Weitere Entscheidungen unten: OLG Köln, 20.10.1993 | OLG Köln, 03.06.1993

Rechtsprechung
   BGH, 12.10.1993 - VI ZR 23/93   

'Alle reden vom Klima - Wir ruinieren es'

Plakataktion Greenpeace, Recht am eigenen Bild, Allgemeines Persönlichkeitsrecht, Art. 5 GG

Volltextveröffentlichungen (6)

  • Jurion

    Plakataktion - Greenpeace - FCKW - Porträts der Hersteller

  • debier datenbank(Leitsatz frei, Volltext 2,50 €)

    Greenpeace-Plakataktion / Alle reden vom Frieden / Alle reden vom Klima / FCKW

    Art. 1 Abs. 1, 2 Abs. 1, 5 Abs. 1 GG

  • ZIP-online.de(Leitsatz frei, Volltext 3,90 €)

    Zulässigkeit einer Plakataktion gegen Klimazerstörung durch FCKW mit Abbildung eines Vorstandsvorsitzenden ("Greenpeace/Hoechst")

  • Juristenzeitung(kostenpflichtig)

    Zur Abwägung zwischen Persönlichkeitsschutz und Meinungsfreiheit

  • rechtsportal.de(Abodienst, kostenloses Probeabo)

    Zulässigkeit einer Plakataktion gegen die FCKW-Produktion deutscher Unternehmen

  • juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)

Kurzfassungen/Presse

  • buskeismus.de (Auszüge)

    Bildnis (Recht am eigenen Bild; allgemeines Persönlichkeitsrecht)

Verfahrensgang

Papierfundstellen

  • NJW 1994, 124
  • NJW-RR 1994, 412 (Ls.)
  • ZIP 1993, 1801
  • MDR 1994, 558
  • NVwZ 1994, 412
  • NVwZ 1994, 618 (Ls.)
  • GRUR 1994, 391
  • VersR 1994, 57
  • WM 1993, 2214
  • DB 1994, 215
  • ZUM 1994, 431
  • afp 1993, 736



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Wird zitiert von ... (82)  

  • BGH, 25.04.1995 - VI ZR 272/94  

    Zulässigkeit von Filmaufnahmen einer Person

    15 Die spezialgesetzliche, der Gewährleistung des Rechts am eigenen Bild dienende Regelung des § 22 KUG (vgl. hierzu Senatsurteile vom 14. April 1992 - VI ZR 285/91 - VersR 1993, 66 f. und vom 12. Oktober 1993 - VI ZR 23/93 - VersR 1994, 57, 58) gewährt allerdings keinen Schutz gegen die Herstellung von Abbildungen, sondern nur gegen ihre unzulässige Verbreitung oder öffentliche Zurschaustellung.

    Zu Recht geht das Berufungsgericht jedoch davon aus, daß - da das Recht am eigenen Bild eine besondere Erscheinungsform des allgemeinen Persönlichkeitsrechts darstellt (vgl. BVerfGE 35, 202, 224; Senatsurteile vom 14. April 1992 - VI ZR 285/91 - aaO und vom 12. Oktober 1993 - VI ZR 23/93 - aaO) - die Herstellung eines Bildnisses ohne Einwilligung des Abgebildeten einen unzulässigen Eingriff in dessen nach § 823 Abs. 1 BGB geschütztes allgemeines Persönlichkeitsrecht bedeuten kann (vgl. BGHZ 24, 200, 208; Senatsurteil vom 16. September 1966 - VI ZR 268/64 - NJW 1966, 2353, 2354; s. in diesem Zusammenhang auch BGH, Urteil vom 12. August 1975 - 1 StR 42/75 - NJW 1975, 2075, 2076; vgl. auch Wenzel, Das Recht der Wort- und Bildberichterstattung, 4. Aufl. 1994, 7.15; Helle, Besondere Persönlichkeitsrechte im Privatrecht, 1991, S. 71 ff.).

  • BGH, 26.10.2006 - I ZR 182/04  

    Rücktritt des Finanzministers

    Denn wegen der Eigenart des Persönlichkeitsrechts als eines Rahmenrechts fehlt es an einem absoluten Schutzbereich des Rechts; der Schutzumfang muss vielmehr jeweils durch eine Abwägung mit den schutzwürdigen Interessen der anderen Seite bestimmt werden (BVerfGE 101, 361, 393; BGH, Urt. v. 12.10.1993 - VI ZR 23/93, GRUR 1994, 391, 392 = NJW 1994, 124 - Alle reden vom Klima; BGHZ 156, 206, 210).
  • BGH, 11.03.2008 - VI ZR 7/07  

    BGH erlaubt Greenpeace, Milchprodukte als "Gen-Milch" zu bezeichnen

    aa) Handelt es sich wie hier um einen Beitrag zum geistigen Meinungskampf in einer die Öffentlichkeit wesentlich berührenden Frage, spricht eine Vermutung für die Zulässigkeit der freien Rede (vgl. Senatsurteil vom 12. Oktober 1993 - VI ZR 23/93 - VersR 1994, 57, 59; BGH, BGHZ 166, 84, 110; BVerfGE 93, 266, 294 = NJW 1995, 3303, 3304).

    In der öffentlichen Diskussion von Themen wie der Anwendung gentechnischer Verfahren bei der Lebensmittelproduktion und der Reichweite der Kennzeichnungspflicht, die für breite Bevölkerungskreise von erheblicher Bedeutung sind, dürfen - angesichts der heutigen Reizüberflutung - auch einprägsame, starke Formulierungen verwendet werden, selbst wenn sie eine scharfe und abwertende Kritik zum Inhalt haben und mit übersteigerter Polemik vorgetragen werden; ob andere diese Kritik für "falsch" oder "ungerecht" halten, ist nicht von Bedeutung (vgl. Senatsurteile vom 12. Oktober 1993 - VI ZR 23/93 - VersR 1994, 57, 59; vom 30. Mai 2000 - VI ZR 276/99 - VersR 2000, 1162, 1163 und vom 29. Januar 2002 - VI ZR 20/01 - VersR 2002, 445, 446).

    Die damit verbundene Wirkungssteigerung der Meinungsäußerung muss der Betroffene nur hinnehmen, wenn eine Abwägung mit den Belangen der Meinungsfreiheit ergibt, dass der Schutz des beeinträchtigten Rechts zurückzutreten hat (vgl. BVerfG, AfP 2006, 550, 552; NJW-RR 2008, 200, 202; Senatsurteile BGHZ 161, 266, 269; vom 12. Oktober 1993 - VI ZR 23/93 - VersR 1994, 57, 59 und vom 12. Juli 1994 - VI ZR 1/94 - VersR 1994, 1116, 1117 f.).

    Die Klägerin als einflussreiches und bekanntes Unternehmen herauszugreifen, diente der nicht generell unzulässigen Verdeutlichung eines sachlichen Anliegens durch Personalisierung (vgl. Senatsurteile vom 12. Oktober 1993 - VI ZR 23/93 - VersR 1994, 57, 58 f.; vom 12. Juli 1994 - VI ZR 1/94 - VersR 1994, 1116, 1118; BVerfG, NJW 1999, 2358, 2359; AfP 2006, 550, 552; NJW-RR 2008, 200, 202) und beruhte nach den Feststellungen des Berufungsgerichts maßgeblich auf der vertretbaren Überlegung, durch eine Verhaltensänderung bei der Klägerin eine Sogwirkung in der Branche auszulösen und die Effektivität der Kampagne dadurch zu erhöhen.

    Unabhängig davon, ob sich die Klägerin selbst darauf berufen könnte, ist Herr Theo Müller als Verantwortungsträger der Unternehmen der Klägerin, nicht als Privatperson betroffen, was jedenfalls die Klägerin selbst im Rahmen von Art. 5 Abs. 1 GG hinzunehmen hat (vgl. Senatsurteil vom 12. Oktober 1993 - VI ZR 23/93 - VersR 1994, 57, 59).

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Rechtsprechung
   OLG Köln, 20.10.1993 - 2 U 48/93   

Volltextveröffentlichungen (3)

  • Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung PDF (Volltext/Leitsatz)

    Haftung bei Kfz-Unfall (§ 7 Abs. 2 StVG, § 448 ZPO): Ölspur als unabwendbares Ereignis, Parteivernehmung zur Feststellung der Unabwendbarkeit

  • Jurion(Abodienst, Leitsatz/Tenor frei)

    Kraftfahrzeug; Ölspur; Gegenverkehr; Unfall; Unabwendbares Ereignis; Idealfahrer; Parteivernehmung

  • juris (Volltext/Leitsatz)

Kurzfassungen/Presse (2)

Papierfundstellen

  • NZV 1994, 230
  • VersR 1994, 57
  • VersR 1994, 573



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Wird zitiert von ... (8)  

  • OLG München, 28.02.2014 - 10 U 3878/13  

    Haftungsverteilung bei Kollision eines Linksabbiegers mit einem überholenden

    1973, Nr. 49; DAR 1976, 246; OLG München [24. ZS] VersR 1976, 1143 [1144]; OLG Köln NZV 1994, 230 = VersR 1994, 573 = r+s 1994, 94 = VRS 87 [1994] 92; DAR 1995, 484 ; OLG Brandenburg VRS 106 [2004] 99; KG NZV 2004, 579 = VRS 107 [2004] 23 = KGR 2004, 459; OLG Celle OLGR 2007, 854; OLG Schleswig OLGR 2008, 314).
  • AG Brandenburg, 13.01.2017 - 31 C 71/16  

    Streifunfall zwischen zu breitem überholenden Pkw mit Lkw in Autobahnbaustelle

    Darlegungs- und beweisbelastet für die "Unabwendbarkeit" des Unfalles in diesem Sinne ist im Übrigen grundsätzlich immer derjenige, der sich jeweils entlasten will (BGH, DAR 1976, Seite 246; BGH, VersR 1970, Seiten 423 f.; KG Berlin, NZV 2004, Seiten 579 ff.; OLG Brandenburg, Urteil vom 02.04.2009, Az.: 12 U 214/08, u.a. in: "juris"; OLG Köln, NZV 1994, Seiten 230 f.; OLG Brandenburg, VRS Band 106, Seiten 99 ff.; Hentschel/König/Dauer, Straßenverkehrsrecht-Kommentar, 41. Aufl. 2011, § 17 StVG, Rn. 23).

    Dieser dem Kläger insofern obliegende Beweis kann auch nicht auf Grund seiner eigenen Angaben hier als geführt angesehen werden, da die Beklagten bereits grundsätzlich einen Verursachungsbeitrag durch den Lkw der Zweitbeklagten bestritten haben (BGH, Urteil vom 16.10.1961, Az.: III ZR 102/60, u.a. in: FHZivR 8 Nr. 4908; OLG Saarbrücken, MDR 2006, Seiten 89 f.; OLG Köln, DAR 2001, Seite 35, Nr.: 8; OLG Düsseldorf, NVwZ-RR 1995, Seiten 2 ff.; OLG Köln, NZV 1994, Seiten 230 f.; OLG Köln, VRS, Band 75, Seiten 276 ff.; OLG Bamberg, VersR 1987, Seiten 465 ff.; OLG Düsseldorf, VerkMitt 1977, Seiten 22 f., Nr.: 27; OLG Hamm, VRS, Band 30, Seiten 225 f., Nr.: 106; OLG Hamm, VersR 1962, Seiten 434 f.; OLG Nürnberg, VersR 1961, Seiten 572 f.; LG Cottbus, NZV 2002, Seite 42; LG Bonn, VerkMitt 2000, Seite 40, Nr.: 45; LG Kassel, Schaden-Praxis 1997, Seiten 280 f.; LG Lübeck, r+s 1980, Seiten 35 f.; AG Brühl, ZfSch 2002, Seiten 125 f.; AG Rendsburg, ZfSch 1998, Seiten 205 f.), jedoch konnte der Erstbeklagte selbst nicht mehr sagen, ob er ggf. mit dem Lkw von der rechten auf die linke Fahrspur gekommen sei und hat der Zeuge S. hier zudem ausgesagt, dass der Lkw der Beklagtenseite auf die von ihm gefahrene linke Fahrspur rüber gekommen sei, mithin den vom Kläger vorgetragenen vorschriftswidrigen Fahrstreifenwechsel ausgeführt hat.

  • OLG Düsseldorf, 15.03.2011 - 1 U 126/10  

    Begriff des unabwendbaren Ereignisses i.S. von § 17 Abs. 3 S. 1 StVG

    Die Annahme eines unabwendbaren Ereignisses zu Gunsten des Fahrzeughalters oder -führers ist also nur dann gerechtfertigt, wenn jedes ernsthaft in Betracht kommende Verhalten des Fahrzeugführers, das nicht dem eines Idealfahrers entspricht, als Ursache des Unfalls auszuschließen ist (Senat a.a.O. mit Hinweis auf OLG Köln VersR 1994, 573 sowie OLG Köln NZV 1994, 230).

    Die Annahme eines unabwendbaren Ereignisses zu Gunsten des Fahrzeughalters oder -führers ist also nur dann gerechtfertigt, wenn jedes ernsthaft in Betracht kommende Verhalten des Fahrzeugführers, das nicht dem eines Idealfahrers entspricht, als Ursache des Unfalls auszuschließen ist (Senat a.a.O. mit Hinweis auf OLG Köln VersR 1994, 573 sowie OLG Köln NZV 1994, 230).

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Rechtsprechung
   OLG Köln, 03.06.1993 - 7 U 149/92   

Volltextveröffentlichungen (5)

  • openjur.de
  • NRWE (Rechtsprechungsdatenbank NRW)
  • datenbank.flsp.de

    Haftung, Schadensersatz - Diebstahl von Videokassetten eines Lehrers

  • Jurion

    Schulträger; Bereitstellungspflicht; Anlagen; Einrichtungen; Unterhaltungspflicht; Lehrer; Aufbewahrungsmöglichkeit; Mitnahme allgemein üblich; Dienstliche Aufgaben; Erforderliche Gerätschaften; Aufbewahrungsbehältnis; Öffentlich-rechtliche Verwahrung; Verwahrungsverhältnis; Öffentlich-rechtliches Verwahrungsverhältnis; Videokassetten; Medien; Unterrichtsanreicherung; Aufwendungsersatzanspruch; GOA; Geschäftsführung ohne Auftrag

  • juris (Volltext/Leitsatz)

Kurzfassungen/Presse

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Verfahrensgang

Papierfundstellen

  • NJW 1994, 2903 (Ls.)
  • NVwZ 1994, 618
  • VersR 1994, 57
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