Rechtsprechung
   BGH, 28.10.2008 - VI ZR 307/07   

Volltextveröffentlichungen (16)

  • bundesgerichtshof.de PDF
  • Telemedicus

    Bildberichterstattung über den Strafvollzug eines prominenten Gefängnisinsassen

  • Judicialis
  • Kanzlei Prof. Schweizer

    GG Art. 5 Abs. 1, 2 Abs. 1, EMRK Art. 8, 10, §§ 22, 23 KUG
    Bildberichterstattung über den Strafvollzug bei einem bekannten Filmschauspieler

  • stroemer.de

    Haftausgang

  • Jurion

    Gestattung einer Bildberichterstattung über den Strafvollzug bei einem bekannten Filmschauspieler ohne dessen Einwilligung aufgrund des Bedürfnisses nach demokratischer Kontrolle der Strafvollstreckungsbehörden; Beurteilung der Zulässigkeit der Veröffentlichung von Bildnissen aus dem Bereich der Zeitgeschichte nach dem abgestuften Schutzkonzept des Kunst-Urhebergesetzes (KUG); Bestimmung des Zeitgeschehens vom Informationsinteresse der Öffentlichkeit her; Begrenzung des Einbruchs in die persönliche Sphäre des Abgebildeten durch den Grundsatz der Verhältnismäßigkeit; Bestimmung der Grenze für das berechtigte Informationsinteresse der Öffentlichkeit an der aktuellen Berichterstattung unter Berücksichtigung der jeweiligen Umstände des Einzelfalls; Abwägung der Presse- und Informationsfreiheit mit dem allgemeinen Persönlichkeitsrecht des Abgebildeten

  • die-abmahnung.info

    BGH - Karsten Speck Urteil - Bildberichterstattung über Strafvollzug ohne Einwilligung zulässig

  • rechtambild.de

    Bildberichterstattung über Strafvollzug eines bekannten Schauspielers

  • nwb

    GG Art. 2 Abs. 1, Art. 5 Abs. 1; EMRK Art. 8, Art. 10; KUG § 22, § 23
    Gekürzte Pendlerpauschale verfassungswidrig

  • debier datenbank(Leitsatz frei, Volltext 2,50 €)

    Art. 8, 10 EMRK

  • rechtsportal.de(Abodienst, kostenloses Probeabo)

    Zulässigkeit der Bildberichterstattung über Besonderheiten des Strafvollzuges bei einem bekannten Filmschauspieler

  • ibr-online(Abodienst, kostenloses Probeabo, Leitsatz frei)

    Urheberrecht - Bildberichterstattung über Strafvollzug bei Schauspieler

  • juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)

Kurzfassungen/Presse (15)

  • bundesgerichtshof.de (Pressemitteilung)

    Bilder vom Haftausgang von Karsten Speck durften veröffentlicht werden

  • IWW (Pressemitteilung)

    Bilder vom Haftausgang von Karsten Speck

  • MIR - Medien Internet und Recht (Kurzmitteilung)

    Presse als "öffentlicher Wachhund" - Bilder vom Haftausgang von Karsten Speck durften veröffentlicht werden

  • internetrecht-infos.de (Pressemitteilung)

    Bilder vom Haftausgang von Karsten Speck durften veröffentlicht werden

  • drbuecker.de (Pressemitteilung)

    Karsten Specks Bilder vom Freigang durften veröffentlicht werden

  • Kanzlei Prof. Schweizer (Kurzinformation)

    Bildberichterstattung über den Strafvollzug bei einem bekannten Filmschauspieler

  • wkdis.de (Pressemitteilung)

    Karsten Speck - Bilder vom Haftausgang durften veröffentlicht werden

  • titelschutzanzeiger.de (Pressemeldung)

    BILD durfte Fotos von Karsten Speck veröffentlichen

  • lempe-kessler.com (Kurzinformation)

    Veröffentlichung von Fotografien vom Haftausgang des Karsten Speck zulässig

  • dr-bahr.com (Pressemitteilung)

    Bilder vom Haftausgang von Karsten Speck durften veröffentlicht werden

  • presserecht-aktuell.de (Kurzinformation)

    Bild gewinnt vor BGH: Bilder eines Haftausgangs dürfen veröffentlicht werden

  • lampmann-behn.de (Kurzinformation)

    Bilder von Karsten Specks Haftentlassung dürfen veröffentlicht werden

  • nennen.de (Kurzinformation)

    BILD-Fotos von Karsten Speck beim Verlassen des Gefängnisses rechtens

  • it-recht-kanzlei.de (Pressemitteilung)

    Bilder vom Haftausgang von Karsten Speck durften veröffentlicht werden

  • 123recht.net (Pressebericht, 28.10.2008)

    Fotos von Karsten Speck bei Verlassen von Gefängnis zulässig // BGH verweist auf "Wachhundfunktion" der Presse

Besprechungen u.ä.

  • uni-marburg.de PDF (Entscheidungsbesprechung)

    Art. 5 I GG; Art. 8, 10 EMRK; §§ 22, 23 KUG
    Bildberichterstattung über Strafvollzug bei bekanntem Filmschauspieler - Karsten Speck (Prof. Dr. Georgios Gounalakis)

In Nachschlagewerken

  • Wikipedia (Wikipedia-Eintrag mit Bezug zur Entscheidung)

    Karsten Speck

Verfahrensgang

Zeitschriftenfundstellen

  • BGHZ 178, 213
  • NJW 2009, 757
  • MDR 2009, 204
  • GRUR 2009, 150
  • VersR 2009, 268
  • ZUM 2009, 148
  • afp 2009, 51



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Wird zitiert von ... (59)  

  • BGH, 09.02.2010 - VI ZR 243/08  

    Sedlmayr-Mord bei SpOn - Namensnennung in Pressearchiven

    Denn wer den Rechtsfrieden bricht und durch diese Tat und ihre Folgen Mitmenschen angreift oder verletzt, muss sich nicht nur den hierfür verhängten strafrechtlichen Sanktionen beugen, sondern er muss auch dulden, dass das von ihm selbst erregte Informationsinteresse der Öffentlichkeit auf den dafür üblichen Wegen befriedigt wird (vgl. BVerfGE 35, 202, 231 f.; BVerfG AfP 2009, 365 Rn. 19; vgl. auch Senatsurteile BGHZ 143, 199, 204; 178, 213 Rn. 22 f.; vom 15. November 2005 - VI ZR 286/04 - VersR 2006, 274 Rn. 14).

    a) Nach der gefestigten Rechtsprechung des erkennenden Senats ist die Zulässigkeit von Bildveröffentlichungen nach dem abgestuften Schutzkonzept der §§ 22, 23 KUG zu beurteilen (vgl. Senatsurteile BGHZ 171, 275; 178, 213; 180, 114; vom 19. Juni 2007 - VI ZR 12/06 - VersR 2007, 1135; vom 3. Juli 2007 - VI ZR 164/06 - VersR 2007, 1283; vom 24. Juni 2008 - VI ZR 156/06 - VersR 2008, 1268; vom 1. Juli 2008 - VI ZR 67/08 - VersR 2008, 1411 und - VI ZR 243/06 - VersR 2008, 1506; vom 14. Oktober 2008 - VI ZR 256/06 - VersR 2009, 76 und - VI ZR 272/06 - VersR 2009, 78 sowie - VI ZR 271/06 - VersR 2009, 513 und - VI ZR 260/06 - VersR 2009, 511; vgl. auch BGH, Urteil vom 11. März 2009 - I ZR 8/07 - NJW 2009, 3032), das sowohl mit verfassungsrechtlichen Vorgaben (vgl. BVerfG, NJW 2008, 1793, 1798 f.) als auch mit der Rechtsprechung des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte (nachfolgend: EGMR) im Einklang steht (vgl. EGMR, NJW 2004, 2647 und NJW 2006, 591).

    Dabei ist der Beurteilung ein normativer Maßstab zu Grunde zu legen, welcher die Pressefreiheit und zugleich den Schutz der Persönlichkeit und ihrer Privatsphäre ausreichend berücksichtigt (Senatsurteile BGHZ 178, 213 Rn. 10; vom 6. März 2007 - VI ZR 51/06 - VersR 2007, 957, 958 m.w.N.; vom 19. Juni 2007 - VI ZR 12/06 - VersR 2007, 1135, 1136 und vom 1. Juli 2008 - VI ZR 67/08 - aaO, S. 1412 f.; BVerfG NJW 2000, 1021 Rn. 87 f.).

    Vielmehr wird der Einbruch in die persönliche Sphäre des Abgebildeten durch den Grundsatz der Verhältnismäßigkeit begrenzt (auch hierzu Senatsurteile BGHZ 178, 213 Rn. 14; 180, 114 Rn. 10; vom 1. Juli 2008 - VI ZR 67/08 - aaO, S. 1412 und - VI ZR 243/06 - aaO, S. 1506 f., jeweils m.w.N.).

    Denn auch eine solche Berichterstattung greift in das Recht des abgebildeten Straftäters auf Schutz seiner Persönlichkeit und Achtung seines Privatlebens ein, weil sie sein Fehlverhalten öffentlich bekannt macht und seine Person in den Augen der Adressaten von vornherein negativ qualifiziert (vgl. BGHZ 178, 213 Rn. 22, 33 m.w.N.).

    Auch ist bedeutsam, in welcher Situation der Betroffene erfasst und wie er dargestellt wird (vgl. BGHZ 178, 213 Rn. 24; BVerfG NJW 2008, 1793, 1796 Rn. 65).

    Die Veröffentlichung kontextbezogener Fotos ist als Visualisierung des berichteten Ereignisses aber regelmäßig zulässig (vgl. Senatsurteil BGHZ 178, 213 Rn. 39; BVerfG, NJW 2001, 1921, 1925).

  • BGH, 08.05.2012 - VI ZR 217/08  

    Internationale Zuständigkeit bei Persönlichkeitsrechtsverletzungen durch

    Denn wer den Rechtsfrieden bricht und durch diese Tat und ihre Folgen Mitmenschen angreift oder verletzt, muss sich nicht nur den hierfür verhängten strafrechtlichen Sanktionen beugen, sondern er muss auch dulden, dass das von ihm selbst erregte Informationsinteresse der Öffentlichkeit auf den dafür üblichen Wegen befriedigt wird (vgl. BVerfGE 35, 202, 231 f.; BVerfG, AfP 2009, 365 Rn. 19; vgl. auch Senatsurteile vom 7. Dezember 1999 - VI ZR 51/99, BGHZ 143, 199, 204; vom 28. Oktober 2008 - VI ZR 307/07, BGHZ 178, 213 Rn. 22 f.; vom 15. November 2005 - VI ZR 286/04, VersR 2006, 274 Rn. 14).
  • BGH, 07.06.2011 - VI ZR 108/10  

    Bildveröffentlichung und sitzungspolizeiliche Verfügung

    Die erforderliche Abwägung kann der Senat selbst vornehmen, weil keine weiteren Tatsachenfeststellungen erforderlich sind (vgl. Senatsurteil vom 28. Oktober 2008 - VI ZR 307/07, BGHZ 178, 213 Rn. 11).

    a) Zugunsten des Persönlichkeitsschutzes ist zu berücksichtigen, dass die den Täter identifizierende Bildberichterstattung über eine Straftat einen erheblichen Eingriff in die Persönlichkeitssphäre des Betroffenen darstellt, weil auch hierdurch sein Fehlverhalten öffentlich bekannt gemacht und seine Person in den Augen des Publikums negativ qualifiziert wird (vgl. Senatsurteile vom 28. Oktober 2008 - VI ZR 307/07, aaO, Rn. 33; vom 15. Dezember 2009 - VI ZR 227/08, BGHZ 183, 353 Rn. 10; BVerfGE 35, 202, 226; BVerfG, NJW 2009, 3357 Rn. 15).

    Auch das Resozialisierungsinteresse und das Recht des Täters, "alleine gelassen zu werden", steht der aktuellen identifizierenden Berichterstattung nicht entgegen, weil es nach Befriedigung des aktuellen Informationsbedürfnisses der Öffentlichkeit erst mit zeitlicher Distanz zur Straftat und zum Strafverfahren zunehmende Bedeutung gewinnt (vgl. Senatsurteile vom 28. Oktober 2008 - VI ZR 307/07, aaO, Rn. 23; vom 15. Dezember 2009 - VI ZR 227/08, aaO, Rn. 16; vom 9. Februar 2010 - VI ZR 243/08, aaO, Rn. 19; vom 20. April 2010 - VI ZR 245/08, NJW 2010, 2728 Rn. 17; BVerfGE 35, 202, 233; BVerfG, NJW 2000, 1859, 1860; NJW 2009, 3357 Rn. 21; Beater, Medienrecht, 2007, Rn. 1336; Wenzel/von Strobl-Albeg, Recht der Wort- und Bildberichterstattung, 5. Aufl., Kap. 8 Rn. 85).

    Zutreffend ist zwar der rechtliche Ausgangspunkt des Berufungsgerichts, wonach für die Gewichtung der Belange des Persönlichkeitsschutzes auch die Umstände in die Beurteilung einzubeziehen sind, unter denen die Aufnahme entstanden ist (vgl. Senatsurteile vom 28. Oktober 2008 - VI ZR 307/07, aaO, Rn. 24; vom 9. Februar 2010 - VI ZR 243/08, aaO, Rn. 35).

    Die Beeinträchtigung des Persönlichkeitsrechts wiegt schwerer, wenn der Betroffene die berechtigte Erwartung haben durfte, in der konkreten Situation nicht abgebildet zu werden (vgl. Senatsurteile vom 1. Juli 2008 - VI ZR 243/06, aaO, Rn. 24 und - VI ZR 67/08, aaO, Rn. 24; vom 28. Oktober 2008 - VI ZR 307/07, aaO; BVerfGE 120, 180, 207).

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