Weitere Entscheidung unten: OLG Oldenburg, 12.06.1990

Rechtsprechung
   BGH, 01.10.1991 - VI ZR 374/90   

Volltextveröffentlichungen (5)

  • JLaw (App) | www.prinz.law PDF
  • Jurion

    Vorenthaltungsvorsatz - Sozialversicherungsbeitrag - Beitragsfälligkeit - Maßgeblichkeit der Satzungsregelung

  • ZIP-online.de(Leitsatz frei, Volltext 3,90 €)

    Kein vorsätzliches Vorenthalten von Sozialversicherungsbeiträgen durch GmbH-Geschäftsführer wegen Einreichung ungedeckter Schecks bei Vertrauen auf Abstimmungsverfahren der Bank

  • rechtsportal.de(Abodienst, kostenloses Probeabo)

    BGB § 823 Abs. 2; StGB § 266 a
    Vorenthaltung von Arbeitnehmerbeiträgen zur Sozialversicherung - Satzungsregelungen zur Fälligkeit der Beiträge - Vorenthaltungsvorsatz

  • juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)

Kurzfassungen/Presse

  • gesellschaftsrechtskanzlei.com (Leitsatz/Kurzinformation)

    266a StGB - Vorenthalten von Sozialversicherungsbeiträgen, Außenhaftung, Fälligkeit, Verletzung von Schutzgesetzen nach 823 Abs. 2 BGB, Vorenthalten

Papierfundstellen

  • NJW 1992, 177
  • ZIP 1991, 1511
  • MDR 1992, 29
  • VersR 1991, 1378
  • WM 1991, 2113
  • BB 1991, 2450
  • DB 1991, 2585



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Wird zitiert von ... (22)  

  • BGH, 15.10.1996 - VI ZR 319/95  

    Pflichten des Geschäftsführers einer GmbH; Abführung der Arbeitnehmerbeiträge zur

    Damit ist der objektive Straftatbestand des § 266 a StGB gegeben (Senatsurteil vom 1. Oktober 1991 - VI ZR 374/90 - VersR 1991, 1378, 1379; BGH, Beschluß vom 10. August 1990 - 3 StR 16/90 - BGHR StGB § 266 a, Vorenthalten 1 = wistra 1990, 353).

    Die Beklagten haften als Geschäftsführer für den der Klägerin entstandenen Schaden freilich nur dann, wenn sie das rechtzeitige Abführen der Beiträge vorsätzlich unterlassen haben, wobei bedingter Vorsatz genügt (Senatsurteil vom 1. Oktober 1991 aaO.).

    a) Vorsätzliches Vorenthalten gemäß § 266 a StGB setzt das Bewußtsein und den Willen voraus, die geschuldeten Beiträge bei Fälligkeit nicht an die Kasse abzuführen (Senatsurteil vom 1. Oktober 1991 aaO. S. 1379, für das ältere Recht: Senatsurteil vom 28. Juni 1960 aaO.).

  • BGH, 18.04.2005 - II ZR 61/03  

    Darlegungs- und Beweislast bei Inanspruchnahme des GmbH-Geschäftsführers wegen

    Dies entspricht nicht nur der gefestigten Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs (s. nur BGHZ 134, 304 ff.; 136, 332 f.; 144, 311 ff.; Urt. v. 20. März 2003 - III ZR 301/01, WM 2003, 1876, 1878), sondern auch der ganz h.M. im Schrifttum (Staudinger/Hager, BGB [1999] § 823 Rdn. G 42 m. zahlr. Nachw.; Soergel/Zeuner, BGB 12. Aufl. § 823 Rdn. 298 f.; MünchKommBGB/Wagner 4. Aufl. § 823 Rdn. 359 und 390 ff. m.w.Nachw.; Zöllner in Baumbach/Hueck, GmbHG 17. Aufl. § 43 Rdn. 69; Roth/Altmeppen, GmbHG 4. Aufl. § 43 Rdn. 48; Scholz/U.H. Schneider, GmbHG 9. Aufl. § 43 Rdn. 275; Koppensteiner in Rowedder/Schmidt-Leithoff, GmbHG 4. Aufl. § 43 Rdn. 82; Lutter/Hommelhoff/Kleindiek, GmbHG 16. Aufl. § 43 Rdn. 6; Medicus, ZGR 1998, 570, 582 f.; i.E. auch Cahn, ZGR 1998, 367 ff., 376 f., 381; a.A. Kiethe, ZIP 2003, 1957 f. unter Hinweis auf Stein, DStR 1998, 1055, 1056-1058; Dreher, DB 1991, 2585; Hachenburg/Mertens, GmbHG 8. Aufl. § 43 Rdn. 120).
  • BGH, 16.05.2000 - VI ZR 90/99  

    Vorenthalten von Arbeitnehmerbeiträgen zur Sozialversicherung

    Arbeitnehmerbeiträge zur Sozialversicherung werden dann im Sinne des § 266 a Abs. 1 StGB vorenthalten, wenn sie bei Fälligkeit nicht an die zuständige Einzugsstelle abgeführt werden (ständige Rechtsprechung, vgl. BGHZ 134, 304, 307; Senatsurteile vom 1. Oktober 1991 - VI ZR 374/90 - VersR 1991, 1378, 1379 und vom 15. Oktober 1996 - VI ZR 327/95 - VersR 1996, 1541).

    a) Das Entstehen der Beitragspflicht zur Sozialversicherung und die Fälligkeit der für den Monat Februar 1994 zu leistenden Arbeitnehmerbeiträge zum 15. März 1994 waren unabhängig davon, ob und wann Lohn für diesen Zeitraum an die Arbeitnehmer tatsächlich ausgezahlt wurde (vgl. Senatsurteil vom 1. Oktober 1991 - VI ZR 374/90 - aaO; BSGE 75, 61, 65; BSG, MDR 1996, 1268, 1269).

    Es kann daher derzeit nicht beurteilt werden, ob unter Berücksichtigung der Anforderungen, die an den "Vorenthaltungsvorsatz" i.S. des § 266 a Abs. 1 StGB zu stellen sind (vgl. dazu z.B. Senatsurteile vom 1. Oktober 1991 - VI ZR 374/90 - aaO und vom 15. Oktober 1996 - VI ZR 327/95 - VersR 1996, 1541, 1542), von einem vorsätzlichen Verhalten des Beklagten ausgegangen werden kann.

  • BSG, 21.03.2007 - B 11a AL 15/06 R  

    Verjährung von Ansprüchen auf Beiträge - vorsätzlich vorenthaltene Beiträge -

    Denn selbst wenn die zu § 266a StGB entwickelten Kriterien (vgl ua BGH NJW 1992, 177; BGHZ 144, 311 = NJW 2000, 2993; BGHSt 47, 318 = NJW 2002, 2480) auf die vorliegende Fallgestaltung zu übertragen wären, könnte nach den festgestellten besonderen Umständen nicht zu Gunsten des Klägers angenommen werden, er habe sich mangels Liquidität in einem jegliche Dispositionsmöglichkeit ausschließenden Zustand der Handlungsunfähigkeit befunden.
  • BGH, 21.01.1997 - VI ZR 338/95  

    Verantwortlichkeit des Arbeitgebers für die Nichtabführung von

    Arbeitnehmerbeiträge zur Sozialversicherung werden dann im Sinne des § 266 a Abs. 1 StGB vorenthalten, wenn sie bei Fälligkeit nicht an die zuständige Einzugsstelle abgeführt werden (vgl. Senatsurteile vom 01. Oktober 1991 - VI ZR 374/90 - VersR 1991, 1378, 1379 und vom 15. Oktober 1999 - VI ZR 327/95 - VersR 1996, 1541).

    a) Für den Vorsatz, wie ihn § 266 a Abs. 1 StGB voraussetzt, ist das Bewußtsein und der Wille erforderlich, die Abführung der Beitrage bei Fälligkeit zu unterlassen (vgl. Senatsurteil vom 1. Oktober 1991 - VI ZR 374/90 - aaO.).

  • BGH, 11.12.2001 - VI ZR 123/00  

    Verantwortlichkeit des GmbH-Geschäftsführers für die Abführung von

    Für den Vorsatz, wie ihn § 266 a Abs. 1 StGB voraussetzt, sind das Bewußtsein und der Wille erforderlich und ausreichend, die Beiträge bei Fälligkeit (trotz Zahlungsfähigkeit) nicht abzuführen (vgl. Senatsurteil vom 1. Oktober 1991 - VI ZR 374/90 - VersR 1991, 1378, 1379).
  • BGH, 15.10.1996 - VI ZR 327/95  

    Voraussetzungen der Haftung des Geschäftsführers für die Nichtabführung von

    Gemäß § 266 a Abs. 1 StGB werden Arbeitnehmerbeiträge zur Sozialversicherung dann vorenthalten, wenn sie bei Fälligkeit, nämlich jeweils am 15. des Folgemonats, nicht abgeführt werden (vgl. Senatsurteil vom 1. Oktober 1991 VI ZR 374/90 - VersR 1991, 1378, 1379).

    Es kann daher derzeit nicht beurteilt werden, ob unter Berücksichtigung der Anforderungen, die an den "Vorenthaltungsvorsatz" im Sinne des § 266 a Abs. 1 StGB zu stellen sind (vgl. Senatsurteil vom 1. Oktober 1991 - VI ZR 374/90 - aaO. m.w.N.), von einem vorsätzlichen Verhalten des Beklagten ausgegangen werden kann.

  • LAG Düsseldorf, 02.09.2015 - 12 Sa 175/15  

    Persönliche Haftung des Geschäftsführers einer GmbH wegen unterbliebener

    Für den Vorsatz sind das Bewusstsein und der Wille erforderlich und ausreichend, die Abführung der Beiträge bzw. der Zahlung der Teile des Arbeitsentgelts an einen anderen bei Fälligkeit ebenso zu unterlassen wie die entsprechende Unterrichtung der Arbeitnehmer bei Fälligkeit oder unverzüglich danach (vgl. BGH 01.10.1991 - VI ZR 374/90, NJW 1992, 177 Rn. 13; BGH 18.12.2012 - II ZR 220/12, WM 2013, 329 Rn. 16; OLG Brandenburg 21.11.2002 - 12 U 149/01 a.a.O. Rn. 29).
  • BGH, 18.11.1997 - VI ZR 11/97  

    Fälligkeit zu zahlender Gesamtsozialversicherungsbeiträge

    Zutreffend ist freilich die Ausgangsüberlegung des Berufungsgerichts, daß die Sozialversicherungsbeiträge nur dann "vorenthalten" wurden, wenn sie vor Anordnung der Sequestration und des Veräußerungsverbots am 9. Juli 1993 zu zahlen waren, aber nicht abgeführt worden sind (vgl. Senatsurteil vom 1. Oktober 1991 - VI ZR 374/90 - VersR 1991, 1378, 1379).
  • OLG Brandenburg, 21.11.2002 - 12 U 149/01  

    Schadensersatz wegen Nichtabführung von Arbeitnehmerbeiträgen zur

    Für das Vorliegen des objektiven Tatbestandes reicht es zur Verwirklichung des Merkmals des Vorenthaltens demgegenüber aus, wenn die Beiträge zum Fälligkeitszeitpunkt nicht abgeführt worden sind (BGH NJW 2001, 967, 970; NJW 2000, 2993; NJW 1992, 177; OLG Düsseldorf NJW-RR 1993, 1128).

    Dass die Klägerin die verspäteten Zahlungen seitens der I... einschließlich der Zahlung der Beiträge für Juli 1996 akzeptiert hat, ändert nichts an der Tatsache, dass die Beiträge zum Fälligkeitstermin nicht abgeführt und damit vorenthalten wurden (vgl. auch BGH wistra 1992, 144).

  • OLG Schleswig, 07.12.2001 - 14 U 122/01  

    Haftung des GmbH-Geschäftsführer für Nichtabführung von Arbeitgeberanteilen

  • VGH Bayern, 29.03.2017 - 22 ZB 17.244  

    Gewerbeuntersagung in Bezug auf eine Gesellschaft mit beschränkter Haftung

  • OLG Rostock, 16.05.1997 - 1 W 47/96  

    Schadenersatzpflicht wegen Vorenthaltung von Arbeitnehmerbeiträgen zur

  • SG Aachen, 13.08.2004 - S 11 RJ 14/02  

    Rentenversicherung

  • OLG Dresden, 29.07.1999 - 8 W 1495/98  

    Begriff des Vorenthaltens von Arbeitnehmeranteilen zur Sozialversicherung;

  • OLG Celle, 29.11.1995 - 9 U 51/95  

    Verpflichtung des Arbeitgebers; Drohende Zahlungsunfähigkeit; Rücklagen;

  • OLG Düsseldorf, 18.06.1993 - 22 U 9/93  
  • KG, 15.12.1999 - 11 U 2862/99  

    Haftung des Geschäftsführers einer GmbH für die Abführung der Arbeitnehmeranteile

  • OLG Hamburg, 16.05.2003 - 1 U 137/02  

    Vorenthalten von Arbeitnehmerbeiträgen zur Sozialversicherung durch den

  • BGH, 01.09.1998 - 1 StR 421/98  

    Bildung einer nachträglichen Gesamtstrafe aus mehreren Einzelstrafen

  • OLG Rostock, 13.09.2001 - 1 U 261/99  

    Schadenersatz wegen der Nichtabführung von Arbeitnehmerbeiträgen zur

  • LG Leipzig, 06.11.1996 - 10 O 4396/96  
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Rechtsprechung
   OLG Oldenburg, 12.06.1990 - 5 U 160/89   

Volltextveröffentlichungen (2)

  • Jurion(Abodienst, Leitsatz/Tenor frei)

    Ersatz für immaterielle Schäden und Feststellung der Ersatzpflicht für Zukunftsschäden aufgrund einer Gelbsuchterkrankung während eines stationären Heilungsaufenthaltes im Krankenhaus; Unzureichende Hygienemaßnahmen in einem Krankenhaus; Ursächlichkeit einer unzureichenden Versorgung für die Hepatitis-B-Erkrankung

  • juris (Volltext/Leitsatz)
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Verfahrensgang

Papierfundstellen

  • NJW-RR 1990, 1434
  • VersR 1991, 1378



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Wird zitiert von ...  

  • OLG Koblenz, 15.10.2001 - 12 U 2123/98  

    Schmerzensgeld: Darlegungslast hinsichtlich einer Hepatitis-Infektion während

    Denn unter Berücksichtigung einer Inkubationszeit für die Hepatitis-B-Infektion von 25 bis 180 Tagen (je nach Infektionsdosis, vgl. KG, VersR 1992, 317; die entsprechende Angabe der Beklagten von 30 bis 180 Tagen weicht hierfür nur geringfügig ab) und einmal mehr unter Berücksichtigung der Tatsache, dass im Falle einer Viren-Übertragung durch Bluttransfusion üblicherweise eine extrem hohe Infektionsdosis erfolgt (OLG Oldenburg, NJW-RR 1990, 1434), ist ein ursächlicher Zusammenhang zwischen den Bluttransfusionen in den Tagen nach dem Unfall und der erstmals 1996 veränderten Leberwerte auszuschließen.
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