Rechtsprechung
   BGH, 07.11.2006 - VI ZR 206/05   

Volltextveröffentlichungen (16)

  • bundesgerichtshof.de PDF
  • Judicialis
  • Kanzlei Prof. Schweizer (Volltext/Auszüge)

    Delegation der Risikoaufklärung

  • JLaw (App) | www.prinz.law PDF
  • Jurion

    Haftung des Chefarztes für eine unzulängliche Risikoaufklärung des Patienten durch einen nachgeordneten Arzt; Verpflichtung des Chefarztes zur Darlegung seiner Organisation betreffend die Sicherstellung der Patientenaufklärung durch nachgeordnete Ärzte; Haftung des Arztes für nachteilige Folgen eines Eingriffs wegen mangelhafter Einwilligung durch den Patienten; Umfangreiche Aufklärung des Patienten als Voraussetzung einer wirksamen Einwilligung in einen Eingriff; Auswirkungen der entschuldbaren, falschen Annahme der ordnungsgemäßen Aufklärung des Patienten auf die Haftung des Arztes; Bedeutung und Umfang der Kontrollpflichten und Überwachungspflichten bei ärztlicher Arbeitsteilung

  • RA Kotz (Volltext/Leitsatz)

    Risikosaufklärung vor OP - Übertragung auf nachgeordneten Arzt

  • anwalt-recht-und-gesetz.de
  • verbraucherzentrale-bremen.de PDF
  • Juristenzeitung(kostenpflichtig)

    Zur Sicherstellung der ordnungsgemäßen Aufklärung von Patienten

  • rechtsportal.de(Abodienst, kostenloses Probeabo)

    BGB § 823 Abs. 1
    Anforderungen an die Risikoaufklärung eines Patienten; Übertragung auf einen nachgeordneten Arzt

  • datenbank.nwb.de
  • ibr-online(Abodienst, kostenloses Probeabo, Leitsatz frei)

    Arztrecht - Risikoaufklärung deligiert: Pflichten des deligierenden Arztes

  • juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)

Kurzfassungen/Presse (8)

  • bundesgerichtshof.de (Pressemitteilung)

    Kein unbedingter Vertrauensschutz des Chefarztes bei Delegation der Aufklärung auf untergeordneten Arzt

  • advogarant.de (Kurzinformation)

    Chefarzt darf Risikoaufklärung nicht einfach an nachgeordneten Arzt übertragen

  • bld.de (Leitsatz/Kurzmitteilung)

    Kein unbedingter Vertrauensschutz bei Delegation der Aufklärung auf untergeordneten Arzt

  • onlineurteile.de (Kurzmitteilung)

    Chefarzt operierte, Stationsarzt sprach mit der Patientin - Qualität der Risikoaufklärung muss durch organisatorische Maßnahmen sichergestellt werden

  • gesundheitundrecht.de (Kurzinformation)

    Delegation der Aufklärung von Chefarzt auf nachgeordnete Ärzte ?/ BGH fordert organisatorische Vorkehrungen und Kontrollmaßnahmen

  • aerzteblatt.de (Kurzinformation)

    Rechtsreport: Risikoaufklärung durch den nachgeordneten Arzt

  • krankenkassen.de (Kurzinformation)

    Chefarzt muss für Aufklärung von Patienten über Risiken sorgen - Patient muss über alle Gefahren informiert werden

  • 123recht.net (Pressemeldung, 7.11.2006)

    Chefarzt muss Patienten über OP-Risiken aufklären // Hinweispflicht der Mediziner

Besprechungen u.ä. (2)

  • IWW (Entscheidungsbesprechung)

    Arzthaftungsrecht - Bundesgerichtshof: Chefarzt muss Aufklärung durch nachgeordneten Arzt kontrollieren

  • IWW (Kurzaufsatz mit Bezug zur Entscheidung)

    Leserforum - Ist der Facharzt-Standard identisch mit der Facharzt-Qualifikation?

Sonstiges (4)

  • Jurion (Literaturhinweis: Entscheidungsbesprechung)

    Zusammenfassung von "Anmerkung zum Urteil des BGH vom 7.11.2006, Az.: VI ZR 206/05 (Zur Sicherstellung der ordnungsgemäßen Aufklärung von Patienten)" von Prof. Dr. Christian Katzenmeier, original erschienen in: JZ 2007, 641 - 644.

  • Jurion (Literaturhinweis: Entscheidungsbesprechung)

    Zusammenfassung von "Anmerkungen zum Urteil des BGH vom 07.11.2006, Az.: VI ZR 206/05 (Von dem Chefarzt darzulegende Kontrollorganisation bei Übertragung der Risikoaufklärung auf einen nachgeordneten Arzt" von Prof. Dr. iur. Drs. med. u. h. c. Erwin Deutsch und RA Dr. Rolf Jungbecker, original erschienen in: VersR 2007, 210 - 212.

  • Jurion (Literaturhinweis: Entscheidungsbesprechung)

    Zusammenfassung von "Anmerkung zum Urteil des BGH vom 07.11.2006, Az.: VI ZR 206/05 (Delegation der Aufklärung und Vertrauensgrundsatz)" von Dr. Albrecht W. Bender, original erschienen in: MedR 2007, 170 - 172.

  • Jurion (Literaturhinweis: Aufsatz mit Bezug zur Entscheidung)

    Zusammenfassung von "Verschärfung der ärztlichen Aufklärungspflicht durch den BGH" von RiOLG a.D. RAin Helga Strücker-Pitz, original erschienen in: VersR 2008, 752 - 756.

Verfahrensgang

Papierfundstellen

  • BGHZ 169, 364
  • NJW-RR 2007, 310
  • MDR 2007, 523
  • VersR 2007, 209



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Wird zitiert von ... (31)  

  • OLG München, 21.12.2017 - 1 U 454/17

    Pflicht des Arztes zur Erörterung der Frage der Fortsetzung oder Beendigung einer

    Der Beklagte kann sich nicht auf einen unvermeidbaren Rechtsirrtum (vgl. BGH, Urt. v. 07.11.2006 - VI ZR 206/05, juris-Rn. 8; im Strafrecht: § 17 Satz 1 StGB) berufen, weil die für den vorliegenden Fall relevante Rechtsfrage jedenfalls mit Einführung der Erörterungspflicht über die medizinisch indizierte Maßnahme zwischen Arzt und Betreuer des Patienten in § 1901b Abs. 1 BGB geklärt war.
  • BAG, 21.12.2017 - 8 AZR 853/16

    Haftung des Arbeitgebers für Impfschäden

    Dies gilt auch für § 630e BGB, mit dem die Pflicht des Behandelnden zur sogenannten Eingriffs- und Risikoaufklärung (Selbstbestimmungsaufklärung) festgeschrieben und die hierzu bestehende gefestigte Rechtsprechung nachgezeichnet wurde (vgl. BT-Drs. 17/10488 S. 24; zur Aufklärungspflicht des behandelnden Arztes vgl. etwa BGH 7. November 2006 - VI ZR 206/05 - Rn. 7, BGHZ 169, 364) .
  • BGH, 22.12.2010 - 3 StR 239/10

    Urteil im "Zitronensaftfall" aufgehoben

    Sofern er sie auf einen anderen Arzt delegiert, muss er deren ordnungsgemäße Erfüllung sicherstellen, sei es durch ein Gespräch mit dem Patienten oder durch Überprüfung der schriftlichen Erklärung in den Krankenakten (vgl. BGH, Urteil vom 7. November 2007 - VI ZR 206/05, BGHZ 168, 364 = NJW-RR 2007, 310; Ulsenheimer, Arztstrafrecht in der Praxis, 4. Auflage 2008, Teil I § 1 Rn. 104a, Seite 148 und Rn. 106 aE, Seite 151).
  • BGH, 29.01.2019 - VI ZR 117/18

    Schadensersatz wegen angeblicher Behandlungs- und Aufklärungsfehler im

    Die wirksame Einwilligung des Patienten setzt dabei dessen ordnungsgemäße Aufklärung voraus (vgl. nur Senatsurteile vom 11. Oktober 2016 - VI ZR 462/15, NJW-RR 2017, 533 Rn. 8; vom 30. September 2014 - VI ZR 443/13, NJW 2015, 74 Rn. 6; vom 7. November 2006 - VI ZR 206/05, BGHZ 169, 364 Rn. 7; vom 14. März 2006 - VI ZR 279/04, BGHZ 166, 336 Rn. 6; jetzt § 630d BGB).
  • BGH, 30.09.2014 - VI ZR 443/13

    Arzthaftungsprozess: Erneute persönliche Anhörung des Patienten zur Frage des

    Richtig ist auch, dass eine wirksame Einwilligung des Patienten dessen ordnungsgemäße Aufklärung voraussetzt (vgl. Senatsurteil vom 7. November 2006 - VI ZR 206/05, BGHZ 169, 364 Rn. 7).
  • BGH, 11.10.2016 - VI ZR 462/15

    Arzt- und Krankenhaushaftung: Reichweite der Aufklärungspflicht hinsichtlich der

    Richtig ist auch, dass eine wirksame Einwilligung des Patienten dessen ordnungsgemäße Aufklärung voraussetzt (vgl. Senatsurteil vom 30. September 2014 - VI ZR 443/13, VersR 2015, 196 Rn. 6; vom 7. November 2006 - VI ZR 206/05, BGHZ 169, 364 Rn. 7) und dass der aufklärungspflichtige Arzt nachzuweisen hat, dass er die von ihm geschuldete Aufklärung erbracht hat (Senatsurteil vom 28. Januar 2014 - VI ZR 143/13, VersR 2014, 588 Rn. 11).
  • OLG Karlsruhe, 29.01.2014 - 7 U 163/12

    Arzthaftung: Voraussetzung für eine Übertragung der ärztlichen Eingriffs- und

    Das Landgericht hat nicht verkannt, dass die Aufklärung des Patienten eine ärztliche Aufgabe ist, die zwar grundsätzlich auf einen anderen Arzt (BGH, NJW-RR 2007, 310 f.), aber nicht auf andere Hilfspersonen übertragen werden kann (vgl. nur BGH, NJW 1974, 604, 605; OLG Karlsruhe [13. Zivilsenat], NJW-RR 1998, 459, 461).

    Dementsprechend kann sich der behandelnde Arzt bei einer fehlerhaften Aufklärung durch einen nachgeordneten Kollegen auch nur dann entlasten, wenn kein Anlass zu Zweifeln an der Qualifikation des beauftragten Arztes besteht und die ordnungsgemäße Durchführung der Aufklärung durch klare, stichprobenweise kontrollierte Organisationsanweisungen sichergestellt wird (vgl. BGH, NJW-RR 2007, 310, 311 und Senat, OLGR 2006, 617, 619).

    Unerheblich ist ferner, ob die Beklagten Ziff. 1 und 3 die ordnungsgemäße Durchführung der Aufklärung durch klare, stichprobenweise kontrollierte Organisationsanweisungen sichergestellt hatten (vgl. dazu etwa BGH, NJW-RR 2007, 310, 311 und Senat, OLGR 2006, 617, 619 f.).

  • OLG Jena, 23.07.2015 - 4 U 18/14

    Taubheit im Bein nach Hüftprothesenoperation: 40.000 EUR Schmerzensgeld

    a) Eine wirksame Einwilligung des Patienten setzt dessen ordnungsgemäße Aufklärung voraussetzt (BGH Urteile vom 7. November 2006 - VI ZR 206/05, BGHZ 169, 364 Rn. 7; vom 30. September 2014 - VI ZR 443/13 -, juris Rn. 6 ff.).

    a) Ein Chefarzt, der die Risikoaufklärung eines Patienten einem nachgeordneten Arzt überträgt, muss darlegen, welche organisatorischen Maßnahmen er ergriffen hat, um eine ordnungsgemäße Aufklärung sicherzustellen (vgl. BGHZ 169, 364 = VersR 2007, 209 m. w. N.).

    Soweit er als behandelnder Arzt entschuldbar eine wirksame Einwilligung des Patienten angenommen hat, kann zwar seine Haftung für nachteilige Folgen der Behandlung nicht wegen fehlender Rechtswidrigkeit seines Verhaltens, möglicherweise aber mangels Verschuldens entfallen (BGH Urteil vom 07. November 2006 - VI ZR 206/05 -, BGHZ 169, 364-369 er 1975 - VI ZR 232/73 - Urteil vom 23. September NJW 1976, 41, 42; vom 26. Mai 1987 - VI ZR 157/86 - VersR 1987, 1133).

    Zu den Pflichten eines Chefarztes gehört es nämlich, für eine ordnungsgemäße Aufklärung der Patienten seiner Klinik zu sorgen (BGHZ 116, 379, 386 und BGH Urt. vom 14. Juli 1957 - VI ZR 45/54 - VersR 1954, 496, 497; Senatsbeschluss vom 29. Januar 1985 - VI ZR 92/84 - VersR 1985, 598, 599; BGH, Urteil vom 07. November 2006 - VI ZR 206/05 -, BGHZ 169, 364-369; Geiß/Greiner, Arzthaftpflichtrecht, 7. Aufl., Rn. 108 f.).

    Dazu gehört zum einen die Angabe, welche Maßnahmen organisatorischer Art er getroffen hat, um eine ordnungsgemäße Aufklärung durch den nichtoperierenden Arzt sicherzustellen, und zum anderen die Darlegung, ob und gegebenenfalls welche Maßnahmen er ergriffen hat, um die ordnungsgemäße Umsetzung der von ihm erteilten Aufklärungsanweisungen zu überwachen (BGH, Urteil vom 07. November 2006 - VI ZR 206/05 -, BGHZ 169, 364-369).

  • OLG Naumburg, 14.09.2004 - 1 U 97/03

    Haftungsverteilung bei kooperierenden Ärzten im Zusammenhang mit einer ambulanten

    BGH VI ZR 206/05 vom 7. November 2006 Thöns.
  • OLG Brandenburg, 08.12.2010 - 3 U 145/09

    Unerlaubte Handlung: Schadenersatz wegen des Ausbaus von Einrichtungen einer

    Sie kann zum anderen aber auch auf einer Fehlvorstellung über einen Rechtfertigungsgrund liefernde Tatsachen beruhen, die als Erlaubnistatbestandirrtum entsprechend § 16 StGB zu beurteilen ist (s. zusammenfassend OLG Düsseldorf, Urt. v. 5.8.2009, I-15 U 100/08, zit. n. Juris, dort Rn. 30ff mit Nachw.; vgl. auch OLG Schleswig OLGR 2008, 730; im Ergebnis auch BGH, NJW-RR 2007, 310).

    Eine Haftung wegen Fahrlässigkeit entfällt nur dann, wenn der Tatsachenirrtum unvermeidlich war (vgl. BGH, NJW-RR 2007, S. 310; OLG Düsseldorf, aaO; OLG Schleswig, aaO).

  • BSG, 17.09.1986 - 3 RK 5/86

    Zur Notwendigkeit einer Klingelleuchte als Hilfsmittel

  • OLG Düsseldorf, 05.08.2009 - 15 U 100/08

    Haftung des nicht wirksam beauftragten Werkunternehmers für Schäden am Eigentum

  • OLG Naumburg, 24.03.2017 - 1 U 109/16

    Arzthaftung: Gesamtschuldnerisches Innenverhältnis zwischen einem

  • OLG Saarbrücken, 30.01.2014 - 4 U 49/13

    Haftung des Geschäftsführers einer GmbH wegen fahrlässiger Veräußerung von

  • OLG Düsseldorf, 20.08.2009 - 15 U 100/08

    Haftung des nicht wirksam beauftragten Werkunternehmers für Schäden am Eigentum

  • OLG Koblenz, 12.02.2009 - 5 U 927/06
  • KG, 13.03.2017 - 20 U 238/15

    Arzt- und Krankenhaushaftung: Aufklärungspflichtverletzung bezüglich alternativer

  • OLG Koblenz, 23.09.2015 - 5 U 603/15
  • OLG Hamm, 24.02.2010 - 3 U 7/09

    Schmerzensgeld auf Grund eines Behandlungsfehlers anlässlich einer stationären

  • LG Nürnberg-Fürth, 17.12.2015 - 4 O 7000/11

    Schadensersatz wegen Behandlungs- und Aufklärungsfehlern im Zusammenhang mit

  • OLG Frankfurt, 29.04.2016 - 13 U 106/13

    Berechtigter mittelbarer Besitz als geschütztes Recht iSv § 823 Abs. 1 BGB;

  • OLG Frankfurt, 15.08.2017 - 8 U 102/15
  • OLG Naumburg, 10.05.2010 - 1 U 97/09

    Arzt- und Krankenhaushaftung: Behandlungsfehler im Zusammenhang mit einer

  • OLG Koblenz, 09.04.2009 - 5 U 621/08

    Umfang der ärztlichen Aufklärung bei einem Wahleingriff

  • OLG Karlsruhe, 09.04.2014 - 7 U 121/13

    Ärztliche Aufklärung gegenüber einem Ausländer

  • LG Bielefeld, 02.05.2014 - 4 O 449/08

    Schadensersatzgewährung aufgrund einer zahnärztlichen Fehlbehandlung; Alleinige

  • OLG Brandenburg, 17.07.2008 - 12 U 221/07
  • LG Bochum, 25.07.2012 - 6 O 47/10

    Schadensersatz im Zusammenhang mit Operationen an Augen

  • OLG Koblenz, 02.07.2012 - 5 U 148/12

    Anforderungen an die ärztliche Risikoaufklärung vor einer Tympanoplastik

  • OLG Zweibrücken, 10.11.2009 - 5 U 27/08

    Haftung eines Hals-Nasen-Ohrenarztes: Grober Behandlungsfehler bei einer

  • OLG Koblenz, 12.09.2017 - 5 U 749/17

    Verjährung

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