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   BGH, 17.12.2019 - VI ZR 504/18   

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https://dejure.org/2019,50337
BGH, 17.12.2019 - VI ZR 504/18 (https://dejure.org/2019,50337)
BGH, Entscheidung vom 17.12.2019 - VI ZR 504/18 (https://dejure.org/2019,50337)
BGH, Entscheidung vom 17. Dezember 2019 - VI ZR 504/18 (https://dejure.org/2019,50337)
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Volltextveröffentlichungen (12)

  • IWW
  • rewis.io

    Zulässigkeit einer identifizierenden Bildberichterstattung über unzulässiges Wohnungsvermietungsmodell in Großstadt

  • ra.de
  • degruyter.com(kostenpflichtig, erste Seite frei)

    Zulässige Bildberichterstattung über gemeinschädliches Verhalten

  • degruyter.com(kostenpflichtig, erste Seite frei)
  • rechtsportal.de(Abodienst, kostenloses Probeabo)
  • rechtsportal.de

    Anspruch auf Unterlassung einer identifizierenden Bildberichterstattung über ein gerichtlichen Verfahrens (hier: Untervermietung von Häusern und Wohnungen in München an Medizintouristen); Bedeutung des Informationswerts der Berichterstattung für die Interessenabwägung

  • datenbank.nwb.de
  • juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)

Kurzfassungen/Presse (5)

  • beckmannundnorda.de (Kurzinformation)

    Zur Zulässigkeit einer identifizierenden Bildberichterstattung über ein verwaltungsgerichtliches Verfahren bei erheblichem Informationsinteresse der Öffenlichkeit

  • lto.de (Kurzinformation)

    Bild-Zeitung gewinnt vor dem BGH: Fotos von Münchner Miethaien durften abgedruckt werden

  • anwaltonline.com(Abodienst, kostenloses Probeabo) (Kurzinformation)

    Zulässigkeit einer identifizierenden Bildberichterstattung über unzulässiges Wohnungsvermietungsmodell ...

  • Wolters Kluwer (Kurzinformation)

    Zulässigkeit von identifizierenden Bildberichterstattungen über eine rechtswidrige Untervermietung

  • kostenlose-urteile.de (Kurzmitteilung)

    Zulässige identifizierende Bildberichterstattung über öffentlich unbekannte Person bei rechtswidriger Untervermietung an Medizintouristen - Berichterstattung über verwaltungsgerichtliches Verfahren gegen Person steht im öffentlichen Interesse

Verfahrensgang

Papierfundstellen

  • NJW 2020, 2032
  • MDR 2020, 411
  • GRUR 2020, 555
  • VersR 2020, 429
  • ZUM 2020, 468
  • afp 2020, 137
 
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Wird zitiert von ... (15)

  • BGH, 29.09.2020 - VI ZR 449/19

    "Fahndung" der Bildzeitung war erlaubt

    b) Im Rahmen einer Presseberichterstattung beurteilt sich die Zulässigkeit einer Bildveröffentlichung nach dem abgestuften Schutzkonzept der §§ 22, 23 KUG (vgl. Senat, Urteile vom 17. Dezember 2019 - VI ZR 249/18, AfP 2020, 143 Rn. 39; vom 17. Dezember 2019 - VI ZR 504/18, NJW 2020, 2032 Rn. 10; vom 18. Juni 2019 - VI ZR 80/18, BGHZ 222, 196 Rn. 30; vom 6. Februar 2018 - VI ZR 76/17, NJW 2018, 1820 Rn. 10; jeweils mwN).

    Eine Bedürfnisprüfung, ob eine Bebilderung veranlasst war, findet nicht statt (vgl. Senat, Urteile vom 17. Dezember 2019 - VI ZR 249/18, AfP 2020, 143 Rn. 40 f.; vom 17. Dezember 2019 - VI ZR 504/18, NJW 2020, 2032 Rn. 12, 20; vom 18. Juni 2019 - VI ZR 80/18, BGHZ 222, 196 Rn. 31; vom 6. Februar 2018 - VI ZR 76/17, NJW 2018, 1820 Rn. 10, 12 ff.; jeweils mwN).

    Entscheidend ist insbesondere, ob die Medien im konkreten Fall eine Angelegenheit von öffentlichem Interesse ernsthaft und sachbezogen erörtern, damit den Informationsanspruch des Publikums erfüllen und zur Bildung der öffentlichen Meinung beitragen, oder ob sie - ohne Bezug zu einem zeitgeschichtlichen Ereignis - lediglich die Neugier der Leser befriedigen (vgl. Senat, Urteile vom 17. Dezember 2019 - VI ZR 249/18, AfP 2020, 143 Rn. 42; vom 17. Dezember 2019 - VI ZR 504/18, NJW 2020, 2032 Rn. 13; vom 18. Juni 2019 - VI ZR 80/18, BGHZ 222, 196 Rn. 32; vom 6. Februar 2018 - VI ZR 76/17, NJW 2018, 1820 Rn. 15 ff.; jeweils mwN).

    Umgekehrt wiegt der Schutz der Persönlichkeit des Betroffenen desto schwerer, je geringer der Informationswert für die Allgemeinheit ist (vgl. Senat, Urteile vom 17. Dezember 2019 - VI ZR 504/18, NJW 2020, 2032 Rn. 14; vom 6. Februar 2018 - VI ZR 76/17, NJW 2018, 1820 Rn. 17; vom 28. Oktober 2008 - VI ZR 307/07, BGHZ 178, 213 Rn. 18; jeweils mwN).

    Wo konkret die Grenze für das Informationsinteresse an der aktuellen Berichterstattung zu ziehen ist, lässt sich nur unter Berücksichtigung der jeweiligen Umstände des Einzelfalls entscheiden (vgl. Senat, Urteil vom 17. Dezember 2019 - VI ZR 504/18, NJW 2020, 2032 Rn. 15 mwN).

  • BGH, 07.07.2020 - VI ZR 246/19

    Rechtsstreit um die Zulässigkeit einer Wort- und Bildberichterstattung über ein

    Bei der Gewichtung des Interesses der Öffentlichkeit an dieser Information ist zudem zu berücksichtigen, dass der angegriffene Artikel sie im Streitfall mit dem Bericht über ein konkretes gerichtliches Verfahren verbindet und bei der Berichterstattung über ein Gerichtsverfahren der jeweilige Gegenstand des Verfahrens von maßgeblicher Bedeutung ist (vgl . Senatsurteil vom 17. Dezember 2019 - VI ZR 504/18, VersR 2020, 429 Rn. 15 ff.; BVerfG, NJW 2017, 1376 Rn. 19; von Strobl-Albeg in Wenzel, Das Recht der Wort- und Bildberichterstattung, 6. Aufl., Kap. 7 Rn. 96).
  • BGH, 07.07.2020 - VI ZR 250/19

    Rechtsstreit um die Zulässigkeit einer Wort- und Bildberichterstattung über ein

    Bei der Gewichtung des Interesses der Öffentlichkeit an dieser Information ist zudem zu berücksichtigen, dass der angegriffene Artikel sie im Streitfall mit dem Bericht über ein konkretes gerichtliches Verfahren verbindet und bei der Berichterstattung über ein Gerichtsverfahren der jeweilige Gegenstand des Verfahrens von maßgeblicher Bedeutung ist (vgl . Senatsurteil vom 17. Dezember 2019 - VI ZR 504/18, VersR 2020, 429 Rn. 15 ff.; BVerfG, NJW 2017, 1376 Rn. 19; von Strobl-Albeg in Wenzel, Das Recht der Wort- und Bildberichterstattung, 6. Aufl., Kap. 7 Rn. 96).
  • BGH, 09.03.2021 - VI ZR 73/20

    Zu der Frage, ob über einen Plagiator namentlich berichtet werden darf /

    Denn die den Plagiator identifizierende Berichterstattung über einen Plagiatsfall und damit im Zusammenhang stehende Verfahren beeinträchtigt seinen guten Ruf, weil sie sein mögliches wissenschaftliches Fehlverhalten öffentlich bekannt macht und seine Person in den Augen der Adressaten negativ qualifiziert (vgl. zum Schutzgut des öffentlichen Ansehens als Ausprägung des allgemeinen Persönlichkeitsrechts etwa BVerfG, NJW 2012, 1500 Rn. 37; ferner Senatsurteil vom 17. Dezember 2019 - VI ZR 504/18, NJW 2020, 2032 Rn. 19 [Bildberichterstattung]).
  • BGH, 29.09.2020 - VI ZR 445/19

    Zulässigkeit einer identifizierenden Bildberichterstattung im Zusammenhang mit

    b) Im Rahmen einer Presseberichterstattung beurteilt sich die Zulässigkeit einer Bildveröffentlichung nach dem abgestuften Schutzkonzept der §§ 22, 23 KUG (vgl. Senat, Urteile vom 17. Dezember 2019 - VI ZR 249/18, AfP 2020, 143 Rn. 39; vom 17. Dezember 2019 - VI ZR 504/18, NJW 2020, 2032 Rn. 10; vom 18. Juni 2019 - VI ZR 80/18, BGHZ 222, 196 Rn. 30; vom 6. Februar 2018 - VI ZR 76/17, NJW 2018, 1820 Rn. 10; jeweils mwN).

    Eine Bedürfnisprüfung, ob eine Bebilderung veranlasst war, findet nicht statt (vgl. Senat, Urteile vom 17. Dezember 2019 - VI ZR 249/18, AfP 2020, 143 Rn. 40 f.; vom 17. Dezember 2019 - VI ZR 504/18, NJW 2020, 2032 Rn. 12, 20; vom 18. Juni 2019 - VI ZR 80/18, BGHZ 222, 196 Rn. 31; vom 6. Februar 2018 - VI ZR 76/17, NJW 2018, 1820 Rn. 10, 12 ff.; jeweils mwN).

    Entscheidend ist insbesondere, ob die Medien im konkreten Fall eine Angelegenheit von öffentlichem Interesse ernsthaft und sachbezogen erörtern, damit den Informationsanspruch des Publikums erfüllen und zur Bildung der öffentlichen Meinung beitragen, oder ob sie - ohne Bezug zu einem zeitgeschichtlichen Ereignis - lediglich die Neugier der Leser befriedigen (vgl. Senat, Urteile vom 17. Dezember 2019 - VI ZR 249/18, AfP 2020, 143 Rn. 42; vom 17. Dezember 2019 - VI ZR 504/18, NJW 2020, 2032 Rn. 13; vom 18. Juni 2019 - VI ZR 80/18, BGHZ 222, 196 Rn. 32; vom 6. Februar 2018 - VI ZR 76/17, NJW 2018, 1820 Rn. 15 ff.; jeweils mwN).

    Umgekehrt wiegt der Schutz der Persönlichkeit des Betroffenen desto schwerer, je geringer der Informationswert für die Allgemeinheit ist (vgl. Senat, Urteile vom 17. Dezember 2019 - VI ZR 504/18, NJW 2020, 2032 Rn. 14; vom 6. Februar 2018 - VI ZR 76/17, NJW 2018, 1820 Rn. 17; vom 28. Oktober 2008 - VI ZR 307/07, BGHZ 178, 213 Rn. 18; jeweils mwN).

    Wo konkret die Grenze für das Informationsinteresse an der aktuellen Berichterstattung zu ziehen ist, lässt sich nur unter Berücksichtigung der jeweiligen Umstände des Einzelfalls entscheiden (vgl. Senat, Urteil vom 17. Dezember 2019 - VI ZR 504/18, NJW 2020, 2032 Rn. 15 mwN).

  • OLG Köln, 12.11.2020 - 15 U 112/20

    Identifizierende Berichterstattung über sog. "Miethaie" zulässig?

    Dies ist bei einer Berichterstattung über vermeintliche Straftaten eindeutig (st. Rspr., vgl. etwa BGH v. 17.12.2019 - VI ZR 504/18, NJW 2020, 2032 Rn. 15), gilt aber auch bei einem Vorwurf etwaigen sonstigen rechtswidrigen oder nur moralisch fragwürdigen Verhaltens (so zuletzt etwa auch Senat v. 15.10.2020 - 15 W 52/20, n.v.) und somit auch hier.

    Geht es hingegen - wie hier (siehe oben) - aber nicht um strafrechtliche Fragen, gilt das mangels Eingreifens der Unschuldsvermutung nicht (BGH v. 17.12.2019 - VI ZR 504/18, NJW 2020, 2032 Rn. 19).

    Soweit die Verfügungskläger allerdings - u.a. mit Blick auf die Überlegungen von Soehring , in Soehring/Hoene, PresseR, 6. Aufl. 2019, § 17 Rn. 1- 18 und OLG Frankfurt v. 07.01.2016 - 16 W 63/15, GRUR-RS 2016, 856 Rn. 28 eine Art "Bedürfnisprüfung" vorzunehmen suchen, ob nicht zur Befriedigung des öffentlichen Interesses auch ohne Identifizierung über das Gesamtgeschehen hätte berichtet werden können, geht das nach der ständigen Rechtsprechung fehl (gegen eine Bedürfnisprüfung bei der Bildberichterstattung etwa auch BGH v. 09.04.2019 - VI ZR 533/17, GRUR 2019, 866 Rn. 10; v. 18.06.2019 - VI ZR 80/18, NJ W 2020, 45 Rn. 31; v. 17.12.2019 - VI ZR 504/18, NJW 2020, 2032 Rn. 20).

    (a) Handelt es sich primär um ein Prüfungskriterium aus dem Bereich der Berichterstattung über wahre Tatsachen aus der Sozialsphäre (BGH v. 17.12.2019 - VI ZR 504/18, NJW 2020, 2932 Rn. 19 m.w.N.), ist auch (bzw. erst recht) bei der Verdachtsberichterstattung im Zuge der Abwägung zu berücksichtigen, ob es zu einer unzulässigen Anprangerung und Stigmatisierung der Betroffenen durch die konkrete Berichterstattung kommt.

    Wo konkret die Grenze für das Informationsinteresse an einer tagesaktuellen Berichterstattung zu ziehen ist, lässt sich dabei nur unter Berücksichtigung der jeweiligen Umstände des Einzelfalls entscheiden (siehe sogar für unstreitig wahre Tatsachen BGH v. 17.12.2019 - VI ZR 504/18, NJW 2020, 2032 Rn. 15 m.w.N.).

    Das im Raum stehende zivilrechtliche Fehlverhalten ist - wie es auch das Landgericht sieht - zudem nicht so schwer und gravierend wie im Vergleichsfall BGH v. 17.12.2019 - VI ZR 504/18, juris.

  • OLG Köln, 26.11.2020 - 15 U 39/20
    bb) Geht es - wie vorstehend erörtert - um eine identifizierende Berichterstattung über ein mögliches Fehlverhalten eines Betroffenen, ist zu berücksichtigen, dass eine solche Berichterstattung regelmäßig in dessen Recht auf Schutz seiner Persönlichkeit eingreift, weil sie ein (hier: mögliches) Fehlverhalten öffentlich bekannt macht und so die Person in den Augen der Adressaten von vornherein negativ qualifiziert (st. Rspr., vgl. etwa BGH v. 17.12.2019 - VI ZR 504/18, NJW 2020, 2032 Rn. 15).
  • LG Frankfurt/Main, 28.05.2020 - 3 O 3/20
    Allerdings kann auch eine wahre Darstellung das Persönlichkeitsrecht des Betroffenen verletzen, wenn sie einen Persönlichkeitsschaden anzurichten droht, der außer Verhältnis zu dem Interesse an der Verbreitung der Wahrheit steht (vgl. nur BGH NJW 2019, 1881 Rn. 14 - Steuerberater; BGH GRUR 2020, 555 Rn. 15 - Medizintouristen; BGH AfP 2020, 143 Rn. 20 - Wirtschaftsstrafverteidiger).

    Die Bedeutung der Unschuldsvermutung hat der BGH kürzlich in einem Verfahren zu einer Berichterstattung erneut bekräftigt (BGH GRUR 2020, 555 - Medizintouristen).

    Im dortigen Fall einer Berichterstattung über die Vermietung von Wohnraum unter Verstoß bereits vorliegende gegen verwaltungsgerichtliche Entscheidungen an sogenannte "Medizintouristen" hat der BGH die Maßgeblichkeit des öffentlichen Interesses erneut betont (BGH GRUR 2020, 555 Rn. 15 - Medizintouristen m.w.N.).

    Allerdings hat der BGH weiter herausgestellt, dass die Beeinträchtigung der Persönlichkeitsrechtsverletzung der dortigen Kläger eher gering anzusehen sei, weil es gerade nicht um den Bericht über ein Strafverfahren ging und sich die dortigen Kläger dementsprechend nicht auf die Unschuldsvermutung berufen konnten (BGH GRUR 2020, 555 Rn. 18 f. - Medizintouristen).

  • OLG Celle, 23.09.2021 - 13 U 55/20

    Unterlassungsanspruch betreffend Abbildung eines Polizeibeamten im Dienst

    Entscheidend ist insbesondere, ob die Medien im konkreten Fall eine Angelegenheit von öffentlichem Interesse ernsthaft und sachbezogen erörtern, damit den Informationsanspruch des Publikums erfüllen und zur Bildung der öffentlichen Meinung beitragen oder ob sie - ohne Bezug zu einem zeitgeschichtlichen Ereignis - lediglich die Neugier der Leser befriedigen (BGH, Urteil vom 17. Dezember 2019 - VI ZR 504/18, juris Rn. 13 m. w. N.).
  • LG Bonn, 08.06.2021 - 25 Ns 69/21

    Veröffentlichung von Videoaufnahmen eines Polizeieinsatzes strafbar

    Der Bundesgerichtshof (Urteil vom 27.12.2019, VI ZR 504/18, Beck Online) hat sich für die Einordnung eines Bildes als solches aus dem Bereich der Zeitgeschichte am abgestuften Schutzkonzept der §§ 22, 23 KUG orientiert.
  • LG Köln, 13.05.2020 - 28 O 333/19
  • OLG Köln, 14.05.2020 - 15 W 10/20
  • OLG Köln, 14.01.2021 - 15 U 60/20
  • OLG Köln, 14.01.2021 - 15 U 61/20
  • OLG Köln, 17.08.2020 - 15 U 119/20
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