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   BGH, 23.11.1983 - VIII ZR 197/82   

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https://dejure.org/1983,563
BGH, 23.11.1983 - VIII ZR 197/82 (https://dejure.org/1983,563)
BGH, Entscheidung vom 23.11.1983 - VIII ZR 197/82 (https://dejure.org/1983,563)
BGH, Entscheidung vom 23. November 1983 - VIII ZR 197/82 (https://dejure.org/1983,563)
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Volltextveröffentlichungen (3)

  • Wolters Kluwer

    Vertrag über die Übernahme einer tierärztlichen Praxis - Vereinbarung zur Anrufung der zuständigen Landestierärztekammer in einem Streitfall - Zulässigkeit einer Klage bei noch nicht vorgenommenem Schlichtungsversuch - Maßstäbe für die Auslegung einer Schlichtungsklausel

  • ibr-online(Abodienst, kostenloses Probeabo, Leitsatz frei)
  • juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)

Kurzfassungen/Presse

Papierfundstellen

  • NJW 1984, 669
  • MDR 1984, 485
  • WM 1984, 178
 
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Wird zitiert von ... (41)

  • BGH, 18.11.1998 - VIII ZR 344/97

    Unmöglichkeit der Durchführung eines Schlichtungsverfahrens vor der

    Ist in einem Vertrag über die Übernahme einer Steuerberaterpraxis vereinbart, bei Meinungsverschiedenheiten der Vertragspartner solle zunächst ein Schlichtungsversuch vor der zuständigen Steuerberaterkammer gemacht werden, so ist eine vor Durchführung des Schlichtungsverfahrens erhobene Klage unzulässig (Bestätigung des Senatsurteils vom 23. November 1983 - VIII ZR 197/82 = WM 1984, 178 = NJW 1984, 669).

    Sie folgt den Grundsätzen, die der Senat in einem vergleichbaren Fall - Verkauf einer tierärztlichen Praxis - aufgestellt hat (Urteil vom 23. November 1983 - VIII ZR 197/82 = WM 1984, 178 = NJW 1984, 669 unter 2 c).

    Die Abrede, daß im Streitfall vor Anrufung der staatlichen Gerichte ein Güteversuch vor der zuständigen berufsständischen Vertretung zu unternehmen ist, entspricht dem berechtigten Interesse beider Parteien (vgl. auch insoweit das Senatsurteil vom 23. November 1983 aaO unter 2 d).

    b) Die Erfolglosigkeit eines vorherigen Güteversuches seitens der Steuerberaterkammer stellt keine von Amts wegen zu beachtende Prozeßvoraussetzung dar; vielmehr ist die Schlichtungsklausel vom Gericht nur dann zu beachten, wenn sich eine Partei auf sie beruft (vgl. Senatsurteil vom 23. November 1983 aaO unter 2 b); nach den Feststellungen des Berufungsgerichts hat dies der Beklagte getan.

  • BGH, 29.10.2008 - XII ZR 165/06

    Auslegung einer Schlichtungsklausel in einem Pachtvertrag; Anforderungen an die

    Er verlangt vielmehr, dass die Parteien vor Anrufung eines Gerichts einen Schlichtungsversuch vor dem Schiedsgericht unternehmen, und schließt damit lediglich die sofortige Klagbarkeit aus (vgl. BGH Urteile vom 23. November 1983 - VIII ZR 197/82 - NJW 1984, 669 und vom 18. November 1998 - VIII ZR 344/97 - NJW 1999, 647, 648).

    Bei der Schlichtungsvereinbarung handelt es sich nicht um eine von Amts wegen zu prüfende Prozessvoraussetzung, sondern wie bei einer Schiedsgerichtsvereinbarung (§ 1032 Abs. 1 ZPO, BGHZ 24, 15), um eine von den Beklagten zu erhebende Einrede (BGH Urteile vom 23. November 1983 - VIII ZR 197/82 - NJW 1984, 669, 670 und vom 18. November 1998 - VIII ZR 344/97 - NJW 1999, 647, 648), die die Klagbarkeit vorübergehend ausschließt.

    Nach herrschender Meinung in Rechtsprechung und Schrifttum ist es den Vertragspartnern grundsätzlich möglich, die prozessuale Durchsetzbarkeit von Forderungen, auf die sie materiell-rechtlich verzichten können, auszuschließen oder einzuschränken (BGH, Urteil vom 23. November 1983 - VIII ZR 197/82 - NJW 1984, 669, 670 mit krit. Anm. Prütting ZZP 99, 93, 96 f.).

  • BGH, 15.04.1998 - VIII ZR 377/96

    Wirksamkeit einer Nachfolgeklausel in einem Bierlieferungsvertrag

    Ob der Senat diese Auslegung in vollem Umfang oder nur eingeschränkt nachprüfen kann, weil der Anwendungsbereich der Klausel nicht über den Bezirk des Oberlandesgerichts Stuttgart hinausreicht (BGH, Urteil vom 29. September 1960 - II ZR 25/59 = NJW 1961, 212 unter 1; Senatsurteil vom 23. November 1983 - VIII ZR 197/82 = NJW 1984, 669 unter 2 b), kann offenbleiben, da der Senat das Verständnis des Berufungsgerichts vom Inhalt der Klausel teilt.
  • OLG Rostock, 18.09.2006 - 3 U 37/06

    Abgrenzung vertraglicher Schiedsvereinbarung von Schlichtungsvereinbarung,

    Wenn der Rechtsweg zu den staatlichen Gerichten nach dem Scheitern des Versuchs, die Meinungsverschiedenheiten anderweitig beizulegen, offen bleiben soll, liegt nur eine Güte- oder Schlichtungsvereinbarung vor (OLG Naumburg Beschl. vom 20.01.2005 - 10 SchH 2/04 - BauR 2005, 1509 = OLGR 2006, 76; BGH Urt. vom 23.11.83 - VIII ZR 197/82 - NJW 1984, 669).

    Inhalt und Umfang einer solchen Klausel sind zum einen ihrem Wortlaut, zum anderen ihrem Zweck zu entnehmen (BGH Urt. vom 23.11.1983 - VIII ZR 197/82 - NJW 1984, 669).

    Haben die Parteien allerdings eine solche Schlichtungsvereinbarung getroffen, ist eine Klage, die ohne die vorherige Anrufung der Schlichtungsstelle und damit vor dem Versuch des Schlichters, eine Einigung herbeizuführen oder die Durchführung eines solchen Verfahrens für gescheitert zu erklären oder sonst abzulehnen erhoben wird, als derzeit unzulässig zurückzuweisen (BGH Urt. vom 18.11.1998 - VIII ZR 344/97 - NJW 1999, 647; BGH Urt. vom 23.11.1983 - VIII ZR 197/82 - NJW 1984, 669; AG Köpenick Urt. vom 27.08.2002 - 16 C 43/02 - NZM 2004, 307 [LS]).

    Es kann nicht von vornherein ausgeschlossen werden, dass auch diese Vertragspartei unter Mitwirkung eines neutralen Dritten und Vorlage eines fundierten Einigungsvorschlages das Interesse an einer gütlichen Einigung zurückgewinnt (so auch BGH Urt. vom 23.11.1983 - VIII ZR 197/82 - NJW 1984, 669).

  • BGH, 02.07.1987 - III ZR 219/86

    Verwendung einer unwirksamen Gerichtsstandsklausel

    Derartige Klauseln finden - wenn auch mit unterschiedlichen Ortsangaben - in den Bezirken mehrerer Oberlandesgerichte Verwendung (vgl. BGH Urt. v. 23. November 1983 - VIII ZR 197/82 = NJW 1984, 669 m. w. Nachw.), so daß ein Bedürfnis nach einheitlicher Auslegung durch das Revisionsgericht gegeben ist.
  • BGH, 12.06.1992 - V ZR 106/91

    Abwicklung zeitlich bestimmter Einstandspflicht für Erschließungskosten in

    Zudem gibt es keinen Anhaltspunkt, daß die Klausel über den Bezirk eines Oberlandesgerichts hinaus formularmäßig Verwendung findet (vgl. BGHZ 33, 293, 296; 47, 207, 215 [BGH 20.02.1967 - III ZR 134/65]; BGH, Urt. v. 23. November 1983, VIII ZR 197/82, NJW 1984, 669).
  • BGH, 14.06.1989 - IVa ZR 180/88

    Anmeldezeitraum von Ansprüchen zur Invaliditätsentschädigung - Zulässigkeit der

    Eine solche Vereinbarung, in der ein bestimmtes prozessuales Verhalten in einer den Interessen beider Seiten dienenden Weise zugesichert wird, ist nach völlig herrschender Meinung zulässig, wenn das zugesicherte Verhalten nicht gegen höherrangiges Recht oder die guten Sitten verstößt (BGHZ 20, 198, 205 und 28, 45, 48 zum Verzicht auf Rechtsmittel im Scheidungsverfahren; BGHZ 38, 254, 258 zum Verzicht auf Aufrechnung; Urteile vom 4.7.1977 - II ZR 55/76 - NJW 1977, 2263 = LM BGB § 705 Nr. 68 unter 1. und vom 23.11.1983 - VIII ZR 197/82 - NJW 1984, 669 = LM ZPO § 253 Nr. 74, dazu Prütting, ZZP 99, 93: Klageweg erst nach Mißerfolg einer bestimmten außergerichtlichen Schlichtung; Urteile vom 19.5.1982 und 14.11.1983 - IVb ZR 705/80 und 1/82 - NJW 1982, 2072 unter I 2 und NJW 1984, 805 = LM ZPO § 794 Abs. 1 Ziff. 1 Nr. 28 unter I 2 und § 515 Nr. 22: Verpflichtung zum Verzicht auf Vollstreckungsabwehrklage und auf Rechtsmittel im Unterhaltsverfahren; Urteil vom 10.7.1985 - VIII ZR 285/84 - NJW 1986, 198 [BGH 10.07.1985 - VIII ZR 285/84] = LM ZPO § 514 Nr. 21: Vereinbarung der Sprungrevision heißt Verpflichtung zum Verzicht auf Berufung).
  • OLG Jena, 21.12.2009 - 9 U 234/09

    Schlichtungverfahren als Klagevoraussetzung

    Die Anrufung der Schiedsstelle war im Grundsatz notwendige Voraussetzung für die Beschreitung des ordentliches Rechtswegs (vgl. dazu BGH, Urteil vom 23.11.1983, VIII ZR 197/82, Rn. 12, zitiert nach juris).

    Ein derartiges abgestuftes Verfahren - wie es Ziff. 14.3 zum Ausdruck bringt - stellt jedenfalls dann keine unangemessene Beschränkung des Rechtswegs dar, wenn die Vertragspartner ein berechtigtes Interesse an der Anrufung der Schiedseinrichtung haben (vgl. dazu BGH, Urteil vom 23.11.1983, VIII ZR 197/82, Rn. 16, zitiert nach juris).

    Der Bundesgerichtshof hat im Übrigen die Vereinbarung einer temporären Einschränkung der Klagbarkeit als rechtlich unbedenklich angesehen, wenn ein Schlichtungsverfahren - wie das vereinbarte - gewisse rechtsstaatliche Mindestanforderungen erfüllt (BGH, Urteil vom 29.10.2008, XII ZR 165/06, Rn. 33 unter Hinweis auf BGH, Urteil vom 23.11.1983, VIII ZR 197/82, NJW 1984, 669,670).

  • BGH, 19.04.2018 - I ZB 52/17

    Beschränkung der Überprüfung der Auslegung einer formularmäßig verwendeten

    Bei der bundesweit formularmäßig verwendeten Schiedsvereinbarung eines Sportverbands besteht jedenfalls nicht weniger als bei Allgemeinen Geschäftsbedingungen ein Bedürfnis nach einheitlicher Handhabung (vgl. BGH, Urteil vom 23. November 1983 - VIII ZR 197/82, NJW 1984, 669 [juris Rn. 10], zu einer Schlichtungsklausel in Musterverträgen für die Übernahme einer Tierarztpraxis).
  • OLG Düsseldorf, 12.07.2017 - U (Kart) 20/14

    Wirksamkeit des zwischen den öffentlich-rechtlichen Fernsehsendern und den

    In diesem Fall ist die Durchführung des Güteversuchs nicht Zulässigkeitsvoraussetzung für die Klage (vgl. BGH, Beschluss vom 7. Mai 2015 - I ZB 83/14, juris, zu einer lediglich angestrebten Güteverhandlung und BGH NJW 1984, 669, zu einer Mussbestimmung; vgl. auch OLG Karlsruhe, Urteil vom 29. Dezember 2016 - 6 U 4/14, Anlage B 109 zum Schriftsatz der Landesrundfunkanstalten vom 17. März 2017).
  • BAG, 18.05.1999 - 9 AZR 682/98

    Kirchliche Schlichtungsstelle - Prozeßeinrede

  • OLG Hamm, 24.11.2011 - 28 U 196/10

    Anforderungen an die Parteibezeichnung bei Klage einer nicht existenten Einmann-

  • OVG Rheinland-Pfalz, 12.02.2014 - 8 A 11021/13

    Schlichtungsvereinbarung in einem städtebaulichen Vertrag - Verjährungsfrist

  • BGH, 09.12.1992 - VIII ZR 23/92

    Entgeltklausel in Vertriebsvertrag

  • BGH, 30.03.1995 - I ZR 23/93

    30% Ermäßigung - Sonderpreis

  • BGH, 07.05.2015 - I ZB 83/14

    Schiedsvereinbarung: Verstoß gegen Verfahrensgrundrechte durch Auslegung eines

  • BGH, 12.04.2006 - III ZR 153/05

    Rechtswirkungen eines Verzichts

  • BGH, 06.07.2017 - I ZB 101/16

    Prüfung des Vorliegens einer wirksamen Schiedsvereinbarung durch Auslegung der im

  • BAG, 14.11.1991 - 8 AZR 151/91

    Mitbestimmung bei Geltendmachung eines Schadenersatzanspruches

  • LG Heilbronn, 10.09.2010 - 4 O 259/09

    Beinhaltet eine Mediationsvereinbarung auch einen Klageverzicht?

  • LG Karlsruhe, 31.07.2009 - 6 O 250/08

    Wohnungsgenossenschaft: Ausschluss eines Mitglieds wegen des Vorwurfs von

  • LG München II, 09.10.2012 - 2 T 1738/12

    Schlichtungsvereinbarung in einem Ehevertrag

  • OLG Frankfurt, 30.04.2010 - 25 U 6/09

    Leasingvertrag: Ausgleich des Minderwerts eines geleasten Fahrzeugs nach

  • OLG Naumburg, 20.05.2005 - 10 Sch 1/05

    Anforderungen an die wirksame Vereinbarung einer Schiedsabrede

  • BGH, 26.10.1994 - IV ZR 310/93

    Klagbarkeit von Ansprüchen aus der KZVKS

  • LG Hannover, 30.06.2009 - 18 O 193/08

    Irreführende Werbung: Unabhängiger Finanzdienstleister mit weltweiter

  • OLG München, 01.12.2017 - 34 SchH 12/17

    Wirksamkeit einer Schiedsklausel

  • OLG Düsseldorf, 17.10.2000 - 21 U 30/00

    Verfahrensrecht - Bauschlichtungsverfahren als Klagevoraussetzung

  • BGH, 04.12.1986 - III ZR 95/84

    Arzneilieferungsvertrag - Reimportierte Arzneimittel - Vertragsauslegung

  • LG Hamburg, 06.12.2012 - 313 O 243/12

    Anspruch eines Bauunternehmers gegen den Besteller auf Leistung einer Sicherheit

  • OLG Hamm, 11.04.2002 - 5 U 167/01
  • OLG Celle, 28.08.2008 - 13 U 178/08

    Franchising: Anwendbarkeit der prozessrechtlichen Vorschriften über

  • BayObLG, 30.04.1990 - BReg. 1b Z 20/89

    Wohnungseigentümer; Teilbesitzer; Besitzansprüche; Sondereigentum;

  • LAG Brandenburg, 14.01.1998 - 6 Sa 502/97

    Anspruch auf die betriebliche Zusatzrente nach der sogenannten Anordnung 54

  • OLG Brandenburg, 18.09.1996 - 7 U 8/96
  • OLG Zweibrücken, 17.10.1985 - 3 W 192/85

    Ungültigkeit von Wohnungseigentümerbeschlüssen

  • LG Stralsund, 25.10.2005 - 4 O 553/04
  • OLG Frankfurt, 07.11.1997 - 24 U 248/95
  • OLG Bremen, 04.09.1990 - 3 U 21/90

    Ansprüche auf Witwenversorgung aus einem Sozietätsvertrag; Geltendmachung von

  • LG Bielefeld, 26.01.2006 - 3 O 12/05
  • OLG Naumburg, 17.04.2000 - 10 Sch 1/00
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