Rechtsprechung
   BGH, 20.03.1984 - VI ZR 154/82   

Volltextveröffentlichungen (4)

  • JLaw (App) | www.prinz.law PDF
  • Jurion

    Schadensersatzanspruch gegenüber Rechtsanwälten wegen Pflichtverletzungen bei der treuhändischen Verwahrung von Geld - Pflicht der Rechtsanwälte zur Überprüfung des Bestehens einer selbstschuldnerischen Bürgschaft vor Auszahlung des Geldes an den privaten Kreditnehmer - Pflicht des Rechtsanwalts zur Befolgung der Anweisungen des Mandanten auch zu dessen eigenem Nachteil - Pflicht des Rechtsanwalts zur Belehrung über Risiken nach Freistellung von der Vornahme bestimmter Prüfungs- und Beratungspflichten in Zusammenhang mit einer Bürgschaftserklärung durch den Mandanten - Warn- und Hinweispflichten bei Bedenken gegen die Ausführungen des Mandanten - Gefahr der Schadensersatzpflicht des Rechtsanwalts wegen verzögerlicher Auszahlung von Geld entgegen der Anweisung des Mandanten als Einwand gegen die Vornahme von Warnungen

  • rechtsportal.de(Abodienst, kostenloses Probeabo)

    BGB § 675, § 665
    Pflicht des Auftragnehmers bei Erteilung des Auftrags aufgrund besonderer Sachkunde

  • juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)

Papierfundstellen

  • NJW 1985, 42
  • MDR 1985, 39
  • VersR 1984, 658
  • BB 1984, 1516



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Wird zitiert von ... (26)  

  • BGH, 23.04.2012 - AnwZ (Brfg) 35/11  

    Anwaltliche Berufspflicht: Vertretung widerstreitender Interessen bei Vertretung

    Der Anwalt ist an die Weisungen seines Auftraggebers gebunden (§§ 665, 675 Abs. 1; vgl. BGH, Urteil vom 15. November 2007 - IX ZR 44/04, BGHZ 174, 205 Rn. 8), wobei es dem Mandanten, der das Misserfolgs- und Kostenrisiko trägt, durchaus freisteht, Weisungen zu erteilen, welche seinen wohlverstandenen Interessen aus der Sicht eines objektiven Betrachters widersprechen (BGH, Urteil vom 20. März 1984 - VI ZR 154/82, NJW 1985, 42, 43; vom 13. März 1997 - IX ZR 81/96, NJW 1997, 2168, 2169 f.; vgl. Vill in Zugehör u.a., Handbuch der Anwaltshaftung, 3. Aufl., Rn. 841).
  • BGH, 09.11.2017 - IX ZR 270/16  

    Rechtsanwaltshaftung: Steuernachzahlung als ersatzfähiger Schaden bei

    Weicht der Berater von einer Weisung des Mandanten ab, liegt darin eine Pflichtverletzung, die ihn grundsätzlich zum Schadensersatz verpflichtet (BGH, Urteil vom 20. März 1984 - VI ZR 154/82, WM 1984, 1025; vom 15. November 2007 - IX ZR 44/04, BGHZ 174, 205 Rn. 8; vom 25. September 2014 - IX ZR 199/13, WM 2014, 2274 Rn. 19).

    Gerade bei qualifizierten Dienstleistungen wie einer Rechtsberatung muss der Beauftragte stets auch auf den Sinn der ihm erteilten Weisungen achten, damit dem Mandanten nicht durch äußerlich zwar dem Auftrag entsprechende, der Sache nach aber nicht gebotene Schritte Nachteile entstehen (BGH, Urteil vom 7. Oktober 1976 - III ZR 110/74, VersR 1977, 421, 422; vom 20. März 1984, aaO).

  • BGH, 25.09.2014 - IX ZR 199/13  

    Steuerberaterhaftung: Pflicht zur Einsichtnahme in Jahresberichte des

    a) Grundsätzlich ist der rechtliche Berater - der Steuerberater ebenso wie der Rechtsanwalt - verpflichtet, die Weisungen seines Mandanten zu befolgen (vgl. BGH, Urteil vom 20. Februar 1968 - VI ZR 24/66, VersR 1968, 792, 794; vom 10. Juni 1980 - VI ZR 127/79, VersR 1980, 925; vom 20. März 1984 - VI ZR 154/82, WM 1984, 1024; vom 15. November 2007 - IX ZR 44/04, BGHZ 174, 205 Rn. 8; Vill in Zugehör/G. Fischer/Vill/D. Fischer/Rinkler/Chab, Handbuch der Anwaltshaftung, 3. Aufl., Rn. 841).
  • BGH, 13.03.1997 - IX ZR 81/96  

    Inhalt eines Anwaltsvertrages; Mitverschulden durch falsche Angaben gegenüber dem

    Vielmehr muß der Anwalt selbständig prüfen, ob dem Auftraggeber bei Ausführung einer Weisung Nachteile drohen; ist dies der Fall, so hat der Anwalt den Mandanten darauf hinzuweisen und seine Antwort abzuwarten (BGH, Urt. v. 20. März 1984 - VI ZR 154/82, NJW 1985, 42, 43; v. 30. Oktober 1984 - IX ZR 6/84, VersR 1985, 83, 84).
  • OLG Hamm, 31.10.2005 - 24 W 23/05  

    Vertragswidrige Ausnutzung einer Prozesslage durch Bauunternehmer

    Gegebenenfalls ist es erforderlich, die (eingeschränkten) Erfolgsaussichten des Versuchs einer aussergerichtlichen Streitbeilegung mit dem Mandanten unter Hinweis auf die möglicherweise anfallenden zusätzlichen Kosten zu erörtern (zur grundsätzlichen Verpflichtung zu einem Bedenkenhinweis und zum Aufzeigen des richtigen Wegs vgl. BGH NJW 1985, 42; Palandt/Heinrichs, § 280 BGB, Rdnr. 79).
  • BGH, 28.06.1990 - IX ZR 209/89  

    Zurückhalten von Sachvortrag durch den Prozeßbevollmächtigten; Haftung des

    Lediglich wenn dieser nach eindringlicher Belehrung durch den Rechtsanwalt auf seiner Weisung beharrt, verstößt der Anwalt mit deren Befolgung gemäß § 675, 665 BGB nicht gegen seine Vertragspflichten (vgl. BGH, Urt. v. 4. Dezember 1972 - VI ZR 1O/72, VersR 1974, 488, 489 unter II 2; Urt. v. 20. März 1984 - VI ZR 154/82, NJW 1985, 42, 43 unter II 1 a).
  • BGH, 07.05.1992 - IX ZR 151/91  

    Haftung des Steuerberaters bei Abweichung von einer dem Mandanten günstigen

    Vertragsgemäß ist ein solches Handeln des Steuerberaters nur unter der Voraussetzung, daß der Auftraggeber trotz eindringlicher und umfassender Beratung zur Rechtslage und den von dem Rechtsstreit ausgehenden Wirkungen die Weisung zur Erhebung der Klage erteilt (vgl. zur Anwaltshaftung BGH, Urt. v. 20. März 1984 - VI ZR 154/82, NJW 1985, 42, 43; v. 28. Juni 1990 - IX ZR 209/89, WM 1990, 1917, 1920).
  • OLG Hamm, 14.10.2003 - 28 U 88/03  

    Geltendmachung eines Schadensersatzanspruchs wegen anwaltlicher

    Die Beklagten machen die Erteilung einer konkreten Anweisung geltend, die der Rechtsanwalt grundsätzlich zu befolgen hat (§§ 675 Abs. 1, 665 BGB), und zwar auch dann, wenn dies für den Mandanten nachteilig ist oder sein kann (vgl. hierzu BGH, NJW 1985, 42, 43 = VersR 1984, 658, 659 = WM 1984, 1024, 1025; VersR 1985, 83, 84 = VersR 1984, 658, 659; NJW 1997, 2168, 2169 = WM 1997, 1392, 1393 f.; Zugehör in: Zugehör, aaO, RN 977).

    Eine Pflichtverletzung entfällt bei drohenden oder gar sicheren Nachteilen allerdings nur, wenn der Mandant vor Befolgung einer derartigen Weisung eingehend über die damit verbundenen Risiken (vgl. BGH, NJW 1985, 42, 43 = VersR 1984, 658, 659 = WM 1984, 1024, 1026) belehrt wird (vgl. BGH, NJW 1997, 2168, 2169 = WM 1997, 1392, 1394; NJW 1998, 1486 = WM 1998, 301, 303 (Steuerberater); NJW-RR 1992, 1110, 1115 (Steuerberater); NJW-RR 1990, 1241, 1243 = WM 1990, 1917, 1920 =VersR 1991, 422; VersR 1985, 83, 84; VersR 1974, 488, 489; Zugehör in: Zugehör, aaO, RN 624, 981) und ihm andere weniger nachteilige oder nicht so riskante Wege zur Erreichung des Auftragsziels aufgezeigt worden sind (vgl. BGH, VersR 1985, 83, 84 mwN; Zugehör in: Zugehör, aaO, RN 981).

    Bei allen Weisungen, deren Befolgung für den Mandanten schädlich sein kann, muss sich ein Rechtsanwalt zudem über die Ernsthaftigkeit und Endgültigkeit der Weisung vergewissern (vgl. BGH NJW 1985, 42, 43 = VersR 1984, 658, 659 = WM 1984, 1024, 1026).

  • OLG Karlsruhe, 08.03.1994 - 3 U 45/93  

    Vergütungsanspruch des Rechtsanwalts trotz Mandatsniederlegung

    Dies folgt schon daraus, dass für den Anwaltsvertrag gemäß § 675 BGB die Vorschrift des § 665 BGB Anwendung findet (BGH NJW 1985, 42, 43; OLG Karlsruhe AnwBl 1979, 64; Vollkommer, Anwaltshaftungsrecht Rdnr. 192).

    Zwar ist anerkannt, dass der Rechtsanwalt den Weisungen des Mandanten nicht "blindlings" folgen muss (BGH VersR 1977, 421, 422; BGH NJW 1985, 42, 43; Vollkommer, a.a.O. Rdnr. 194).

  • BGH, 10.07.1984 - VI ZR 222/82  

    Begriff des Vorsatzes in bezug auf die Voraussetzungen des GSB

    Doch ist auch das nur eine allgemeine Richtlinie für die rechtliche Würdigung des einzelnen Sachverhalts und kein starrer Grundsatz (vgl. zuletzt Senatsurteil vom 20. März 1984 - VI ZR 154/82 - VersR 1984, 658, 660).
  • OLG Hamm, 08.08.2012 - 11 W 47/12  

    Aufhebung der Beiordnung eines Rechtsanwalts wegen Interessenkonflikts

  • KG, 12.12.2018 - 26 U 39/15  
  • BSG, 10.07.1996 - 3 RK 27/95  

    Zulassung als Hilfsmittelerbringer, Zulässigkeit von Mischkalkulationen für

  • OLG Düsseldorf, 09.05.2011 - 24 U 60/11  

    Pflichten des Rechtsanwalts vor Klageerhebung

  • OLG Düsseldorf, 16.04.2002 - 24 U 123/01  

    Anwaltshaftung- Entschuldungsvergleich - Insolvenzanfechtung - Weiterleitung von

  • OLG Brandenburg, 26.02.2002 - 11 U 141/01  

    Haftung eines Prokuristen bei Auftrag zur Darlehensauszahlung durch die

  • OLG Düsseldorf, 18.10.2005 - 24 U 24/05  

    Schadenersatzanspruch gegen Rechtsanwalt wegen unzureichender Beratung über

  • AG Brandenburg, 27.08.2010 - 34 C 28/08  
  • OLG Dresden, 27.09.2000 - 8 U 14/00  

    Sittenwidrigkeit; Maklerprovision; Gerichtsstandsvereinbarung

  • LG Dortmund, 01.04.2011 - 3 S 2/10  

    Rechtsanwalt muss die Erfolgsaussichten der Durchsetzung eines Anspruches prüfen

  • OLG Düsseldorf, 06.05.2009 - 24 U 214/08  

    Behinderung: Arbeitsplatzverlust

  • OLG Frankfurt, 17.11.2011 - 11 U 48/11  

    Anwaltshaftung: Fehlender Hinweis auf Unwirksamkeit einer Urkunde wegen

  • OLG Saarbrücken, 22.12.2009 - 4 U 107/09  

    Pflichten des Rechtsanwalts bei Abschluss eines Vergleichs

  • AG Brandenburg, 19.06.2006 - 31 C 377/05  

    Erstattungsfähigkeit der Rechtsanwaltskosten für ein vorprozessuales Schreiben

  • OLG München, 24.01.1997 - 21 U 5097/96  

    Voraussetzungen der Haftung des Geschäftsführers einer als Treuhänder

  • OLG München, 10.09.1991 - 5 U 4632/90  
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