldorf AgrarR 1984, S. 20; OLG Hamm NJW-RR 1992, S. 723; Palandt-Bassenge, BGB, Kommentar, 59. Aufl., § 917/Rdnr. 1; Meisner/Ring/Götz, Nachbarrecht in Bayern, 7.Aufl., 1986, § 25/Rdnr. 53, S. 387; Dehner, Nachbarrecht im Bundesgebiet, 6. Aufl. 1982, S. 604; Bayer/Lindner/Grziwotz, Bayer. Nachbarrecht, 2. Aufl., 1994, S. 137, 138; MüKo-Säcker, BGB, Kommentar, 2. Aufl. 1986, § 917/Rdnr. 37).

    Da diesbezüglich jedoch kein durch eine Grunddienstbarkeit abgesichertes Leitungsrecht der Kläger besteht, könnte der Beklagte diese Leitung ohne Zustimmung der Kläger ohne weiteres auch über einen anderen Teil seines Grundstücks verlegen, wenn er gerade den südlichen Bereich seines Grundeigentums anderweitig benötigt (vgl. BGH NJW 1981, S. 1036).

  • OLG Hamm, 19.10.2017 - 5 U 147/16

    Rechtsstellung der Eigentümer mehrerer Grundstücke hinsichtlich eines die

    Nach der gefestigten Rechtsprechung des BGH und des Senats kann sich aus § 917 BGB die Befugnis ergeben, Abwässer eines Grundstücks über ein anderes, fremdes Grundstück der öffentlichen Kanalisation zuzuführen (vgl. BGH, Urteil vom 04. Juli 2008 - V ZR 172/07 -, Rn. 7, juris; BGH, Urteil vom 22. Juni 1990 - V ZR 59/89 -, Rn. 8, juris; BGH, Urteil vom 30. Januar 1981 - V ZR 6/80 -, Rn. 16; BGH, Urteil vom 15. April 1964 - V ZR 134/62 -, Rn. 11, juris; Urteil des Senats vom 17. Mai 1993 - 5 U 24/93 -, Rn. 5, juris; Urteil des Senats vom 08. Juli 1991 - 5 U 49/91 -, juris).
  • VerfG Brandenburg, 17.06.2016 - VfGBbg 95/15

    Zwangsvollstreckung; Vollstreckungsabwehrklage; Notwegerecht; Ersatzweg;

    Das Gericht orientiert sich erkennbar am Wortlaut der Norm und stützt sich für die von ihm angenommene Auslegung auf höchstrichterliche Rechtsprechung (BGH NJW 1981, 1036 ff), der auch in der Literatur gefolgt wird (vgl. nur Bassenge, in: Palandt, BGB, 75. Aufl., § 1023 Rn. 2).
  • OVG Sachsen-Anhalt, 20.07.2009 - 4 L 66/09

    Zur Entstehung der sachlichen Beitragspflicht bei einem Hinterliegergrundstück,

    Entgegen seiner Rechtsauffassung ist bei einer Veräußerung des Vorderliegergrundstückes der neue Eigentümer durch § 917 Abs. 1 BGB verpflichtet, die Ableitung von Abwässern über das Grundstück (weiterhin) zu dulden, solange die Voraussetzungen dieser Regelung vorliegen (vgl. BGH, Urt. v. 30. Januar 1981 - V ZR 6/80 -, zit. nach JURIS).

    Das vom Bundesgerichtshof anerkannte Notleitungsrecht in entsprechender Anwendung der §§ 917, 918 BGB bezieht sich gerade auf die Verbindung zur öffentlichen Kanalisation mittels Abwasserkanälen (vgl. BGH, Urt. v. 4. Juli 2008, a.a.O.; Urt. v. 30. Januar 1981, a.a.O.).

  • BGH, 30.06.2016 - V ZR 260/15

    Duldung der Wasserversorgung (Notleitung) des Nachbargrundstücks; Maßgeblichkeit

    Ob der Beklagte bei einer künftigen Neubebauung des Grundstücks entsprechend § 1023 Abs. 1 Satz 1 BGB die Verlegung der Leitung an eine andere Stelle verlangen kann und wer die Kosten einer solchen Verlegung zu tragen hat (vgl. hierzu Senat, Urteil vom 30. Januar 1981 - V ZR 6/80, BGHZ 79, 307), ist nicht Gegenstand des Berufungsurteils.
  • OLG Hamm, 07.04.2014 - 5 U 117/13

    Kosten der Verlegung einer langjährig genutzten Notwegzufahrt

    Darauf haben sie analog § 1023 Abs. 1 S. 1 BGB einen Anspruch; sie haben aber auch die entsprechenden Kosten zu tragen (vgl. BGH NJW 1981, 1036 und Palandt a. a. O., Rdn. 9).
  • VGH Bayern, 30.04.2007 - 1 CS 06.3335

    "Fiktive" Wand und Dachvorsprung

    Soweit das private Landesrecht - wie in Bayern das Ausführungsgesetz zum Bürgerlichen Gesetzbuch (AGBGB) - keine diesbezüglichen Regelungen enthält, kann Inhalt eines Notwegerechts nämlich beispielsweise auch die Befugnis sein, Abwässer eines Grundstücks über ein anderes, fremdes Grundstück der öffentlichen Kanalisation zuzuführen (BGH vom 30.01.1981 BGHZ 79, 307 = NJW 1981, 1036).
  • LG Hildesheim, 11.02.2005 - 7 S 272/04
  • VGH Baden-Württemberg, 27.06.2002 - 2 S 807/01

    Hinterliegergrundstück-dauerhafte Vorteilssicherung;Herstellung der

  • OLG Stuttgart, 04.07.1997 - 2 U 248/95

    Beeinträchtigung nachbarschaftlicher Zugangsrechte; Bestehen einer

  • LG Bochum, 18.07.2008 - 6 O 196/08

    Anspruch auf Unterlassen der Nutzung von im eigenen Grundstück liegenden

  • VGH Bayern, 23.08.2010 - 2 ZB 10.1216

    Nachbarklage; Zulassungsantrag; Notleitungsrecht; Abstandsflächen;

  • OVG Nordrhein-Westfalen, 21.12.1998 - 15 A 2828/96

    Notleitungsrecht zur Ableitung von Schmutzwasser in eine öffentliche

  • VG Bayreuth, 25.05.2016 - B 4 K 15.41

    Erhebung eines Kanalherstellungsbeitrags

  • OLG München, 21.09.1993 - 25 U 2080/93

    Duldungspflicht des Grundstücksnachbarn bezüglich einer durch sein Grundstück

  • VG Bayreuth, 27.05.2015 - B 2 K 14.560

    Baurecht; grundsätzlich kein nachbarschützender Charakter des Erfordernisses der

  • VG Bayreuth, 27.05.2015 - B 2 K 14.712

    Baurecht; Vorbescheid; Prüfungsumfang; grundsätzlich kein nachbarschützender

  • VG Minden, 27.02.2004 - 5 K 479/02

    Rechtmäßigkeitsvoraussetzungen der Erhebung eines Kanalanschlussbeitrags nach

  • LG Kiel, 29.10.2004 - 1 O 1/04

    Anspruch auf Entfernung der an der östlichen Grenze eines Flurstücks verlaufenden

  • VerfGH Sachsen, 10.12.2004 - 90-IV-04
  • OLG Düsseldorf, 17.02.1983 - 18 U 234/82
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