Weitere Entscheidung unten: AG München, 03.08.2000

Rechtsprechung
   BGH, 21.03.2001 - VIII ZR 149/99   

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Zitiervorschläge

https://dejure.org/2001,249
BGH, 21.03.2001 - VIII ZR 149/99 (https://dejure.org/2001,249)
BGH, Entscheidung vom 21.03.2001 - VIII ZR 149/99 (https://dejure.org/2001,249)
BGH, Entscheidung vom 21. März 2001 - VIII ZR 149/99 (https://dejure.org/2001,249)
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Volltextveröffentlichungen (13)

Kurzfassungen/Presse (4)

Besprechungen u.ä. (2)

  • ewir-online.de(Leitsatz frei, Besprechungstext 3,90 €) (Entscheidungsbesprechung)

    HGB § 87c
    Pflicht zur umfassenden Angabe der vermittelten Geschäfte und ihrer Ausführung in dem Handelsvertreter zu erteilendem Buchauszug

  • WuB Entscheidungsanmerkungen zum Wirtschafts- und Bankrecht(Abodienst; oder: Einzelerwerb 11,50 €) (Entscheidungsbesprechung)

    Informationsrechte des Handelsvertreters; Buchauszug; Abrechnung über die Provision

Papierfundstellen

  • NJW 2001, 2333
  • ZIP 2001, 876
  • MDR 2001, 823
  • VersR 2001, 760
  • WM 2001, 1158
  • WM 2001, 1258
  • BB 2001, 1058
  • DB 2001, 1409
 
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Wird zitiert von ... (66)

  • BGH, 23.11.2011 - VIII ZR 203/10

    Gerichtliche Schätzung eines Handelsvertreterausgleichsanspruchs eines

    So beschränkten sich diese - abgesehen von den Auskünften zu den vom Kläger zu erwartenden Altersversorgungsleistungen - auf den Bereich der vom Kläger vermittelten Kranken- und Lebensversicherungen, während der nunmehr begehrte Buchauszug sich auf alle Geschäftsverhältnisse erstreckt, die für die Berechnung, die Höhe und die Fälligkeit der Provisionen relevant sind (Senatsurteil vom 21. März 2001 - VIII ZR 149/99, WM 2001, 1258 unter II).

    Denn während der Buchauszug nur diejenigen Informationen enthalten muss, die sich in den dem Unternehmer verfügbaren schriftlichen Unterlagen über die vermittelten Geschäfte befinden, erfasst der Auskunftsanspruch auch solche Umstände, die sich nicht aus den schriftlichen Geschäftsunterlagen des Unternehmers ergeben (Senatsurteil vom 21. März 2001 - VIII ZR 149/99, aaO).

    Es handelt sich um Kontrollrechte, die dazu dienen, dem Handelsvertreter für die Geltendmachung dieser Ansprüche Kenntnisse zu verschaffen, die aus eigenem Wissen nur der Unternehmer haben kann (Begründung zum RegE des HGB, abgedruckt in Schubert/Schmiedel/Krampe, Quellen zum Handelsgesetzbuch von 1897, Bd. II, 1. Hlbd., 1987, S. 60; Senatsurteil vom 21. März 2001 - VIII ZR 149/99, aaO unter II 2 a).

    Der Auskunftsanspruch ergänzt lediglich den Anspruch auf Erteilung eines Buchauszugs (Senatsurteil vom 21. März 2001 - VIII ZR 149/99, aaO mwN; Emde, aaO, § 87c Rn. 139; Hopt, aaO, § 87c Rn. 23); er kann sich mit diesem inhaltlich überschneiden.

  • LG Bonn, 13.06.2012 - 16 O 4/11

    Anspruch eines Handelsvertreters gegen Unternehmer auf Buchauszug über alle

    Der Buchauszug dient der Kontrolle und etwaigen Ergänzung der Abrechnung nach § 87c Abs. 1 HGB und muss inhaltlich alles aufführen, was nach der Provisionsvereinbarung zwischen den Parteien für die Provisionsberechnung bedeutsam sein kann und sich aus den schriftlichen Unterlagen des Unternehmers ergibt (BGH, NJW 2001, 2333; OLG Köln, Urt. v. 2.7.2010 - 19 U 2710, juris).

    Welche Angabe über die Geschäfte für die Provision des Handelsvertreters im Einzelfall von Bedeutung sind, hängt von der zwischen dem Handelsvertreter und dem Unternehmer geltenden Provisionsregelung ab und aus den zwingenden gesetzlichen Regelungen (§§ 87a Abs.. 2 - 4 HGB) sowie, soweit eine besondere Vereinbarung nicht getroffen wurde, aus den dispositiven gesetzlichen Vorschriften (§§ 92, 87, 87a Abs. 1 HGB) (BGH, Urt. v. 21.3.2001 - VIII ZR 149/99, MDR 2001, 823).

    Der Buchauszug ist in Form einer geordneten Zusammenstellung der geschuldeten Angaben zu erteilen, wobei jedoch kein Anspruch auf eine bestimmte, etwa tabellarische Form besteht (BGH, Urt. v. 21.3.2001 - VIII ZR 149/99, MDR 2001, 823; OLG Köln, Urt. v. 2.7.2011 - 19 U 2/10, juris).

    - Name des Kunden (BGH, Urt. v. 21.3.2001 - VIII ZR 149/99, MDR 2001, 823).

    - Vertragsnummer der Produktgesellschaft (BGH, Urt. v. 21.3.2001 - VIII ZR 149/99, MDR 2001, 823; OLG Köln, Urt. v. 12.2.2010 - 10 U 105/09, juris).

    - Datum des Vertragsbeginns soweit abweichend von Abschluss bzw. Policierung (BGH, Urt. v. 21.3.2001 - VIII ZR 149/99, MDR 2001, 823) und relevant (OLG Köln, Urt. v. 12.2.2010 - 10 U 105/09, juris), d.h. nicht bei Kapitalanlageprodukten.

    - Art und Inhalt des Vertrages nach Sparte und Tarif (BGH, Urt. v. 21.3.2001 - VIII ZR 149/99, MDR 2001, 823; OLG Köln, Urt. v. 12.2.2010 - 10 U 105/09, juris).

    - prämien- bzw. provisionsrelevante Sondervereinbarungen (BGH, Urt. v. 21.3.2001 - VIII ZR 149/99, MDR 2001, 823, OLG Köln, Urt. v. 12.2.2010 - 10 U 105/09, juris; OLG München, Beschl. v. 26.3.2002 - 7 W 691/02, MDR 2002, 909), wobei die ergänzende Mitteilung des Unternehmens im Prozess, etwa dass Besonderheiten nicht angefallen seien, zu einer dann vollständigen Auskunft führen kann (OLG Köln, Beschl. v. 31.10.2008 - 19 W 17/08, OLGR 2009, 549; Urt. v. 28.5.2004 - 19 U 247/01, n.v.).

    - Höhe des Jahresbeitrages bzw. der Jahresversicherungsprämie (BGH, Urt. v. 21.3.2001 - VIII ZR 149/99, MDR 2001, 823; OLG Köln, Urt. v. 12.2.2010 - 10 U 105/09, juris).

    Die dafür notwendigen Unterlagen muss sich der Unternehmer, falls sie ihm nicht zur Verfügung stehen sollten, von ihren Partnergesellschaften verschaffen (vgl. BGH, Urt. v. 21.3.2001 - VIII ZR 149/99, MDR 2001, 823; OLG Hamm, Urt. v. 18.7.2003 - 35 U 48/01, juris).

    Nicht erforderlich sind Angaben zu Datum und Adressat der Stornogefahrmitteilung (BGH MDR 2001, 823).

    Die dafür notwendigen Unterlagen muss sich der Unternehmer, falls sie ihm nicht zur Verfügung stehen sollten, von seinen Partnergesellschaften verschaffen (vgl. BGH, Urt. v. 21.3.2001 - VIII ZR 149/99, MDR 2001, 823).

    Provisionsabrechnungen, mit denen der Unternehmer nicht alle Angaben macht, die für einen ordnungsgemäßen Buchauszug erforderlich sind, stellen auch in einer Zusammenstellung keine geordneten Buchauszug dar (BGH, Urt. v. 21.3.2001 - VIII ZR 149/99, MDR 2001, 823; OLG Hamm, Urt. v. 21.3.1997- 35 U 24/96, NJW-RR 1997, 1322).

  • BGH, 03.08.2017 - VII ZR 32/17

    Provision des Handelsvertreters: Verjährung des Anspruchs auf Erteilung eines

    Der Anspruch auf Erteilung eines Buchauszugs soll dem Handelsvertreter die Überprüfung der vom Unternehmer erteilten Provisionsabrechnung ermöglichen (vgl. BGH, Urteil vom 23. November 2011 - VIII ZR 203/10, IHR 2012, 63 Rn. 53; Urteil vom 21. März 2001 - VIII ZR 149/99, NJW 2001, 2333, juris Rn. 18 m.w.N.).

    Die für einen Buchauszug erforderlichen Angaben können dabei in die Provisionsabrechnung selbst aufgenommen werden oder dieser in anderer Form beigefügt werden (vgl. BGH, Urteil vom 29. Oktober 2008 - VIII ZR 205/05, IHR 2009, 70 Rn. 16 ff.; Urteil vom 21. März 2001 - VIII ZR 149/99, NJW 2001, 2333, 2336, juris Rn. 32; Urteil vom 24. Mai 1995 - VIII ZR 146/94, NJW 1995, 2229, 2230, juris Rn. 7; Urteil vom 11. Oktober 1990 - I ZR 32/89, NJW-RR 1991, 156, 159, juris Rn. 59; Urteil vom 23. Oktober 1981 - I ZR 171/79, VersR 1982, 265, 266, juris Rn. 10).

  • BGH, 20.09.2006 - VIII ZR 100/05

    Wirksamkeit der Vereinbarung eines Einwendungsausschlusses gegen die Abrechnungen

    Aus diesem Grund muss der Buchauszug eine vollständige, geordnete und übersichtliche Darstellung aller Angaben enthalten, die für die Provision von Bedeutung sind, die der Handelsvertreter mithin zur Überprüfung der Provisionsansprüche benötigt (Senat, Urteil vom 21. März 2001 - VIII ZR 149/99, NJW 2001, 2333 unter II).

    Dazu gehören nach der Rechtsprechung des Senats unter anderem vollständige Angaben zu etwaigen Stornierungsgründen und zur Art der ergriffenen Erhaltungsmaßnahmen sowie die Aufnahme schwebender Geschäfte oder solcher, aus denen sich möglicherweise ein Provisionsanspruch ergeben kann (Urteil vom 21. März 2001 aaO unter II 2 c).

    Die Belastung mit außergewöhnlich hohen Kosten, die mit der Erstellung des Buchauszugs verbunden sind, kann der Unternehmer, wie auch die Revision nicht verkennt, dem Anspruch auf Erteilung eines Buchauszugs nach der Rechtsprechung des Senats nicht mit Erfolg entgegenhalten (Urteil vom 21. März 2001 aaO unter II 5).

  • OLG Frankfurt, 01.06.2012 - 14 U 15/12

    Rückforderungsansprüche nach § 89 a I 2 HGB gegenüber einem

    a) Sinn und Zweck eines Buchauszuges ist es, dass der Handelsvertreter Klarheit über seine Provisionsansprüche gewinnen und die vom Unternehmer erteilte oder zu erteilende Provisionsabrechnung nachprüfen kann (BGH, Urteil vom 21.03.2001, VIII ZR 149/99, zitiert nach juris, Rn. 18).

    Der Buchauszug muss die im Zeitpunkt seiner Aufstellung für die Berechnung, die Höhe und die Fälligkeit der Provisionen relevanten Geschäftsverhältnisse vollständig widerspiegeln, soweit sie sich aus den Büchern des Unternehmers entnehmen lassen (BGH, Urteil vom 21.03.2001, VIII ZR 149/99, zitiert nach juris, Rn. 18).

    Welche Angaben über die Geschäfte für die Provision des Handelsvertreters im Einzelfall von Bedeutung sind, hängt von der zwischen dem Handelsvertreter und dem Unternehmer geltenden Provisionsregelung ab (BGH, Urteil vom 21.03.2001, VIII ZR 149/99, zitiert nach juris, Rn. 18).

    Demgegenüber dienen die Kontrollrechte aus § 87 c HGB dazu, dem Handelsvertreter für die Geltendmachung eigener Ansprüche Kenntnisse zu verschaffen, die aus eigenem Wissen nur der Unternehmer haben kann (BGH, Urteil vom 21.03.2001, VIII ZR 149/99, zitiert nach juris, Rn. 21).

    Der Vertreter muss darum auch darüber unterrichtet werden, wann und aus welchem Grund ein von ihm vermittelter Vertrag rückgängig gemacht worden ist (BGH, Urteil vom 21.03.2001, VIII ZR 149/99, zitiert nach juris, Rn. 26).

    Das Datum der Stornierung ist schon deshalb von Bedeutung, weil bei einer nach Bezahlung der Prämie vorgenommenen Stornierung der unbedingte entstandene Provisionsanspruch nur noch unter engen Voraussetzungen entfallen kann (BGH, Urteil vom 21.03.2001, VIII ZR 149/99, zitiert nach juris, Rn. 26).

    Es wäre aber ein für den Vertreter nicht zumutbares Prozessrisiko, wenn er Provisionsansprüche einklagen müsste, bei denen schon nach der Art des Stornierungsgrundes eindeutig ist, dass der Provisionsanspruch weggefallen ist (BGH, Urteil vom 21.03.2001, VIII ZR 149/99, zitiert nach juris, Rn. 26).

    Angaben dazu, welche Schritte das Unternehmen im Falle einer Stornierung des Vertrages zur Erhaltung des Vertrages ergriffen hat, sind für den Provisionsanspruch des Handelsvertreters deshalb von Bedeutung, weil das Unterlassen solcher Maßnahmen dazu führen kann, dass die Nichtausführung des Vertrages im Sinne von § 87 a Abs. 111 S. 2 HGB vom Unternehmen zu vertreten ist (BGH, Urteil vom 21.03.2001, VIII ZR 149/99, zitiert nach juris, Rn. 27).

  • OLG Karlsruhe, 11.02.2009 - 7 U 219/07

    Anspruch auf Provision für vermittelte Krankenversicherungensverträge;

    Daraus ergibt sich eindeutig, dass die Klägerin nicht im eigenen Namen, wenn auch für Rechnung der A. Krankenversicherung AG handelte (vgl. BGH, NJW 2001, 2333, 2334) [BGH 21.03.2001 - VIII ZR 149/00], sondern allein die A. Krankenversicherung AG berechtigen und verpflichten wollte.

    Die zur Erfüllung der geltend gemachten Ansprüche notwendigen Unterlagen muss sich die Klägerin, falls sie ihr nicht zur Verfügung stehen sollten, von ihrer Partnergesellschaft verschaffen (vgl. BGH, NJW 2001, 2333, 2334) [BGH 21.03.2001 - VIII ZR 149/00].

    Der Buchauszug muss die im Zeitpunkt seiner Aufstellung für die Berechnung, die Höhe und die Fälligkeit der Provisionen relevanten Geschäftsverhältnisse vollständig widerspiegeln, soweit sie sich den Büchern des Versicherers entnehmen lassen (BGH, NJW-RR 1989, 738; BGH, NJW 2001, 2333, 2334) [BGH 21.03.2001 - VIII ZR 149/00].

    Über die zur Identifizierung des Geschäfts notwendigen Merkmale (Versicherungsnehmer, Versicherungsscheinnummer, Art und Sparte des Vertrags, Tarif) hinaus sind auch Angaben zu dem für die Provision wesentlichen Inhalt des Versicherungsvertrages aufzunehmen (BGH, NJW 2001, 2333, 2334) [BGH 21.03.2001 - VIII ZR 149/00].

    Im Hinblick auf § 87a Abs. 3 HGB muss der Versicherungsvertreter darüber unterrichtet werden, wann und aus welchem Grund ein von ihm vermittelter Vertrag rückgängig gemacht worden ist (BGH, NJW 2001, 2333, 2335) [BGH 21.03.2001 - VIII ZR 149/00].

    Angaben dazu, welche Schritte das Versicherungsunternehmern im Fall einer Stornierung des Vertrages oder bei einer bevorstehenden Kündigung wegen Vertragsverletzungen des Versicherungsnehmers zur Erhaltung des Vertrages ergriffen hat, sind für den Provisionsanspruch des Versicherungsvertreter deshalb von Bedeutung, weil das Unterlassen solcher Maßnahmen dazu führen kann, dass die Nichtausführung des Vertrages im Sinne von § 87a Abs. 3 Satz 2 HGB vom Versicherungsunternehmen zu vertreten ist (BGH, NJW 2001, 2333, 2335) [BGH 21.03.2001 - VIII ZR 149/00].

    Allerdings sind in den Buchauszugsanspruch keine Stornogefahrmitteilungen aufzunehmen (BGH, NJW 2001, 2333, 2335) [BGH 21.03.2001 - VIII ZR 149/00].

  • BGH, 29.10.2008 - VIII ZR 205/05

    Erteilung eines Buchauszugs

    Aus diesem Grund muss der Buchauszug eine vollständige, geordnete und übersichtliche Darstellung aller - sich im Zeitpunkt seiner Aufstellung aus den Büchern des Unternehmers ergebenden - Angaben enthalten, die für die Provision von Bedeutung sind, die der Handelsvertreter mithin zur Überprüfung der Provisionsansprüche benötigt (Senatsurteile vom 21. März 2001 - VIII ZR 149/99, NJW 2001, 2333, unter II; vom 20. September 2006 - VIII ZR 100/05, WM 2007, 177 = NJW-RR 2007, 246, Tz. 17).

    Welche Angaben über die Geschäfte für die Provision des Handelsvertreters im Einzelfall relevant sind, hängt von der zwischen dem Handelsvertreter und dem Unternehmer geltenden Provisionsregelung ab (Senatsurteil vom 21. März 2001, aaO).

    Insofern gilt für Kassenjournale nichts anderes als für Provisionsabrechnungen, die einen Buchauszug ersetzen können, wenn sie sich lückenlos über den gesamten Vertragszeitraum - bzw. über den Zeitraum, für den der Buchauszug begehrt wird - erstrecken und entweder alle in einen Buchauszug aufzunehmenden Angaben enthalten oder der Unternehmer mit ihrer Überlassung alle Angaben macht, die für einen ordnungsgemäßen Buchauszug erforderlich sind (Senatsurteil vom 21. März 2001, aaO, unter II 4 m.w.N.).

    Die Vorschrift des § 87c Abs. 2 HGB geht dagegen erkennbar von der Situation aus, dass die Informationen über die für den Provisionsanspruch maßgeblichen Umstände infolge des eigenen Abschlusses und/oder der eigenen Durchführung des den Anspruch auslösenden Geschäfts durch den Unternehmer nur diesem bekannt sind und sich die Kenntnisse des Handelsvertreters darüber auf dasjenige beschränken, was ihm vom Unternehmer zu dem Geschäft mitgeteilt worden ist (Begründung zum Regierungsentwurf des HGB, in: Schubert/Schmiedel/Krampe, Quellen zum Handelsgesetzbuch von 1897, Bd. II, Halbbd. 1, 1987, S. 60; Senatsurteil vom 21. März 2001, aaO, unter II 2 a).

  • BGH, 25.05.2005 - VIII ZR 279/04

    Rechtsnatur und Umfang der Pflicht eines Versicherungsunternehmens zur

    Nach der Vorschrift des § 87a Abs. 3 HGB, die auch für den Versicherungsvertreter gilt (BGH, Urteil vom 19. November 1982 - I ZR 125/80, VersR 1983, 371 unter I 2 a; Senatsurteil vom 21. März 2001 - VIII ZR 149/99, VersR 2001, 760 unter II 2 c; MünchKommHGB/von Hoyningen-Huene, § 92 Rdnr. 25 m.w.Nachw.), besteht allerdings auch dann Anspruch auf Provision, wenn feststeht, daß der Unternehmer das Geschäft ganz oder teilweise nicht oder nicht so ausführt, wie es abgeschlossen worden ist; der Anspruch auf Provision entfällt im Falle der Nichtausführung aber, wenn und soweit diese auf Umständen beruht, die der Unternehmer nicht zu vertreten hat (Senatsurteil vom 21. März 2001 aaO m.Nachw.).

    Die Nichtausführung (Stornierung) des Vertrages ist vielmehr schon dann von dem Versicherungsunternehmen nicht zu vertreten (§ 87a Abs. 3 Satz 2 HGB), wenn es notleidende Verträge in dem gebotenen Umfang "nachbearbeitet" hat (BGH, Urteil vom 19. November 1982 aaO unter I 2 b; Urteil vom 12. November 1987 - I ZR 3/86, NJW-RR 1988, 546 unter II 1; vgl. auch Senatsurteil vom 21. März 2001 aaO; von Hoyningen-Huene aaO § 92 Rdnr. 28; Löwisch aaO § 92 Rdnr. 17, jew. m.w.Nachw.).

  • OLG Nürnberg, 28.01.2011 - 12 U 744/10

    Beendeter Handelsvertretervertrag: Ansprüche des Handelsvertreters auf Erteilung

    Nur dann kann sein Zweck erfüllt werden, dem Handelsvertreter über seine Provisionsansprüche Klarheit zu verschaffen und ihm eine Nachprüfung der vom Unternehmer erteilten oder noch zu erteilenden Provisionsabrechnung zu ermöglichen (BGH, Urteil vom 20.02.1964 - VII ZR 147/62, VersR 1964, 429; Urteil vom 11.07.1980 - I ZR 192/78, VersR 1981, 38; Urteil vom 23.10.1981 - I ZR 171/79, VersR 1982, 265; Urteil vom 23.02.1989 - I ZR 203/87, NJW-RR 1989, 738; Urteil vom 29.11.1995 - VIII ZR 293/94, NJW 1996, 588; Urteil vom 21.03.2001 - VIII ZR 149/99, NJW 2001, 2333; Urteil vom 20.09.2006 - VIII ZR 100/05, NJW-RR 2007, 246; OLG Hamm NJW-RR 1997, 1322; OLG Nürnberg OLGR 1998, 364; OLG München OLGR 2002, 240; OLG Bamberg OLGR 2003, 426; Baumbach/Hopt, HGB 34. Aufl. § 87c Rn. 15).

    Diese ergibt sich in erster Linie aus der zwischen ihnen getroffenen Provisionsvereinbarung und aus den zwingenden gesetzlichen Regelungen (§ 87a Abs. 2 bis 4 HGB) sowie, soweit eine besondere Vereinbarung nicht getroffen wurde, aus den dispositiven gesetzlichen Vorschriften (§§ 87, 87a Abs. 1 HGB) (BGH, Urteil vom 21.03.2001 - VIII ZR 149/99, NJW 2001, 2333).

    e) Neben den unmittelbar für die Provision des Handelsvertreters relevanten Angaben hat der Buchauszug stets auch die zur Identifizierung des provisionspflichtigen Geschäfts notwendigen Merkmale zu enthalten (BGH, Urteil vom 21.03.2001 a.a.O.).

    Diese Angaben sind daher nicht nochmals in den Buchauszug zu übernehmen (BGH, Urteil vom 21.03.2001 a.a.O.; OLG Nürnberg a.a.O.; Baumbach/Hopt a.a.O. § 87c Rn. 15).

  • OLG Hamm, 14.05.2018 - 18 U 85/17

    Anforderungen an die Bestimmtheit eines Antrags auf Erteilung eines Buchauszugs

    Nach der Entscheidung des Bundesgerichtshofs (Urt. vom 21.3.2001, a.a.O.) sind auch die für die Frage der Fälligkeit einer Provision relevanten "Geschäftsverhältnisse" mitzuteilen.

    Auch das Zitat aus der Entscheidung des Bundesgerichtshofs vom 21.3.2001 (NJW 2001, 2333) hilft nicht weiter.

    Nicht wiederzugeben sind hingegen Tatsachen, die allein dem Vertragsverhältnis zwischen dem Unternehmer und dem Handelsvertreter entspringen (BGH, VIII ZR 141/99, iuris Rn. 24; NJW 2001, 2333).

    Abgesehen davon hat auch der Bundesgerichtshof (Urt. vom 21.3.2001, a.a.O.) keine Veranlassung gesehen, den Buchauszugsanspruch eines Versicherungsvertreters gegenüber demjenigen eines (Waren-)Handelsvertreters in Umfang oder Inhalt zu reduzieren.

  • BGH, 20.01.2011 - I ZB 67/09

    Abrechnung über Provision des Handelsvertreters: Anforderungen an einen

  • BGH, 16.06.2010 - VIII ZR 62/09

    Provisionsrückzahlungsanspruch des Geschäftsherrn und Auskunftsanspruch des

  • BAG, 06.05.2009 - 10 AZR 390/08

    Ausschlussfrist - Versicherungsgewerbe

  • OLG München, 01.07.2003 - 23 U 1637/03

    Provisionsabrechnungen für den Handelsvertreter als Buchauszugsersatz zur

  • OLG Düsseldorf, 27.05.2016 - 16 U 187/14

    Abgrenzung von Handelsmakler und Handelsvertreter; Pflicht zur Nachbearbeitung

  • OLG Hamm, 07.05.2004 - 35 U 3/04
  • OLG Hamburg, 09.09.2011 - 11 U 46/09

    Anspruch auf Erteilung eines Buchauszugs bei Vorliegen der Anforderungen bzgl.

  • BGH, 25.05.2005 - VIII ZR 237/04

    Pflicht des Versicherungsunternehmens zur Nachbearbeitung notleidend gewordener

  • OLG München, 26.03.2002 - 7 W 691/02

    Erfüllungseinwand im Vollstreckungsverfahren; Anforderungen an einen Buchauszug

  • OLG Düsseldorf, 25.01.2013 - 16 U 89/11
  • OLG Oldenburg, 04.04.2011 - 13 U 27/10

    Handelsvertretervertrag: Verjährung des Anspruchs auf Buchauszugerteilung und der

  • OLG Celle, 16.02.2017 - 11 U 88/16

    Handelsvertreterausgleich - Umsatzsteigerungen mit Altkunden

  • OLG Saarbrücken, 23.05.2001 - 1 U 760/00

    Anforderungen an den vom Unternehmer zu erteilenden Buchauszug

  • OLG München, 14.07.2016 - 23 U 3764/15

    Streitiger Anspruch auf Buchauszug eines Handelsvertreters

  • OLG Hamm, 17.12.2009 - 18 U 126/07

    Zulässigkeit eines Teilurteils im Verfahren einer Stufenklage auf Erteilung eines

  • OLG Karlsruhe, 18.09.2006 - 1 U 34/06

    Anspruch eines Kreditvermittlers gegen eine Bank auf Erteilung eines Bankauszugs

  • OLG Frankfurt, 18.09.2012 - 5 U 101/09
  • OLG Karlsruhe, 10.05.2005 - 8 U 242/04

    Handelsvertretervertrag: Anspruch auf nachträgliche Erteilung eines Buchauszugs;

  • OLG München, 14.07.2016 - 23 U 3521/15

    Streitiger Provisionsanspruch eines Handelsvertreters

  • BGH, 17.09.2009 - I ZB 67/09

    Vollstreckung der Verurteilung zur Erteilung eines Buchauszugs

  • OLG München, 21.12.2017 - 23 U 1488/17

    Verjährung des Anspruchs des Handelsvertreters auf Erteilung eines Buchauszugs

  • OLG Hamm, 19.03.2009 - 18 U 137/08

    Zulässigkeit eines Teilurteils über die Klage ohne Entscheidung über die

  • OLG Koblenz, 14.06.2007 - 6 U 529/06

    Handelsvertreter: Entstehen von Provisionsansprüchen bei Vermittlung von

  • OLG Hamm, 25.10.2012 - 18 U 193/11
  • OLG Düsseldorf, 25.11.2011 - 16 U 234/09

    Anforderungen an die Nachbearbeitung notleidender Versicherungsverträge

  • BGH, 10.02.2009 - VIII ZR 205/05

    Begründetheit einer Anhörungsrüge wegen Verletzung des Anspruchs auf rechtliches

  • OLG Köln, 09.02.2004 - 19 W 2/04

    Zwangsvollstreckung eines Titels auf Erteilung eines Buchauszuges

  • LAG Hamm, 03.11.2009 - 14 Sa 1690/08

    Rückforderung von Provisionszahlungen an Versicherungsvertreter und

  • OLG Köln, 02.06.2006 - 19 U 207/05

    Verpflichtung zur Erteilung eines Buchauszuges bzgl. Provisionsabrechnungen eines

  • OLG Köln, 27.01.2017 - 19 U 89/16

    Verjährung des Anspruchs des Handelsvertreters auf Erteilung eines Buchauszugs

  • OLG Köln, 24.05.2012 - 19 U 169/11

    Anspruch des Handelsvertreters auf Ergänzung des Buchauszugs

  • OLG Köln, 22.12.2009 - 19 W 24/09

    Vollstreckung des Anspruchs auf Erteilung eines Buchauszugs

  • OLG Bamberg, 27.05.2008 - 4 W 68/07

    Zwangsvollstreckung: Vollstreckung eines Titels auf Erteilung eines Buchauszugs -

  • OLG Hamm, 14.05.2003 - 35 U 36/02

    Voraussetzungen für einen Anspruch des Handelsvertreters auf Ergänzung des ihm

  • OLG München, 19.01.2018 - 7 W 1654/17

    Erteilung eines Buchauszuges -Vorauszahlung der Kosten einer Ersatzvornahme

  • OLG Hamm, 23.11.2006 - 30 W 33/03

    Anforderungen an den Buchauszug nach § 87c Abs. 2 HGB

  • LG Göttingen, 23.05.2002 - 3 O 142/01
  • OLG Düsseldorf, 17.11.2008 - 16 W 52/08

    Anforderungen an die Verpflichtung zur Erteilung eines Buchauszuges durch

  • OLG Bamberg, 16.05.2003 - 6 U 62/02

    Abwicklung eines Handelsvertreterverhältnisses

  • OLG Köln, 02.07.2010 - 19 U 2/10

    Umfang des Anspruchs auf Erteilung eines Buchauszuges

  • OLG Frankfurt, 20.11.2006 - 1 U 275/04

    Handelsvertretervertrag: Umfang des Anspruchs auf Erteilung eines Buchauszuges

  • BGH, 27.02.2002 - VIII ZB 35/01

    Rechtsmittelbeschwer bei Verurteilung zur Erteilung einer Auskunft

  • LG Bochum, 10.01.2006 - 12 O 42/04

    Die wichtigsten Punkte zum Buchauszug

  • OLG Frankfurt, 27.07.2006 - 5 U 258/04

    Geschäftsbesorgungsvertrag: Auslegung einer Abrechnungsvereinbarung zwischen zwei

  • LG Düsseldorf, 21.02.2006 - 32 O 67/05

    Buchauszugsanspruch und Anspruch auf vollständige Provisionsabrechnung zur

  • LG Düsseldorf, 29.12.2010 - 39 O 153/10

    Anspruch eines Handelsvertreters zur Vermittlung von Abonnements einer

  • OLG Frankfurt, 31.01.2002 - 1 W 20/01

    Zwangsvollstreckung: Auskunftserteilung zur Provisionsberechnung eines

  • LAG Hessen, 21.10.2014 - 12 Ta 6/14

    Zur im Wege der Auslegung zu ermittelnden Bestimmtheit eines Titels auf Erteilung

  • OLG Hamm, 12.06.2003 - 35 W 8/02

    Handelsvertreter: Voraussetzungen für die Erstellung eines Buchauszuges im Wege

  • OLG München, 12.05.2010 - 7 U 1944/10

    Buchauszugerteilungsanspruch des Handels- und Versicherungsvertreters: Umfang der

  • KG, 15.05.2006 - 23 U 96/05
  • OLG Hamm, 18.07.2003 - 35 U 48/01

    Geltendmachung eines Ersatzanspruchs wegen vertragswidrigen Konkurrenzverhaltens;

  • OLG Nürnberg, 08.12.2010 - 12 U 1242/10
  • LG Köln, 23.12.2008 - 86 O 53/06

    Anfertigung und Aushändigung eines Buchauszugs streitgegenständlicher Verträge;

  • KG, 15.05.2006 - 23 U 95/05
  • OLG München, 04.05.2006 - 23 U 5886/05
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Rechtsprechung
   AG München, 03.08.2000 - 181 C 15698/00   

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Zitiervorschläge

https://dejure.org/2000,18475
AG München, 03.08.2000 - 181 C 15698/00 (https://dejure.org/2000,18475)
AG München, Entscheidung vom 03.08.2000 - 181 C 15698/00 (https://dejure.org/2000,18475)
AG München, Entscheidung vom 03. August 2000 - 181 C 15698/00 (https://dejure.org/2000,18475)
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Volltextveröffentlichung

  • juris (Volltext/Leitsatz)

Kurzfassungen/Presse (2)

  • vergleich-reiseruecktritt.de (Kurzinformation)

    Reiserücktritt: Unerwartete schwere Erkrankung, Unruhe, Schlaflosigkeit, Angstgefühle und niedergedrückte Stimmun

  • kostenlose-urteile.de (Kurzmitteilung)

    Ehestreitigkeit zu Weihnachten - Gebuchte Reise konnte nicht angetreten werden - Reiserücktrittskostenversicherung muss bei "niedergedrückter Stimmung" nicht zahlen

Papierfundstellen

  • VersR 2001, 1760 (Ls.)
  • VersR 2001, 760
 
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Wird zitiert von ... (2)

  • AG Hamburg-Blankenese, 07.01.2004 - 508 C 340/02
    Zutreffend verweist die Beklagte darauf, dass bloße Unruhe, Schlaflosigkeit, Angstgefühle und niedergedrückte Stimmung kein Krankheitsbild darstellen, das auf eine objektive schwere Erkrankung schließen lässt (vgl. AG München, Urteil v. 03.08.2000, Az. 181 C 15698/00 ).
  • AG Melsungen, 09.10.2003 - 4 C 45/03

    Zahlung von Stornierungsgebühren aus einem

    Die aufgrund der terroristischen Anschläge eingetretenen Ängste vor weiteren terroristischen Anschlägen und damit verbundenen Angstzustände stellen zur Überzeugung des Gerichts jedoch kein im Rahmen der Reisekostenrücktrittsversicherung versichertes Ereignis dar (Amtsgericht Nordhorn, Urteil vom 16.10.2002, VersR 2003, S. 767; Amtsgericht München, Urteil vom 03.08.2000, VersR 2001, S. 760; Amtsgericht München, Urteil vom 19.02.2002, Aktenzeichen 242 C 5387/02).
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