Rechtsprechung
   OLG Düsseldorf, 26.03.2012 - VII-Verg 4/12   

Zitiervorschläge
https://dejure.org/2012,11593
OLG Düsseldorf, 26.03.2012 - VII-Verg 4/12 (https://dejure.org/2012,11593)
OLG Düsseldorf, Entscheidung vom 26.03.2012 - VII-Verg 4/12 (https://dejure.org/2012,11593)
OLG Düsseldorf, Entscheidung vom 26. März 2012 - VII-Verg 4/12 (https://dejure.org/2012,11593)
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Volltextveröffentlichungen (7)

  • Reguvis VergabePortal - Veris(Abodienst, Leitsatz ggf. frei)
  • rechtsportal.de(Abodienst, kostenloses Probeabo)

    Anforderungen an die Bekanntmachung des Erfordernisses von Nachweisen zur Beurteilung der Eignung eines Bieters

  • ibr-online(Abodienst, kostenloses Probeabo, Leitsatz frei)

    Anforderungen an Nachweise unklar: Ausschluss unzulässig!

  • juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)

Kurzfassungen/Presse (2)

Besprechungen u.ä.

  • ibr-online(Abodienst, kostenloses Probeabo) (Entscheidungsbesprechung)

    Eignungsanforderungen unklar: Kein Angebotausschluss! (IBR 2014, 1149)

Verfahrensgang

Papierfundstellen

  • ZfBR 2012, 624 (Ls.)
 
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Wird zitiert von ... (16)

  • OLG München, 21.04.2017 - Verg 2/17

    Vergabe "Strafjustizzentrum M. /Neubau: Baugrube Verbau" - verspäteter Antrag auf

    § 122 Abs. 4 Satz 2 GWB verlangt, dass hinsichtlich dieser Eignungskriterien bereits aus der Bekanntmachung alle Angaben ersichtlich sein müssen, die für Bieter für eine Entscheidung zur Teilnahme am Vergabeverfahren oder zur Angebotsabgabe von Bedeutung sind (vgl. Burgi, Vergaberecht, § 16, Rn. 7; Hausmann/von Hoff in Kulartz/Kus/Marks/Portz/Prieß, a.a.O., § 122, Rn. 42; OLG Düsseldorf, Beschluss vom 05.11.2014 - VII-Verg 21/14 -, Rn. 32, Juris; OLG Düsseldorf, Beschluss vom 12.09.2012 - VII-Verg 108/11; OLG Düsseldorf, Beschluss vom 26.03.2012 - VII-Verg 4/12; OLG München, Beschluss vom 12.11.2010 - Verg-21/10 -, Rn. 20, Juris).
  • OLG Celle, 24.04.2014 - 13 Verg 2/14

    Vergabeverfahren: Gewichtung der Auswahlkriterien in der Vergabebekanntmachung

    Der Auftraggeber ist an seine Festlegung in der Bekanntmachung gebunden und darf in den Verdingungsunterlagen keine Nachforderungen stellen, sondern die in der Bekanntmachung verlangten Eignungsnachweise nur konkretisieren (OLG Düsseldorf, Beschluss vom 26. März 2012, Verg 4/12, juris Tz. 2; Beschluss vom 2. Mai 2007 - Verg 1/07, juris Tz. 29; OLG Jena, Beschluss vom 21. September 2009 - 9 Verg 7/09, juris Tz. 39 ff., 44; Dittmann in: Kulartz/Marx/Portz/Prieß, VOL/A, 3. Aufl., § 16 Rn. 187, jeweils m. w. N.).
  • OLG Düsseldorf, 17.07.2013 - Verg 10/13

    Ausschließung eines Bieters wegen Fehlens von Zertifikaten oder vergleichbaren

    Ungeachtet der zu solchen Fällen bisher ergangenen Entscheidungen des Senats (u.a. Beschl. v. 3. August 2011 - VII-Verg 30/11; Beschl. v. 26. März 2012 - VII-Verg 4/12; Beschl. v. 28.11.2012 - VII-Verg 8/12) hat auch der Auftraggeber, der die vorzulegenden Nachweise (eingeschlossen Erklärungen) lediglich in keiner abschließenden Liste nach § 9 Abs. 4 VOL/A-EG zusammengefasst hat, deren Vorlage rechtswirksam gefordert.
  • BGH, 06.10.2020 - XIII ZR 21/19

    Ortenau-Klinikum

    Hierdurch wird gewährleistet, dass mit der Bekanntmachung für jeden (potentiellen) Bieter feststeht, welche Anforderungen er erfüllen muss, um den Auftrag ausführen zu können, und welche Eignungsnachweise der Auftraggeber hierzu von ihm verlangt (vgl. OLG Frankfurt a.M., ZfbR 2009, 86, juris Rn. 46; OLG Düsseldorf, Beschluss vom 26. März 2012 - VII-Verg 4/12, juris Rn. 36 aE; OLG München, NZBau 2012, 460; Summa in Heiermann/Zeiss/Summa, jurisPK-Vergaberecht, 5. Aufl., § 16b VOB/A 2016 Rn. 16, 30; Völlink in Ziekow/Völlink, VergabeR, 4. Aufl. 2020, VOB/A § 12 Rn. 31 und VgV § 37 Rn. 23; MünchKommWettbR/Stollhoff, 2. Aufl., § 12 VOB/A Rn. 28).
  • VK Südbayern, 19.03.2015 - Z3-3-3194-1-61-12/14

    Sämtliche Eignungsnachweise gehören in die Vergabebekanntmachung!

    Diese Bekanntgabe muss eindeutig sein (OLG Düsseldorf B. v. 26.03.2012 - Az.: VII-Verg 4/12).

    Etwaige Unklarheiten gehen nicht zu Lasten der Bieter (OLG Frankfurt, B. v. 15.07.2008 - Az.: 11 Verg 4/08; B. v. 10.06.2008 - Az.: 11 Verg 3/08; OLG Düsseldorf, B. v. 23.05.2012 - Az.: VII-Verg 4/12; B. v. 26.03.2012 - Az.: VII-Verg 4/12; B. v. 15.08.2011 - Az.: VII-Verg 71/11; B. v. 12.03.2008 - Az.: VII - Verg 56/07; OLG München, B. v. 30.04.2014 - Az.: Verg 2/14).

  • VK Südbayern, 22.12.2015 - Z3-3-3194-1-48-09/15

    Rechtsberatung in Planfeststellungsverfahren ist Rechtsanwälten vorbehalten!

    Der Auftraggeber ist an seine Festlegung in der Bekanntmachung gebunden und darf in den Verdingungsunterlagen keine Nachforderungen stellen, sondern die in der Bekanntmachung verlangten Eignungsnachweise nur konkretisieren (OLG Celle, a.a.O.; OLG Düsseldorf, Beschluss vom 26. März 2012, Az.: Verg 4/12).
  • VK Brandenburg, 26.02.2013 - VK 46/12

    Fachkunde und Zuverlässigkeit: Eignungs-, keine Zuschlagskriterien!

    Insoweit ist eine Prognose des Auftraggebers im Rahmen seines Beurteilungsspielraumes dahingehend erforderlich, ob der Bieter in finanzieller, wirtschaftlicher, fachlicher (personeller) und technischer (sachlicher) Hinsicht über die erforderlichen Mittel und Kapazitäten verfügt, die zur ordnungsgemäßen und vertragsgemäßen Ausführung des ausgeschriebenen Auftrags notwendig sind (OLG Düsseldorf, Beschluss vom 26. März 2012 - Verg 4/12).

    Anderenfalls sollen Nachweise als nicht wirksam gefordert anzusehen sein, mit der Folge, dass Angebote wegen Fehlens der geforderten Nachweise nicht ausgeschlossen werden dürfen (vgl. z. B. OLG Düsseldorf, Beschluss vom 26. März 2012 - Verg 4/12).

  • VK Thüringen, 23.01.2017 - 250-4002-866/2017-N-001-EF

    Kriterien für Referenzen müssen eindeutig und widerspruchsfrei sein!

    Unklarheiten und Widersprüche gehen zu Lasten des Auftraggebers, OLG Düsseldorf, Beschluss vom 26.03.2012, Az. Verg 4/12, siehe auch 1. VK Sachsen, Beschluss vom 09.02.2009, Az. 1/SVK/071-08.
  • VK Niedersachsen, 08.04.2016 - VgK-04/16

    Unterkostenangebot ist nach Plausibilitätsprüfung zuschlagsfähig!

    Zweifel an der Auslegung aus dem Empfängerhorizont des Bieters an den konkreten Anforderungen gehen stets zulasten des Auftraggebers und können den Bieter nicht entgegengehalten werden (OLG Düsseldorf, Beschluss vom 26.3.2012 - VII-Verg 4/12; OLG Naumburg, Beschluss vom 29.01.2009 - 1 Verg 10/08).
  • BGH, 28.10.2020 - XIII ZR 21/19

    Eignung eines Bieters hinsichtlich seiner für die ordnungsgemäße

    Hierdurch wird gewährleistet, dass mit der Bekanntmachung für jeden (potentiellen) Bieter feststeht, welche Anforderungen er erfüllen muss, um den Auftrag ausführen zu können, und welche Eignungsnachweise der Auftraggeber hierzu von ihm verlangt (vgl. OLG Frankfurt a.M., ZfbR 2009, 86, juris Rn. 46; OLG Düsseldorf, Beschluss vom 26. März 2012 - VII- Verg 4/12, juris Rn. 36 aE; OLG München, NZBau 2012, 460 ; Summa in Heiermann/Zeiss/Summa, jurisPK-Vergaberecht, 5. Aufl., § 16b VOB/A 2016 Rn. 16, 30; Völlink in Ziekow/Völlink, VergabeR, 4. Aufl. 2020, VOB/A § 12 Rn. 31 und VgV § 37 Rn. 23; MünchKommWettbR/Stollhoff, 2. Aufl., § 12 VOB/A Rn. 28).
  • VK Thüringen, 18.04.2017 - 250-4002-3905/2017-N-006-NDH

    Unklare Ausschreibung geht zu Lasten des Auftraggebers!

  • VK Arnsberg, 16.12.2013 - VK 21/13

    Wesentlicher Teil der Leistung nicht umfasst: Referenz nicht vergleichbar!

  • VK Bund, 21.08.2014 - VK 2-59/14

    Nachprüfungsverfahren: Beschaffung von Ersatzteilen

  • VK Sachsen, 15.11.2012 - 1/SVK/032-12

    Unklare Vergabeunterlagen gehen zu Lasten der Vergabestelle!

  • VK Sachsen, 15.11.2012 - 1/SVK/033-12

    Unklare Bietererklärungen gehen zu Lasten des Bieters!

  • VK Thüringen, 30.05.2012 - 250-4003-8401/2012-N-010-EF
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Rechtsprechung
   OLG Düsseldorf, 23.05.2012 - VII-Verg 4/12   

Zitiervorschläge
https://dejure.org/2012,21353
OLG Düsseldorf, 23.05.2012 - VII-Verg 4/12 (https://dejure.org/2012,21353)
OLG Düsseldorf, Entscheidung vom 23.05.2012 - VII-Verg 4/12 (https://dejure.org/2012,21353)
OLG Düsseldorf, Entscheidung vom 23. Mai 2012 - VII-Verg 4/12 (https://dejure.org/2012,21353)
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Volltextveröffentlichungen (5)

  • openjur.de
  • NRWE (Rechtsprechungsdatenbank NRW)
  • rechtsportal.de

    VOL/A § 16 Abs. 5; VOL/A -EG § 19 Abs. 5
    Anforderungen an die Länge der berufspraktischen Erfahrung von Mitarbeitern im Rahmen der Ausschreibung einer Rahmenvereinbarung zur Versorgung der Versicherten einer gesetzlichen Krankenkasse mit Anti-Dekubitus-Hilfen

  • ibr-online

    Eignung muss erst im Zeitpunkt der Auftragsausführung vorliegen!

  • juris (Volltext/Leitsatz)

Kurzfassungen/Presse (2)

  • Wolters Kluwer (Leitsatz)

    Anforderungen an die Länge der berufspraktischen Erfahrung von Mitarbeitern i.R.d. Ausschreibung einer Rahmenvereinbarung zur Versorgung der Versicherten einer gesetzlichen Krankenkasse mit Anti-Dekubitus-Hilfen

  • Wolters Kluwer (Kurzinformation)

    Maßgeblicher Zeitpunkt für die vergabespezifischen Eignungsvoraussetzungen ist der Zeitraum bis zum Vertragsbeginn

Verfahrensgang

Papierfundstellen

  • ZfBR 2013, 310 (Ls.)
 
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Wird zitiert von ... (11)

  • OLG Düsseldorf, 01.10.2014 - Verg 14/14

    Ausschließung eines Angebots wegen Fehlens des unterschriebenen Vordrucks

    Entgegen der Auffassung der Antragstellerin ist die Rechtsprechung des Senats zur so genannten "abschließenden Liste" (siehe: Beschluss vom 03.08.2011, VII-Verg 30/11; Beschluss vom 23.05.2012, VII-Verg 4/12; Beschluss vom 28.11.2012, VII-Verg 8/12, alle bei juris veröffentlicht) vorliegend nicht anwendbar, weil die VOB/A und die VOB/A-EG anders als die VOL/A (§ 8 Abs. 3 VOL/A) und die VOL/A-EG (§ 9 Abs. 4 VOL/A-GG) eine abschließende Liste nicht kennen, so dass auch die hierzu ergangene Rechtsprechung nicht auf den vorliegenden Fall transponiert werden kann.
  • OLG Düsseldorf, 06.02.2013 - Verg 32/12

    Ausschließung eines Angebots wegen nicht den Vergabeunterlagen entsprechender

    Nach der Senatsrechtsprechung (Senat, Beschluss vom 3.8.2011, VII-Verg 30/11, juris; Beschluss vom 23.5.2012, VII-Verg 4/12, juris; Beschluss vom 28.11.2012, VII-Verg 8/12, nrwe.de) soll die abschließende Liste dem Bieter ermöglichen, auf einen Blick zu erkennen, welche Nachweise er seinem Angebot beizufügen hat.
  • OLG Naumburg, 14.10.2016 - 7 Verg 3/16

    Vergabeverfahren für einen Krankenhausversorgungsvertrag: Anforderungen an die

    Etwaige Unklarheiten gehen nicht zu Lasten der Bieter (OLG Frankfurt, Beschluss vom 15. Juli 2008, 11 Verg 4/08; OLG Düsseldorf, Beschluss vom 23. Mai 2012 - VII-Verg 4/12; OLG München, Beschluss vom 30. April 2014, Verg 2/14; Dittmann in: Kulartz/Marx/Portz/Prieß, Kommentar zur VOB/A, 2. Aufl., § 13 EG VOB/A Rn. 78).
  • OLG Düsseldorf, 28.11.2012 - Verg 8/12

    Ausschließung eines Angebots wegen des Nichtvorliegens von Nachweisen

    Rechtsfolge und gebotene vergaberechtliche Sanktion einer unterlassenen Aufstellung und Bekanntgabe einer abschließenden Liste nach § 9 Abs. 4 VOL/A-EG ist, dass Nachweise dann als nicht wirksam vom öffentlichen Auftraggeber gefordert anzusehen sind, dass Bieter aus der Bekanntmachung und/oder den Vergabeunterlagen hervorgehende Nachweise nicht vorzulegen haben, und Angebote wegen Fehlens geforderter Nachweise von der Wertung nicht ausgenommen werden dürfen (siehe: Senat, Beschluss vom 3.8.2011, VII-Verg 30/11, juris, und Beschluss vom 23.5.2012, VII-Verg 4/12, juris).
  • VK Westfalen, 31.01.2017 - VK 1-49/16

    Auch Abfallrecht ist in die Vergabenachprüfung einzubeziehen!

    Denn die Eignung eines Auftragnehmers muss noch nicht zum Zeitpunkt des Vertragsschlusses zwingend vorliegen, sondern entscheidend ist der Zeitpunkt der Ausführung des Auftrages, vgl. u.a. OLG Düsseldorf, Beschluss vom 23.5.2012, Verg 4/12; OLG Düsseldorf, Beschluss vom 4.2.-, Verg 52/12.
  • OLG Brandenburg, 20.11.2012 - Verg W 10/12

    Anforderungen an den Nachweis der Befähigung des Auftragnehmers und seiner

    Unklarheiten gehen zu Lasten des Auftraggebers (vgl. BGH, Urteil v. 10.06.2008, X ZR 78/07; OLG München, Beschluss v. 23.12.2010, Verg 21/10; OLG Düsseldorf, Beschluss v. 23.05.2012, Verg 4/12, zitiert jeweils nach juris.de).

    Auf einen anderen Zeitpunkt darf der Auftraggeber nur dann abstellen, wenn er dies entsprechend angegeben hat (vgl. OLG Düsseldorf, Beschluss v. 23.05.2012 aaO.).

  • OLG Düsseldorf, 17.06.2015 - Verg 14/15

    Ausschließung eines Angebots im Rahmen der Ausschreibung von Rabattvereinbarungen

    Aufgrund der Checklistenfunktion einer abschließenden Liste bedarf es in einer solchen auch nur einer Aufzählung der einzureichenden Unterlagen, nicht aber konkreter inhaltlicher Vorgaben, die der Auftraggeber aufgrund der ihm nicht bekannten Verhältnisse auf der Seite des Bieters ohnehin nicht machen kann (siehe: Senat, Beschluss vom 06.02.2013, VII-Verg 32/12; Beschluss vom 23.05.2012, VII-Verg 4/12; Beschluss vom 28.11.2012, VII-Verg 8/12; Beschluss vom 03.08.2011, VII-Verg 30/11, alle juris).
  • VK Bund, 20.12.2012 - VK 1-130/12

    Nicht fristgerecht umgesetzte Richtlinie ist trotzdem zu beachten!

    Denn die Vorlage der hierfür erforderlichen "Zertifikate oder vergleichbaren Nachweise" mit dem Angebot war von der Ag gar nicht wirksam gefordert worden: Die Ag hatte die diesbezüglich vorzulegenden Nachweise im "Ergänzungsblatt zur Angebotsaufforderung" und in den Bewerbungsbedingungen nur unter pauschalem Verweis auf die Leistungsbeschreibung erwähnt, jedoch nicht in Form einer gesondert den Vergabeunterlagen beigefügten, von den Bietern bei der Zusammenstellung ihrer Angebote gewissermaßen nur abzuhakenden abschließenden "Checkliste" i. S. d. § 9 EG Absatz 4 VOL/A dargestellt (vgl. hierzu OLG Düsseldorf, Beschlüsse vom 3. August 2011, Vll-Verg 30/11, und vom 23. Mai 2012, Vll-Verg 4/12).
  • VK Bund, 23.07.2015 - VK 1-55/15

    Nachprüfungsverfahren: Herstellung und Lieferung von Parlamentsdrucksachen

    Zudem wären Eignungsanforderungen, die ortsansässige Bieter bevorzugen und bereits bei Angebotsabgabe eine Präsenz am Leistungsort verlangen, im Interesse eines möglichst großen chancengleichen Wettbewerbs zwischen mehreren Bietern ohnehin vergaberechtlich äußerst bedenklich (vgl. EuGH, Urteil vom 27. Oktober 2005, Rs. C-234/03; EuG, Urteil vom 6. Juli 2005, Rs. T-148/04; OLG München, Beschluss vom 12. September 2005, Verg 20/05; OLG Düsseldorf, Beschluss vom 23. Mai 2012, VII-Verg 4/12).
  • VK Bund, 01.07.2013 - VK 1-45/13

    Nachprüfungsverfahren: Regulatorisches Meldewesen

    Denn der maßgebliche Zeitpunkt, zu dem die Eignung eines Unternehmens vorliegen muss, ist grundsätzlich (erst) der Vertragsbeginn, vorher reicht es aus, dass - wie hier - hinreichend belastbare Umstände vorliegen, die mit Blick auf den Zeitpunkt der zukünftigen Leistungserbringung die Annahme rechtfertigen, das betreffende Unternehmen sei in der Lage, rechtzeitig z.B. über die hinreichende Fachkunde zu verfügen (vgl. OLG Düsseldorf, Beschlüsse vom 4. Februar 2013, VII-Verg 52/12, m.w.N., vom 23. Mai 2012, VII-Verg 4/12; OLG München, Beschluss vom 17. Januar 2013, Verg 30/12).
  • VK Bund, 27.05.2016 - VK 1-32/16

    Lieferung von Ersatzteilen

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Rechtsprechung
   OLG München, 31.05.2012 - Verg 4/12   

Zitiervorschläge
https://dejure.org/2012,29514
OLG München, 31.05.2012 - Verg 4/12 (https://dejure.org/2012,29514)
OLG München, Entscheidung vom 31.05.2012 - Verg 4/12 (https://dejure.org/2012,29514)
OLG München, Entscheidung vom 31. Mai 2012 - Verg 4/12 (https://dejure.org/2012,29514)
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Volltextveröffentlichungen (4)

  • openjur.de
  • rechtsportal.de

    GWB § 108; GWB § 128 Abs. 4
    Zulässigkeit eines Vergabenachprüfungsantrags im Hinblick auf den richtigen Antragsgegner

  • ibr-online

    Bundesfernstraßenbau: Antragsgegner im Nachprüfungsverfahren?

  • juris (Volltext/Leitsatz)

Kurzfassungen/Presse

  • Wolters Kluwer (Leitsatz)

    Zulässigkeit eines Vergabenachprüfungsantrags im Hinblick auf den richtigen Antragsgegner

Besprechungen u.ä. (2)

  • lutzabel.com (Entscheidungsbesprechung)

    Wer ist der richtige Antragsgegner bei Ausschreibungen von Bauleistungen für Autobahnen und Bundesfernstraßen?

  • ibr-online (Entscheidungsbesprechung)

    Bundesfernstraßenbau: Antragsgegner im Nachprüfungsverfahren? (IBR 2013, 1035)

Verfahrensgang

  • VK Südbayern - Z3-3-3194-1-39-12/11
  • OLG München, 31.05.2012 - Verg 4/12
 
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Wird zitiert von ... (23)

  • OLG München, 09.04.2015 - Verg 1/15

    Vergabenachprüfungsverfahren: Bildung eines Fachloses für die Vergabe von

    Mit der Entscheidung vom 31.05.2012, Verg 4/12 hat der Senat - freilich in nicht tragenden Erwägungen - zum Ausdruck gebracht, dass er es für vorzugswürdig hält, die Frage der Auftraggebereigenschaft entsprechend den zivilrechtlichen Vertragsbeziehungen zu beantworten.
  • OLG Celle, 24.09.2014 - 13 Verg 9/14

    Vergabenachprüfungsverfahren: Auslegung der Parteibezeichnung;

    Die Vergabekammer oder der Senat berichtigen dann von Amts wegen das Rubrum (OLG München, Beschluss vom 31. Mai 2012 - Verg 4/12, juris Tz. 15; Möllenkamp in: Kulartz/Kus/Portz, GWB-Vergaberecht, 3. Aufl., § 108 Rdnr. 20 f.; Summa in: jurisPK-Vergaberecht, 4. Aufl., § 108 Rdnr. 30 f.; noch weitergehender, wenn auch bezogen auf den Sonderfall mehrerer Auftraggeber: OLG Naumburg, Beschluss vom 23. Februar 2012 - 2 Verg 15/11, juris Tz. 29).
  • VK Südbayern, 11.03.2015 - Z3-3-3194-1-65-12/14

    Mehrdeutige Angebote sind zwingend auszuschließen!

    Der richtige Antragsgegner im Nachprüfungsverfahren bestimmt sich grundsätzlich nach den zivilrechtlichen Vertragsbeziehungen (Anschluss an OLG München, 31.05.2012 - Verg 4/12, IBRRS -, 1047).*).

    Der richtige Antragsgegner im Nachprüfungsverfahren bestimmt sich grundsätzlich nach den zivilrechtlichen Vertragsbeziehungen (Anschluss an OLG München, 31.05.2012 - Verg 4/12, IBRRS -, 1047).*).

    Die Antragsgegnerin zu 2) war in das Verfahren einzubeziehen, weil sich die Frage des richtigen Antragsgegners nach den zivilrechtlichen Vertragsverhältnissen zu bestimmen ist (OLG München b. v. 31.05.2012 - Az.: Verg 4/12) und die Antragsgegnerin zu 2) mit dem Zuschlag einen eigenständigen Vertrag nach österreichischem Recht mit dem Zuschlagsbieter abschließt.

    Die Frage des richtigen Antragsgegners ist nach der Rechtsprechung des OLG München nach den zivilrechtlichen Vertragsverhältnissen zu bestimmen (OLG München B. v. 31.05.2012 - Az.: Verg 4/12).

  • VK Südbayern, 09.10.2013 - Z3-3-3194-1-27-08/13

    Vergabeverstoß erkannt: Wie weit ist das Verfahren zurückzuversetzen?

    Die Antragsgegnerin gehe davon aus, dass die Antragsgegnerin zu 1), der richtige Antragsgegner ist und verweist dazu auf den Beschluss des OLG München vom 31.05.2012, Az: Verg 4/12.

    Zwar seien der Antragstellerin die Ausführungen des OLG München zur seines Erachtens bestehenden Antragsgegnerschaft des Bundes in der Entscheidung vom 31.05.2012 (Verg 4/12) wohl bekannt, jedoch könnten daraus keine rechtssicheren Rückschlüsse auf die Passivlegitimation gezogen werden, da im zitierten Beschluss des OLG München diese Frage nicht tragend für die Entscheidung des Senates gewesen sei und daher keine Vorlage zum BGH erfolgte, die ansonsten nötig gewesen wäre, da die vom OLG München geäußerte Ansicht im klaren Widerspruch zu der Entscheidung des OLG Celle vom 06.06.2011 (13 Verg 2/11).

    Das OLG München führt hierzu in seiner Entscheidung vom 31.05.2012 (Verg 4/12) folgendes aus: .

    Sie hat in ihrem Antrag gerade nicht nur die Vergabestelle (X) genannt, was den Weg zu einer Rubrumsberichtigung eröffnet hätte (OLG München B. v. 31.05.2012 Az.: Verg 4/12), sondern ausdrücklich Bund und Freistaat.

  • OLG München, 29.01.2021 - Verg 11/20

    Rechtswidriger Ausschluss im Rahmen öffentlicher Ausschreibung von

    Maßgeblich für die Bestimmung des richtigen Antragsgegners im Nachprüfungsverfahren sind die zivilrechtlichen Vertragsbeziehungen (ausführlich OLG München, Beschluss vom 31.05.2012, Verg 4/12, juris Tz. 13).

    Die Vergabekammer oder der Senat berichtigen sodann von Amts wegen das Rubrum (OLG München, Beschluss vom 31.05.2012, Verg 4/12, juris Tz. 15).

  • VK Niedersachsen, 02.04.2013 - VgK-04/13

    VOL/A-EG 2012: Eignungsnachweise müssen nicht vorab benannt werden!

    Insbesondere das OLG München habe in seiner Entscheidung Verg 4/12 vom 31.05.2012 ausführlich begründet, warum es von der Auffassung des OLG Celle abweiche.

    Dagegen knüpfen das OLG Brandenburg (Beschluss vom 17.05.2011 - Verg W 16/10) und das OLG München (Beschluss vom 13.05.2012 - Verg 4/12 Rdnr. 13, zit. nach open-jur), auf deren abweichende Meinung das OLG Celle im Beschluss vom November 2012 nicht eingegangen ist, die Eigenschaft als Antragsgegner unmittelbar an die zivil- und vermögensrechtliche Auftragsvergabe und damit unmittelbar an die Eigenschaft als öffentlicher Auftraggeber an.

    Wegen der irritierenden Vorschriftenlage und der bundesweit uneinheitlichen Rechtsprechung zwischen den OLG Celle (Beschlüsse vom 06.06.2011, 13 Verg 2/11 und vom 08.11.2012, 13 Verg 7/12) und Düsseldorf (OLG Düsseldorf, Beschluss vom 14.09.2009 - Verg 20/09, zit. nach ibr-online) einerseits und OLG München (Beschluss vom 13.05.2012 - Verg 4/12 Rdnr. 13, zit nach open-jur) und OLG Brandenburg (Beschluss vom 17.05.2011 - Verg W 16/10) andererseits ist es gerade einem fachkundig anwaltlich beratenen Antragsteller objektiv nicht mehr möglich, zweifelsfrei den richtigen Antragsgegner auszuwählen.

  • OLG Rostock, 09.10.2013 - 17 Verg 6/13

    Vergabeverfahren: Erklärung des Bieters zur befristeten Gültigkeit seiner Preise

    Der Senat neigt dazu, in Fällen, in denen der Vergabegegenstand - wie hier - eine Bundesauftragsangelegenheit betrifft, das Land, nicht den Bund, als den richtigen Antragsgegner anzusehen (OLG Celle v. 06.06.2011, 13 Verg 2/11, juris Tz. 19; OLG Düsseldorf v. 14.09.2009, VII-Verg 20/09, juris Tz. 5; a.A.: OLG München v. 31.05.2012, Verg 4/12, juris Tz. 13).
  • VK Sachsen, 01.08.2019 - 1/SVK/021-19

    Wertung auf Bruttobasis: Auftraggeber muss Steuersätze prüfen!

    Soweit die Antragstellerin hier ihren Antrag , bezogen auf Los 11 zurückgenommen hat, hat die Vergabekammer die Entscheidung, wer die Kosten für das Vergabenachprüfungsverfahren diesbezüglich zu tragen hat, gemäß § 182 Abs. 3 Satz 5 GWB nach billigem Ermessen zu treffen, wobei sich die Entscheidung primär an einer summarischen Prüfung der Erfolgsaussichten des voraussichtlichen Verfahrens orientiert (vgl. BGH zum wortgleichen § 128 Abs. 3 Satz 5 GWB a. F., Beschluss vom 25. Januar 2012 - X ZB 3/11 -, OLG München, B. v. 31. Mai 2012 - Verg 4/12).

    Wenn der Grund für die Rücknahme des Antrags also darin liegt, dass die weitere Rechtsverfolgung als nicht mehr erfolgsversprechend angesehen wird, da der Antragsteller mit seiner Rechtsauffassung nicht durchdringen kann und eine Zurückweisung des Antrags vermieden werden soll, entspricht es im Allgemeinen der Billigkeit, dass der Antragsteller die Kosten des Verfahrens vor der Vergabekammer trägt (OLG München, Beschluss vom 31. Mai 2012 - Verg 4/12 , sowie Damaske in Müller-Wrede, GWB, § 182 Rn. 81), auch weil sich der Antragsteller dadurch freiwillig in die Rolle des Unterlegenen begibt (Krohn in Burgi/Dreher, GWB, § 182 Rn. 74).

  • VK Mecklenburg-Vorpommern, 02.07.2013 - 2 VK 8/13

    Widerspruch zwischen Kalkulation und Angebot: Ausschluss zwingend!

    Alleiniger Antragsgegner ist im vorliegend einschlägigen Fall der in Rede stehenden Auftragserteilung im Rahmen eines Autobahnbaus richtigerweise die Bundesrepublik Deutschland (vgl. OLG München, Beschluss vom 31.05.2012, Verg 4/12, vpr-online).

    Dass der Antrag daher fälschlicherweise auch gegen das Land Mecklenburg-Vorpommern gerichtet wurde, ist aber im Ergebnis unschädlich (vgl. Schwenker, Urteilsanmerkung zu OLG München vom 31.05.2012, a.a.O.).

  • VK Bund, 28.05.2014 - VK 2-35/14

    Nachprüfungsverfahren: Medien

    Eine Vergabestelle ist jedoch als "Dritter" nicht am Nachprüfungsverfahren beteiligt (OLG Düsseldorf, Beschlüsse vom 26. Juli 2012, VII-Verg 28/02 und vom 3. Juni 2009, VII-Verg 7/09; a.A.: OLG München, Beschluss vom 31. Mai 2012 - Verg 4/12, das eine bloße Rubrumsberichtigung bei dem vorherigen Angriff auf die Vergabestelle für möglich erachtet).
  • VK Südbayern, 16.09.2015 - Z3-3-3194-1-27-04/15

    Fehler des Auftraggebers rechtfertigen keine Aufhebung der Ausschreibung!

  • OLG Schleswig, 26.09.2019 - 54 Verg 4/19

    Nachprüfungsantrag gegen Vergabestelle gerichtet: Rubrumsberichtigung zulässig?

  • VK Saarland, 15.04.2016 - 3 VK 02/16
  • VK Niedersachsen, 09.10.2015 - VgK-39/15

    Beurteilungsmaßstab für Bewertungsmatrix ist vorab bekannt zu geben!

  • VK Saarland, 03.03.2016 - 2 VK 01/15
  • VK Nordbayern, 29.10.2013 - 21.VK-3194-42/13

    Vergabestelle muss falsch angegebene Steuersätze korrigieren!

  • VK Südbayern, 12.11.2012 - Z3-3-3194-1-36-07/12

    Keine ordnungsgemäße Schätzung des Auftragswerts: Nachprüfungsinstanz schätzt!

  • VK Südbayern, 22.12.2014 - Z3-3-3194-1-51-11/14

    Ab wann läuft die 30-Tages-Frist des § 101b Abs. 2 Satz 1 GWB?

  • VK Südbayern, 12.02.2015 - Z3-3-3194-1-58-12/14

    Wann ist die Forderung nach verdachtsunabhängigen Drogenscreenings zulässig?

  • VK Nordbayern, 24.05.2013 - 21.VK-3194-17/13

    Bewertungsmatrix ist vor Kenntnis der Bewerbungen festzulegen!

  • VK Nordbayern, 10.02.2015 - 21.VK-3194-38/14

    Wann wird ein Angebot wegen nicht zweifelsfreier Angaben ausgeschlossen?

  • VK Bund, 07.08.2013 - VK 2-68/13

    Nachprüfungsverfahren: Abschluss von Arzneimittel-Rahmenrabattverträgen

  • VK Sachsen, 17.06.2013 - 1/SVK/016-13

    VOL/A 2009: Wie ist mit ungewöhnlichen Wagnissen umzugehen?

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Rechtsprechung
   KG, 13.09.2012 - Verg 4/12   

Zitiervorschläge
https://dejure.org/2012,32216
KG, 13.09.2012 - Verg 4/12 (https://dejure.org/2012,32216)
KG, Entscheidung vom 13.09.2012 - Verg 4/12 (https://dejure.org/2012,32216)
KG, Entscheidung vom 13. September 2012 - Verg 4/12 (https://dejure.org/2012,32216)
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Volltextveröffentlichungen (9)

Besprechungen u.ä.

  • ibr-online (Entscheidungsbesprechung)

    Rahmenvertrag: Kein vorbeugender Rechtsschutz gegen De-facto-Vergabe der Einzelverträge! (IBR 2014, 1163)

Papierfundstellen

  • ZfBR 2013, 104 (Ls.)
 
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Wird zitiert von ... (5)

  • OLG Karlsruhe, 16.11.2016 - 15 Verg 5/16

    Vergabenachprüfungsverfahren: Pflicht zur Ausschreibung einer Kiesverwertung in

    Sollte der Senat präventiven Rechtsschutz gegen die hier bevorstehende De-facto-Vergabe gewähren wollen, wäre wegen Divergenz zu Entscheidungen des Oberlandesgerichts Schleswig (Beschluss vom 15.03.2013 - 1 Verg 4/12 - juris) und des Kammergerichts (Beschluss vom 13.09.2012 - Verg 4/12 -, IBR 2014, 1163) eine Vorlage an den Bundesgerichtshof geboten.

    (2.1) Mit Blick auf die gesetzliche Regelung in § 101b GWB a.F. ist in der Rechtsprechung allerdings umstritten, ob sich ein interessierter Marktteilnehmer bei einer bevorstehenden Direktvergabe auf das spätere Vorgehen gegen den bereits erfolgten Vertragsschluss gemäß § 101b GWB a.F. (heute: § 135 GWB) verweisen lassen muss oder ob er auch schon im Vorfeld des Vertragsschlusses gegen eine bevorstehende De-facto-Vergabe vorgehen kann (so BGH, NJW-RR 2005, 1439 ff.; OLG München, Beschluss vom 19.07.2012 - Verg 8/12 - juris; OLG Hamburg, Beschluss vom 14.12.2010 - 1 Verg 5/10 - juris; OLG Düsseldorf, Beschluss vom 17.12.2014 VII-Verg 26/14 - juris; OLG Koblenz, Beschluss vom 03.12.2014 - Verg 8/14 - juris; Vergabekammer Sachsen, ZfBR 2015, 831, m.w.N .; Vergabekammer Bund, NZBau 2016, 514 ff.; a. A. OLG Schleswig , Beschluss vom 15.03.2013 - 1 Verg 4/12 - juris KG, Beschluss vom 13. September 2012 - IBR 2014, 1163 ).

    Voraussetzung für eine Nachprüfung ist danach nur, dass überhaupt ein konkreter Beschaffungsvorgang vorliegt (BGH, NJW-RR 2005, 1439 ff.; OLG München, Beschluss vom 19.07.2012 - Verg 8/12 - juris; OLG Hamburg, Beschluss vom 14.12.2010 - 1 Verg 5/10 - juris; OLG Düsseldorf, Beschluss vom 17.12.2014 VII-Verg 26/14 - juris; OLG Koblenz, Beschluss vom 03.12.2014 - Verg 8/14 - juris; Vergabekammer Sachsen, ZfBR 2015, 831, m.w.N.; Vergabekammer Bund, NZBau 2016, 514 ff., Braun, in: Ziekow/Völlink, Vergaberecht, 2011, § 101b Rn. 24; a. A. OLG Schleswig, Beschluss vom 15.03.2013 - 1 Verg 4/12 - juris KG, Beschluss vom 13. September 2012 - IBR 2014, 1163); ein künftiges - förmliches oder materielles - Vergabeverfahren unterliegt dagegen nicht der Nachprüfung nach §§ 102 ff. GWB a.F.

    Soweit die Beigeladene Ziffer 3 eine Vorlagepflicht postuliert und insoweit auf die Entscheidungen des Oberlandesgerichts Schleswig (Beschluss vom 15.03.2013 - 1 Verg 4/12 - juris) und des Kammergerichts (Beschluss vom 13.09.2012 , IBR 2014, 1163) hinweist, greift dies nicht durch.

  • OLG Karlsruhe, 16.11.2012 - 15 Verg 9/12

    Vergabenachprüfungsverfahren: Ausschreibung einer Rahmenvereinbarung zur

    Vorliegend geht es anders als in der Entscheidung des Vergabesenats des Kammergerichts Berlin (Beschluss vom 13.09.2012, Verg 4/12 - nach juris) auch nicht um die Verhinderung künftiger De-facto-Vergabe sondern um die Überprüfung der ebenfalls den Grundsätzen des Vergaberechts unterworfenen Rahmenvereinbarung selbst, die, wie den Gründen des zitierten Beschlusses zu entnehmen ist, im Verfahren vor dem KG Berlin nicht in Streit stand.
  • VK Berlin, 15.05.2020 - VK-B1-15/19

    Knapp gehaltene Vorabinformation lässt Rügeobliegenheit nicht entfallen!

    - Verg 3/19; OLG Düsseldorf, Beschluss vom 25.09.2017 - VII - Verg 19 / 17; OLG Düsseldorf, Beschluss vom 29.06.2017 - VII - Verg 7 / 17; OLG Jena, Beschluss vom 13.10.2015 - 2 Verg 6 / 15; KG, Beschluss vom 13.09.2012 - Verg 4/12; OLG Naumburg, Beschluss vom 01.06.2011 - 2 Verg 3/11; OLG München, Beschluss vom 08.11.2010 - Verg 20 / 10; OLG Jena, Beschluss vom 11.01.2007 - 9 Verg 9 / 06).
  • OLG Jena, 13.10.2015 - 2 Verg 6/15

    Vergabenachprüfungsverfahren: Statthaftigkeit einer sofortigen Beschwerde gegen

    Ein Anspruch auf Akteneinsicht besteht gemäß § 111 Abs. 1 GWB nur in dem Umfang, in dem der Inhalt entscheidungserheblich ist, hier also nur hinsichtlich der Frage, ob die hiesige Beschwerde zulässig ist (OLG des Landes Sachsen-Anhalt 2 Verg 3/11, OLG Brandenburg Verg W 14/11,KG Berlin Vergabesenat, Verg 4/12, Vergabekammer Mecklenbug-Vorpommern 2 VK 10/14).
  • VK Sachsen, 27.04.2015 - 1/SVK/012-15

    Anpassungsklausel muss hinreichend transparent sein!

    Aufgrund dieser gesetzlichen Regelung ist in der Rechtsprechung nicht unumstritten, ob ein Bieter sich auf den erfolgten Vertragsschluss verweisen lassen muss oder auch schon im Vorfeld des Vertragsschlusses gegen eine geplante Vergabe vorgehen kann (so OLG München, Beschl. v. 19. Juli 2012 - Verg 8/12; OLG Hamburg, Beschl. v. 14. Dezember 2010 - 1 Verg 5/10; Kriener in Müller-Wrede, GWB, 2. Aufl., § 101b Rn. 5b; a. A. OLG Schleswig, Beschluss vom 15. März - - 1 Verg 4/12; KG, Beschluss vom 13. September 2012 - Verg 4/12; Fett in Willenbruch/Wieddekind, Vergaberecht, 3. Auflage § 101b GWB, Rn 8).
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Rechtsprechung
   OLG Dresden, 26.06.2012 - Verg 4/12   

Zitiervorschläge
https://dejure.org/2012,61565
OLG Dresden, 26.06.2012 - Verg 4/12 (https://dejure.org/2012,61565)
OLG Dresden, Entscheidung vom 26.06.2012 - Verg 4/12 (https://dejure.org/2012,61565)
OLG Dresden, Entscheidung vom 26. Juni 2012 - Verg 4/12 (https://dejure.org/2012,61565)
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Volltextveröffentlichungen (4)

Verfahrensgang

 
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Wird zitiert von ... (2)

  • OLG Schleswig, 28.06.2016 - 54 Verg 2/16

    Referenz zu (nur) einem Leistungsbereich vorlegt: Bieter für anderen

    Die Vergabekammer hätte - dementsprechend - unbeschadet der (rechtlich nicht korrekten und nicht bindenden) Angabe in VI.4.1 der EU-Vergabebekanntmachung - den Nachprüfungsantrag der Beschwerdeführerin von Amts wegen entsprechend §§ 83 VwGO, 17a GVG an die örtlich zuständige Vergabekammer Hamburg verweisen müssen (vgl. OLG Dresden, Beschl. v. 26.06.2013, Verg 4/12, VergabeR 2013, 517, 16.07.2007; OLG Jena, Beschl. v. Verg 4/07).
  • VK Rheinland, 23.06.2020 - VK 15/20

    Rahmenvertrag begründet keine Abnahmeverpflichtung!

    Daher liegt es nahe zum Schließen der Gesetzeslücke die Vorschriften der VwGO heranzuziehen, OLG Düsseldorf Beschluss vom 18.01.2005 - Verg 104/04; OLG Dresden Beschluss vom 26.06.2012 - Verg 0004/12; Ohlerich in: Kulartz/Kus/Portz/Prieß, Kommentar zum GWB-Vergaberecht, 4. Auflage 2016, § 159 Rn. 30. .
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