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   BGH, 17.12.1986 - IVa ZR 166/85   

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BGH, 17.12.1986 - IVa ZR 166/85 (https://dejure.org/1986,512)
BGH, Entscheidung vom 17.12.1986 - IVa ZR 166/85 (https://dejure.org/1986,512)
BGH, Entscheidung vom 17. Dezember 1986 - IVa ZR 166/85 (https://dejure.org/1986,512)
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Volltextveröffentlichungen (4)

  • JLaw (App) | www.prinz.law PDF
  • Wolters Kluwer

    Risikoausschluss in der Haftpflichtversicherung

  • rechtsportal.de(Abodienst, kostenloses Probeabo)

    VVG §§ 151 f.
    Voraussetzungen eines Risikoausschlusses für gesetz-, vorschrifts- oder sonst pflichtwidriges Verhalten in der Haftpflichtversicherung

  • juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)

Papierfundstellen

  • NJW 1987, 1258 (Ls.)
  • NJW-RR 1987, 472
  • MDR 1987, 479
  • VersR 1987, 174
 
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Wird zitiert von ... (32)

  • BGH, 20.06.2001 - IV ZR 101/00

    Bindung des Haftpflichtversicherers an Feststellungen im Haftpflichtprozeß

    Zum anderen muß der Versicherungsnehmer nicht den schädigenden Erfolg als möglich vorhergesehen und billigend in Kauf genommen haben (vgl. Senatsurteil vom 17. Dezember 1986 - IVa ZR 166/85 - VersR 1987, 174 unter II 1).

    Der Versicherungsnehmer muß die von ihm verletzte Pflicht positiv gekannt und subjektiv das Bewußtsein gehabt haben, gesetz-, vorschrifts- oder sonst pflichtwidrig zu handeln (BGH, Urteil vom 13. Juli 1959 - II ZR 37/58 - VersR 1959, 691 unter 2; Senatsurteil vom 17. Dezember 1986 aaO VersR 1987, 174 unter II 1).

  • OLG Hamm, 07.03.2007 - 20 U 132/06

    Haftungsausschluss bei vorsätzlicher Pflichtverletzung des Architekten wegen

    Der Ausschluss greift demnach auch ein, wenn ein bewusster Pflichtenverstoß vorliegt, der Versicherte aber davon überzeugt war, durch sein Handeln würde kein Schaden entstehen, er also ohne Schädigungsvorsatz gehandelt hat (BGH, VersR 1987, 174; VersR 1991, 176; Senat, VersR 1978, 52; NJW-RR 1993, 1503).

    Nur wenn ein Versicherungsnehmer bewusst verbindliche Handlungs- oder Unterlassungsanweisungen nicht beachtet hat, mit denen ihm ein bestimmtes Verhalten vorgeschrieben worden ist, muss er sich den Ausschluss entgegenhalten lassen (BGH, VersR 1987, 174; OLG Karlsruhe, VersR 2004, 505).

    Der Ausschluss greift demnach auch ein, wenn ein bewusster Pflichtenverstoß vorliegt, der Versicherte aber davon überzeugt war, durch sein Handeln würde kein Schaden entstehen, er also ohne Schädigungsvorsatz gehandelt hat (BGH, VersR 1987, 174; VersR 1991, 176; Senat, VersR 1978, 52; NJW-RR 1993, 1503).

    Nur wenn ein Versicherungsnehmer bewusst verbindliche Handlungs- oder Unterlassungsanweisungen nicht beachtet hat, mit denen ihm ein bestimmtes Verhalten vorgeschrieben worden ist, muss er sich den Ausschluss entgegenhalten lassen (BGH, VersR 1987, 174; OLG Karlsruhe, VersR 2004, 505).

  • BGH, 26.09.1990 - IV ZR 147/89

    Umfang des subjektiven Risikoausschlusses

    c) In dem am 17. Dezember 1986 (IVa ZR 166/85 - VersR 1987, 174) entschiedenen Fall stritten die Parteien darum, ob die Versicherungsnehmerin den nachstehenden Risikoausschluß in einer Betriebshaftpflichtversicherung verwirklicht hatte:.
  • OLG Frankfurt, 15.07.2020 - 7 U 47/19

    Versicherungsschutz für Hundebiss

    Nur wenn ein Versicherungsnehmer bewusst verbindliche Handlungs- oder Unterlassungsanweisungen nicht beachtet hat, mit denen ihm ein bestimmtes Verhalten vorgeschrieben worden ist, muss er sich den Ausschluss entgegenhalten lassen (BGH, Urteil vom 17.12.1986 - IVa ZR 166/85 - zit. n. Juris; OLG Hamm, Urteil vom 07.03.2007 -20 U 132/06 - zit. n. Juris).
  • OLG Karlsruhe, 04.02.2005 - 12 U 227/04

    Vermögensschadenshaftpflichtversicherung: Wissentliche Pflichtverletzung des

    Nur wer bewusst verbindliche Handlungs- oder Unterlassungsanweisungen nicht beachtet hat, mit denen ihm ein bestimmtes Verhalten vorgeschrieben worden ist, muss sich den Risikoausschluss der wissentlichen Pflichtverletzung entgegenhalten lassen (BGH VersR 1986, 647; VersR 1987, 174; VersR 1991, 176 u. VersR 1992, 994).

    Wusste der Versicherte gar nicht, was er hätte tun und unterlassen müssen, um dem Vorwurf pflichtwidrigen Verhaltens zu entgehen, so kommt ein bewusster Pflichtenverstoß nicht in Betracht (BGH VersR 1987, 174).

    Voraussetzung für einen wissentlichen Verstoß im Sinne von § 4 Nr. 5 AVB ist nur, dass dem Versicherungsnehmer ein bestimmtes Verhalten - wie hier - vorgeschrieben ist, er seine Pflicht gekannt hat und der Pflichtenverstoß für den Schaden ursächlich war (BGH VersR 1987, 174; BGH RuS 1991, 45; OLG Köln RuS 1997, 496).

  • OLG Stuttgart, 30.06.2015 - 12 U 123/13

    Eintrittspflicht der Vermögensschaden-Haftpflichtversicherung einer

    Der vertragliche Ausschlussgrund greift bereits ein, wenn der Versicherte die Schadenszufügung unter bewusstem Verstoß gegen seine Pflichten herbeigeführt, jedoch ohne Schädigungsvorsatz gehandelt hat (BGH, Urteil vom 17. Dezember 1986 - IVa ZR 166/85, juris Rn. 15).

    Der Ausschlussgrund des wissentlichen Pflichtverstoßes setzt voraus, dass der Versicherte seine Pflichten positiv gekannt hat (BGH, Urteil vom 05. März 1986 - IVa ZR 179/84, juris Rn. 25; BGH, Urteil vom 17. Dezember 1986 - IVa ZR 166/85, juris Rn. 15) und das Bewusstsein gehabt hat, pflichtwidrig zu handeln (BGH, Urteil vom 20. Juni 2001 - IV ZR 101/00, juris Rn. 23).

  • OLG Karlsruhe, 24.09.2009 - 12 U 47/09

    Rechtsanwaltshaftpflichtversicherung: Wissentliche Pflichtverletzung des

    Nur wer bewusst verbindliche Handlungs- oder Unterlassungsanweisungen nicht beachtet hat, mit denen ihm ein bestimmtes Verhalten vorgeschrieben worden ist, muss sich den Risikoausschluss der wissentlichen Pflichtverletzung entgegenhalten lassen (BGH VersR 1986, a.a.O.; 1987, 174; 1991, 176; 1992, 994; Senat Urteil vom 04.02.2005 - 12 U 227/04 - VersR 2005, 1681).
  • OLG Karlsruhe, 18.09.2003 - 12 U 42/03

    Berufshaftpflichtversicherung des Statikers: Risikoausschluss der bewussten

    Somit muss sich nur der Versicherte den Risikoausschluss entgegenhalten lassen, der bewusst verbindliche Handlungs- (oder Unterlassungs-) Anweisungen nicht beachtet, mit denen ihm ein bestimmtes Verhalten vorgeschrieben worden ist, (BGH VersR 1959, 691; VersR 1987, 174).
  • OLG Karlsruhe, 15.12.2005 - 12 U 150/05

    Berufshaftpflichtversicherung: Einbeziehung eines nach den Bedingungen generell

    Versicherungsschutz besteht bei Vorliegen dieser Voraussetzung auch dann nicht, wenn der Versicherungsnehmer überzeugt war oder hoffte, durch sein Handeln werde kein Schaden entstehen (Senat, VersR 2005, 1681; BGH VersR 1987, 174; OLG Köln r + s 1997, 496).
  • OLG Koblenz, 15.01.1999 - 10 U 1802/97
    Der Handelnde braucht den Gewässerschaden nicht zu wollen und nicht billigend in Kauf zu nehmen, sondern es genügt, wenn er von den genannten Gesetzen usw. bewußt und gewollt abweicht (BGH Urteile vom 17. Dezember 1986 - IV a ZR 166/85, VersR 1987, 174 [BGH 17.12.1986 - IVa ZR 166/85] und vom 26. September 1990 - IV ZR 147/89 - VersR 1991, 176 = R+S 1991, 45, 46; Prölss/Martin, VVG Kommentar 26. Aufl., Betriebshaftpfl. § 4 Rdnr. 1, S. 1272; Littbarski VersR 87, 127).

    Habe der Versicherte gar nicht gewußt, was er hätte tun oder unterlassen müssen, um dem Vorwurf pflichtwidrigen Verhaltens zu entgehen, so komme ein bewußter Pflichtverstoß nicht in Betracht (BGH Urteil 17. Dezember 1986, aaO).

    In der Entscheidung des Bundesgerichtshofs vom 17. Dezember 1986 (IV a ZR 166/85 - VersR 87, 174) ging es um folgende Klausel:.

  • OLG Köln, 22.09.2008 - 20 W 43/08

    Eintrittspflicht der Vermögensschadenhaftpflichtversicherung eines Rechtsanwalts;

  • OLG Karlsruhe, 20.02.2003 - 12 U 202/02

    Vermögensschaden-Haftpflichtversicherung: Risikoausschluss der wissentlichen

  • OLG Köln, 28.01.1997 - 9 U 62/96

    Leistungsfreiheit des Versicherers wegen wissenlichem Pflichtverstoß bei

  • OLG Saarbrücken, 13.07.2005 - 5 U 689/04

    Wirksamkeit des Risikoausschlusses in der Frachtführerhaftpflichtversicherung für

  • KG, 30.01.2007 - 6 U 132/06

    Berufshaftpflichtversicherung: Verletzung der Anzeigeobliegenheit durch den

  • OLG München, 10.02.2016 - 3 U 4332/13

    Pflichtwidrigkeitsausschluss in der Vermögensschadenshaftpflichtversicherung

  • OLG Hamm, 22.09.1995 - 20 U 38/95

    Vermögen; Deckungserweiterung; Verhüllte Obliegenheit; Risikoausschluß; Notar;

  • OLG München, 17.09.2015 - 23 U 1751/14

    Pflichtverletzung, Mittelverwendung

  • OLG Düsseldorf, 27.09.1988 - 4 U 245/87

    Geltendmachung von Zahlungsansprüchen durch einen Steuerberater gegen seine

  • LG Bonn, 08.10.2004 - 10 O 183/04

    Betriebshaftplicht, Explosionsklausel, Flüssiggas

  • OLG Köln, 14.05.2002 - 9 U 185/98

    Begriff des wissentlichen Handelns; Bindung an die Feststellungen des

  • KG, 01.02.2005 - 6 U 43/04

    Betriebshaftpflichtversicherung: Pflichtwidrigkeitsklausel als subjektiver

  • OLG Düsseldorf, 16.10.2007 - 4 U 211/06

    Deckungsschutz aus der Vermögenshaftpflichtversicherung für einen Steuerberater

  • OLG Rostock, 21.10.2002 - 3 U 122/01

    Wirksamkeit eines Vergleichs bei einem beiderseitigen Rechtsirrtum

  • OLG Saarbrücken, 08.05.1991 - 5 U 69/90
  • OLG München, 10.02.2016 - 3 U 4388/13

    Prospektüberprüfung - Mittelverwendungskontrollvertrages

  • OLG Oldenburg, 04.09.1996 - 2 U 130/96

    Architekt, Obliegenheit, verhüllte, Risikobeschränkung, Ausschluß, Verhalten,

  • OLG Stuttgart, 05.05.1994 - 7 U 313/93

    Positive Kenntnis; Mangelhaftigkeit; Werkleistung; Gasherd; Technische

  • OLG Hamm, 05.05.1999 - 20 U 133/98

    Pflichtwidriges Handeln eines Notars

  • LG Köln, 22.01.2009 - 24 O 363/08

    Verstoß eines Insolvenzverwalters gegen den Sorgfaltsmaßstab eines ordentlichen

  • OLG Köln, 04.11.1997 - 9 U 76/97

    Gegenstand des Deckungsprozesses in der Berufschaftpflichtversicherung

  • OLG München, 10.03.1993 - 7 U 5795/92

    Voraussetzungen für die Zulassung einer Berufung; Anforderungen an die Darlegung

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