Rechtsprechung
   BGH, 07.07.2004 - IV ZR 265/03   

Volltextveröffentlichungen (11)

  • bundesgerichtshof.de PDF
  • Judicialis
  • JLaw (App) | www.prinz.law PDF
  • Jurion

    Anwendbarkeitsbereich der Grundsätze der Relevanzrechtsprechung - Anwendung der Relevanzrechtsprechung bei vorsätzlichen Obliegenheitsverstößen eines Versicherungsnehmers - Schädigung des Versicherers trotz unterbliebener Zahlung - Umfang der Pflicht des Versicherungsnehmers an der Aufklärung des Sachverhaltes teilzunehmen

  • rechtsportal.de(Abodienst, kostenloses Probeabo)

    VVG § 6 Abs. 3; AKB § 7
    Leistungsfreiheit des Fahrzeugversicherers wegen verweigerter Übersendung der Fahrzeugschlüssel

  • datenbank.nwb.de
  • ibr-online(Abodienst, kostenloses Probeabo, Leitsatz frei)

    Anwendung der Grundsätze der Relevanzrechtsprechung: Wann?

  • juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)

Kurzfassungen/Presse

  • anwaltonline.com (Kurzinformation)

    Verkehrsrecht - Bei Fahrzeugdiebstahl Originalschlüssel vorlegen!

Papierfundstellen

  • NJW-RR 2004, 1395
  • MDR 2004, 1236
  • NZV 2004, 624
  • VersR 2004, 1117



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Wird zitiert von ... (47)  

  • BGH, 16.11.2005 - IV ZR 307/04  

    Umfang der Auskunftspflicht des Versicherungsnehmers in der Hausratversicherung;

    Er darf vielmehr abwarten, bis der Versicherer an ihn herantritt und die Informationen anfordert, die er aus seiner Sicht zur Feststellung des Versicherungsfalles und des Umfangs der Leistungspflicht benötigt (Senatsurteile vom 7. Juli 2004 - IV ZR 265/03 - VersR 2004, 1117 unter 1; vom 21. April 1993 - IV ZR 34/92 - VersR 1993, 828 unter 2 b, in BGHZ 122, 250 ff. insoweit nicht abgedruckt).
  • OLG Celle, 24.09.2018 - 8 U 73/18  

    Einholung von durch einen Dritten angeblich erhobene und gespeicherten

    Verschweigt der Versicherungsnehmer hingegen die Existenz eines Schlüssels, kann das für die Annahme sprechen, dass er den Schlüssel einem Dritten zur Verbringung des Fahrzeugs an einen anderen Ort übergab (vgl. BGH VersR 2011, 1136; BGH VersR 2004, 1117).
  • BGH, 22.06.2011 - IV ZR 174/09  

    Versicherungsrecht: Wiederholung der Belehrung über die Rechtsfolgen einer

    a) Nach der so genannten Relevanzrechtsprechung des Senats kann sich der Versicherer nur dann gemäß § 6 Abs. 3 Satz 1 VVG a.F. auf Leistungsfreiheit wegen einer vorsätzlichen folgenlosen Obliegenheitsverletzung berufen, wenn diese generell geeignet war, die Interessen des Versicherers ernsthaft zu gefährden, und dem Versicherungsnehmer ein erhebliches Verschulden zur Last fiel (Senatsbeschlüsse vom 10. November 2010 - IV ZR 122/09, VersR 2011, 369 Rn. 16; vom 4. Mai 2009 - IV ZR 62/07, VersR 2009, 968 Rn. 9; Senatsurteile vom 28. Februar 2007 - IV ZR 331/05, VersR 2007, 785 Rn. 15; vom 7. Juli 2004 - IV ZR 265/03, VersR 2004, 1117 unter 3; vom 21. Januar 1998 - IV ZR 10/97, VersR 1998, 447 unter 2 b; vom 7. Dezember 1983 - IVa ZR 231/81, VersR 1984, 228, 229; jeweils m.w.N.).
  • BGH, 06.07.2011 - IV ZR 108/07  

    Kfz-Kaskoversicherung: Zu hohe Angabe vorhandener Fahrzeugschlüssel als

    Ferner ist für den Versicherer generell wichtig, prüfen zu können, ob alle Schlüssel vorhanden sind, weil das Fehlen eines Schlüssels Hinweise darauf geben kann, dass dieser einem Dritten zur Verfügung gestellt worden ist, damit er das Fahrzeug - zur Vortäuschung eines Diebstahls - von seinem Standort verbringt (vgl. Senatsurteil vom 7. Juli 2004 - IV ZR 265/03, VersR 2004, 1117 unter 3).
  • LG Berlin, 22.03.2007 - 17 O 71/06  

    Kfz-Kaskoversicherung: Aufklärungsobliegenheitsverletzung durch Verschleierung

    - Eine Belehrungspflicht besteht allerdings ohnehin nur, wenn feststeht, dass die Obliegenheitsverletzung folgenlos geblieben ist (so bereits BGH, Urteil vom 8. Mai 1967 - II ZR 17/65 -, NJW 1967 S. 1756; zuletzt auch Kammergericht in einem Ladungshinweis vom 17. Mai 2006 - 6 U 52/05 -, unter Verweis auf BGH, Urteil vom 7. Juli 2004 - IV ZR 265/03 -, zfs 2004 S. 462/463 = VersR 2004 S. 1117 Rdnr. 12 "nach JURIS").

    Dies hätte der Kläger erst einmal darzulegen und zu beweisen (vgl. BGH, Urteil vom 21. April 1993 - IV ZR 33/92 -, NJW-RR 1993 S. 1049 = VersR 1993 S. 830; Urteil vom 7. Juli 2004 - IV ZR 265/03 -, zfs 2004 S. 462/463).

    Eine folgenlose Verletzung der Aufklärungspflicht ist hier zweifelhaft, weil die Beklagte schon ein Gutachten hat anfertigen lassen, im Hinblick auf die falschen Angaben schon Aufwendungen getätigt hat (vgl. BGH, NJW-RR 2004 S. 1395).

    - Eine folgenlose Verletzung der Aufklärungspflicht folgt jedenfalls nicht schon daraus, dass die Beklagte eine Regulierung letztlich abgelehnt hat (vgl. BGH, Urteil vom 7. Juli 2004 - IV ZR 265/03 -, zfs 2004 S. 462/463).

  • BGH, 10.11.2010 - IV ZR 122/09  

    Deckungsprozess gegen die Kfz-Teilkaskoversicherung nach behauptetem

    d) Schließlich wird das Berufungsgericht zu beachten haben, dass sich der Versicherer nach der Relevanzrechtsprechung auf völlige Leistungsfreiheit nur dann berufen kann, wenn die vorsätzliche Verletzung der Aufklärungspflicht zwar folgenlos geblieben, aber generell geeignet ist, die berechtigten Interessen des Versicherers ernsthaft zu gefährden und dem Versicherungsnehmer ein erhebliches Verschulden zur Last fällt, für dessen Fehlen er beweispflichtig ist (Senatsurteile vom 7. Juli 2004 - IV ZR 265/03, VersR 2004, 1117 unter 3; vom 21. Januar 1998 - IV ZR 10/97, VersR 1998, 447 unter 2 b; vom 21. April 1982 - IVa ZR 267/80, BGHZ 84, 84, 87; jeweils m.w.N.).
  • BGH, 12.12.2007 - IV ZR 40/06  

    Begriff der Obliegenheitsverletzung in der Kfz-Fahrzeugversicherung

    Im Ansatz zutreffend hat das Berufungsgericht die Grundsätze der sogenannten Relevanzrechtsprechung herangezogen (vgl. Senatsurteile vom 7. Juli 2004 - IV ZR 265/03 - RuS 2004, 368 unter II 3 und vom 21. Januar 1998 - IV ZR 10/97 - VersR 1998, 447 unter 2 b).
  • OLG Frankfurt, 06.03.2007 - 14 U 26/06  

    Private Unfallversicherung: Leistungsfreiheit des Versicherers bei

    Die Relevanzrechtsprechung des BGH setzt nämlich in jedem Fall voraus, dass die Obliegenheitsverletzung des Versicherungsnehmers folgenlos geblieben ist (vgl. BGH NJW-RR 2004, 1395).

    Ist aber - wie im vorliegenden Fall - die Obliegenheitsverletzung nicht folgenlos geblieben, so ist die Relevanzrechtsprechung des BGH nicht einschlägig und es kommt auf eine ordnungsgemäße Belehrung des Versicherungsnehmers über die Folgen einer vorsätzlichen Obliegenheitsverletzung nicht mehr an (vgl. BGH NJW-RR 2004, 1395; OLG Koblenz VersR 2005, 1524).

  • BGH, 10.10.2007 - IV ZR 95/07  

    Umfang des rechtlichen Gehörs im Zivilverfahren; Folgenlosigkeit einer

    Es hätte dem Kläger oblegen, etwaige andere ihm entstandene Nachteile darzulegen; bei Rückforderungsprozessen hat er - im Gegensatz zu Prozessen des Versicherungsnehmers auf Entschädigungsleistung (vgl. Senatsurteil vom 7. Juli 2004 - IV ZR 265/03 - VersR 2004, 1117 unter 3) - die Darlegungs- und Beweislast (vgl. BGHZ 128, 167, 169 ff.; Römer/Langheid, VVG 2. Aufl. § 6 Rdn. 127 m.N.).
  • OLG Koblenz, 14.01.2005 - 10 U 410/04  

    Private Unfallversicherung: Leistungsfreiheit bei Verschweigen weiterer

    Diese führt nach den Grundsätzen der Relevanz-Rechtsprechung des Bundesgerichtshofes (Anschluss BGH, 7. Juli 2004, IV ZR 265/03, VersR 2004, 1117) zur Leistungsfreiheit des Versicherers, sofern dadurch z.B. Kosten verursachende Sachverständigengutachten in Auftrag gegeben und infolgedessen Leistungen erbracht wurden, die Pflichtverletzung mithin nicht folgenlos geblieben ist.

    Dann kommt es auch nicht darauf an, ob der Versicherer in dem Schadenanzeigeformular den Versicherungsnehmer ausdrücklich und unmissverständlich über die Rechtsfolgen seiner Obliegenheitsverletzung belehrt hat (Anschluss BGH, 7. Juli 2004, IV ZR 265/03, VersR 2004, 1117).

    Diese steht unter der weiteren Voraussetzung, dass die Obliegenheitsverletzung des Versicherungsnehmers folgenlos geblieben ist, dem Versicherer also bei der Feststellung des Versicherungsfalls oder des Schadensumfangs keine Nachteile entstanden sind (BGH VersR 2004, 1117; Römer-Langheid, VVG, 2. Aufl., § 6, Rdnr. 49, 51).

  • LG Berlin, 12.07.2007 - 17 O 131/06  

    Kfz-Kaskoversicherungsvertrag: Leistungsfreiheit trotz Berichtigung falscher

  • OLG Saarbrücken, 30.04.2008 - 5 U 614/07  

    Vorschaden verschwiegen: Anspruchsverlust in Kasko

  • OLG Hamm, 20.10.2004 - 20 U 88/04  

    Rechtsfolgen einer Reparatur der beschädigten Sache in der

  • OLG Frankfurt, 26.07.2006 - 7 U 116/05  

    Wohngebäudeversicherung: Pflicht zur Schadensanzeige bei Kenntnis von einem

  • OLG Saarbrücken, 29.06.2011 - 5 U 297/09  

    Obliegenheiten des Versicherungsnehmers in der Krankentagegeldversicherung;

  • OLG Brandenburg, 06.01.2010 - 4 U 66/06  

    Ansprüche aus einer KASKO-Versicherung wegen eines Kfz-Diebstahls:

  • OLG Saarbrücken, 12.07.2006 - 5 U 6/06  

    Obliegenheitsverletzung durch den Versicherten

  • OLG Köln, 14.02.2006 - 9 U 3/05  

    Falschangaben des Versicherungsnehmers zu Reitunfall

  • OLG Hamm, 24.11.2004 - 20 U 157/04  

    Leistungsfreiheit des Kfz-Fahrzeugversicherers wegen verspäteter Meldung eines

  • OLG Hamm, 04.08.2005 - 20 U 157/04  

    Leistungsfreiheit des Kaskoversicherers bei verspäteter Anzeige eines

  • OLG Saarbrücken, 12.11.2008 - 5 U 122/08  

    Rechtsfolgen der Verneinung weiterer Unfallversicherungen in der Schadensanzeige

  • OLG Köln, 25.09.2007 - 9 U 193/06  
  • KG, 09.11.2010 - 6 U 103/10  

    Versicherungsvertrag: Leistungspflicht des Versicherers trotz Falschangaben des

  • KG, 13.06.2006 - 6 U 62/06  

    Kfz-Kaskoversicherung: Obliegenheit zur Anzeige eines Wildschadens an die Polizei

  • OLG Düsseldorf, 09.05.2006 - 4 U 138/05  

    Wegfall des Versicherungsschutzes wegen falscher Angaben im Schadensformular zu

  • OLG Köln, 28.03.2008 - 20 U 231/07  

    Leistungsfreiheit des Hausratversicherers wegen unrichtiger Angaben über die

  • OLG Saarbrücken, 04.02.2009 - 5 U 657/06  

    Auffällige Gestaltung der Belehrung über die Folgen von Falschangaben bei der

  • OLG Köln, 25.06.2013 - 9 U 187/12  

    Zurückweisung von Ansprüchen gegen eine Vermögensschaden-Haftpflichtversicherung

  • OLG Köln, 26.09.2006 - 9 U 142/05  

    Verschweigen eines erheblichen Vorschadens ist eine Obliegenheitsverletzung und

  • KG, 06.07.2010 - 6 W 6/10  

    PKH-Bewilligungsverfahren: Beurteilung der Folgenlosigkeit von

  • OLG Köln, 05.06.2007 - 9 U 37/06  

    Kfz-Kaskoversicherung - Schadenanzeige: Wann wird der VR bei vorsätzlichen

  • OLG Köln, 04.10.2006 - 9 W 21/06  

    Versicherungen - Haftpflichtversicherung: Verletzung einer Anzeigeobliegenheit

  • OLG Köln, 08.04.2008 - 9 U 157/07  
  • OLG Köln, 18.01.2005 - 9 U 60/04  

    Leistungsfreiheit des Kfz-Fahrzeugversicherers wegen zurechender Falschangaben

  • OLG Köln, 25.06.2013 - 9 U 188/12  

    Eintrittspflicht des Vermögensschadenhaftpflichtversicherers bei Verletzung der

  • OLG Köln, 16.10.2007 - 9 U 244/06  
  • OLG Köln, 25.10.2005 - 9 U 177/04  

    Auskunftsobliegenheiten des Leasingnehmers gegenüber dem Fahrzeugversicherer

  • OLG Celle, 10.02.2011 - 8 U 118/10  

    Transportversicherung: Auslegung der Versicherungsbedingungen über den Ausschluss

  • OLG Köln, 15.02.2005 - 9 U 124/04  

    Gewährung von Deckungsschutz für zwei Schadensfälle aus einer

  • KG, 08.06.2010 - 6 U 64/09  

    Kraftfahrzeugversicherung: Obliegenheitsverletzung des Versicherungsnehmers nach

  • OLG Köln, 16.02.2006 - 9 U 190/05  

    Leistungsbefreiung eines Versicherers wegen Verletzung von Auskunftspflichten

  • LG Köln, 07.04.2005 - 24 S 28/04  
  • LG Köln, 12.01.2006 - 24 O 189/05  

    Versicherungsrechtliche Ausgestaltung der Leistungsfreistellung eines

  • LG Berlin, 29.04.2008 - 17 S 104/07  

    Vorschaden verschwiegen: Anspruchsverlust in Kasko

  • LG Dortmund, 30.11.2007 - 22 O 24/07  

    Fahrzeugversicherung, Nachweis einer Unfallmanipulation

  • LG Halle, 18.03.2005 - 8 (14) O 155/02  

    Aufklärungsobliegenheit

  • LG Köln, 07.10.2004 - 24 O 99/03  

    Berechtigung zur Geltendmachung von Ansprüchen aus einem

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