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   BGH, 27.01.2015 - VI ZR 548/12   

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https://dejure.org/2015,1990
BGH, 27.01.2015 - VI ZR 548/12 (https://dejure.org/2015,1990)
BGH, Entscheidung vom 27.01.2015 - VI ZR 548/12 (https://dejure.org/2015,1990)
BGH, Entscheidung vom 27. Januar 2015 - VI ZR 548/12 (https://dejure.org/2015,1990)
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Volltextveröffentlichungen (18)

  • bundesgerichtshof.de PDF
  • rechtsprechung-im-internet.de

    § 253 Abs 2 BGB, § 823 Abs 1 BGB, § 7 Abs 1 StVG, § 11 StVG
    Schadensersatz nach Tod durch Verkehrsunfall: Voraussetzungen eines Schmerzensgeldanspruchs naher Angehöriger des Getöteten wegen psychischer Beeinträchtigung durch Schockschäden

  • verkehrslexikon.de

    Voraussetzungen eines Schmerzensgeldanspruchs naher Angehöriger des Getöteten wegen psychischer Beeinträchtigung durch Schockschäden

  • ra-skwar.de

    Verkehrsunfallrecht: Zur Haftung für Schockschaden wegen Unfalltod eines nahen Angehörigen

  • JLaw (App) | www.prinz.law PDF
  • Wolters Kluwer

    Einordnung von psychischen Beeinträchtigungen infolge des Unfalltodes naher Angehöriger als Gesundheitsverletzung im Sinne des § 823 Abs. 1 BGB

  • iurado.de (Kurzinformation und Volltext)

    Schmerzensgeld bei Schockschaden; § 823 Abs. 1 BGB

  • Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung PDF (Volltext/Leitsatz)

    "Schockschaden" - eigene Lebensgefahr - Miterleben des Unfalltodes eines nahen Angehörigen kommt maßgebliche Bedeutung für die Anerkennung eines psychischen Gesundheitsschadens zu

  • rabüro.de

    Zur Haftung für Schockschaden wegen Unfalltod eines nahen Angehörigen

  • Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung PDF (Volltext/Leitsatz)

    "Schockschaden" - eigene Lebensgefahr - Miterleben des Unfalltodes eines nahen Angehörigen kommt maßgebliche Bedeutung für die Anerkennung eines psychischen Gesundheitsschadens zu

  • rewis.io
  • rechtsportal.de(Abodienst, kostenloses Probeabo)

    BGB § 823 Abs. 1
    Einordnung von psychischen Beeinträchtigungen infolge des Unfalltodes naher Angehöriger als Gesundheitsverletzung im Sinne des § 823 Abs. 1 BGB

  • datenbank.nwb.de
  • ibr-online(Abodienst, kostenloses Probeabo, Leitsatz frei)
  • juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)

Kurzfassungen/Presse (14)

  • Verkehrsrecht Blog (Kurzinformation und Auszüge)

    Schmerzensgeld bei psychischer Beeinträchtigung wegen Unfalltod der Ehefrau

  • Rechtslupe (Kurzinformation/Zusammenfassung)

    Psychische Beeinträchtigungen beim Unfalltod naher Angehöriger

  • anwaltonline.com(Abodienst, kostenloses Probeabo) (Kurzinformation)

    Schmerzensgeldanspruch bei Unfalltod naher Angehöriger

  • otto-schmidt.de (Kurzinformation)

    Psychisch vermittelte Gesundheitsstörungen durch direkte Unfallbeteiligung können Anspruch auf Schmerzensgeld begründen

  • wolterskluwer-online.de (Kurzinformation)

    Möglicher Schmerzensgeldanspruch für so genannte Schockschäden

  • bld.de (Leitsatz/Kurzinformation)

    Beurteilung psychischer Beeinträchtigungen infolge des Unfalltodes naher Angehöriger

  • wolterskluwer-online.de (Kurzinformation)

    Schmerzensgeld für Schockschäden nach Unfalltod naher Angehöriger

  • schluender.info (Kurzinformation)

    BGH entscheidet zu sog. Schockschäden

  • blogspot.de (Kurzinformation)

    Zum Anspruch des einen Unfall überlebenden Ehegatten, der die Tötung seiner Frau miterlebt hat

  • haerlein.de (Kurzinformation)

    Psychische Beeinträchtigungen infolge des Unfalltodes naher Angehöriger (sogenannte Schockschäden)

  • haufe.de (Kurzinformation)

    Schmerzensgeld wegen Miterleben des Unfalltodes der Ehefrau

  • anwalt.de (Kurzinformation)

    Schmerzensgeld auch für Angehörige nach Unglücksfällen!

  • anwalt.de (Kurzinformation)

    Schmerzensgeld bei miterlebtem Unfall

  • kostenlose-urteile.de (Kurzmitteilung)

    Miterleben des Unfalltods der Ehefrau kann Schmerzensgeldanspruch begründen - Voraussetzung ist Vorliegen eines Schockschadens

Besprechungen u.ä. (3)

  • Jurion (Entscheidungsbesprechung)

    Psychische Beeinträchtigungen infolge des Unfalltodes naher Angehöriger können Gesundheitsverletzung darstellen

  • Ruhr-Universität Bochum (Entscheidungsbesprechung)

    Schockschäden infolge des Unfalltodes der Ehefrau (unter Berücksichtigung von BGH, Urt. v. 10. Februar 2015 - VI ZR 8/14)

  • Alpmann Schmidt | RÜ(Abo oder Einzelheftbestellung) (Fallmäßige Aufbereitung - für Studienzwecke)

    Schockschaden infolge des Unfalltodes der Ehefrau

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Verfahrensgang

Papierfundstellen

  • NJW 2015, 1451
  • MDR 2015, 391
  • NZV 2015, 227
  • NJ 2015, 249
  • FamRZ 2015, 651
  • VersR 2015, 501
 
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Wird zitiert von ... (26)

  • BGH, 10.02.2015 - VI ZR 8/14

    Schadensersatz bei Verkehrsunfall mit Personenschaden: Haftung für psychische

    Nach der Rechtsprechung des erkennenden Senats können psychische Beeinträchtigungen wie Trauer und Schmerz beim Tod oder bei schweren Verletzungen naher Angehöriger, mögen sie auch für die körperliche Befindlichkeit medizinisch relevant sein, nur dann als Gesundheitsbeschädigung im Sinne des § 823 Abs. 1 BGB angesehen werden, wenn sie pathologisch fassbar sind und über die gesundheitlichen Beeinträchtigungen hinausgehen, denen Hinterbliebene bei der Benachrichtigung von dem Unfall eines nahen Angehörigen oder dem Miterleben eines solchen Unfalls erfahrungsgemäß ausgesetzt sind (vgl. Senatsurteile vom 13. Januar 1976 - VI ZR 58/74, VersR 1976, 539, 540; vom 31. Januar 1984 - VI ZR 56/82, VersR 1984, 439; vom 4. April 1989 - VI ZR 97/88, VersR 1989, 853, 854; vom 6. Februar 2007 - VI ZR 55/06, VersR 2007, 803 Rn. 6, 10; vom 20. März 2012 - VI ZR 114/11, VersR 2012, 634 Rn. 8 und vom 27. Januar 2015 - VI ZR 548/12, zVb; ablehnend: Staudinger/Schiemann, BGB, Neubearb.

    Dies widerspräche der Intention des Gesetzgebers, die Deliktshaftung gerade in § 823 Abs. 1 BGB sowohl nach den Schutzgütern als auch den durch sie gesetzten Verhaltenspflichten auf klar umrissene Tatbestände zu beschränken (vgl. Senatsurteile vom 11. Mai 1971 - VI ZR 78/70, aaO; vom 20. März 2012 - VI ZR 114/11, BGHZ 193, 34 Rn. 8; vom 4. April 1989 - VI ZR 97/88, VersR 1989, 853, 854 und vom 27. Januar 2015 - VI ZR 548/12, zVb).

    Dabei hat der erkennende Senat stets dem Umstand Bedeutung beigemessen, ob die von dem Dritten geltend gemachten psychischen Beeinträchtigungen auf seine direkte Beteiligung an einem Unfall oder das Miterleben eines Unfalls zurückgeführt werden oder ob sie durch den Erhalt einer Unfallnachricht ausgelöst worden sein sollen (vgl. Senatsurteil vom 11. Mai 1971 - VI ZR 78/70, aaO S. 167; vom 22. Mai 2007 - VI ZR 17/06, BGHZ 172, 263 Rn. 13 f.; vom 12. November 1985 - VI ZR 103/84, VersR 1986, 448 und vom 27. Januar 2015 - VI ZR 548/12, zVb).

  • BGH, 21.05.2019 - VI ZR 299/17

    Grundsätze zum Schockschaden finden Anwendung auf fehlerhafte ärztliche

    Die zum "Schockschaden" entwickelten Grundsätze (vgl. nur Senatsurteile vom 10. Februar 2015 - VI ZR 8/14, NJW 2015, 2246 Rn. 9; vom 27. Januar 2015 - VI ZR 548/12, NJW 2015, 1451 Rn. 6) sind auch in dem Fall anzuwenden, in dem das haftungsbegründende Ereignis kein Unfallereignis im eigentlichen Sinne, sondern eine fehlerhafte ärztliche Behandlung ist.

    a) Nach ständiger höchstrichterlicher Rechtsprechung können psychische Störungen von Krankheitswert eine Gesundheitsverletzung im Sinne des § 823 Abs. 1 BGB darstellen (vgl. Senatsurteile vom 27. Januar 2015 - VI ZR 548/12, NJW 2015, 1451 Rn. 6; vom 20. Mai 2014 - VI ZR 381/13, BGHZ 201, 263 Rn. 8; vom 22. Mai 2007 - VI ZR 17/06, BGHZ 172, 263 Rn. 12; vom 16. Januar 2001 - VI ZR 381/99, NJW 2001, 1431, 1432, juris Rn. 13; vom 30. April 1996 - VI ZR 55/95, BGHZ 132, 341, 344, juris Rn. 15; vom 4. April 1989 - VI ZR 97/88, NJW 1989, 2317 f., juris Rn. 9; vom 12. November 1985 - VI ZR 103/84, NJW 1986, 777, 778, juris Rn. 9).

    Die Schadensersatzpflicht für psychische Auswirkungen einer Verletzungshandlung setzt nicht voraus, dass diese Auswirkungen eine organische Ursache haben; es genügt vielmehr grundsätzlich die hinreichende Gewissheit, dass die psychisch bedingte Gesundheitsbeschädigung ohne die Verletzungshandlung nicht aufgetreten wäre (Senatsurteile vom 27. Januar 2015 - VI ZR 548/12, aaO; vom 30. April 1996 - VI ZR 55/95, aaO, 343 f., juris Rn. 14; vom 9. April 1991 - VI ZR 106/90, NJW 1991, 2347, 2348, juris Rn. 9; vom 2. Oktober 1990 - VI ZR 353/89, NJW 1991, 747, 748, juris Rn. 8; vom 4. April 1989 - VI ZR 97/88, aaO; jeweils mwN).

    Psychische Beeinträchtigungen können in diesen Fällen deshalb nur dann als Gesundheitsverletzung im Sinne des § 823 Abs. 1 BGB angesehen werden, wenn sie pathologisch fassbar sind und über die gesundheitlichen Beeinträchtigungen hinausgehen, denen Betroffene beim Tod oder einer schweren Verletzung eines nahen Angehörigen in der Regel ausgesetzt sind (vgl. nur Senatsurteile vom 10. Februar 2015 - VI ZR 8/14, NJW 2015, 2246 Rn. 9; vom 27. Januar 2015 - VI ZR 548/12, aaO, Rn. 7; ferner Senatsurteil vom 17. April 2018 - VI ZR 237/17, BGHZ 218, 220 Rn. 10).

  • LG Tübingen, 17.05.2019 - 3 O 108/18

    Zur Höhe der Hinterbliebenengelder

    Nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs können psychische Beeinträchtigungen wie Trauer und Schmerz beim Tod oder bei schweren Verletzungen naher Angehöriger, mögen sie auch für die körperliche Befindlichkeit medizinisch relevant sein, nur dann als Gesundheitsbeschädigung im Sinne des § 823 Abs. 1 BGB angesehen werden, wenn sie pathologisch fassbar sind und über die gesundheitlichen Beeinträchtigungen hinausgehen, denen Hinterbliebene bei der Benachrichtigung von dem Unfall eines nahen Angehörigen oder dem Miterleben eines solchen Unfalls erfahrungsgemäß ausgesetzt sind (vgl. BGH, Urteile vom 13. Januar 1976 - VI ZR 58/74, VersR 1976, 539, 540; vom 31. Januar 1984 - VI ZR 56/82, VersR 1984, 439; vom 4. April 1989 - VI ZR 97/88, VersR 1989, 853, 854; vom 6. Februar 2007 - VI ZR 55/06, VersR 2007, 803 Rn. 6, 10; vom 20. März 2012 - VI ZR 114/11, VersR 2012, 634 Rn. 8; vom 27. Januar 2015 - VI ZR 548/12, VersR 2015, 501; vom 10. Februar 2015 - VI ZR 8/14 -, Rn. 9, NJW 2015, 2246).

    Diesem Umstand ist grundsätzlich Bedeutung beizumessen (vgl. BGH, Urteil vom 27. Januar 2015 - VI ZR 548/12, VersR 2015, 501).

  • BGH, 17.04.2018 - VI ZR 237/17

    Zur Haftung des Amokläufers für psychische Gesundheitsverletzung eines

    Durch ein Geschehen ausgelöste psychische Störungen von Krankheitswert können eine Verletzung des geschützten Rechtsguts Gesundheit im Sinne des § 823 Abs. 1 BGB darstellen (vgl. Senatsurteile vom 27. Januar 2015 - VI ZR 548/12, VersR 2015, 501 Rn. 6; vom 20. Mai 2014 - VI ZR 381/13, BGHZ 201, 263 Rn. 8; vom 22. Mai 2007 - VI ZR 17/06, BGHZ 172, 263 Rn. 12; vom 16. Januar 2001 - VI ZR 381/99, VersR 2001, 874, 875; vom 30. April 1996 - VI ZR 55/95, BGHZ 132, 341, 344).

    Erhöhte Anforderungen an das Vorliegen einer Gesundheitsverletzung, wie sie in Fällen sogenannter Schockschäden infolge des Todes oder der schweren Verletzung Dritter, namentlich naher Angehöriger, gestellt werden (vgl. nur Senatsurteile vom 10. Februar 2015 - VI ZR 8/14, VersR 2015, 590 Rn. 9, 19; vom 27. Januar 2015 - VI ZR 548/12, VersR 2015, 501 Rn. 7, jeweils mwN), sind vorliegend nicht zu erfüllen.

  • BGH, 08.12.2020 - VI ZR 19/20

    Zurechenbarkeit einer psychischen Gesundheitsverletzung eines Polizeibeamten

    a) Nach ständiger höchstrichterlicher Rechtsprechung können durch ein Geschehen ausgelöste psychische Störungen von Krankheitswert eine Gesundheitsverletzung im Sinne des § 823 Abs. 1 BGB darstellen (vgl. Senatsurteile vom 21. Mai 2019 - VI ZR 299/17, BGHZ 222, 125 Rn. 7; vom 27. Januar 2015 - VI ZR 548/12, NJW 2015, 1451 Rn. 6; vom 20. Mai 2014 - VI ZR 381/13, BGHZ 201, 263 Rn. 8; vom 22. Mai 2007 - VI ZR 17/06, BGHZ 172, 263 Rn. 12; vom 16. Januar 2001 - VI ZR 381/99, NJW 2001, 1431, 1432, juris Rn. 13; vom 30. April 1996 - VI ZR 55/95, BGHZ 132, 341, 344, juris Rn. 15; vom 4. April 1989 - VI ZR 97/88, NJW 1989, 2317 f., juris Rn. 9; vom 12. November 1985 - VI ZR 103/84, NJW 1986, 777, 778, juris Rn. 9).

    b) In Abgrenzung zu Fällen bloßer Anwesenheit bei einem Unfallgeschehen ist maßgeblich für die Zurechnung regelmäßig auch, dass der Schädiger dem Geschädigten die Rolle eines unmittelbar (Unfall)Beteiligten aufgezwungen hat (vgl. Senatsurteile vom 17. April 2018 - VI ZR 237/17, BGHZ 218, 220 Rn. 15; vom 12. November 1985 - VI ZR 103/84, VersR 1986, 240, 242; vom 22. Mai 2007 - VI ZR 17/06, BGHZ 172, 263 Rn. 14; vom 27. Januar 2015 - VI ZR 548/12, VersR 2015, 501 Rn. 10 f.).

  • AG Brandenburg, 04.06.2015 - 34 C 60/14

    Haftung bei psychischen Erkrankungen (hier: posttraumatische Belastungsstörung)

    Die Klägerin geht hier zutreffend davon aus, dass durch ein Unfallgeschehen ausgelöste, traumatisch bedingte psychische Störungen von Krankheitswert eine Gesundheitsverletzung im Sinne des § 823 Abs. 1 BGB darstellen können (BGH, Urteil vom 27.01.2015, Az.: VI ZR 548/12, u.a. in: NJW 2015, Seiten 1451 f.; BGH, Urteil vom 22.05.2007, Az.: VI ZR 17/06, u.a. in: NJW 2007, Seiten 2764 ff.; BGH, Urteil vom 16.01.2001, Az.: VI ZR 381/99, u.a. in: VersR 2001, Seiten 874 f.; BGH, BGHZ 132, Seiten 341 ff.; BGH, VersR 1986, Seiten 240 f.).

    Dies widerspräche der Intention des Gesetzgebers, die Deliktshaftung gerade in § 823 Abs. 1 BGB sowohl nach den Schutzgütern als auch den durch sie gesetzten Verhaltenspflichten auf klar umrissene Tatbestände zu beschränken (BGH, Urteil vom 10.02.2015, Az.: VI ZR 8/14, u.a. in: VersR 2015, Seiten 590 ff.; BGH, Urteil vom 27.01.2015, Az.: VI ZR 548/12, u.a. in: NJW 2015, Seiten 1451 f.; BGH, Urteil vom 20.03.2012, Az.: VI ZR 114/11, u.a. in: BGHZ 193, Seiten 34 f.; BGH, VersR 1989, Seiten 853 f.).

    Dabei hat der Bundesgerichtshof stets dem Umstand Bedeutung beigemessen, ob die von dem Dritten geltend gemachten psychischen Beeinträchtigungen auf seine direkte Beteiligung an einem Unfall oder das Miterleben eines Unfalls zurückgeführt werden oder ob sie "nur" durch den Erhalt einer Unfallnachricht ausgelöst worden sein sollen (BGH, Urteil vom 10.02.2015, Az.: VI ZR 8/14, u.a. in: VersR 2015, Seiten 590 ff.; BGH, Urteil vom 27.01.2015, Az.: VI ZR 548/12, u.a. in: NJW 2015, Seiten 1451 f.; BGH, Urteil vom 22.05.2007, Az.: VI ZR 17/06, u.a. in: BGHZ 172, Seite 263 f.; BGH, Urteil vom 16.01.2001, Az.: VI ZR 381/99, u.a. in: VersR 2001, Seiten 874 ff.; BGH, NJW 1986, Seiten 777 ff.; BGH, BGHZ 56, Seiten 163 ff.).

    Der Bundesgerichtshof hat die Haftung des Schädigers für psychische Gesundheitsstörungen jedoch grundsätzlich in den Fällen für zweifelsfrei gegeben erachtet, in denen der Geschädigte am Unfall direkt beteiligt war und dieser das Unfallgeschehen psychisch nicht verkraften konnte (BGH, Urteil vom 27.01.2015, Az.: VI ZR 548/12, u.a. in: NJW 2015, Seiten 1451 f.; BGH, Urteil vom 22.05.2007, Az.: VI ZR 17/06, u.a. in: BGHZ 172, Seiten 263 f.; BGH, NJW 1986, Seiten 777 ff.).

  • OLG Frankfurt, 06.09.2017 - 6 U 216/16

    Schmerzensgeld für Schockschaden eines miterlebenden Angehörigen

    Schockschäden, d.h. psychische Beeinträchtigungen infolge des Todes naher Angehöriger, sind dabei nur als Gesundheitsverletzung anzusehen, wenn sie pathologisch fassbar sind und über die gesundheitlichen Beeinträchtigungen hinausgehen, denen Hinterbliebene bei der Benachrichtigung vom tödlichen Unfall eines Angehörigen erfahrungsgemäß ausgesetzt sind (BGH, NJW 2015, 2246, 2248 [BGH 10.02.2015 - VI ZR 8/14] ; BGH, NJW 2015, 1451, 1452 [BGH 27.01.2015 - VI ZR 548/12] Tz. 6 f. m.w.N.).

    Soweit der Bundesgerichtshof stets dem Umstand maßgebliche Bedeutung beigemessen hat, ob psychische Beeinträchtigungen eines "Schockgeschädigten" auf seine direkte Beteiligung am Unfall oder das Miterleben des Unfalls zurückzuführen oder durch den Erhalt der Unfallnachricht ausgelöst worden sind (BGH, NJW 2015, 2246, 2248 [BGH 10.02.2015 - VI ZR 8/14] ; BGH, NJW 2015, 1451, 1452 Tz. 10 m.w.N.), mag die Klägerin zu 1) zwar nicht direkt am eigentlichen Unfallgeschehen beteiligt gewesen sein, sie hat den Unfall aber - wie das Landgericht zu Recht festgestellt hat - unmittelbar miterlebt (vgl. insofern auch BGH, NJW 2015, 1451, 1452 [BGH 27.01.2015 - VI ZR 548/12] Tz. 11).

  • OLG Düsseldorf, 07.08.2020 - 16 U 102/20
    Höchstrichterlich geklärt ist auch, dass die Schadensersatzpflicht für psychische Auswirkungen einer Verletzungshandlungen nicht voraussetzt, dass sie eine organische Ursache; es genügt vielmehr grundsätzlich die hinreichende Gewissheit, dass die psychisch bedingte Gesundheitsschädigung ohne die Verletzungshandlung nicht aufgetreten wäre (vgl. BGH, Urteil vom 27. Januar 2015, Az.: VI ZR 548/12, VersR 2015, 501 - 503; Urteil vom 30. April 1996, Az.: VI ZR 55/95, BGHZ 132, 341 (343); Urteil vom 4. April 1989, Az.: VI ZR 97/88, VersR 1989, 853 - 854; Urteil vom 9. April 1991, Az.: VI ZR 106/90, VersR 1991, 704 - 705).

    Sie aber schon deshalb als Gesundheitsschädigung im Sinne von § 823 Abs. 1 BGB anzuerkennen, widerspräche der Absicht des Gesetzgebers, die Deliktshaftung gerade in § 823 Abs. 1 BGB sowohl nach den Schutzgütern als auch den durch sie geschützten Verhaltenspflichten auf klar umrissene Tatbestände zu beschränken, insbesondere Beeinträchtigungen, in denen sich die Schutzgutverletzung eines anderen bei Dritten auswirkt, soweit diese nicht selbst in ihren Schutzgütern betroffen sind, mit Ausnahme der §§ 844, 845 BGB ersatzlos zu lassen (vgl. BGH, Urteil vom 27. Januar 2015, Az.: VI ZR 548/12, VersR 2015, 501 - 503; Urteil vom 4. April 1989, Az.: VI ZR 97/88, VersR 1989, 853 - 854; Urteil vom 31. Januar 1984, Az.: VI ZR 56/82, VersR 1984, 439 - 440; Urteil vom 11. Mai 1971, Az.: VI ZR 78/70, BGHZ 56, 163 (165)).

    Aus diesen Gründen kommt eine Ersatzpflicht für solch psychisch vermittelte Beeinträchtigungen nur dann in Betracht, wenn gewichtige psychopathologische Ausfälle von einiger Dauer eintreten, die weit über das hinausgehen, was nahe Angehörige bei einem Trauerfall erfahrungsgemäß an Beeinträchtigungen erleben und die deshalb auch nach der allgemeinen Verkehrsauffassung als Verletzung des Körpers oder der Gesundheit betrachtet werden (vgl. BGH, Urteil vom 27. Januar 2015, Az.: VI ZR 548/12, VersR 2015, 501 - 503; Urteil vom 20. März 2012, Az.: VI ZR 114/11, VersR 2012, 634 - 635; Urteil vom 6. Februar 2007, Az.: VI ZR 55/06, VersR 2007, 803 - 804; Urteil vom 4. April 1989, Az.: VI ZR 97/88, VersR 1989, 853 - 854; Urteil vom 31. Januar 1984, Az.: VI ZR 56/82, VersR 1984, 439 - 440; Urteil vom 13. Januar 1976, Az.: VI ZR 58/74, VersR 1976, 539 - 540).

    Zum anderen lässt die Berufung außer Acht, dass das Landgericht - in Übereinstimmung mit der höchstrichterlichen Rechtsprechung (vgl. BGH, Urteil vom 27. Januar 2015, Az.: VI ZR 548/12, VersR 2015, 501 - 503; Urteil vom 22. Mai 2007, Az.: VIZR 17/06, BGHZ 172, 263 (264); Urteil vom 16. Januar 2001, Az.: VI ZR 381/99, VersR 2001, 874 - 876; Urteil vom 11. Mai 1971, Az.: VI ZR 78/70, BGHZ 56, 163 (167)) - betreffend den Kläger zu 3) dem Umstand maßgebliche Bedeutung beigemessen hat, dass dessen psychischen Beeinträchtigungen auf seine direkte Beteiligung an dem Unfall und das Miterleben der Reanimationsmaßnahmen zurückzuführen ist.

  • OLG Köln, 12.07.2017 - 5 U 144/16

    Voraussetzungen von Schadensersatzansprüchen naher Angehöriger des Verletzten

    a) Das deutsche Recht kennt bislang keinen gesetzlich geregelten Anspruch für eine Entschädigung beim Tod oder bei schwerer Verletzung eines nahen Angehörigen (siehe aber den Regierungsentwurf vom 08.02.2017 "Entwurf eines Gesetzes zur Einführung eines Anspruchs auf Hinterbliebenengeld", abrufbar unter www.bmjv.de ) In Rechtsprechung und Literatur ist jedoch seit langem anerkannt, dass psychische Beeinträchtigungen, die jemand infolge eines Unfalltodes oder einer schweren Gesundheitsverletzung eines nahen Angehörigen erleidet, eine zum Schadensersatz verpflichtende Gesundheitsverletzung im Sinne des § 823 Abs. 1 BGB darstellen können (vgl. BGH Urteil vom 13.01.1976, VI ZR 58/74; Urteil vom 31.01.1984, VI ZR 56/82; Urteil vom 27.01.2015, VI ZR 548/12; Urteil vom 10.02.2015, VI ZR 8/14; Münchener Kommentar- Wagner , 7. Auflage 2017, § 823, Rz. 186 ff; Palandt- Grüneberg , 76. Auflage 2017, vor § 249, Rz. 40).

    Ein solcher Anspruch setzt voraus, dass die durch den Angehörigen erlittenen psychische Beeinträchtigungen echten Krankheitswert haben und damit einen pathologisch fassbaren Gesundheitsschaden darstellen, der nach Art und Schwere über das hinausgeht, was nahe Angehörige in vergleichbarer Lage erfahrungsgemäß erleiden (vgl. BGH, Urteil vom 27.01.2015, VI ZR 548/12; Urteil vom 10.02.2015, VI ZR 8/14).

  • OLG Frankfurt, 29.06.2020 - 22 U 128/19

    Haftung für rein psychische Schäden aus einem Verkehrsunfall; Grundsätze der

    Der Bundesgerichtshof hat eine Haftpflicht des Unfallverursachers für psychisch vermittelte Gesundheitsstörungen in den Fällen anerkannt, in denen der Geschädigte direkt am Unfall beteiligt war und dieser das Unfallgeschehen psychisch nicht verkraften konnte (vgl. BGH, Urteil vom 22.05.2007 - VI ZR 17/06, zitiert nach juris, Rz. 14; Urteil vom 27.01.2015 - VI ZR 548/12, zitiert nach juris, Rz. 10; hierzu auch OLG Hamm, Urteil vom 02.03.2018 - 11 U 131/16, zitiert nach juris, Rz. 46, 47).

    Im Ausnahmefall können, wie bereits ausgeführt, Ansprüche derjenigen bestehen, die unmittelbar am Unfallgeschehen beteiligt waren (vgl. Jahnke in Burmann/Heß/Hühnermann/Jahnke, Straßenverkehrsrecht, 26. Auflage 2020, Vor § 249 BGB, Rz. 123; BGH, Urteil vom 27.01.2015 - VI ZR 548/12, BGH NJW 2006, 3268; OLG Schleswig, Urteil vom 01.08.2019 - 7 U 14/18, MDR 2019, 1379 - 1380).

  • LG Saarbrücken, 14.12.2018 - 13 S 111/18

    Deliktshaftung für psychische Primärschäden: Vorsätzlich falsche Todesnachricht

  • OLG Düsseldorf, 15.12.2020 - 1 U 35/20

    StVG, BGB, SGB

  • OLG Koblenz, 25.09.2017 - 5 U 427/17

    Zur Arzthaftung wegen unterlassener Kenntnisnahme eines Laborbefundes

  • OLG Frankfurt, 04.02.2019 - 8 W 48/17

    Erstattung der Beerdigungskosten aus GoA

  • LG Wuppertal, 18.06.2019 - 17 O 31/13

    Zur Deliktshaftung einer Aufsichtsperson wegen Ertrinken eines Kindes im Freibad

  • OLG Hamm, 02.03.2018 - 11 U 131/16

    Verkehrsunfall; posttraumatische Belastungsstörung; haftungsrechtliche Zurechnung

  • LG Köln, 26.10.2016 - 25 O 326/15
  • LG Dortmund, 17.03.2016 - 4 O 210/11

    Behandlungsfehler Todesangst

  • OLG Düsseldorf, 07.06.2016 - 18 U 1/16

    Ansprüche eines Angehörigen der Berufsfeuerwehr der Stadt Duisburg wegen

  • OLG Frankfurt, 10.09.2019 - 8 U 43/17

    Verjährung von Arzthaftungsansprüchen

  • LG Leipzig, 08.11.2019 - 5 O 758/19

    Tödlicher Verkehrsunfall - Hinterbliebenengeld für Eltern eines getöteten

  • LG Neuruppin, 11.01.2018 - 1 O 120/17

    Posttraumatische Belastungsstörung eines Unfall-Ersthelfers

  • LG Limburg, 22.03.2019 - 2 O 177/18

    Umfang des Schadensersatzanspruchs des mittelbar durch die Tötung eines anderen

  • OLG Köln, 30.08.2017 - 5 U 130/16

    Voraussetzungen der Ersatzfähigkeit sog. Schockschäden naher Angehöriger

  • AG Bad Segeberg, 15.07.2015 - 9 C 327/14

    Umfang der Verkehrssicherungspflicht bei der Vermeidung der Bildung von

  • OLG Zweibrücken, 02.09.2015 - 1 U 192/14

    Verletzung des linken Ellenbogens durch einen Verkehrsunfall: Höhe des

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