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   BGH, 12.12.1990 - VIII ZR 355/89   

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https://dejure.org/1990,3180
BGH, 12.12.1990 - VIII ZR 355/89 (https://dejure.org/1990,3180)
BGH, Entscheidung vom 12.12.1990 - VIII ZR 355/89 (https://dejure.org/1990,3180)
BGH, Entscheidung vom 12. Dezember 1990 - VIII ZR 355/89 (https://dejure.org/1990,3180)
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Volltextveröffentlichungen (2)

Kurzfassungen/Presse

  • Wolters Kluwer (Leitsatz)

    Aufrechnung - Aufrechnungsverbot - Materielle Rechtskraft - Treu und Glaube

Papierfundstellen

  • NJW-RR 1991, 971
  • WM 1991, 731
 
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Wird zitiert von ... (17)

  • BGH, 04.12.2014 - VII ZR 4/13

    Erstreckung der Rechtskraft eines die Vollstreckungsgegenklage abweisenden

    Wird mit einer Gegenforderung aufgerechnet, so ist die Entscheidung, dass die Gegenforderung besteht oder nicht besteht, bis zur Höhe des Betrages, für den die Aufrechnung geltend gemacht worden ist, der Rechtskraft fähig, § 322 Abs. 2 ZPO (vgl. BGH, Urteil vom 12. Dezember 1990 - VIII ZR 355/89, NJW-RR 1991, 971, 972).

    Das ist nicht nur dann der Fall, wenn materiell-rechtlich über ihre Begründetheit entschieden wird, sondern kommt auch in Betracht, wenn die Aufrechnung aus prozessualen Gründen, insbesondere wegen Verspätung tatsächlichen Vorbringens oder wegen fehlender Substantiierung, nicht durchgreift (vgl. BGH, Urteil vom 3. November 1960 - VII ZR 150/59, BGHZ 33, 236, 242; Urteil vom 12. Dezember 1990 - VIII ZR 355/89, NJW-RR 1991, 971, 972; Urteil vom 7. Mai 1987 - VII ZR 158/86, BauR 1987, 476).

    Wird dagegen der Aufrechnungseinwand als solcher nicht zugelassen oder die Aufrechnung für unzulässig gehalten, entfaltet ein Urteil keine Rechtskraftwirkung hinsichtlich der zur Aufrechnung gestellten Gegenforderung (vgl. BGH, Urteil vom 3. November 1960 - VII ZR 150/59, aaO S. 242; Urteil vom 30. März 1994 - VIII ZR 132/92, NJW 1994, 2769, 2770; Urteil vom 12. Dezember 1990 - VIII ZR 355/89, aaO S. 972) und auch sonst treten keine materiell-rechtlichen Wirkungen der im Vorprozess erklärten Aufrechnung ein (BGH, Urteil vom 30. März 1994 - VIII ZR 132/92, aaO S. 2770).

  • BGH, 21.05.2019 - XI ZR 95/18

    Begründen einer unberechtigten Zurückweisung eines Widerrufs hinsichtlich

    Das so begründete Berufungsurteil unterliegt schon deshalb der Aufhebung, weil Unklarheiten über den Umfang der Rechtskraft (§ 322 Abs. 2 ZPO) bestehen (vgl. BGH, Urteile vom 5. Mai 1986 - III ZR 186/84, juris Rn. 14 f., vom 12. Dezember 1990 - VIII ZR 355/89, WM 1991, 731, 732 und vom 13. Dezember 1994 - X ZR 20/93, WM 1995, 634).
  • BGH, 20.09.2018 - I ZR 146/17

    Geltung der Bestimmungen über das Lagergeschäft bei der Übernahme anderer

    Streiten die Parteien - wie hier - darüber, ob eine Klageforderung durch Aufrechnung erloschen ist, darf es das Gericht nicht offenlassen, ob ein vertragliches Aufrechnungsverbot wirksam ist; andernfalls kann es zu Unklarheiten über den Umfang der Rechtskraft der Entscheidung kommen (vgl. BGH, Urteil vom 12. Dezember 1990 - VIII ZR 355/89, NJW-RR 1991, 971, 972 [juris Rn. 8 f.] mwN).
  • BGH, 24.02.1994 - VII ZR 209/93

    Rechtsmittelbeschwer bei Zurückweisung einer geltend gemachten Gegenforderung als

    Daß die maßgebliche Begründung für die Aberkennung der Gegenforderungen auf dem prozessualen Grund der fehlenden Substantiierung beruht, berührt die Frage des Umfangs der Rechtskraft nach § 322 Abs. 2 ZPO nicht (BGH, Urteil vom 12. Dezember 1990 - VIII ZR 355/89 = WM 1991, 731, 732).
  • OLG Stuttgart, 28.05.2019 - 10 U 15/19

    Keine Kündigung wegen Mängeln: Kein Anspruch auf Kostenerstattung!

    In einem Fall allerdings, in dem offengelassen wurde, ob ein Aufrechnungsverbot bestanden hat, weil die zur Aufrechnung gestellten Forderungen unbegründet seien, hat der Bundesgerichtshof ausgeführt, dass über die Gegenforderung nicht rechtskräftig entschieden sei, wenn die Zulässigkeit der Aufrechnung offengeblieben ist (BGH Beschluss vom 25.6.1988 - VIII ZR 18/88, Rn. 2; BGH, Urteil vom 12, 12.1990 - VIII ZR 355/89 Rn. 8).
  • OLG Stuttgart, 29.09.2008 - 5 U 65/08

    Gewerberaummietvertrag: Vertragliches Verbot der Mietminderung durch Einbehalt

    In einem solchen Fall verstoße es grundsätzlich gegen Treu und Glauben (§ 242 BGB), wenn sich der Aufrechnungsgegner trotz eigener Zahlungsunfähigkeit auf ein Aufrechnungsverbot berufe (BGH NJW-RR 1991, 971 m.w.N.).
  • OLG Frankfurt, 23.12.2016 - 21 U 24/16

    Beschränkung des Sicherheitseinbehalts auf Sicherung von Ansprüchen aus dem

    bb) Allerdings entspricht es ständiger Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs (Urteil vom 12.12.1990, VIII ZR 355/89, NJW-RR 1991, 971; Urteil vom 26.2.1987, I ZR 110/85, NJW-RR 1987, 883; Urteil vom 12.10.1983, VIII ZR 19/82, NJW 1984, 357; vgl. auch Schlüter, in: Münchener Kommentar zum BGB, § 387 Rn. 64), ein vertragliches Aufrechnungsverbot in der Regel einschränkend dahingehend auszulegen, dass es im Fall der Insolvenz - unbeschadet abweichender ausdrücklicher Vereinbarung - gerade nicht gelten solle, weil sich durch die Insolvenz die zuvor bestehende Interessenlage grundsätzlich gewandelt habe.
  • BGH, 13.12.1994 - X ZR 20/93

    Geltendmachung der Aufrechnung im Wege einer Vollstreckungsgegenklage

    Ein Urteil entscheidet nach herrschender Meinung nicht rechtskraftfähig über Gegenforderungen, wenn es nicht erkennen läßt, ob und auf welche Weise einzelne zur Aufrechnung gestellte Forderungen in die Abrechnung der Klagforderung einbezogen oder nicht einbezogen werden (vgl. BGH, Beschl. v. 26.09.1991 - VII ZR 125/91, NJW 1992, 317, 318; Urt. v. 12.12.1990 - VIII ZR 355/89, NJW-RR 1991, 971, 972; Beschl. v. 25.05.1988 - VIII ZR 18/88, NJW 1988, 3210; Urt. v. 13.04.1983 - VIII ZR 320/80, NJW 1984, 128, 129; Urt. v. 24.06.1963 - VII ZR 22/62, nicht veröffentlicht; Urt. v. 10.07.1961 - VIII ZR 64/60, LM § 33 ZPO Nr. 5; vgl. noch BGH, Urt. v. 03.10.1989 - XI ZR 90/89, BGHR ZPO § 322 Abs. 2 "Aufrechnung 1" ; BGH, Urt. v. 23.04.1986 - VIII ZR 93/85, WM 1986, 864, 867; BGHZ 33, 236, 242; Urt. v. 25.06.1956 - II ZR 78/55, LM § 322 ZPO Nr. 21).
  • LAG Hamm, 07.06.2005 - 19 (9) Sa 232/05

    Anhörung des Arbeitnehmers und Beginn der zweiwöchigen Kündigungserklärungsfrist

    Eine rechtskräftige aberkennende Entscheidung im Sinne des § 322 Abs. 2 ZPO liegt dabei nicht nur dann vor, wenn das Gericht die zur Aufrechnung gestellte Forderung aus materiell-rechtlichen Gründen nicht durchgreifen lässt, sondern auch dann, wenn die Aufrechnung wegen fehlender Substantiierung der zur Aufrechnung gestellten Gegenforderung scheitert (BGH, Urteil vom 12.12.1990 - 8 ZR 355/89, NJW-RR 1991, 971; Urteil vom 03.11.1960 - 7 ZR 150/59, BGHZ 236).
  • OLG Brandenburg, 27.12.2001 - 11 W 81/01

    Kein Einwendungsausschluss bei einer Bürgschaft auf erstes Anfordern wegen

    So ist für das vertraglich vereinbarte Aufrechnungsverbot, mit der ein derartiges Ziel verfolgt werden soll, anerkannt, dass sich der hierdurch Geschützte im Prozess nicht mehr auf die Vereinbarung berufen kann, wenn, da bei ihm Vermögensverfall eingetreten ist, die Versagung der Aufrechnungsbefugnis dazu führte, dass der durch das Aufrechnungsverbot Belastete den endgültigen Verlust der zur Aufrechnung gestellten Forderung befürchten müsste (BGH NJW-RR 1991, 971, 972, OLG Hamm MDR 1976, 577).
  • OLG Rostock, 10.12.2009 - 3 U 253/08

    Gewerberaummiete: Leistungsbestimmungsrecht des Mieters; Umfang der Übernahme der

  • OLG Karlsruhe, 11.05.2004 - 17 U 157/01

    Klage des tschechischen Konkursverwalters einer tschechischen Firma gegen einen

  • OLG Rostock, 01.11.2004 - 3 U 166/03

    Zulässigkeit der Ausdehnung eines Rechtsstreites auf einen weiteren Beklagten in

  • OLG Brandenburg, 30.01.2001 - 11 U 3/00

    Ausschluß der Aufrechnung mit Vertragsstrafe

  • OLG Hamm, 10.11.1999 - 13 U 67/99

    Voraussetzungen für das Entfallen eines vereinbarten Aufrechnungsverbots

  • OLG Brandenburg, 26.08.2009 - 3 U 192/08

    Pachtvertrag: Anspruch eines Insolvenzverwalters auf Nutzungsentgelt,

  • LAG Köln, 29.08.2002 - 6 Sa 402/02

    Zuwendung; Rückzahlung; Arbeitgeberwechsel

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