Rechtsprechung
   BGH, 23.06.2004 - VIII ZR 361/03   

Volltextveröffentlichungen (14)

  • bundesgerichtshof.de PDF
  • Judicialis
  • Jurion

    Auferlegung der Ausführung von Schönheitsreparaturen nach einem Fristenplan; Anspruch auf Zahlung eines Vorschusses zur Sicherung nach Auszug der Mieterin notwendiger Schönheitsreparaturen; Auslegung einer Mietvertragsklausel als Vereinbarung verbindlicher Renovierungsfristen; Anhaltspunkte für einen tatsächlich entstehenden Renovierungsbedarf in Wohnräumen

  • Berliner Mieterverein (Volltext/Auszüge/Inhaltsangabe)

    Schönheitsreparaturen - Starre Fristen

  • RA Kotz (Volltext/Leitsatz)

    Schönheitsreparaturen - Mietvertrag - starrer Fristenplan ist unwirksam

  • RA Kotz (Volltext/Leitsatz)

    Schönheitsreparaturen in Mietwohnung und mietvertragliche Formularklausel

  • iurado.de (Kurzinformation und Volltext)

    Zur Unzulässigkeit eines starren Fristenplans bei Schönheitsreparaturen, §§ 307, 535 BGB; 9 AGBG

  • grundeigentum-verlag.de(Abodienst, Leitsatz frei)

    Schönheitsreparaturklausel mit starren Fristen unwirksam

  • rechtsportal.de(Abodienst, kostenloses Probeabo)

    BGB § 307 § 535; AGBG § 9
    Formularmäßige Überwälzung der Schönheitsreparaturen auf den Mieter nach einem festen Fristenplan

  • ibr-online(Abodienst, kostenloses Probeabo, Leitsatz frei)

    Wann muss Mieter renovieren?

  • juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)

Kurzfassungen/Presse (21)

  • advogarant.de (Kurzinformation)

    Ein Zwei-Jahres-Turnus bei Schönheitsreparaturen ist unzulässig

  • info-m.de (Leitsatz)

    Kann für Schönheitsreparaturen ein verbindlicher Fristenplan formularmäßig vereinbart werden?

  • onlineurteile.de (Kurzmitteilung)

    Zur Ausführung von Schönheitsreparaturen - Starre Fristenpläne im Mietvertrag sind unzulässig

  • Berliner Mietergemeinschaft (Kurzmitteilung/Auszüge)

    Unwirksame Formularklausel für Schönheitsreparaturen

  • mietrechtsinfo.de (Kurzinformation)

    Schönheitsreparaturen - starre Fristenklausel unwirksam

  • grundeigentum-verlag.de (Kurzinformation)

    Schönheitsreparaturen - Starrer Fristenplan ist unwirksam

  • anwaltskanzlei-menzel.de (Kurzinformation)

    Keine Schönheitsreparaturen nach starrem Fristenplan

  • wps-de.com (Kurzinformation)

    Wirksamkeit von Schönheitsreparatur- und Endrenovierungsklauseln

  • recht-gehabt.de (Kurzinformation)

    Bin ich beim Auszug zur Renovierung meiner Wohnung verpflichtet?

  • recht-gehabt.de (Kurzinformation)

    Gewerberaummiete: Regelmäßige Pflicht zu Schönheitsreparaturen im Mietvertrag wirksam?

  • gevestor.de (Kurzinformation)

    Reparaturen und Arbeiten an der Mietwohnung vor Auszug klären

  • relaw.de (Leitsatz)

    Nur renovieren, wenn nötig

  • relaw.de (Kurzinformation)

    Starrer Fristenplan für Renovierungen ungültig

  • rpmed.de (Kurzinformation)

    Keine starre Fristen für Schönheitsreparaturen im Mietvertrag

  • mieterbund-wiesbaden.de (Kurzinformation)

    Starrer Fristenplan unzulässig - Zigtausend Mietverträge betroffen

  • anwalt24.de (Kurzinformation)

    Schönheitsreparaturen im Gewerberaum

  • 123recht.net (Auszüge und Kurzinformation und -anmerkung)

    Mieter-Rechte: Schönheitsreparaturen nur bei Bedarf

  • 123recht.net (Rechtsprechungsübersicht, 5.8.2008)

    Tipps zur Gestaltung von wirksamen Renovierungsklauseln

Besprechungen u.ä. (6)

  • ewir-online.de(Leitsatz frei, Besprechungstext 3,90 €) (Entscheidungsbesprechung)

    BGB §§ 535, 307
    Unwirksamkeit einer den Mieter zu Schönheitsreparaturen nach einem starren Fristenplan verpflichtenden AGB-Klausel

  • ra-breiholdt.de (Entscheidungsbesprechung)

    Aus für «starre» Renovierungsfristen - Schönheitsreparaturen

  • 123recht.net (Entscheidungsbesprechung, 2.8.2004)

    Zulässigkeit von starren Renovierungsfristen in Wohnraummietverträgen

  • 123recht.net (Auszüge und Kurzinformation und -anmerkung)

    Mieter-Rechte: Schönheitsreparaturen nur bei Bedarf

  • 123recht.net (Entscheidungsanmerkung, 11.7.2005)

    § 558 BGB
    Unwirksame Schönheitsreparaturklausel - Mieterhöhung?

  • ibr-online(Abodienst, kostenloses Probeabo) (Entscheidungsbesprechung)

    Schönheitsreparaturklausel mit "starrem" Fristenplan unwirksam (IBR 2004, 1146)

Sonstiges (5)

  • Jurion (Literaturhinweis: Aufsatz mit Bezug zur Entscheidung)

    Zusammenfassung von "Klageflut wegen starrer Fristenregelung für Schönheitsreparaturen?" von RA Romano Minwegen, original erschienen in: ZRP 2005, 131 - 132.

  • Jurion (Literaturhinweis: Entscheidungsbesprechung)

    Zusammenfassung von "Verbot 'starrer' Renovierungsklauseln in Wohnraummietverträgen - Anmerkung zu BGH, Urteil vom 23.6.2004 (Az: VIII ZR 361/03) - WM 2004, 463 -" von Dr. habil. Nikolaj Fischer, original erschienen in: WuM 2004, 452 - 454.

  • Jurion (Literaturhinweis: Aufsatz mit Bezug zur Entscheidung)

    Zusammenfassung von "Erfasst die unwirksame Renovierungsgrundverpflichtung des Wohnraummieters auch die Kostenbeteiligung?" von RA Robert Harsch, original erschienen in: WuM 2004, 706 - 707.

  • Jurion (Literaturhinweis: Entscheidungsbesprechung)

    Zusammenfassung von "Schönheitsreparaturen - Kehrtwende des BGH? - Ist auf die BGH-Rechtsprechung noch Verlass?" von RA Rudolf Stürzer, original erschienen in: WuM 2004, 512 - 512.

  • Jurion (Literaturhinweis: Entscheidungsbesprechung)

    Zusammenfassung von "Unwirksame Renovierungsklauseln - ein Pyrrhussieg für den Mieter? - Anmerkung zum Beitrag von Stürzer in WM 2004, 512 -" von Dipl.-Volkswirt Jost Hemming, original erschienen in: WuM 2005, 165 - 169.

Papierfundstellen

  • NJW 2004, 2586
  • MDR 2004, 1290
  • NZM 2004, 653
  • ZMR 2004, 736
  • WM 2004, 463



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Wird zitiert von ... (69)  

  • BGH, 18.03.2015 - VIII ZR 185/14  

    Änderung der Rechtsprechung zu Formularklauseln bei Schönheitsreparaturen:

    Mit Urteil vom 23. Juni 2004 (VIII ZR 361/03, NJW 2004, 2586) hat der Senat seine Rechtsprechung dahin abgeändert und weiterentwickelt, dass die Wirksamkeit formularmäßiger Vornahmeklauseln einen flexiblen Fristenplan voraussetzt, der Mieter mithin auch nach Ablauf üblicher Fristen seit der letzten Renovierung nur dann renovieren muss, wenn der Erhaltungszustand der Dekoration es erfordert.

    Der (Ausnahme-)Fall, dass die Vornahme von Schönheitsreparaturen trotz Ablauf üblicher Renovierungsfristen noch nicht erforderlich ist, wurde damit nicht mehr - wie bisher - über eine korrigierende Auslegung (§§ 133, 157 BGB) oder Anwendung von § 242 BGB vom Anwendungsbereich der Formularklausel ausgenommen, sondern führt seit der Entscheidung vom 23. Juni 2004 (VIII ZR 361/03, aaO) dazu, dass die Klausel, weil sie auch diesen Fall erfasst und den Mieter in dieser Konstellation unangemessen benachteiligt, insgesamt unangemessen und unwirksam ist.

  • BGH, 18.03.2015 - VIII ZR 242/13  

    Änderung der Rechtsprechung zu Formularklauseln bei Schönheitsreparaturen:

    Seit dem Urteil vom 23. Juni 2004 (VIII ZR 361/03, NJW 2004, 2586 unter II 2) ist es ständige Rechtsprechung des Senats, dass vorformulierte Fristenpläne, um der Inhaltskontrolle am Maßstab des § 307 Abs. 1 Satz 1, Abs. 2 Nr. 1 BGB standzuhalten, so abgefasst sein müssen, dass der konkrete Renovierungsbedarf der einzelnen Räume Berücksichtigung findet, mithin der Fristenplan nur den Charakter einer Richtlinie und unverbindlichen Orientierungshilfe hat, von der im Einzelfall bei gutem Erhaltungszustand der Mieträume auch nach oben abgewichen werden kann.
  • BGH, 28.06.2006 - VIII ZR 124/05  

    Zu den Voraussetzungen eines Schadensersatzanspruchs des Vermieters von Wohnraum

    Eine solche "starre" Fälligkeitsregelung benachteiligt den Mieter entgegen den Geboten von Treu und Glauben unangemessen und ist daher gemäß § 307 Abs. 1 Satz 1, Abs. 2 Nr. 1 BGB unwirksam (Senat, Urteil vom 23. Juni 2004 - VIII ZR 361/03, NJW 2004, 2586, unter II 2; Urteil vom 22. September 2004 - VIII ZR 360/03, NJW 2004, 3775, unter II 1 b; Urteil vom 5. April 2006, aaO).

    Vielmehr bildet der Fristenplan mit der Schönheitsreparaturpflicht eine Einheit (vgl. Senatsurteile vom 23. Juni 2004, aaO, unter II 3; vom 22. September 2004, aaO, unter II 1 c; vom 5. April 2006, aaO).

  • BGH, 25.07.2012 - IV ZR 201/10  

    Zur Unwirksamkeit von Klauseln in Lebens- und Rentenversicherungsverträgen

    Entgegen der Auffassung der Beklagten ist das Berufungsgericht - dessen Auslegung der über seinen Bezirk hinaus bundesweit Verwendung findenden Allgemeinen Versicherungsbedingungen der Beklagten der uneingeschränkten Überprüfung durch das Revisionsgericht unterliegt (vgl. BGH, Urteile vom 23. Juni 2004 - VIII ZR 361/03, NJW 2004, 2586 m.w.N.; vom 22. September 2004 - VIII ZR 360/03, NJW 2004, 3775) - zutreffend davon ausgegangen, dass diese Abrede nicht allein bilanziellen Zwecken dient, sondern die Zillmerung sich unmittelbar nachteilig auf die dem Versicherungsnehmer im Fall vorzeitiger Vertragsbeendigung bzw. -umwandlung zustehenden Rückkaufswerte und prämienfreien Versicherungssummen auswirkt (vgl. Senatsurteile vom 9. Mai 2001 - IV ZR 121/00, BGHZ 147, 354, 362-365; IV ZR 138/99, BGHZ 147, 373, 378-380; vom 12. Oktober 2005 - IV ZR 162/03, BGHZ 164, 297, 315 f., 318; IV ZR 177/03, veröffentlicht in juris Rn. 44 f., 52; BVerfG, Beschluss vom 15. Februar 2006 - 1 BvR 1317/96, zitiert nach juris Rn. 42, insoweit in NJW 2006, 1783 ff. nicht veröffentlicht, Rn. 64 f.; Benkel/Hirschberg, aaO § 10 ALB 2006 Rn. 11, 26; Schünemann, VersR 2005, 323; ders. VuR 2002, 85, 86; vgl. ferner BK/Schwintowski, § 176 VVG Rn. 16 f.; Römer in Römer/Langheid, VVG 2. Aufl. § 176 Rn. 8; Brömmelmeyer, VuR 1999, 320, 322; Fiederling, Das Verfahren der Zillmerung in der Kapitallebensversicherung (Diss.) 2010 S. 117 f., 129; Löbbert, VersR 2001, 583, 585, 586 f.; Schwintowski, Informationspflichten in der Lebensversicherung, VersWissStud Bd. 2 1995 11, 33; a.A. MünchKomm-VVG/Mönnich aaO Rn. 30 f.; Bergmann, VersR 2004, 549, 551, 554, 557; Engeländer, NVersZ 2002, 436, 441, 445 f.; ders., Anm. VersR 2003, 1159 ff.; ders. VersR 2005, 1031, 1032, 1034; Faigle/Engeländer, VW 2001, 1570, 1571; Löbbert, VersR 2001, 583, 585, 586 f.).
  • BGH, 18.03.2015 - VIII ZR 21/13  

    Änderung der Rechtsprechung zu Formularklauseln bei Schönheitsreparaturen:

    Nach der seit dem Urteil vom 23. Juni 2004 (VIII ZR 361/03, NJW 2004, 2568 unter II 2) ständigen Rechtsprechung des Senats halten als Allgemeine Geschäftsbedingungen anzusehende vorformulierte Vertragsklauseln - wie hier § 10 Nr. 4 und Nr. 5 des Mietvertrags der Parteien -, die dem Mieter die Verpflichtung zur Vornahme der Schönheitsreparaturen übertragen, der Inhaltskontrolle nach den §§ 307 ff. BGB nur stand, wenn und soweit die in der Vornahmeklausel enthaltenen Renovierungsfristen nicht unveränderbar sind, sondern durch ihre flexible Gestaltung Raum lassen, den konkreten Renovierungsbedarf der angesprochenen Mieträume zu berücksichtigen, so dass die genannten Fristen letztlich nur den Charakter einer Richtlinie oder unverbindlichen Orientierungshilfe haben (Senatsurteile vom 18. Februar 2009 - VIII ZR 210/08, NJW 2009, 1408 Rn. 13; vom 13. Juli 2005 - VIII ZR 351/04, NJW 2005, 3416 unter II 2; Senatsbeschluss vom 20. März 2012 - VIII ZR 192/11, NZM 2012, 527 Rn. 3 f.; jeweils mwN).
  • BGH, 08.10.2008 - XII ZR 84/06  

    Schönheitsreparaturklauseln mit starren Fristen auch bei Gewerberäumen unwirksam

    Eine Übertragung der Schönheitsreparaturen auf den Mieter in einem Formularmietvertrag ist auch bei Mietverträgen über Gewerberäume unwirksam, wenn der Mieter unabhängig von dem Erhaltungszustand der Räume zur Renovierung nach Ablauf starrer Fristen verpflichtet werden soll (im Anschluss an BGH Urteil vom 23. Juni 2004 VIII ZR 361/03 NJW 2004, 2586 zum Wohnraummietrecht und das Senatsurteil vom 6. April 2005 XII ZR 308/02 NJW 2005, 2006).

    Unter Bezug auf diese gesetzliche Regelung hat der VIII. Zivilsenat des Bundesgerichtshofs u.a. Allgemeine Geschäftsbedingungen, mit denen Schönheitsreparaturen nach einem "starren" Fristenplan auf den Mieter übertragen werden, für unwirksam erachtet, weil sie den Mieter mit Renovierungspflichten belasten, die über den tatsächlichen Renovierungsbedarf hinausgehen und dem Mieter eine höhere Instandhaltungsverpflichtung auferlegen, als sie den Vermieter ohne eine solche vertragliche Klausel treffen würde (BGH Urteil vom 23. Juni 2004 - VIII ZR 361/03 - NJW 2004, 2586, 2587).

  • BGH, 18.10.2006 - VIII ZR 52/06  

    Unwirksamkeit von Abgeltungsklauseln mit "starren" Fristen

    Da nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs formularvertragliche "starre" Fristenpläne zur Ausführung von Schönheitsreparaturen unwirksam seien (Senat, Urteil vom 23. Juni 2004 - VIII ZR 361/03, NJW 2004, 2586), müsse dasselbe für Abgeltungsklauseln mit "starrer" Berechnungsgrundlage gelten.

    Nach den unangegriffenen Feststellungen des Berufungsgerichts hat der Kläger den sich aus der Kautionsabrechnung ergebenden Betrag gezahlt, bevor der Bundesgerichtshof einen "starren" Fristenplan für die Ausführung von Schönheitsreparaturen in Formularmietverträgen für unwirksam erklärt hat (Senatsurteil vom 23. Juni 2004 - VIII ZR 361/03, NJW 2004, 2586) und diese Entscheidung allgemeine Bekanntheit erlangt hat.

    Sind etwa Wände und Decken der Wohnung mit besonders "langlebigen" Materialien dekoriert oder hat der Mieter die Wohnung oder einzelne Räume wenig genutzt, kann es an einem Renovierungsbedarf nach Ablauf der im Mietvertrag für die Ausführung der Schönheitsreparaturen bestimmten - üblichen - Fristen fehlen (vgl. Senat, Urteil vom 23. Juni 2004 - VIII ZR 361/03, NJW 2004, 2586, unter II 2 b m.w.Nachw.).

    Die Verpflichtung des Mieters zur zeitanteiligen Abgeltung der Kosten noch nicht fälliger Schönheitsreparaturen ließe sich nur dann aufrechterhalten, wenn sich die Formularklausel aus sich heraus verständlich und sinnvoll in einen zulässigen und in einen unzulässigen Regelungsteil trennen ließe (Senat, Urteil vom 23. Juni 2004, aaO, unter II 3 m.w.Nachw.).

    Dies wäre jedoch eine unzulässige geltungserhaltende Reduktion der Klausel (vgl. Senatsurteil vom 23. Juni 2004, aaO; Senatsurteil vom 28. Juni 2006 aaO, unter C I 1 a bb).

  • BGH, 05.04.2006 - VIII ZR 152/05  

    Formularmäßige Vereinbarung eines Fristenplans für Schönheitsreparaturen sowie

    Jedoch ist eine formularvertragliche Bestimmung, die den Mieter mit Renovierungspflichten belastet, die über den tatsächlichen Renovierungsbedarf hinausgehen, mit wesentlichen Grundgedanken der gesetzlichen Regelung nicht vereinbar (§ 307 Abs. 2 Nr. 1 BGB), weil sie dem Mieter eine höhere Instandhaltungsverpflichtung auferlegt, als der Vermieter dem Mieter ohne die vertragliche Abwälzung der Schönheitsreparaturen gemäß § 535 Abs. 1 Satz 2 BGB schulden würde (Senatsurteil vom 23. Juni 2004 - VIII ZR 361/03, NJW 2004, 2586, unter II 2 a).

    Die Klausel ist auch nicht durch berechtigte Interessen des Vermieters gerechtfertigt; denn ein Interesse, den Mieter zu Renovierungsmaßnahmen in der Wohnung zu verpflichten, obwohl ein Renovierungsbedarf tatsächlich noch nicht besteht, ist nicht schutzwürdig (Senatsurteil vom 23. Juni 2004, aaO).

  • BGH, 05.04.2006 - VIII ZR 109/05  

    Keine formularmäßige Pflicht zur Tapetenbeseitigung bei Auszug

    Jedoch ist eine formularvertragliche Bestimmung, die den Mieter mit Renovierungspflichten belastet, die über den tatsächlichen Renovierungsbedarf hinausgehen, mit wesentlichen Grundgedanken der gesetzlichen Regelung nicht vereinbar (§ 307 Abs. 2 Nr. 1 BGB), weil sie dem Mieter eine höhere Instandhaltungsverpflichtung auferlegt, als der Vermieter dem Mieter ohne die vertragliche Abwälzung der Schönheitsreparaturen gemäß § 535 Abs. 1 Satz 2 BGB schulden würde (Senatsurteil vom 23. Juni 2004 - VIII ZR 361/03, NJW 2004, 2586, unter II 2 a).

    Die Klausel ist auch nicht durch berechtigte Interessen des Vermieters gerechtfertigt; denn ein Interesse, den Mieter zu Renovierungsmaßnahmen in der Wohnung zu verpflichten, obwohl ein Renovierungsbedarf tatsächlich noch nicht besteht, ist nicht schutzwürdig (Senatsurteil vom 23. Juni 2004, aaO).

    Eine solche "starre" Fälligkeitsregelung benachteiligt den Mieter entgegen den Geboten von Treu und Glauben unangemessen und ist daher gemäß § 307 Abs. 1 Satz 1, Abs. 2 Nr. 1 BGB unwirksam (Senatsurteil vom 23. Juni 2004, aaO, unter II 2; Urteil vom 22. September 2004 - VIII ZR 360/03, NJW 2004, 3775, unter II 1 b; Urteil vom 5. April 2006, aaO).

    Die Unwirksamkeit des Fristenplans hat auch die Unwirksamkeit der Verpflichtung zur Ausführung der Schönheitsreparaturen zur Folge (vgl. Senatsurteil vom 23. Juni 2004, aaO, unter II 3; Urteil vom 5. April 2006, aaO, unter II 3 m.w.Nachw.).

  • BGH, 22.09.2004 - VIII ZR 360/03  

    Unwirksame Schönheitsreparaturklausel - Mieterhöhung?

    Eine mietvertragliche Regelung, durch die die Verpflichtung zur Durchführung von Schönheitsreparaturen auf den Mieter abgewälzt wird, ist auch dann wegen unangemessener Benachteiligung des Mieters unwirksam, wenn die Verpflichtung als solche und die für ihre Erfüllung maßgebenden starren Fristen zwar in zwei verschiedenen Klauseln enthalten sind, zwischen diesen Klauseln aus der Sicht eines verständigen Mieters jedoch ein innerer Zusammenhang besteht, so daß sie als einheitliche Regelung erscheinen (im Anschluß an Senatsurteil vom 23. Juni 2004 - VIII ZR 361/03).

    Der Senat hat in einer nach Erlaß des Berufungsurteils und Einlegung der Revision ergangenen Entscheidung (Urteil vom 23. Juni 2004 - VIII ZR 361/03, NJW 2004, 2586) ausgeführt, daß eine formularvertragliche Klausel, die einen "starren" Fristenplan mit Renovierungsintervallen von zwei Jahren für Küche, Bad und Toilette und von fünf Jahren für alle übrigen Räume vorsieht, gemäß § 307 Abs. 1 Satz 1, Abs. 2 Nr. 1 BGB bzw. § 9 Abs. 1, Abs. 2 Nr. 1 AGBG unwirksam ist, da sie im Einzelfall dazu führen kann, daß der Mieter Schönheitsreparaturen auch dann auszuführen hat, wenn ein Renovierungsbedarf tatsächlich noch nicht besteht (vgl. im einzelnen Senat, aaO, unter II 2).

    Dies wäre jedoch eine unzulässige geltungserhaltende Reduktion der Formularklausel (vgl. Senatsurteil vom 23. Juni 2004, aaO, unter II 3).

  • OLG Celle, 13.07.2016 - 2 U 45/16  

    Keine Überwälzung der Schönheitsreparaturen bei unrenoviert übergebenen Räumen!

  • BGH, 18.02.2009 - VIII ZR 210/08  

    Unwirksamkeit einer Schönheitsreparaturklausel bei Verpflichtung des Mieters zur

  • BGH, 05.04.2006 - VIII ZR 178/05  

    Miet-Klausel zu Schönheitsreparaturen gekippt // Mehrere Hunderttausend müssen

  • OLG Düsseldorf, 04.05.2006 - 10 U 174/05  

    Klausel zu Schönheitsreparatur auch bei Ladenlokal unwirksam

  • BGH, 20.10.2004 - VIII ZR 378/03  

    Zur Wirksamkeit einer Schönheitsreparaturklausel

  • BGH, 05.04.2006 - VIII ZR 106/05  

    Formularmäßige Abwälzung der Schönheitsreparaturen auf den Mieter nach einem

  • BGH, 12.03.2014 - XII ZR 108/13  

    Formularmäßiger Gewerberaummietvertrag: Inhaltskontrolle für eine

  • BGH, 13.07.2005 - VIII ZR 351/04  

    Formularmäßige Vereinbarung eines Fristenplans für Schönheitsreparaturen in einer

  • BGH, 09.03.2005 - VIII ZR 17/04  

    Formularmäßige Vereinbarung der Übernahme der Schönheitsreparaturen durch den

  • BGH, 16.02.2005 - VIII ZR 48/04  

    Formularmäßige Vereinbarung der Vornahme von Schönheitsreparaturen durch einen

  • OLG Karlsruhe, 18.04.2007 - 7 U 186/06  

    Mieterhöhung aufgrund unwirksamer Schönheitsreparaturklausel

  • BGH, 31.01.2012 - VIII ZR 141/11  

    Wohnraummiete: Verjährung der Ansprüche des Mieters aus ungerechtfertigter

  • OLG Hamm, 03.08.2007 - 12 U 158/06  

    Unangemessene Benachteiligung durch weitreichende Rücktrittsklausel zu Gunsten

  • OLG Düsseldorf, 18.01.2007 - 10 U 102/06  

    Zur Wirksamkeit einer Schönheitsreparaturklausel in Mietvertrag über gewerbliche

  • OLG Düsseldorf, 14.12.2006 - 24 U 113/06  

    Schönheitsreparaturen: Rechtsprechung gilt auch für Gewerberäume

  • AG Dortmund, 26.08.2014 - 425 C 2787/14  

    Unwirksamkeit der Abwälzung der Schönheitsreparaturen

  • OLG München, 22.09.2006 - 19 U 2964/06  

    "Starrer" Fristenplan in AGB zu Schönheitsreparaturen

  • SG Stuttgart, 27.09.2006 - S 15 SO 6319/05  

    Sozialhilfe - Unterkunftskosten - betreutes Wohnen - Betreuungs- und

  • LSG Niedersachsen-Bremen, 16.07.2007 - L 13 SO 26/07  

    Sozialhilfe - Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung -

  • LG Freiburg, 07.07.2005 - 3 S 12/05  

    Formularmäßiger Wohnraummietvertrag: Unwirksamkeit einer

  • VGH Baden-Württemberg, 13.05.2015 - 3 S 1175/13  

    Zur Rechtmäßigkeit einer Satzung über die Höhe der zulässigen Mieten für

  • LG Hamburg, 09.10.2007 - 316 S 35/07  

    Wohnraummiete: Wirksamkeit der formularmäßigen Verpflichtung zu

  • LSG Nordrhein-Westfalen, 22.07.2010 - L 7 AS 60/09  

    Unwirksame Schönheitsreparaturklausel: Kostenübernahme nach SGB II?

  • LG Düsseldorf, 18.11.2005 - 15 O 143/05  

    Beendigung eines Mietverhältnisses bezüglich eines Ladenlokales durch Kündigung

  • AG Freiburg, 05.03.2010 - 6 C 4050/09  

    Bereicherungsanspruch bei unerkannt unwirksamer Renovierungsklausel

  • LSG Hamburg, 20.04.2010 - L 5 AS 55/07  
  • LSG Baden-Württemberg, 19.02.2009 - L 7 SO 1131/07  

    Sozialhilfe - Unterkunftskosten - Schönheitsreparatur - keine Kostentragung

  • KG, 22.05.2008 - 8 U 205/07  

    Wohnraummiete: Formularklausel über regelmäßig erforderliche

  • LG Mannheim, 08.02.2006 - 4 S 52/05  

    Wohnraummiete: Unwirksame formularmäßige Abgeltungsklausel mit "starren"

  • LG Frankfurt/Main, 31.07.2007 - 11 S 125/06  

    Wohnungsrückgabe bei Beendigung des Wohnraummietvertrages: Schadenersatz wegen

  • LSG Baden-Württemberg, 21.02.2008 - L 7 SO 827/07  

    Sozialgerichtliches Verfahren - Anfechtungs- und Leistungsklage - maßgeblicher

  • KG, 06.12.2007 - 8 U 135/07  

    Formularmäßiger Wohnraummietvertrag: Unwirksamkeit einer

  • LSG Hamburg, 27.06.2013 - L 4 AS 118/10  
  • AG Solingen, 23.04.2009 - 11 C 402/06  

    Schadensersatzanspruch aufgrund einer Schlechterfüllung eines Verwaltervertrages;

  • AG Bonn, 07.07.2006 - 5 C 5/06  

    Schönheitsreparaturen, Schadensersatz insbesondere wegen Rauchen

  • KG, 23.05.2005 - 8 U 234/04  

    Mietvertrag mit einer ausländischen Botschaft über Räume: Abgrenzung zwischen

  • AG Villingen-Schwenningen, 18.12.2007 - 4 C 252/07  

    AGB: Starrer Fristenplan?

  • LG Berlin, 11.03.2011 - 63 S 277/10  

    "Vorleistungen" an den Mieter für eventuelle Schönheitsreparaturen sind nicht

  • LG München II, 21.09.2010 - 12 S 561/10  

    Wohnraummiete: Verjährung von Ersatzansprüchen wegen nicht geschuldeter

  • AG Wetzlar, 02.12.2008 - 38 C 1882/07  

    Wohnraummiete: Mieterhöhung einer öffentlich geförderten Wohnung um die erhöhten

  • LG Hagen, 11.02.2008 - 10 S 224/07  

    Erlöschen eines Kautionsrückzahlungsanspruchs und eines Anspruchs auf Auszahlung

  • LSG Hessen, 09.04.2014 - L 6 AS 401/11  
  • LSG Bayern, 13.11.2008 - L 7 AS 323/08  
  • AG Karlsruhe, 06.09.2005 - 5 C 212/05  

    Wohnraummiete: Umfang des Bereicherungsanspruchs des Mieters wegen durchgeführter

  • AG Kerpen, 08.11.2005 - 22 C 480/04  

    Nachhilfeunterrichtsvertrag, Schlüsselgewalt und unwirksame Erschwerung des

  • LG Hamburg, 17.06.2005 - 311 S 152/04  
  • LG Düsseldorf, 01.10.2009 - 21 S 80/08  

    Die Beweislast für eine baubedingte Ursache des "Fogging" obliegt nicht dem

  • AG Berlin-Charlottenburg, 03.01.2005 - 209 C 470/04  

    Formularmäßiger Wohnraummietvertrag: Inhaltskontrolle für eine

  • AG Esslingen, 12.11.2004 - 1 C 254/04  

    Wohnraummiete: Schönheitsreparaturen nach Fristenplan; intensives Rauchen als

  • LG Hannover, 19.10.2005 - 12 S 49/05  
  • LG Düsseldorf, 16.12.2010 - 21 S 362/09  

    Rechtmäßigkeit einer mietrechtlichen Formularklausel hinsichtlich der generellen

  • SG Bremen, 07.08.2009 - S 23 AS 1415/09  
  • LG Berlin, 04.09.2006 - 67 S 65/06  

    Schönheitsreparaturen: Summierungseffekt

  • AG Berlin-Neukölln, 15.03.2006 - 19 C 398/05  

    Wohnraummiete: Unwirksamkeit starrer Renovierungsquoten bei Auszug vor Fälligkeit

  • VG Göttingen, 15.12.2004 - 2 A 213/04  

    Erstattungsfähigkeit von Renovierungskosten

  • AG Stuttgart, 19.06.2009 - 31 C 949/09  

    Mieterhöhung bei unwirksamer Schönheitsreparaturklausel: Wirksam!

  • LG Konstanz, 19.06.2008 - 61 S 5/08  

    AGB: Starrer Fristenplan?

  • AG Frankfurt/Main, 17.10.2006 - 33 C 3669/05  
  • AG Frankfurt/Main, 14.01.2005 - 33 C 3224/04  
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