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   BGH, 09.12.2010 - VII ZR 7/10   

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https://dejure.org/2010,1419
BGH, 09.12.2010 - VII ZR 7/10 (https://dejure.org/2010,1419)
BGH, Entscheidung vom 09.12.2010 - VII ZR 7/10 (https://dejure.org/2010,1419)
BGH, Entscheidung vom 09. Dezember 2010 - VII ZR 7/10 (https://dejure.org/2010,1419)
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Volltextveröffentlichungen (15)

  • rechtsprechung-im-internet.de

    § 9 Abs 1 AGBG, § 768 Abs 1 S 1 BGB
    AGB eines Bauvertrages: Übersicherung des Auftraggebers durch Verwendung von zwei Sicherungsklauseln

  • Deutsches Notarinstitut

    AGBG § 9; AEntG § 1a
    Unzulässige Verknüpfung von Vertragserfüllungsbürgschaft und Abschlagszahlungseinbehalt bei Bauvertrag

  • JLaw (App) | www.prinz.law PDF
  • Wolters Kluwer

    Wirksamkeit der AGB Klausel des Auftraggebers eines Bauvertrages mit der Bestimmung zur Stellung einer Vertragserfüllungsbürgschaft; Verpflichtung zur Stellung einer Vertragserfüllungsbürgschaft bei gleichzeitiger Zahlungsbeschränkung bzgl. der sich aus geprüften ...

  • zfir-online.de(Leitsatz frei, Volltext 3,90 €)

    AGBG § 9 Abs. 1
    Unwirksamkeit von Bauvertrags-AGB mit Sicherung der Erfüllung sowohl durch Einbehalt bei Abschlagszahlungen als auch Vertragserfüllungsbürgschaft

  • grundeigentum-verlag.de(Abodienst, Leitsatz frei)

    Vertragserfüllungsbürgschaft in Höhe von 10 % der Auftragssumme in Kombination mit Einbehalt von 10 % der Abschlagsrechnungen; Bauvertrag; Erfüllungsbürgschaft; Werklohnforderung

  • WM Zeitschrift für Wirtschafts- und Bankrecht(Abodienst; oder: Einzelerwerb Volltext 12,79 €)

    Zur Unwirksamkeit einer in AGB des Auftraggebers eines Bauvertrages enthaltenen Klausel, dass der Auftragnehmer zur Sicherung der vertragsgemäßen Ausführung der Werkleistungen eine Vertragserfüllungsbürgschaft in Höhe von 10 % der Auftragssumme zu stellen hat, bei ...

  • rewis.io
  • rechtsportal.de(Abodienst, kostenloses Probeabo)

    Wirksamkeit der AGB Klausel des Auftraggebers eines Bauvertrages mit der Bestimmung zur Stellung einer Vertragserfüllungsbürgschaft; Verpflichtung zur Stellung einer Vertragserfüllungsbürgschaft bei gleichzeitiger Zahlungsbeschränkung bzgl. der sich aus geprüften ...

  • datenbank.nwb.de
  • ibr-online(Abodienst, kostenloses Probeabo, Leitsatz frei)

    10% Erfüllungsbürgschaft bei 90% Abschlagszahlung unzulässig!

  • juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)

Kurzfassungen/Presse (7)

  • ferner-alsdorf.de (Kurzinformation)

    Bauvertrag: Zur Wirksamkeit der Sicherungsabrede bei möglicher Übersicherung

  • Rechtslupe (Kurzinformation/Zusammenfassung)

    Vertragserfüllungsbürgschaft und Sicherungseinbehalt

  • koelner-hug.de (Kurzinformation/Leitsatz)

    Vertragserfüllungsbürgschaft und Einbehalt: Doppelte Absicherung zulässig?

  • schluender.info (Kurzinformation)

    Kombination aus 10% Vertragserfüllungsbürgschaft und 90% Abschlagszahlung in AGB unwirksam

  • anwalt.de (Kurzinformation)

    Bauvertrag - Kombination von Erfüllungsbürgschaft (10 %) und Abzügen bei Abschlagsrechnungen (10 %)

  • bbgundpartner.de PDF (Kurzinformation)

    Übersicherung durch kombinierte Vertragserfüllungsbürgschaft und Abschlagszahlungsvereinbarung

  • fgvw.de (Kurzinformation)

    Baurecht: Unwirksame Übersicherung für Vertragserfüllung

Besprechungen u.ä. (4)

  • ewir-online.de(Leitsatz frei, Besprechungstext 3,90 €) (Entscheidungsbesprechung)

    BGB §§ 307, 632a
    Unwirksamkeit von Bauvertrags-AGB mit Sicherung der Erfüllung sowohl durch Einbehalt bei Abschlagszahlungen als auch durch Vertragserfüllungsbürgschaft

  • mek-law.de PDF, S. 1 (Entscheidungsbesprechung)

    Unwirksame AGB eines Bauvertrages: Vertragserfüllungsbürgschaft mit 10% der Auftragssumme bei gleichzeitiger 90%-iger Abschlagszahlungsregelung

  • ibr-online(Abodienst, kostenloses Probeabo) (Entscheidungsbesprechung)

    10%-Vertragserfüllungsbürgschaft und 90% Abschlagszahlung in AGB des AG: Unwirksam! (IBR 2011, 138)

  • ibr-online (Entscheidungsbesprechung)

    Vertragserfüllungsbürgschaft von 10% der Auftragssumme in AGB gefordert: Wirksam? (IBR 2011, 139)

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Verfahrensgang

Papierfundstellen

  • NJW 2011, 2125
  • MDR 2011, 219
  • NZBau 2011, 229
  • WM 2011, 598
  • BauR 2011, 677
  • ZfBR 2011, 241
 
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Wird zitiert von ... (30)

  • BGH, 07.04.2016 - VII ZR 56/15

    Bauvertrag: Einbeziehung einer insolvenzabhängigen Lösungsklausel; Vereinbarung

    Die auf diesen Prozentsatz beschränkte Absicherung des Auftraggebers ist daher nicht zu beanstanden (BGH, Urteil vom 20. März 2014 - VII ZR 248/13, BGHZ 200, 326 Rn. 15; Urteil vom 9. Dezember 2010 - VII ZR 7/10, BauR 2011, 677 Rn. 19 = NZBau 2011, 229).
  • BGH, 20.03.2014 - VII ZR 248/13

    Generalunternehmervertrag: Wirksamkeit von Regelungen zur

    Als unangemessen im Sinne dieser Vorschrift wird nach der ständigen Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs eine Klausel angesehen, in der der Verwender missbräuchlich eigene Interessen auf Kosten des Vertragspartners durchzusetzen versucht, ohne die Interessen des Vertragspartners hinreichend zu berücksichtigen und ihm einen angemessenen Ausgleich zuzugestehen (siehe nur BGH, Urteil vom 9. Dezember 2010 - VII ZR 7/10, BauR 2011, 677 Rn. 18 = NZBau 2011, 229).

    Der sich daraus ergebende finanzielle Mehraufwand wird vielfach 10 % der Auftragssumme erreichen oder sogar überschreiten (BGH, Urteil vom 9. Dezember 2010 - VII ZR 7/10, aaO, Rn. 19).

  • BGH, 16.06.2016 - VII ZR 29/13

    Allgemeine Geschäftsbedingungen für den Bauvertrag: Übersicherung des

    Abschlagszahlungsregelungen, die vorsehen, dass der Auftraggeber trotz vollständig erbrachter Werkleistung einen Teil des Werklohns einbehalten darf, können zur Unwirksamkeit einer Sicherungsabrede betreffend eine Vertragserfüllungsbürgschaft führen, wenn sie in Verbindung mit dieser bewirken, dass die Gesamtbelastung durch die vom Auftragnehmer zu stellenden Sicherheiten das Maß des Angemessenen überschreitet (Anschluss an BGH, Urteil vom 9. Dezember 2010, VII ZR 7/10, BauR 2011, 677 = NZBau 2011, 229).

    Zutreffend führt das Berufungsgericht zunächst aus, dass eine zwischen dem Auftraggeber und dem Auftragnehmer getroffene Sicherungsabrede, nach der letzterer eine Vertragserfüllungsbürgschaft zu stellen hat, den Auftragnehmer gemäß § 307 Abs. 1 BGB unangemessen benachteiligt und unwirksam ist, wenn der Verwender missbräuchlich eigene Interessen auf Kosten des Vertragspartners durchzusetzen versucht, ohne die Interessen des Vertragspartners hinreichend zu berücksichtigen und ihm einen angemessenen Ausgleich zuzugestehen (vgl. BGH, Urteil vom 9. Dezember 2010 - VII ZR 7/10, BauR 2011, 677 Rn. 18 = NZBau 2011, 229; Urteil vom 20. April 2000 - VII ZR 458/97, BauR 2000, 1498, 1499, juris Rn. 30 = NZBau 2000, 424; jeweils m.w.N.).

    Nach ständiger Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs kann sich die unangemessene Benachteiligung - wie das Berufungsgericht zu Recht erkennt - dabei auch aus einer Gesamtwirkung mehrerer, jeweils für sich genommen nicht zu beanstandender Vertragsbestimmungen ergeben (vgl. BGH, Urteil vom 1. Oktober 2014 - VII ZR 164/12, BauR 2015, 114 Rn. 26 = NZBau 2014, 759; Urteil vom 9. Dezember 2010 - VII ZR 7/10, BauR 2011, 677 Rn. 16 m.w.N. = NZBau 2011, 229).

    Solche Abschlagszahlungsregelungen können daher zur Unwirksamkeit der Sicherungsabrede führen, wenn sie in Verbindung mit der Vertragserfüllungsbürgschaft bewirken, dass die Gesamtbelastung durch die vom Auftragnehmer zu stellenden Sicherheiten das Maß des Angemessenen überschreitet (vgl. BGH, Urteil vom 9. Dezember 2010 - VII ZR 7/10, BauR 2011, 677 Rn. 23 f. = NZBau 2011, 229; OLG Celle, BauR 2015, 676, 678, juris Rn. 34 ff. = NZBau 2014, 696).

  • BGH, 22.11.2012 - VII ZR 222/12

    AGB eines Abfallentsorgungsunternehmens: Inhaltskontrolle einer Klausel zur

    Als unangemessen i.S.d. § 307 Abs. 1 Satz 1 BGB wird nach der ständigen Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs eine Klausel angesehen, in der der Verwender missbräuchlich eigene Interessen auf Kosten des Vertragspartners durchzusetzen versucht, ohne die Interessen des Vertragspartners hinreichend zu berücksichtigen und ihm einen angemessenen Ausgleich zuzugestehen (BGH, Urteil vom 9. Dezember 2010 - VII ZR 7/10, BauR 2011, 677 Rn. 18 = NZBau 2011, 229 = ZfBR 2011, 241; Urteil vom 20. April 2000 - VII ZR 458/97, BauR 2000, 1498 = NZBau 2000, 424 = ZfBR 2000, 477; Urteil vom 5. Juni 1997 - VII ZR 324/95, BGHZ 136, 27).
  • BGH, 05.05.2011 - VII ZR 179/10

    Wirksamkeit einer Sicherungsabrede in einem Bauvertrag: Zulässigkeit einer

    Denn der Verwender von zwei Sicherungsklauseln, von denen eine nur Bestand haben kann, wenn die andere unwirksam ist, kann sich zur Begründung der Wirksamkeit der erstgenannten Klausel nicht darauf berufen, dass letztgenannte, ebenfalls von ihm selbst gestellte Klausel unangemessen und damit unwirksam ist (vgl. BGH, Urteil vom 9. Dezember 2010 - VII ZR 7/10, BauR 2011, 677 = ZfBR 2011, 241).
  • BGH, 16.02.2017 - VII ZR 242/13

    Architektenvertrag: Wirksamkeit einer Klausel über ein Selbsteintrittsrecht des

    Als unangemessen im Sinne dieser Vorschrift wird nach der ständigen Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs eine Klausel angesehen, in der der Verwender missbräuchlich eigene Interessen auf Kosten des Vertragspartners durchzusetzen versucht, ohne die Interessen des Vertragspartners hinreichend zu berücksichtigen und ihm einen angemessenen Ausgleich zuzugestehen (siehe nur BGH, Urteil vom 20. März 2014 - VII ZR 248/13, BGHZ 200, 326 Rn. 15; Urteil vom 9. Dezember 2010 - VII ZR 7/10, BauR 2011, 677 Rn. 18 = NZBau 2011, 229).
  • BGH, 01.10.2014 - VII ZR 164/12

    Formularmäßiger Bauvertrag: Inhaltskontrolle für eine Gewährleistungsbürgschaft

    Vielmehr ist für eine Übergangszeit, wobei der maßgebende Zeitpunkt der 1. Januar 2003 ist, der Vertrag dahin auszulegen, dass der Auftragnehmer eine unbefristete, selbstschuldnerische Bürgschaft schuldet (vgl. BGH, Urteil vom 4. Juli 2002 - VII ZR 502/99, BGHZ 151, 229, 234 ff.; Urteil vom 25. März 2004 - VII ZR 453/02, BauR 2004, 1143, 1145 = NZBau 2004, 322; Urteil vom 9. Dezember 2010 - VII ZR 7/10, BauR 2011, 677 Rn. 20 = NZBau 2011, 229).
  • BGH, 16.07.2020 - VII ZR 159/19

    Überschneidung von Vertragserfüllungs- und Mängelbürgschaft: Sicherungsabrede

    Dabei kann sich die unangemessene Benachteiligung nach ständiger Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs auch aus einer Gesamtwirkung mehrerer, jeweils für sich genommen nicht zu beanstandender Vertragsbestimmungen ergeben (vgl. BGH, Urteil vom 16. Juni 2016 - VII ZR 29/13 Rn. 15, BauR 2016, 1475 = NZBau 2016, 556; Urteil vom 9. Dezember 2010 - VII ZR 7/10 Rn. 16, BauR 2011, 677 = NZBau 2011, 229, jeweils m.w.N.).
  • OLG Düsseldorf, 13.06.2014 - 22 U 150/13

    AGB-widriger Einredeverzicht berührt Wirksamkeit der Bürgschaftsabrede nicht!

    Der BGH habe deshalb im Urteil vom 09.12.2010 (VII ZR 7/10) auch ausdrücklich entschieden, dass eine Regelung nur dann unwirksam sei, wenn neben der Besicherung durch den Einbehalt von Abschlagszahlungen noch zusätzlich eine Sicherung durch eine Vertragserfüllungsbürgschaft hinzutrete.

    (2) Auch im Urteil vom 09.12.2010 (VII ZR 7/10, BauR 2011, 677) hat der BGH an seiner o.a. Rechtsprechung zu Vertragserfüllungsbürgschaften ausdrücklich festgehalten (vgl. dort Rn 15) und dort lediglich klargestellt, dass die belastende Wirkung einer für sich allein gesehen noch hinnehmbaren Klausel durch eine oder mehrere weitere Vertragsbestimmungen derart verstärkt werden kann, dass Vertragspartner des Verwenders im Ergebnis unangemessen benachteiligt wird (so für den dortigen Fall, dass neben einer Vertragserfüllungsbürgschaft in Höhe von 10 % der Auftragssumme im Vertrag noch zusätzlich bestimmt ist, dass die sich aus den geprüften Abschlagsrechnungen ergebenden Werklohnforderungen des Auftragnehmers nur zu 90 % zu bezahlen seien (vgl. dort Rn 16 ff. mwN).

    Die Berufung der Beklagten stützt sich aus gleichen Gründen auch ohne Erfolg darauf, der BGH habe im Urteil vom 09.12.2010 (VII ZR 7/10, BauR 2011, 677) ausdrücklich entschieden, dass eine Regelung unwirksam sei, wenn neben der Besicherung durch den Einbehalt von Abschlagszahlungen noch zusätzlich eine Sicherung durch eine Vertragserfüllungsbürgschaft hinzutrete.

    Der BGH hat vielmehr auch im Urteil vom 09.12.2010 (a.a.O., Rn 15) ausdrücklich an den Feststellungen in seinem Urteil vom 12.02.2009 unter Bezugnahme auf sein früheres Urteil vom 25.03.1998 (VIII ZR 244/97, NJW 1998, 2284) festgehalten.

    Er hat im Urteil vom 09.12.2010 (a.a.O., Rn 16) indes ausdrücklich differenziert und klargestellt, dass es im dort entschiedenen Fall (anders als im Urteil vom 12.02.2009, a.a.O., Rn 15) allein darum ging, ob zwei getrennte, an sich voneinander unabhängig zu beurteilende Klauseln (nämlich: Vertragserfüllungsbürgschaft in Höhe von 10 % der Auftragssumme u n d zusätzlich auch noch Einbehalte bei den Abschlagszahlungen von 10 %) in ihrem Zusammenwirken zu einer unangemessenen Benachteiligung führen.

  • OLG Stuttgart, 17.01.2017 - 10 U 81/16

    Auftragnehmer muss Bürgschaft über 10 % der Brutto-Auftragssumme stellen!

    Die unangemessene Benachteiligung kann sich dabei auch aus einer Gesamtwirkung mehrerer, jeweils für sich genommen nicht zu beanstandender Vertragsbestimmungen ergeben (BGH BauR 2016, 1475 = NJW 2016, 2802 m.w.N.; vgl. zur früheren Rechtslage Markus/Kaiser/Kapellmann - Kaiser, AGB-Handbuch Bauvertragsklauseln, 4. Aufl. 2014, Rn. 878a m.w.N., u.a. auf OLG München BauR 2010, 1230; BGH NJW 2011, 2125; OLG Köln BauR 2012, 1998; OLG Frankfurt BauR 2011, 1862).

    Die Vereinbarung einer Brutto-Auftragssumme ist grundsätzlich nicht zu beanstanden (BGH NJW 2011, 2125; Vorinstanz OLG München BauR 2010, 1230; Hofmann/Frikell/ Schwamb, a.a.O., S. 423; Markus/Kaiser/Kapellmann - Kaiser, a.a.O., Rn. 868; Kapellmann/ Messerschmidt - Thierau, a.a.O., § 17 VOB/B Rn. 45).

    Die Brutto-Auftragssumme als Bezugsgröße wurde bislang stets akzeptiert (z.B. BGH BauR 2016, 1475; BGH NJW 2011, 2125; BGH BauR 2000, 1498; explizit in Abgrenzung zur Netto-Auftragssumme OLG Köln BauR 2014, 1785; Kniffka/Koeble, a.a.O., 10. Teil Rn. 48 Fn. 79 m.w.N.).

    Mag er in seinen Allgemeinen Geschäftsbedingungen die Sicherung abweichend von den gesetzlichen Regelungen durch den teilweisen Verzicht auf die Einrede der " Aufrechnung " noch verstärken wollen, so ist die Vereinbarung für ihn und den Auftragnehmer auch dann sinnvoll und gewollt, wenn diese Allgemeinen Geschäftsbedingungen unwirksam sind (vgl. BGHZ 179, 374 Rn. 21 für den Fall des Einredeverzichts nach § 768 BGB; BGH BauR 2016, 1475 zu Einreden nach § 770 Abs. 1 und 2 BGB m.w.N.; vgl. BGH BauR 2011, 677; OLG Düsseldorf NJW-RR 2015, 307).

    g) Die einzelnen unwirksamen Klauseln sind hinsichtlich der Frage einer Gesamtunwirksamkeit der Sicherungsabrede in einer Gesamtwürdigung zu bewerten (BGH BauR 2011, 677; BGH BauR 2016, 1475).

    a) Eine Sicherungsabrede mit einer Vertragserfüllungsbürgschaft in Höhe von 10 % der Auftragssumme zusammen mit der Vereinbarung über einen Sicherungseinbehalt über Abschlagszahlungen nur zu 90 % führt zu einer Übersicherung und ist daher - insgesamt - unwirksam (BGH NJW 2011, 2125 = BauR 2011, 667; BGH BauR 2016, 1475; vgl. OLG Frankfurt BauR -, 1158; Hofmann/Frikell/Schwamb, a.a.O., S. 423; Markus/Kaiser/Kapellmann - Kaiser, a.a.O., Rn. 871).

    Ein solcher Anspruch kann dem Grunde nach gegeben sein (vgl. den Fall der unwirksamen Forderung einer Bürgschaft auf erstes Anfordern bei einer Gewährleistungsbürgschaft; BGH NJW 2011, 2125; BGHZ 154, 378; Kniffka/Koeble, a.a.O., 10. Teil Rn. 89 m.w.N.; Hofmann/Frikell/Schwamb, a.a.O., S. 418).

  • OLG München, 10.04.2012 - 9 U 5645/10

    Bauvertrag: Wirksamkeit einer Vertragserfüllungsbürgschaft von 15% in AGB

  • OLG Stuttgart, 09.07.2019 - 10 U 247/18

    Formularmäßiger Bauvertrag mit einem öffentlichen Auftraggeber: Wirksamkeit einer

  • OLG Celle, 23.04.2014 - 13 U 9/14

    Einbehalte von insgesamt 13,43%: Sicherungsabrede unwirksam!

  • LG Wiesbaden, 07.02.2014 - 1 O 139/13

    Bauinsolvenz - Doch kein Abgesang auf § 8 Abs. 2 VOB/B?

  • OLG Celle, 05.03.2014 - 7 U 114/13

    Vertragserfüllungsbürgschaftsklausel im Generalunternehmervertrag: Unwirksamkeit

  • OLG Köln, 10.05.2012 - 24 U 118/11

    Formularmäßige Vereinbarung der Stellung einer Vertragserfüllungsbürgschaft im

  • OLG Celle, 02.10.2019 - 14 U 94/19

    Handschriftliche Eintragungen in AGB-Formulare führen nicht unbedingt zu einer

  • OLG Hamm, 11.10.2013 - 12 U 15/13

    Preisgleitung in der Höhe der Inflationsrate: Klausel wirksam!

  • OLG Hamm, 09.02.2017 - 24 U 129/15

    Bürgschaft; Gewährleistungsbürgschaft; Vertragserfüllungsbürgschaft;

  • OLG Bamberg, 26.06.2018 - 5 U 99/15

    Bauvertrag, Schadensersatz, Annahmeverzug, Gesamtschuldner, Abnahmeprotokoll,

  • OLG Koblenz, 05.05.2014 - 12 U 231/13

    Bürgschaft: Anspruch aus einer Vertragserfüllungsbürgschaft; Wirksamkeit der

  • LG Köln, 24.06.2011 - 82 O 2/11

    Ansprüchen aus einer Vertragserfüllungsbürgschaft aufgrund der Unwirksamkeit der

  • OLG Frankfurt, 19.05.2014 - 18 U 56/13

    Wirksamkeit einer Sicherungsabrede aus einem Bauvertrag

  • OLG Karlsruhe, 06.08.2013 - 19 U 99/12

    Formularmäßige Vereinbarung einer Sicherung von Gewährleistungsansprüchen

  • OLG Frankfurt, 19.03.2013 - 5 U 77/12

    Unwirksamkeit der Sicherungsvereinbarung in Generalunternehmervertrag wegen

  • LG Karlsruhe, 07.05.2013 - 11 O 53/11

    Gewerberaummiete: Wirksamkeit einer Mietvertragsklausel über ein Vormietrecht;

  • LG Bochum, 27.11.2012 - 17 O 100/10

    Vorliegen einer Gesamtnichtigkeit eines Anlieferungsvertrages bei Unwirksamkeit

  • LG Berlin, 07.03.2013 - 20 O 272/12

    Sicherungsabrede aus dem VHB Bund (Ausgabe 2002) unwirksam!

  • OLG Celle, 11.06.2014 - 13 U 9/14

    Einbehalte von insgesamt 13,43%: Sicherungsabrede unwirksam!

  • LG Wiesbaden, 11.03.2020 - 12 O 96/19

    Vertragserfüllungsbürgschaft für alle "bis dahin erhobenen Ansprüche":

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