Rechtsprechung
   BGH, 17.03.2004 - VIII ZR 107/02   

Volltextveröffentlichungen (12)

  • Judicialis
  • JLaw (App) | www.prinz.law PDF
  • Jurion

    Bedeutung der Klageschrift für den Gang des Verfahrens; Erfordernis der Angabe einer ladungsfähigen Anschrift; Vereitelung künftiger Kostenerstattungsansprüche

  • grundeigentum-verlag.de(Abodienst, Leitsatz frei)

    Keine spätere Unzulässigkeit der Klage bei unrichtiger neuer Anschrift

  • WM Zeitschrift für Wirtschafts- und Bankrecht(Abodienst; oder: Einzelerwerb Volltext 11,50 €)

    Zur Bedeutung einer ladungsfähigen Anschrift des Klägers im Rechtsstreit nach einer ordnungsgemäßen Klageerhebung

  • rechtsportal.de(Abodienst, kostenloses Probeabo)

    ZPO § 253 Abs. 2 Nr. 1, Abs. 4 § 130 Nr. 1
    Abweisung einer Klage bei unklarer Anschrift des Klägers

  • datenbank.nwb.de
  • ibr-online(Abodienst, kostenloses Probeabo, Leitsatz frei)

    Verfahrensrecht - Bedeutung einer ladungsfähigen Anschrift

  • juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)

Besprechungen u.ä. (2)

  • IWW (Entscheidungsbesprechung)

    Klageschrift - Was passiert, wenn die ladungsfähige Anschrift des Klägers fehlt oder im Prozess unrichtig wird?

  • ibr-online(Abodienst, kostenloses Probeabo) (Entscheidungsbesprechung)

    Sitzverlegung und Wegfall der ladungsfähigen Anschrift des Klägers während des Prozesses (IBR 2004, 1073)

Papierfundstellen

  • NJW-RR 2004, 1503
  • MDR 2004, 1014
  • MDR 2004, 1015
  • FamRZ 2004, 943
  • WM 2004, 2325



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Wird zitiert von ... (36)  

  • BGH, 19.03.2013 - VI ZR 93/12  

    Zulässigkeit einer Berichterstattung über ein laufendes Strafverfahren

    a) Der Kläger muss in der Klageschrift grundsätzlich eine ladungsfähige Anschrift angeben, weil hierdurch seine Bereitschaft dokumentiert wird, auf Anordnung des Gerichts persönlich zu erscheinen, und gewährleistet ist, dass er den Prozess nicht aus dem Verborgenen führt, um sich eventueller nachteiliger Folgen, insbesondere der Kostenpflicht im Fall des Unterliegens, zu entziehen (BGH, Urteile vom 9. Dezember 1987 - IVb ZR 4/87, BGHZ 102, 332, 335 f.; vom 17. März 2004 - VIII ZR 107/02, NJW-RR 2004, 1503; Beschluss vom 1. April 2009 - XII ZB 46/08, NJW-RR 2009, 1009 Rn. 11).

    Deshalb bleibt die Klage zulässig, wenn erst im Lauf des Prozesses die ladungsfähige Anschrift entfällt (BGH, Urteil vom 17. März 2004 - VIII ZR 107/02, aaO; Beschluss vom 1. April 2009 - XII ZB 46/08, aaO Rn. 12).

  • BGH, 11.12.2014 - I ZR 113/13  

    Wettbewerbsverstoß im Internet: Vorliegen einer geschäftlichen Handlung bei

    Fehlt es daran, ist die Klage unzulässig, wenn die Angabe schlechthin und ohne zureichenden Grund verweigert wird (vgl. BGH, Urteil vom 9. Dezember 1987 - IVb ZR 4/87, BGHZ 102, 332, 334 ff.; Urteil vom 17. März 2004 - VIII ZR 107/02, NJW-RR 2004, 1503; Urteil vom 19. März 2013 - VI ZR 93/12, NJW 2013, 1681 Rn. 12 mwN).
  • BGH, 28.06.2018 - I ZR 257/16  

    Ausreichen der Angabe der im Handelsregister eingetragenen Geschäftsanschrift

    Für eine solche Ausnahme bedarf es triftiger Gründe, etwa schwer zu beseitigender Schwierigkeiten oder schutzwürdiger Geheimhaltungsinteressen (BGHZ 102, 332, 336 [juris Rn. 8]; BGH, Urteil vom 17. März 2004 - VIII ZR 107/02, NJW-RR 2004, 1503 [juris Rn. 9]).
  • BGH, 06.12.2012 - VII ZR 74/12  

    Anordnung der öffentlichen Zustellung im Erkenntnisverfahren

    Der Beklagte hat in der Berufungsbegründung vom 1. Juli 2011, Seite 34 f. zur Zulässigkeit der Widerklage unter dem Gesichtspunkt der notwendigen Angabe einer ladungsfähigen Anschrift (vgl. hierzu BGH, Urteil vom 9. Dezember 1987 - IVb ZR 4/87, BGHZ 102, 332, 334 ff.; BGH, Urteil vom 17. März 2004 - VIII ZR 107/02, NJW-RR 2004, 1503) ausgeführt, das Landgericht hätte, selbst wenn es dessen Vortrag zu seiner Wohnsituation im Zeitpunkt der Erhebung der Widerklage als unzureichend hätte ansehen dürfen, infolge des weiteren Beklagtenvortrags seine Meinung ändern müssen; für die Frage der Zulässigkeit der Widerklage komme es nicht auf den Zeitpunkt der öffentlichen Zustellung, sondern auf den Zeitpunkt des Schlusses der mündlichen Verhandlung an; zu diesem Zeitpunkt seien dem Landgericht alle ladungsfähigen Anschriften bekannt gewesen; Mängel im notwendigen Inhalt der Klageschrift könnten noch bis zum Schluss der mündlichen Verhandlung behoben werden.
  • BGH, 11.10.2005 - XI ZR 398/04  

    Anforderungen an die Form der Berufungsschrift; Angabe der Anschrift des

    a) Der Hinweis des Berufungsgerichts, ohne Angabe der ladungsfähigen Anschrift des Klägers liege grundsätzlich keine ordnungsgemäße Klageerhebung im Sinne des § 253 Abs. 2 Nr. 1, Abs. 4 i.V. mit § 130 Nr. 1 ZPO vor (BGHZ 102, 332, 336; BGH, Urteil vom 17. März 2004 - VIII ZR 107/02, WM 2004, 2325, 2326), entsprechendes müsse für eine Berufung ohne Angabe der Anschrift des Berufungsklägers gelten, geht fehl.

    Bei einer angeordneten Parteivernehmung nach §§ 445 ff. ZPO bleibt es dem Gericht, auch wenn die Sanktionen der §§ 446, 454 ZPO mangels ordnungsgemäßer Ladung (§ 450 Abs. 1 Satz 2 und 3 ZPO) nicht eingreifen können, unbenommen, aus der Vorenthaltung einer ladungsfähigen Anschrift unter Heranziehung des allgemeinen Gesichtspunktes einer Beweisvereitelung Schlüsse zum Nachteil der Partei zu ziehen (BGH, Urteil vom 17. März 2004 - VIII ZR 107/02, WM 2004, 2325, 2326).

  • OLG Zweibrücken, 01.07.2010 - 4 U 7/10  

    Bindungswirkung des Strafurteils für die Zivilgerichte

    Zwar bestehen in einem solchen Fall grundsätzlich Zweifel an der Ordnungsmäßigkeit der Klageerhebung i.S. des § 253 Abs. 2 Nr. 1, Abs. 4 ZPO i.V.m. § 130 Nr. 1 ZPO (BGH NJW-RR 2004, 1503 m.w.N.).
  • BGH, 01.04.2009 - XII ZB 46/08  

    Anforderungen an die ordnungsgemäße Klageerhebung bei fehlenden Angaben zur

    Der Kläger hat zugleich zum Ausdruck gebracht, dass er sich nachteiligen Folgen im Fall des Unterliegens stellt (BGH Urteil vom 17. März 2004 - VIII ZR 107/02 - NJW-RR 2004, 1503 f.).

    Bei einer angeordneten Parteivernehmung nach §§ 445 ff. ZPO bleibt es dem Gericht unbenommen, aus der Vorenthaltung einer ladungsfähigen Anschrift unter Heranziehung des allgemeinen Gesichtspunkts einer Beweisvereitelung Schlüsse zum Nachteil der Partei zu ziehen (BGH Urteile vom 17. März 2004 - VIII ZR 107/02 - NJW-RR 2004, 1503 f. und vom 11. Oktober 2005 - XI ZR 398/04 - FamRZ 2006, 116 f.).

  • OLG Hamburg, 12.11.2018 - 7 W 27/18  

    Zulässigkeit einer auf das Verfahren nach Widerspruch gegen eine einstweilige

    Fehlt die Angabe der Anschrift des Klägers bzw. Antragstellers, ist eine Klage bzw. der Antrag unzulässig, auch dann, wenn der Kläger bzw. Antragsteller anwaltlich vertreten ist und Zustellungen an ihn daher grundsätzlich über seinen Prozessbevollmächtigten vorgenommen werden können (BGH, Urt. v. 17.3. 2004, Az. VIII ZR 107/02, NJW-RR 2004, S. 1503 f., 1503).
  • LSG Baden-Württemberg, 09.06.2016 - L 7 SO 4619/15  

    Sozialgerichtliches Verfahren - Zulässigkeit der Berufung - Berufungseinlegung -

    Unterlässt der (Berufungs-)Kläger die Angabe seiner Anschrift, ist das Rechtsschutzbegehren grundsätzlich unzulässig (BSG a.a.O.; Bayerisches LSG, Urteil vom 24. April 2012 - L 8 SO 182/11 - ; Beschluss vom 1. März 2012 a.a.O. , jeweils m.w.N., st. Rspr.; LSG Hamburg, Beschluss vom 10. Oktober 2005 - L 1 B 300/05 ER KR - ; VGH Baden-Württemberg a.a.O. zu § 82 Abs. 1 VwGO; Fock in Breitkreuz/Fichte, SGG, 2. Aufl. 2014, § 151 Rdnr. 28; Jaritz a.a.O., § 151 Rdnr. 35; a.A. ohne weitere Begründung Leitherer a.a.O., § 151 Rdnr. 12, der indes die Änderung des § 92 Abs. 1 Satz 1 SGG von einer "Soll"- zu einer "Muss"-Vorschrift zum 1. April 2008 unbeachtet lässt und übersieht, dass sich der vom ihm zitierte, ältere Beschluss des BSG vom 6. Dezember 1983 - 11 BJz 2/83 - auf die Anschrift des Rechtsmittelgegners bezieht), es sei denn, die Anschrift lässt sich im Einzelfall unschwer ermitteln oder gewichtige Gründe rechtfertigen ausnahmsweise ein Absehen von der Angabe der Anschrift (BSG a.a.O.; Bayerisches LSG jeweils a.a.O.; BVerwG, Beschluss vom 14. Februar 2012 - 9 B 79/11 - m.w.N., st. Rspr.; VGH Baden-Württemberg a.a.O , jeweils zu § 82 Abs. 1 VwGO; siehe für den Zivilprozess auch BGH, Urteil vom 17. März 2004 - VIII ZR 107/02 - m.w.N.).
  • BGH, 28.11.2007 - III ZB 50/07  

    Mitteilung der ladungsfähigen Anschrift als Voraussetzung der Bewilligung von

    Es stellt sich jedoch als ein der Zulässigkeit entgegenstehendes rechtsmissbräuchliches Verhalten dar, wenn ein Kläger den Prozess aus dem Verborgenen führen will, um sich einer möglichen Kostenpflicht zu entziehen (vgl. BGH, Urteil vom 11. Oktober 2005 aaO; Urteil vom 17. März 2004 - VIII ZR 107/02 - NJW-RR 2004, 1503; BGHZ 102, 332, 336).
  • BGH, 14.02.2006 - X ZR 149/03  

    Auskunftsanspruch bei Nachbau III

  • SG Duisburg, 13.02.2018 - S 49 AS 1276/15  

    Obliegenheit zur Angabe einer ladungsfähigen Anschrift durch den

  • OLG München, 15.10.2014 - 7 U 371/14  

    Anforderungen an die Angabe der Anschrift des Klägers in der Klageschrift

  • BGH, 13.06.2012 - VIII ZR 356/11  

    Wohnraummiete: Unterlassene Mitteilung des Wegfalls des Eigenbedarfsgrundes;

  • BGH, 29.06.2006 - IX ZR 144/04  

    Umfang des rechtlichen Gehörs im Zivilverfahren

  • LAG Baden-Württemberg, 20.05.2015 - 4 Sa 65/14  

    Klage unter falscher Adressangabe

  • BPatG, 03.03.2016 - 2 Ni 15/14  

    Verfahren und Vorrichtung zum Aufbau einer Kundendaten beinhaltenden Datenbank

  • BFH, 30.06.2015 - X B 28/15  

    Mussinhalt einer Klage - Bezeichnung des Klägers

  • OLG Hamm, 08.03.2013 - 2 WF 9/13  

    Voraussetzungen an eine ladungsfähige Anschrift

  • OLG Frankfurt, 30.06.2005 - 3 UF 238/03  

    Ehevertrag: Wirksamkeit eines Ehevertrages, der Gütertrennung ebenso wie den

  • OLG Düsseldorf, 20.09.2007 - 6 U 219/06  

    Fehlende ladungsfähige Anschrift des Klägers - Substantiierung der Behauptung des

  • BGH, 14.02.2006 - X ZR 70/04  

    Auskunftsanspruch bei Nachbau

  • OLG Köln, 23.02.2011 - 6 W 199/10  

    Wettbewerbswidrigkeit der unterbliebenen Identitätsprüfung bei Überlassung von

  • OLG Karlsruhe, 30.01.2008 - 16 UF 109/07  

    Unzulässigkeit einer befristeten Beschwerde ohne Bekanntgabe der Anschrift des

  • OLG Brandenburg, 28.01.2014 - 6 U 133/12  

    Zulässigkeit einer Klage: Ladungsfähige Anschrift des Klägers als

  • OLG Zweibrücken, 11.08.2009 - 4 W 54/09  

    Prozesskostenhilfeantrag: Berücksichtigung des Inhalts eines Strafurteils bei der

  • OLG Stuttgart, 03.01.2011 - 5 U 94/09  

    Zulässigkeit einer Klage: Anforderungen an die Angabe einer ladungsfähigen

  • OLG Brandenburg, 28.01.2014 - 6 U 132/12  

    Klageerhebung: Ladungsfähige Anschrift des Klägers als Zulässigkeitsvoraussetzung

  • OLG Köln, 04.05.2017 - 6 U 172/16  
  • LSG Nordrhein-Westfalen, 22.03.2012 - L 19 AS 2033/11  

    Grundsicherung für Arbeitsuchende

  • LSG Nordrhein-Westfalen, 13.02.2012 - L 19 AS 1861/11  

    Grundsicherung für Arbeitsuchende

  • LG Köln, 17.02.2016 - 28 O 323/15  

    Statthaftigkeit eines Antrags auf Erlass einer einstweiligen Verfügung bzgl.

  • LSG Nordrhein-Westfalen, 22.03.2012 - L 19 AS 2032/11  

    Grundsicherung für Arbeitsuchende

  • LG Köln, 20.04.2016 - 28 O 412/15  

    Unterlassungsanspruch eines ehemaligen V-Manns hinsichtlich der identifizierenden

  • LG Münster, 17.04.2009 - 11 O 164/08  

    Anspruch auf Entschädigung wegen Unterbringung in einem Gemeinschaftshaftraum

  • LG Cottbus, 16.10.2008 - 11 O 104/08  

    OHG: Ausschluss eines Gesellschafters wegen schwerer körperlicher Misshandlung

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