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   BGH, 12.02.2009 - VII ZR 39/08   

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Zitiervorschläge

https://dejure.org/2009,341
BGH, 12.02.2009 - VII ZR 39/08 (https://dejure.org/2009,341)
BGH, Entscheidung vom 12.02.2009 - VII ZR 39/08 (https://dejure.org/2009,341)
BGH, Entscheidung vom 12. Februar 2009 - VII ZR 39/08 (https://dejure.org/2009,341)
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Volltextveröffentlichungen (17)

  • bundesgerichtshof.de PDF
  • Judicialis
  • Deutsches Notarinstitut

    BGB §§ 139, 305 ff., 768 Abs. 1 Satz 1
    Teilunwirksamkeit nur des Einredeverzichts bei AGB-Verpflichtung zur Stellung einer selbstschuldnerischen Bürgschaft

  • JLaw (App) | www.prinz.law PDF
  • Wolters Kluwer

    Wirksamkeit einer Sicherungsvereinbarung im Übrigen bei Unwirksamkeit einer in dieser Vereinbarung enthaltenen Verpflichtung zum Verzicht des Bürgen auf die Einrede nach § 768 BGB; Geltendmachung der Unwirksamkeit einer Bürgschaft wegen Unwirksamkeit der der Bürgschaft zugrunde liegenden Sicherungsvereinbarung im Nachunternehmervertrag; Zulässigkeit einer gesonderten Wirksamkeitsprüfung bei inhaltlich voneinander trennbaren, einzeln aus sich heraus verständlichen Regelungen in Allgemeinen Geschäftsbedingungen

  • ZIP-online.de(Leitsatz frei, Volltext 3,90 €)

    Wirksamkeit der Verpflichtung des Hauptschuldners zur Stellung einer selbstschuldnerischen Bürgschaft trotz unwirksamer Verpflichtung des Bürgen zum Verzicht auf Einreden des Hauptschuldners

  • zfir-online.de(Leitsatz frei, Volltext 3,90 €)

    BGB § 768 Abs. 1 Satz 1
    Wirksamkeit der formularmäßigen Verpflichtung des Hauptschuldners zur Stellung einer selbstschuldnerischen Vertragserfüllungsbürgschaft trotz unwirksamer Verpflichtung des Bürgen zum Verzicht auf Einreden des Hauptschuldners

  • grundeigentum-verlag.de(Abodienst, Leitsatz frei)

    Wirksame Verpflichtung aus Bürgschaft trotz unwirksamer Teilabreden

  • WM Zeitschrift für Wirtschafts- und Bankrecht(Abodienst; oder: Einzelerwerb Volltext 11,50 €)

    Zur Frage, ob die Unwirksamkeit der Verpflichtung zum Verzicht des Bürgen auf die Einrede nach § 768 BGB zur Unwirksamkeit der Sicherungsvereinbarung im Übrigen führt

  • streifler.de

    Bürgschaftsrecht: BGH: Zum formularmäßigen Verzicht des Bürgen auf die Einrede nach § 768 BGB

  • rechtsportal.de(Abodienst, kostenloses Probeabo)

    BGB § 768; BGB § 770 Abs. 2; BGB § 771
    Wirksamkeit einer Sicherungsvereinbarung im Übrigen bei Unwirksamkeit einer in dieser Vereinbarung enthaltenen Verpflichtung zum Verzicht des Bürgen auf die Einrede nach § 768 BGB; Geltendmachung der Unwirksamkeit einer Bürgschaft wegen Unwirksamkeit der der Bürgschaft zugrunde liegenden Sicherungsvereinbarung im Nachunternehmervertrag; Zulässigkeit einer gesonderten Wirksamkeitsprüfung bei inhaltlich voneinander trennbaren, einzeln aus sich heraus verständlichen Regelungen in Allgemeinen Geschäftsbedingungen

  • datenbank.nwb.de
  • ibr-online(Abodienst, kostenloses Probeabo, Leitsatz frei)

    Verzicht auf Einrede § 768 BGB unwirksam - Rest nicht!

  • juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)

Kurzfassungen/Presse (4)

  • IWW (Kurzinformation und -anmerkung)

    Sicherheiten - Wenn die Sicherheit zur Streitfrage wird ...

  • Rechtslupe (Kurzinformation/Zusammenfassung)

    Vertragserfüllungsbürgschaft und Allgemeine Geschäftsbedingungen

  • mek-law.de (Kurzinformation/Entscheidungsbesprechung)

    Ausschluss von § 768 BGB - Unwirksamkeit der Sicherungsabrede?

  • bauersfeld-rechtsanwaelte.de (Leitsatz)

    Bankrecht - Bürgschaft - Bauunternehmer - Wirksamkeit einer Sicherungsvereinbarung - gesonderte Wirksamkeitsprüfung

Besprechungen u.ä. (5)

  • IWW (Entscheidungsbesprechung)

    Sicherheiten - Verpflichtung zur Bürgschaft in AGB? BGH klärt, was geht und was nicht!

  • IWW (Kurzinformation und -anmerkung)

    Sicherheiten - Wenn die Sicherheit zur Streitfrage wird ...

  • mek-law.de (Kurzinformation/Entscheidungsbesprechung)

    Ausschluss von § 768 BGB - Unwirksamkeit der Sicherungsabrede?

  • Alpmann Schmidt | RÜ(Abo oder Einzelheftbestellung) (Fallmäßige Aufbereitung - für Studienzwecke)

    Verpflichtung des Bürgen zum Verzicht auf die Einrede des Hauptschuldners

  • ibr-online(Abodienst, kostenloses Probeabo) (Entscheidungsbesprechung)

    Ausschluss von § 768 BGB in AGB führt nur zur Teilunwirksamkeit der Sicherungsabrede! (IBR 2009, 199)

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Verfahrensgang

Papierfundstellen

  • BGHZ 179, 374
  • NJW 2009, 1664
  • ZIP 2009, 814
  • MDR 2009, 500
  • MDR 2010, 370
  • DNotZ 2009, 678
  • NZBau 2009, 307
  • VersR 2010, 773
  • WM 2009, 643
  • BauR 2009, 308
  • BauR 2009, 809
  • ZfBR 2009, 446
 
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Wird zitiert von ... (49)

  • BGH, 07.04.2016 - VII ZR 56/15

    Bauvertrag: Einbeziehung einer insolvenzabhängigen Lösungsklausel; Vereinbarung

    b) Dahinstehen kann ferner, ob die Vereinbarung anderer in § 8 Abs. 2 Nr. 1 VOB/B (2009) genannter Kündigungsgründe nach § 307 BGB unwirksam ist, da § 8 Abs. 2 Nr. 1 Fall 2 VOB/B inhaltlich von den weiteren Regelungen der Klausel trennbar und aus sich heraus verständlich ist (vgl. zur Trennbarkeit BGH, Urteil vom 22. Januar 2015 - VII ZR 120/14, BauR 2015, 832 Rn. 19 = NZBau 2015, 223; Urteil vom 1. Oktober 2014 - VII ZR 164/12, NZBau 2014, 759 Rn. 28; Urteil vom 12. Februar 2009 - VII ZR 39/08, BGHZ 179, 374 Rn. 15; Urteil vom 10. Oktober 1996 - VII ZR 224/95, BauR 1997, 302, 303, juris Rn. 16).
  • BGH, 20.03.2014 - VII ZR 248/13

    Generalunternehmervertrag: Wirksamkeit von Regelungen zur

    b) Die Beklagte kann daher als Bürgin die dem Generalunternehmer zustehende Einrede der ungerechtfertigten Bereicherung (§ 768 Abs. 1 Satz 1, §§ 821, 812 Abs. 1 Satz 1 1. Fall BGB) geltend machen, die zur Abweisung der Klage führt (BGH, Urteil vom 12. Februar 2009 - VII ZR 39/08, BGHZ 179, 374 Rn. 9).
  • BGH, 24.10.2017 - XI ZR 362/15

    Bürgschaft: Bereicherungseinrede des Bürgen gegen den Gläubiger bei unwirksamer

    Das folgt aus dem Sinn und Zweck des Akzessorietätsgedankens, der sicherstellen soll, dass der Bürge grundsätzlich nicht mehr zu leisten hat als der Hauptschuldner (BGH, Urteile vom 23. Januar 2003 - VII ZR 210/01, BGHZ 153, 311, 316 f., vom 12. Februar 2009 - VII ZR 39/08, BGHZ 179, 374 Rn. 9, vom 1. Oktober 2014 - VII ZR 164/12, WM 2015, 844 Rn. 15 und vom 22. Januar 2015 - VII ZR 120/14, WM 2015, 1076 Rn. 14).

    aa) Für die Teilbarkeit einer solchen Klausel kommt es darauf an, ob die Sicherungsvereinbarung - hier die Ablösung eines Einbehalts durch eine selbstschuldnerische Bürgschaft unter Verzicht des Bürgen auf die Einrede nach § 770 Abs. 2 BGB - als konzeptionelle Einheit zu verstehen ist, was zu einer die wirtschaftlichen Interessen der Vertragsparteien berücksichtigenden Gesamtbeurteilung des Regelungsgefüges zwingt (BGH, Urteile vom 12. Februar 2009 - VII ZR 39/08, BGHZ 179, 374 Rn. 20 mwN und vom 16. Juni 2009 - XI ZR 145/08, BGHZ 181, 278 Rn. 34).

    Nach gefestigter Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs bildet eine Vereinbarung zur Sicherung von Gewährleistungsansprüchen mit der Ablösungsmöglichkeit durch eine Gewährleistungsbürgschaft - hier Nr. 23.4 ZVB - eine untrennbare Einheit (BGH, Urteile vom 8. März 2001 - IX ZR 236/00, BGHZ 147, 99, 106, vom 22. November 2001 - VII ZR 208/00, WM 2002, 133, 134, vom 9. Dezember 2004 - VII ZR 265/03, WM 2005, 268, 269 f., vom 12. Februar 2009 - VII ZR 39/08, BGHZ 179, 374 Rn. 20, vom 16. Juni 2009 - XI ZR 145/08, BGHZ 181, 278 Rn. 36 und vom 28. Juli 2011 - VII ZR 207/09, WM 2011, 1697 Rn. 14).

  • OLG Düsseldorf, 13.06.2014 - 22 U 150/13

    AGB-widriger Einredeverzicht berührt Wirksamkeit der Bürgschaftsabrede nicht!

    Der unwirksame Verzicht auf die Einrede der Aufrechenbarkeit führe bei einer Vertragserfüllungsbürgschaft - mangels konzeptioneller Einheit der Sicherungsvereinbarung (vgl. BGH, NZBau 2009, 784) - nur zur Teilnichtigkeit dieser speziellen Klausel gemäß § 306 Abs. 1 BGB (vgl. BGH, WM 2009, 643).

    Dabei habe das LG übersehen, dass sich das Urteil des BGH vom 12.02.2009 (VII ZR 39/08) ausschließlich auf eine Klausel beziehe, die den Verzicht auf die Einreden des § 768 BGB vorschreibe und im dortigen Fall in der Bürgschaftsurkunde ausdrücklich festgehalten worden sei, dass die Einrede der Aufrechenbarkeit mit einer rechtskräftig festgestellten oder unbestrittenen Forderung erhalten bleibe (dort Rn 3).

    Auch die infolgedessen vom LG vorgenommene ergänzende Vertragsauslegung sei - entsprechend der Rechtsprechung des Senats (Urteil vom 30.05.2008, 22 U 13/07), bestätigt durch BGH (Urteil vom 12.02.2009, VII ZR 39/08) - nicht zu beanstanden, da davon auszugehen sei, dass die Parteien bei Kenntnis der (Teil-)Unwirksamkeit der Klausel an der Sicherungsabrede festgehalten hätten und nicht gänzlich andere alternative Sicherungen vereinbart oder gar gänzlich auf eine Vertragserfüllungsbürgschaft verzichtet hätten.

    Soweit sich die Beklagte als Bürgin gegen ihre Inanspruchnahme aus der von ihr übernommen Vertragserfüllungsbürgschaft mit dem gemäß § 768 Abs. 1 Satz 1 BGB statthaften Einwand des Bürgen (vgl. BGH, Urteil vom 12.02.2009, VII ZR 39/08, BauR 2009, 809, dort Rn 9 mwN; BGH, Urteil vom 23.01.2003, VII ZR 210/01, BGHZ 153, 311; BGH, Urteil vom 10.02.2000, IX ZR 397/98, BGHZ 143, 381), auf den sie hier auch nicht wirksam verzichtet hat (dazu noch unten), verteidigt, die der Vertragserfüllungsbürgschaft zugrundeliegende Sicherungsvereinbarung im GU-Vertrag sei insgesamt unwirksam, ist dieser statthafte Einwand der Beklagten unbegründet.

    Nur wenn der als wirksam anzusehende Teil im Gesamtgefüge des Vertrages nicht mehr sinnvoll, insbesondere der als unwirksam beanstandeten Teil der AGB-Klausel von so einschneidender Bedeutung ist, dass von einer gänzlich neuen, von der bisherigen Regelung völlig abweichenden Vertragsgestaltung gesprochen werden muss, ergreift die Unwirksamkeit der Teilklausel die Gesamtklausel (vgl. BGH, Urteil vom 12.02.2009, VII ZR 39/08, BauR 2009, 809, dort Rn 15; BGH, Urteil vom 10.10.1996, VII ZR 224/95, BauR 1997, 302; Palandt-Grüneberg, a.a.O., § 306, Rn 7 mwN).

    Nach den vorstehenden Grundsätzen hat die Vereinbarung, eine selbstschuldnerische, unbefristete Bürgschaft zu stellen, auch dann Bestand, wenn die Verpflichtung, die Bürgschaft mit einem Verzicht auf die Einrede der Aufrechenbarkeit gemäß § 770 Abs. 2 BGB zu versehen bzw. zu erbringen, unwirksam ist (vgl. BGH, Urteil vom 12.02.2009, VII ZR 39/08, BauR 2009, 809, vgl. dort Rn 16 zu einem teilweisen Verzicht des Bürgen auf die Einreden des Hauptschuldners gemäß § 768 BGB; vgl. dort Rn 23 zu einem Verzicht des Bürgen auf die Einrede der Aufrechenbarkeit gemäß § 770 Abs. 2 BGB).

    Die Verzichtserklärungen des Bürgen sind sowohl im GU-Vertrag als auch in der Bürgschaftserklärung selbst ein sprachlich und inhaltlich hinreichend deutlich trennbarer Teil der jeweiligen Vereinbarungen (vgl. BGH, Urteil vom 12.02.2009, VII ZR 39/08, BauR 2009, 308, dort Rn 17/23).

    Der Fortfall der Verpflichtung, einen Verzicht des Bürgen auf die Einrede der Aufrechenbarkeit herbeizuführen, ist nicht von so einschneidender Bedeutung, dass von einer gänzlich neuen, von der bisherigen Vertragsgestaltung völlig abweichenden Vertragsgestaltung gesprochen werden muss (vgl. BGH, Urteil vom 12.02.2009, VII ZR 39/08, BauR 2009, 308, dort Rn 18/23).

    In einer Regelung, die versucht, diesen Vorgaben gerecht zu werden, liegt eine "geschlossene Konzeption" dahingehend, dass Sicherungseinbehalt und Ablösungsrecht untrennbar miteinander verknüpft sind, was zu einer einheitlichen, die wirtschaftlichen Interessen der Vertragsparteien berücksichtigenden Gesamtbeurteilung des die Sicherungsvereinbarung betreffenden Regelungsgefüges zwingt (vgl. BGH, Urteil vom 12.02.2009, VII ZR 39/08, BauR 2009, 308, dort Rn 20 mwN/23).

    Die Stellung einer selbstschuldnerischen, unbefristeten Bürgschaft ist - im Gegenteil - gerade erst recht ohne den Verzicht auf die Einrede der Aufrechenbarkeit gemäß § 770 Abs. 2 BGB (ebenso wie ohne den Verzicht auf die Einrede des Hauptschuldners gemäß § 768 BGB) unbedenklich (vgl. BGH, Urteil vom 12.02.2009, VII ZR 39/08, BauR 2009, 308, dort Rn 20 mwN/23).

    Selbst wenn er beabsichtigt, in seinen AGB die Sicherung abweichend von den gesetzlichen Regelungen (sei es durch den Verzicht des Bürgen auf die Einrede des § 768 BGB, sei es durch den Verzicht des Bürgen auf die Einrede des § 770 Abs. 2 BGB) noch verstärken zu wollen, so ist die Vereinbarung für ihn und auch für den Auftragnehmer auch dann sinnvoll und als gewollt anzunehmen, wenn die AGB hinsichtlich des Einredeverzichts lediglich teilweise unwirksam sind (vgl. BGH, Urteil vom 12.02.2009, VII ZR 39/08, BauR 2009, 308, dort Rn 21/23).

    Sie entkleidet die Sicherungsvereinbarung im Ergebnis von dem Teil, dessen Realisierung zu einer unangemessenen Benachteiligung des Auftragnehmers/Hauptschuldners führen würde, ohne diesen - ebenso wenig interessengerecht - von der Verpflichtung zur Stellung einer Vertragserfüllungsbürgschaft als solchen vollständig zu befreien (vgl. BGH, Urteil vom 12.02.2009, VII ZR 39/08, BauR 2009, 308, dort Rn 22/23, BGH, Urteil vom 13.11.2003, VII ZR 371/01, BauR 2004, 500; BGH, Urteil vom 04.07.2002, VII ZR 502/99, BGZ 151, 229; vgl. auch Vygen/Joussen, Bauvertragsrecht nach VOB und BGB, 4. Auflage -, Rn 3053; Werner/Pastor, Der Bauprozess, 14. Auflage -, Rn 1663 mwN in Fn 733/734; vgl. auch Kuffer BauR 2003, 155/161; Schulze-Hagen, BauR 2003, 785; Siegburg, ZfIR 2002, 709).

    des GU-Vertrages zur Unwirksamkeit der gesamten Sicherungsabrede führe, da es sich um eine nicht teilbare Klausel handele, steht entgegen, dass hier - und zwar sowohl im GU-Vertrag als auch in der Bürgschaftsurkunde - die Übernahme der selbstschuldnerischen Bürgschaft als solchen und die Einredeverzichte (als lediglich angefügte Modalitäten der zuvor übernommen Bürgschaft) jeweils sprachlich und inhaltlich/systematisch - wie oben unter Bezugnahme auf die Rechtsprechung des BGH (Urteil vom 12.02.2009, VII ZR 39/08, BauR 2009, 809, dort Rn 17: "... sprachlich und inhaltlich trennbarer Teil ...") bereits ausgeführt - getrennt worden sind.

    Die Berufung der Beklagten macht auch ohne Erfolg geltend, das LG habe übersehen, dass sich das Urteil des BGH vom 12.02.2009 (VII ZR 39/08, a.a.O.) ausschließlich auf eine Klausel beziehe, die den Verzicht auf die Einreden des § 768 BGB vorschreibe.

  • BGH, 16.06.2009 - XI ZR 145/08

    Wirksamkeit einer Klausel in Allgemeinen Geschäftsbedingungen eines

    Zu den Einreden, die der Bürge seiner Inanspruchnahme entgegenhalten kann, gehört auch die Unwirksamkeit der der Bürgschaftsübernahme zugrunde liegenden Sicherungsvereinbarung (BGH, Urteil vom 12. Februar 2009 - VII ZR 39/08, WM 2009, 643, Tz. 9 m.w.N., zur Veröffentlichung in BGHZ vorgesehen).

    Für die Teilbarkeit einer solchen Klausel kommt es darauf an, ob die Sicherungsvereinbarung, mit der eine selbstschuldnerische Bürgschaft unter Verzicht des Bürgen auf die Einreden nach § 768 BGB gefordert wird, als konzeptionelle Einheit zu verstehen ist, was zu einer einheitlichen, die wirtschaftlichen Interessen der Vertragsparteien berücksichtigenden Gesamtbeurteilung des Regelungsgefüges zwingt (BGH, Urteil vom 12. Februar 2009 - VII ZR 39/08, WM 2009, 643, Tz. 20, zur Veröffentlichung in BGHZ vorgesehen).

    Für die Vertragserfüllungsbürgschaft hat der Bundesgerichtshof dies verneint und angenommen, dass diese Klausel isoliert betrachtet teilbar ist (BGH, Urteil 12. Februar 2009 - VII ZR 39/08, WM 2009, 643, Tz. 20, zur Veröffentlichung in BGHZ vorgesehen; aA Joussen in Ingenstau/Korbion, VOB-Kommentar, 16. Aufl., VOB/B § 17 Nr. 4 Rn. 40; Schmitz, Sicherheiten für die Bauvertragsparteien, ibronline Stand: 21. April 2008, Rn. 129 f.; Stammkötter, BauR 2001, 1295, 1296).

    Demgegenüber bildet eine Vereinbarung zur Sicherung von Gewährleistungsansprüchen (hier Ziffer 11.4 Satz 1) mit der Ablösungsmöglichkeit durch eine Gewährleistungsbürgschaft (hier Ziffer 11.4 Satz 2 und Ziffer 11.1) eine untrennbare Einheit (BGHZ 147, 99, 106 ; BGH, Urteile vom 22. November 2001 - VII ZR 208/00, WM 2002, 133, 134 , vom 9. Dezember 2004 - VII ZR 265/03, WM 2005, 268, 269 f. , vom 12. Februar 2009 - VII ZR 39/08, WM 2009, 643, Tz. 20, zur Veröffentlichung in BGHZ vorgesehen).

  • BGH, 24.10.2017 - XI ZR 600/16

    Bauvertrag: Wirksamkeit einer formularmäßig vereinbarten Sicherungsabrede über

    Hat der Bürge eine Sicherung gewährt, obwohl die Sicherungsabrede zwischen Hauptschuldner und Gläubiger unwirksam ist, so kann er sich nach der ständigen Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs gegenüber dem Leistungsverlangen des Gläubigers dauerhaft auf die Unwirksamkeit der Sicherungsabrede und auf die Einrede des Hauptschuldners berufen, dass der Gläubiger die Inanspruchnahme des Bürgen zu unterlassen hat (BGH, Urteile vom 23. Januar 2003 - VII ZR 210/01, BGHZ 153, 311, 316 f. mwN, vom 12. Februar 2009 - VII ZR 39/08, BGHZ 179, 374 Rn. 9, vom 1. Oktober 2014 - VII ZR 164/12, WM 2015, 844 Rn. 15 und vom 22. Januar 2015 - VII ZR 120/14, WM 2015, 1076 Rn. 14).

    aa) Für die Teilbarkeit einer solchen Klausel kommt es darauf an, ob die Sicherungsvereinbarung - hier die Ablösung eines Einbehalts durch eine selbstschuldnerische Bürgschaft unter Verzicht des Bürgen auf die Einrede nach § 770 Abs. 2 BGB - als konzeptionelle Einheit zu verstehen ist, was zu einer die wirtschaftlichen Interessen der Vertragsparteien berücksichtigenden Gesamtbeurteilung des Regelungsgefüges zwingt (BGH, Urteile vom 12. Februar 2009 - VII ZR 39/08, BGHZ 179, 374 Rn. 20 mwN und vom 16. Juni 2009 - XI ZR 145/08, BGHZ 181, 278 Rn. 34).

    Nach gefestigter Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs bildet eine Vereinbarung zur Sicherung von Gewährleistungsansprüchen mit der Ablösungsmöglichkeit durch eine Gewährleistungsbürgschaft - hier Ziffer 12.2 ZVB - eine untrennbare Einheit (BGH, Urteile vom 8. März 2001 - IX ZR 236/00, BGHZ 147, 99, 106, vom 22. November 2001 - VII ZR 208/00, WM 2002, 133, 134, vom 9. Dezember 2004 - VII ZR 265/03, WM 2005, 268, 269 f., vom 12. Februar 2009 - VII ZR 39/08, BGHZ 179, 374 Rn. 20, vom 16. Juni 2009 - XI ZR 145/08, BGHZ 181, 278 Rn. 36 und vom 28. Juli 2011 - VII ZR 207/09, WM 2011, 1697 Rn. 14).

  • BGH, 09.06.2011 - III ZR 157/10

    Mobilfunkvertrag: Inhaltskontrolle von Allgemeinen Geschäftsbedingungen für

    Sie ist sprachlich und inhaltlich trennbar in einen wirksamen und in einen unwirksamen Teil (siehe hierzu z.B. BGH, Urteil vom 12. Februar 2009 - VII ZR 39/08, NJW 2009, 1664 Rn. 15).
  • BGH, 16.06.2016 - VII ZR 29/13

    Allgemeine Geschäftsbedingungen für den Bauvertrag: Übersicherung des

    Nur wenn der als wirksam anzusehende Teil im Gesamtgefüge des Vertrags nicht mehr sinnvoll, insbesondere der als unwirksam beanstandete Klauselteil von so einschneidender Bedeutung ist, dass von einer gänzlich neuen, von der bisherigen völlig abweichenden Vertragsgestaltung gesprochen werden muss, ergreift die Unwirksamkeit der Teilklausel die Gesamtklausel (BGH, Urteil vom 22. Januar 2015 - VII ZR 120/14, BauR 2015, 832 Rn. 19 = NZBau 2015, 223; Urteil vom 1. Oktober 2014 - VII ZR 164/12, BauR 2015, 114 Rn. 27 = NZBau 2014, 759; Urteil vom 12. Februar 2009 - VII ZR 39/08, BGHZ 179, 374 Rn. 15 ff.).
  • BGH, 10.10.2013 - III ZR 325/12

    Teilbare Klauseln

    Nur wenn der als wirksam anzusehende Teil im Gesamtgefüge des Vertrags nicht mehr sinnvoll, insbesondere der als unwirksam beanstandete Klauselteil von so einschneidender Bedeutung ist, dass von einer gänzlich neuen, von der bisherigen völlig abweichenden Vertragsgestaltung gesprochen werden muss, ergreift die Unwirksamkeit der Teilklausel die Gesamtklausel (BGH, Urteile vom 10. Oktober 1996 - VII ZR 224/95, NJW 1997, 394, 395 mwN und vom 12. Februar 2009 - VII ZR 39/08, NJW 2009, 1664 Rn. 15).

    Der Fortfall der Möglichkeit zur Weiterabtretung ist nach alledem nicht von so einschneidender Bedeutung, dass von einer gänzlich neuen, von der bisherigen völlig abweichenden Vertragsgestaltung gesprochen werden muss (vgl. auch BGH, Urteile vom 12. Februar 2009 - VII ZR 39/08, NJW 2009, 1664 Rn. 17 ff; vom 16. Juni 2009 - XI ZR145/08, NJW 2009, 3422 Rn. 32 ff; vom 28. Juli 2011 - VII ZR 207/09, NJW-RR 2011, 1526 Rn. 14, 20).

  • BGH, 09.12.2010 - VII ZR 7/10

    AGB eines Bauvertrages: Übersicherung des Auftraggebers durch Verwendung von zwei

    Hat der Bürge eine Sicherung gewährt, obwohl die Sicherungsabrede zwischen Hauptschuldner und Gläubiger unwirksam ist, kann er sich gegenüber dem Leistungsverlangen des Gläubigers auf die Unwirksamkeit der Sicherungsabrede und auf den Einwand des Hauptschuldners berufen, dass der Gläubiger die Inanspruchnahme des Bürgen zu unterlassen habe (BGH, Urteil vom 12. Februar 2009 - VII ZR 39/08, BGHZ 179, 375, 378 m.w.N.).

    a) Das Berufungsgericht hat unter Bezugnahme auf das Urteil des Senats vom 12. Februar 2009 (VII ZR 39/08, BGHZ 179, 374) angenommen, dass die Sicherungsabrede zur Vertragserfüllungsbürgschaft als sprachlich und inhaltlich ausreichend abgetrennter Teil des Vertrags unabhängig von den sonstigen vertraglichen Regelungen einer AGB-rechtlichen Überprüfung zu unterziehen sei.

  • BGH, 01.10.2014 - VII ZR 164/12

    Formularmäßiger Bauvertrag: Inhaltskontrolle für eine Gewährleistungsbürgschaft

  • BGH, 22.01.2015 - VII ZR 120/14

    Formularmäßiger Bauvertrag: Inhaltskontrolle für eine Vertragserfüllungs- und

  • BGH, 07.11.2013 - VII ZR 167/11

    Sicherung des Erwerbers im Bauträgervertrag: Wirksamkeit einer durch eine

  • BGH, 22.03.2018 - IX ZR 99/17

    Genussrechte als inhaltsgleiche Schuldverschreibungen aus Gesamtemissionen durch

  • BGH, 28.07.2011 - VII ZR 207/09

    VOB-Vertrag: AGB-Klausel des Auftraggebers über die Befugnis des Auftragnehmers

  • BGH, 14.01.2015 - XII ZR 176/13

    Gewerblicher Kraftfahrzeugmietvertrag: Beurteilung einer Klausel zur

  • BGH, 30.03.2017 - VII ZR 170/16

    Bauvertrag: Wirksamkeit eines formularmäßig vereinbarten Sicherheitseinbehalts

  • OLG Karlsruhe, 04.02.2013 - 1 U 168/12

    Inanspruchnahme des Bürgen für ein Darlehen: Fälligkeit eines

  • OLG Rostock, 25.02.2016 - 3 U 73/12

    Mietvertragskündigung durch den Insolvenzverwalter: Bürgenhaftung bei

  • OLG Hamburg, 26.11.2010 - 1 U 163/09

    Bauvertrag: Verlängerung der Gewährleistungsfrist wegen einer der Arglist

  • OLG Nürnberg, 21.08.2012 - 6 U 781/12

    Aufrechnung mit unbestrittenen Gegenforderungen ausgeschlossen: Sicherungsabrede

  • OLG Hamm, 02.03.2010 - 21 U 139/09

    Auslegung der Gestellung einer Gewährleistungsbürgschaft zur Ablösung des

  • LG Krefeld, 03.07.2013 - 2 O 363/12

    Verzicht auf die Einrede der Aufrechenbarkeit i.R. eines Bürgschaftsvertrags;

  • OLG Frankfurt, 19.05.2014 - 18 U 56/13

    Wirksamkeit einer Sicherungsabrede aus einem Bauvertrag

  • OLG Köln, 12.10.2016 - 11 U 3/16

    Wirksamkeit einer Gewährleistungsbürgschaft

  • OLG Dresden, 23.04.2014 - 12 U 97/14

    Ausschluss von § 770 Abs. 2 BGB: Sicherungsabrede für Mängelansprüche unwirksam!

  • OLG Frankfurt, 12.05.2016 - 22 U 34/15

    Herausgabe Vertragserfüllungs- und Mängelrechtebürgschaft

  • LG Neuruppin, 03.07.2013 - 5 O 105/11

    Formularmäßiger Bauvertrag: Wirksamkeit einer Klausel über den Austausch der

  • OLG Hamm, 09.02.2017 - 24 U 129/15

    Bürgschaft; Gewährleistungsbürgschaft; Vertragserfüllungsbürgschaft;

  • OLG München, 22.12.2009 - 9 U 1937/09

    Bauvertrag: Zulässigkeit der Vereinbarung einer Erfüllungsbürgschaft in Höhe von

  • OLG Köln, 10.05.2012 - 24 U 118/11

    Formularmäßige Vereinbarung der Stellung einer Vertragserfüllungsbürgschaft im

  • OLG Frankfurt, 27.09.2012 - 5 U 7/12

    Kondizierbarkeit einer Gewährleistungsbürgschaft wegen Unwirksamkeit der

  • OLG Koblenz, 05.05.2014 - 12 U 231/13

    Bürgschaft: Anspruch aus einer Vertragserfüllungsbürgschaft; Wirksamkeit der

  • BGH, 15.01.2013 - XI ZR 400/11

    Zulässigkeit der Beschränkung der Revisionszulassung auf die Frage der

  • LG Dortmund, 28.05.2009 - 2 O 353/08
  • OLG Frankfurt, 29.04.2010 - 10 U 75/09

    Ansprüche aus Vertragserfüllungsbürgschaft

  • LG Mainz, 14.11.2014 - 2 O 33/13

    Bürge kann gezahlten Bürgschaftsbetrag nicht zurückverlangen!

  • OLG Köln, 10.02.2016 - 11 U 136/15

    Formularmäßige Vereinbarung des Erfordernisses der Abnahme von Bauarbeiten durch

  • OLG Frankfurt, 29.10.2014 - 23 U 62/14

    Einreden des Bürgen bei selbstschuldnerischer Bürgschaft

  • OLG Hamburg, 15.10.2010 - 9 W 65/10

    Einstweiliger Verfügungsantrag gegen die Inanspruchnahme des Bankbürgen aus einer

  • OLG Frankfurt, 16.07.2013 - 10 U 220/12

    Bauvertrag: Formularmäßige Vereinbarung einer Austauschbürgschaft auf erstes

  • LG Köln, 08.12.2015 - 27 O 295/15
  • OLG Köln, 27.10.2010 - 17 U 128/09

    Bei individualvertraglicher Festlegung einer Rangfolge von einzelnen

  • OLG Frankfurt, 19.12.2017 - 5 U 149/16

    Kein vollständiger Ausschluss aller Einreden durch Verzicht des Bürgen in AGB

  • OLG Frankfurt, 14.06.2017 - 16 U 58/16

    Bürgschaft: Unwirksamkeit eines formularmäßigen Verzichts auf Einrede der

  • LG Köln, 21.12.2010 - 27 O 157/10

    Anspruch auf Zahlung aus einer Gewährleistungsbürgschaft; Unwirksamkeit der

  • OLG München, 24.09.2018 - 9 U 1903/18

    Ausschluss der Einrede der Anfechtbarkeit: Sicherungsabrede insgesamt unwirksam?

  • OLG Celle, 23.04.2014 - 13 U 9/14

    Einbehalte von insgesamt 13,43%: Sicherungsabrede unwirksam!

  • VG Ansbach, 12.08.2014 - AN 4 K 13.01617

    Ablieferung von Überschüssen aus der Pfandverwertung an die Behörde;

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